[0001] Die Erfindung betrifft ein Rotationssiebelement sowie ein Verfahren zum Reinigen
von Rotationssiebelementen.
[0002] Gemäß dem Stand der Technik (G 93 07 096.9) sind Siebsysteme bekannt, welche bei
Vorsortierung von Schüttgütern, wie Kompost, Rindenhumus beziehungsweise -mulch, Torf
und so weiter, aber auch beim Bauschutt-Recycling Anwendung finden.
[0003] Diese zum Stand der Technik gehörenden Siebsysteme sind derart aufgebaut, dass parallele
synchron angetriebene Wellen drehfest und zueinander auf Lücke axial versetzt gehalterte
Gruppen von Siebsternen aus Gummiformteilen mit elastisch nachgiebigen Fingern aufweisen.
Die Finger sind in Umlaufrichtung nacheilend ausgerichtet und als sichelförmige Abstreifzinken
ausgebildet. Die jeweiligen Abstände zwischen benachbarten Siebsternen und Siebsternwalzen
werden dem zu sortierenden Gut angepasst.
[0004] Damit die Siebergebnisse eine gleichbleibende Qualität haben und Siebelemente nicht
vorzeitig verschleißen oder die Anlage durch fadenähnliche Gegenstände oder feuchte
oder klebrige Anhaftungen verschmutzt und zum Stillstand der Anlage führt, müssen
die Siebelemente und ihre Zwischenräume gereinigt werden.
[0005] Anhaftendes Material muss mit aufwendigen und produktionseinschränkenden Vorrichtungen
entfernt werden. Diese Vorrichtungen sind aufwendig, teuer und längerfristig nicht
zur effektiven und wirkungsvollen Reinigung einsetzbar. Darüber hinaus muss bei diesen
zum Stand der Technik gehörenden Vorrichtungen der Siebvorgang für den Reinigungsvorgang
unterbrochen werden, was ebenfalls von Nachteil ist.
[0006] Das der Erfindung zugrunde liegende technische Problem besteht darin, ein Rotationssiebelement
sowie ein Verfahren zum Reinigen von Rotationssiebelementen und deren Zwischenräumen
anzugeben, mit dem eine kontinuierliche Reinigung möglich ist, wobei der Reinigungsvorgang
während des Siebvorganges stattfindet und welches darüber hinaus einfach und preisgünstig
ist.
[0007] Dadurch, dass das Rotationssiebelement, welches als Siebstern ausgebildet ist, in
oder an wenigstens einem Finger ein Verstärkungsteil aufweist, fährt der Finger mit
diesem Verstärkungsteil oder das Verstärkungsteil während des Siebvorganges ständig
über den Bund benachbarter Rotationssiebelemente. Hierdurch können sich auf dem Bund
kein Schmutz oder Fremdkörper ansammeln, so dass eine ständige Reinigung während des
eigentlichen Siebvorganges stattfindet.
[0008] Das erfindungsgemäße Verstärkungsteil weist eine größere radiale Ausdehnung als axiale
Ausdehnung auf. Es ist vorteilhaft im Wesentlichen der sichelförmigen Form des wenigstens
einen Fingers angepasst ausbildet.
[0009] Dadurch, dass die radiale Ausdehnung des Verstärkungsteiles wenigstens so groß wie
die radiale Ausdehnung des Fingers ist, das heißt, dass das Verstärkungsteil entweder
annähernd bündig mit dem Finger abschließt oder über den Finger übersteht, fährt das
Verstärkungsteil bei jeder Umdrehung über den Bund des benachbarten Rotationssiebelementes.
[0010] Erfindungsgemäß weist das Verstärkungsteil eine größere Steifigkeit als der Finger
des Rotationssiebelementes auf.
[0011] Die Rotationssiebelemente bestehen üblicherweise aus Gummi oder einem elastischen
Kunststoff.
[0012] Vorteilhaft ist das Verstärkungsteil aus Stahl, insbesondere verschleißfreiem Stahl,
Kunststoff und/oder einem keramischen Werkstoff hergestellt.
[0013] Das Verstärkungsteil ist vorteilhaft auf der Seite des Fingers angeordnet, welche
in Vorlaufrichtung liegt.
[0014] Zur Befestigung des Verstärkungsteiles weist der Finger wenigstens eine Bohrung auf.
