[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regeln der Spannungsversorgung für einen
Ultraschallkonverter und einen Ultraschallgenerator mit den Merkmalen des Oberbegriffs
der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Vornehmlich werden hier piezoelektrische Wandlersysteme eingesetzt, die wegen der
kapazitiven Komponente des Wandlers jeweils im Arbeitsbereich eine Serie- und eine
Parallelresonanzfrequenz aufweisen. Die gleichen Verhältnisse gelten aber auch für
magnetostriktive Wandler, bei denen lediglich die kapazitive Komponente durch eine
induktive ersetzt wird und umgekehrt.
[0003] Schmalbandige Ultraschallkonverter, vornehmlich beim Einsatz in Schweissanlagen für
Kunststoffe und Metalle müssen exakt auf ihre Resonanzfrequenz betrieben werden, um
eine möglichst konstante Schwingungsamplitude zu garantieren und andererseits für
eine zuverlässige Arbeitsweise bei ansteigender Belastung die Spannungs- und Stromwerte
an dem Wandler in Grenzen zu halten.
[0004] Ultraschallkonverter werden in den verschiedensten Anwendungsgebieten eingesetzt.
Einsatzgebiete sind z.B. Schweissen, Schneiden, Reinigen, Sieben, Sonochchemie und
viele andere Applikationen. Dabei verändert sich häufig die Last im Betrieb. Durch
die Ankoppelung des Konverters an die Last wird die Resonanzfrequenz des Wandlers
während des Bertiebs verstimmt und muss durch eine Regelung sehr schnell nachgeregelt
werden.
[0005] Beim Ultraschallschweissen wird z.B. die Schweisssonotrode mit zunehmender Kraft
auf den zu schweissenden Gegenstand gedrückt, welcher wiederum auf einem Amboss oder
Halterung liegt.
[0006] Es ist bekannt, die Spannungsversorgung für einen Ultraschallkonverter so zu regeln,
dass die Arbeitsfrequenz f des Ultraschallgenerators der parallelen Resonanzfrequenz
des Konverters folgt.
[0007] Die Werte, die die Leistungsfähigkeit des Ultraschallkonverters begrenzen, sind die
Konverterspannung und die Konvertertemperatur. Üblicherweise ist ausreichend Kühlung
vorhanden, sodass das Problem der Konvertertemperatur einfacher zu lösen ist.
[0008] Um eine Beschädigung des Ultraschallkonverters durch Überlast (zu hohe Spannung /
zu hohe Temperatur) zu vermeiden, darf die Konverterspannung, welche die E-Feld-stärke
definiert, einen maximal zulässigen Wert nicht übersteigen.
[0009] In bekannten Verfahren wird der Ultraschallgenerator (bei zunehmender Last) auf der
parallelen Resonanzfrequenz f
p betrieben. Der Generator arbeitet mit dem Wandler zusammen als Konstantstromquelle,
um die mechanische Schwingungsamplitude bei variabler Last konstant zu halten. Durch
diese Schaltungsauslegung ist die abgegebene Wirkleistung proportional zum Lastwiderstand,
wenn der Wandler auf seinen Eigenresonanzen betrieben wird. Der Ultraschallwandler
wird dabei mit konstanter Amplitude betrieben. Sobald die Last am Ultraschallkonverter
so gross ist, dass die maximale Spannung U
pzt des Konverters erreicht ist, darf bei bekannten Regelungsverfahren die Last am Ultraschallkonverter
nicht weiter erhöht werden, um eine Zerstörung des Ultraschallkonverters, insbesondere
der piezoelektrischen Scheiben (PZT) zu vermeiden.
[0010] Es ist bekannt, die Frequenz mit analogen Phasenregelkreisen auf Basis der Phased-Locked-Loop
(PLL) Schaltung zu regeln. Der Nachteil dieser Schaltung ist, dass stets ein sauberes
Phasensignal, d.h. eindeutige Lastbedingungen vorhanden sein müssen.
[0011] Bei unterschiedlichen Lastverhältnissen und im Speziellen bei hohen Leistungen, sowie
bereits geringem nichtlinearem Verhalten der Bauteile, z.B. Sättigung der Kompensationsinduktivität
L
k oder verstimmte Kompensation, ist dieses aber nicht einwandfrei zu gewährleisten.
Die Folge ist ein Arbeiten auf nicht optimaler Resonanz. Daraus folgt eine zu hohe
Spannung und/oder Strom am piezoelektrischen Wandler. Aus Sicherheitsgründen müssen
die Werte begrenzt werden, was in der Praxis stets zum Betrieb mit reduzierter Leistung
führt.
[0012] Leistung heisst in diesem Zusammenhang Wirkleistung. Ansonsten wird auf Scheinoder
Blindleistung verwiesen.
[0013] Bekannt sind auch seit der industriellen Verbreitung von Mikrokontrollern reine digitale
Frequenzsteller gemäss EP 0 662 356, die aus digitalisierten Wandlerstrom und Spannung,
bzw. deren Phasenverschiebung, regeln. Der Inhalt dieser Anmeldung wird ausdrücklich
in die vorliegende Anmeldung aufgenommen. Diese Systeme alleine sind aber wegen der
Mittelwertbildung, der Abtastung und Digitalisierung zu langsam für eine Regelung
bei schnell ändernder Belastung mit hoher Güte des Schwingsystems (Q) z.B. in Schweiss-
und/oder Schneide-Anwendungen mit hoher geforderter Dynamik.
