[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Drehband für Türen oder Fenster, mit einem an
einem Flügel anzuschlagenden Flügelband, das mit einer Gelenkachse an einem an einem
Blendrahmen zu befestigenden Rahmenband angelenkt ist, mit einer in das Flügelband
integrierten, horizontale Flügelverstellung gestaltenden Seitenverstelleinrichtung,
und mit einer vertikalen Flügelverstellung gestaltenden Höhenverstelleinrichtung.
[0002] Drehbänder dienen als Verbindungselemente zwischen dem Flügel und dem Blendrahmen.
Sie ermöglichen das Schwenken des Flügels am Blendrahmen. Außerdem müssen sie dazu
geeignet sein, das Türblatt im Verhältnis zum Blendrahmen justieren zu können. Herkömmliche
und allgemein bekannte Drehbänder mit den eingangs genannten Merkmalen sind so ausgebildet,
daß die horizontale Flügelverstellungen gestattenden Seitenverstelleinrichtungen im
Flügelband integriert sind, die vertikale Flügelverstellung gestattenden Höhenverstelleinrichtungen
jedoch im Rahmenband. Das ist in mehrfacher Hinsicht nachteilig. Beispielsweise wird
das Flügelband in Bezug auf das Rahmenband bei einer Höhenverstellung der Verstellhöhe
entsprechend verlagert. Es entstehen Spalte, die der Verstellhöhe entsprechend unterschiedlich
groß sind. Infolgedessen ist ein einheitliches Erscheinungsbild des Drehbandes bei
den möglichen unterschiedlichen Höhenpositionen nicht möglich. Insbesondere bei größeren
Höhenverstellungen ist es notwendig den Spalt abzudecken, was zusätzlichen konstruktiven
Aufwand bedeutet. Ferner wird die Gelenkachse bei einer Höhenverstellung des Flügelbandes
aus dem Rahmenband nach oben herausgeschoben. Dadurch wird die Überlappung zwischen
der Gelenkachse und dem Rahmenband geringer. Der Halt der Gelenkachse im Rahmenband
wird damit entsprechend verringert. Eine weitere Besonderheit des bekannten Drehbandes
ist es, das es zu Verstellzwecken einen Spindelschlitten aufweist, der Stifte und
Schrauben hat, die in den Flügel eingreifen, jedoch dazu einen Anlagelappen des Flügelbandes
durchsetzen, damit letzteres mit dem Spindelschlitten am Flügel festgeklemmt werden
kann. Infolgedessen sind die Stifte und Schrauben nicht über ihre gesamte Länge geführt,
was ein Kippen der ungeführten Schrauben und Stifte insbesondere bei höheren oder
stoßartigen Belastungen zur Folge haben kann, wodurch das Flügelband seine definierte
Position verläßt und entsprechend abkippt.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Drehband mit den eingangs
genannten Merkmalen dahingehend zu verbessern, daß das Flügelband bei einer Justierung
des Flügels dienenden Verstellvorgängen seine relative Stellung zum Rahmenband nicht
verändert und eine sichere Halterung des Flügelbandes am Flügel gewährleistet bleibt.
[0004] Die vorgenannte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Höhenverstelleinrichtung gemeinsam
mit der Seitenverstelleinrichtung in das Flügelband integriert ist.
[0005] Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß die Integration der Höhenverstelleinrichtung
in das Flügelband, und zwar gemeinsam mit der Seitenverstelleinrichtung, eine entsprechende
Entlastung des Rahmenbandes und/oder der Gelenkachse bezüglich irgendwelcher konstruktiver
Ausbildungen aus den Gründen einer Höhen- und/oder Seitenverstellung ermöglicht. Es
kann also beispielsweise eine herkömmliche Gelenkachse zum Einsatz kommen und das
Rahmenband kann ebenfalls in herkömmlicher Weise ausgebildet sein. Eine relative Höhenverstellung
zwischen Flügelband und Rahmenband wird vermieden. Zwischen beiden entsteht kein Spalt,
der abgedeckt werden müßte. Die Gelenkachse wird nicht aus dem Rahmenband nach oben
heraus geschoben, so daß sich eine entsprechende Destabilisierung des Drehbandes ergeben
könnte. Im Flügelband können die Höhenverstelleinrichtung und die Seitenverstelleinrichtung
so integriert werden, daß sich eine vorteilhafte Konstruktion ergibt, grundsätzlich
auch hinsichtlich eines Vermeidens eines Abkippens des Flügelbandes am Flügel.
