[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur intermittierenden Kompression
menschlicher Extremitäten, die für eine Verwendung als portable Vorrichtung in Alltagssituationen
geeignet ist.
[0002] Zur Behandlung bzw. Therapie venöser Erkrankungen oder Störungen finden Vorrichtungen
zur intermittierenden Kompression menschlicher Extremitäten. Verwendung. Hierzu wird
mittels einer Manschette, die um die zu behandelnde Extremität angelegt wird, intermittierend,
d. h. mit Unterbrechungen, ein auf die Extremität einwirkender Druck aufgebaut und
wieder abgebaut. Die zu behandelnde Extremität wird, meist vollständig, in ein großvolumiges
Einkammersystem eingebracht, welches anschließend rhythmisch mit Druck beaufschlagt
wird. Eine solche Vorrichtung ist aus DE 704 510 bekannt. Heutzutage eingesetzte Vorrichtungen
beruhen auf dem Mehrkammerprinzip, bei dem mehrere Manschettenkammern entlang der
zu behandelnden Extremität sequentiell von distal nach proximal mit Druck beaufschlagt
werden, um den Rücktransport von Körperflüssigkeit in Richtung des Herzens zu unterstützen.
Auch die Ausbildung eines Mehrkammersystems, derart, daß der Rücktransport durch eine
ständig die Extremität entlanggleitende Druckwelle unterstützt wird, ist bekannt.
[0003] Aus der EP 0 329 470 A2 ist eine portable Pumpvorrichtung für ein Mehrkammersystem
bekannt. Um die Manschettenkammern auf einfache Weise sequentiell mit Druck zu beaufschlagen,
wird eine Kompressionskammer mit Auslässen vorgeschlagen, deren Anzahl der Anzahl
von ManschetteDkammern entspricht, wobei in der Kompressionskammer die gleiche Anzahl
von Ventilen mittels einer Nockenwelle sequentiell betätigt wird.
[0004] Die US 5,634,889 offenbart eine Vorrichtung zur intermittierenden Kompression eines
Körpergewebes im Bereich eines Gelenkes, um z.B. Schwellungen des Gelenks zurückzubilden.
Hierzu ist eine Manschette mit einem aufblasbaren Körper versehen, der über einen
Schlauch von einer Pumpe aufgepumpt werden kann.
[0005] Die EP 0 542 413 A1 offenbart ein Patientenüberwachungssystem mit einer Blutdruckmeßeinheit
zur regelmäßigen Messung des Blutdrucks.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur intermittierenden
Kompression menschlicher Extremitäten zu schaffen, die einfach in der Handhabung und
günstig in Anschaffung, Unterhalt und Betrieb ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand von Anspruch 1 gelöst. Die Erfindung kann
in Alltagssituationen zur Förderung des körperlichen Wohlbefindens, insbesondere unterstützend
zur Thromboseprophylaxe, zur Unterstützung des Rücktransports von Lymphflüssigkeit,
zum Streßabbau, ebenso zur Massage und ganz allgemein zur Förderung des körperlichen
Wohlbefindensverwendet werden.
[0008] Die Erfindung ist in Anspruch 1 definiert und betrifft eine Vorrichtung zur intermittierenden
Kompression, die eine an eine Extremität anzulegende Manschette und einen Druckerzeuger
zur Druckbeaufschlagung der Manschette umfaßt.
[0009] Der Erfindung liegt die in medizinischen Versuchsserien gewonnene Erkenntnis zugrunde,
daß eine intermittierende Kompression auch von vergleichsweise kleinen Körperbereichen
eine überraschend vorteilhafte Wirkung auf den menschlichen Organismus hat und beispielsweise
die Thromboseprophylaxe unterstützt. Auf dieser Erkenntnis gründend weist nach der
Erfindung die Manschette in Richtung des Rücktransports der Körperflüssigkeit, d.
h. von distal nach proximal, eine Breite von nicht mehr als 25 cm vorzugsweise eine
Breite von wenigstens 5 cm, vorzugsweise wenigstens 8 cm und höchstens 20 cm, vorzugsweise
höchstens 18 cm, auf.
[0010] Die verblüffend einfache Vorrichtung ist hervorragend für die Eigenbehandlung geeignet,
ohne daß es einer therapeutischen Anwendung oder gar einer ärztlichen Verordnung bedarf.
Sie kann mit wenigen, einfachen Handgriffen selbst angelegt und in Gang gesetzt werden.
Eine Aufsicht durch medizinisches Fachpersonal ist nicht erforderlich; ebensowenig
eine Einweisung.
[0011] Vorzugsweise wird die Manschette in der Art einer Manschette zur Blutdruckmessung
µm die zu behandelnde Extremität gelegt und anschließend mittels eines Verschlusses
geeignet straff angelegt. Als Druckerzeuger, vorzugsweise Drucklufterzeuger, wird
in einer Ausführungsform eine Pumpe verwendet. Es kann jedoch auch ein Druckfluidreservoir
verwendet werden, wie beispielsweise eine Preßfluiddose. Der Druckerzeuger einschließlich
einer gegebenenfalls zugehörigen Stromversorgung ist unmittelbar an der Manschette
angebracht.
[0012] Zur ablösbaren Verbindung von Druckerzeuger und Manschette kann die Verbindungsleitung
eine Schnellschlussverbindung bzw. Kupplung, wie beispielsweise eine Bajonettkupplung
umfassen.
