[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung mit den im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Merkmalen. Eine solche Vorrichtung ist aus der EP 0 213 532 A1 bekannt.
Man verwendet sie z.B. in einer Isolierglas - Zusammenbaulinie. Die Vorrichtung schließt
an eine Waschmaschine an, in welcher die Glastafeln im Durchlauf gewaschen werden.
Sie laufen anschließend in die Trocknungsvorrichtung ein, in welcher sie im Durchlauf
getrocknet werden. Meistens sind die Trocknungsvorrichtung und die Waschmaschine zu
einer Baueinheit zusammengefaßt.
[0002] Die bekannte Trocknungsvorrichtung hat einen Waagerechtförderer, auf welchem die
Glastafeln stehend durch die Vorrichtung hindurchbewegt werden. Dabei werden die Glastafeln
über eine ihrer beiden Großflächen abgestützt; bei den dazu verwendeten Stützelementen
handelt es sich um angetriebene endlose Riemen und um freilaufende Rollen mit quer
zur Laufrichtung des Waagerechtförderers angeordneten Achsen. Diese Riemen und Rollen
definieren mit ihrer Lauffläche gemeinsam eine Ebene, die nachfolgend als Laufebene
der Glastafeln bezeichnet wird; es ist jene Ebene, in welcher die Glastafeln mit ihrer
einen Großfläche liegen, an welcher die Riemen und die Rollen angreifen. Die Laufebene
ist eine durch die Stützelemente vorgegebene Ebene in der Trocknungsvorrichtung. Der
Waagerechtförderer und die Stützelemente sind in einem Gehäuse untergebracht, wobei
in den beiden die Förderrichtung des Waagerechtförderers kreuzenden Stirnwänden für
das Zuführen und Abfördern der Glastafeln ein Einlaufschlitz und ein Auslaufschlitz
vorgesehen sind, welche in der Flucht der Laufebene liegen.
[0003] In dem Gehäuse befinden sich zwei langgestreckte Blasdüsen, nämlich eine vor der
Glastafellaufebene und eine dahinter. Jede Blasdüse hat als Mündung einen Luftaustrittsschlitz,
der im wesentlichen parallel zur Laufebene verläuft und sich ausgehend von einem Aufstellförderer,
auf welchem die Glastafeln stehen, gegen die Förderrichtung geneigt schräg von oben
nach unten erstreckt. Die Blasdüsen sind so ausgerichtet, daß sie ihren Luftstrom
entgegen der Förderrichtung schräg gegen die Glastafellaufebene richten. Auf diese
Weise beaufschlagen die Blasdüsen die Glastafeln zuerst im Bereich der vorderen oberen
Ecke und dann über die Glasfläche fortschreitend längs einer geneigten Front, welche
durch die Neigung der Blasdüsen bestimmt ist, bis hin zur hinteren unteren Ecke der
Glastafeln, welche als letztes getrocknet wird. Auf der Glastafel befindliche Wassertropfen
werden durch den Luftstrom entgegen der Förderrichtung schräg nach unten geblasen.
Damit die feuchte Luftströmung nicht jenen Teil der Glastafel treffen kann, welcher
die beiden Blasdüsen bereits passiert hat, ist zwischen den Blasdüsen und der ihnen
benachbarten Gehäusevorderwand bzw. Gehäuserückwand jeweils eine Abschirmung vorgesehen,
welche einerseits längs der Blasdüse auf dieser befestigt ist und mit ihrem anderen
Längsrand der Gehäusevorderwand bzw. der Gehäuserückwand federnd anliegt oder an ihr
befestigt ist.
[0004] Die aus den Blasdüsen austretende Luft verläßt bei der bekannten Vorrichtung das
Gehäuse nach oben durch eine Austrittsöffnung oder durch einen Kamin.
[0005] Die Wirksamkeit der Trocknung läßt bei den bekannten Vorrichtungen zu wünschen übrig.
Durch Steigerung der Trocknungswirkung könnte man die Geschwindigkeit, mit welcher
die Glastafeln durch die Vorrichtung gefördert werden, steigern. Die Wirksamkeit der
Trocknung ist insbesondere bei solchen Vorrichtungen verbesserungsbedürftig, in welchen
die Glastafeln anders als in der EP 0 213 532 offenbart nicht stehend, sondern liegend
gefördert werden. Solche Vorrichtungen sind ebenfalls bekannt. In ihnen dienen die
Stützelemente (Rollen, Walzen oder Riemen), auf welchen die Glastafeln mit ihrer unteren
Großfläche liegen, zugleich als Waagerechtförderer, indem die Riemen, Walzen und /
oder Rollen, auf denen die Glastafeln liegen, synchron angetrieben sind.