[0006] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des Drehbandes wird dadurch erreicht, daß
die Höhen- und Seitenverstelleinrichtungen mit einer am Flügel befestigten Halteplatte
zusammenwirken. Die Halteplatte kann den Befestigungsanforderungen des Flügelbands
entsprechend am Flügel festgelegt werden. Sie liegt dabei unmittelbar am Flügel an,
spannt selbst also keine weiteren Teile des Flügelbandes zwischen sich und dem Flügel
ein, um eine Befestigung des Flügelbandes zu erreichen. Die Anschlagposition der Halteplatte
am Flügel bestimmt infolgedessen unmittelbar die Positionierung der Höhen- und der
Seitenverstelleinrichtungen. Daher sind nur vorbestimmte Bauteiltoleranzen maßgeblich
für eine etwaige Abweichung einer Position des Flügelbandes von einer Sollposition.
Derartige Abweichungen sind konstruktiv beherrschbar. Es kann nicht geschehen, daß
die Halteplatte abkippt oder gar ein unbefugter Zugriff zu Befestigungsmitteln der
Halteplatte am Flügel wegen freiliegender Schrauben eröffnet wird.
[0007] Es ist zu bevorzugen, daß die Halteplatte als Anschraubplatte ausgebildet ist. Anschraubtechnik
ist allgemein geläufig und wird mit geringem Werkzeugaufwand beherrscht. Die Befestigungsmittel,
nämlich Befestigungsschrauben, können wesentlich zur Lastabtragung des Flügels auf
das Flügelband beitragen.
[0008] Das Drehband kann sich dadurch auszeichnen, daß die Halteplatte eine erste Führungsbahn
hat, die sich quer zu einer Höhenverstellbahn der Höhenverstelleinrichtung erstreckt,
und daß die Halteplatte eine zweite Führungsbahn hat, die sich quer zu einer Seitenverstellbahn
der Seitenverstelleinrichtung erstreckt. Die Höhenverstellbahn und die Seitenverstellbahn
gewährleisten Höhen- bzw. Seitenverstellungen, ohne dabei die andere Verstelleinrichtung,
also die Seitenverstelleinrichtung bzw. die Höhenverstelleinrichtung in irgendeiner
Weise beeinflussen zu müssen. Die Verstelleinrichtungen beeinträchtigen einander gegenseitig
nicht. Bei dem hier vorliegenden Drehband können also alle Stellungen des Flügels
in der Flügelebene mittels Einflußnahme auf die Höhen- und/oder auf die Seitenverstelleinrichtung
im Rahmen der konstruktiv vorgegebenen Einstellgrenzen erreicht werden. Dabei ist
es nicht zwingend notwendig, daß die Elemente der Verstelleinrichtungen entweder horizontal
oder vertikal angeordnet sind. Es ist vielmehr auch möglich, sie zur Horizontalen
und zur Vertikalen schräg anzuordnen. Dabei ist es auch nicht zwingend, daß der Winkel
zwischen den Elementen ein rechter ist. Gründe für ein Abweichen der Verstellrichtungen
von der Horizontalen und/oder von der Vertikalen können beispielsweise darin zu sehen
sein, daß der Flügel eine vorzugsweise schräge Abkipprichtung aufweist, die möglichst
mit einer einzigen Verstelleinrichtung beherrscht werden soll.
[0009] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Drehbandes wird dadurch erreicht, daß eine Führungsbahn
von zwei Führungsleisten gebildet ist, die in derselben Ebene mit Abstand von der
Halteplatte aufeinander zu weisen. Die Führungsleisten gewährleisten lineare Verstellungen
der Höhen- bzw. Seitenverstelleinrichtungen. Außerdem ermöglichen sie eine einfache
konstruktive Ausgestaltung der Halteplatte, verbunden mit einfacher Herstellbarkeit
und Zuverlässigkeit.