[0013] Aufgrund ihrer kleinen Abmessungen kann die Vorrichtung leicht transportiert und
somit in Alltagssituationen, beispielsweise am Schreibtisch, unterwegs im Auto oder
auf Flugreisen, d.h. beim lang andauernden Sitzen, aber auch bei lang andauernden
stehenden Tätigkeiten verwendet werden. Durch einen einfachen Aufbau aus nur wenigen,
einfachen Bauteilen ist die erfindungsgemäße Vorrichtung leicht, einfach, robust und
günstig in Handhabung, Anschaffung, Unterhalt und Betrieb. Die Vorrichtung ist zur
Eigenbehandlung durch den Benutzer selbst besonders geeignet, beispielsweise bei der
Thromboseprophylaxe und als Wellness-Gerät zum Streßabbau.
[0014] Die Manschettenkammer ist als Einkammersystem ausgebildet, was den Fall mit einschließt,
daß die Manschettenkammer, in Längs- und/oder Querrichtung, in mehrere Segmente unterteilt
ist, die je nach Dimensionierung der Segmentverbindungen in definierter Reihenfolge
oder zeitgleich und vorzugsweise einheitlich mit Druck beaufschlagt werden.
[0015] Vorteilhafterweise kann eine Manschette zum Einsatz kommen, wie sie zur Blutdruckmessung
verwendet wird. Da es sich bei der Manschette erfindungsgemäß somit um ein Standardprodukt
handeln kann, das kostengünstig und in großen Stückzahlen erhältlich ist, verringert
sich der Aufwand zur Herstellung und zum Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Ferner ist die Ersatzteilbeschaffung sehr viel einfacher, sollte die Kammer einmal
undicht werden. Auch eine beim Benutzer möglicherweise bereits vorhandene Blutdruckmeß-Manschette
kann auf einfache Weise sehr kostengünstig im Rahmen der Erfindung genutzt werden.
[0016] Bevorzugt wird als Pumpe eine Membranpumpe verwendet, die in sehr kleinen Abmessungen
und kostengünstig erhältlich ist. Grundsätzlich können auch andere Miniaturpumpen
verwendet werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Pumpe mittels handelsüblicher
Kleinbatterie, vorzugsweise eines kleinen Akkus, netzunabhängig versorgt, was den
mobilen Einsatz der Vorrichtung in alltäglichen Situationen weiter verbessert. Eine
netzabhängig betriebene Vorrichtung oder eine netzunabhängig und netzabhängig betreibbare
Vorrichtung bilden jedoch ebenfalls erfindungsgemäße Ausführungsformen. Vorteilhafterweise
wird eine Pumpe mit einer Betriebsspannung zwischen 2 und 9 V, einem Betriebsstrom
zwischen 50 und 500 mA und einer Leerlaufpumpleistung zwischen 0,3 und 3 1/min, vorzugsweise
zwischen 0,5 und 1 1/min, und einem maximalen Gegendruck im Bereich von 300 bis 800
mmHg verwendet.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Vorrichtung eine Drucksteureinrichtung
mit beispielsweise einem elektromechanischen Auslaßventil, das mit der Umgebung in
Verbindung steht, um den Druck in der Manschette in vorgegebener Weise geeignet zu
steuern oder einfach zu begrenzen. Das Ventil kann integrierter Bestandteil der Pumpe
sein. Zur Ansteuerung der Pumpe und des Auslaßventils ist eine Steuereinheit, beispielsweise
in Form eines Mikroprozessors oder einer anwendungsspezifischen Schaltung (ASIC),
vorgesehen, die einen Zeitgeber umfaßt und ebenfalls von der Spannungsversorgung der
Pumpe gespeist wird. Die Steuereinheit sorgt für eine geeignete Zeitablaufsteuerung
zum Ein- und Ausschalten der Pumpe und zur Betätigung des Auslaßventils.
[0018] Ferner kann die Drucksteuereinrichtung einen Drucksensor umfassen, dessen Ausgangssignal
der Steuereinheit zugeleitet wird, die bei Überschreitung eines Solld rucks das Auslaßventil
zum Druckablaß ansteuert. Anstelle des vom Drucksensor abgeleiteten Ausgangssignal
kann alternativ als Regelgröße zur Drucksteuerung ein vom Motorstrom der Pumpe abgeleitetes
Signal verwendet werden, das sich mit steigendem Gegendruck in der Manschettenkammer
ebenfalls ändert.
[0019] Bevorzugt erfolgt die Drucksteuerung so, daß die Pumpe zum Druckaufbau während einer
kurzen Zeit eingeschaltet und das Auslaßventil gesperrt wird. Nachdem sich der vorgegebene
Druck in der Kammer aufgebaut hat, wird die Pumpe ausgeschaltet und das Auslaßventil
nach einer Zeit, die veränderbar sein kann, solange geöffnet, bis die Pumpe für den
nächsten Pumpzyklus wieder angeschaltet wird. Frequenz und Zeitdauer des Druckaufbaus
werden dabei bevorzugt mit Hilfe eines Festprogrammes vorgegeben, wobei für den Benutzer
eine Auswahlfunktion zwischen mehreren Festprogrammen vorgesehen sein kann. So kann
vorzugsweise der Maximaldruck oder die Wiederholfrequenz oder beides unabhängig oder
in vorgegebenen Kombinationen von dem Benutzer innerhalb vorgegebener Grenzen individuell
an die eigenen Bedürfnisse angepaßt werden.