[0006] Vorrichtungen, in welchen Glastafeln waagerecht liegend gewaschen und anschließend
getrocknet werden, sind in vielen Bereichen der Flachglasindustrie gebräuchlich, für
das Waschen von Floatglas, für das Waschen von Glastafeln vor ihrem Bedrucken im Siebdruckverfahren,
zum Waschen von Glastafeln nach dem Schleifen ihrer Kanten, zum Waschen von Spiegelglas
nach dem Facettieren, zum Waschen von Glastafeln nach dem Bohren von Löchern, für
das Waschen von Glastafeln vor ihrem Zusammenbau zu Isolierglas usw. Da das Wasser
von waagerecht liegenden Glastafeln nicht so gut abläuft wie von stehenden Glastafeln,
sondern mittels der Blasdüsen weggeblasen werden muß, ist das Trocknen von liegenden
Glastafeln schwieriger als das Trocknen von stehenden Glastafeln, vor allem bei großen
Glastafeln. Vorrichtungen, in welchen Glastafeln liegend getrocknet werden, haben
deshalb meist nicht nur ein Düsenpaar, sondern zwei oder sogar drei Düsenpaare in
Förderrichtung hintereinander angeordnet, um den gewünschten Trocknungsgrad in annehmbarer
Zeit zu erreichen.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeigen, wie ohne größeren Aufwand das Trocknen von Glastafeln
im Durchlauf wirksamer gestaltet werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Die erfindungsgemaße Vorrichtung zum Trocknen von gewaschenen Tafeln im Durchlauf
hat ein Gehäuse, einen Waagerechtförderer, welcher durch das Gehäuse hindurchführt
und eine vorgegebene Förderrichtung hat, Stützelemente, welche dem Waagerechtförderer
zugeordnet sind, die Glastafeln beim Fördern an einer ihrer beiden Großflächen stützen
und dadurch eine Laufebene definieren, in welcher die gestützte Großfläche der Glastafeln
liegt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat ferner einander gegenüberliegende Düsen,
von denen die eine auf der einen Seite und die andere auf der anderen Seite der Laufebene
angeordnet ist und die beide gegen die Laufebene gerichtet sind. An die Mündung der
Düsen schließt sich jeweils eine Wand an, welche sich annähernd parallel zur Laufebene
erstreckt, und zwar ausgehend von der jeweiligen Düse entgegen der Förderrichtung.
Auf diese Weise entsteht bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Vorrichtung zwischen
der an die jeweilige Düsenmündung anschließenden Wand und der zu trocknenden Glastafel
ein Spalt, in welchen die aus der Düse austretende Luft eintreten und ihm im wesentlichen
entgegen der Förderrichtung des Waagerechtförderers durchströmen kann. Die Düse ist
so ausgebildet und / oder mit ihrer Mündung derart ausgerichtet, daß die Luft tatsächlich
diesen gewünschten Weg über eine durch die Wand vorgegebene Länge entlang der Glastafel
entgegen ihrer Förderrichtung nimmt.
[0010] Das führt zu wesentlichen Vorteilen:
- Die aus den Düsen austretende Luft wird über eine Strecke, welche durch die in Förderrichtung
gemessene Länge der Wand bestimmt wird, in einen innigen Kontakt zur Oberfläche der
Glastafel gezwungen, strömt entgegen der Förderrichtung parallel zu den beiden Großflächen
der Glastafel an dieser entlang und treibt dabei einen Wasserfilm und Wassertropfen
vor sich her bis zum hinteren Rand der Glastafel, von welchem das Wasser abtropft
und die letzten Tropfen schließlich weggeblasen werden.
- In der Strömung im Spalt zwischen der Glastafel und der Wand besteht ein Unterdruck,
welcher den Trocknungsvorgang begünstigt. Der Druck in der Strömung ist über die Länge
und Breite des Spaltes niedriger, als er an derselben Stelle der Glastafeloberfläche
ohne eine erfindungsgemäße Wand sein würde.
- Der Unterdruck im Spalt zwischen der Glastafel und der Wand führt dazu, daß weitere
Luft in den Spalt gesaugt wird, welche den Trocknungsvorgang verstärkt.
- Die in den Spalt gesaugte Luft streicht über den Abschnitt der Glastafel hinweg, welcher
gerade den Spalt verläßt und führt dort zu einer Nachtrocknung.
- Mit Hilfe der erfindungsgemäß vorgesehenen Wand im Anschluß an die jeweilige Düse
konnte die Wirksamkeit der Trocknung erheblich gesteigert werden. In einem Vergleichsversuch
in Trocknungsvorrichtungen mit und ohne eine solche Wand konnte in der Ausführungsform
mit einer solchen Wand, die sich entgegen der Förderrichtung über eine Länge von rd.
10 cm erstreckte, bei gleichbleibendem Trocknungsergebnis die Fördergeschwindigkeit
verdoppelt werden.
- Die Geräuschentwicklung beim Trocknen hat stark abgenommen. Wurden an einer Vorrichtung
ohne eine an die jeweilige Düsenmündung anschließende Wand ein Geräuschpegel von 89
dB gemessen, waren es nach Einbau einer erfindungsgemäßen Wand nur noch 80 dB. Mit
zunehmender Länge der Wand, entgegen der Förderrichtung gemessen, verbessert sich
das Trocknungsergebnis. Aus praktischen Erwägungen heraus kann sich die Wand aber
nicht über eine beliebige Lange erstrecken. Vorzugsweise betragt die entgegen der
Förderrichtung gemessene Länge der Wand 8 cm bis 15 cm. Das erlaubt es, auch kleine
Glastafeln bis zu einer Kantenlänge von etwa 30 cm hinab im Durchlauf zu trocknen
und dabei zu beiden Seiten der Düse durch ihr dicht benachbarte Stütztelemente in
Form von z.B. Rollen, Walzen oder Riemen abzustützen. Eine solche Abstützung ist erforderlich,
um einen definierten Förderweg und einen definierten Spalt zwischen der Glastafel
und der an die jeweilige Düsenmündung anschließenden Wand zu erhalten. Vorzugsweise
ist die Wand, entgegen der Förderrichtung gemessen, zwischen 9 und 12 cm lang.