[0010] Eine vorteilhafte Kopplung zwischen der Halteplatte und dem Flügelband ergibt sich
durch eine Ausbildung des Drehbands dahingehend, daß die Höhen- und die Seitenverstelleinrichtung
jeweils einen mit der Halteplatte gekoppelten und das Flügelband beaufschlagenden
Verstellkörper haben, der in die Halteplatte quer zu einer Verstellbahn verschieblich
eingreift. Die Höhenverstelleinrichtung hat also einen ausschließlich ihr zugeordneten
Verstellkörper, wie auch die Seitenverstelleinrichtung. Beide sind nebeneinander angeordnet
und wirken quasi parallel, so daß das Drehband infolgedessen flach bauen kann. Konstruktive
und funktionsmäßige Beeinflussungen der Höhen- und der Seitenverstelleinrichtung sind
ausgeschlossen.
[0011] Das Drehband kann zweckmäßigerweise dahingehend ausgestaltet sein, daß die beiden
Verstellkörper in je einer Führungsausnehmung einer Führungswand des Flügelbandes
angeordnet sind und diese hintergreifen. Die Führungswand des Flügelbands wird hierdurch
zum zentralen Einbaubereich der Verstellkörper in das Flügelband. Auch das trägt zu
einer kompakten und damit auch stabilen Ausführung des Drehbandes bei. Zugleich wird
durch das Hintergreifen der Führungswand mit den Verstellkörpern erreicht, so daß
die Führungswand und damit das Flügelband in einer vorbestimmten Position zum Flügel
gehalten werden kann. Ein Abrücken des Flügelbandes vom Flügel ist durch das Hintergreifen
ausgeschlossen.
[0012] Eine vorteilhafte Befestigungsmöglichkeit des Flügelbandes am Flügel wird dadurch
eröffnet, daß die Halteplatte in einer Ausnehmung des Flügelbandes angeordnet ist,
die etwas tiefer ist, als die Halteplatte dick ist. Infolgedessen zieht die Halteplatte
das Flügelband fest gegen den Flügel. Eine zusätzliche Befestigung des Flügelbandes
am Flügel oder an der Halteplatte ist nicht notwendig. Da die Halteplatte wegen der
Verstellkörper bzw. wegen des Flügelbandes im übrigen vergleichsweise groß ausgebildet
werden kann, ist die Gefahr eines Verkippens oder Lösens der Halteplatte recht gering.
[0013] Damit das Flügelband sowohl für Rechtsanschlag angewendet werden kann, wie auch für
Linksanschlag, wird das Drehband so ausgestaltet, daß beidseitig einer Führungswand
des Flügelbandes eine eine Halteplatte aufnehmende Ausnehmung ausgebildet ist.
[0014] Um eine kompakte und massive Bauweise des Drehbands zu erreichen, kann es so ausgebildet
werden, daß die Führungswand Durchgriffsöffnungen zu Befestigungsstellen der Halteplatte
aufweist. Die Durchgriffsöffnungen fluchten mit den Befestigungsstellen der Halteplatten
in einer vorgestimmten Stellung oder in einem vorbestimmten Bereich von Stellungen.
Letzteres ist vorteilhaft, da dann keine Verstellung des Flügelbandes vorgenommen
werden muß, um die Befestigungsstellen der Halteplatte zu erreichen. Letzteres wäre
notwendig, wenn die Verstellung des Flügelbandes nicht ohne Lösen der Befestigungsstellen
durchgeführt werden kann.
[0015] Im Sinne einer kompakten Ausbildung des Drehbands wird dieses so ausgestaltet, daß
die Ausnehmung um die Verstellwege des Flügelbandes größer dimensioniert ist, als
die Halteplatte. In diesem Fall kann die Verstellung des Flügelbands entsprechend
begrenzt werden, da dieses nach Erreichen eines maximalen Verstellwegs an der Halteplatte
zur Anlage kommt.
[0016] Eine zweckmäßige Ausbildung des Drehbands im Hinblick auf seine Verstellbarkeit wird
dadurch erreicht, daß als Verstellmittel eines Verstellkörpers eine Verstellschraube
mit auf dem Schraubenschaft verstellbarer Verstellmutter vorhanden ist, die in dem
Verstellkörper formschlüssig einliegt, und daß ein Schraubenkopf im Flügelband drehbar,
aber axial unverschieblich gelagert ist. Die Lagerung des Schraubenkopfs im Flügelband
kann so erfolgen, daß eine weitere Halterung der Verstelleinrichtung etwa im Bereich
der Verstellkörper nicht notwendig ist. Die Ausbildung der Verstellmutter kann den
gegebenen Eingriffsverhältnissen angepaßt werden.
