[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Überwachungseinrichtung für eine Antriebseinrichtung
für Aufzüge. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Einrichtung, die
speziell zum Überwachen des Stillstands des Antriebs nach seinem Stillsetzen vorgesehen
ist.
[0002] Bei Antriebseinrichtungen für Aufzüge gibt es für den Fall des Stillsetzens des Antriebs
und die Überwachung des Stillstands desselben die zu erfüllende Forderung, daß bei
einer Speisung und Steuerung von Drehstrom- oder Gleichstrommotoren mit statischen
Mitteln bestimmte Maßnahmen zu ergreifen sind. Diese Maßnahmen sind beispielsweise
in EN 81-1 von 1998 unter 12.7 beschrieben. Anforderungen in bezug auf eine Fehlerbetrachtung
und Sicherheitseinrichtungen sind beispielsweise in EN 81-1 von 1998 unter 14.1 beschrieben.
[0003] In der EP 0 903 314 A1 ist eine beispielhafte Überwachungseinrichtung für eine Antriebssteuerung
für Aufzüge offenbart. Diese Überwachungseinrichtung besteht im wesentlichen aus einer
Sicherheits-Sensorik und einem Motor- und/oder Bremsschaltkreis und die Überwachung
erfolgt mittels elektronischer Beuteile.
[0004] Insbesondere ist in der Fig. 3 der EP 0 903 314 A1, die der Fig. 6 der vorliegenden
Anmeldung entspricht, eine Überwachungseinrichtung 1 mit einem Motor- und Bremsschaltkreis
103 vor einem Antriebsmotor 5 und einer Bremse 106 gezeigt. Schematisch dargestellt
ist noch ein Sicherheitskreis 104 mit einer Signalquelle sowie eine Sicherheits-Sensorik
102 mit einer Verbindung 20 zum Motor- und Bremsschaltkreis 103.
[0005] Hauptsächlich besteht der Motor- und Bremsschaltkreis 103 aus einem Frequenzumrichter-Leistungsteil
50, einem VVVF-Antriebs/Steuerungsteil 51 (wobei VVVF variable Spannung und variable
Frequenz bedeutet), einem intelligenten Schutz-System 52 und einer Bremssteuerung
53.
[0006] Der Frequenzumrichter-Leistungsteil 50 enthalt alle Leistungselektronik-Elemente,
um die Netzspannung in eine Zwischenkreis-Gleichspannung und daraus in den Drehstrom
für den Antriebsmotor 5 umzuwandeln. Der VVVF-Antriebs/Steuerungsteil 51 ist die Zusammenfassung
der Komponenten Antriebsregelung und Aufzugssteuerung. Der VVVF-Antriebs/Steuerungsteil
51 steuert den Frequenzumrichter-Leistungsteil 50 und wird andererseits vom intelligenten
Schutz-System 52 als Schnittstelle angesprochen. Das intelligente Schutz-System 52
ist das Sicherheitsmodul des elektrischen Antriebs. Es besteht aus einer elektronischen
Sicherheitsschaltung und überwacht alle sicherheitsrelevanten Funktionen.
[0007] Weiterhin zeigt Fig. 4 der EP 0 903 314 A1, die der Fig. 7 der vorliegenden Anmeldung
entspricht, eine Motorsteuerung. Die Schnittstelle zwischen dem VVVF-Antriebs/Steuerungsteil
51 und dem intelligenten Schutz-System 52 ist hier ohne elektromechanische Schütze
sehr einfach. Der drehstrombildende Energiefluß zum Antriebsmotor 5 kann durch zwei
Schaltelemente, nämlich einen EingangsGleichrichter 55 und einen IGBT-Wechselrichter
56, über den VVVF-Antriebs/Steuerungsteil 51 durch das intelligente Schutz-System
52 gesperrt und freigegeben werden. Der von drei Phasen L1, L2, L3 gespeiste EingangsGleichrichter
55 besteht aus einer halben Thyristorbrücke mit Gleichrichter-Steuerung 57. Der Eingangs-Gleichrichter
55 kann durch die Gleichrichter-Steuerung 57 ein- und ausgeschaltet werden. Wenn er
ausgeschaltet ist, fließt ein kleiner Strom durch einen Ladewiderstand R
C. Steuersignale T1 bis T6 einer Pulsbreitenmodulation PWM für die Ansteuerung der
IGBT's des Wechselrichters 56 werden über eine logische Verknüpfung im VVVF-Antriebs/Steuerungsteil
51 vom intelligenten Schutz-System 52 als Block geprüft und freigegeben.