[0014] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Bekannten zu vermeiden, insbesondere
also ein Verfahren zum Regeln der Spannungsversorgung eines Ultraschallkonverters
und einen Ultraschallkonverter zu schaffen, welche den Betrieb des Ultraschallkonverters
auch nach dem Erreichen der maximalen Leistung des Konverters mit weiter zunehmender
Last R
s erlauben.
[0015] Das erfindungsgemässe Verfahren soll ausserdem ausreichend schnell sein, um eine
Zerstörung des Ultraschallkonverters, bei schneller Laständerung zu verhindern. Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Ultraschallgenerator
zu schaffen, der sich für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens eignet.
[0016] Erfindungsgemäss werden diese Aufgaben mit einem Verfahren und einem Ultraschallgenerator
mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
[0017] In einem Verfahren zum Regeln der Spannungsversorgung eines Ultraschallkonverters
bei veränderlicher Last nimmt in einem ersten Zeitabschnitt die Konverterspannung
bei zunehmender Last zu. In diesem ersten Zeitabschnitt erfolgt die Regelung der Spannungsversorgung
in an sich bekannter Weise. Ein ähnliches Verfahren liesse sich auch bei abnehmender
Last sinnvoll einsetzen. Dabei würden sich die Zeitabschnitte vertauschen, d.h. der
zweite Zeitabschnitt mit hoher Last kommt im Betriebsablauf vor dem Zeitabschnitt
mit geringer Last. Anstieg und Abfall der Last kann selbstverständlich auch wiederholt
beim erfindungsgemässen Verfahren und Generator durchlaufen werden.
[0018] Erfindungsgemäss wird nach Erreichen eines vorbestimmbaren Schwellwertes der Konverterspannung
in einem zweiten Zeitabschnitt die Amplitude der Ausgangsspannung des Ultraschallgenerators
derart reduziert und/oder die Frequenz des Generators derart verändert, dass bei weiter
zunehmender Last die Konverterspannung kleiner oder vorzugsweise gleich dem Schwellwert
ist oder bleibt.
[0019] Das erfindungsgemässe Verfahren erlaubt es, auch bei Erreichen der maximal zulässigen
Konverterspannung die Last (R
s) am Ultraschallkonverter weiter zu erhöhen. Damit die Last am Ultraschallkonverter
ohne Gefahr der Zerstörung des Ultraschallkonverters weiter erhöht werden kann, wird
entweder die mechanische Amplitude, durch Reduktion der Spannung U
o, reduziert und/oder die Betriebsfrequenz des Ultraschallgenerators wird in einen
Bereich verschoben, in welchem die Konverterspannung kleiner ist, als in der parallelen
Resonanzfrequenz (bei gleicher Last).
[0020] Die Konverterspannung steigt wie folgt an:

[0021] Wobei die Normierungsimpedanz Z
0:

[0022] Die Werte für χ sind bei der seriellen Resonanzfrequenz gleich 0 und bei der parallelen
Resonanzfrequenz gleich 1 (dies unter der Voraussetzung, dass die Kompensation auf
den Konverter abgestimmt ist).
[0023] Der Wert der Kompensation L
k beträgt dabei

Aus der Formel für die Konverterspannung ist ersichtlich, dass die Konverterspannung
im Falle der seriellen Resonanzfrequenz ( χ = 0) immer kleiner ist, als im Fall der
parallelen Resonanzfrequenz ( χ = 1).
[0024] Sobald die maximal zulässige Konverterspannung erreicht wird, kann mit weiter zunehmender
Last (R
s) gearbeitet werden, sofern entweder die Spannung U
0 reduziert wird (der Wert U
0 in der Formel für die Konverterspannung wird reduziert, was die Wirkleistung verkleinert)
und/oder wenn der Wert von χ in der obigen Formel reduziert wird. Die Reduktion des
Wertes von χ entspricht einer Verschiebung der Betriebsfrequenz des Generators von
der parallelen Resonanzfrequenz in Richtung der seriellen Resonanzfrequenz.
[0025] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dient im ersten Zeitabschnitt die Phasenverschiebung
zwischen der vom Ultraschallgenerator gelieferten Spannung U
o und dem Ausgangsstrom l
out als Regelgrösse. Der Sollwert der Phasenverschiebung zielt dabei auf einen Minimalwert
der Phasenverschiebung, idealerweise 0°. Je grösser die praktisch erreichte Phasenverschiebung
ist, desto mehr Blindleistung wird benötigt, was unerwünscht ist. In der Praxis haben
sich insbesondere Werte zwischen -15° und +15° bewährt. Die Frequenz des Ultraschallgenerators
ist in diesem Fall Stellgrösse. Eine Regelung der Phasenverschiebung auf den Wert
0° bedeutet, dass der Generator mit einer Frequenz betrieben wird, die der parallelen
Resonanzfrequenz des Konverters entspricht. Ein Betrieb in der seriellen Resonanzfrequenz
wäre an sich im Hinblick auf die Konverterspannung vorzuziehen. Dies ist aber wegen
dem fehlenden Nulldurchgang der Phase zwischen der Spannung U
0 und dem Strom l
out im Fall der seriellen Resonanz mit bisher bekannten Reglern nicht zu realisieren.