[0011] Während der Abstand zwischen der Laufebene der Glastafeln und der Wand auf der einen
Seite der Laufebene fest sein kann, ist der Abstand zwischen der Laufebene und der
Wand auf der anderen Seite der Laufebene vorzugsweise veränderlich, um beim Trocknen
von unterschiedlich dicken Glastafeln gleiche Spaltbreiten zwischen der Glastafel
und den ihr auf beiden Seiten gegenüberliegenden Wänden zu haben. Es ist aber auch
möglich, zwischen den einander gegenüberliegenden Wänden, welche an die Düsenmündungen
anschließen, einen größeren, unveränderlichen Spalt vorzusehen, welcher innerhalb
seines gewählten Abstandes das Trocknen von unterschiedlich dicken Glastafeln ermöglicht.
[0012] Der feste Abstand, welcher zwischen der Glastafellaufebene und der Wand auf ihrer
einen Seite besteht, beträgt vorzugsweise 2 mm bis 5 mm, insbesondere 3 mm. Entsprechend
wird die Spaltbreite vorzugsweise auch auf der anderen Seite der Glastafel gewählt,
wenn die dort vorgesehene, an die Düsenmündung anschließende Wand von der Laufebene
abstandsveränderlich ist.
[0013] Den Stützelementen, welche die Glastafeln an ihrer einen Großfläche abstützen, sind
vorzugsweise Gegenhalter zugeordnet, welche den Stützelementen gegenüberliegen, so
daß die Glastafeln zwischen den Stützelementen und den Gegenhaltern spielfrei geführt
werden können. Das führt zu einem ruhigen Lauf der Glastafeln und vermeidet Schlupf
bei deren Bewegung durch die Vorrichtung hindurch. Die Gegenhalter können den Stützelementen,
welchen sie gegenüberliegen, gleichen. Sind die Stützelemente Walzen, können die Gegenhalter
Walzen sein; sind die Stützelemente Rollen, können die Gegenhalter Rollen sein; sind
die Stützelemente Riemen, können die Gegenhalter Riemen sein, sind in diesem zuletzt
genannten Fall aber vorzugsweise Rollen, welche die Glastafel gegen die Riemen drücken.
Die Gegenhalter können freilaufend sein, sie können aber auch synchron mit den Stützelementen
angetrieben sein und auf diese Weise einen aktiven Beitrag zur Förderung leisten.
[0014] Die abstandsveranderliche Wand, die Düse, zu welcher sie gehört, und die auf derselben
Seite der Laufebene liegenden Gegenhalter sind vorzugsweise auf einem gemeinsamen
verschieblichen Träger angebracht, so daß sie gemeinsam verschoben werden können.
Auf diese Weise ist die Anpassung der Vorrichtung an unterschiedlich dicke Glastafeln
am einfachsten.
[0015] Insbesondere bei Trockenvorrichtungen, in welchen die Glastafeln waagerecht liegend
im Durchlauf getrocknet werden, kann es zweckmäßig sein, zwei oder drei Paare von
einander gegenüberliegenden Düsen in Förderrichtung aufeinander folgend anzuordnen,
um die Trocknungswirkung weiter zu erhöhen. Allen diesen Düsen sollte dann eine erfindungsgemäße
Wand zugeordnet sein, welche sich entgegen der Förderrichtung an die Düsenmündung
anschließend erstreckt. In diesem Fall verläuft vorzugsweise das letzte Paar Düsen,
welches von der geförderten Glastafel als letztes erreicht wird, schräg zur Förderrichtung,
um die zum hinteren Rand der Glastafel getriebenen Wassertropfen längs des Glasrandes
zu einer Ecke der Glastafel treiben zu können, von welcher die Tropfen dann besonders
leicht abtropfen und die letzten Tropfen schließlich weggeblasen werden. Die vorhergehenden
Düsenpaare werden vorzugsweise im rechten Winkel zur Förderrichtung angeordnet, weshalb
sie kürzer sind und die Trockenvorrichtung insgesamt kürzer ausgebildet werden kann
als bei ausschließlich schräg verlaufenden Düsen.
[0016] Die Erfindung kann angewendet werden auf Vorrichtungen, in welchen die Glastafeln
mit einer ihrer Kanten senkrecht oder annähernd senkrecht auf Auflager gestellt, seitlich
abgestützt und in solcher Stellung gefördert werden. Besonders vorteilhaft wirkt sich
die Erfindung bei Vorrichtungen aus, in welchen die Glastafeln waagerecht liegend
gefördert und getrocknet werden. Im zuerst genannten Falle erstrecken sich die Düsen
von den Auflagern, auf welchen die Glastafeln stehen, vorzugsweise mindestens bis
zum oberen Rand des Feldes aus Stützelementen, so daß sich die Düsen über die volle
Höhe der größten Glastafeln, für welche die Vorrichtung im Einzelfall bestimmt ist,
erstrecken. In entsprechender Weise erstrecken sich bei einer Vorrichtung, in welcher
die Glastafeln liegend getrocknet werden, vorzugsweise mindestens über die volle Breite
des Feldes aus Stützelementen, welche jedenfalls in diesem Fall auch eine Förderaufgabe
wahrnehmen. Auch in Vorrichtungen, in welchen die Glastafeln stehend getrocknet werden,
sind die Stützelemente vorzugsweise angetrieben und leisten einen aktiven Beitrag
zur Förderung.