[0020] Bevorzugt ist das Auslaßventil in seiner Ruhestellung geöffnet, wodurch ein besonders
sicherer Betrieb der Vorrichtung gewährleistet ist.
[0021] Um die Steuerung zu vereinfachen, wird bei einer anderen Ausführungsform das Auslaßventil
rein mechanisch ausgeführt, wobei ein integrierter Drucksensor vorgesehen sein kann.
Diese Drucksteuereinrichtung weist ein Auslaßventil mit einem Absperrkörper auf, der
in einer ersten Stellung, vorzugsweise seiner Ruhestellung, einen Auslaß zur Umgebung
hin freigibt, damit der Überdruck von der Manschettenkammer in die Umgebung entweichen
kann, und in einer zweiten Stellung den Auslaß sperrt, damit sich in der Manschettenkammer
bei Betätigung der Pumpe ein Überdruck aufbauen kann. Vorzugsweise wird ein verzögerter
Druckaufbau in der Manschettenkammer gegenüber dem Pumpenausgangsdruck zur Steuerung
des Auslaßventils eingesetzt. Bevorzugt ist in einem Strömungsquerschnitt zwischen
Pumpe und Manschette eine Drossel vorgesehen.
[0022] Bevorzugt handelt es sich bei dem Absperrkörper um eine flexible Membran, die ein
erste Kammer von einer zweiten Kammer trennt und den Auslaß sperrt oder freigibt.
Die erste Kammer ist mit einem Drosseleinlaß und die zweite Kammer mit einem Drosselauslaß
verbunden und weist den Auslaß zur Umgebung auf. Wird die Pumpe eingeschaltet, so
kommt es aufgrund des rascheren Druckaufbaus in der ersten Kammer und der daraus resultierenden
Druckdifferenz der beiden Kammern zu einer Verstellung des Absperrkörpers, wodurch
der Auslaß gesperrt und ein Überdruck in der Manschette aufgebaut wird.
[0023] Die Drucksteuerung kann folglich lediglich einen einfachen Zeitgeber umfassen, der
die Pumpe in vorbestimmten Zeitintervallen ein- und ausschaltet.
[0024] Bevorzugt wird die Kammer der Manschette mit einem Druck zwischen etwa 20 und 100
mm Hg beaufschlagt, vorzugsweise in einem Bereich zwischen 25 und 80 mm Hg und insbesondere
zwischen 40 und 60 mm Hg. Der Druck wird innerhalb von 1 bis 10 Sekunden und vorzugsweise
innerhalb von 2 bis 5 Sekunden aufgebaut und anschließend rasch, beispielsweise in
höchstens 5 Sekunden, vorzugsweise in höchstens 3 Sekunden und insbesondere innerhalb
von höchstens 1 Sekunde, abgebaut. Dabei wird die Pumpe zwischen 1 und 15 Mal pro
5 Minuten und bevorzugt zwischen 1 und 5 Mal pro Minute betätigt.
[0025] Zur besonders bedienerfreundlichen Gestaltung der Vorrichtung können mehrere, mittels
Schalter auswählbare Festprogramme vorgegeben sein.
[0026] Aufgrund ihres einfachen, handlichen Aufbaus kann die erfmdungsgemäße Vorrichtung
vom Benutzer ständig mitgeführt und bei Bedarf angelegt werden, beispielsweise am
Arbeitsplatz, unterwegs auf Reisen, auch zu Hause vor dem Fernseher oder während des
Schlafs. Sie kann völlig unauffällig verwendet werden. Durch die hohe Verfügbarkeit
wird eine wirkungsvolle Thromboseprophylaxe ohne therapeutische Maßnahmen möglich.
[0027] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren
beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
- Figur 2
- einen Druckverlauf und die zugehörige Pumpenaktivität,
- Figur 3
- Pumpenkennlinien,
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und
- Figur 5
- zwei Meßkurven (a) und einen daraus berechneten Kurvenverlauf (b), die in medizinischen
Versuchen gewonnen wurden.
[0028] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung. Diese umfaßt eine Pumpe 1 mit einem
Einlaß 7 zur Umgebung und eine Manschette 2 mit einer aufblasbaren Kammer, welche
um eine menschliche Extremität, insbesondere in einem Wadenbereich, angelegt wird.
Die Pumpe 1 ist über eine Verbindungsleitung 6 mit der Manschette 2 verbunden, deren
Länge von der Art der Halterung der Pumpe 1 abhängig ist und möglichst kurz gehalten
wird.
[0029] Die Manschette 2 ist in der Art einer von der Blutdruckmessung her bekannten Manschette
ausgebildet. Sie kann einen Textilüberzug aufweisen, um etwaige Irritationen der Haut
zu vermeiden. Die Manschette 2 ist mit einem Bügel 9 zum Durchziehen und Umklappen
und einem Klettverschluß 8 versehen, derart, daß sie wahlweise ans linke oder rechte
Bein angelegt werden kann. Im abgerollten Zustand besitzt der die Kammer bildende
Bereich der Manschette 2 eine einfache Rechteckform.
[0030] Die Manschette 2 weist eine wirksame Breite B auf zwischen 5 cm und 25 cm, vorzugsweise
zwischen 8 und 20 cm; im Ausführungsbeispiel ist sie 15 cm breit. Die wirksame Breite
der Manschette 2, d. h. die bedruckbare Breite, ist in guter Nährung gleich der Gesamtbreite
der Manschette 2.
