[0001] Die Erfindung betrifft ein antreibbares Bogenhaltesystem für einen Bogenführungszylinder
in einer Rotationsdruckmaschine nach dem Oberbegriff von Haupt- und Nebenanspruch.
[Stand der Technik]
[0002] Ein antreibbares Bogenhaltesystem dieser Art ist aus DE 43 39 388 C2 bekannt. An
einer Greiferwelle ist ein Greiferwellenhebel angeordnet, der am Ende eine Kurvenrolle
trägt. Die von einer Zugfeder kraftschlüssig belastete Kurvenrolle ist mit einer Kurvenbahn
gepaart. Dabei ist die Kurvenbahn innerhalb eines Rollenhebels endseitig integriert
und die Kurvenrolle ragt in den Rollenhebel zwecks Bildung eines Kurvengetriebes in
die Kurvenbahn hinein. Der Rollenhebei weist einen Drehpunkt auf und trägt am von
der Kurvenbahn abgewandten Ende weiterhin eine Rolle, welche mit einer Steuerkurve
gepaart ist. Zusätzlich ist der Rollenhebel mit einer Druckfeder in Funktionsverbindung,
welche die Rolle kraftschlüssig auf der Steuerkurve führt.
[0003] Aus DE 197 52 550 A1 ist ein weiterer Antrieb für ein Bogenhaltesystem bekannt. Hierbei
ist zur Antriebssteuerung der Greifer ein Greifersteuergetriebe, gebildet durch einen
Winkelhebel, eine Koppel und einen Greiferwellenantriebshebei, sowie ein Vorschaltgetriebe,
gebildet aus einer Steuerkurve, einer Kurvenrolle, einem Rollenhebel und einer weiteren
Koppel, vorgesehen. Der Rollenhebel und die weitere Koppel bilden einen Zweischlag,
der so ausgelegt ist, dass bei geschlossenen überdrückten Greifern dieser Zweischlag
nahe einer Kniehebelstellung steht. Damit soll nur ein geringes Antriebsmoment benötigt
werden. Das Vorschaltgetriebe ist dabei dem Greifersteuergetriebe vorgeordnet.
[Aufgabe der Erfindung]
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein antreibbares Bogenhaltesystem der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, dass die genannten Nachteile vermeidet, dass insbesondere
eine Reduzierung der Anzahl der Getriebeglieder gestattet und eine kraftarme Öffnungs-
und Schließbewegung des Bogenhaltesystemes erlaubt.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale von Haupt- und Nebenanspruch
gelöst. Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Ein erster Vorteil ist darin begründet, dass an einem Bogenführungszylinder mit wenigstens
einem Bogenhaltesystem an einer schwenkbaren Greiferwelle ein Kurventräger fixiert
ist, welcher mit einem an einem schwenkbaren Hebel angeordneten Eingriffsglied, z.B.
ein Gleitsegment, in Funktionsverbindung ist und somit ein Kurvengelenk bildet. Bevorzugt
ist der Hebel ein Rollenhebel und das Eingriffsglied ist eine am Rollenhebel gelagerte
Rolle. Der Kurventräger ist bevorzugt mittels einer in der Greiferwelle angeordneten
Torsionsfeder federbelastet mit dem Eingriffsglied bzw. der Rolle gepaart.
[0007] Die Ausbildung des Antriebes des Bogenhaltesystems mittels Kurvengelenk hat u.a.
den Vorteil, dass die Getriebeglieder Kurventräger und Eingriffsglied bzw. Rolle an
der Paarungsstelle leicht trennbar sind. Beispielsweise ist es bei der Montage bzw.
Demontage des Bogenhaltesystems vorteilhaft, dass die Greiferwelle mit daran fixiertem
Kurventräger leicht austauschbar ist, während die Antriebssteuerung (Eingriffsglied/Rolle,
Rollenhebel, Drehgelenk etc.) am Bogenführungszylinder verbleibt. Alternativ ist auch
lediglich der Kurventräger von der Greiferwelle trennbar.
[0008] Der Kurventräger zeigt bevorzugt einen annähernd in Richtung der Achse des Bogenführungszylinders
zeigenden Kurvenast auf, welcher kraftschlüssig mit dem Eingriffsglied/der Rolle verbunden
ist.
[0009] Vorteilhaft ist ebenso, dass bei dem Antrieb des Bogenhaltesystems zumindest durch
Ausbildung der Paarungsstelle als Kurvengelenk das Gelenkspiel reduziert ist und somit
die Getriebesteifigkeit erhöht ist.
