[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spiegelanordnung für Passiv-Infrarotmelder
zur Überwachung langgestreckter Räume, mit mehreren Reflektoren zur Bündelung der
aus einem Überwachungsraum auf den Melder fallenden Wärmestrahlen auf einen im Melder
angeordneten Sensor, wobei jedem Reflektor ein Überwachungsbereich in einer bestimmten
radialen Entfernung von der Spiegelanordnung und damit vom Melder zugeordnet ist und
die Überwachungsbereiche den Überwachungsraum in vertikaler Richtung abdecken.
[0002] Solche Passiv-Infrarotmelder zur Überwachung langgestreckter Räume, die auch als
Vorhangmelder bezeichnet werden, dienen insbesondere zur Feststellung der Anwesenheit
oder des Eindringens von unbefugten Personen in den Überwachungsraum durch Nachweis
der von diesen Personen ausgesandten typischen Infrarotstrahlung, welche durch die
Spiegelanordnung auf den Sensor gelenkt wird (siehe dazu beispielsweise EP-A-0 361
224). Die Reflektoren sind in der Regel in horizontal und/oder vertikal versetzten
Reihen angeordnet, und man unterscheidet je nach der Entfernung vom Melder verschiedene
Überwachungszonen, z.B. Femzone, Mittelzone, Nahzone und Look-down-Zone, von denen
jede mindestens einen Überwachungsbereich aufweist. Somit bestimmt jeder Reflektor
einen Überwachungsbereich mit einer definierten Lage im Überwachungsraum. Sobald ein
Wärmestrahlung aussendendes Objekt in einen Überwachungsbereich eindringt, detektiert
der Sensor die von diesem Objekt ausgesandte Wärmestrahlung.
[0003] Bei der in der EP-A-0 361 224 beschriebenen Spiegelanordnung sind insgesamt 11 Reflektoren
vorgesehen, die nicht nur in horizontaler und vertikaler Richtung sondern auch in
der Tiefe gegeneinander versetzt sind, was zu einer abgestuften Ausbildung der reflektierenden
Fläche der Spiegelanordnung führt. Dabei sind die einzelnen Reflektoren zum Teil sehr
kleine, streifenförmige und von Hand kaum mehr anfassbare Segmente, welche beispielsweise
aus einem Paraboloid herausgeschnitten sind.
[0004] Die Herstellung der Spiegelanordnung erfolgt im Spritzgussverfahren, wobei das Spritzgusswerkzeug
für jeden Reflektor einen "Zahn" von der Breite und Länge des jeweiligen Segments
und mit einer der spiegelnden Fläche des Segments entsprechenden gekrümmten Stimfläche
aufweist. Die einzelnen Zähne werden dann so zusammengesetzt, dass ihre Stirnflächen
das Gegenstück zur reflektieren Fläche der Spiegelanordnung bilden, wobei zwischen
den einzelnen Reflektoren und entsprechend auch zwischen den zugehörigen Zähnen Abstufungen
gebildet sind. Abgesehen von den Kosten für die Herstellung des Spritzgusswerkzeugs,
ist auch dessen Wartung relativ aufwendig und teuer, weil mit der Zeit zwischen den
einzelnen Zähnen Korrosion entsteht, was eine regelmässige Wartung erforderlich macht.
Bei dieser Wartung muss das Spritzgusswerkzeug zerlegt und gereinigt und anschliessend
wieder zusammengesetzt werden.
[0005] Durch die Erfindung soll nun eine detektionssichere Spiegelanordnung der eingangs
genannten Art angegeben werden, deren Herstellungs- und Wartungskosten gegenüber den
heute verwendeten Spiegelanordnungen deutlich reduziert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass jeder Reflektor aus einer
Anzahl von Segmenten besteht, so dass die Überwachungsbereiche vertikal in Subzonen
mit leicht unterschiedlicher Elevation aufgespalten sind, wobei die Elevation der
Teilelemente so gewählt ist, dass bei der Mehrzahl der Überwachungsbereiche höchstens
eine geringfügige Überlappung der Subzonen erfolgt, dass die Subzonen stapelartig
aufeinander geschichtet sind und die Schichtung so gewählt ist, dass ein dichter Vorhang
entsteht, und dass die einzelnen Segmente jedes Refle-tors je eine stetige, zusammenhängende
Fläche bilden.
