[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Trennvorhang zum Abtrennen eines
Naßbereiches von einem Trockenbereich gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiger Trennvorbang ist aus der EP 0 864 287 A2 bekannt.
[0003] Dort besteht eine Duschbereichsabtrennung aus einem flexiblen, praktisch wasserundurchlässigen
Material, wie beispielsweise aus einem textilen Gewebe bzw. einer Kunststoffolie,
welche gegenüber Glas- oder Kunststoffscheiben ein wesentlich geringeres Gewicht aufweist.
Dadurch vermindern sich die Material- und Herstellungskosten, sowie die Transportkosten
vom Hersteller zum Verbraucher und auch die Verpackungskosten wegen der Verwendung
einer gedrungenen, platzsparenden Verpackung.
[0004] Aus dem DE-GM 75 25 670 ist ein Dusch- oder Brausebadvorhang bekannt, welcher aus
einem Frotteestoff, also ebenfalls aus einem textilen Gewebe, besteht, dessen Grundgewebe
und dessen Flor aus einem hydrophobierten luftdurchlässigen, aber wasserabweisenden
Kunstfasergewebe bestehen.
[0005] Mit der vorliegenden Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Herstellung eines
Trennvorhangs der bekannten Art weiter zu vereinfachen und damit eine preisgünstigere
Fertigung zu erreichen.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß der Trennvorhang aus einem Vlies besteht.
[0007] Vliese werden auf dem Markt preisgünstiger als gewebte Textilien angeboten. Ein Vlies
ist zwar gegebenenfalls teurer als eine wasserabstoßende Folie, jedoch ist ein Vlies
luftdurchlässig, sofern es nicht mit einer luftundurchlässigen Folie oder dgl. beschichtet
ist, so daß die bei anderen Materialien beim Duschen und/oder Brausebaden auftretende
Sogwirkung und auch die Schimmelbildung durch die Restfeuchte bei Verwendung eines
Vlieses zumindest stark vermindert werden.
[0008] Vorteilhaft ist ferner, daß ein Vlies an den Schnittkanten nicht eingefaßt werden
muß, wie dies bei Textilien notwendig ist. Ein Vlies kann auch leicht entsprechend
den Erfordernissen an Druck, Dichtigkeit, Fleckschutz und Flammschutz ausgewählt und
an die Umwelterfordernisse angepaßt werden.
[0009] Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben
und werden nachfolgend anhand der in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt eines Vlieses mit einer Folie, gemäß der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Draufsicht auf einen Abschnitt eines Trennvorhangs mit einem
Dekor mit stark vergrößerter Darstellung der Dicke desselben,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt der Rückansicht einer Folie mit dem Schriftzug der Fig. 2 und
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch einen Trennvorhang mit Folie und bedruckten Abschnitten der
Folie und des Vlieses.
[0010] In Fig. 1 ist ein Abschnitt eines Trennvorhangs 1 zum Abtrennen eines Naßbereiches
A von einem Trockenbereich B bezeichnet. Der Trennvorhang 1 besteht aus einem Vlies
2 aus mit 3 bezeichneten Fasern und/oder Filamenten aus einem wasserabstoßendem oder
wasserabstoßend ausgebildeten Material, insbesondere aus oder auf der Basis eines
Kunststoffes, wie Polyester, Polyamid, Polyimid, Polypropylen oder dgl..
[0011] Das Vlies 2 kann mechanisch, hydrodynamisch, aerodynamisch oder elektrostatisch hergestellt
und beispielsweise mechanisch, wie durch Nadeln und/oder adhäsiv, z.B. durch Bindemittel
und/oder kohäsiv, z.B. durch Lösungsmittel, oder durch thermisches Verschweißen, verfestigt
sein. Das Vlies 2 kann auch, gegebenfalls zusätzlich, übernäht sein.
[0012] Das Vlies 2 kann aus einem Spinnvlies oder aus einem Faservlies bestehen. Vorteilhaft
kann die Faserrichtung in einer Richtung orientiert sein, wobei die Orientierung bevorzugt
in der Zugrichtung, also bei einem aufgehängten Trennvorhang 1 in vertikaler Richtung,
verläuft. Die Fasern oder Filamente 3 können auch in Kreuzlage und/oder in Wirrlage
angeordnet sein.