[0010] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Kurventräger wenig Bauraum benötigt.
Damit ist das antreibbare Bogenhaltesystem universell an einfach- oder mehrfachgroßen
(bezogen auf einen einfachgroßen Plattenzylinder) Bogenführungszylindern einsetzbar.
[0011] In vorteilhafter Weise sind die in der Paarungsstelle von Kurventräger und Eingriffsglied/Rolle
des Bogenhaltesystems auftretenden Kräfte gering. Dies ist bei Einsatz des antreibbaren
Bogenhaltesystems in einem als Wendetrommel ausgebildeten Bogenführungszylinder besonders
vorteilhaft, da auch die auf eine der Greiferwelle zugeordnete Schwenkwelle der Wendetrommel
rückwirkenden Kräfte reduziert sind.
[0012] Schließlich ist es von Vorteil, dass das antreibbare Bogenhaltesystem neben herkömmlichen
Bogenführungszylindern (Anlagetrommeln, Transfer- oder Druckzylindern) auch in Wendetrommeln
einsetzbar ist, die wahlweise im Schöndruck oder Schön- und Widerdruck einsetzbar
sind und in denen ein Bogen nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung gewendet wird.
Derartige Wendetrommeln weisen innerhalb einer Bogenhalteeinheit mehrere antreibbare
Bogenhaltesysteme auf. Das erfindungsgemäß antreibbare Bogenhaltesystem kann dabei
im Schön- und Widerdruck mit einem Saugersystem oder mit einem weiteren erfindungsgemäß
antreibbaren Bogenhaltesystem oder mit einem weiteren erfindungsgemäß antreibbaren
Bogenhaltesystem und einem Saugersystem zusammenwirken.
[Beispiele]
[0013] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
[0014] Dabei zeigen schematisch:
- Fig. 1
- ein antreibbares Bogenhaltesystem mit einem Vorschaltgetriebe (kinematische Schema),
- Fig. 2
- ein antreibbares Bogenhaltesystem (kinematisches Schema),
- Fig. 3
- ein antreibbares Bogenhaltesystem in einer Wendetrommel,
- Fig. 4
- einen Bogenführungszylinder als Wendeeinrichtung zwischen zwei Druckwerken.
[0015] Eine Mehrfarben-Rotations-Offsetdruckmaschine weist mehrere in Reihenbauweise angeordnete
Druckwerke auf. Jedes Druckwerk weist in bekannter Weise einen Plattenzylinder 23,
einen Gummituchzylinder 22 und einen doppeltgroßen Bogenführungszylinder 18, hier
als Druckzylinder ausgeführt, auf. Auf das Farbwerk und ggf. das Feuchtwerk soll hier
nicht näher eingegangen werden.
Für den Bogentransport in Förderrichtung sind zwischen den Druckwerken wiederum Bogenführungszylinder
18 angeordnet, die als Wendetrommeln, z.B. nach dem Prinzip der Eintrommelwendung,
sowie als Transfertrommeln ausgebildet sind. Den Bogenführungszylindern 18 sind in
bekannter Weise Bogenleiteinrichtungen zugeordnet.
[0016] Im vorliegenden Beispiel sind alle Bogenführungszylinder 18 - mit Bezug auf einen
einfachgroßen Platten-/Gummituchzylinder 23, 22 - doppeltgross ausgebildet, d.h. jeder
Bogenführungszylinder 18 trägt am Umfang zwei diametral angeordnete Bogenhalteeinheiten
20. Ist der Bogenführungszylinder 18 als Druckzylinder oder Transfertrommel ausgebildet,
so ist jede Bogenhalteeinheit 20 aus einer Greiferauflage 1, einer Greiferwelle 3
und mehreren zugeordneten Greifern 2 als ein Bogenhaltesystem ausgeführt. Die Greiferwelle
3 ist dabei über ein Greifersteuergetriebe antreibbar.
[0017] Bei Ausbildung eines doppeltgroßen Bogenführungszylinders 18 als Wendetrommel (vorzugsweise
als Eintrommelwendung nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung) ist jede Bogenhalteeinheit
20 durch mehrere Bogenhaltesysteme gebildet. Beispielsweise sind die Bogenhaltesysteme
als ein Saugersystem 21, ein erstes Greifersystem 24 (Widerdruckgreifersystem) und
ein zweites Greifersystem 25 (Schöndruckgreifersystem) ausgebildet. Auch hierbei sind
die Bogenhalteeinheiten 20 umfangsseitig 180° versetzt an dem als Wendetrommel ausgebildeten
Bogenführungszylinder 18 angeordnet.
