[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1
und ein Gerät zum Durchführen eines solchen Verfahrens bei einem Gebläsebrenner.
[0002] Die Erfindung gehört zu dem Gebiet der Wärmeenergetik und kann für das Verbrennen
von Gas und Öl in Gebläsebrennern in haushältlichen und industriellen Geräten benutzt
werden.
[0003] Es ist ein Verfahren der Zuführung des Luftstromes in die Brennzone von Gebläsebrennern
bekannt, bei dem der Luftstrom durch das radiale Laufrad eines Gebläses in den Spiralkanal
des Gebläsegehäuses gepreßt und dann etwa rechtwinklig in ein seitlich davon angeordnetes
Brennergehäuse umgelenkt wird, aus dem es durch Luftlöcher in einem Verteilerelement
in die Brennzone des Brennstoffstrahles einströmt.
[0004] Für die Verwirklichung des oben beschriebenen Verfahrens ist ein Gerät bekannt, das
ein Gebläse mit einem Elektromotor, einem Radiallaufrad, einem Gehäuse mit Spiralkanal
und Umlenkung enthält. Die Umlenkung ist dabei zur Seite des Elektromotors gewandt.
Das Gerät enthält auch einen Brenner, der aus folgenden Teilen besteht: Zylindergehäuse
mit Seitenausschnitt für den Anschluß der Umlenkung und einem rückwärtigen Boden,
Verteilerelement mit Luftlöchern. Die Luftlöcher sind gleichmäßig um ein Loch im Zentrum
herum angeordnet, das für die Brennstofflanze bestimmt ist.
[0005] Dank der Umlenkung, die zur Seite des Elektromotors hin gewandt ist, nimmt der Brenner
rationell Platz im freien Raum über dem Elektromotor des Gebläses, was zur wesentlichen
Verringerung des Gewichtes und der Abmessungen des gesamten Gerätes beträgt.
[0006] Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist das Schaffen eines homogenen Luftstromes
im Brenner durch Änderung seiner Struktur und dabei das Schaffen von optimalen Bedingungen
für den Brennprozeß und die Verbesserung aerodynamischer Charakteristiken des Gebläses
durch Erhöhung des Verbrauchs und Druckes sowie des Wirkungsgrades.
[0007] Gemäß der Erfindung wird dieses Ziel durch die Anwendung der im Patentanspruch 1
genannten Maßnahmen erreicht. Zusätzliche Einzelheiten sind den Ansprüchen 2 bis 5
zu entnehmen. Das Gerät zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besitzt
die im Patentanspruch 6 genannten Merkmale. Die Ansprüche 7 bis 22 enthalten weitere
Merkmale eines solchen Gerätes.
[0008] Durch eine mindestens zweistufige Verringerung des Turbulenzgrades wird eine Homogenisierung
des Luftstromes erreicht. Dabei kann die 1. Stufe an der Umlenkung als Linearberuhiger,
vorzugsweise in Form eines Lamellengitters, die 2. Stufe im Brennergehäuse als Rohrberuhiger
in Form eines Zylindergitters mit einem zum Verteilerelement führenden Ausgangsquerschnitt
und die 3. Stufe in Form eines Kreisberuhigers direkt vor dem Verteilerelement angeordnet
sein.
[0009] Die 2-stufige Verringerung des Turbulenzgrades des Luftstromes wird bereits verwirklicht,
wenn folgende geometrische Bedingungen eingehalten sind:
für die 1. Stufe:
M1 : M = (1 ÷ 3) : (1 ÷ 15), vorzugsweise M1 : M = 1 : 10;
ΣF1 : ΣF = 1 ÷ 8, vorzugsweise ΣF1 : ΣF = 4;
für die 2. Stufe:
M2 : M = (1 ÷ 3) : (1 ÷ 15), vorzugsweise M2 : M = 1 : 10;
ΣF2 : ΣF = 3 ÷ 12, vorzugsweise ΣF2 : ΣF = 6;
M bedeutet Maximalmaß des Turbulenzgrades am Eingang in die 1. Stufe; M1 und M2 bedeuten Maximalmaß der Turbulenzengrade an den Ausgängen aus der 1. Stufe bzw. 2.