[0017] Die Düsen haben als Mündung zweckmäßigerweise einen Schlitz, welcher sich über ihre
volle Länge erstreckt. Es ist aber auch möglich, eine Folge von kleinen Düsenöffnungen
hintereinander vorzusehen, jedoch behindert das die ausströmende Luft und kann den
Trocknungserfolg beeintrachtigen. Um die wirksame Länge der Düse an unterschiedlich
große Glastafeln anpassen zu können, kann die Düse über ihre Länge in zwei oder mehr
als zwei getrennt absperrbare Abschnitte unterteilt sein.
[0018] Vorzugsweise stellt die Wand, welche an die jeweilige Düsenmündung anschließt, mit
ihrem Rand unmittelbar eine Begrenzung der Düsenmündung dar. Die Wände, welche vom
Innern der Düse zur Düsenmündung hinführen, enden vorzugsweise schräg zur Förderrichtung,
so daß die Ausströmrichtung zwangsläufig der Förderrichtung schräg entgegengerichtet
ist. Auf diese Weise nimmt die ausströmende Luft zwangsläufig ihren vorgesehenen Weg
im Spalt zwischen der Glastafel und der zur Düse gehörenden, zur Laufebene parallelen
Wand entgegen der Förderrichtung der Glastafel.
[0019] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung steht die in Förderrichtung an
die Düsenmündung anschließende Wand über die Flucht der entgegen der Förderrichtung
an die Düsenmündung anschließenden Wand in Richtung gegen die Laufebene vor. Dadurch
entsteht für die aus der Düse austretende Luft ein Hindernis, welches einem Ausströmen
in Förderrichtung entgegenwirkt.
[0020] Die sich in Förderrichtung an die Düsenmündung anschließende Wand, welche einen Teil
der Vorderseite der Düse bildet, kann sich parallel zur Laufebene erstrecken. In vorteilhafter
Weiterbildung der Erfindung entfernt sie sich in Förderrichtung von der Laufebene;
dadurch wird eine Art Einströmtrichter geschaffen, durch welchen infolge des Unterdrucks
im Kanal zwischen der Glastafel und den der Glastafel zu beiden Seiten benachbarten
Wänden zusätzliche Luft leichter in den Spalt gesaugt und die Wirksamkeit der Trocknung
gesteigert wird.
[0021] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist an einer der beiden einander gegenüberliegenden
Wände, die sich in einem Düsenpaar entgegen der Förderrichtung an die Düsenmündungen
anschließen, an dem von der Düsenmündung entfernten Ende ein gegen die Laufebene gerichteter
Fortsatz vorgesehen, welcher die Luftströmung in Richtung gegen die Laufebene umlenkt.
Dadurch kann am hinteren Rand der Glastafel eine Querströmung erzeugt werden, welche
besonders geeignet ist, den hinteren Rand zu trocknen. Ein weiteres Mal wird der hintere
Rand der Glastafel einer Querströmung ausgesetzt, wenn er die einander gegenüberliegenden
Düsenmündungen passiert.
[0022] Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden nachfolgend beschrieben. Gleiche oder einander entsprechende Teile sind
in den verschiedenen Ausführungsbeispielen mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet.
- Figur 1
- zeigt eine Vorrichtung zum Trocknen von liegend geförderten Glastafeln in einer Seitenansicht
mit geöffnetem Gehäuse,
- Figur 2
- zeigt das Gehäuseunterteil der Vorrichtung aus Figur 1 mit Einbauten in einer Draufsicht,
- Figur 3
- zeigt das Gehäuseoberteil der Vorrichtung aus Figur 1 mit Einbauten in einer Draufsicht
bei abgenommenen Schallschutzdeckel,
- Figur 4
- zeigt als Detail das Gehäuseunterteil in einer Draufsicht wie in Figur 2, reduziert
auf die wesentlichsten Bestandteile,
- Figur 5
- zeigt einen in die Förderrichtung gelegten Vertikalschnitt durch eine Vorrichtung,
die der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten ähnelt, aber einen abgewandelten Waagerechtförderer
hat,
- Figur 6
- zeigt in größerem Maßstab einen Ausschnitt aus Figur 5,
- Figur 7
- zeigt in einer Darstellung wie in Figur 6 eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung,
- Figur 8
- zeigt in einer Darstellung wie in Figur 6 eine weitere Abwandlung der Erfindung, und
- Figur 9
- zeigt in einer Darstellung wie in Figur 6 eine weitere Abwandlung der Erfindung.
[0023] Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung hat auf einem Gestell 1 ein Gehäuse
bestehend aus einem Gehäuseunterteil 2 und einem Gehäuseoberteil 3 mit einem abnehmbaren
Schallschutzdeckel 4. Im Gehäuseunterteil 2 sind auf einem waagerechten Rahmen 5 eine
Walze 6 und parallel dazu drei Wellen 7, auf welchen in regelmäßigen Abständen Ringe
8 befestigt sind, waagerecht gelagert.
[0024] An die drei Wellen 7 schließt ein Luftzufuhrkanal 9 an, welcher parallel zu den Wellen
7 am Rahmen 5 befestigt ist und eine nach oben weisende Düse 10 aufweist, welche eine
als Schlitz ausgebildete Mündung 11 hat, welche sich parallel zu den Wellen 7 fast
über die gesamte Breite des Rahmens 5 erstreckt. Zwischen der Mündung 11 der Düse
10 und der ihr nächstliegenden Welle 7 erstreckt sich längs der Düse 10 eine als ebene
Platte ausgebildete Wand 12, welche etwas tiefer liegt als die obere gemeinsame Tangenzialebene
der Ringe 8.