[0018] Insbesondere die Greifersysteme 24, 25 sowie das Saugersystem 21 stellen jeweils
Bogenhaltesysteme dar, welche mittels Steuergetrieben antreibbar sind.
[0019] In einer ersten Ausbildung besteht jedes Greifersystem 24, 25 als Bogenhaltesystem
aus einer eine Mehrzahl von Greifern 2 tragenden Greiferwelle 3. In der hohl ausgebildeten
Greiferwelle 3 ist eine Torsionsfeder 16 in bekannter Weise angeordnet. Den Greifern
2, speziell den Greiferspitzen, ist eine Greiferauflage 1 zugeordnet. Die Greiferwelle
3 und Greiferauflage 1 werden von mehreren axial zur Greiferwelle 3 in Abständen angeordneten
Halteelementen 19 getragen. Die Halteelemente 19 sind an einer Schwenkwelle 5 lagefixiert
angeordnet, wobei die Schwenkwelle 5 in auf dem Bogenführungszylinder 18 fixierten
Lagerelementen 17 schwenkbar aufgenommen ist.
[0020] Ein Kurventräger 4 ist an der Greiferwelle 3 fixiert, vorzugsweise lösbar verbunden,
angeordnet. Bevorzugt ist der Kurventräger 4 endseitig an der Greiferwelle 3 angeordnet.
Dieser Kurventräger 4 ist an einer Paarungsstelle 13 mit einer Rolle 12 (Eingriffsglied)
in Eingriff, welche an einem Rollenhebel 6 angeordnet ist. Der Rollenhebel 6 ist in
einem ortsfest am Bogenführungszylinder 18 angeordneten Drehgelenk 7 gelagert, in
welchem weiterhin ein die Rolle 10 tragender Rollenhebel 15 aufgenommen ist. Die Rolle
10 ist mit einer Steuerkurve 11 für den Antrieb der Greifersteuerung in Funktionsverbindung.
Kurventräger 4 und Rolle 12 (mit Rollenhebel 6) bilden damit ein 3-gliedriges Kurvengetriebe,
wobei die Paarungsstelle 13 ein Kurvengelenk (hier als Wälzgelenk) ist. Rollenhebel
6 und Rollenhebel 15 steilen ein (im Drehgelenk 7 gelagertes) ternäres Glied mit drei
Drehgelenkelementen, gebildet aus den Drehgelenken Rolle 12, Drehgelenk 7 und Rolle
10, dar.
[0021] Alternativ ist das Kurvengelenk (hier als Gleitgelenk) in der Paarungsstelle 13 mittels
Kurventräger 4 und einem bevorzugt kurvenförmigen Gleitsegment als Eingriffsglied
ausführbar. Das Eingriffsglied ist fest an einem Hebel 6 angeordnet, der sonst als
Rollenhebel 6 ausgebildet ist. Der sonstige Getriebeaufbau entspricht den weiteren
Merkmalen gemäß Ausführungsbeispiel.
[0022] In einer weiteren Ausbildung (Fig. 1) weist das antreibbare Bogenhaltesystem ein
Vorschaltgetriebe auf. Dies ist beispielsweise von Vorteil, wenn ungünstige Platzverhältnisse
und/oder ungünstige Kräfteverhältnisse am Bogenhaltesystem vorliegen. Das Bogenhaltesystem
besteht zumindest aus einer Mehrzahl von auf einer Greiferwelle 3 (mit Torsionsfeder
16) angeordneten Greifern 2 mit zugeordneter Greiferauflage 1. An der Greiferwelle
3 ist vorzugsweise endseitig ein Kurventrä-ger 4 fixiert, vorzugsweise lösbar, angeordnet.
Dieser Kurventräger 4 ist mit der Rolle 12 des Rollenhebels 6 - alternativ mit einem
Gleitsegment mit Hebel 6 - in der Paarungsstelle 13 kraftschlüssig in Eingriff. Der
Hebel/Rollenhebel 6 ist mit einer ersten Schwinge 8 in dem ortsfesten Drehgelenk 7
gelagert. Hebel/Rollenhebel 6 und erste schwinge 8 stellen ein (im Drehgelenk 7 gelagertes)
ternäres Glied mit drei Drehgelenkelementen, gebildet aus den Gelenken Rolle 12 bzw.
Eingriffsglied (Gleitsegment), Drehgelenk 7 und einem Drehgelenkelement 27, dar. Das
Drehgelenkelement 27 ist endseitig der ersten Schwinge 8 zugeordnet.