[0031] Eine Steuereinheit 5 mit einem Mikroprozessor und einem Zeitgeber steuert die Pumpe
1 nach einem vorgegebenen Programm. Eine die Steuereinheit 5 umfassende Drucksteuereinrichtung
weist ferner ein gesteuertes elektromechanisches Auslaßventil 3 zum Ablassen von Luft
aus der Manschettenkammer in die Umgebung und einen Drucksensor 4 zum Messen des Manschettenkammerdrucks
auf, zweckmäßigerweise ein kapazitativer Drucksensor oder ein Halbleiter-Dehnungsmeßstreifen
in einer Wheatstone-Brückenschaltung, die jeweils mit der Steuereinheit 5 verbunden
sind. Das Auslaßventil und auch der Drucksensor können in der Manschette 2 integriert
sein. Die Drucksteuerung erfolgt durch die Steuereinheit 5. In einer komplexeren Konfiguration
könnte auch eine Druckregelung vorgesehen sein.
[0032] Die Manschette 2 als solche bildet die bedruckbare Kammer, so daß keine Randabdichtung
zur umschlungenen Oberfläche erforderlich ist. Die Manschette 2 mit der Pumpe 1 und
den erforderlichen Verbindungen ist somit bei geschlossenem Auslaßventil ein geschlossenes
Drucksystem.
[0033] Figur 2 zeigt, aufgetragen gegen die Zeit, die Ansteuerung der Pumpe und den in der
aufblasbaren Kammer der Manschette herrschenden Druck.
[0034] Um die aufblasbare Kammer der Manschette 2 mit Druck zu beaufschlagen, wird die Pumpe
1, wie im unteren Teil von Fig. 2 dargestellt, während eines Zeitintervalls t
2 eingeschaltet. Vorzugsweise beträgt dieses Zeitintervall etwa 2 bis 10 Sekunden.
Zu diesem Zeitpunkt wird der Auslaß zur Umgebung über das Auslaßventil 3 gesperrt.
Mit dem Abschalten der Pumpe 1 gibt das Auslaßventil 3 entweder sofort den Auslaß
frei oder erst nach einer kurzen Verzögerung. Die Freigabe kann auch in Abhängigkeit
von einem Ausgangssignal des Drucksensors 4 oder von einem der Größe des Motorstroms
entsprechenden Signal erfolgen. Nach der Freigabe baut sich der Überdruck in der Manschettenkammer
während eines Zeitintervalls t
3 wieder in etwa auf den Umgebungsdruck ab. Vorzugsweise ist dieses Zeitintervall kürzer
als das Zeitintervall t
2, was durch die Auslegung der in Betracht kommenden Strömungsquerschnitte gewährleistet
wird.
[0035] Nach Ablauf eines Zeitintervalls t1 wird die Pumpe 1 wieder betätigt, wodurch sich
gemäß dem vorstehenden Ablauf in der Manschettenkammer erneut ein Überdruck aufbaut.
Vorzugsweise wiederholt sich dieser Zyklus zwischen einem und fünf Mal pro 5 Minuten
entsprechend der Programmierung der Steuereinheit 5.
[0036] In der Ruhestellung des Auslaßventils 3 steht die Manschettenkammer über das Auslaßventil
3 mit der Umgebung in Verbindung, so daß das Auslaßventil 3 nur während des vergleichsweise
kurzen Zeitintervalls t
2 aktiv betätigt wird.
[0037] Die aufblasbare Kammer der Manschette 2 kann in ihrer Länge- und/oder Breite segmentiert
sein, damit sie sich der Extremität besser anpaßt. Jedoch ist die Kammer insgesamt
als Einkammersystem ausgebildet, so daß sich in den mehreren Kammersegmenten ein einheitlicher
Druck ausbildet.
[0038] Bei der Pumpe handelt es sich um eine Membranpumpe, wie sie beispielsweise von OKEN
SEIKO CO., LTD., TOKYO, Japan, in den Typen P23B, P23E, P36B oder P36C hergestellt
wird. Bevorzugte Kenndaten sind: Spannung 2-7 V, Strom 50-400 mA, Leerlaufpumpleistung
0.5-2 1/min.. Zur Versorgung ist die Pumpe mit einem Batterieoder Akkureservoir verbunden
(netzunabhängiger Betrieb); es kann zusätzlich oder stattdessen eine Anschlußmöglichkeit
zur externen Spannungsversorgung vorgesehen sein (Netzbetrieb).
[0039] In Fig. 3 sind Kennlinien einer bevorzugten Miniaturpumpe eingetragen. Die maximale
Pumpenförderrate beträgt etwa 0.81/min bei einem Gegendruck P bzw. Kammerüberdruck
von 0 mmHg. Von diesem Maximalwert sinkt die Förderrate Q entlang der Kenn-linie bis
auf den Wert 0 bei einem Gegendruck P von 550 mmHg. Der maximale Stromverbrauch I
tritt bei einem Gegendruck P von 200 mmHg auf und verläuft über den Pumpenarbeitsbereich
entlang der hierfür eingetragenen Kennlinie I.