[0025] Ein weiterer Luftzufuhrkanal 13 mit nach oben gerichteter Düse 14 und schlitzförmig
ausgebildeter Düsenmündung 15 verläuft in der Nachbarschaft des Luftzufuhrkanals 9
schräg zu diesem, aber ebenfalls waagerecht und ist in derselben Höhe wie dieser am
Rahmen 5 angebracht. Auch auf diesem Luftzufuhrkanal 13 ist anschließend an die Mündung
15 der Düse 14 eine als Platte ausgebildete Wand 16 vorgesehen, welche sich in derselben
Höhe wie die Platte 12 längs der Mündung 15 erstreckt, und zwar auf der den Wellen
7 zugewandten Seite der Düse 14.
[0026] Zu beiden Seiten des Luftzufuhrkanals 13 sind Zahnriemen 17, 17a gespannt, welche
waagerecht und parallel zueinander höhengleich verlaufen. Für einen Antrieb der Zahnriemen
17 im Bereich zwischen den beiden Luftzufuhrkanälen 9 und 13 ist eine zu den Wellen
7 parallele Antriebswelle 18 am Rahmen 5 gelagert, auf welcher eine Anzahl von Zahnrädern
19 befestigt ist, welche in die Zahnriemen 17 eingreifen. Auf einem Träger 20 neben
dem Luftzufuhrkanal 13 sind freilaufende Zahnräder 21 angebracht. Die endlosen Zahnriemen
17 sind um die Zahnräder 19 und 21 herumgeführt. In entsprechender Weise befinden
sich auf der anderen Seite des Luftzufuhrkanals 13 auf einem Träger 20a weitere Zahnräder
21a und an dem von der Welle 6 entfernten Ende des Rahmens 5 eine weitere Antriebswelle
22 mit darauf befestigten Zahnrädern 23. Über diese Zahnräder 23 und die ihnen benachbarten
Zahnräder 21a sind die weiteren Zahnriemen 17a gespannt. Die Obertrume der Zahnriemen
17 und 17a befinden sich in derselben Höhe wie die gemeinsame obere Tangenzialebene
der Ringe 8.
[0027] Ein am Gestell 1 befestigter Elektromotor 24 treibt eine parallel zu den Zahnriemen
17, 17a verlaufende Welle 32, welche über Kegelräder 25 und Zahnriemen 26 die Walze
6, die Wellen 7, 19 und 22 synchron in einer vorgegebenen Förderrichtung 28 antreibt.
Der Elektromotor 24, die Welle 32, die Kegelräder 25, die Zahnriemen 26, die Wellen
7 und die Zahnriemen 17, 17a bilden gemeinsam einen Waagerechtförderer. Die Ringe
8 auf den Wellen 7 und die Zahnriemen 17, 17a sind zugleich Stützelemente für Glastafeln
30, welche in einer vorgegebenen Förderrichtung 28 durch die Vorrichtung gefördert
werden. Die untere Großfläche der Glastafeln 30 befindet sich dabei in der durch die
obere gemeinsame Tangenzialebene der Ringe 8 und durch das Obertrum der Zahnriemen
17, 17a definierten, festliegenden Ebene, welche als die Laufebene 29 der Glastafeln
30 bezeichnet wird.
[0028] Das Gehäuseoberteil 3 hat einen Rahmen 31, in welchem eine Walze 36, drei Wellen
37 mit darauf befestigten Ringen 38, ein Luftzufuhrkanal 39 und ein Luftzufuhrkanal
43 deckungsgleich zur Walze 6, den Wellen 7 und den Luftzufuhrkanälen 9 und 13 im
Gehäuseunterteil 2 angeordnet sind. Im Unterschied zum Gehäuseunterteil 2 sind im
Gehäuseoberteil 3 keine Zahnriemen 17, 17a vorgesehen. Statt dessen sind beidseits
neben dem Luftzufuhrkanal 43 zwei Träger 47 und 48 am Rahmen 31 befestigt, welche
parallel zum Luftzufuhrkanal 43 verlaufen und von denen jeder zwei Reihen freilaufende
Rollen 49 trägt Außerdem ist zwischen den beiden Luftzufuhrkanälen 39 und 43 dem Luftzufuhrkanal
39 benachbart und zu ihm parallel verlaufend eine Welle 50 vorgesehen, welche genauso
ausgebildet ist wie die Wellen 37 und ebenfalls mit Ringen 38 bestückt ist. Die Ringe
38 und die Rollen 49 haben eine gemeinsame untere Tangenzialebene, welche zur Laufebene
29 parallel ist. Die Walze 36 sowie die Wellen 37 und 50 werden gemeinsam synchron
mit den Wellen 6 und 7 sowie mit den Zahnriemen 17, 17a im Gehäuseunterteil 2 angetrieben.
Zu diesem Zweck treibt der Elektromotor 24 über Getriebeelemente 51 auch eine parallel
zur Förderrichtung 28 an der Außenseite des Rahmens 31 verlaufende Welle 52, welche
über Kegelräder 53 und Zahnriemen 54 die Walze 36 sowie die Wellen 37 und 50 synchron
antreibt.
[0029] Die Vorrichtung ist dazu eingerichtet, daß ihr die zu trocknenden Glastafeln 30 von
einer nicht dargestellten Waschmaschine zugeführt werden. Diese Waschmaschine würde
in den Figuren 1, 2 und 3 an der linken Seite an die Trocknungsvorrichtung anschließen.