[0007] Die Aufspaltung jedes Reflektors in Teilelemente und entsprechend jedes Überwachungsbereichs
in Subzonen hat den Vorteil, dass sich die Detektionssicherheit markant erhöht, weil
ein mit einer erfindungsgemässen Spiegelanordnung ausgerüsteter Passiv-Infrarotmelder
über eine sogenannte Haustier-Immunität verfügt. Das bedeutet, dass die erfindungsgemässe
Spiegelanordnung eine Unterscheidung zwischen Menschen und grösseren Haustieren ermöglicht,
so dass durch Haustiere verursachte Fehlalarme nahezu ausgeschlossen sind.
[0008] Die höchstens geringfügige Überlappung der Subzonen bei den meisten Überwachungsbereichen
hat den Vorteil, dass keine Bereiche grösserer Empfindlichkeit entstehen, in denen
zwangsläufig entsprechend stärkere Signale erzeugt würden.
[0009] Die Ausbildung der Reflektoren als stetige, zusammenhängende Flächen hat den Vorteil,
dass jedes für einen Reflektor vorgesehene Spritzgusswerkzeug aus einem Stück gefertigt
werden kann und nicht mehr aus einzelnen Zähnen zusammengesetzt werden muss. Wenn
man davon ausgeht, dass eine Femzone, eine Mittelzone, eine Nahzone und eine Look-down-Zone
und dementsprechend vier Reflektoren vorgesehen sind, dann ergibt sich gegenüber der
in der EP-A-0 361 224 beschriebenen Spiegelanordnung mit 11 Reflektoren eine Reduktion
um zwei Drittel, der aber gleichzeitig durch die Aufspaltung der Reflektoren in Teilelemente
eine mindestens gleich grosse Anzahl von Überwachungsbereichen wie vorher gegenübersteht.
[0010] Passiv-Infrarotmelder der heutigen Generation können zwar Eindringlinge innerhalb
des Wirkbereichs des Melders sehr zuverlässig detektieren, sie sind aber in der Regel
nicht in der Lage, Menschen von grösseren Haustieren, wie beispielsweise Hunden, unterscheiden
zu können, und geben auch bei Eindringen eines Tiers Alarm. Wenn heutige Passiv-Infrarotmelder
bereits über eine Haustier-Immunität verfügen, dann wird diese bis auf wenige Ausnahmen
dadurch erreicht, dass die Ansprechempfindlichkeit des Melders entsprechend gesenkt
wird, was eine unerwünschte Reduktion der Detektionssicherheit bedeutet.
[0011] In der US-A-4 849 635 ist ein Passiv-Infrarotmelder beschrieben, bei dem zur Bündelung
der Wärmestrahlung auf den Sensor anstatt der Spiegelanordnung eine Fresnel-Linsenanordnung
verwendet wird. Bei diesem Melder wird die Haustierimmunität dadurch erreicht, dass
die Linsenanordnung eine Mehrzahl von unterschiedlich ausgerichteten, einander nicht
überlappenden Gesichtsfeldern oder Überwachungsbereichen aufweist, die von der Linsenanordnung
fächerförmig in den Überwachungsraum verlaufen. Diese Überwachungsbereiche sind vertikal
gestaffelt, wobei zwischen den einzelnen Bereichen etwa gleich grosse Lücken gebildet
sind. Ein Eindringling mit einer bestimmten Mindestgrösse wird immer mindestens einen
Überwachungsbereich kreuzen und damit immer ein Sensorsignal erzeugen, und ein Eindringling
unterhalb dieser Mindestgrösse wird abwechselnd Überwachungsbereiche und nur Lücken
kreuzen und im letzteren Fall kein Sensorsignal erzeugen. Auf diese Weise wird ein
Mensch bei seiner Bewegung im Überwachungsraum ein stetiges Sensorsignal mit angenähert
konstanter Amplitude erzeugen, wogegen ein Tier ein pulsförmiges Signal von wesentlich
geringerer maximaler Amplitude auslöst.