[0040] Die Pumpe, die Energiequelle und die Drucksteuereinrichtung sind in einer Box aufgenommen,
die vorzugsweise unmittelbar an der Manschette lösbar mit Hilfe eines Klettverschlusses
befestigt ist. Bei einer anderen Ausführungsform wird die Pumpe mittels eines elastischen
Bandes mit Klettverschluß an der Extremität nahe der Manschette angelegt. Bei einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Pumpe in einer an der Manschette ausgebildeten
Außentasche aufgenommen.
[0041] Die Verbindungsleitung 6 ist im Ausführungsbeispiel ein Kunststoffschlauch, der über
ein Schlauchübergangsstück lösbar oder fix mit der Pumpe oder der Manschette verbunden
ist. Die Verbindungsleitung 6 kann eine Bajonettverbindung, eine Velcro-Kopplung oder
andere geeignete Kopplungen umfassen, um Pumpe und Manschette voneinander zu trennen,
beispielsweise zum Zwecke eines Austausches. Sie kann durch solche Kopplungen selbst
gebildet werden.
[0042] In der Manschettenkammer wird vorzugsweise ein Überdruck zwischen 40 und 60 mm Hg
aufgebaut. Das Zeitintervall t
1 beträgt zwischen etwa 1 und 3 Minuten.
[0043] Der Benutzer kann in einer Ausführungsvariante zwischen zwei Druckniveaus und zwei
Wiederholfrequenzen wählen, vorzugsweise 40 oder 60 mm Hg Überdruck und einer oder
fünf Wiederholungen pro Minute, wobei das Programm mit Hilfe eines Schalters oder
Tasters gewählt wird.
[0044] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, in
der statt eines elektromechanischen, von einer Steuereinheit angesteuerten Auslaßventils
ein rein mechanisches Auslaßventil mit bereits integriertem Drucksensor eingesetzt
wird. In der Figur geben gleiche Bezugszeichen gleiche, vorstehend bereits beschriebene
Bauteile an.
[0045] Zur Drucksteuerung dient eine parallel zur Verbindung 6a, 6b und 6c zwischen Pumpe
1 und Manschette 2 geschaltete Kammer 20, die von einem Absperrkörper 22 in zwei voneinander
druckdicht getrennte Teilkammern 24 und 25 unterteilt wird. Die erste Teilkammer 24
kommuniziert über den Verbindungsabschnitt 6a mit der Pumpe 1, und die zweite Teilkammer
25 kommuniziert über den Verbindungsabschnitt 6c mit der Manschette 2. Im Vergleich
zum Verbindungsabschnitt 6a ist der Verbindungsabschnitt 6b, durch den auch die Teilkammern
24 und 25 miteinander verbunden sind, verengt. Der Abschnitt 6b bildet eine Drossel.
[0046] Der Absperrkörper 22 ist als elastische Membran geeigneter Stärke und Elastizität
ausgebildet, die den Kurzschluß von Manschette 2 und Pumpe 1 über die Teilkammern
24 und 25 unterbindet.
[0047] Um die Manschette intermittierend mit Druck zu beaufschlagen, wird die Pumpe 1 entsprechend
dem im unteren Teil von Figur 2 qualitativ dargestellten Zeitablauf angesteuert. Aufgrund
des verengten Strömungquerschnitts des Verbindungsabschnitts 6b baut sich nach Einschalten
der Pumpe 1 im Zeitintervall t
2 der Druck in der Teilkammer 24 rascher auf als in der Teilkammer 25. In der Teilkammer
25 herrscht der Druck der Manschettenkammer. Durch die resultierende Druckdifferenz
über den Absperrkörper 22 wird dieser in seine erste Stellung, in Fig. 4 nach rechts,
gewölbt und sperrt den Auslaß 21. Nachdem über den Verbindungsabschnitt 6b verzögert
im wesentlichen ein Druckausgleich in Bezug auf die Teilkammern 24 und 25 gegen Ende
des Zeitintervalls t
2 nahezu vollständig abgeschlossen ist, hebt die Membran 22 vom Auslaß 21 wieder ab
und gibt die Verbindung zur Umgebung frei, um den in der Manschette 2 aufgebauten
Überdruck, bei Erreichen eines vorgegebenen Druckniveaus wieder abzulassen. Hierdurch
kommt es zu dem im oberen Teil von Figur 2 dargestellten sigmoiden Verlauf des Drucks
im Zeitintervall t
3.
[0048] Die beschriebene Drucksteuerung wird durch Vorspannung des Absperrkörpers 22 weg
vom Auslaß 21 bewirkt, insbesondere durch die Wahl der elastischen Rückstellkraft
des Absperrkörpers. Bevorzugt wird eine Anordnung des Absperrkörpers, bei der der
Auslaß 21 in der Einbaulage des Absperrkörpers freigegeben ist.
[0049] Statt der Ausbildung als Membran kann als Absperrkörper 22 auch eine an einer nachgiebigen
Trennwand angebrachte Kugel vorgesehen sein, die gehaltert ist und den Auslaß 21 nur
gegen die Kraft einer Feder sperrt.
[0050] Zum Nachweis der Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wurden Versuche an
einer Gruppe von gesunden Probanden durchgeführt, bei denen die Zunahme der Blutdurchflußmenge
in hautnahen Venen des Oberschenkels unter Verwendung von Dopplerecho-Verfahren (echo
tracking) in Kombination mit einem CW-Dopplerverfahren gemessen wurde. Hierzu wurde
an ein und derselben Körperstelle der genaue Venendurchmesser kontinuierlich gleichzeitig
mit der zeitlich gemittelten, mittleren Blutdurchflußgeschwindigkeit gemessen, um
den Blutfluß über einen längeren Zeitraum zu berechnen.