Die Waschmaschine hat üblicherweise wie die Trocknungsvorrichtung ein Unterteil und
ein Oberteil und im Unterteil einen höhengleichen Waagerechtförderer, welcher z.B.
durch eine Folge von Wellen ähnlich den Wellen 7 in der Trocknungsvorrichtung gebildet
sein kann. Im Gehäuseoberteil der Waschmaschine befindet sich üblicherweise eine weitere
Gruppe von Wellen, ähnlich den Wellen 37 im Gehäuseoberteil der Trocknungsvorrichtung.
[0030] Zur Anpassung an unterschiedlich dicke Glastafeln 30 ist der Spalt zwischen der Laufebene
29 und der unteren Tangenzialebene der Ringe 38 verstellbar und zwar dadurch, daß
das Gehäuseoberteil 3 als Ganzes gegenüber dem Gehäuseunterteil 2 angehoben und abgesenkt
werden kann. Zu diesem Zweck sind vertikale Spindeln 55 vorgesehen, welche durch Wellen
56, 57, 58 und Getriebeelemente 59, 60, 61 und 62 miteinander und mit einem Elektromotor
44 verbunden sind. Zwei Spindeln 55 befinden sich im Bereich der Trocknungsvorrichtung
und zwei weitere Spindeln 55 befinden sich im Bereich der Waschmaschine, so daß deren
Gehäuseoberteile 3 gemeinsam auf und ab bewegt werden können, wozu sie fest miteinander
verbunden werden.
[0031] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Trocknungsvorrichtung wird anhand der Figuren
5 und 6 deutlich. Figur 5 zeigt ein erstes Paar von rechtwinklig zur Förderrichtung
28 verlaufenden Luftzufuhrkanälen 9 und 39 sowie ein zweites Paar von Luftzufuhrkanälen
13 und 43, welche schräg zur Förderrichtung 28 verlaufen. Diese Kanäle 9, 39, 13 und
43 sind durch biegsame Zuleitungen 63, 64, 65 und 66 mit einem Gebläse verbunden.
Die Luftzuführkanäle 9, 39, 13 und 43 sind aus Blech geformt und haben einen rechteckigen
Querschnitt. Der Laufebene 29 zugewandt haben sie eine Luftaustrittsöffnung 67, welche
sich in die schlitzförmige Düse 10, 10a bzw. 14, 14a fortsetzt, welche sich über die
Länge des jeweiligen Luftzuführkanals 9, 39, 13 und 43 erstreckt. Die Düse 10, 10a,
14, 14a wird auf der einen Seite begrenzt durch eine schmale Leiste 69, welche an
der einen Seite der Öffnung 67 auf den Luftzufuhrkanal 9, 39, 13 und 43 geschraubt
ist, und auf der anderen Seite durch die breitere Platte 12, 16, 42 und 46 welche
auf der anderen Seite der Öffnung 67 mit dem Luftzufuhrkanal 9, 39, 13 und 43 verschraubt
ist und die für den Trocknungserfolg wichtige Wand bildet. Die Platten 12 und 42 sowie
die Platten 16 und 46 liegen einander spiegelbildlich paarweise gegenüber und begrenzen
als Wände einen Kanal 70, durch welchen die Glastafeln 30 hindurchgefördert werden.
Durch die Formgebung und Ausrichtung der Düsen 10, 14, 10a, 14a wird erreicht, daß
die Luft mit einer gegen die Förderrichtung 28 gerichteten Bewegungskomponente aus
der schlitzförmigen Düsenmündung 11, 15 austritt und im Kanal 70 entgegen der Förderrichtung
28 strömt, wie es durch Richtungspfeile in Figur 5 und Figur 6 dargestellt ist. Wird
eine Glastafel 30 durch den Kanal 70 gefördert, strömt die Luft in dem Kanal 70 zu
beiden Seiten längs der Glastafel 30 der Förderrichtung 28 entgegen und treibt das
auf der Glastafel 30 befindliche Wasser zum hinteren Rand der Glastafel 30, von welchem
es abläuft und abtropft und von einer im Gehäuseunterteil 2 ausgebildeten Wanne aufgefangen
wird.
[0032] In der dargestellten Vorrichtung werden die Glastafeln 30 in zwei Stufen getrocknet,
nämlich in einer ersten Stufe im Bereich zwischen den Luftzufuhrkanälen 9 und 39 und
in einer zweiten Stufe zwischen den Luftzufuhrkanälen 13 und 43. In der zweiten Stufe
erreicht der hintere Rand der Glastafel 30 die Düsen 14, 14a nicht gleichzeitig, sondern
zunächst an einer der beiden hinteren Ecken und dann fortschreitend längs des hinteren
Randes bis zur anderen hinteren Ecke, so daß die restlichen Wassertropfen längs des
hinteren Randes der Glastafel 30 zu einer der hinteren Ecken getrieben werden, von
dort abtropfen und schließlich abgeblasen werden.
[0033] Bei dem in Figur 5 und Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Glastafeln
30 ausschließlich durch Ringe 8 unterstützt, welche auf synchron angetriebenen Wellen
7 befestigt sind, wobei sich die Wellen 7 nur auf der linken Seite der Luftzufuhrkanäle
9 und 39 über die gesamte Breite der Vorrichtung erstrecken können, während sie auf
der rechten Seite wegen der schräg verlaufenden Luftzufuhrkanäle 13 und 43 teilweise
verkürzt sind. Um Schlupf der Glastafel 30 zu vermeiden, drücken von oben drehbare
Gegenhalter gegen die Glastafel 30, bei welchen es sich teilweise um angetriebene
Wellen 37 mit darauf befestigten Ringen 38 und teilweise um freilaufende Rollen 49
handelt.