Stufe; ΣF bedeutet Summenfläche der Luftlöcher des Verteilerelementes; ΣF1 und ΣF2 sind Summenflächen der Durchgangsquerschnitte der Gitter von Beruhigern der 1. Stufe
bzw. 2. Stufe.
[0010] Falls eine tiefere strukturelle Umgestaltung des Fließens des Luftstromes nötig ist,
verwirklicht man eine n-stufige Verringerung der Turbulenzgrade, wobei N > 2 ist,
d. h. dreistufige oder mehrstufige Verringerung. Dazu führt man zusätzlich in den
Luftstrom hinter dem Zylindergitter des Rohrberuhigers vor dem Verteilerelement ein
oder mehrere Kreisberuhiger mit Gittern ein, die vorzugsweise runde Löcher vom kleinen
Durchmesser haben.
[0011] Bei dem vorgeschlagenen Verfahren zum Schaffen eines homogenen Luftstroms im Gebläsebrenner
ist es vorteilhaft, den Verbrauch zusätzlich am Ausgang aus der 1. Stufe durch einen
Absperrschieber zu regeln.
[0012] Eine zusätzliche Verringerung des Turbulenzgrades an der 2. Stufe ist durch einen
Rohrdruckminderer mit Zylindergitter zu verwirklichen. Dieses Gitter ist dem Zylindergitter
des Rohrberuhigers geometrisch ähnlich. Der Rohrdruckminderer wird außen oder (vorzugsweise)
innen am Rohrberuhiger montiert, so daß die Möglichkeit des behinderten Drehens in
der Kreisrichtung besteht.
[0013] Das Gerät für die Verwirklichung des Verfahrens zum Schaffen eines homogenen Luftstromes
enthält ein Gebläse mit einem Elektromotor, ein Radiallaufrad, ein Gebläsegehäuse
mit einem Spiralkanal und einer zur Seite des Elektromotors gewandten Umlenkung. Es
besitzt ferner einen Brenner, der aus folgenden Teilen besteht: Gehäuse mit Seitenausschnitt
für den Anschluß der Umlenkung und mit rückwärtigern Boden mit Öffnung im Zentrum
für die Brennstofflanze und rundes Verteilerelement mit Luftlöchern, die gleichmäßig
- um ein Loch im Zentrum herum angeordnet sind. Dabei ist am Ausgang aus der Umlenkung
die 1. Stufe zur Verringerung des Turbulenzgrades eingebaut. Sie ist in Form eines
Linearberuhigers mit einem Lamellengitter ausgeführt und wird vorzugsweise aus Lamellenelementen
gebildet.
[0014] Innen im Brennergehäuse ist die 2. Stufe zur Verringerung des Turbulenzgrades eingebaut.
Sie ist in Form eines axialsymetrisch befestigten Rohrberuhigers mit einem Zylindergitter
ausgeführt, und dieses Gitter hat vorzugsweise längsläufige Schlitze.
[0015] Ergänzend folgt vor dem Verteilerelement noch eine 3. Stufe in Form eines Kreisberuhigers
als gelochtes Gitterelement. Im Fall einer 2-stufigen Beruhigung können dabei wahlweise
2 der 3 Stufen miteinander kombiniert werden.
[0016] Das Gerät mit den Hauptmerkmalen und insbesondere mit der Gesamtheit der Haupt- und
Zusatzmerkmale ermöglicht die Verwirklichung des Verfahrens zum Schaffen eines homogenen
Luftstromes durch Änderung seiner Struktur sowie die Lösung der gestellten technischen
Aufgabe der Herstellung eines gleichmäßigen Feldes der Geschwindigkeiten des Luftstromes
in der Brennzone mit gleichzeitiger Erhöhung der aerodynamischen Charakteristiken
des Gebläses wie Verbrauch, Druck und Wirkungsgrad.