[0051] Zur Messung der in Fig. 5 gezeigten Kurven wurde die Manschette in Intervallen von
20 Sekunden mit Druck beaufschlagt, wie deutlich anhand der Spitzen in den Meßkurven
erkennbar. Fig. 5 (a) zeigt den gemessenen Venendurchmesser und die Strömungsgeschwindigkeit,
während Fig. 5 (b) die daraus berechnete Blutdurchflußrate darstellt.
[0052] In einer Serie von Versuchen wurden die Probanden sowohl in aufrechter als auch in
sitzender Position untersucht. In der sitzenden Position kam es aufgrund des erhöhten
hydrostatischen Drucks zu der bekannten Weitung der Venen im Wadenbereich. Die nachfolgende
Tabelle faßt die Versuchsergebnisse für drei verschiedene Druckamplituden (25, 40
und 60 mm Hg) zusammen (Abweichungen in Standardabweichungen):
| Position |
Pumpendruck (mm Hg) |
Basislinie |
max. Strömung (Änderung in %) |
Amplitude (ml/min) |
| aufrecht |
25 |
100 % |
101 % |
157 ± 21 |
| aufrecht |
40 |
100 % |
176 % |
300 ± 55 |
| aufrecht |
60 |
100 % |
580 % |
564 ± 88 |
| sitzend |
25 |
100 % |
1867 % |
1102 ± 246 |
| sitzend |
40 |
100 % |
1306 % |
1144 ± 258 |
| sitzend |
60 |
100 % |
1228 % |
1130 ± 183 |
[0053] Die Ergebnisse zeigen, daß in der aufrechten Position ein Druckeffekt vorliegt. Daß
mit einer solch einfachen und kostengünstigen Vorrichtung ein Druckeffekt erzielt
werden kann, ist überraschend. Die maximale Zunahme der Blutdurchflußmenge wurde beim
höchsten Pumpendruck erzielt, während in der sitzenden Position kein Druckeffekt beobachtet
werden konnte. Folglich ist in der sitzenden Position auch ein niedriger Pumpendruck,
von beispielsweise 25 mm Hg, ausreichend, um den venösen Blutstrom in Richtung des
Herzens anzutreiben. Der geeignete, an die Manschette anzulegende Druck und der durch
die intermittierende Kompression resultierende Massageeffekt kann deshalb vom Benutzer
so gewählt werden, wie er es als angenehm empfindet.
[0054] Es wurde auch die Wirkung einer intermittierenden Kompression auf das Volumen des
Wadenbereichs abgeschätzt, wobei die Probanden vier Stunden lang unbeweglich in einer
sitzenden Position verbrachten. Wie die nachstehende Tabelle zeigt, wurde trotz einer
völligen Immobilität der Probanden keine Volumenzunahme beobachtet. (In der folgenden
Tabelle werden die Abweichungen als Standardabweichungen angegeben.)
| Pumpendruck: 60 mm Hg |
Volumen(ml) um 8 Uhr |
Volumen(ml) um 12 Uhr |
Volumenänder ung (ml) |
| mittlerer Wadenbereich, mit externer Kompression |
4076 ± 4 |
3959 ±4 |
-117 ± 4 |
| mittlerer Wadenbereich, ohne externe Kompression |
4061 ± 4 |
4138 ±5 |
+76 ± 3 |
[0055] Dieses Ergebnis zeigt, daß keine Extravasation von Flüssigkeit unterhalb des Druckniveaus
erfolgt. Andererseits konnte nach der vierstündigen Versuchszeit eine leichte Abnahme
des Wadenvolumens beobachtet werden.
[0056] Nachfolgend sollen drei besonders bevorzugte Anwendungsbereiche der Erfindung detailliert
angeführt werden.
[0057] Eine erste bevorzugte Anwendung betrifft den Abbau von Streß und Ermüdungserscheinungen.
Weil im modernen Berufsleben Tätigkeiten überwiegend in sitzender oder statisch aufrechter
Position erfolgen, kommt es im Laufe eines Arbeitstages zum Anschwellen des unteren
Beinbereichs (Waden, Füße), was ein allgemeines Unwohlsein und vor allem bei älteren
Menschen Schmerzen hervorruft. Dieser Zustand wird, statt mittels Bewegung, häufig
medikamentös behandelt. Eine Alternative stellt das Tragen von Kompressionsstrümpfen
bzw. -bandagen dar, was jedoch von vielen Betroffenen aufgrund der durch ständigen
Hautkontakt der Bandage unter Druck hervorgerufenen Hautirritation als unangenehm
empfunden wird.
[0058] Durch das Gefühl "schwerer", angeschwollener Waden kommt es bei vielen Menschen zum
Gefühl einer inneren Unruhe und zu Streßphänomenen.
[0059] In solchen Situationen bietet sich aufgrund ihrer einfachen Handhabbarkeit die Verwendung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung an. Hierzu wird die Manschette am Wadenbereich angelegt
und die intermittierende Kompression durch Einschalten der Pumpe oder ihrer Steuerung
ausgelöst. Durch die erfindungsgemäße Auslegung insbesondere als handliche, portable,
netzunabhängige Vorrichtung kann die Anwendung in alltäglichen Situationen je nach
Bedarf erfolgen, beispielsweise auf der Arbeit, auf der Autofahrt ins Büro, auf Reisen,
beispielsweise im Flugzeug oder im Zug oder zu Hause.