[0012] Da aber die Unterscheidung zwischen Mensch und Haustier anhand der Signalform erfolgt,
und da die vertikale Staffelung der Überwachungsbereiche eine Apparatekonstante ist,
ist die Gefahr relativ gross, dass grosse Haustiere nicht von kleinen Menschen unterschieden
werden können und umgekehrt.
[0013] Die erfindungsgemässe Lösung hat den Vorteil, dass ein auch noch so grosses Haustier,
solange seine Höhe kleiner ist als diejenige eines Menschen, immer mit Sicherheit
von einem Menschen unterschieden wird. Denn ein aufrecht gehender Mensch wird immer
mehrere Subzonen von Fem- und Mittelzone, oder Mittel- und Nahzone, usw. kreuzen und
dadurch ein mehrfach grösseres Sensorsignal auslösen als ein Tier von geringerer Höhe.
Denn dieses wird deutlich weniger Subzonen kreuzen und ein deutlich reduziertes Sensorsignal
erzeugen. Ein Hund von normaler Grösse wird eine Subzone kreuzen oder höchstens zwei,
aber diese nur teilweise, und wird dadurch verglichen mit dem in der EP-A-0 361 224
beschriebenen Detektor ein auf die Hälfte oder ein Drittel reduziertes Signal auslösen.
[0014] Eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Spiegelanordnung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Empfindlichkeit auf ein Haustier in den einzelnen
Subzonen etwa gleich ist. Das wird durch die Vermeidung von Überlappungen der einzelnen
Subzonen erreicht.
[0015] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Spiegelanordnung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtung der einzelnen Segmente, insbesondere deren
optische Apertur und/oder Fläche, so gewählt ist, dass ein sich quer zu dem durch
die Überwachungsbe-reiche gebildeten Überdeckungsmuster bewegendes Tier einer wählbaren
Grösse ab einer ge-wissen Distanz vom Melder ein etwa gleich kleines Signal liefert.
[0016] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Spiegelanordnung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die einer geringen radialen Distanz der Überwachungszonen
vom Melder zugeordneten Reflektoren lichtstärker sind als die für vom Melder weiter
entfernte Überwachungszonen.
[0017] Eine vierte bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass ein erster
Reflektor für eine Fernzone, ein zweiter Reflektor für eine Mittelzone, ein dritter
Reflektor für eine Nahzone und ein vierter Reflektor für eine Look-down-Zone vorgesehen
ist, und dass der dritte und der vierte Reflektor lichtstärker sind.
[0018] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert; es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Spiegelanordnung,
- Fig. 2
- eine Vorderansicht einer Variante der Spiegelanordnung von Fig. 1; und
- Fig. 3
- eine Darstellung des Überdeckungsmusters der Spiegelanordnung von Fig. 1 in der Elevationsebene.
[0019] Die in Figur 1 dargestellte Spiegelanordnung 1 ist eine Weiterentwicklung des in
der EP-A-0 361 224 beschriebenen Spiegels, durch welche dieser so verbessert wird,
dass er einerseits gegen Haustiere in seinem Wirkbereich immun und andererseits kostengünstiger
herzustellen und zu warten ist. Selbstverständlich kann anstelle der Spiegelanordnung
1 auch eine Fresnellinsenanordnung verwendet werden, bei welcher sinngemäss die einzelnen
Fresnellinsen in Teillinsen aufgeteilt sind, so dass sich ebenfalls eine vertikale
Aufspaltung der Überwachungsbereiche in Subzonen ergeben würde.
[0020] Wie in der genannten EP-A-0 361 224, auf deren Offenbarung hiermit ausdrücklich Bezug
genommen wird, beschrieben ist, besteht die Spiegelanordnung 1 aus einer Anzahl von
Reflektoren, welche so ausgebildet sind, dass die den einzelnen Reflektoren zugeordneten
Überwachungsbereiche den Überwachungsraum in vertikaler Richtung abdecken. Die Reflektoren
sind reihenförmig angeordnet, wobei entsprechend dem Abstand vom Melder mehrere Überwachungszonen
vorgesehen sind. Man unterscheidet beispielsweise vier Überwachungszonen, eine Fernzone,
eine Mittelzone, eine Nahzone und eine sogenannte Look-down-Zone, die durch vier in
vertikaler Richtung versetzte Reflektoren oder Reihen von Reflektoren abgedeckt sind.