[0008] Meßsignale des Motorstroms i
U ,i
V ,i
W werden vom VVVF-Antriebs/Steuerungsteil 51 vorverarbeitet und zum intelligenten Schutz-System
52 weitergeleitet. Die Überwachungsfunktion gliedert sich grob in die Sequenzen "Start",
"Fahrt" und "Stopp" des Antriebs für einen Aufzug. Der "Stopp"-Sequenz folgt ein hier
interessierender Zwischenkreisspannungs-Test. Dabei wird gemäß dem in Fig. 7 gezeigten
Frequenzumrichter-Leistungsteil 50 ein Zwischenkreiskondensator C, gesteuert durch
die Bauelemente TB und RB vom VVVF-Antriebs/Steuerungsteil 51, so weit entladen, daß
das intelligente Schutz-System 52 anhand einer Zwischenkreisspannung UZK feststellen
kann, ob der Eingangs-Gleichrichter 55 abgeschaltet ist. Danach ist der Antrieb für
eine bestimmte Zeit (im Bereich von Minuten oder Stunden) für einen neuen Start freigegeben.
Wird diese Zeit überschritten, muß ein neuer Zwischenkreisspannungs-Test durchgeführt
werden.
[0009] Bei diesem Zwischenkreisspannungs-Test ist ein Entladen des Kondensators C über TB
und RB dazu nötig, festzustellen, ob der Eingangs-Gleichrichter 55 abgeschaltet ist.
Später muß der Kondensator für den normalen Betrieb des Aufzugs wieder geladen werden.
Nach dem Stand der Technik ist somit aufgrund der für den Test nötigen Zwischenkreisabsenkung
eine dem Eingangs-Gleichrichter nachgeschaltete zusätzliche Schaltung erforderlich.
[0010] Ausgehend von einer Überwachungseinrichtung, wie sie aus der EP 0 903 314 A1 bekannt
ist, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Überwachungseinrichtung zu schaffen,
mit welcher ohne großen zusätzlichen Schaltungsaufwand festgestellt werden kann, ob
ein sicheres Abschalten einer Antriebseinrichtung für einen Aufzug erfolgt ist.
[0011] Diese Aufgabe wird durch eine Überwachungseinrichtung nach Patentanspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 7 angegeben.
[0012] Insbesondere erfolgt gemäß der vorliegenden Erfindung das Feststellen einer sicheren
Abschaltung der Antriebseinrichtung dadurch, daß eine extern von einem Frequenzumrichter-Leistungsteil
vorgesehene eingangsseitige Steuerung das Vorhandensein oder das Nichtvorhandensein
von aus der mehrphasigen Netzspannung abgeleiteten Signalen am Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils
bzw. des statischen Umformers feststellt und beim Feststellen des Vorhandenseins eines
Signals den Energiefluß zum Frequenzumrichter-Leistungsteil durch Ausgeben eines oder
mehrerer der Signale zu einer Schalteinrichtung unterbrechen kann.
[0013] Da die Steuereinrichtung für eine Überwachung eines sicheren Abschaltens der Antriebseinrichtung
am Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils und nicht, wie bei der Überwachungseinrichtung
nach dem Stand der Technik, zwischen dem Gleichrichter und dem Wechselrichter des
Frequenzumrichter-Leistungsteils angeordnet ist, erübrigt sich ein Messen der Zwischenkreis-Gleichspannung.
Somit entfällt gemäß der Erfindung ein Laden und Entladen eines Kondensators. Zudem
ist die Einrichtung der Erfindung aufgrund der Anordnung am Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils
flexibler einsetzbar als die Einrichtung zum Messen der Zwischenkreis-Gleichspannung
nach dem Stand der Technik.
[0014] Weiterhin können gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise alle drei Phasen der
Netzspannung einzeln überwacht und selektiv abgeschaltet werden. Dadurch kann die
Möglichkeit einer Energiefreischaltung überprüft werden, ohne daß dazu Energie freigeschaltet
werden muß.
[0015] Gemäß einem besonderen Ausführungsbeispiel weist die Schalteinrichtung am Eingang
des Frequenzumrichter-Leistungsteils drei Einphasenschütze mit jeweiliger Schützrückmeldung
zur eingangsseitigen Steuerung auf.