[0034] Dadurch, daß die Luft im Kanal 70 über eine von den Abmessungen der Wände 12, 16,
42, 46 bestimmte größere Länge mit relativ hoher Geschwindigkeit über die Glastafeln
30 strömt, ist die Trocknungswirkung besonders gut und die Feuchtigkeit wird infolge
der gegenläufigen Luftströmung in den nassen Bereich der Trocknungsvorrichtung zurückgeblasen,
so daß sie sich nicht wieder auf dem aus dem Kanal 70 austretenden, bereits getrockneten
Teil der Glastafel 30 niederschlägt. Dazu, daß das nicht geschieht, trägt auch bei,
daß durch den im Kanal 70 herrschenden Unterdruck Luft aus dem trockenen Bereich der
Trocknungsvorrichtung, in der gewählten Darstellung in Figur 5 von der rechten Seite
her, in den Kanal 70 gesaugt wird und dadurch einem erneuten Befeuchten der Glastafel
30 im trockenen Bereich entgegenwirkt. Falls erforderlich, kann zwischen dem Luftzufuhrkanal
9 und dem Boden des Gehäuseunterteils 2, zwischen dem Luftzufuhrkanal 39 und dem Schallschutzdeckel
4 des Gehäuseoberteils 3, zwischen dem Luftzufuhrkanal 13 und dem Boden des Gehäuseunterteils
2 und zwischen dem Luftzufuhrkanal 43 und dem Schallschutzdeckel 4 des Gehäuseoberteils
3 noch jeweils eine Trennwand vorgesehen sein, welche ihren Ausgangspunkt von einem
Flansch 71 der Kanäle 9, 39, 13 und 43 nimmt und den Innenraum der Trocknungsvorrichtung
in drei Bereiche unterteilt, nämlich in einen nassen Bereich links von den Luftzufuhrkanälen
9 und 39, in einen halbtrockenen Bereich zwischen den Luftzufuhrkanälen 9 und 39 auf
der einen Seite und 13 und 43 auf der anderen Seite, und in einen trockenen Bereich
rechts von den Luftzufuhrkanälen 13 und 43. Solche Trennwände können verhindern, daß
Luftwirbel Feuchtigkeit im gesamten Innenraum der Vorrichtung verteilen.
[0035] Die in Figur 7 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in den Figuren
5 und 6 dargestellten Ausführungsform darin, daß die Leiste 69 gegenüber den Platten
12 und 42 etwas vorsteht. Dadurch wird der Zwang auf die aus den Düsen 10, 10a austretende
Luft verstärkt, ihren Weg entgegen der Förderrichtung 28 zu nehmen.
[0036] Das in Figur 8 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in den
Figuren 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel darin, daß die Leisten 69 mit einer
Fase 72 versehen sind, welche das Ansaugen von Luft, dargestellt durch Pfeile 73,
in den Kanal 70 infolge des dort herrschenden Unterdrucks erleichtert. Eine solche
Fase 72 kann auch im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 vorgesehen sein.
[0037] Das in Figur 9 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in Figur
8 dargestellten Ausführungsbeispiel darin, daß die obere Platte 42 einen Fortsatz
74 hat, welcher gegen die Laufebene 29 gerichtet ist. Dadurch kann die an der Oberseite
der Glastafel 30 entlangströmende Luft am hinteren Rand der Glastafel 30 nach unten
umgelenkt werden, was ein Wegblasen von Wassertropfen vom hinteren Rand der Glastafel
30 begünstigt. Dieses Erfindungsmerkmal kann auch bei den Ausführungsformen gemäß
den Figuren 5, 6 und 7 verwirklicht werden.
[0038] Dadurch, daß die Luft zwangsläufig über einen vorzugsweise 10 bis 15 cm langen Weg
entlang der Glastafel 30 geführt wird, erhält man eine wesentlich verbesserte Trocknungswirkung.
Gleichzeitig wird die Geräuschentwicklung stark verringert.
[0039] Der in den Figuren dargestellte Aufbau kann grundsätzlich auch für eine Vorrichtung
verwendet werden, in welcher die Glastafeln 30 stehend im Durchlauf getrocknet werden.
Dazu ist das Gehäuse mit den vorgesehenen Einbauten von waagerechter Lage in senkrechte
oder annähernd senkrechte Lage zu überführen und zum Abstützen und Fördern der Glastafeln
30 zusätzlich am Rand des Rahmens 5 noch eine Zeile von Rollen oder ein Förderband
vorzusehen, auf welchem die Glastafeln 30 beim Durchlauf stehen. Diese Rollen bzw.
dieses Förderband wird synchron mit den Wellen 7, 37 und mit den Zahnriemen 17, 17a
angetrieben.
