[0001] Die Erfindung betrifft das Vorgehen zur Konditionierung, insbesondere in Bezug auf
Wassergehalt, Gas- und Partikelgehalt, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieser
Konditionierung von Flüssigkeitgefüllten Systemen, insbesondere geeignet für elektrische
Einrichtungen mit Flüssigkeit- Zellulose Isolationssystemen, wie diese bei Leistungstransformatoren
verwendet werden. Der Anspruch bezieht sich unabhängig davon auf das Konditionieren
von Flüssigkeiten und Flüssigkeiten verwandter Art in und außer Betrieb unter Verwendung
der im weiteren beschriebenen Vorrichtung.
[0002] Die Verwendung der Vorrichtung nach der Erfindung insbesondere, aber nicht beschränkt,
auf die Trocknung von flüssigkeitsgefüllten Transformatoren mit Zelluloseisolation
beruht auf der Eigenschaft der Transformatoren, daß durch innere Vorgänge Wasser entsteht
oder von außen Wasser eindringt. Das Wasser wird zu über 95% in der Zellulose gespeichert,
geht aber in Abhängigkeit von der Temperatur in die Isolierflüssigkeit über. Diese
temperaturabhängige Wanderung des Wasser zwischen fester Isolation unf flüssigem Ilsoliermittel
kann bei hinreichendem Wassergehalt bei steigender Temperatur zum Verlust der notwendigen
dielektrischen Eigenschaften und somit zum Zusammenbruch des Gerätes führen.
[0003] Aus diesem Grund muß das Wasser aus dem System ausgeführt werden, um Isolationsfähigkeit
und damit die Betriebssicherheit sicher zu stellen. Es ist notwendig diesen Vorgang
so zu steuern, daß dabei keine thermische oder mechanische Überlastung des Systems
eintritt Auch eine nachprüfbare Erfolgskontrolle ist unerläßlich.
[0004] Die derzeit üblichen Methoden zur Trocknung solcher Systeme sind nur in begrenztem
Maß in der Lage das Problem in seiner ganzen Komplexität zu lösen. Die zumeist verwendete
Lösung vor Ort mit einer "Flüssigkeitaufbereitung" das Flüssigkeit zu Trocknen trägt
nicht der Tatsache Rechnung, daß die Diffusion des Wassers zwischen Zellulose und
Flüssigkeit langsam verläuft und somit in der relativ kurzen Zeit, in der eine solche
Behandlung durchgeführt werden kann, praktisch nur das Flüssigkeit getrocknet werden
kann und der größere Teil der Feuchtigkeit in der Zellulose und somit im System verbleibt.
Auch andere Methoden der kurzfristigen Tocknung zeigen systematische Probleme, die
deren Anwendung entweder aufwendig, riskant für die gealterte Zellulose macht oder
die chemischen Eigenschaften der behandelten Isolierflüssigkeit nachteilig verändert.
Die aufwendigste Methode ist eine Trocknung im Werk, die einen aufwendigen Transport
und eine weitgehende Demontage erfordert.
[0005] Methoden, bei denen der Transformator vor Ort entleert und mit Vakuum beaufschlagt
wird und mit Niederfrequenzspeisung eine gesteuerte Erwärmung des Systems erreicht
werden soll, sind als riskant für das Isolationssystem zu betrachten und können wegen
des fehlenden Wärmeträgers die nicht beheizten Teile der Isolation nicht erreichen.
Nicht zu vernachlässigen ist auch das Problem der Vormagnetisierung des Eisenkerns
durch den gleichstromähnlichen Niederfrequenzstrom, der bei dem Wiederzuschalten des
Transformators zu unkalklierbaren Übergangsfunktionen des Magnetisierungsstroms führen
kann.
[0006] Grundsätzlich ist festzustellen, daß alle Methoden, die kurzfristig wirken sollen
riskant und aufwendig sind, nicht zuletzt weil auch ein Stillstand der gesamten mit
dem Transformator verbundenen Anlage damit verbunden ist. Aus diesem Grund sind Methoden
vorzuziehen, die die notwendige Konditionierung des Systems langsam und während des
laufenden Betriebs erreichen. An solche Systeme ist als Grundvorraussetzung die Forderung
zu stellen, daß es zu keiner Abdestillation leichter Fraktionen der behandelten Flüssigkeit
kommt, weil andernfalls die ursprünglichen erwunschten Eigenschaften dieser Flüssigkeit
nicht mehr eingehalten werden Aus diesem Grund sind alle Verfahren, die mit Hochvakuum
arbeiten für diese Zwecke ungeeignet.