[0021] Diese Reflektoren sind bei der Spiegelanordnung 1 der Reflektor A für die Fernzone,
der Reflektor
B für die Mittelzone, der Reflektor C für die Nahzone und der Reflektor D für die Look-down-Zone.
Jeder Reflektor "blickt" unter einem bestimmten Elevationswinkel in den Überwachungsraum,
empfängt die aus diesem Winkel einfallende Wärmestrahlung und bündelt diese auf den
wärmeempfindlichen Sensor, welcher beispielsweise durch einen Pyrosensor gebildet
ist. Dieser ist vorzugsweise ein sogenannter Standard-Dualpyrosensor, wie er beispielsweise
in den Passiv-Infrarotmeldern der Siemens Building Technologies AG, Cerberus Division,
früher Cerberus AG, eingesetzt wird (siehe dazu auch EP-A-0 303 913). Sobald ein Objekt,
welches Wärmestrahlung aussendet, in den Überwachungsbereich eindringt, detektiert
der Sensor die von diesem Objekt ausgesandte Wärmestrahlung, worauf der Melder ein
Alarmsignal abgibt. Dieses Alarmsignal gibt an, dass sich ein Objekt, beispielsweise
ein Eindringling, im Überwachungsraum befindet.
[0022] Wie in der Figur durch gestrichelte Linien angedeutet ist, besteht der Reflektor
A für die Fernzone aus fünf Segmenten A
1 bis A
5, der Reflektor B für die Mittelzone aus drei Segmenten B
1 bis B
3, der Reflektor C für die Nahzone aus vier Segmenten C
1 bis C
4 und der Reflektor D für die Look-down-Zone aus zwei Segmenten D
1 und D
2, wobei die Segmente jedes Reflektors zusammen jeweils eine stetige, zusammenhängende
Fläche bilden. Selbstverständlich ist die Anzahl der jeweiligen Segmente nur als beispielhaft
zu verstehen. Die Spiegelanordnung 1 besteht somit aus insgesamt 14 Segmenten, die
auf vier stetige, zusammenhängende Flächen verteilt sind. Das bedeutet, dass die den
vier Zonen, Femzone, Mittelzone, Nahzone und Look-down-Zone zugeordneten Überwachungsbereiche
in Subzonen mit leicht unterschiedlicher Elevation aufgespalten sind, wobei die Subzonen
Überwachungsbereiche darstellen.
[0023] Da jeder Reflektor A, B, C, D eine stetige, zusammenhängende Fläche bildet, kann
das für seine Herstellung erforderliche Spritzgusswerkzeug aus einem Stück gefertigt
werden. In der Praxis wird dieses Spritzgusswerkzeug aus einem einzigen Werkstück
gefräst. Im Unterschied zu der in der EP-A-0 361 224 beschriebenen Spiegelanordnung,
bei der für die 11 Reflektoren 11 Werkzeugeinsätze erforderlich sind, sind für die
Spiegelanordnung 1 nur noch 4 Werkzeugeinsätze erforderlich und man erhält trotzdem
als Endergebnis 14 Subzonen, also 14 Überwachungsbereiche. Die einzelnen Segmente
und Subzonen sind so gewichtet, d.h. ihre optische Apertur und/oder ihre Fläche sind
so gewählt, dass ein sich quer zum Überdeckungsmuster (Fig. 3) bewegender Hund ein
Signal erzeugt, welches für eine Distanz vom Hund zum Melder ab etwa 5 Metern gleich
klein ist.
[0024] Die Reflektoren C und D für die Nah- und die Look-down-Zone sind relativ lichtstark,
um zu verhindern, dass ein schnell laufender Eindringling einen relativ hoch montierten
Melder (Montagehöhe > 3m) im Nahbereich unterlaufen kann. Bei einem hoch montierten
Melder würde dieser Eindringling nur wenige Subzonen, eventuell nur eine, kreuzen
und dadurch nur ein relativ kleines Signal erzeugen, was durch die erhöhte Lichtstärke
kompensiert wird. Ein Melder mit lichtstarken Reflektoren C und D für die Nah- und
die Look-down-Zone ist bei einer Montagehöhe zwischen etwa 1.6 und 4 Metern für Menschen
absolut detektionssicher.