[0017] Um die Verstellkörper im Flügelband in konstruktiv zweckmäßiger und einfacher Weise
zu führen, kann das Drehband so ausgebildet werden, daß die Verstellkörper Führungsflächen
aufweisen, die an Führungswandflächen des Flügelbandes und/oder an Führungsstegflächen
von an der Führungswand ausgebildeten Führungsstegen geführt sind. Besonders vorteilhaft
ist dabei eine zugleich erfolgende Führung sowohl an einer Führungswandfläche, wie
auch an einer Führungsstegfläche, da dann die Ausbildung der Führungsstege auf ein
Minimum beschränkt werden kann.
[0018] Weiterhin vorteilhaft ist es, das Drehband so auszubilden, daß die Halteplatte in
den Flügel eingreifende Laststifte aufweist. In diesem Fall können vor allem die Laststifte
die Flügellast auf das Drehband übertragen. Die Laststifte sind darüber hinaus dazu
geeignet, jegliche seitliche Verschiebung oder Verstellung der Halteplatte sicher
zu verhindern.
[0019] Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert. Die Bauteile des Ausführungsbeispiels sind sämtlich schematisch und perspektivisch
dargestellt. Es zeigt:
- Fig.1
- eine Schrägaufsicht eines Flügelbands,
- Fig.2
- eine entsprechende Aufsicht einer Halteplatte,
- Fig.3,4
- Aufsichten von Verstellkörpern, und
- Fig.5,6
- Darstellungen von Verstellmitteln in Montagelage,
wobei alle dargestellten Bauteile Bestandteil einer einzigen Explosionszeichnung sind.
[0020] Das in Fig.1 dargestellte Flügelband 10 besteht im wesentlichen aus einem Lagerkörper
10', der eine Ausnehmung 10'' zur Aufnahme einer nicht dargestellten Gelenkachse aufweist.
Diese Gelenkachse verbindet das Flügelband 10 mit einem ebenfalls nicht dargestellten
Rahmenband. An dem Lagerkörper 10' setzt eine Flügelwand 26' an, die ebenso hoch ist,
wie der Lagerkörper 10', und die so breit ist, daß alle erforderlichen Bauelemente
des Drehbands zur Befestigung des Flügelbands 10 an einem nicht dargestellten Tür-
oder Fensterflügel ausgebildet werden können.
[0021] Fig.2 zeigt insoweit schematisch lediglich eine Befestigungsfläche 79 eines Flügels.
Die Dicke der Führungswand 25' bestimmt sich ebenfalls nach der Dicke der von dieser
Wand 25' aufzunehmenden weiteren Bauteile des Flügelbands 10.
[0022] Zur Befestigung des Flügelbands 10 an der Befestigungsfläche 79 dient die in Fig.2
dargestellte Halteplatte 60. Die Rückwand 80 der Halteplatte 60 liegt auf der Befestigungsfläche
79 direkt auf oder ist dieser z.B. über Zwischenlegeplatten unmittelbar benachbart.
Die Rückwand 80 ist mit Laststiften 78 versehen. Über diese Laststifte 78 wird der
größte Anteil des Gewicht des Flügels auf die Grundplatte 60 und damit auf das Flügelband
10 übertragen. Die Laststifte 78 können gemeinsam mit der Halteplatte 60 hergestellt
werden, zum Beispiel durch Gießen, oder sie können nachträglich eingedrückt werden.
Außer zur Lastabtragung dienen die Laststifte 78 dazu, die Position der Halteplatte
60 relativ zur Befestigungsfläche 79 unverrückbar gegen Parallelverstellungen zu halten.
Es werden nur Verstellungen senkrecht zur Befestigungsfläche 79 zugelassen. Ein Abkippen
des Drehbands im Bereich der Halteplatte 60 ist damit ausgeschlossen.
[0023] Die Halteplatte 60 ist als Anschraubplatte ausgebildet. Das heißt, sie wird durch
Befestigungsschrauben mit der Befestigungsfläche 79 verbunden, die in den Werkstoff
des Flügels hineingeschraubt werden. Befestigungsschrauben sind nicht dargestellt.
Fig.2 zeigt jedoch Befestigungsstellen 69, die als Befestigungslöcher ausgebildet
sind, durch die Befestigungsschrauben hindurchgeschraubt werden können. Mit den Befestigungsschrauben
wird die Halteplatte 60 gegen die Befestigungsfläche 79 gepreßt.
