[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kurzschlußbrücke gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
[0002] Eine bisher bekannte und verwendete Kurzschlußbrücke ist in der EP-0,606,241 offenbart.
Dort ist ein elektrischer Steckverbinder gezeigt, der ein Gehäuse aus einem isolierenden
Material hat, in dem eine Mehrzahl von Kontaktkammern ausgebildet ist, in die Kontakte
einsetzbar sind. Parallel zu diesen Kontaktkammern bzw. Kontakten ist eine Reihe von
Kontaktfedern vorgesehen, wobei jede Kontaktfeder als Kurzschlußbrücke ausgebildet
ist und zwei benachbarte Kontakte kurzschließen kann.
[0003] Die Kurzschlußbrücke nach der EP-0,606,241 weist eine große Länge auf, um einen langen
Federarm realisieren zu können. Die große Länge dieser Kurzschlußbrücke führt dazu,
daß sie über das eigentliche Gehäuse einer Buchsenleiste in dem Gehäuse des Steckverbinders
übersteht und daher durch ein getrennt vorgesehenes Gehäuseteil abgedeckt werden muß.
Der eigentliche Kontaktabschnitt der Kurzschlußbrücke ist innerhalb des Gehäuses des
Steckverbinders, dort etwa mittig, angeordnet. Der Betätigungsbereich der Kurzschlußbrücke,
d.h. eine Angriffsfläche für einen Unterbrecherstift ist am äußersten Ende des Gehäuses
vorgesehen.
[0004] Schließlich ist bei dieser bekannten Kurzschlußbrücke eine zusätzliche Rastfeder
erforderlich, um die Kurzschlußbrücke in dem Gehäuse festzulegen. Diese zusätzliche
Rastfeder wird für jeweils zwei benachbarte Kontaktabschnitte vorgesehen und mittels
eines Paares von Rastlappen an einem Grundkörper der Kurzschlußbrücke angecrimpt.
[0005] Hierzu müssen in dem Grundkörper der Kurzschlußbrücke zusätzliche Öffnungen ausgestanzt
werden, in die die Rastlappen eingreifen können; durch Vercrimpen der Rastlappen um
den Öffnungsrand der jeweiligen Öffnung herum, wird die Rastfeder befestigt.
[0006] Es ist also ein gesondertes Bauteil zum Fixieren der Kurzschlußbrücke in dem Gehäuse
des Steckverbinders erforderlich.
[0007] Die Nachteile der bekannten Kurzschlußbrücke sind darin zu sehen, daß die Herstellung
aufgrund des komplizierten Aufbaus der Kurzschlußbrücke schwierig und teuer ist. Zudem
ist ein weiteres Gehäuseteil notwendig, um die überstehende Kurzschlußbrücke abzudecken.
[0008] Demnach ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kurzschlußbrücke für
einen elektrischen Steckverbinder zu schaffen, die einen möglichst einfachen Aufbau
hat und die bei möglichst kurzer Baulänge trotzdem einen möglichst langen Federarm
aufweist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine gattungsgemäße Kurzschlußbrücke gemäß dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruches 1 gelöst.
[0010] Demnach umfaßt die Kurzschlußbrücke für einen elektrischen Steckverbinder einen elastischen
Grundkörper aus einem elektrisch leitenden Material, wobei dieser Grundkörper im wesentlichen
U-förmig gebogen ist und im Bereich eines ersten freien Endes einen elektrischen Kontaktbereich
aufweist sowie im Bereich des zweiten freien Endes eine Fixierungseinrichtung hat,
und wobei die Fixierungseinrichtung in Form einer Mehrzahl von Vorsprüngen ausgebildet
ist, die einstückig mit dem Grundkörper ausgebildet sind.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Kurzschlußbrücke sind der Gegenstand
von Unteransprüchen.
[0012] Die erfindungsgemäße Kurzschlußbrücke wird im folgenden unter Bezugnahme auf die
zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
[0013] In den Zeichnungen zeigt die
Figur eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Kurzschlußbrücke gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung.
[0014] In der Figur ist eine erfindungsgemäße Kurzschlußbrücke in einer perspektivischen
Ansicht dargestellt. Diese Kurzschlußbrücke hat einen Grundkörper 1, der im Querschnitt
gesehen eine im wesentlichen U-förmige Gestaltung aufweist. Ein erstes freies Ende
2 ist mit einem Kontaktbereich 3 versehen, während das zweite freie Ende 6 mit einer
Fixierungseinrichtung 12 versehen ist. Die beiden Schenkel 5 und 8 des Grundkörpers
1 sind über einen Verbindungsabschnitt 9 miteinander verbunden. Der erste Schenkel
8 ist geschlitzt ausgeführt und ein Schlitz 11 trennt die beiden Schenkelabschnitte
des Schenkels 8, an deren Enden im Bereich des ersten freien Endes 2 jeweils ein Kontaktbereich
3 ausgebildet ist.
[0015] In diesem Bereich des ersten freien Endes 2 befindet sich auch eine Angriffsfläche
4, an der ein Unterbrecherstift (nicht gezeigt) angreift, um die Kurzschlußbrücke
zu betätigen.