[0013] Vorteilhaft besitzt das Vlies 2 zumindest auf einer seiner Seiten 4 und 5 eine strukturierte
Oberfläche 6, beispielsweise nach Art eines textilen Gewebes. Dies erfolgt zweckmäßig
bei der Herstellung des Vlieses 2, beispielsweise beim Verfestigen, durch einen Prägedruck.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann auf wenigstens einer Seite
4 oder 5 des Vlieses 2 in einem oder in mehreren mit 7 bezeichneten Bereichen oder
Abschnitten eine Folie 8 fest aufgebracht sein, vgl. Fig. 2 und 4.
[0015] Die Folie 8 kann beispielsweise eine Selbstklebefolie sein. Sie kann aus einem elastischem
Thermoplast oder aus einem thermoplastischen Elastomer bestehen und mittels Thermokompression
oder zusätzlich zur Selbstklebeschicht durch Thermokompression auf dem Vlies 2 dauerhaft
befestigt sein.
[0016] Als Thermoplast bzw. Elastomer eignet sich beispielsweise ein Kunststoff aus oder
auf der Basis von COPET (Copolyester-Folie), EVA (Ethylen-Vinyl-Acetat), PVC (Polyvinylchlorit),
PU (Poyurethan), PE (Polyäthylen) und PP (Polypropylen).
[0017] Die Folie 8 kann transparent, opak oder durchscheinend sein.
[0018] Die Folie 8 kann auch farblos, homogen oder abschnittsweise homogen durchgefärbt
oder, beispielsweise auf der Außenseite 8.1 und/oder auf der Innenseite 8.2, mit Farbe
und/oder einem ein- oder mehrfarbigen Dekor 9, wie einer Schrift und/oder Objekten
oder Motiven, bedruckt sein.
[0019] Bevorzugt wird die Folie 8 in an sich bekannter Weise mittels einer in der Zeichnung
nicht dargestellten Trägerfolie auf das Vlies 2 übertragen.
[0020] Wird das Dekor 9 auf der dem Vlies 2 zugewandten Seite 8.2 der Folie 8 aufgebracht,
so wird dieses, insbesondere bei einem Schriftzug, seitenverkehrt angebracht.
[0021] Das Dekor 9 kann auf der Folie 8 erhaben aufgedruckt sein, es kann aber auch so aufgebracht
sein, daß es ganz oder teilweise in einem Tiefenbereich 10 der Folie 8 vorhanden ist,
beispielsweise in die Folie 8 eingedrungen ist.
[0022] Mit Vorteil kann das Dekor 9 auf der Außenseite 8.1 der Folie 8 vorgesehen sein,
da dann gegebenenfalls eine bessere Verbindung zwischen dem Vlies 2 und der Folie
8 erreicht werden kann.
[0023] Insbesondere in diesem Fall kann die Folie 8 von einer weiteren Abdeckfolie 11 überdeckt
sein, die sich gegebenenfalls geringfügig über den Rand 8.3 der Folie 8 hinaus erstreckt
und dort mit dem Vlies 2 verbunden ist, vgl. Fig. 4.
[0024] Die Abdeckfolie 11 kann eine Selbstklebefolie sein. Vorzugsweise besteht sie aus
einem elastischen Thermoplast oder Elastomer und sie kann, gegebenenfalls zusätzlich
zur selbstklebenden Schicht, durch Thermokompression mit der Folie 8 und im überstehenden
Randbereich mit dem Vlies 2 fest verbunden sein.
[0025] Die Dicke des Vlieses kann etwa 0,3 mm bis 3 mm, insbesondere etwa 0,5 min bis 1,5
mm, betragen und die Folie 8 und/oder die Abdeckfolie 11 kann bzw. können eine Dicke
von etwa 0,05 min bis 0,2 mm, insbesondere etwa 0,08 mm bis 0,1 mm, besitzen.
[0026] Das Vlies 2 kann auch wasser- und/oder schmutzabweisend veredelt sein, beispielsweise
indem es mit geeigneten Mitteln imprägniert wird. Das Imprägniermittel kann eine flüchtige
Substanz enthalten, die nach dem Imprägniervorgang verdunstet, sich verflüchtigt oder
auch abdiffundiert.
