[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein manuell zu führendes Gerät für das Entfernen von
Verunreinigungen von flächigen Gegenständen, mit einem Handgriff, von dem ein Bearbeitungsschaft
ausgeht, welcher durch einen Ultraschallwandler mit Ultraschallschwingungen beaufschlagbar
ist.
[0002] Solche Geräte sind bekannt und im Handel erhältlich. Sie werden so verwendet, dass
verunreinigte Bereiche eines flächigen Gegenstandes benetzt werden und dann ein Arbeitsende
des mit Ultraschallschwingungen beaufschlagten Bearbeitungsschaftes auf verunreinigte
Stellen aufgesetzt wird, so dass Ultraschallschwingungen in die Benetzungsflüssigkeit
übertragen werden und Schmutzteilchen von dem flächigen Gegenstand lösen.
[0003] In einem bekannten Gerät der angegebenen Art verjüngt sich der Bearbeitungsschaft
konisch zu einer kleinen Arbeitsfläche hin, die etwa einen Durchmesser von 1 bis 2
cm aufweisen kann.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein bequem handhabbares Gerät der angegebenen
Art zur Verfügung zu stellen, das sich insbesondere auch für das gleichmässige Reinigen
von grösseren Bereichen von flächigen Gegenständen, z.B. von Textilstoffen, eignet.
[0005] Das erfindungsgemässe Gerät, mit dem die Aufgabe gelöst wird, ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Bearbeitungsschaft ein schneidenartig ausgebildetes Arbeitsende aufweist,
das sich von einer Seite des Bearbeitungsschaftes zu einer gegenüberliegenden Seite
erstreckt, und dass an wenigstens einer der beiden genannten Seiten des Bearbeitungsschaftes
im Bereich des Arbeitsendes eine Zusatzmasse zum Vergleichmässigen der Amplitude der
Ultraschallschwingungen über die Länge des Arbeitsendes angeordnet ist.
[0006] Besonders bequem ist die Handhabung des Gerätes dann, wenn das Arbeitsende geradlinig
in einem spitzen Winkel zur Längsachse des Bearbeitungsschaftes verläuft, wobei dann
eine Zusatzmasse zweckmässig wenigstens an der Seite des Bearbeitungsschaftes angeordnet
sein kann, wo das Arbeitsende näher beim Handgriff liegt. Das Arbeitsende kann aber
auch zwei geradlinige Abschnitte aufweisen, die je in einem spitzen Winkel zur Längsachse
des Bearbeitungsschaftes verlaufen.
[0007] Die Amplitude der Ultraschallschwingungen am Arbeitsende des Bearbeitungsschaftes
sollte vorzugsweise im Bereich von 30 bis 50 µm liegen und vorzugsweise etwa 40 µm
betragen, damit eine gute Reinigungswirkung erzielt wird, das Material des flächigen
Gegenstandes, z.B. eines Textilstoffs, jedoch nicht beschädigt wird. Die Amplitude
kann durch Aendern der von einem Generator abgegebenen Wechselspannung eingestellt
werden. Die Amplitude kann vom Fachmann und Konstrukteur durch Auswahl eines geeigneten
Ultraschallwandlers und/oder eines geeigneten, entsprechend abgestimmten Bearbeitungsschaftes
bestimmt werden.
[0008] Vorzugsweise ist ein Ultraschallwandler, beispielsweise ein piezoelektrischer oder
magnetostriktiver Wandler, mit einem Speisegerät verbunden, das ein Netzteil und einen
Generator enthält, welcher dem Wandler eine hochfrequente Wechselspannung zuführt.
Die Frequenz der Wechselspannung und damit der Ultraschallschwingungen soll vorteilhafterweise
im Bereich von 40 bis 70 kHz liegen. Es hat sich gezeigt, dass sich mit diesen Frequenzen
besonders gute Reinigungsergebnisse erzielen lassen.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert.
In diesen zeigen:
Fig. 1 schematisch in einer perspektivischen Skizze eine Einrichtung zum Entfernen
von Verunreinigungen von flächigen Gegenständen,
Fig. 2 in grösserem Massstab eine Ansicht eines vorderen Endabschnittes eines Bearbeitungsschaftes
der Einrichtung von Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht von rechts in Fig. 2,
Fig. 4 in einer ähnlichen Ansicht wie Fig. 2 einen Endabschnitt eines Bearbeitungsschaftes
in einer zweiten Ausführungsform und
Fig. 5 wieder in ähnlicher Ansicht einen Endabschnitt eines Bearbeitungsschaftes in
einer dritten Ausführungsform.