[0016] An dem zweiten freien Ende 6 ist die Fixierungseinrichtung 12 vorgesehen, die erfindungsgemäß
einstückig mit dem Grundkörper 1 ausgebildet ist und die in der gezeigten Ausführungform
in der Draufsicht halbkreisförmig am Grundkörper 1 überstehen.
[0017] Dieses zweite freie Ende 6 des Grundkörpers 1 ist darüber hinaus durch eine Abstufung
7 mit dem Rest des zweiten Schenkels 5 verbunden. Diese Abstufung 7 dient dazu, bei
der Anordnung der Kurzschlußbrücke bzw. des Grundkörpers 1 im Gehäuse des Steckverbinders,
den Grundkörper 1 in Längsrichtung zusätzlich festzulegen. Auch der zweite Schenkel
5 weist eine Aussparung 10 auf, die sich jedoch nur in einem mittleren Abschnitt des
zweiten Schenkels 5 erstreckt.
[0018] Insgesamt soll durch die Aussparung 10 und den Schlitz 11 die Elastizität des Grundkörpers
1 der Kurzschlußbrücke begünstigt werden.
[0019] Im Vergleich zum Stand der Technik ist nach der vorliegenden Erfindung das zusätzliche
Rastblech eingespart und die Festlegung der Kurzschlußbrücke erfolgt mittels der Fixierungseinrichtung
12 in dem elektrischen Steckverbinder, die als eine Mehrzahl von einstückig am Grundkörper
1 ausgebildeten Vorsprüngen vorgesehen ist.
[0020] Der Grundkörper 1 ist aus einem elastischen Material hergestellt, welches zum Beispiel
ein rostfreier Stahl sein kann, wobei die Kontaktbereiche 3 bevorzugt mit Zinn beschichtet
werden.
[0021] Die in der Figur zeichnerisch dargestellt Kurzschlußbrücke ist für zwei benachbarte
Kontakte in dem Steckverbinder vorgesehen, kann jedoch auch für mehrere Kontakte ausgebildet
werden, die entweder nebeneinander oder auch nicht nebeneinander im Gehäuse des Steckverbinders
liegen können.
[0022] Liegen die Kontakte nicht direkt nebeneinander im Gehäuse des Steckverbinders, so
wird im Bereich des zweiten Schenkels 5 am Grundkörper 1 ein durchgehende Brückenbereich
zwischen den Kontakten ausgebildet, während für jeden Kontakt, der kurzzuschließen
ist, ein entsprechender erster Schenkel 8 ausgebildet ist.
[0023] Bezüglich weiterer Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Kurzschlußbrücke wird
auf die zugehörigen Patentansprüche und die Zeichnung verwiesen.
1. Kurzschlußbrücke für einen elektrischen Steckverbinder, mit einem elastischen Grundkörper
(1) aus einem elektrisch leitenden Material, wobei dieser Grundkörper (1) im wesentlichen
U-förmig gebogen ist und im Bereich eines ersten freien Endes (2) einen elektrischen
Kontaktbereich (3) aufweist sowie im Bereich des zweiten freien Endes (6) eine Fixierungseinrichtung
(12) hat,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierungseinrichtung (12) in Form einer Mehrzahl von Vorsprüngen ausgebildet
ist, die einstückig mit dem Grundkörper (1) ausgebildet sind.
2. Kurzschlußbrücke nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (1) einen ersten Schenkel (8), einen zweiten Schenkel (5) und
einen Verbindungsabschnitt (9) aufweist, der die beiden Schenkel (5, 8) miteinander
verbindet.
3. Kurzschlußbrücke nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Schenkel (5) das zweite freie Ende (6) trägt und daß der erste Schenkel
(8) das erste freie Ende (2) trägt.
4. Kurzschlußbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste freie Ende (2) mittels zumindest eines Schlitzes (11) in zumindest zwei
Schenkelabschnitte aufgeteilt ist, die jeweils einen Kontaktbereich (3) aufweisen.
5. Kurzschlußbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß benachbart jedem Kontaktbereich (3) eine Angriffsfläche (4) für einen Unterbrecherstift
ausgebildet ist.
6. Kurzschlußbrücke nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Angriffsfläche (4) als gerader Abschnitt ausgebildet ist, der sich an eine
halbkreisförmige Ausbuchtung des Kontaktbereichs (3) anschließt.
7. Kurzschlußbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Schenkel (5) eine längliche Aussparung (10) aufweist.
8. Kurzschlußbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste freie Ende (2) eine Mehrzahl von ersten Schenkeln (8) aufweist, die
jeweils durch einen Schlitz (11) voneinander getrennt sind.
9. Kurzschlußbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß benachbart den Vorsprüngen der Fixierungseinrichtung (12) eine Abstufung (7) an
dem zweiten freien Ende (6) ausgebildet ist.
10. Kurzschlußbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Material des Grundkörpers (1) ein rostfreier Stahl ist.
11. Kurzschlußbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktbereich (3) des Grundkörpers (1) mit Zinn beschichtet ist.