[0024] Die Halteplatte 60 ist mit Führungsbahnen 61,62 versehen. Die Führungsbahnen 61,62
dienen der Führung von Verstellkörpern 66,67, die mit der Führungswand 26' zusammengebaut
werden. In der Führungswand 26' sind Führungsausnehmungen 66',67' ausgebildet, die
der Aufnahme der Verstellkörper 66,67 dienen und Verstellbahnen 63,64 für diese Verstellkörper
66,67 bilden. Die Verstellbahnnen 63,64 sind jeweils quer zu den Führungsbahnen 61,62
angeordnet. Aus Fig.1 ist ersichtlich, daß der Verstellkörper 66 entsprechend der
vertikalen Verstellbahn 63 Teil einer Höhenverstelleinrichtung 14 ist, während der
Verstellkörper 67 entsprechend der Verstellbahn 64 Teil einer Seitenverstelleinrichtung
13 ist, die jeweils durch die abgebildeten Verstellmittel komplettiert werden.
[0025] Die Führungsbahnen 61,62 sind jeweils von zwei Führungsleisten 65 gebildet. Die Führungsleisten
65 begrenzen Führungsnuten 81. In die Führungsnuten 81 greifen Halteleisten 82 der
Verstellkörper 66,67 ein, wenn diese mit der Halteplatte 60 zusammengebaut sind. Der
Verstellkörper 66 ist dann in der Halteplatte 60 lediglich horizontalparallel zur
Befestigungsfläche 79 verschieblich, während der Verstellkörper 67 vertikalparallel
zur Befestigungsfläche 69 verschieblich ist. Diese Verschieblichkeiten sind erforderlich,
damit sich die Verstellkörper 66,67 auf ihren Verstellbahnen 63,64 bewegen können.
[0026] Die Verstellkörper 66,67 sind in die Führungsausnehmungen 66',67' eingebaut. Letztere
sind rechteckförmig. Ihre Längserstreckung entspricht der Orientierung der Verstellbahnen
63,64. Ihre Längserstreckung ist um einen vorbestimmten Verstellweg größer, als die
Einbauhöhe 83 des Verstellkörpers im Bereich der Halteleisten 82 bzw. des in die Führungsausnehmungen
66',67' eingebauten Volumenbereichs des Verstellkörpers 66 oder 67. Dementsprechend
können diese verstellt werden.
[0027] Der Verstellung der Verstellkörper 66,67 dienen Verstellmittel, die jeweils in Fig.5,6
dargestellt sind. Jedes Verstellmittel besteht aus einer Verstellschraube 22 bzw.
23. Die Schrauben 22,23 sind mit einem Schraubenkopf 22' bzw. 23' an Schraubenschäften
22'' bzw. 23'' versehen, die jeweils Gewinde aufweisen. Auf diesen Gewinden ist eine
Verstellmutter 22''' bzw. 23''' vorhanden. Die Verstellmittel wirken mit den Verstellkörpern
66,67 einerseits und der Führungswand 26' andererseits zusammen. Fig.1 zeigt, daß
die Verstellschraube 23 mit ihrem Schraubenkopf 23' in eine Kopfhalteausnehmung 84
eingebaut wird, während die Verstellmutter 23''' in einer Mutternhalteausnehmung 85
des Verstellkörpers 67 zu liegen kommt. Entsprechend wird die Verstellschraube 22
mit ihrem Kopf 22' in eine nicht dargestellte Kopfhalteausnehmung der Führungswand
26' eingebaut, während die Verstellmutter 22''' in einer Mutternhalteausnehmung 86
des Verstellkörpers 66 angeordnet wird. Die Schraubenköpfe 22',23' sind durch Verstellöffnungen
87 mittels eines Werkzeugs zugänglich, zum Beispiel mittels eines Verstellsschlüssels
und können verdreht werden. Eine axiale Verschiebung ist wegen ihrer Halterung in
der Führungswand 26' jedoch ausgeschlossen, so daß sich die Verstellmuttern 22''',23'''
und die Verstellkörper 66,67 je nach Drehrichtung in den Führungsausnehmungen 66',67'
relativ zu einander verstellen.