Das Verstärkungsteil weist ebenfalls wenigstens eine Bohrung auf, wobei die Bohrungen
derart angeordnet sind, dass die Bohrungen übereinanderliegen, wenn das Verstärkungsteil
fertig montiert ist. Durch jeweils eine Bohrung des Fingers und des Verstärkungsteiles
wird ein Befestigungselement gesteckt und befestigt. Wird ein Niet verwendet, wird
diese entsprechend aufgeweitet. Es ist auch möglich, Bolzen oder dergleichen zu verwenden.
[0015] Üblicherweise ist es ausreichend, in dem Finger und in dem Verstärkungselement jeweils
eine Bohrung vorzusehen, durch die das Befestigungselement greift.
[0016] Die Bohrung ist, um die Stabilität zu erhöhen, vorteilhaft in der äußeren Hälfte
oder im äußeren Drittel des Fingers angeordnet.
[0017] Das Verstärkungsteil weist an dem Ende, welches in Richtung der Nabe des Rotationssiebelementes
angeordnet wird, wenigstens einen Vorsprung auf, der in einer Ausnehmung einer dem
Finger benachbarten Kehle angeordnet ist.
[0018] Da das Verstärkungsteil vorteilhaft auf der Seite des Fingers angeordnet ist, welche
in Vorlaufrichtung des Fingers liegt, kann der Finger mit dem darauf angeordneten
Verstärkungsteil beim Siebvorgang ausweichen, sofern dies notwendig sein sollte. Der
Finger ist nach wie vor nachgiebig ausgestaltet, weist jedoch eine wesentlich höhere
Steifigkeit als die übrigen Finger auf.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Kehle, die dem Finger
mit dem Verstärkungsteil in Nachlaufrichtung benachbart angeordnet ist, in einem größeren
Grad geschlossen als die restlichen Kehlen, damit der Finger insgesamt noch stabiler
wird. Dies hat den Vorteil, dass das Verstärkungsteil mit seinem Vorsprung nicht aus
der Ausnehmung herausrutschen kann, sollte sich der Finger einmal sehr stark verbiegen.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Verstärkungsteil in einem
Finger angeordnet. Das Verstärkungsteil ist hierbei wenigstens teilweise von dem Material
des Fingers umschlossen.
[0021] In diesem Fall wird das Verstärkungsteil nicht nach der Herstellung des Rotationssiebelementes
an diesem angebracht, sondern während des Herstellungsvorganges des Rotationssiebelementes
gleich in dieses mit eingearbeitet.
[0022] Insbesondere bei der Ausführungsform, bei dem das Verstärkungsteil in dem Finger
angeordnet ist, ist es vorteilhaft, wenn das Verstärkungsteil Durchbrüche aufweist.
In diesem Fall wird eine bessere Verbindung mit dem elastischen Rotationssiebelement
erzielt.
[0023] Wird das Verstärkungsteil in einem Finger des Rotationssiebelementes angeordnet,
ist das Verstärkungsteil vorteilhaft mit einem hakenförmig oder ösenförmig ausgebildeten
Ende versehen, welches im Nabenbereich des Rotationssiebelementes angeordnet ist.
[0024] Gemäß der Erfindung ist es ausreichend, bei jedem Rotationssiebelement eines Siebsystems
ein Verstärkungsteil vorzusehen. Es ist jedoch auch möglich, an oder in mehreren Fingern
ein Verstärkungsteil anzuordnen.
[0025] Dadurch, dass benachbarte Rotationssiebelemente mit unterschiedlichen Umlaufgeschwindigkeiten
angetrieben werden, wird kontinuierlich der Bund eines benachbarten Rotationssiebelementes
mit Hilfe des Verstärkungsteiles gereinigt. Wird ein Rotationssiebelement beispielsweise
mit 15 Umdrehungen pro Minute und das benachbarte Rotationssiebelement beispielsweise
mit 17 Umdrehungen pro Minute angetrieben, benötigt die Vorrichtung 255 Umdrehungen,
bis der Bund einmal komplett gereinigt ist.
[0026] Durch diesen kontinuierlichen Reinigungsvorgang wird schon im Ansatz vermieden, dass
sich Schmutzpartikel, insbesondere bei feuchten Siebgütern, auf dem Bund festsetzen.
Es wird auch verhindert, dass sich fadenförmige Verunreinigungen, wie Seile, Netze
oder dergleichen, auf dem Bund festsetzen und den Siebvorgang behindern.