[0010] Die in Fig. 1 schematisch gezeigte Einrichtung besitzt ein manuell zu führendes Gerät
mit einem Handgriff 1, von dem ein Bearbeitungsschaft 2 ausgeht. Der Bearbeitungsschaft
ist durch einen Ultraschallwandler 3, der zweckmässig in dem Handgriff 1 angeordnet
sein kann, mit Ultraschallschwingungen beaufschlagbar. Der Ultraschallwandler 3, beispielsweise
ein piezoelektrischer oder magnetostriktiver Wandler, ist über eine Leitung 4 mit
einem Speisegerät 5 verbunden, das einen Netzteil und einen Generator enthält, welcher
dem Wandler eine hochfrequente Wechselspannung zuführt. Die Frequenz der Wechselspannung
und damit der Ultraschallschwingungen kann zweckmässig im Bereich von 40 bis 70 kHz
liegen.
[0011] Der Bearbeitungsschaft 2 besteht in der Regel aus Metall, vorzugsweise aus Titan
und/oder Aluminium, gewünschtenfalls mit einer Beschichtung. Er besitzt ein schneidenartig
ausgebildetes Arbeitsende 2.1, das mit einer schmalen streifenförmigen Endfläche streichend
über einen zu reinigenden Bereich eines flächigen Gegenstandes, der zuvor mit Wasser
und/oder einem Lösungsmittel benetzt worden ist, bewegt wird, so dass Ultraschallschwingungen
in die Benetzungsflüssigkeit übertragen werden und Schmutzteilchen von dem flächigen
Gegenstand lösen. Die Amplitude der Ultraschallschwingungen am Arbeitsende 2.1 des
Bearbeitungsschaftes 2 sollte zweckmässig im Bereich von 30 bis 50 µm liegen und vorzugsweise
etwa 40 µm betragen, damit eine gute Reinigungswirkung erzielt wird, das Material
des flächigen Gegenstandes, z.B. eines Textilstoffs, jedoch nicht beschädigt wird.
Die Amplitude kann durch Aendern der vom Speisegerät 5 abgegebenen Wechselspannung
eingestellt werden.
[0012] Die Fig. 2 bis 5 zeigen verschiedene Ausführungsformen des Arbeitsendes 2.1 des Bearbeitungsschaftes
2.
[0013] Gemäss Fig. 2 und 3 erstreckt sich das schneidenartig ausgebildete Arbeitsende 2.1
geradlinig in einem spitzen Winkel α zur Längsachse 2.2 des Bearbeitungsschaftes 2
von einer Seite 2.3 zu einer gegenüberliegenden Seite 2.4 des Bearbeitungsschaftes.
Die Neigung des Arbeitsendes 2.1 zur Längsachse 2.2 ermöglicht eine bequeme Handhabung
des Gerätes, da dieses nicht senkrecht zu dem zu reinigenden flächigen Gegenstand
gehalten werden muss.
[0014] An der kürzeren Seite 2.4 des Bearbeitungsschaftes, wo das Arbeitsende 2.1 näher
beim Handgriff 1 (Fig. 1) liegt, ist am Bearbeitungsschaft im Bereich des Arbeitsendes
2.1 eine Zusatzmasse 6 angeordnet, vorzugsweise angeformt. Diese Zusatzmasse sorgt
dafür, dass die Amplitude der Ultraschallschwingungen des Arbeitsendes 2.1 bis zu
der kürzeren Seite 2.4 hin, wo der Bearbeitungsschaft 2 selbst eine kleinere Masse
als in anderen Bereichen der Länge des Arbeitsendes aufweist, etwa gleichmässig verläuft.
[0015] Die Masse des Bearbeitungsschaftes 2 über dem Arbeitsende 2.1 ist auch im Bereich
der anderen Seite 2.3 kleiner als im mittleren Bereich der Länge des Arbeitsendes
2.1. Daher kann gewünschtenfalls auch an dieser anderen Seite 2.3 im Bereich des Arbeitsendes
eine Zusatzmasse (nicht dargestellt) angeordnet sein.
[0016] Gemäss Fig. 4 weist das Arbeitsende 2.1, das sich von der einen Seite 2.3 zur gegenüberliegenden
Seite 2.4 des Bearbeitungsschaftes 2 erstreckt, zwei geradlinige Abschnitte 2.5 und
2.6 auf, die je in einem spitzen Winkel α bzw. β zur Längsachse 2.2 des Bearbeitungsschaftes
2 verlaufen. Die Winkel α und β können gleich gross oder verschieden sein. Die Spitze
zwischen den beiden geradlinigen Abschnitten 2.5 und 2.6 erleichtert das Arbeiten
mit dem Gerät in engen Falten oder Nähten des zu reinigenden flächigen Gegenstandes.