[0017] Die Zeichnung zeigt ein Gebläsegehäuse, mit dem das erfindungsgemäße Verfahren zum
Homogenisieren des Luftstromes zu erzielen ist. Es zeigt:
- Fig. 1:
-
In Pos. B: Eine Stirnansicht des Gehäuses teilweise im Schnitt,
In Pos. A: Den Schnitt 1-1 aus Fig. 2,
In Pos. A-1 und A-2: Vergrößerte Auszüge aus Pos. A,
- Fig. 2:
- Den Schnitt 2-2 aus Fig. 1 ohne Elektromotor und Seitenabdeckung,
- Fig. 3:
- Den Schnitt 3-3 aus Fig. 1 und
- Fig. 4:
- Einen Teil-Schnitt 2-2 aus Fig. 1
[0018] Das Gerät für die Verwirklichung des Verfahrens zum Schaffen eines homogenen Luftstromes
enthält ein Gebläse 1 mit einem Elektromotor 2, ein Radiallaufrad 3, ein Gebläse 4
mit einem Spiralkanal 5 und eine Umlenkung 6, die zur Seite des Elektromotors 2 gewandt
ist, sowie einen daneben angeordneten Brenner 7. Der letztere besteht aus folgenden
Teilen: Brennergehäuse 8 mit rechteckigem Seitenausschnitt 9 für den Anschluß der
Umlenkung 6, Boden 10 mit Öffnung im Zentrum für die Brennstofflanze 12 und rundes
Verteilerelement 13 mit Luftlöchern 31, die gleichmäßig um ein Loch 32 im Zentrum
für den Aufsatz 33 der Brennstofflanze 12 herum angeordnet sind.
[0019] Der Boden 10 und das Verteilerelement 13 können auch andere Löcher für die Unterbringung
der Elemente des Systems der Elektroanzündung, visuelle Beobachtung der Flamme usw.
haben (auf den angeführten Bildern nicht dargestellt.
[0020] Am Ausgang aus der Umlenkung 6 ist der Linearberuhiger 14 angeordnet. Er besteht
aus einem Lamellengitter 15, vorzugsweise aus einzelnen Lamellen 16, die mit breiter
Seite an dem Luftstrom entlang befestigt sind. Um den Widerstand gegenüber dem kommenden
Luftstrom zu verringern, läuft der abströmseitige Rand 17 der Lamellen 16 spitz aus.
Ferner ist der anströmseitige Rand 18 nach dem Radius profiliert, mit dem Zentrum,
das an der längsläufigen Achse 19 des Brenners liegt. Die Lamellen 16 können so gestellt
werden, daß es die Möglichkeit gibt, den Abstand zwischen ihnen zu ändern. Der Linearberuhiger
14 ist symmetrisch zur Horizontalachse 20 des Brenners eingebaut. Am Ausgang aus dem
Linearberuhiger 14 ist ein Absperrschieber 20 vorgesehen. Dieser wird in einem verdichteten
Spiel zwischen der Umlenkung und dem Seitenausschnitt 9 im Brennergehäuse 8 eingebaut
und kann nach oben/nach unten in Führungsnuten 21 bewegt werden.
[0021] Innen im Brennergehäuse 8 befindet sich der axialsymetrisch eingebaute Rohrberuhiger
22 mit Zylindergitter 23, das vorzugsweise längsläufige Schlitze enthält. So sind
das Lamellengitter 15 des Linearberuhigers 14 und das Zylindergitter 23 des Rohrberuhigers
22 senkrecht zueinander.
[0022] Der Rohrberuhiger 22 kann Öffnungen jeder beliebigen Form enthalten, z. B. querlaufende
geschlitzte Löcher, runde oder nicht runde polygonale Löcher usw., unter folgender
Bedingung: ΣF
2 : ΣF = 3 ÷ 12, vorzugsweise ΣF
2 : ΣF = 6.
[0023] Für die Länge L
1 des Zylindergitters 23 des Rohrberuhigers 22 gilt dabei die Bedingung L
1 ≥ L
2, vorzugsweise L
1 = L
2, wobei L
2 die Länge des Lamellengitters 15 des Linearberuhigers 14 ist.
[0024] Der Rohrberuhiger 22 kann mit geschlossener Endstrecke 25 angefertigt sein, die zwischen
dem Zylindergitter 23 und dem Verteilerelement 13 liegt.
[0025] Der Rohrberuhiger 22 kann am Boden 10 des Brennergehäuses 8 stationär befestigt sein,
aber er kann ebenso am Verteilerelement 13 befestigt sein und mit diesem eine abnehmbare
Baugruppe bilden. Es ist auch möglich, konstruktiv den Rohrberuhiger 22 gemeinsam
mit dem Verteilerelement 13 anzufertigen.