[0026] In einem weiter bevorzugten Ausführungsbeispiel wird im zweiten Zeitabschnitt im
ersten Bereich die Ausgangsleistung des Generators bei zunehmender Last am Ultraschallkonverter
konstant gehalten. Gleichzeitig wird die Frequenz des Ultraschallgenerators von der
parallelen Resonanzfrequenz in Richtung der seriellen Resonanzfrequenz verändert.
[0027] In einem weiter bevorzugten Ausführungsbeispiel wird in einem zweiten Bereich des
zweiten Zeitabschnitts die Konverterspannung konstant gehalten und die Frequenz des
Ultraschallgenerators etwa der bei zunehmender Last sich in Richtung serieller Resonanzfrequenz
nachgeführt.
[0028] Dabei ist im ersten Bereich vorteilhaft die Phasenverschiebung Regelgrösse. Der Sollwert
der Phasenverschiebung folgt dabei einer einstellbaren Sollwertkurve. Die Sollwertkurve
wird kreisabhängig vorbestimmt, vorzugsweise von einem Mikroprozessor, Mikrocontroller
oder digitalem Signalprozessor vorgegeben.
[0029] Der zweite Bereich des zweiten Zeitabschnitts setzt vorzugsweise dann ein, wenn die
Frequenz des Ultraschallgenerators etwa der seriellen Resonanzfrequenz des Konverters
entspricht.
[0030] Bevorzugt wird der Wert der seriellen und parallelen Resonanzfrequenz automatisch
ermittelt, bevor der Ultraschallkonverter mit einer Last R
s beaufschlagt wird oder während die Last R
s noch verhältnismässig gering ist, d.h. wenn der Resonanzkreis eine hohe Güte (Q)
aufweist.
[0031] Während dem Frequenzscan ist es vorteilhaft, zwischen den Ultraschallgenerator und
den Ultraschallkonverter in Serie einen Widerstand einzusetzen. Damit wird vermieden,
dass bei fehlender Last R
s am Ultraschallkonverter zu hohe Ströme und Spannungen entstehen. Bei Normalbetrieb
des Generators wird der Widerstand überbrückt.
[0032] Der auf diese Weise bestimmte Wert des Frequenzabstand und andere Parameter können
gespeichert und dazu verwendet werden, den Beginn des zweiten Bereichs im zweiten
Zeitabschnitt zu bestimmen. Wenn sich die Frequenz des Generators ausgehend von der
parallelen Resonanzfrequenz um den vorher bestimmten Frequenzabstand verändert hat,
entspricht die Frequenz des Generators etwa der seriellen Resonanzfrequenz. Da sich
der Frequenzabstand bei zunehmender Last meist verändert, wird im allgemeinen allerdings
die Generatorfrequenz nicht genau der seriellen Resonanzfrequenz entsprechen.
[0033] In einem alternativen Ausführungsbeispiel ist es denkbar, bei Erreichen des Schwellwertes
der Konverterspannung die Konverterspannung konstant auf diesem Wert zu halten. Dazu
wird die Spannung U
o des Generators reduziert. Gleichzeitig wird die Phasendifferenz auf einem wie vorstehend
definierten Minimalwert, vorzugsweise gegen Null geregelt, sodass die Frequenz des
Ultraschallgenerators etwa der parallelen Resonanzfrequenz folgt. Auch diese Ausführungsbeispiel
erlaubt einen verlängerten Betrieb mit weiter zunehmender Last, auch wenn die maximal
zulässige Konverterspannung bereits erreicht wurde. Im Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel
wird die abgegebene Leistung schneller begrenzt.
[0034] Das erfindungsgemässe Verfahren wird vorteilhaft mit einer Kombination eines schnellen
analogen Reglerteils mit einem langsamen digitalen Steller ausgeführt. Der Analogregler
reagiert sofort bei jeder Laständerung, der Digitalsteller greift nur ein, wenn die
Phasen, Strom- und Spannungswerte einen gewissen Grenzwert überschritten haben. Bei
zu hoher Wandlerspannung wird dann durch den Microcontroller die Arbeitsfrequenz auf
einen Bereich in die Nähe von f
s verschoben. Hierdurch kann das System bei gleicher Spannung eine um typisch

grössere Leistung abgeben. Es ist notwendig eine analoge Komponente in der Regelung
einzusetzen, damit kurze Reaktionszeiten erreicht werden können. Die Regelung der
Phasenverschiebung erfordert eine Anpassung der als Stellgrösse dienenden Frequenz
des Generators im Bereich von Millisekunden. Auf der anderen Seite ist es mit einem
rein analogen Regelkreis nicht möglich, die Frequenz des Generators von der parallelen
Resonazfrequenz in Richtung der seriellen Resonanzfrequenz zu verändern. Aus diesem
Grund weist die Regelung gemäss der vorliegenden Erfindung eine zusätzliche digitale
Komponente auf. Die digitale Komponente wirkt, insbesondere durch Vorgabe eines sich
veränderten Sollwertes für die Phasenverschiebung auf den analogen Teil der Regelung
ein.
[0036] Der Generator weist Schaltkreise zur analogen Signalverarbeitung und Schaltkreise
zur digitalen Signalverarbeitung auf. Die Schaltkreise zu digitalen Signalverarbeitung
wirken dabei vorteilhaft auf die der analogen Signalverarbeitung ein.
