[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anbringen von Trinkhalmen der
im Oberbegriff von Anspruch 1 erläuterten Art.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 197 45 855 bekannt. Die bekannte Vorrichtung
verwendet eine Übergabeeinrichtung in Form einer Drehtrommel, auf deren Umfang ein
Trinkhalmband zugeführt wird, das aus noch zusammenhängenden Verpackungen von einzeln
verpackten Trinkhalmen besteht. Weiterhin enthält das Trinkhalmband bereits vorab
aufgebrachte Klebepunkte, die zunächst mit einem Abdeckband abgedeckt sind. Kurz vor
dem Aufbringen auf den Standboden-Beutel wird das Abdeckband von den Klebepunkten
abgezogen und die Trinkhalmverpackungen vereinzelt, bevorzugt zerschnitten, so dass
dann durch die Walze, unterstützt durch einen Andrückfinger, auf jeden Beutel jeweils
ein Trinkhalm aufgeklebt werden kann. Die bekannte Vorrichtung ist zum Aufbringen
von Trinkhalmen auf stehend auf einem Förderband geförderter Standboden-Beutel ausgelegt,
wobei die Übergabeeinrichtung mit der Förderfläche einen rechten Winkel einschließt.
[0003] Aus der EP 149 076 B1 ist eine weitere Vorrichtung zum Anbringen von Trinkhalmen
beschrieben, die zum Aufbringen von Trinkhalmen an liegenden Beuteln ohne Boden ausgebildet
ist. Die Übergabevorrichtung für die Trinkhalme erstreckt sich hier parallel zur Förderfläche,
auf der die Beutel liegen.
[0004] Die US-A-4 584 819 beschreibt eine Vorrichtung zum Anbringen eines Trinkhalms an
einer Aufnahmefläche eines mit einem Boden versehenen, im Wesentlichen quaderförmigen
Behälters. Beim Übergeben des Trinkhalms steht der Behälter auf seinem Boden und der
Trinkhalm wird auf eine Aufnahmefläche aufgebracht, die sich im Wesentlichen senkrecht
zur Förderfläche erstreckt. Die Übergabeeinrichtung für die Trinkhalme oder dgl. ist
schräggestellt, um eine diagonale Anbringung der Trinkhalme an der senkrechten Aufnahmefläche
zu gewährleisten.
[0005] Die US-A-4 584 046 beschreibt eine Vorrichtung zum Anbringen von Trinkhalmen oder
dgl. an Behältern, die einen Standboden aufweisen. Die Behälter sind entweder quaderförmig
oder haben einen trapezförmigen Querschnitt. Beim Übergeben der Trinkhalme stehen
die Behälter mit ihrem Boden auf der Förderflächen, und der Trinkhalm wird auf diejenige
Fläche aufgebracht, die sich an die auf der Förderfläche stehende Bodenfläche anschließt.
[0006] Standboden-Beutel haben jedoch keine parallelen Seitenflächen, sondern bestehen aus
zwei rechteckigen Folienstücken, die entlang ihrer Längsränder aufeinanderliegend
befestigt sind, und die im Bereich ihrer unteren Querränder einen eingesetzten oder
angeformten Standboden aufweisen und im Bereich ihrer oberen Querränder unmittelbar
aufeinanderliegend verschweißt sind, so dass sich ein im wesentlichen dreieckiger
Längsschnitt ergibt. Sowohl bei einer stehenden Förderung als auch bei einer liegenden
Förderung befinden sich somit die Anbringflächen am Beutel nicht parallel zur Förderfläche
und somit auch nicht parallel zur Übergabeeinrichtung für die Trinkhalme. Normalerweise
stört dies nicht, wie auch die gut funktionierenden Vorrichtungen des Standes der
Technik zeigen.
[0007] Erfindungsgemäß hat sich jedoch herausgestellt, dass die Handhabungsgeschwindigkeit
bei dieser senkrechten bzw. parallelen Anordnung der Übergabeeinrichtung zur Förderfläche
noch optimiert werden kann.
[0008] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Anbringen von
Trinkhalmen an Standboden-Beuteln derart zu verbessern, dass ihre Fördergeschwindigkeit
erhöht wird.
[0009] Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann der Bewegungsweg der Trinkhalme verkürzt
und die Trinkhalme können in einer parallelen Bewegung, ohne Winkeländerung, von der
Übergabeeinrichtung auf den Beutel verbracht werden. Die dadurch erzielten Geschwindigkeitserhöhungen
liegen zwar im Bereich von Bruchteilen von Sekunden, bei einem Massenprodukt wie es
Standboden-Beutel darstellen, und bei den hohen Durchsätzen, die moderne Beutelbefüll-
und Verpackungsanlagen erreichen, führt auch eine derartig geringe Geschwindigkeitserhöhung
zu einem wirtschaftlicheren Ergebnis.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, und
- Fig. 2
- Einzelheiten der Vorrichtung nach Fig. 1 in schematischer Darstellung.