[0016] Gemäß einem weiteren besonderen Ausführungsbeispiel weist die Schalteinrichtung am
Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils drei eigensichere Halbleiterrelais mit
Meldeausgängen zur Rückmeldung zur eingangsseitigen Steuerung auf.
[0017] Gemäß einem weiteren besonderen Ausführungsbeispiel ist die Schalteinrichtung am
Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils integriert und der Frequenzumrichter-Leistungsteil
am Eingang als aktive B6-Brücke ausgebildet. Ein in jedem Zweig der Brücke vorgesehener
Sensor meldet den Signalzustand im jeweiligen Brückenzweig zur eingangsseitigen Steuerung.
Dabei ist der in jedem Zweig der Brücke vorgesehene Sensor vorzugsweise ein Stromsensor,
der beispielsweise ein Hallsensor oder eine Strommeßspule ist.
[0018] Die eingangsseitige Steuerung, zu der gemessene Signalzustände geliefert werden,
ist vorzugsweise die Aufzugssteuerung.
[0019] Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung
im einzelnen erläutert, wobei die Figuren folgendes zeigen:
- Fig. 1
- eine Antriebseinrichtung für einen Aufzug mit einer Überwachungseinrichtung gemäß
der Erfindung;
- Fig. 2
- eine bekannte ausgangsseitige Steuerung;
- Fig. 3
- ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Überwachungseinrichtung gemäß der Erfindung;
- Fig. 4
- ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Überwachungseinrichtung gemäß der
Erfindung;
- Fig. 5
- ein drittes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Überwachungseinrichtung gemäß der
Erfindung;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Motor- und Bremskreisschaltkreises nach dem Stand
der Technik; und
- Fig. 7
- eine Motorsteuerung mit einer Überwachungseinrichtung nach dem Stand der Technik.
[0020] Die Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Antriebseinrichtung für einen Aufzug mit
einer Überwachungseinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung. An eine Schalteinrichtung
1 wird eine dreiphasige Netzspannung L1, L2, L3 angelegt und kann den Energiefluß
zu einem nachfolgenden Zwischenkreis 2, 3 ein- oder abschalten, der die dreiphasige
Netzspannung L1, L2, L3 in eine Zwischenkreis-Gleichspannung umwandelt. Der Zwischenkreis
2, 3 besteht aus einem Frequenzumrichter-Leistungsteil bzw. einem statischen Umformer
2 und einem Zwischenkreiskondensator 3. Bei eingeschaltetem Energiefluß fließt die
Energie vom Frequenzumrichter-Leistungsteil 2 und vom Zwischenkreiskondensator 3 weiter
zu einem Wechselrichter bzw. Frequenzumformer 4 bzw. einer Schaltung 4 zum Umwandeln
der Zwischenkreis-Gleichspannung in Drehstrom u, v, w für einen Antriebsmotor 5.
[0021] Weiterhin ist in Fig. 1 eine eingangsseitige Steuerung 6 und, unabhängig von dieser,
eine ausgangsseitige Steuerung bzw. VVVF-Steuerung 8 gezeigt.
[0022] Gemäß Fig. 1 werden erfindungsgemäß Signale 60, die das Vorhandensein oder das Nichtvorhandensein
der Netzspannungen L1, L2, L3, d.h. ein Abschalten der Netzspannung, am Eingang des
Frequenzumrichter-Leistungsteils 2 anzeigen, der extern vom Frequenzumrichter-Leistungsteil
2 angeordneten eingangsseitigen Steuerung 6 zugeführt, die bei Vorhandensein eines
Signals 60 ein Signal 70 zur Schalteinrichtung 1 ausgeben kann, um ein Abschalten
der Netzspannung L1, L2, L3 zu bewirken. Das Prüfen auf ein Vorhandensein oder ein
Nichtvorhandensein von Netzspannungen L1, L2, L3 kann für alle drei Phasen separat
durchgeführt werden, so daß ein selektives Abschalten möglch wird. Dadurch kann die
Möglichkeit einer Energiefreischaltung überprüft werden, ohne daß dazu Energie freigeschaltet
werden muß. Das Zuführen der Signale 60 zur eingangsseitigen Steuerung 6 kann durch
die Schalteinrichtung 1 (Pfeil mit durchgezogener Linie) oder durch den Frequenzumrichter-Leistungsteil
2 (gestrichelte Linie) erfolgen, wie es nachfolgend bei der Beschreibung des ersten
bevorzugten Ausführungsbeispiels und des zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiels
bzw. des dritten bevorzugten Ausführungsbeispiels klarer wird.