[0023] Weiterhin ist zusätzlich ein Drehgelenk 9 ortsfest am Bogenführungszylinder 18 angeordnet.
Im Drehgelenk 9 sind ein Rollenhebel 15, welcher eine mit einer Steuerkurve 11 in
Eingriff stehende Rolle 10 trägt, und eine zweite Schwinge 8 gelagert. Die Schwinge
8 weist endseitig ein Drehgelenkelement 26 auf. Beide Schwingen 8 sind mittels der
Drehgelenkelemente 26, 27 mit einer Koppel 14 verbunden. Rollenhebel 15 und zweite
Schwinge 8 stellen ein (im Drehgelenk 9 gelagertes) ternäres Glied mit drei Drehgelenkelementen,
gebildet aus den Drehgelenken Rolle 10, Drehgelenk 9 und dem Drehgelenkelement 26,
dar.
[0024] Als Vorschaltgetriebe erstreckt sich somit vom Drehgelenk 7 ein Viergelenkgetriebe
(Positionen 7,27,26,9) zu dem am Bogenführungszylinder 18 angeordneten ortsfesten
Drehgelenk 9.
[0025] In beiden Ausbildungen weist der Kurventräger 4 bevorzugt einen Kurvenast auf, der
annähernd in Richtung der Achse des Bogenführungszylinders 18 zeigend kraftschlüssig,
z.B. über die Torsionsfeder 16, mit der Rolle 12 bzw. dem Eingriffsglied gekoppelt
ist.
[0026] In einer weiteren Ausbildung greift an dem Rollenhebel 15 eine am Bogenführungszylinder
18 gelagerte Feder an (nicht gezeigt), die eine verbesserte Anlage der Rolle 10 an
der Steuerkurve 11 gewährleistet.
[0027] Das erfindungsgemäß mittels Kurvengelenk antreibbare Bogenhaltesystem ist dabei als
Greifersystem 24 für den Widerdruck und/oder als Greifersystem 25 für den Schöndruck
einsetzbar. Bei Ausbildung des Bogenführungszylinders 18 als Wendetrommel ist bevorzugt
bei geschlossenen Greifern 2 der Achsmittelpunkt der Rolle 12 mit dem Achsmittelpunkt
der zugeordneten, in Lagerelementen 17 drehbaren Schwenkwelle 5, deckungsgleich angeordnet
(Fig.1).
Beim Ein-/Ausschwenken der Schwenkwelle 5 erfolgt keine rotative Bewegung zwischen
Kurventräger 4 und Rolle 12. Beim Öffnen der Greifer 2 verlagert sich der Achsmittelmittelpunkt
der Rolle 12 vom Achsmittelpunkt der Schwenkwelle 5 (Fig.2) weg.
[0028] Alternativ ist die Lage der Rolle 12 bei geschlossenen Greifern 2 frei wählbar. Der
Kurvenast des Kurventrägers 4 ist dann - bezogen auf den Achsmittelpunkt der Schwenkwelle
5 - bevorzugt als Kreissegment ausgebildet. Beim Ein-/Ausschwenken der Schwenkwelle
5 rollt die Rolle 12 auf dem Kurvenast des Kurventrägers 4 ab, wobei ihr Achsmittelpunkt
ortsfest zum Bogenführungszylinder 18 ist.
[0029] Bei Ausbildung des Kurventrägers 4 mit in Richtung der Achse des Bogenführungszylinders
18 gerichtetem Kurvenast erfolgt über die belastete Torsionsfeder 16 die Öffnungsbewegung
der Greifer 2 und über den Kurventräger 4 wird die Schliessbewegung der Greifer 2
eingeleitet.
[0030] Alternativ ist der Kurvenast des Kurventrägers 4 - und damit die Paarungsstelle 13
- auch auf der von der Achse des Bogenführungszylinders 18 abgewandten Seite des Kurventrägers
4 anzuordnen. Die Rolle 12 liegt somit kraftschlüssig auf dem Kurventräger 4 auf.
In dieser Ausbildung erfolgt über die belastete Torsionsfeder 16 die Schliessbewegung
der Greifer 2 und über den Kurventräger 4 wird die Öffnungsbewegung der Greifer 2
eingeleitet. Die Rolle 12 mit Rollenhebel 6 ist ebenso durch ein Gleitsegment als
Eingriffsglied mit Hebel 6 substituierbar.