[0037] Die vorgehend verwendeten Begriffe, insbesondere Resonanzfrequenzen und die in den
Formeln wiedergegebenen Werte beziehen sich auf ein Ersatzschaltbild des Ultraschallkonverters.
Das Ersatzschaltbild ist in den Figuren wiedergegeben. Die Erfindung wird im Folgenden
anhand der Zeichnungen und in Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- Ersatzschaltbild eines piezoelektrischen Ultraschallkonverters (1) mit einem Ultraschallgenerator
(2),
- Figur 2
- Darstellung der Ausgangsleistung in Abhängigkeit der Lastimpedanz gemäss einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Figur 3
- Darstellung der Ausgangsleistung in Abhängigkeit der Lastimpedanz gemäss einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Figur 4
- schematische Darstellung der Lastimpedanz bei geringer Belastung in Abhängigkeit der
Frequenz,
- Figur 5
- schematische Darstellung einer Sollwertkurve für die Phasenverschiebung,
- Figur 6
- schematische Darstellung der Regelungsanordnung
- Figur 7
- schematische Darstellung eines Regelkreises und
- Figur 8
- Ersatzschaltbild eines alternativen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemässen Generators
und Konverters.
[0038] Figur 1 zeigt das Ersatzschaltbild für einen Ultraschallgenerator 2 mit einem Ultraschallkonverter
1.
[0039] Der Generator 2 wird als Stromquelle betrieben und liefert eine Spannung U
0 mit einer Frequenz f, welches zu einer Konverterspannung U
pzt und einem Ausgangsstrom l
out führt.
[0040] L
k bezeichnet eine induktive Kompensationsanordnug, mittels welcher der Ausgangskreis
des Ultraschallgenerator 2 auf den Ultraschallkonverter 1 abgestimmt wird.
[0041] l
out bezeichnet den vom Ultraschallgenerator 2 gelieferten Strom. U
pzt bezeichnet die Konverterspannung. Die Konverterspannung ist die Spannung, die an
den PZT-Elementen (Scheiben) des Ultraschallkonverters 1 anliegt. Mit R
s ist die auf den Ultraschallkonverter 1 einwirkende Last bezeichnet. Die Grössen L
s und C
s sind die elektrischen Equivalente der Masse und der Elastizität des mechanischen
Schwinggebildes.
[0042] In Figur 2 ist schematisch die Ausgangswirkleistung des Generators in Abhängigkeit
der Lastimpedanz dargestellt.
[0043] Die Kurve 21 bezeichnet dabei die maximal zu erreichende Ausgangswirkleistung beim
Betrieb des Generators in der parallelen Resonanzfrequenz f
p. Die Leistung ist durch die maximal am Konverter anlegbare Spannung U
pzt max begrenzt. Die Kurve 22 bezeichnet die maximal erreichende Ausgangsleistung bei Betrieb
des Ultraschallgenerators 2 in der seriellen Resonanzfrequenz f
s.
[0044] Die Kurve 23 zeigt den Verlauf der Ausgangsleistung des Ultraschallgenerators 2 in
einem ersten Ausführungsbeispiel.
[0045] In einem ersten Zeitabschnitt t
1, t
2 wird die Spannung U
0 und damit die mechanische Amplitude konstant gehalten. Mit zunehmender Last am Konverter
1 nimmt dabei die Ausgangsleistung des Generators 2 zu. Bei zunehmender Last kann
sich gleichzeitig der Wert der parallelen Resonanzfrequenz f
p des Ultraschallkonverters 1 verändern. Die Frequenz f des Ultraschallgenerators 2
wird der sich verändernden parallelen Resonanzfrequenz nachgeführt. Die Nachführung
erfolgt durch Regelung der Differenz der Phaselage der Spannung U
0 und des Ausgangsstroms l
out auf den Wert nahe 0°. Bei Erreichen der maximalen Ausgangsleistung des Generators
im Zeitpunkt t
2 ist der erste Zeitabschnitt t
1, t
2 abgeschlossen, in welchem mit konstanter mechanischer Amplitude gearbeitet wird.
[0046] In einem weiteren Zeitabschnitt t
2, t
3 wird mittels der Spannung U
0 die mechanische Ampitude reduziert. Dadurch wird die Konverterspannung U
pzt auf dem maximal zulässigen Wert U
pzt max gehalten. Die Konverterspannung U
pzt ist Regelgrösse. Der Sollwert ist U
pzt max. Stellgrösse ist dabei Spannung U
0. Die Spannung U
0 wird bis auf einen Wert reduziert, der ca. 50% der mechanischen Amplitude im ersten
Teilzeitabschnitt t
1 ,t
2 entspricht.
[0047] Mit der in Figur 2 beschriebenen Regelung ist es möglich, auch nach Erreichen der
maximalen Ausgangsleistung mit weiter zunehmender Last gearbeitet werden kann, ohne
dass ein Risiko der Zerstörung des Ultraschallkonverters 1 besteht. Die Leistungsabgabe
nimmt aber ab.
[0048] In Figur 3 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel dargestellt. Im Gegensatz zum
Ausführungsbeispiel in Figur 2 ist der zweite Zeitabschnitt t
2,t
3 in einen ersten Bereich t
2,t
x und in einen zweite Bereich t
x,t
3 aufgeteilt. Die Regelung im ersten und im zweiten Bereich ist dabei unterschiedlich.