[0026] Wenn es nötig ist, montiert man hinter dem Zylindergitter 23 des Rohrberuhigers 22
vor dem Verteilerelement mindestens einen zusätzlichen Kreisberuhiger 26 mit einem
Gitter 27, das vorzugsweise runde Löcher 28 mit kleinem Durchmesser hat.
[0027] Um den Turbulenzgrad an der 2. Stufe zu lenken, montiert man außen oder innen im
Rohrberuhiger 22 zusätzlich, mit Möglichkeit des behinderten Drehens in der Kreisrichtung,
einen Rohrdruckminderer 29 mit einem Zylindergitter 30, das dem Zylindergitter 23
des Rohrberuhigers 22 geometrisch ähnlich ist.
[0028] Das Verfahren zum Schaffen eines homogenen Luftstromes im Gebläsebrenner besteht
darin, daß der Luftstrom durch das Laufrad 3 des Gebläses 1 in den Spiralkanal 5 des
Gebläsegehäuses 4 gepreßt und daraus in der Umlenkung 6 aus das Lamellengitter 15
des Linearberuhigers 14gesandt wird, wo die 1. Stufe zur Verringerung des Turbulenzgrades
3mal ÷ 15mal (vorzugsweise zehnmal) verwirklicht wird. Dabei wird auch eine andere
wichtige Korrelation zwischen den Summenflächen der Luftlöcher 31 des Verteilerelements
13 und den Durchgangsquerschnitten des Lamellengitters 15 erfüllt. Es liegt im Intervall
1,0 ÷ 8,0 und ist vorzugsweise gleich 4,0.
[0029] Nach dem Linearberuhiger 14 wird der Luftstrom mit mehrfach verringerten Turbulenzgraden
ins Brennergehäuse 8 gesandt, wo er durch die Schlitze 24 des Zylindergitters 23 des
Rohrberuhigers 22 durchgelassen wird. Damit wird die Verwirklichung der 2. Stufe zur
Verringerung des Turbulenzstabes erzielt (ebenso 3mal ÷ 15mal, vorzugsweise zehnmal).
[0030] Die Korrelation zwischen den Summenflächen der Luftlöcher des Verteilerelements 13
und Durchgangsquerschnitten des Zylindergitters 23 im Intervall 3,0 ÷ 12,0 (vorzugsweise
gleich 6,0) wird vorbehalten. Die Einhaltung der genannten Korrelation der Turbulenzgrade
bei dem 2-Stufen-Schema ermöglicht das Erzielen eines homogenen Luftstromes hinter
der 2. Stufe, was die Effizienz des Brennprozesses stark erhöht.
[0031] Die Erfüllung der o. g. Korrelationen der Summenflächen der Luftlöcher des Verteilerelementes
und der Gitter der 1. und 2. Stufe und/oder gegebenenfalls einer 3. Stufe ermöglicht
die strukturelle Umgestaltung des Luftstroms praktisch ohne innere Verluste und die
Erzielung von hohen aerodynamischen Kennwerten des ganzen Gasbrennergerätes.
[0032] Beispiel: Es gibt einen Gebläsebrenner mit einem Gebläse, das für die Luftzuführung
in die Brennzone in Höhe von 97,5 m
3 pro Stunde berechnet ist. Das zylindrische Brennergehäuse hat 90,0 mm Innendurchmesser
und 99,0 mm Länge. In dem Ausgangsschnitt des Gehäuses befindet sich das Verteilerelement
mit 8 Löchern mit Durchmesser 9,0 mm, die gleichmäßig um das Loch im Zentrum für die
Brennstofflanze mit dem Aufsatz (Durchmesser 18,0 mm) herum angeordnet sind. Daraus
folgt, daß die Summenfläche der Durchgangsquerschnitte der Löcher des Verteilers ca.
760 mm
2 beträgt.