[0007] Die Erfindung löst die oben beschriebenen Probleme auf grundsätzlich andere Weise.
Um z.B. einen Transformator mit einem Flüssigkeit-Zellulose-System zu trocknen muß
das Flüssigkeit trocken gehalte werden, damit das Wasser aus dem System über ein "Feuchtigkeitspotentialgefälle"
diffundieren kann. Aus diesem Grund wird das zu behandelnde System im Nebenstrom über
mindestens zwei Punkte mittels Rohren oder Schläuchen an die Vorichtung nach der Erfindung
angeschlossen. Die Vorrichtung stellt prinzipiell in Bezug auf die Feuchtigkeit in
dem zu behandelden System eine "Potentialsenke" dar. Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung
ist im Gegensatz zu einer "passiven" Filterung "aktiv", das heißt die aufgenommenen
Stoffe werden gezielt aus dem zu behandelnden System herausgeführt und können nicht
wieder unkontrolliert zurückkehren. Die Arbeitsweise der Anordnung nach der Erfindung
beruht auf zwei Eigenschaften von Zellulosematerialen.
1. Bei niedrigen Temperaturen kann Zellulose beträchtliche Wasermengen aus den Flüssigkeiten,
in die sie eingetaucht wird aufnehmen.
2. Bei relativ geringer Temperaturerhöhung und Druckreduzierung gibt sie das gespeicherte
Wasser wieder leicht ab.
[0008] Aus diesen Grund besteht das Arbeitsprizip der Vorrichtung nach der Erfindung aus
zwei Arbeitszyklen.
1. Sättigungszyklus: Bei dieser Betriebsart wird die Zellulose kühler als das zu behandelnde
System gehalten und dient als "Potentialsenke". In diesem Zustand nimmt sie Wasser
auf bis zur Sättigung.
2. Regenerationszyklus: Bei dieser Betriebsart wird die Vorrichtung von dem zu beandelden
System getrennt, die Zellulose erwärmt und unter Unterdruck gesetzt. Das gespeicherte
Wasser und alle anderen damit verbundenen Stoffe werden entfernt und so deponiert,
daß eine Rückkehr in das zu behandelnde System ausgeschlossen ist (aktives Prinzip).
Danach schaltet das System wieder auf Sättigungszyklus.
Die beiden Zyklen wiederholen sich ständig.
[0009] Technisch wird die Vorrichtung so aufgebaut, daß sich in der Vorrichtung ein Zellulosesatz
befindet, der mittels der im Folgenden beschriebenen Mechanismen den oben dargestellten
Zyklen unterworfen wird.
[0010] Der Vorteil der Trocknung laut Erfindung besteht besonders in der Tatsache, dass
auf diese Art ein dauerhaft niedriger Wassergehalt in Flüssigkeiten gehalten werden
kann. Das ist besonders vorteilhaft z.B. bei den Flüssigkeit-Zellulose-Isoliersystemen
von flüssigkeitsgefüllten Transformatoren. Bei diesen Geräten kann mit Hilfe der Vorrichtung
nach der Erfindung ein "Wassermanagement" erreicht werden, was bedeutet, daß gezielt
und dauerhaft ein niedriger Wassergehalt des gesamten Systems sichergestellt werden
kann ohne das System durch unzulässig hohe Temperaturen oder auf andere Weise unter
Streß zu setzen. Grundsätzlich gilt dieser Vorteil für alle Systeme die Flüssigkeiten
enthalten, für die Wasser und Gase eine störende Beimischung darstellen (z.B. Hydrauliksysteme).