[Bezugszeichenliste]
[0031]
- 1
- Greiferauflage
- 2
- Greifer
- 3
- Greiferwelle
- 4
- Kurventräger
- 5
- Schwenkwelle
- 6
- Hebel/Rollenhebel
- 7
- Drehgelenk
- 8
- Schwinge
- 9
- Drehgelenk
- 10
- Rolle
- 11
- Steuerkurve
- 12
- Rolle
- 13
- Paarungsstelle
- 14
- Koppel
- 15
- Rollenhebel
- 16
- Torsionsfeder
- 17
- Lagerelement
- 18
- Bogenführungszylinder
- 19
- Haltelelement
- 20
- Bogenhalteeinheit
- 21
- Saugersystem
- 22
- Gummituchzylinder
- 23
- Plattenzylinder
- 24
- Greifersystem
- 25
- Greifersystem
- 26
- Drehgelenkelement
- 27
- Drehgelenkelement
1. Antreibbares Bogenhaltesystem für einen Bogenführungszylinder in einer Rotationsdruckmaschine
mit einem Kurvengetriebe zur Antriebssteuerung des Bogenhaltesystems,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bogenhaltesystem zumindest aus einer Mehrzahl von auf einer Greiferweile
(3) angeordneten Greifern (2) mit zugeordneter Greiferauflage (1) gebildet ist, dass
an der Greiferwelle (3) ein Kurventräger (4) angeordnet ist, welcher in einer Paarungsstelle
(13) mit einem an einem Hebel (6) angeordneten Eingriffsglied ein Kurvengelenk bildet,
wobei der Hebel (6) mit einem weiteren Rollenhebei (15) mit Rolle (10) in einem ortsfest
am Bogenführungszylinder (18) angeordneten Drehgelenk (7) als ternäres Glied gelagert
ist und die Rolle (10) mit einer Steuerkurve (11) in Funktionsverbindung ist.
2. Antreibbares Bogenhaltesystem für einen Bogenführungszylinder in einer Rotationsdruckmaschine
mit einem Kurvengetriebe zur Antriebssteuerung des Bogenhaltesystems,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bogenhaltesystem zumindest aus einer Mehrzahl von auf einer Greiferwelle
(3) angeordneten Greifern (2) mit zugeordneter Greiferauflage (1) gebildet ist, dass
an der Greiferwelle (3) ein Kurventräger (4) angeordnet ist, welcher in einer Paarungsstelle
(13) mit einem an einem Hebel (6) angeordneten Eingriffsglied ein Kurvengelenk bildet,
wobei der Hebel (6) mit einer Schwinge (8) in einem ortsfest am Bogenführungszylinder
(18) angeordneten Drehgelenk (7) als ternäres Glied gelagert ist, dass ein weiteres
Drehgelenk (9) ortsfest am Bogenführungszylinder (18) angeordnet ist und dass in dem
Drehgelenk (9) ein weiterer Rollenhebel (15) mit einer Rolle (10), welche mit einer
Steuerkurve (11) in Funktionsverbindung ist, und eine weitere Schwinge (8) als ternäres
Glied gelagert sind, wobei beide Schwingen (8) mittels einer Koppel (14) und zwei
Drehgelenkelementen (26, 27) verbunden sind.
3. Antreibbares Bogenhaltesystm nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kurventräger (4) einen annähernd in Richtung der Achse des Bogenführungszylinders
(18) zeigenden Kurvenast aufweist, welcher kraftschlussig mit der Rolle (12) gekoppelt
ist.
4. Antreibbares Bogenhaltesystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kurventräger (4) endseitig an der Greiferwelle (3) fixiert ist.
5. Antreibbares Bogenhaltesystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei geschlossenen Greifern (2) der Achsmittelpunkt der Rolle (12) mit dem Achsmittelpunkt
einer der Greiferwelle (3) zugeordneten Schwenkwelle (5) deckungsgleich ist, wobei
die Schwenkwelle (5) an einem als Wendetrommel ausgebildeten Bogenführungszylinder
(18) in Lagerelementen (17) schwenkbar angeordnet ist.
6. Antreibbares Bogenhaltesystem nach wenigstens Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kurventräger (4) lösbar an der Greiferwelle (3) angeordnet ist.
7. Antreibbares Bogenhaltesystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kurvengelenk in der Paarungsstelle (13) aus dem Kurventräger (4) und einem
am Hebel (6) fest angeordneten Gleitsegment gebildet ist.
8. Antreibbares Bogenhaltesystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kurvengelenk in der Paarungstelle (13) aus dem Kurventräger (4) und einer
am Rollenhebel (6) angeordneten Rolle (12) gebildet ist.