[0033] Der Ausgangsquerschnitt der Umlenkung in dem die 1. Stufe der Verringerung des Turbulenzgrades
in Form eines Lamellengitters des Linearberuhigers einzubauen ist, hat die Abmessungen
wie folgt: Höhe 34,0 mm und Länge 99,0 mm. Folglich ist der maximale Turbulenzgrades
am Eingang in die 1. Stufe gleich 99,0 mm. Wenn man für die 1. Stufe die vorzügliche
Korrelation M
1 : M = 1 : 10 benutzt, ist das Lamellengitter aus 10 Zellen zu machen (Intervall zwischen
den Zellen = 9 mm, Stärke der Lamellenelemente = 1,0 mm). Folglich wird der Schnitt
einer Zelle des Lamellengitters des Linearberuhigers die folgenden Abmessungen haben:
Höhe = 34,0 mm und Länge = 9,0 mm. In diesem Fall wird der maximale Turbulenzgrad
am Eingang in die 2. Stufe 34,0 mm betragen.
[0034] Wenn man für die 2. Stufe die vorzügliche Korrelation M2 : M1 = 1 : 10 benutzt, bekommt
man die charakteristische Größe der geschlitzten Rille des Zylindergitters des Linearberuhigers
= 3,4 mm; für Bequemlichkeit des Ausführung kann man es bis 3,00 mm abrunden.
[0035] Lassen wir den Außendurchmesser des Linearberuhigers gleich 74,00 mm sein. Dann wäre
es zweckmäßig, bei gleicher Länge des Zylindergitters des Linearberuhigers und der
Länge des Lamellengitters des Linearberuhigers (= 99,0 mm) das Gitter folgendermaßen
zu gestalten: 46 geschlitzte Rillen, 3,0 mm breit, Abstände zwischen ihnen ca. 2,0
mm.
[0036] Für die oben angeführten geometrischen Größen der 1. und 2. Stufen der Verringerung
des Turbulenzgrades werden die Korrelationen der Summenflächen der Durchgangsquerschnitte
der Gitter der Beruhiger zu der Summarfläche der Luftlöcher des Verteilers in optimalen
Intervallen liegen und wie folgt betragen: für die 1. Stufe ΣF
1 : ΣF = 4,0; ΣF
2 : ΣF = 6,0.
[0037] Das Gerät für die Verwirklichung des Verfahrens zum Schaffen eines homogenen Luftstromes
wirkt folgendermaßen: Der Luftstrom wird mit dem Laufrad 3 radialen Typs, das sich
von dem Elektromotor 2 dreht, in den Spiralkanal 5 des Gehäuses 4 des Gebläses 1 gepreßt.
Von dem Spiralkanal 5 wird der Luftstrom mit der Umlenkung 6 durch das Lamellengitter
15 des Linearberuhigers 14 abgeleitet, wo die 1. Stufe der Verringerung des Turbulenzgrades
verwirklicht wird, und kommt in das Brennergehäuse 8, wo die 2. Stufe der Verringerung
des Turbulenzgrades verwirklicht wird, wenn der Luftstrom durch das Zylindergitter
23 des Rohrberuhigers 22 geht. Es folgt gegebenenfalls noch ein Kreisberuhiger 26
in Form eines mit kleinen Löchern 28 versehenen Gitters 27.
[0038] Nach dem Rohrberuhiger 22 im Ausgangsschnitt des Zylindergitters 23, das dem Verteilerelement
13 parallel ist, wird der Luftstrom mit hohem Homogenitätsgrad charakterisiert. Die
Homogenität bleibt auch hinter den Luftlöchern 31 in der Brennzone des Treibgases
erhalten.
1. Verfahren zum Schaffen eines homogenen Luftstroms durch Änderung der Struktur, bei
dem der Luftstrom durch das Laufrad (3) eines Gebläses (1) in den Spiralkanal (5)
des Gebläsegehäuses (4) gepreßt und daraus in einer etwa rechtwinkligen Umlenkung
(6) in ein seitlich angeordnetes Brennergehäuse (8) geleitet wird, aus dem es durch
Luftlöcher (31) in einem Verteilerelement (13) in die Brennzone eines Gebläsebrenners
einströmt,
gekennzeichnet durch eine n-stufige Verringerung des Turbulenzgrades (n ≥ 2 vorzugsweise
= 2), wobei als 1. Stufe an der Umlenkung (6) vom Spiralkanal (5) zum Brennergehäuse
(8) ein Linearberuhiger (14) vorzugsweise in Form eines Lamellengitters (15) und/oder
als 2. Stufe im Brennergehäuse (8) ein Rohrberuhiger (22), vorzugsweise in Form eines
stirnseitig zum Verteilerelement (13) offenen Zylindergitters (23) und/oder als 3.