[0028] Bei der vorbeschriebenen Verstellungen sind die Verstellkörper 66,67 mit der Halteplatte
60 formschlüssig gekuppelt. Der Formschluß ist beispielsweise für die Seitenverstelleinrichtung
13 derart, daß sich der Verstellkörper 67 in Seitenverstellrichtung relativ zur Halteplatte
60 nicht bewegen kann. Infolgedessen werden bei einer Betätigung der Seitenverstelleinrichtung
13 die Führungswand 26' und damit das Flügelband 10 verstellt. Bei dieser Verstellung
findet eine Behinderung durch den anderen Verstellkörper 66 nicht statt. Dessen Führungsbahn
61 ist so ausgebildet und angeordnet, daß der Verstellkörper 66 ohne Behinderung der
Seitenverstellung des Flügelbandes 10 bewegt werden kann. Umgekehrt wird bei einer
Höhenverstellung mit der Höhenverstelleinrichtung 14 deren Behinderung durch den Verstellkörper
67 dadurch vermieden, daß er mit vertikalen Halteleisten 82 in der vertikalen Führungsbahn
62 praktisch widerstandsfrei zu bewegen ist.
[0029] Für den Zusammenbau des Flügelbands 10 bzw. der Führungswand 26 mit der Halteplatte
60 sind die Verstellkörper 66,67 mit Hintergreifkanten 88 ausgebildet, so daß der
Verstellkörper 66,67 die Führungswand 26' von der Halteplatte 60 aus gesehen hintergreift.
Die Führungswand 26' bzw. das Flügelband 10 kann infolgedessen nicht von den Verstellkörpern
66,67 vertikal zur Befestigungsfläche 79 abgezogen werden, wenn die Verstellkörper
66,67 an der Halteplatte 60 angreifen. Der Zusammenbau der Verstellkörper 66,67 mit
der Führungswand 26 und der Halteplatte 60 erfolgt derart, daß sie durch die Führungsausnehmungen
66',67' steckt und ihre Halteleisten 82 mit den Führungsnuten 81 zusammengebaut werden,
wobei die Führungsleisten in nicht dargestellter und herkömmlicher Weise Einsteckausnehmungen
außerhalb des Verstellbereichs aufweisen.
[0030] Die Führungswand 26' ist auf beiden Seiten des Flügelbandes 10 mit einer aus der
Fig.1 ersichtlichen Ausnehmung 10''' versehen. Die aus Fig.1 nicht ersichtliche, der
Befestigungsfläche 79 zugewendete Ausnehmung ist zur Aufnahme der Halteplatte 60 bestimmt
und etwas größer dimensioniert als diese ist. Diese Dimensionierung erfolgt so, daß
das Flügelband 10 sich bewegen kann, ohne an der festsitzenden Halteplatte 60 anzustoßen.
Die Überdimensionierung entspricht also zumindest den Verstellwegen des Flügelbands.
Außerdem ist die Ausnehmung 10''' etwas tiefer, als die Halteplatte 60 dick ist. Infolgedessen
kann die Halteplatte 60 die Führungswand 26 gegen die Befestigungsfläche 69 ziehen
und daran festlegen, wenn die Halteplatte 60 angeschraubt wird.
[0031] Die Ausnehmungen 10''' sind jedoch nicht nur so ausgebildet, daß sie die Halteplatte
60 aufnehmen, sondern auch derart, daß die Verstellkörper 66,67 zumindest teilweise
mit ihnen geführt werden. Für diese Führung ist der Verstellkörper 67 mit Führungsflächen
70,71 versehen, die von den Führungskanten 88 gebildet sind. Die Führungskanten 88
des Verstellkörpers 66 weisen Führungsflächen 72,73 auf. Mit diesen Führungsflächen
70 bis 73 werden die Verstellkörper 66,67 an Führungswandflächen des Führungsbands
10 und an Führungsstegflächen geführt. An der Führungswand 26' sind Führungsstege
76 ausgebildet. Der untere horizontale Führungssteg 76 dient der Führung des Verstellkörpers
67 über dessen Führungsfläche 71. Die vertikalen Führungsstege 76 dienen der Führung
des Verstellkörpers 66 an dessen Führungsflächen 72,73. Die Führungswand 26' bildet
im Bereich der Ausnehmung 10''' eine Führungswandfläche 74, die mit der Führungsfläche
70 des Verstellkörpers 67 zusammenwirkt.