[0023] Die eingangsseitige Steuerung 6 steht in Verbindung mit der ausgangsseitigen Steuerung
8, die in Fig. 2 gezeigt ist und eine beispielsweise aus dem oben angegebenen Stand
der Technik bekannte (VVVF-)Steuerung ist, weshalb hier eine ausführliche Beschreibung
weggelassen wird. Die ausgangsseitige Steuerung 8 dient zum Steuern bzw. Regeln des
Frequenzumformers 4.
[0024] In Fig. 3 ist der Frequenzumrichter-Leistungsteil 2 mit Gleichrichterdioden 21 bis
26 in Brückenschaltung (B6-Brücke) und als erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel
die Schalteinrichtung 1 mit Einphasenschützen 11, 12, 13 mit einer jeweiligen Schützrückmeldung
61, 62, 63 zur eingangsseitigen Steuerung 6 gezeigt, wobei die Ansteuerung der Einphasenschützen
11, 12, 13 durch 71, 72, 73 gezeigt ist.
[0025] In Fig. 4 ist der Frequenzumrichter-Leistungsteil 2 auch mit Gleichrichterdioden
21 bis 26 in Brückenschaltung (B6-Brücke) und als zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel
die Schalteinrichtung 1 mit drei eigensicheren Halbleiterrelais 14, 15, 16 mit (Fehler-)Meldeausgängen
64, 65, 66 zur Rückmeldung zur eingangsseitigen Steuerung 6 gezeigt, wobei die Ansteuerung
der Halbleiterrelais 14, 15, 16 durch 74, 75, 76 gezeigt ist.
[0026] In Fig. 5 ist der Frequenzumrichter-Leistungsteil 2 mit Gleichrichterdioden 21 bis
23 und 27 bis 29 in Brückenschaltung (B6-Brücke) gezeigt. Unterschiedlich zu den Fig.
3 und 4, sind die dort gezeigten Gleichrichter 24, 25 und 26 hier durch gesteuerte
Gleichrichter 27, 28 und 29 ersetzt, die jeweils ausgehend von der eingangsseitigen
Steuerung 6 über Leitungen 77, 78, 79 ansteuerbar sind. In jedem Brückenzweig des
Frequenzumrichter-Leistungsteils 2 sind Sensoren 67, 68, 69 vorgesehen, die derart
ausgebildet sind, daß sie einen jeweiligen Signalzustand des Brückenzweigs, in dem
sie vorgesehen sind, zur eingangsseitigen Steuerung 6 melden. Die Sensoren 67, 68,
69 sind dabei vorzugsweise Stromsensoren, wie beispielsweise Hallsensoren oder Strommeßspulen.
[0027] Insbesondere erfolgt eine Überwachung gemäß der Erfindung bei allen bevorzugten Ausführungsbeispielen
im geschlossenen oder eingeschalteten Zustand der Schalteinrichtung 1, wodurch das
im Stand der Technik auftretende Problem eines laufenden Ladens und Entladens des
Zwischenkreises des statischen Umformers eliminiert wird. Die Gleichrichter des statischen
Umformers 2 sind in der Regel eine Brückenschaltung B6-Brücke, wie es in den Fig.
3 bis 5 gezeigt ist. Wird nun ein Brückenzweig abgschaltet, steht für die Gleichrichtung
nur noch eine B4-Brücke zur Verfügung. Diese ist leistungsstark genug, um den Zwischenkreis
2, 3 bei stehendem Antrieb aufrecht zu erhalten. Die drei Brückenzweige werden aufeinanderfolgend
in jeder Stillstandphase des Aufzugs und damit der Antriebseinrichtung abgeschaltet.
Die Abschaltung eines jeden Zweiges kann und muß separat überwacht werden. Die Schalteinrichtung
1 wird nach jeder Fahrt auf die Funktionsfähigkeit einer allpoligen Abschaltung gemäß
der eingangs angegebenen Norm EN 81-1 von 1998 unter 12.7 überprüft.
[0028] Die zur eingangsseitigen Steuerung 6 gemeldeten Signale 60 werden in der Steuerung
verarbeitet, wobei die Anforderungen an die Fehlerbetrachtung und an die Sicherheitseinrichtungen
gemäß der eingangs angegebenen Norm EN 81-1 von 1998 unter 14.1 selbstverständlich
berücksichtigt sind.