[0060] Durch die intermittierende Kompression wird nicht nur der Rücktransport von venösem
Blut angeregt, sondern auch der Rücktransport von Lymphflüssigkeit, die Reabsorption
von Ultrafiltrat in das venöse System und der Übergang von proteinreichen Flüssigkeiten
durch Gewebespalten in einem Ödem, wodurch es zu einer allgemeinen Entgiftung des
Organismus und zum Abbau von Schwellungen kommt.
[0061] Eine weitere bevorzugte Anwendung zielt auf die Prophylaxe von Venenthrombosen. Es
ist bekannt, daß es bei Bewegungsmangel, etwa bei sitzender Tätigkeit oder postoperativ
bei Bettruhe, gerade im Bereich der Waden bzw. unteren Extremitäten aufgrund kleinerer
Verletzungen oder teilweise spontan zur Koagulation von Blut kommt. Blutklümpchen
verstopfen die Blutgefäße und können, wenn einmal in den Lungenbereich mitgerissen,
zu lebensbedrohlichen Embolien führen. Immer dort, wo venöses Blut nicht rasch genug
abtransportiert wird sondern sich staut, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Blutkoagulation
aufgrund des geänderten Blutgerinnungsverhaltens größer.
[0062] Als Gegenmaßnahmen wird gerade nach Operationen üblicherweise zur Antikoagulation
Heparin in regelmäßigen Intervallen verabreicht und das Tragen von Kompressionsstrümpfen
verordnet. Aufgrund des sehr einfachen, preisgünstigen und handlichen Aufbaus der
erfindungsgemäßen Vorrichtung stellt jedoch die intermittierende Kompression eine
echte Ergänzung oder gar Alternative zu diesen Maßnahmen dar. Durch die Wiederanregung
des venösen Blutrücktransports stellt sich wieder ein verbessertes Blutgerinnungsverhalten
ein und werden kleinere Blutgerinsel wieder aufgelöst (Fibrinolyse).
[0063] Für den Erfindungsgegenstand sind keine Gegenindikationen zu erwarten, außer bei
Personen, bei denen periphere arterielle Blutgefäße verstopft sind (mit Gefäßdrücken
unterhalb von 80 mm Hg). Gegen die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sprechen
auch keine sonstigen Sicherheitserwägungen, so daß die Vorrichtung zur Selbstbehandlung
von Patienten, wie vorstehend angeführt, eingesetzt werden kann.
1. Vorrichtung zur Verwendung als ohne weiteres transportable für einen mobilen Einsatz
geeignete Vorrichtung zur intermittierenden Kompression menschlicher Extremitäten
zur Unterstützung eines Rücktransports von Körperflüssigkeit in Richtung des Herzens,
gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden Merkmale:
a) Die Vorrichtung umfasst eine an eine Extremität anzulegende Manschette (2),
b) einen Miniatur-Druckerzeuger (1) für eine intermittierende Druckbeaufschlagung
der Manschette (2) mit einem gegen Atmosphärendruck gemessenen Maximaldruck zwischen
20 mm Hg und 100 mm Hg, der unmittelbar an der Manschette (2) angebracht ist, wobei
c) die Manschette (2) in Richtung des Rücktransports nur eine Breite (B) von höchstens
25 cm aufweist und
d) als Einkammersystem ausgebildet ist,
e) und eine Steuereinheit (5) die den Druckerzeuger (1) ein- und ausschaltet und
dadurch die Manschette (2) mit einer vorgegebenen oder vorgebbaren Druckamplitude und einer
vorgegebenen oder vorgebbaren Wiederholfrequenz mit Druck beaufschlagt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (2) einer für Blutdruckmessungen verwendeten Manschette entspricht.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckerzeuger (1) eine Rollerpumpe ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Drucksteuereinrichtung, die bei Überschreiten eines vorgegebenen Überdrucks
in einer Manschettenkammer diese Manschettenkammer mit der Umgebung verbindet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucksteuereinrichtung ein Auslassventil (21, 22) umfasst, das für die Manschette
(2) einen Überdruckauslass bildet, der ständig geöffnet ist, außer, wenn der Druckerzeuger
(1) die Manschette (2) mit Druck beaufschlagt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucksteuereinrichtung eine Drossel (6b) in einer Verbindung (6) zwischen dem
Druckerzeuger (1) und der Manschette (2) und ein Auslassventil (21, 22) mit einem
Absperrkörper (22) aufweist, der in einer ersten Stellung einen Auslass (21) zur Umgebung
freigibt und in einer zweiten Stellung sperrt, wobei der Absperrkörper (22) diese
Stellungen in Abhängigkeit von einer Druckdifferenz zwischen einem Ein- und einem
Auslass der Drossel (6b) einnimmt.
7. Vorrichtung nach einem Ansprüche der vorhorgehenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (5) zur Änderung der Druckamplitude und/oder Wiederholfrequenz
ausgelegt ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (2) zwischen einem und zehn Mal pro Minute mit Druck beaufschlagt
wird.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (2) zwischen einem und fünfzehn Mal pro fünf Minuten mit Druck beaufschlagt
wird.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckerzeuger (1) von der Manschette (2) abkoppelbar ist, vorzugsweise mittels
einer Schnellschlussverbindung.