Bezugszahlenliste:
[0040]
- 1
- Gestell
- 2
- Gehäuseunterteil
- 3
- Gehäuseoberteil
- 4
- Schallschutzdeckel
- 5
- Rahmen
- 6
- Walze
- 7
- drei Wellen
- 8
- Ringe
- 9
- Luftzufuhrkanal
- 10
- Düse
- 10a
- Düse
- 11
- Mündung
- 12
- Wand
- 13
- Luftzufuhrkanal
- 14
- Düse
- 14a
- Düse
- 15
- Düsenmündung
- 16
- Wand
- 17
- Zahnriemen
- 17a
- Zahnriemen
- 18
- Antriebswelle
- 19
- Zahnrädern
- 20
- Träger
- 20a
- Träger
- 21
- Zahnräder
- 21a
- Zahnräder
- 22
- Antriebswelle
- 23
- Zahnräder
- 24
- Elektromotor
- 25
- Kegelräder
- 26
- Zahnriemen
- 27
- 28
- Förderrichtung
- 29
- Laufebene
- 30
- Glastafeln
- 31
- Rahmen
- 32
- 33
- 34
- 35
- 36
- Walze
- 37
- drei Wellen
- 38
- Ringe
- 39
- Luftzufuhrkanal
- 40
- 41
- 42
- Platte
- 43
- Luftzufuhrkanal
- 44
- Elektromotor
- 45
- 46
- Platte
- 47
- Träger
- 48
- Träger
- 49
- Rolle
- 50
- Welle
- 51
- Getriebeelemente
- 52
- Welle
- 53
- Kegelräder
- 54
- Zahnriemen
- 55
- Spindeln
- 56
- Welle
- 57
- Welle
- 58
- Welle
- 59
- Getriebeelemente
- 60
- Getriebeelemente
- 61
- Getriebeelemente
- 62
- Getriebeelemente
- 63
- Zuleitung
- 64
- Zuleitung
- 65
- Zuleitung
- 66
- Zuleitung
- 67
- Luftaustrittsöffnung
- 68
- 69
- Leiste
- 70
- Kanal
- 71
- Flansch
- 72
- Fase
- 73
- Pfeile
- 74
- Fortsatz
1. Vorrichtung zum Trocknen von gewaschenen Glastafeln (30) im Durchlauf
mit einem Gehäuse (2, 3),
mit einem Waagerechtförderer, welcher durch das Gehäuse (2, 3) hindurchführt und eine
vorgegebene Förderrichtung (28) hat,
mit Stützelementen (8, 17, 17a), welche dem Waagerechtförderer zugeordnet sind, die
Glastafeln (30) beim Fördern an einer ihrer beiden Großflächen stützen und dadurch
eine Laufebene (29) definieren, in welcher die gestützte Großfläche der Glastafeln
(30) liegt,
und mit einander gegenüberliegenden, von beiden Seiten der Laufebene (29) her gegen
diese gerichteten Düsen (10, 10a; 14, 14a),
dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Mündung (11, 15) der Düsen (10, 10a; 14, 14a) jeweils eine Wand (12,
16, 42, 46) anschließt, welche sich annähernd parallel zur Laufebene (29) und sich
ausgehend von der jeweiligen Düse (10, 10a; 14, 14a) entgegen der Förderrichtung (28)
erstreckt, und daß die Düse (10, 10a; 14, 14a) so ausgebildet und / oder ausgerichtet
ist, daß die aus ihr austretende Luft an der Wand (12, 16, 42, 46) entlangströmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (12, 16, 42, 46) entgegen der Förderrichtung (28) gemessen zwischen
8 cm und 15 cm lang ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (12, 26, 42, 46) entgegen der Förderrichtung (28) gemessen zwischen
9 cm und 12 cm lang ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Laufebene (29) und der Wand (12, 16) auf der einen Seite
der Laufebene (29) fest und zwischen der Laufebene (29) und der Wand (42, 46) auf
der anderen Seite der Laufebene (29) veränderlich und die Wand (42, 46) zu diesem
Zweck verschieblich ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Abstand 2 mm bis 5 mm beträgt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Abstand 3 mm beträgt.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Stützelementen (8, 17, 17a) gegenüberliegend Gegenhalter (38, 49) vorgesehen
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenhalter (38) den Stützelementen (8), welchen sie gegenüberliegen, gleich
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebliche Wand (42, 48), die Düse (10a, 14a) von welcher sie ausgeht,
und die Gegenhalter (38, 49) auf einem gemeinsamen verschieblichen Träger angebracht
sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder drei Paare von einander gegenüberliegenden Düsen (10, 10a; 14, 14a)
in Förderrichtung (28) aufeinander folgend angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Paar Düsen (10, 10a) im rechten Winkel zur Förderrichtung (28) und
das letzte Paar Düsen (14, 14a) schräg zur Förderrichtung (28) verläuft.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rand der Wand (12, 16, 42, 46) eine unmittelbare Begrenzung der Mündung (11,
15) der Düse (10, 10a; 14, 14a) ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Wände, welche im Innern der Düse (10, 10a; 14, 14a) an deren Mündung (11, 15)
anschließen, schräg zur Förderrichtung (28) so verlaufen, daß die Ausströmrichtung
der Düse (10, 10a; 14, 14a) schräg gegen die Förderrichtung (28) weist.
14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in Förderrichtung (28) an die Düsenmündung (11, 15) anschließende Wand (69)
über die Flucht der entgegen der Förderrichtung (28) an die Düsenmündung (11, 15)
anschließenden Wand (12, 16, 42, 46) in Richtung gegen die Laufebene (29) vorsteht.
15. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die in Förderrichtung (28) an die Düsenmündung (11, 15) anschließende Wand
(69) in Förderrichtung (28) von der Laufebene (29) entfernt.
16. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem von der Düse (10a, 14a) entfernten Ende einer von zwei einander gegenüberliegender
Wände (42, 46) ein gegen die Laufebene (29) gerichteter Fortsatz (74) vorgesehen ist.