[0027] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, dass eine kontinuierliche Reinigung
möglich ist. Der eigentliche Siebprozess muss für eine Reinigung nicht unterbrochen
werden.
[0028] Werden die Verstärkungsteile auf den Fingern angeordnet, hat dies den Vorteil, dass
zum einen zum Stand der Technik gehörende Siebvorrichtungen nachgerüstet werden können.
Zum anderen ist es möglich, bei Verschleiß eines oder mehrerer Verstärkungsteile diese
einzeln auszuwechseln, ohne das gesamte Rotationssiebelement auswechseln zu müssen.
[0029] Weitere Einzelheiten der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden.
[0030] Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar
zeigen:
- Fig. 1
- ein Rotationssiebelement, teilweise geschnitten;
- Fig. 2
- ein Verstärkungselement in Draufsicht;
- Fig. 3
- ein Verstärkungselement in Seitenansicht, teilweise geschnitten;
- Fig. 4
- die Befestigung eines Verstärkungselementes an einem Finger;
- Fig. 5
- ein System von drei Rotationssiebelementen in Draufsicht;
- Fig. 6
- zwei benachbarte Rotationssiebelemente mit in den Fingern angeordneten Verstärkungselementen
in Seitenansicht, teilweise geschnitten;
- Fig. 7
- ein Verstärkungsteil in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 8
- ein geändertes Ausführungsbeispiel;
- Fig. 9
- ein Verstärkungselement in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 10
- ein Siebsystem.
[0031] Fig. 1 zeigt ein Rotationssiebelement (1) mit Fingern (2, 3, 4), welche auf einer
Nabe (5) angeordnet sind. Die Nabe (5) weist eine quadratische Ausnehmung (6) für
die Aufnahme einer Welle (nicht dargestellt) auf.
[0032] An dem Finger (3) ist ein Verstärkungsteil (7) angeordnet, welches zum einen mit
einem Niet (8) an dem Finger (3) befestigt ist. Zum anderen greift ein Vorsprung (9)
des Verstärkungsteiles (7) in eine Ausnehmung (10) des Rotationssiebelementes, so
dass zwei Befestigungspunkte des Verstärkungsteiles (7) an dem Rotationssiebelement
(1) vorhanden sind. Die Ausnehmung (10) ist in einer Kehle (11), welche benachbart
zu dem Finger (3) angeordnet ist, vorgesehen. Das Rotationssiebelement (1) wird in
Richtung des Pfeiles (A) gedreht, so dass sich das Verstärkungsteil (7) in Vorlaufrichtung
des Fingers (3) befindet.
[0033] Die Kehle (12), die sich in Nachlaufrichtung zu dem Finger (3) befindet, weist eine
geringere Tiefe als die übrigen Kehlen (13, 14) des Rotationssiebelementes (1) auf.
Hierdurch wird die Steifigkeit des Fingers (3) erhöht.
[0034] Fig. 2 zeigt das Verstärkungsteil (7), welches eine Bohrung (15) sowie den Vorsprung
(9) aufweist. Eine radiale Ausdehnung (c) des Verstärkungsteiles (7) ist größer als
eine axiale Ausdehnung (d).
[0035] Gemäß Fig. 3 ist das Verstärkungsteil (7) abgewinkelt ausgebildet, damit das Verstärkungsteil
(7) im Wesentlichen die Form des sichelförmigen Fingers (3) aufweist.
[0036] Gemäß Fig. 4 ist in dem Finger (3) eine Bohrung (16) angeordnet. Durch die Bohrung
(16) des Fingers (3) sowie durch die Bohrung (15) des Verstärkungsteiles (7) greift
der Niet (8). Zur Anlage an den Finger (3) weist der Niet (8) einen Bund (17) auf.
Der Niet (8) wird im oberen Bereich (18) aufgeweitet, um das Verstärkungsteil (7)
an dem Finger (3) zu befestigen.
[0037] Fig. 5 zeigt das Rotationssiebelement (1) sowie weitere Rotationssiebelemente (19,
20). Die Rotationssiebelemente (1, 19, 20) sind derart zueinander angeordnet, dass
die Finger (3, 21, 22) ineinander greifend ausgebildet sind. Insbesondere die die
Verstärkungselemente (7, 23) tragenden Finger (3, 24) weisen eine derartige radiale
Ausdehnung auf, dass sie an einen Bund (25, 26, 27) der benachbarten Rotationssiebelemente
(1, 19, 20) anstoßen oder nahezu anstoßen, um eventuell anhaftenden Schmutz oder dergleichen
zu lösen.