[0029] Beispielsweise werden bei einem Fehler in einem der drei Brückenzweige die anderen
Zweige aktiviert und schalten ab. Ein erneutes Anfahren des Aufzugs wird verhindert.
Ein defekter Zweig führt noch zu keinem Energiefluß. Die Schaltung bleibt inaktiv
und es liegt keine Energie am Antrieb bzw. Motor 5.
[0030] Kommt es gleichzeitig in zwei der drei Brückenzweige zu einem Fehler, kann der Energiefluß
noch durch Meldung an die VVVF-Steuerung bzw. ausgangsseitige Steuerung 8 über den
Frequenzumformer 4 unterbrochen werden, so daß keine Energie am Antrieb bzw. Motor
5 liegt.
[0031] Kommt es gleichzeitig auch hier zu einem Fehler mit genau zwei von sechs Ventilen
entsteht zwar ein Energiefluß, dieser führt aber zu keinem Drehfeld im Antrieb und
somit zu keiner Gefährdung, da in diesem Fall die Bremse den Antrieb im Stillstand
halten kann.
[0032] Voranstehend ist somit eine Weiterbildung einer Überwachungseinrichtung für eine
Antriebseinrichtung für Aufzüge offenbart, die insbesondere die Vorteile zeigt, daß
ein Laden und Entladen eines Zwischenkreises eliminiert wird und daß ein selektives
Abschalten möglich wird.
1. Überwachungseinrichtung für eine Antriebseinrichtung für Aufzüge, die im wesentlichen
aus einer Schalteinrichtung (1), einem Frequenzumrichter-Leistungsteil bzw. statischen
Umformer (2, 3, 4), einer Steuerung (6, 8) mit einer eingangsseitigen Steuerung (6)
und einer ausgangsseitigen Steuerung (8) und einem Antriebsmotor (5) besteht, wobei
der Frequenzumrichter-Leistungsteil (2, 3, 4) einen Zwischenkreis (2, 3) zum Umwandeln
einer Netzspannung (L1, L2, L3) in eine Zwischenkreis-Gleichspannung und eine Schaltung
(4) zum Umwandeln der Zwischenkreis-Gleichspannung in Dreh- oder oder Wechselstrom
(u, v, w) für den Antriebsmotor (5) enthält, wobei die eingangsseitige Steuerung (6)
ein sicheres Abschalten der Antriebseinrichtung überwacht,
dadurch gekennzeichnet, daß die extern vom Frequenzumrichter-Leistungsteil (2) vorgesehene
eingangsseitige Steuerung (6) das Vorhandensein oder das Nichtvorhandensein von aus
der Netzspannung (L1, L2, L3) abgeleiteten Signalen (60) am Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils
(2) feststellt und beim Feststellen des Vorhandenseins eines oder mehrerer der Signale
(60) den Energiefluß zum Frequenzumrichter-Leistungsteil (2) durch Ausgeben eines
Signals (70) zur Schalteinrichtung (1) unterbrechen kann.
2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eingangsseitige
Steuerung (6) das Vorhandensein oder das Nichtvorhandensein der aus der Netzspannung
(L1, L2, L3) abgeleiteten Signale (60) am Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils
(2) für die einzelnen Phasen einzeln feststellt.
3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung
(1) am Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils (2) Einphasenschütze (11, 12,
13) mit jeweiliger Schützrückmeldung (61, 62, 63) zur eingangsseitigen Steuerung (6)
aufweist.
4. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung
(1) am Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils (2) eigensichere Halbleiterrelais
(14, 15, 16) mit Meldeausgängen zur Rückmeldung (64, 65, 66) zur eingangsseitigen
Steuerung (6) aufweist.
5. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung
(1) am Eingang des Frequenzumrichter-Leistungsteils (2) integriert ist, der Frequenzumrichter-Leistungsteil
(2) am Eingang als aktive B6-Brücke ausgebildet ist und ein in jedem Zweig der Brücke
vorgesehener Sensor (67, 68, 69) den Signalzustand im jeweiligen Brückenzweig zur
eingangsseitigen Steuerung (6) meldet.
6. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der in jedem
Zweig der Brücke vorgesehene Sensor (67, 68, 69) ein Stromsensor ist, der beispielsweise
ein Hallsensor oder eine Strommeßspule ist.
7. Überwachungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerung (6, 8) die Aufzugssteuerung ist.