[0025] Es ist aber nicht auszuschliessen, dass ein solcher Melder im Nahbereich die Haustierimmunität
verliert. Diese kann beibehalten werden, wenn man die erhöhte Lichtstärke der genannten
Zonen wieder reduziert, was gemäss Fig. 2 beispielsweise durch teilweises Abdecken
dieser Zonen mit einem Kunststoffteil 2 (schraffiert) erfolgen kann. Wenn man dieses
Kunststoffteil federnd ausbildet, kann es einfach in die Spiegelanordnung 1 hineingedrückt
werden. Man kann die Haustierimmunität auf das am vorgesehenen Montageort vorhandene
Haustier abstimmen, wenn man verschiedene Kunststoffteile 2 für Haustiere unterschiedlichen
Gewichts vorsieht, beispielsweise für Tiere bis 10 kg, bis 20 kg und bis 30 kg, und
so weiter, von denen dann das geeignete bei der Montage des Melders in diesen eingesetzt
wird.
[0026] Fig. 3 zeigt das Überdeckungsmuster der Spiegelanordnung 1 (Fig. 1) in einem Vertikalschnitt
in deren Elevationsebene, wobei der Verlauf der Wärmestrahlung von den einzelnen Subzonen
im Überwachungsraum zur Spiegelanordnung 1 eingezeichnet ist. Die Subzonen sind mit
den Bezugszeichen A'
1 bis A'
5 für die Femzone, B', bis B'
3, für die Mittelzone, C'
1 bis C'
4 für die Nahzone und D'
1 und D'
2 für die Look-down-Zone bezeichnet. Die Subzonen sind stapelartig aufeinander geschichtet.
Sie berühren einander, überlappen sich aber höchstens ganz wenig, so dass keine Bereiche
grösserer Empfindlichkeit entstehen. Bei Überlappungen würde ja im Überlappungsbereich
aus den beiden jeweiligen Überwachungsbereichen gleichzeitig Wärmestrahlung auf den
Sensor fokussiert und dadurch ein entsprechend stärkeres Signal erzeugt werden. Die
gegenseitige Nicht-Überlappung gilt nicht für die Subzonen A'
3 bis A'
5 der Femzone, weil hier durch den flachen Verlauf der Strahlenbündel eine Überlappung
nicht zu vermeiden ist. Da sich diese Subzonen aber in relativ grosser Distanz von
mehr als 15 m vor dem Melder befinden, sind hier Schwankungen der Signalamplitude
nicht kritisch.
[0027] Die Spiegelanordnung 1 befindet sich in einer Höhe von 2.2 m über dem Boden: die
beiden horizontalen Linien H und M entsprechen einer Höhe von 0.6 bzw. 1.8 m und symbolisieren
damit die Bewegung eines Hundes bzw. eines Menschen im Überwachungsraum. Wie Fig.
3 zu entnehmen ist, kreuzt ein Hund im Wirkbereich des Melders in den meisten Fällen
nur eine Subzone voll oder zwei Subzonen teilweise. Dagegen kreuzt ein aufrecht gehender
Eindringling stets mehrere Subzonen von Fern- und Mittelzone oder Mittel- und Nahzone
oder Nah- und Look-down-Zone und erzeugt dadurch ein mehrfach grösseres Signal als
der Hund.
[0028] Die soeben geschilderten Verhältnisse sind in Fig. 3 für drei verschiedene Entfernungen
vom Melder, E
1 = 2.5 m, E
2 = 5 m und E
3 = 10 m verdeutlicht. Im Abstand E
1 kreuzt ein Mensch (Linie M) die Subzonen C'
4, B'
1, B'
2, B'
3 und A'
1, ein Hund (Linie H) dagegen nur die Subzonen C'
4 und B'
1. Im Abstand E
2 kreuzt ein Mensch die Subzonen B'
2, B'
3, A'
1, A'
2 und A'
3, ein Hund die Subzonen B'
2 und B'
13 Im Abstand E
3 kreuzt ein Mensch die Subzonen A'
1 bis A'
5und ein Hund die Subzonen A'
1 und A'
2.