Die Kurve 24 zeigt den Verlauf der Ausgangsleistung im alternativen Ausführungsbeispiel.
[0049] Im ersten Bereich t
2,t
x wird die Ausgangsleistung P
out des Generators bei zunehmender Last (R
s) auf dem maximalen Wert von 100% Leistung konstant gehalten, darf aber auch ansteigen.
Regelgrösse ist P
out während die Spannung U
0 Stellgrösse ist. Gleichzeitig wird die Frequenz f der Spannung U
0 vom Wert der parallelen Resonazfrequenz f
p in Richtung der seriellen Resonanzfrequenz f
s verändert. Die Veränderung der Frequenz f wird durch Regelung der Phasendifferenz
zwischen Spannung U
0 und Ausgangsstrom l
out auf eine entsprechende Sollwertkurve (Figur 5) kontrolliert. Ausgehend von dem vorgängig
bestimmten Frequenzabstand Δf zwischen der parallelen Resonanzfrequenz f
p und der seriellen Resonanzfrequenz f
s wird die Frequenz von der parallelen Resonanzfrequenz f
p um den Frequenzabstand Δf verschoben.
[0050] Das in Figur 3 dargestellte Ausführungsbeispiel ist gegenüber dem Ausführungsbeispiel
in Figur 2 insofern vorteilhaft, dass die der in Figur 3 schraffiert dargestellten
Fläche entsprechende Leistung zusätzlich in das System eingebracht werden kann.
[0051] Im ersten Zeitabschnitt wird die Phasenverschiebung Δϕ auf 0° geregelt. Stellgrösse
ist die Frequenz f der Spannung U
0
[0052] Im zweiten Zeitabschnitt wird die Ausgangsleistung P
out konstant gehalten. Die Phasenverschiebung Δϕ hat keinen konstanten Sollwert mehr
sondern folgt einer Sollwertkurve, welche durch den digitalen Reglerteil bestimmt
wird (siehe Figur 5). Der Sollwert für die zulässige Phasenverschiebung Δϕ wird im
Mikroprozessor anhand der Werte von U
0, l
out und U
pzt bestimmt. Stellgrössen sind die Frequenz f und der Spannungswert von U
0. In Figur 6 ist also schematisch eine Kombination eines digitalen und analogen Regelverfahrens
gezeigt.
[0053] Nach Erreichen der maximalen Nennleistung (100%) zum Zeitpunkt t
2 in Figur 2 bzw. nach Erreichen der seriellen Resonanzfrequenz im Zeitpunkt t
x wird die Phasenverschiebung Δϕ konstant gehalten. Im Ausführungsbeispiel von Figur
2 wird die Phasenverschiebung konstant auf dem Wert nahe 0° gehalten. Im Ausführungsbeispiel
gemäss Figur 3 wird im zweiten Bereich t
x,t
3 die Phasenverschiebung auf einem konstanten Wert gehalten. Damit wird erreicht, dass
die Frequenz f der Spannung U
0etwa der sich bei weiter zunehmender Last verändernden seriellen Resonanzfrequenz
folgt.
[0054] Gleichzeitig wird im Zeitabschnitt t
2,t
3 gemäss Figur 2 bzw. im zweiten Bereich t
x,t
3 gemäss Figur 3 die Konverterspannung U
pzt auf einen konstanten (auf den maximal zulässigen) Wert geregelt. Stellgrössen sind
die Frequenz f und die Spannung U
0 des Generators 2.
[0055] Im Fall des Ausführungsbeispiels gemäss Figur 2 ist der digitale Regler nicht zwingend
nötig, da die Phasenverschiebung Δϕ auf den Wert nahe 0° geregelt wird. Im Ausführungsbeispiel
gemäss Figur 3 wird die Phasenverschiebung Δϕ auf einen vorher bestimmten Wert vom
Digitalregler vorgegebenen und von U
0, l
out und U
pzt abhängigen Wert geregelt.
[0056] In Figur 4 ist schematisch die Abhängigkeit des Betrages der Lastimpedanz Z
L (bei geringer Last) von der Frequenz f der Spannung U
0 dargestellt. Wenn die Frequenz f der parallelen Resonanzfrequenz f
p entspricht, ist die Lastimpedanz Z
L maximal. Wenn die Frequenz der seriellen Resonanzfrequenz f
s entspricht, ist die Lastimpedanz Z
L minimal.
[0057] Vor der Durchführung eines Betriebszyklus, z.B. eines Schweissvorgangs wird mit einem
Frequenzscan die in Figur 4 gezeigte Kurve ermittelt. Damit lässt sich die parallele
Resonanzfrequenz f
p und der Frequenzabstand Δf zwischen der parallelen Resonanzfrequenz f
p und der seriellen Resonanzfrequenz f
s ermitteln. Das Ausmessen der parallelen Resonanzfrequenz f
p bei kleinen Lasten (Leerlauf) erlaubt es, beim Beginn des Vorganges mit einer Frequenz
f des Generators 2 zu beginnen, die nahe der parallelen Resonanzfrequenz f
p liegt oder dieser entspricht. Der Frequenzabstand Δf erlaubt es, in der Bereich t
2,t
x gemäss Figur 3 den Generator von der parallelen Resonanzfrequenz in Richtung der
seriellen Resonanzfrequenz zu führen.