Stufe ein Kreisberuhiger (26) in Form eines mit kleinen Löchern (28) versehenen Gitters
(27) vor dem Verteilerelement (13) den Luftstrom homogenisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die 2-stufige Verringerung des Turbulenzgrades des Luftstroms
nach folgenden geometrischen Bedingungen verwirklicht wird:
für die 1. Stufe:
M1 : M = (1 ÷ 3) : (1 ÷ 15), vorzugsweise M1 : M = 1 : 10;
ΣF1 : ΣF = 1 ÷ 8, vorzugsweise ΣF1 : ΣF = 4;
für die 2. Stufe:
M2 : M = (1 ÷ 3) : (1 ÷ 15), vorzugsweise M2 : M = 1 : 10;
ΣF2 : ΣF = 3 ÷ 12, vorzugsweise ΣF2 : ΣF = 6;
M bedeutet Maximalmaß des Turbulenzgrades am Eingang in die 1. Stufe; M1 und M2 bedeuten Maximalmaß der Turbulenzgrade an den Ausgängen aus der 1. Stufe bzw. 2.
Stufe; ΣF bedeutet Summenfläche der Luftlöcher des Verteilerelements; ΣF1 und ΣF2 sind die Summenflächen der Durchgangsquerschnitte der Gitter von den Beruhigem
der 1. bzw. 2. Stufe.
3. Gerät zum Schaffen eines homogenen Luftstromes enthaltend ein Gebläse (1) mit einem
Elektromotor (2), einem Radiallaufrad (3), einem Gebläsegehäuse (4) mit einem Spiralkanal
(5) und einer zur Seite des Elektromotors gewandten Umlenkung (6), sowie ein Brennergehäuse
(8) mit einem Seitenausschnitt (9) zum Anschluß der Umlenkung (6), einem rückwärtigen
Boden (10) mit zentraler Öffnung (11) für eine Brennstofflanze (12) und ein gegenüberliegendes
Verteilerelement (13) in Form einer mit Luftlöchern (31) versehenen Scheibe,
dadurch gekennzeichnet, daß zur mindestens 2-stufigen Verringerung des Turbulenzgrades
an der Umlenkung (6) eine 1. Stufe als Linearberuhiger (14), vorzugsweise in Form
eines Lamellengitters (15), und/oder im Brennergehäuse (8) eine 2. Stufe als axialsymmetrisch
befestigter Rohrberuhiger (22) in Form eines Zylindergitters (23) mit vorzugsweise
längsläufigen Schlitzen (24) und/oder vor dem Verteilerelement (13) ein Kreisberuhiger
(26) in Form eines Gitters (27) mit kleinen Löchern (28) angeordnet ist.
4. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zylindergitter (23) des Rohrberuhigers (22) Öffnungen
jeder beliebigen Form hat, unter der folgenden Bedingung:
M'2 : M1 = (1 ÷ 3) : (1 ÷ 15), vorzugsweise M'2 : M1 = 1 : 10;
ΣF'2 : ΣF = 3 ÷ 12, vorzugsweise ΣF'2 : ΣF = 6.
M'2 bedeutet Maximalgröße eines Loches, ΣF'2 bedeutet die Summenfläche der Durchgangquerschnitte der Löcher.
5. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zylindergitter (23) des Rohrberuhigers (22) eine geschlossene
Endstrecke (25) aufweist.
6. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zylindergitter (23) des Rohrberuhigers (22) am Boden
(10) des Brennergehäuses (8) stationär befestigt ist.
7. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zylindergitter (23) des Rohrberuhigers (22) am Verteilerelement
(13) befestigt ist und mit ihm eine abnehmbare Baugruppe bildet.
8. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zylindergitter (23) des Rohrberuhigers (22) gemeinsam
mit dem Verteilerelement (13) eine Fertigungseinheit bildet.
9. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß im Zylindergitter (23) des Rohrberuhigers (22) zusätzlich
ein gitterförmiger Rohrdruckminderer (29) angeordnet ist, der dem Zylindergitter (23)
des Rohrberuhigers (22) geometrisch ähnlich ist.
10. Gerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß er Rohrdruckminderer (29) außerhalb des Rohrberuhigers
(22) angeordnet ist.