[0013] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Vorrichtung 1 zum Aufbringen von Trinkhalmen 2 auf eine
Aufnahmefläche 3a von Standboden-Beuteln 3. Die Standboden-Beutel werden liegend auf
einem Horizontatförderband 4 in Richtung senkrecht zur Darstellung in Fig. 1 transportiert,
wobei die Oberseite des Horizontalförderers 4 eine im wesentlichen horizontale Förderfläche
4a bildet.
[0014] Die Vorrichtung 1 enthält eine Übergabeeinrichtung 5, die eine Übergabetrommel 6
aufweist, die von einem Motor 7 um eine Drehachse 6a rotierend angetrieben wird. Die
Übergabetrommel 6 weist an ihrem Umfang Ausnehmungen 8 auf, die jeweils einen der
Trinkhalme 2 aufnehmen können. Die Trinkhalme 2 sind einzeln in Verpackungen 9a verschweißt,
die vor dem Erreichen einer Schneideinrichtung 10 noch in einem fortlaufenden Trinkhalmband
9 zusammenhängen Die Verpackungen 9a sind bereits mit Klebepunkten versehen, die mit
einem Abdeckband 11 geschützt abgedeckt sind. Das Trinkhalmband 9 wird durch nicht
gezeichnete Zufuhrvorrichtungen zugeführt, durch eine Andrückrolle 12 gegen die Übergabetrommel
6 gedrückt, während das Abdeckband 11 über eine Rolle 13 abgezogen wird, die synchron
mit der Übergabetrommel 6 durch den Motor 7 angetrieben wird. Der Übergabetrommel
6 ist ein Übergabefinger 14 zugeordnet, der um einen Schwenkarm 15 in Richtung des
Doppelpfeiles bewegbar ist und die durch die Schneideinrichtung 10 vereinzelten Verpackungen
9a zusammen mit dem Trinkhalm 2 auf die Aufnahmefläche 3a der auf dem Förderer 4 liegend
antransportierten Beutel drückt, so dass die Klebestellen haften können.
[0015] Die Drehachse 6a der Übergabetrommel 6 ist um einen Winkel α gegenüber der Förderfläche
4a geneigt. Der Winkel α ist kleiner als 90° und entspricht bevorzugt dem Winkel α,
unter dem die Aufnahmefläche 3a zur Förderfläche 4a geneigt ist, wenn der Standboden-Beutel
3 liegend auf der Förderfläche 4a transportiert wird. Dieser Winkel α entspricht weiterhin
etwa dem Winkel, den die Aufnahmefläche mit der gegenüberliegenden Fläche des Beutels
3, die auf der Förderfläche 4a aufliegt, einschließt. Da mit Getränken gefüllte Standboden-Beutel
nicht exakt formhaltend sind, da sie meist aus Kunststofffolie oder Aluminium-(Laminat)-Folie
bestehen, kann der Winkel α auch als Mittelwert bestimmt werden.
[0016] Im Betrieb werden die Standboden-Beutel 3 in einer fortlaufenden Reihe auf dem Förderer
4 der Übergabeeinrichtung 5 zugeführt, die Übergabetrommel 6 wird synchron mit der
Fördergeschwindigkeit des Förderers 4 um die Achse 6a gedreht, das Trinkhalmband 9
wird kontinuierlich zugeführt, der Abdeckstreifen 11 wird kontinuierlich entfernt,
die einzelnen Verpackungen 9a werden durch die Schneideinrichtung taktweise vom Trinkhalmband
9 vereinzelt und durch den Andrückfinger 14 taktweise auf die Aufnahmefläche 3a der
Standboden-Beutel gedrückt. Zum Festhalten der bereits vereinzelten Trinkhalmverpackungen
9a kann die Übergabetrommel 6 als Saugtrommel ausgebildet sein. Auch können zwei nebeneinanderliegende
Übergabetrommeln verwendet werden, die zueinander einen Abstand aufweisen, der es
dem Finger 14 gestattet, zwischen den Trommeln zu arbeiten, so dass eine noch bessere
Unterstützung der vereinzelten Trinkhalmverpackungen 9 erreicht wird.
[0017] Durch die Schrägstellung der Drehachse 6a bezüglich der Förderfläche 4a trifft die
Trinkhalmverpackung 9a genau parallel zur Aufnahmefläche 3a auf diese auf, muss also
nicht eine Verschiebe- und Klappbewegung durchführen, wie dies bisher notwendig war.
Auf diese Weise kann die Förderbewegung noch weiter beschleunigt werden.