[0058] In Figur 5 ist eine mögliche Sollwertkurve für die Phasenverschiebung gemäss dem
Ausführungsbeispiel aus Figur 3 gezeigt. Im Zeitabschnitt t
1 ,t
2 wird die Phasenverschiebung Δϕ konstant auf 0° geregelt. Damit wird erreicht, dass
die Frequenz f der Spannung U
0 der parallelen Resonanzfrequenz f
p folgt. Im zweiten Zeitabschnitt t
2,t
3 wird in einem ersten Bereich t
2,t
x eine Veränderung der Phasenverschiebung Δϕ zugelassen. Die Veränderung wird vom digitalen
Regler 3 vorgegeben. Die Phasendifferenz Δϕ wird so verändert, dass zum Zeitpunkt
t
x die Frequenz f der Spannung U
0 sich gegenüber der parallelen Resonanzfrequenz f
p etwa um den Frequenzabstant Δf verändert hat. Zum Zeitpunkt t
x am Anfang der zweiten Bereich t
x,t
3 entspricht die Frequenz f der Spannung U
0 etwa der seriellen Resonanzfrequenz f
s. Während der zweiten Bereich tx,t
3 wird die Phasenverschiebung konstant auf diesem Wert gehalten.
[0059] In Figur 6 ist schematisch die Kombination eines analogen Reglers 4 mit digitalen
Regler 3 gezeigt.
[0060] Mit einer Messanordnung 5 werden die zeitabhängigen Werte der Spannung U
0, des Ausgangsstroms l
out und der Konverterspannung U
pzt gemessen. Um eine Regelung mit hoher Dynamik zu gewährleisten wird ein analoger Reglerteil
4 verwendet, der den Generator 2 in der Frequenz f regelt. Mit einem digitalen Regler
3 wird dem analogen Regler 4 der Sollwert für die Phasenverschiebung zwischen der
Spannung U
0 und dem Ausgangsstrom l
out vorgegeben. Der digitale Regler 3 ist (beim Ausführungsbeispiel gemäss Figur 3) so
programmiert, dass bis zum Erreichen eines Schwellwertes U
pzt max der Konverterspannung U
pzt als Phasenverschiebung nahe 0° vorgegeben wird. Bei Erreichen des Schwellwertes U
pztmax gibt der digitale Regler 3 eine sich gemäss Figur 5 veränderte Phasenverschiebung
Δφ vor. Selbstverständlich kann der Anstieg der Phasenverschiebung auch stufenförmig,
progressiv, degressiv erfolgen (siehe gestrichelte Kurven in Figur 5). Bei Erreichen
der ausgehend vom Frequenzabstand Δf zwischen der parallelen Resonanzfrequenz f
p und der seriellen Resonanzfrequenz f
s im Zustand ohne Last berechneten Phasenverschiebung gibt der digitale Regeler 3 wiederum
einen konstanten Wert für die Phasenverschiebung Δϕ vor, der aber nicht gleich 0°
ist. In diesem Zeitabschnitt wird vom digitalen Regler ausserdem eine Regelung der
Ausgangsleistung P
out auf den Maximalwert von 100% Nennleistung vorgegeben. Dank der Kombination einer
analogen und einer digitalen Regelung ist es möglich, mit ausreichender Dynamik ein
Regelungsverfahren durchzuführen, bei welchem die Frequenz f der Spannung U
0 des Generators 2 von der parallelen Resonanzfrequenz f
p in Richtung der seriellen Resonanzfrequenz f
s bewegt werden kann.
[0061] Wenn der analoge Regelkreis keinen nutzbares Phasensignal feststellt, übernimmt der
digitale Regler zu 100% die Kontrolle der Frequenz und errechnet sich aus den gemessen
Werte die Lastimpedanz, welche zum Regeln der Frequenz benötigt wird.
[0062] Der digitale Regler enthält Algorithmen, die bei Mehrfachresonanzen im Arbeitsbereich
den Regelbereich beider Regler automatisch einengen und die optimale Arbeitsfrequenz
auswählt.
[0063] Der digitale Regler kommuniziert mit einem Bus- und/oder Benutzer-Interface. Alle
Betriebszustände können einer überlagerten Steuerung oder Rechner zur Kontrolle und
Protokollierung übergeben werden.
[0064] Figur 7 zeigt das schematische Block- oder Funktions-Schaltbild eines Regelkreises
für den erfindungsgemässen Ultraschallgenerator. Gemäss Figur 7 ist dabei der Anteil
einer analogen und einer digitalen Regelung variabel einstellbar.
[0065] Der Regelkreis weist einen Phasenvergleicher 30 zum Bestimmen der Phase zwischen
den Rückführgrössen Spannung U
0 und Ausgangsstrom l
out auf. Die vom Phasenvergleicher 30 bestimmte Phasenverschiebung Δϕ wird in einem Sollwertvergleicher
31 mit einem Sollwert Δϕ
soll verglichen. Der Sollwert Δϕ
soll wird von einem Sollwertgeber 40 vorgegeben. Ein Sollwertgeber bzw. Steller 33 kann
einen variablen Sollwert vorgeben. Der vom Steller 33 ausgegebene Sollwert kann durch
eine digitale Signalverarbeitungsanordnung 34 bestimmt werden. Aufgrund der Messgrössen
Ausgangsstrom, Spannung und Konverterspannung werden verschiedene Sollwerte bzw. Sollwertkurven
vorgegeben.