[0032] Die Führungswand 26' hat neben den Führungsausnehmungen 66',67' Durchgriffsöffnungen
68, die entsprechend dem Befestigungsstellen 69 derart angeordnet sind, daß letztere
bzw. deren Befestigungsschrauben zugänglich sind, wenn die Führungswand 26' montiert
ist. Die Durchgriffsöffnungen 68 sind als vertikale Langlöcher ausgebildet, so daß
die Befestigungsstellen 69 der Halteplatte 60 unabhängig von einer durchgeführten
Höhenverstellung zugänglich sind. Die Höhenverstellung braucht dann nicht rückgängig
gemacht zu werden, um die Halteplatte 60 zu lockern. Ein solches Lockern ist unter
Umständen sinnvoll, um das Flügelband 10 verstellen zu können. Üblicherweise wird
es aber nicht nötig sein, die Halteplatte 60 zu lockern, weil die Verstellkörper 66,67
trotz des Andrückens der Führungswand 26' an den Flügel verstellbar sind.
1. Drehband für Türen oder Fenster, mit einem an einem Flügel anzuschlagenden Flügelband
(10), das mit einer Gelenkachse (11) an einem an einem Blendrahmen zu befestigenden
Rahmenband (12) angelenkt ist, mit einer in das Flügelband (10) integrierten, horizontale
Flügelverstellungen gestattenden Seitenverstelleinrichtung (13), und mit einer vertikale
Flügelverstellungen gestattenden Höhenverstelleinrichtung (14), dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenverstelleinrichtung {14) gemeinsam mit der Seitenverstelleinrichtung
(13) in das Flügelband (10) integriert ist.
2. Drehband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhen- und Seitenverstelleinrichtungen (14,13) mit einer am Flügel befestigten
Halteplatte (60) zusammenwirken.
3. Drehband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatte (60) als Anschraubplatte ausgebildet ist.
4. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatte (60) eine erste Führungsbahn (61) hat, die sich quer zu einer
Höhenverstellbahn (63) der Höhenverstelleinrichtung (14) erstreckt, und daß die Halteplatte
(60) eine zweite Führungsbahn (62) hat, die sich quer zu einer Seitenverstellbahn
(64) der Seitenverstelleinrichtung (13) erstreckt.
5. Drehband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Führungsbahn (61,62) von zwei Führungsleisten (65) gebildet ist, die in
derselben Ebene mit Abstand von der Halteplatte (60) aufeinander zu weisen.
6. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhen- und die Seitenverstelleinrichtung (14,13) jeweils einen mit der Halteplatte
(60) gekoppelten und das Flügelband beaufschlagenden Verstellkörper (66,67) haben,
der in die Halteplatte (60) quer zu einer Verstellbahn (63,64) verschieblich eingreift.
7. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verstellkörper (66,67) in je einer Führungsausnehmung (66',67') einer
Führungswand (26') des Flügelbandes (10) angeordnet sind und diese hintergreifen.
8. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatte (60) in einer Ausnehmung (10''') des Flügelbandes (10) angeordnet
ist, die etwas tiefer ist, als die Halteplatte (60) dick ist.
9. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig einer Führungswand (26') des Flügelbandes (10) eine eine Halteplatte
(60) aufnehmende Ausnehmung (10''') ausgebildet ist.
10. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswand (26) Durchgriffsöffnungen (68) zu Befestigungsstellen (69) der
Halteplatte (60) aufweist.
11. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (10''') um die Verstellwege des Flügelbandes (10) größer dimensioniert
ist, als die Halteplatte (60).
12. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Verstellmittel eines Verstellkörpers (66,67) eine Verstellschraube (22,23)
mit auf dem Schraubenschaft (22'',23'') verstellbarer Verstellmutter (22''',23''')
vorhanden ist, die in dem Verstellkörper (66,67) formschlüssig einliegt, und daß ein
Schraubenkopf (22',23') im Flügelband (10) drehbar, aber axial unverschieblich gelagert
ist.
13. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellkörper (66,67) Führungsflächen (70,71,72,73) aufweisen, die an Führungswandflächen
(74) des Flügelbandes (10) und/oder an Führungsstegflächen von an der Führungswand
(26') ausgebildeten Führungsstegen (76) geführt sind.
14. Drehband nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatte (60) in den Flügel eingreifende Laststifte (78) aufweist.