1. Wasserabweisender, insbesondere luftdurchlässiger Trennvorhang aus Fasermaterial oder
dgl. zum Abtrennen eines Naßbereiches von einem Trockenbereich, insbesondere Dusch-
oder Brausebadvorhang, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Vlies (2) besteht.
2. Trennvorhang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies (2) aus Fasern
und/oder aus Filamenten (3) aus Kunststoff besteht.
3. Trennvorhang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies (2) mechanisch
vernadelt ist.
4. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) übernäht ist.
5. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) durch adhäsive Bindemittel verfestigt ist.
6. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) durch Kohäsion, insbesondere durch Anlösen der Fasern bzw. Filamente (3) mittels
Lösungsmitteln oder thermisch durch Verschweißen, verfestigt ist.
7. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) aus einem Spinnvlies besteht.
8. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) aus einem Faservlies besteht.
9. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern
bzw. Filamente (3) des Vlieses (2) in einer Richtung orientiert sind.
10. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern
bzw. Filamente (3) des Vlieses (2) in Kreuzlage angeordnet sind.
11. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern
bzw. Filamente (3) des Vlieses (2) in Wirrlage angeordnet sind.
12. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) wenigstens auf einer Seite (4 und/oder 5), insbesondere durch einen Prägedruck,
strukturiert ist.
13. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) wenigstens auf einer Seite (4 und/oder 5) Textilstruktur besitzt.
14. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) wenigstens auf einer Seite (4 und/oder 5) in einem oder mehreren Bereichen (7)
mit einer auf dem Vlies (2) fest haftend angebrachten Folie (8), insbesondere aus
einem Thermoplast, abgedeckt ist.
15. Trennvorhang nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (8) eine Selbstklebefolie
ist.
16. Trennvorhang nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (8) transparent
oder opak ausgebildet ist.
17. Trennvorhang nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (8) durchscheinend
ausgebildet ist.
18. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie
(8) ganz, abschnittsweise oder bereichsweise durchgefärbt ist.
19. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie
(8) an zumindest einer Oberfläche seiner Seiten (Außen- und/oder Innenseiten 8.1 und/oder
8.2) oder in einem Tiefenbereich (10) ab der Oberfläche der Außen- und/oder Innenseite(n)
(8.1 und/oder 8.2) gefärbt bzw. zusätzlich gefärbt oder bedruckt ist.
20. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite
(8.2) und/oder die Außenseite (8.1) der Folie (8) ein ein- oder mehrfarbiges Dekor
(9) aufweist.
21. Trennvorhang nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Schriftzug
eines auf der Innenseite (8.2) der Folie (8) aufgebrachten Dekors (9) seitenverkehrt
angebracht ist.
22. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das auf
dem Vlies (2) vorgesehene Dekor (9) mit einer transparenten oder opaken Abdeckfolie
(11) abgedeckt ist.
23. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) zumindest auf einer Seite (4 und/oder 5) ein ein- oder mehrfarbiges Dekor (9)
aufweist.
24. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie
(8) über ihren Rand (8.3) hinaus mit einer Abdeckfolie (11) abgedeckt ist.
25. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie
(8) mittels Thermokompression bzw. zusätzlich mittels Thermokompression auf dem Vlies
(2) und gegebenenfalls die Abdeckfolie (11) auf der Folie (8) und mit dein über deren
Rand (8.3) hinausragenden Teil mittels Thermokompression auf dem Vlies (2) befestigt
ist bzw. sind.
26. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) aus einem der Kunststoffe Polyester, Polyamid, Polyimid, Polypropylen oder dgl.
besteht.
27. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) eine Dicke von etwa 0,3 mm bis 3 mm, insbesondere von etwa 0,5 mm bis 1,5 mm,
aufweist.
28. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie
(8) und/oder die Abdeckfolie (11) eine Dicke von etwa 0,05 mm bis etwa 0,2 mm, insbesondere
etwa 0,08 mm bis 0,1 mm, besitzt bzw. besitzen.
29. Trennvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies
(2) wasser- und/oder schmutzabweisend veredelt ist.