[0038] Zwischen den Fingern der Rotationssiebelemente ist eine Axialhöhe (a) ausgebildet
und zwischen den Fingern (21) und dem Bund (25) eines Rotationssiebelementes ist eine
Lückenbreite (b) ausgebildet. Die Abstände der Axialhöhe (a) und der Lückenbreite
(b) voneinander sind für die jeweilige Fraktionstrennung wählbar und einstellbar.
[0039] Die axiale Ausdehnung (e) des Fingers (3) ist geringfügig größer als die axiale Ausdehnung
des Verstärkungsteiles (7). Die radiale Ausdehnung (f) des Fingers (3) ist kleiner
als die radiale Ausdehnung des Verstärkungsteiles (7).
[0040] Gemäß Fig. 6 sind zwei Rotationssiebelemente (28, 29) gezeigt, die in Fingern (30,
31) integrierte Verstärkungselemente (32, 33) aufweisen. Da sich die Rotationssiebelemente
(28, 29) mit unterschiedlichen Umdrehungsgeschwindigkeiten in Richtung der Pfeile
(B) drehen, wird der Bund des jeweils benachbarten Rotationssiebelementes kontinuierlich
gereinigt, da die Verstärkungselemente (32, 33) bei jeder Umdrehung an oder in die
Nähe eines anderen Bereiches des Bundes des benachbarten Siebelementes kommen.
[0041] Gemäß Fig. 7 weist das Verstärkungselement (32) ein hakenförmiges Ende (34) auf,
welches gemäß Fig. 6 in einer Nabe (35) des Rotationssiebelementes (28) angeordnet
ist.
[0042] Fig. 8 zeigt ein Rotationssiebelement (36) mit einem Verstärkungselement (37), welches
in einem Finger (45) angeordnet ist.
[0043] Gemäß Fig. 9 weist das Verstärkungsteil (37) ein ösenförmig ausgebildetes Ende (38)
auf.
[0044] Gemäß Fig. 10 ist ein Sieb (39) dargestellt. Das Sieb (39) weist Wellen (40) auf,
auf denen wiederum elastisch ausgebildete Rotationssiebelemente (41) angeordnet sind.
[0045] Die Rotationssiebelemente (41) sind von Welle zu Welle (40) versetzt und greifen
ineinander. Die Siebelemente werden durch einen an den Wellen (40) angreifenden Antrieb
(42, 43) im gleichen Drehsinn angetrieben. Die Durchgangsweite des Siebes (39) wird
durch den Abstand zwischen den ineinander greifenden elastischen Rotationssiebelementen
(41) bestimmt. Die Rotationssiebelemente (41) weisen Verstärkungsteile (44) auf, mit
denen sich das Sieb während des Siebvorganges selbst reinigt, da ein Anhaften von
Material an den elastischen Siebelementen (41) während des Betriebes kontinuierlich
verhindert wird.
Bezugszahlen
[0046]
- 1
- Rotationssiebelement
- 2, 3, 4
- Finger
- 5
- Nabe
- 6
- Ausnehmung
- 7
- Verstärkungsteil
- 8
- Niet
- 9
- Vorsprung
- 10
- Ausnehmung
- 11
- Kehle
- 12
- Kehle
- 13
- Kehle
- 14
- Kehle
- 15
- Bohrung
- 16
- Bohrung
- 17
- Bund
- 18
- oberer Bereich
- 19, 20
- Rotationssiebelemente
- 21, 22
- Finger
- 23
- Verstärkungsteil
- 24
- Finger
- 25
- Bund
- 26
- Bund
- 27
- Bund
- 28, 29
- Rotationssiebelemente
- 30, 31
- Finger
- 32, 33
- Verstärkungsteile
- 34
- Ende
- 35
- Nabe
- 36
- Rotationssiebelement
- 37
- Verstärkungsteil
- 38
- Ende
- 39
- Sieb
- 40
- Wellen
- 41
- Rotationssiebelement
- 42, 43
- Antrieb
- 44
- Verstärkungsteile
- 45
- Finger
- A, B
- Pfeile
- a
- Axialhöhe
- b
- Lückenbreite
- c
- radiale Ausdehnung
- d
- axiale Ausdehnung
- e
- axiale Ausdehnung des Fingers
- f
- radiale Ausdehnung des Fingers
1. Rotationssiebelement, welches als Siebstern ausgebildet ist, wobei der Siebstern elastisch
nachgiebige Finger aufweist, welche eine radiale und eine axiale Ausdehnung aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass in oder an wenigstens einem Finger (3; 30, 31; 45) ein Verstärkungsteil (7;
32, 33; 37) angeordnet ist, wobei die radiale Ausdehnung (c) des Verstärkungsteiles
(7; 32, 33; 37) größer als die axiale Ausdehnung (d) des Verstärkungsteiles (7; 32,
33; 37) ist.
2. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Ausdehnung
(d) des Verstärkungsteils (7; 32, 33; 37) maximal der axialen Ausdehnung (e) des Fingers
(3; 30, 31; 45) entspricht.
3. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Finger (3;
30, 31; 45) in Umlaufrichtung nacheilende, sichelförmige Abstreifzinken bilden, deren
Innenabstände (Axialhöhe (a), Lückenbreite (b)) voneinander zur Fraktionstrennung
wählbar oder einstellbar sind.
4. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens
eine Verstärkungsteil (7; 32, 33; 37) im Wesentlichen der sichelförmigen Form des
wenigstens einen Fingers (3; 30, 31; 45) angepasst ausgebildet ist.
5. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Ausdehnung
(c) des Verstärkungsteiles (7; 32, 33; 37) wenigstens so groß wie die radiale Ausdehnung
(f) des Fingers (3; 30, 31; 45) ist.
6. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsteil
(7; 32, 33; 37) eine größere Steifigkeit als der Finger (3; 30, 31; 45) aufweist.
7. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsteil
(7; 32, 33; 37) aus Stahl, Kunststoff und/oder einem keramischen Werkstoff besteht.
8. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotationssiebelement
(1, 28, 29, 36, 41) aus Gummi oder einem elastischen Kunststoff besteht.
9. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Finger (3),
an dem das Verstärkungsteil (7) angeordnet ist, wenigstens eine Bohrung (16) aufweist,
dass das Verstärkungsteil (7) wenigstens eine entsprechende Bohrung (15) aufweist,
und dass durch die wenigstens eine Bohrung (16) des Fingers (3) und die entsprechende
Bohrung (15) des Verstärkungsteiles (7) ein Befestigungselement (8) greift.
10. Rotationssiebelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Befestigungselement
ein Niet (8) vorgesehen ist.
11. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsteil
(7) an einem Ende wenigstens einen Vorsprung (9) aufweist, der in einer Ausnehmung
(10) einer dem Finger (3) benachbarten Kehle (11) angeordnet ist.
12. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kehle (12),
die dem Finger (3) in Nachlaufrichtung benachbart angeordnet ist, eine geringere Tiefe
als die restlichen Kehlen (11, 13, 14) des Rotationssiebelementes (1) aufweist.
13. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsteil
(7) auf der in Vorlaufrichtung liegenden Seite des Fingers (3) angeordnet ist.
14. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsteil
(32, 33; 37) in dem Finger (30, 31; 45) angeordnet ist und von dem Material des Fingers
(30, 31; 45) wenigstens teilweise umschlossen ist.
15. Rotationssiebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsteil
Durchbrüche aufweist.
16. Rotationssiebelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsteil
(32, 37) ein hakenförmig oder ösenförmig ausgebildetes Ende (34, 38) aufweist, und
dass dieses Ende (34, 38) in einer Nabe (35) des Rotationssiebelementes (28) angeordnet
ist.
17. Verfahren zum Reinigen von Rotationssiebelementen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Finger (3; 30, 31; 45) mit dem wenigstens einen Verstärkungsteil
(7; 32, 33; 37) und/oder das Verstärkungsteil (7; 32, 33; 37) über einen Bund (25,
26, 27) des benachbart angeordneten Rotationssiebelementes fährt und anhaftenden Schmutz
oder Verunreinigungen löst.
18. Verfahren zum Reinigen von Rotationssiebelementen nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
dass benachbarte Rotationssiebelemente unterschiedliche Umlaufgeschwindigkeiten aufweisen.