[0066] Ein Regler 32 verändert über einen als Stellglied wirkenden Voltage Controlled Oscilator
36 die Frequenz f des Generators 2.
[0067] In einem ersten Betriebsmodus kann als Sollwert für die Phasenverschiebung Δϕ vom
Steller 40 ein Wert von Null oder nahe bei Null vorgegeben werden. Im ersten Zeitabschnitt
t
1,t
2 (siehe Fig. 2, 3) wird in diesem Betriebsmodus gearbeitet. Die Regelung erfolgt dabei
vorzugsweise nur durch den Regler 32 in der beschriebenen Weise und damit zu 100%
analog.
[0068] Der Regelkreis weist ausserdem einen Schwellwertbegrenzer 38 für eine minimale Frequenz
f
min und eine maximale Frequenz f
max des Voltage Controlled Oscilator 36 auf. Mit dem Schwellwertbegrenzer 38 lässt sich
der Frequenzbereich bestimmen, in welchem die Frequenz des Oszillators 36 verstellbar
ist. Dadurch sind auch die Grenzen der analogen Regelung durch den Oszillator 36 einstellbar.
[0069] Der Regelkreis weist ausserdem schematisch dargestellte Mittel 35 zum Ein- bzw. Ausschalten
des analogen Reglers 32 auf.
[0070] Bei nicht brauchbarem Phasensignal (zum Beispiel bei Verstimmung der Kompensation
L
k und zu grossem Lastwiderstand R
s des Resonanzkreises und fehlendem Nulldurchgang der Phase wenn das System z. B. kapazitiv
wird) wird der analoge Regler 32 ausgeschaltet. Die Regelung erfolgt dann ausschliesslich
digital über den digitalen Frequenzregler 37. Dies kann manuell oder in Abhängigkeit
der Betriebsparameter (vor allem l
out U
o und U
pzt) durch die Ausschaltmittel 35 erfolgen.
[0071] Der Regelkreis weist ausserdem einen digitalen Frequenzregler 37 auf. Aufgrund der
Zeitsignale Ausgangsstrom l
out, Spannung U
0 und Konverterspannung U
pzt kann die Frequenz f des Generators 2 über eine Schaltung 39 zum Verändern (d.h. Erhöhen
oder Reduzieren) der Frequenz geregelt werden.
[0072] Es ist denkbar, die Regelung gleichzeitig analog und digital durchzuführen, wobei
der Anteil des analogen Reglers 32 und der Anteil des digitalen Reglers 37 variabel
eingestellt werden kann.
[0073] Der Anteil wird dabei durch Einstellen der minimalen bzw. maximalen Schwellwerte
f
min und f
max für den Voltage Controlled Oscilator 36 bestimmt. Die Frequenz des Generators 2 wird
dabei sowohl durch den Frequenzregler 37 und die Schaltung 39 als auch durch den Regler
32 und den Oszillator 36 bestimmt. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, den Schwellwertbegrenzer
38 mit einem Mikroprozessor zu beeinflussen, der mit dem digitalen Frequenzregler
37 zusammenwirkt.
[0074] Die Arbeitskurven der Regler 32 und 37 sowie des Stellers 33 und des Sollwertgebers
40 lassen sich dabei empirisch vorbestimmen und z. B. speichern und von einem Microprozessor
abrufen und verarbeiten. Das Ziel ist dabei, maximale Ausgangsleistung bei den verschiedenen
Last-Bedingungen zu fahren und eine Zerstörung des Konverters zu verhindern.
[0075] Die Eigenschaften des Resonanzsystems lassen sich dabei vorteilhaft vor Betriebsbeginn
durch Betreiben der Anordnung in einem Teil-Lastbereich bestimmen.
[0076] Figur 8 zeigt ein Ersatzschaltbild eines Ausführungsbeispiels bei dem durch einen
Frequenzscan die Eigenschaften des Resonanzsystems ermittelt werden. Im Unterschied
zum Ersatzschaltbild gemäss Figur 1 ist in Figur 8 ein Widerstand R
m in Serie zwischen den Generator 2 und den Ultraschallkonverter 1 eingesetzt. Der
Widerstand R
m erlaubt es, beim Frequenzscan zum Bestimmen des Frequenzabstandes Δf das Risiko von
Überspannung oder Überstrom auszuschliessen. Bei normalem Betrieb wird der Widerstand
R
m überbrückt. Die bei diesem Teil-Lastbetrieb ermittelten Werte für Δf und f
p und f
s lassen sich auf bekannte Weise durch nicht dargestellte Messanordnungen messen und
für die Nachstellung der Regler 37 und 32 sowie des Schwellwertgebers 38 und des Stellers
33 einsetzen.
[0077] Dieses System könnte auch bei Ultraschallgeneratoren die nach einem anderen Verfahren
arbeiten als dem vorstehend beschriebenen zum Durchführen eines sicheren Frequenzscans
vorteilhaft sein.