[0017] Die Masse des Bearbeitungsschaftes 2 über dem Arbeitsende 2.1 ist bei beiden Seiten
2.3 und 2.4 kleiner als im mittleren Bereich des Arbeitsendes 2.1. Daher ist an beiden
Seiten im Bereich des Arbeitsendes 2.1 je eine Zusatzmasse 6 bzw. 7 zum Vergleichmässigen
der Amplitude der Ultraschallschwingungen über die Länge des Arbeitsendes 2.1 angeordnet.
[0018] Gemäss Fig. 5 verläuft das Arbeitsende 2.1 geradlinig etwa im rechten Winkel zur
Längsachse 2.2 von der einen Seite 2.3 zur gegenüberliegenden Seite 2.4 des Bearbeitungsschaftes
2. Unmittelbar bei den beiden Seiten 2.3 und 2.4 ist die Masse des Bearbeitungsschaftes
2 über dem Arbeitsende 2.1 etwas kleiner als im mittleren Bereich der Länge des Arbeitsendes.
Daher ist auch hier an beiden Seiten 2.3 und 2.4 im Bereich des Arbeitsendes 2.1 je
eine Zusatzmasse 6 bzw. 7 angeordnet, welche die Amplitude der Ultraschallschwingungen
über die Länge des Arbeitsendes bis zu den Seiten 2.3 und 2.4 hin vergleichmässigt.
1. Manuell zu führendes Gerät für das Entfernen von Verunreinigungen von flächigen Gegenständen,
mit einem Handgriff (1), von dem ein Bearbeitungsschaft (2) ausgeht, welcher durch
einen Ultraschallwandler (3) mit Ultraschallschwingungen beaufschlagbar ist, dadurch
gekennzeichnet, dass der Bearbeitungsschaft (2) ein schneidenartig ausgebildetes Arbeitsende
(2.1) aufweist, das sich von einer Seite (2.3) des Bearbeitungsschaftes zu einer gegenüberliegenden
Seite (2.4) erstreckt, und dass an wenigstens einer der beiden genannten Seiten (2.3,
2.4) des Bearbeitungsschaftes (2) im Bereich des Arbeitsendes (2.1) eine Zusatzmasse
(6, 7) zum Vergleichmässigen der Amplitude der Ultraschallschwingungen über die Länge
des Arbeitsendes (2.1) angeordnet ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsende (2.1) geradlinig
etwa im rechten Winkel zur Längsachse (2.2) des Bearbeitungsschaftes (2) verläuft
und dass an jeder der beiden genannten Seiten (2.3, 2.4) des Bearbeitungsschaftes
(2) je eine Zusatzmasse (6, 7) angeordnet ist.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsende (2.1) geradlinig
in einem spitzen Winkel (α) zur Längsachse (2.1) des Bearbeitungsschaftes (2) verläuft
und dass eine Zusatzmasse (6) wenigstens an der Seite (2.4) des Bearbeitungsschaftes
(2) angeordnet ist, wo das Arbeitsende (2.1) näher beim Handgriff (1) liegt.
4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsende (2.1) zwei geradlinige
Abschnitte (2.5, 2.6) aufweist, die je in einem spitzen Winkel (α, β) zur Längsachse
(2.2) des Bearbeitungsschaftes (2) verlaufen.
5. Manuell zu führendes Gerät für das Entfernen von Verunreinigungen von flächigen Gegenständen,
mit einem Handgriff (1), von dem ein Bearbeitungsschaft (2) ausgeht, welcher durch
einen Ultraschallwandler (3) mit Ultraschallschwingungen beaufschlagbar ist, dadurch
gekennzeichnet, dass der Bearbeitungsschaft (2) ein Arbeitsende (2.1) aufweist und
durch den Ultraschallwandler (3) derart zum Schwingen angeregt wird, dass die Amplitude
der Schwingungen am Arbeitsende (2.1) 30 bis 50 µm, vorzugsweise etwa 40 µm, beträgt.
6. Manuell zu führendes Gerät für das Entfernen von Verunreinigungen von flächigen Gegenständen,
mit einem Handgriff (1), von dem ein Bearbeitungsschaft (2) mit einem Arbeitsende
(2.1) ausgeht, welcher durch einen Ultraschallwandler (3) mit Ultraschallschwingungen
beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallwandler (3) mit einer
Frequenz von 40 bis 70 kHz betrieben wird.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallwandler (3) derart
angeregt wird, dass die Amplitude der Schwingungen am Arbeitsende (2.1) 30 bis 50
µm, vorzugsweise etwa 40 µm, beträgt.