[0018] In Abwandlung des beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiels kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung auch zum Aufbringen von Trinkhalmen auf stehend geförderte Standboden-Beutel
verwendet werden, nur muss dort der Neigungswinkel auf den größeren spitzen Winkel
eingestellt werden, den die Aufnahmefläche zur Förderfläche einnimmt und der etwa
90° minus dem halben Einschlusswinkel zwischen der Aufnahmefläche und der gegenüberliegenden
Fläche am Standboden-Beutel beträgt.
[0019] In weiterer Abwandlung des beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiels können
auch andere Übergabeeinrichtungen verwendet werden, die in der Lage sind, Trinkhalme
äußerst schnell aufzubringen. Es ist weiterhin nicht unbedingt erforderlich, alle
Bauteile der Vorrichtung schrägzustellen. Es reicht aus, wenn der Trinkhalm beim Übergeben
diesen Winkel aufweist.
1. Vorrichtung zum Anbringen eines Trinkhalms (2) an einer Aufnahmefläche (3a) eines
Standboden-Beutels (3), der auf einer Förderfläche (4a) einer Übergabeeinrichtung
(5) für Trinkhalme zuführbar ist, wobei die Aufnahmefläche (3a) mit einer gegenüberliegenden
Außenfläche (3b) im Bereich ihrer oberen Querränder unter Einschluss eines spitzen
Winkels (α) verschweißt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Standboden-Beutel (3) mit der der Aufnahmefläche (3a) gegenüberliegenden Außenfläche
(3b) auf der Förderfläche (4a) liegt und so angeordnet ist, dass sich der spitze Winkel
(α) quer zur Förderrichtung (F) erstreckt, und dass die Übergabeeinrichtung (5) so
angeordnet ist, dass der Trinkhalm (2) beim Übergeben mit der Förderfläche (4a) den
spitzen Winkel (α) quer zur Förderrichtung der Beutel (3) einschließt und in einer
parallelen Bewegung auf den auf der Förderfläche (4a) liegenden Standboden-Beutel
(3) übergeben wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabeeinrichtung eine um eine Mittelachse (6a) drehbare Übergabetrommel (6)
enthält, an deren Umfang die Trinkhalme (2) zuführbar sind, wobei die Mittelachse
(6a) um den spitzen Winkel (α) geneigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) weniger als 45° beträgt.
1. Apparatus for attaching a drinking straw (2) to a holding face (3a) of a stand-up
pouch (3) that can be fed on a conveying surface (4a) to a drinking-straw transfer
device (5), the said holding face (3a) being welded to an opposing outer face (3b)
in the region of their upper transverse edges with inclusion of an acute angle (α),
characterized in that the stand-up pouch (3) lies with its outer face (3b) which opposes its holding face
(3a) on the conveying surface (4a) and is arranged with the acute angle (α) extending
transversely across the conveying direction (F), and in that the transfer device (5) is arranged so that upon transfer, the drinking straw (2)
includes the acute angle (α) with the conveying surface (4a) transversely across the
conveying direction of the pouches (3) and is transferred in a parallel motion on
to the stand-up pouch (3) lying on the conveying surface (4a).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the transfer device comprises a transfer drum (6) which is rotatable about a central
axis (6a) and at whose periphery the drinking straws (2) are feedable, the central
axis (6a) being inclined at the acute angle (α).
3. Apparatus according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the angle (α) is less than 45°.
1. Dispositif pour appliquer une paille (2) sur une surface support (3a) d'un sac à fond
de pose (3), pouvant être amené, sur une surface de manutention (4a), à un dispositif
de transfert (5) pour des pailles, la surface support (3a) étant soudée à une face
extérieure (3b) opposée, dans la zone de ses bords transversaux supérieurs, en faisant
un angle (α) aiguë, caractérisé en ce que le sac à fond de pose (3) est placé avec la face extérieure (3b), opposée à la face
support (3a), sur la surface de manutention (4a), et est disposé de manière que l'angle
(α) aiguë s'étende transversalement par rapport à la direction de manutention (F),
et en ce que le dispositif de transfert (5) est disposé de manière que, lors du transfert, la
paille (2) fasse, avec la face de manutention (4a), l'angle (α) aiguë transversalement
par rapport à la direction du sachet (3) et soit transférée, en un mouvement parallèle,
au sachet à fond de pose (3) posé sur la face de manutention (4a).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de transfert contient un tambour de transfert (6) susceptible de tourner
autour d'un axe médian (6a), tambour sur la périphérie duquel les pailles (2) sont
susceptibles d'être amenées, l'axe médian (6a) étant incliné de la valeur de l'angle
(α) aiguë.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'angle (α) est inférieur à 45°.