1. Verfahren zum Regeln der Spannungsversorgung für einen Ultraschallkonverter (1) bei
veränderlicher Last (Rs), bei welchem in einem ersten Zeitabschnitt (t1,t2) die Konverterspannung (Upzt) bei zunehmender Last (Rs) zunimmt, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb eines vorbestimmbaren Schwellwertes
(Upzt max) der Konverterspannung (Upzt) in einem zweiten Zeitabschnitt (t2,t3) die Spannung (U0) des Ultraschallgenerators (2) derart reduziert wird und/oder die Frequenz (f) der
Spannung (U0) des Ultraschallgenerators (2) derart verändert wird, dass bei weiter zunehmender
Last (Rs) die Konverterspannung (Upzt) kleiner oder gleich dem Schwellwert (Upzt max) der Konverterspannung (Upzt) bleibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Zeitabschnitt (t1,t2) die Phasenverschiebung (Δϕ) zwischen der Spannung (U0) und dem Ausgangsstrom (l0) des Generators (2) Regelgrösse ist, wobei der Sollwert der Phasenverschiebung (Δϕ)
0 ist und wobei die Frequenz (f) der Spannung (U0) Stellgrösse ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten
Zeitabschnitt (t2,t3) in einem ersten Bereich (t2,tx) die Ausgangsleistung (Pout) des Ultraschallgenerators (2) bei zunehmender Last (Rs) konstant gehalten wird und dass die Frequenz (f) der Spannung (U0) von der parallelen Resonanzfrequenz (fp) des Ultraschallkonverters (1) in Richtung der seriellen Resonanzfrequenz (fs) des Ultraschallkonverters (1) verändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zweiten Bereich (tx,t3) des zweiten Zeitabschnittes (t2,t3) die Konverterspannung (Upzt) konstant gehalten wird und die Frequenz (f) der Spannung (Uo) bei zunehmender Last (Rs) in Richtung der seriellen Resonanzfrequenz (fs) des Ultraschallkonverters (1) nachgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten
Bereich (t2,tx) die Phasenverschiebung (Δϕ) Regelgrösse ist, wobei der Sollwert der Phasenverschiebung
(Δϕ) einer vorgegebenen Sollwertkurve, vorzugsweise einer von einem digitalen Regler
(3, 33, 34) in Form eines Mikroprozessors,
Mikrokontrollers oder digitalem Signalprozessors vorgegebenen Sollwertkurve folgt.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich (tx,t3) einsetzt, wenn die Frequenz der Spannung (U0) etwa der seriellen Resonanzfrequenz (fs) entspricht.
7. Verfahren insbesondere nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
zur Bestimmung der Schwingkreisparameter eines Ultraschallgenerators (2) und eines
Ultraschallkonverters (1) bevor der Ultraschallkonverter (1) mit einer Last (Rs) beaufschlagt wird oder bei geringer Last (Rs) durch Veränderung der Frequenz des Generators (2) ein Frequenzscan durchgeführt
wird, um die serielle und die parallele Resonanzfrequenz (fs,fp) und den Frequenzabstand (Δf) zwischen der parallelen Resonanzfrequenz (fp) und der seriellen Resonanzfrequenz (fs) zu bestimmen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Durchführung des Frequenzscans
ein Widerstand (Rm) in Serie zwischen den Ultraschallgenerator (2) und den Ultraschallkonverter (1)
eingesetzt wird, um die Spannung Upzt am Konverter (1) und/oder die Leistungsaufnahme des Konverters (1) auf vorbestimmbare
Maximalwerte zu begrenzen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite
Bereich (tx,t3) einsetzt, wenn sich die Frequenz (f) der Spannung (U0) um den Frequenzabstand (Δf) verändert hat.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen des Schwellwertes
(Upzt max) der Konverterspannung (Upzt) die Konverterspannung (Upzt) konstant auf dem Schwellwert (Upzt max) gehalten wird, wobei der Wert der Spannung (U0) reduziert wird und wobei die Phasenverschiebung (Δϕ) minimiert wird.
11. Verfahren insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Regelung der Spannungsversorgung analog und digital erfolgt, wobei der Anteil
der analogen und der digitalen Regelung vorzugsweise stufenlos einstellbar ist.
12. Ultraschallgenerator (2), insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 11, mit einer Regelung für die Spannungsversorgung eines Ultraschallkonverters
(1), dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallgenerator (2) Mittel zur analogen
Signalverarbeitung (4, 32, 36) und Mittel zur digitalen Signalverarbeitung (3, 33,
34) aufweist.
13. Ultraschallgenerator nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (3)
zur digitalen Signalverarbeitung in Wirkverbindung mit den Mitteln (4) zur analogen
Signalverarbeitung stehen.
14. Ultraschallgenerator (2) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallgenerator
(2) einen in Serie zwischen den Ultraschallgenerator (2) und den Ultraschallkonverter
(1) schaltbaren oder geschalteten Widerstand (Rm) aufweist.
15. Verfahren zum Regeln der Spannungsversorgung eines Ultraschallkonverters (1), dadurch
gekennzeichnet, dass der Ultraschallgenerator (2) derart betrieben wird, dass die
Frequenz (f) der Spannung (U0) wenigstens zeitweise der seriellen Resonanzfrequenz (fs) des Ultraschallkonverters (1) entspricht.
16. Ultraschallgenerator (2) mit einer Regelung für die Spannungsversorgung eines Ultraschallkonverters
(1), dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung derart ausgebildet ist, dass oberhalb
eines vorbestimmbaren Schwellwertes (Upzt max) der Konverterspannung (Upzt) die Spannung (U0) des Ultraschallgenerators (2) derart verändert wird, dass bei weiter zunehmender
Last (Rs) die Konverterspannung (Upzt) kleiner oder gleich dem Schwellwert (Upzt max) der Konverterspannung (Upzt) bleibt.