[0029] Praktische Versuche haben gezeigt, dass innerhalb eines Wirkbereichs von 12 bis 13
m das von einem Hund von etwa 30 kg Körpergewicht ausgelöste Sensorsignal höchstens
50% der Detektionsschwelle beträgt, so dass dieser Hund mit Sicherheit keinen Fehlalarm
auslösen kann. Ausserhalb des genannten Wirkbereichs steigt des Signal des Hundes
bis knapp unter die Detektionsschwelle an. Wenn die Fernzonen des Melders ohne Begrenzung
durch eine Wand über den Wirkbereich "hinaussehen" können, dann können Fehlalarme
durch grosse Hunde nicht ausgeschlossen werden.
[0030] Man kann dieses Problem dadurch eliminieren, dass man als Sensor S anstelle eines
Standard-Dualpyrosensors (siehe dazu EP-A-0 303 913) einen Quadpyrosensor mit 4 Flakes
oder Sensorelementen verwendet. Bei einem derartigen Sensor bildet jedes Paar von
Sensorelementen einen Kanal, wobei die beiden Kanäle wirkungsmässig einer vertikalen
Aufspaltung der Überwachungsbereiche entsprechen. Von diesen beiden Kanälen "schaut"
der untere bei etwa 20 m Abstand vom Melder in den Boden, so dass dadurch die Reichweite
begrenzt ist, wenn man für einen Alarm ein Signal in beiden Kanälen verlangt. Andererseits
wird auch ein grosser Hund niemals im oberen Kanal ein Signal oberhalb der Detektionsschwelle
liefern können, so dass auch grosse Hunde ausserhalb des Melderwirkbereichs keine
Fehlalarm auslösen können.
[0031] Eine verglichen mit dem Quadpyrosensor kostengünstigere, aber weniger effektive Variante
wäre die Verwendung von Longflake-Pyros. Bei den Standardflakes bedeckt die Abbildung
eines Hundes mittlerer Grösse deutlich mehr als 50% der Höhe der Flakes (Sensorelemente),
und die Abbildung eines aufrecht gehenden Menschen ragt weit über die Höhe der Flakes
hinaus, wobei der über die Flakes hinausragende Teil zum Sensorsignal nichts beiträgt.
Wenn man beispielsweise die Höhe der Flakes verdoppeln würde, dann wäre der Unterschied
zwischen den von einem Hund und einem Menschen ausgelösten Signalen wesentlich grösser,
was die Unterscheidbarkeit verbessern würde. Der Gewinnfaktor (Vergrösserung des Signals
eines Menschen) gegenüber einem Dualsensor wäre etwa 1.4, beim Quadsensor wäre er
2.5 bis 3.
1. Spiegelanordnung für Passiv-Infrarotmelder zur Überwachung langgestreckter Räume,
mit mehreren Reflektoren (A-D) zur Bündelung der aus einem Überwachungsraum auf den
Melder fallenden Wärmestrahlen auf einen im Melder angeordneten Sensor, wobei jedem
Reflektor (A-D) ein Überwachungsbereich in einer bestimmten radialen Entfernung von
der Spiegelanordnung (1) und damit vom Melder zugeordnet ist und die Überwachungsbereiche
den Überwachungsraum in vertikaler Richtung abdecken, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Reflektor (A-D) aus einer Anzahl von Segmenten (A1-A5; B1-B3; C1-C4; D1, D2) besteht, so dass die Überwachungsbereiche vertikal in Subzonen (A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1, D'2) mit leicht unterschiedlicher Elevation aufgespalten sind, wobei die Elevation der
Segmente (A1-A5; B1-B3; C1-C4; D1, D2) so gewählt ist, dass bei der Mehrzahl der Überwachungsbereiche höchstens eine geringfügige
Überlappung der Subzonen (A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1, D'2) erfolgt, dass die Subzonen (A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1, D'2) stapelartig aufeinander geschichtet sind und die Schichtung so gewählt ist, dass
ein dichter Vorhang entsteht, und dass die einzelnen Segmente (A1-A5; B1-B3; C1-C4; D1, D2) jedes Reflektors (A, B, C, D) je eine stetige, zusammenhängende Fläche bilden.
2. Spiegelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfindlichkeit auf ein Haustier in den einzelnen Subzonen (A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1, D'2) etwa gleich ist
3. Spiegelanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtung der einzelnen Segmente (A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1, D2), insbesondere deren optische Apertur und/oder Fläche, so gewählt ist, dass ein sich
quer zu dem durch die Überwachungsbereiche gebilde-en Überdeckungsmuster bewegendes
Tier einer bestimmten Grösse ab einer ge-wissen Distanz vom Melder ein etwa gleich
kleines Signal liefert.
4. Spiegelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einer geringen radialen Distanz der Überwachungszonen vom Melder zugeordneten
Reflektoren (C, D) lichtstärker sind als die für vom Melder weiter entfernte Überwachungszonen.
5. Spiegelanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Reflektor (A) für eine Fernzone, ein zweiter Reflektor (B) für eine Mittelzone,
ein dritter Reflektor (C) für eine Nahzone und ein vierter Reflektor (D) für eine
Look-down-Zone vorgesehen ist, und dass der dritte und der vierte Reflektor (C und
D) lichtstärker sind.
6. Spiegelanordnung nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch eine auf der Spiegelanordnung (1) anbringbare Blende zur teilweisen Abdeckung der
lichtstärkeren Reflektoren (C, D).
7. Spiegelanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende aus einem federnden Kunststoffeinsatz (2) gebildet ist.
8. Spiegelanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse des Kunststoffeinsatzes (2) auf das Gewicht eines Tieres abgestimmt ist,
welches beim Eindringen in die den teilweise abgedeckten Reflektoren (B, C, D) zugeordneten
Zonen keinen Alarm auslösen soll.
9. Spiegelanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere wahlweise in die Spiegelanordnung (1) einsetzbare, auf verschieden schwere
Tiere abgestimmte, Kunststoffeinsätze (2) vorgesehen sind.
1. Mirror arrangement for passive infrared signalling device for surveying elongated
spaces, comprising several reflectors (A-D) for concentrating on to a sensor disposed
in the signalling device the heat rays falling on to the signalling device from the
surveillance space, there being assigned to each reflector (A-D) a surveillance region
at a certain radial distance from the mirror arrangement (1) and consequently from
the signalling device, and the surveillance regions covering the surveillance space
in the vertical direction, characterized in that each reflector (A-D) consists of a number of segments (A1-A5; B1-B3; C1-C4; D1,D2), so that the surveillance regions are split vertically into sub-zones (A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1,D'2) of slightly different elevations, the elevation of the segments (A1-A5; B1-B3; C1-C4; D1,D2)being selected such that, in the case of the majority of the surveillance regions,
there is produced, at most, a slight overlapping of the sub-zones (A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1,D'2), the sub-zones (A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1,D'2) are stacked in strata on one another and the stratification is selected such that
a dense curtain is produced, and the individual segments A1-A5; B1-B3; C1-C4; D1,D2) of each reflector (A, B, C, D) in each case form a continuous, coherent surface
area.
2. Mirror arrangement according to Claim 1, characterized in that the sensitivity to a domestic animal is approximately equal in the individual sub-zones
(A'1-A'5; B'1-B'3; C'1-C'4; D'1,D'2).
3. Mirror arrangement according to Claim 2, characterized in that the weighting of the individual segments (A1-A5; B1-B3; C1-C4; D1,D2), particularly their optical aperture and/or surface area, is selected such that,
from a certain distance from the signalling device, an animal of a certain size moving
transversely relative to the coverage pattern formed by the surveillance regions delivers
a signal of approximately equally small magnitude.
4. Mirror arrangement according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the reflectors (C, D) assigned to a short radial distance of the surveillance zones
from the signalling device have a greater light-transmitting capacity than those for
surveillance zones at a greater distance from the signalling device.
5. Mirror arrangement according to Claim 4, characterized in that there is provided a first reflector (A) for a remote zone, a second reflector (B)
for a middle zone, a third reflector (C) for a near zone and a fourth reflector (D)
for a look-down zone, and the third and fourth reflectors (C and D) have a greater
light-transmitting capacity.
6. Mirror arrangement according to either of Claims 4 or 5, characterized by a mask which can be attached to the mirror arrangement (1) for the purpose of partially
covering the reflectors (C, D) having the greater light-transmitting capacity.