1. A device for use as a readily portable device, suitable for mobile use, for compressing
human extremities intermittently in order to assist the return of body fluid towards
the heart,
characterised by the combination of the following features:
a) the device comprises a cuff (2) to be applied to an extremity; and
b) a miniature pressure generator (1) for intermittently pressurising the cuff (2),
with a maximum pressure measured relative to atmospheric pressure of between 20 mmHg
and 100 mmHg which is applied directly to the cuff (2), wherein
c) said cuff (2) comprises, in the return direction, a width (B) of only 25 cm at
most, and
d) is configured as a single-chamber system;
e) a controller (5), which switches said pressure generator (1) on and off, thereby
pressurising the cuff (2) with a defined or definable pressure amplitude and a defined
or definable repetition frequency.
2. The device as set forth in claim 1, characterised in that said cuff (2) corresponds to a cuff as used for measuring blood pressure.
3. The device as set forth in any one of the preceding claims, characterised in that said pressure generator (1) is a roller pump.
4. The device as set forth in any one of the preceding claims, characterised by a pressure control means which connects a cuff chamber to the atmosphere when the
pressure in said cuff chamber exceeds a defined overpressure.
5. The device as set forth in claim 4, characterised in that said pressure control means comprises an outlet valve (21, 22) which forms an overpressure
outlet for said cuff (2), said overpressure outlet being permanently open, except
when said pressure generator (1) pressurises said cuff (2).
6. The device as set forth in any one of the preceding claims, characterised in that said pressure control means comprises a restrictor (6b) in a conduit (6) between
said pressure generator (1) and said cuff (2), and an outlet valve (21, 22) with a
stopper (22) which, in a first position, releases an outlet (21) to the atmosphere,
and in a second position, blocks said outlet, said stopper (22) assuming these positions
as a function of a difference in pressure between an inlet and an outlet of said restrictor
(6b).
7. The device as set forth in any one of the preceding claims, characterised in that said controller (5) is designed to vary said pressure amplitude and/or repetition
frequency.
8. The device as set forth in any one of the preceding claims, characterised in that said cuff (2) is pressurised between one and ten times per minute.
9. The device as set forth in any one of the preceding claims, characterised in that said cuff (2) is pressurised between one and fifteen times per five minutes.
10. The device as set forth in any one of the preceding claims, characterised in that said pressure generator (1) can be uncoupled from said cuff (2), preferably by means
of a quick-release fastener.
1. Mécanisme destiné à être utilisé en tant que mécanisme, approprié pour une mise en
oeuvre mobile, transportable sans difficulté, pour la compression intermittente d'extrémités
humaines, pour soutenir un reflux de liquide corporel en direction du coeur,
caractérisé par la combinaison des caractéristiques suivantes :
a) le mécanisme comprend une manchette (2), à appuyer sur une extrémité
b) un générateur de pression miniature (1) pour une alimentation en pression intermittente
de la manchette (2) avec une pression maximale, mesurée par rapport à la pression
atmosphérique, entre 20 mm Hg et 100 mm Hg, qui est appliquée directement sur la manchette
(2), moyennant quoi
c) la manchette (2) ne présente, dans la direction du reflux, qu'une largeur (B) d'au
plus 25 cm et
d) est constituée en tant que système à chambre unique,
e) et une unité de commande (5), qui met en et hors circuit le générateur de pression
(1) et, de ce fait, alimente en pression la manchette (2) avec une pression d'une
portée prédéterminée ou pouvant être prédéterminée et une fréquence de répétition
prédéterminée ou pouvant être prédéterminée.
2. Mécanisme selon la revendication 1, caractérisé en ce que la manchette (2) correspond à une manchette, utilisée pour les mesures de pression
sanguine.
3. Mécanisme selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le générateur de pression (1) est une pompe à rouleaux.
4. Mécanisme selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un dispositif de commande de pression, qui, en cas de dépassement d'une surpression
prédéterminée dans une chambre de manchette, relie cette chambre de manchette à l'air
ambiant.
5. Mécanisme selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de commande de pression comprend une soupape de décharge (21,22), qui
forme une décharge de surpression pour la manchette (2), qui est ouverte en permanence,
sauf quand le générateur de pression (1) alimente la manchette (2) en pression.
6. Mécanisme selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande de pression présente un restricteur (6b) dans une jonction
(6) entre le générateur de pression (1) et la manchette (2) et une soupape de décharge
(21, 22) avec un organe d'arrêt (22), qui, dans une première position, libère une
décharge (21) dans l'air ambiant et, dans une deuxième position, la bloque, l'organe
d'arrêt (22) occupant ces positions en fonction d'une différence de pression entre
une admission et une évacuation du restricteur (6b).
7. Mécanisme selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande (5) est conçue pour modifier l'amplitude de la pression et /
ou la fréquence de répétition.
8. Mécanisme selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la manchette (2) est alimentée en pression entre une et dix fois par minute.
9. Mécanisme selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la manchette (2) est alimentée en pression entre une et quinze fois par cinq minutes.
10. Mécanisme selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le générateur de pression (1) peut être désaccouplé de la manchette (2); de préférence
au moyen d'un raccord à fermeture rapide.