7. Mirror arrangement according to Claim 6, characterized in that the mask consists of a resilient plastic insert (2).
8. Mirror arrangement according to Claim 7, characterized in that the size of the plastic insert (2) is matched to the weight of an animal which, upon
entry into the zones assigned to the partially covered reflectors (B, C, D), is not
to trigger an alarm.
9. Mirror arrangement according to Claim 8, characterized in that there are provided several plastic inserts (2) which are matched to animals of different
weights and may optionally be inserted in the mirror arrangement (1).
1. Dispositif de miroirs pour un détecteur infrarouge passif de surveillance d'espaces
s'étendant en longueur comprenant plusieurs réflecteurs (A à D) pour focaliser le
rayonnement calorifique allant de l'espace à surveiller sur le détecteur sur un capteur
disposé dans le détecteur, une partie à surveiller, à un éloignement radial déterminé
du dispositif (1) de miroirs et ainsi du détecteur, étant associée à chaque réflecteur
(A à D) et les parties à surveiller recouvrant en direction verticale l'espace à surveiller,
caractérisé en ce que chaque réflecteur (A à D) est constitué d'un certain nombre de segments (A1 à A5, B1 à B3, C1 à C4, D1, D2), de sorte que les parties à surveiller sont subdivisées verticalement en sous-zones
(A'1 à A'5, B'1 à B'3, C'1 à C'4, D'1, D'2) ayant une élévation légèrement différente, l'élévation des segments (A1 à A5, B1 à B3, C1 à C4, D1, D2) étant choisie de façon à ce qu'il se produise, pour la multiplicité des parties
à surveiller, au plus un léger chevauchement des sous-zones (A'1 à A'5, B'1 à B'3, C'1 à C'4, D'1, D'2), en ce que les sous-zones (A'1 à A'5, B'1 à B'3, C'1 à C'4, D'1, D'2) sont empilées les unes sur les autres et l'empilement est choisi de façon à créer
un rideau dense, et en ce que les segments (A1 à A5, B1 à B3, C1 à C4, D1, D2) individuels de chaque réflecteur (A, B, C, D) forment, respectivement, une surface
ininterrompue d'un seul tenant.
2. Dispositif de miroirs suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la sensibilité à un animal domestique dans les diverses sous-zones (A'1 à A'5, B'1 à B'3, C'1 à C'4, D'1, D'2) est à peu près la même.
3. Dispositif de miroirs suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la pondération des divers segments (A1 à A5, B1 à B3, C1 à C4, D1, D2), notamment leur ouverture optique et/ou leur surface, est choisie de façon à ce
qu'un animal d'une taille déterminée se déplaçant transversalement au modèle de recouvrement
formé par les parties à surveiller fournissent, à partir d'une certaine distance du
détecteur, un petit signal à peu près égal.
4. Dispositif de miroirs suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les réflecteurs (C, D) associés à une petite distance radiale des zones à surveiller
au détecteur sont d'une luminosité plus intense que ceux pour les zones à surveiller
plus éloignées du détecteur.
5. Dispositif de miroirs suivant la revendication 4, caractérisé en ce qu'il est prévu un premier réflecteur (A) pour une zone lointaine, un deuxième réflecteur
(B) pour une zone moyenne, un troisième réflecteur (C) pour une zone proche et un
quatrième réflecteur (D) pour une zone de look-down et en ce que le troisième et le quatrième réflecteurs (C et D) sont d'une grande intensité lumineuse.
6. Dispositif de miroirs suivant la revendication 4 ou 5, caractérisé par un diaphragme qui peut être placé sur le dispositif (1) de miroirs et qui est destiné
à recouvrir en partie les réflecteurs (C, D) de plus grande intensité lumineuse.
7. Dispositif de miroirs suivant la revendication 6, caractérisé en ce que le diaphragme est formé d'une pièce (2) rapportée élastique en matière plastique.
8. Dispositif de miroirs suivant la revendication 7, caractérisé en ce que la dimension de la pièce (2) rapportée en matière plastique est adaptée au poids
d'un animal qui, lorsqu'il entre dans les zones associées aux réflecteurs (B, C, D)
recouverts partiellement, ne doit pas déclencher d'alerte.
9. Dispositif de miroirs suivant la revendication 8, caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs inserts (2) en matière plastique pouvant être utilisés à volonté
dans le dispositif (1) de miroirs et adaptés à des animaux de poids différents.