[0011] Zusammengafaßt bestehen die besonderen Vorteile des Systems darin, daß es im üblichen
Alltagsbetrieb des zu behandelnden Systems eingesetzt wird ohne die Betriebstauglichkeit
oder Verfügbarkeit zu beeinträchtigen. Der verwendete Prozess stellt sicher, daß die
physikalischen und chemischen Eigenschaften der Flüssigkeiten oder Flüssigkeits-Feststoffsysteme,
die ihn durchlaufen nicht negativ beeinflußt werden. Weiterhin stellt das aktive System,
das einmal erfaßte Schadstoffe zuverlässig aus dem System herausgeführt werden und
soweit es sich um Flüssigkeitenhandelt, in einem Behälter gesammelt werden. Auf diese
Weise stehen sie einerseits der Überwachung des Ablaufs des Prozesses zur Verfügung
andererseits auch für weitere Analysen zur Feststellung der Herkunft z.B. etwa aus
undichten Wasserkühlern.
[0012] Ein Beispiel der praktischen Anwendung der Vorrichtung nach der Erfindung ist als
Betriebstrocknung elektrischer Anlagen im beigelegten Bild 1 dargestellt. Bei dieser
Anwendung ist der Anschluß als Trocknungsanlage an einen Leistungstransformator dargestellt.
Bild 2 stellt die interne Ausführung der Trocknungsanlage dar. Der Transformator 1
besteht aus dem Kessel 10, der seinen aktiven Teil beinhaltet, bestehend aus dem Magnetkreis
100, und der Wicklung 101, an die von oben durch Verbindungsrohr 111 der Ausdehner
11 angeschlossen ist und zum anderen von links der Anschluss mit linken oberen Stutzen
131 und linken unteren Stutzen 132 mit dem linken Kühler 13 erfolgt und gleichzeitig
ist auch an den Kessel 10 mit den oberen rechten Stutzen 121 und rechten unteren Stutzen
122 der rechte Kühler 12 angeschlossen.
Die Verbindung des Transformators 1 mit der Trockenanlage 2 erfolgt über die Verbindung
241 und der Zuleitung 242 an das rechte Ventil 120 des rechten Flüssigkeitkühlers
12 ist, wobei der Rücklauf 271 der Trocknungsanlage 2 mit der Rücklaufverbindung 272
an das linke Ventil 130 des linken Kühlers 13 des Transformators 1 verbunden ist.
Eine praktische Durchführung der Trocknungsanlage nach der Erfindung zeigt die Zeichnung
Bild 2, diese besteht aus der Hauptkammer 20 in die ein Zellulosefiltereisatz 200
angeordnet ist, wobei der untere Teil der Hauptkammer 20 mit dem Vertikalkanal 203
mit der linken Kammer 23 verbunden ist und der obere Teil der Hauptkammer 20 mittels
Zentralkanal 201 mit der rechten Kammer 21 verbunden ist.
Die linke Kammer 23 ist mittels Überleitrohr 204 mit dem oberen Bereich des Kondensators
28, der durch den Ventilator 280 gekühlt wird,verbunden. Der untere Bereich des Kondensators
28 ist über das Anschlussstück 293 mit dem oberen Bereich des Wasserbehälters 29 verbunden,
in dessen unterem Bereich der Ablasshahn 291 angeordnet ist. Die rechte Kammer 21
ist fest verbunden mit dem Ejektor 210, an dem seitlich das Absaugrohr 216 angeordnet
ist, das über eine Drossel 292 in den oberen Bereich des Wasserbehalters 29 führt,
wobei der obere Bereich des Ejektors 210 mit dem Speiserohr 251 der obere Bereich
des Flussigkeitwarmers 25 verbunden ist, in dem ein Heizkörper 250 angeordnet ist,
und aus dessen unterem Bereich das Entleerungsrohr 27 fuhrt. Die rechte Kammer 21
und linke Kammer 23 ist über Verbinder 211 angeschlossen, der aus dem unteren Bereich
der rechten Kammer 21 über ein drittes Rückschlagventil 231 in die linke Kammer 23
mündet.
An der rechten Seite der Zahnradpumpe 22 ist ein Stutzen 221 angeordnet von dem unmittelbar
nach der Zahnradpumpe 22 das Saugrohr 24 mit eingebauten Saugservoventil 240 abzweigt,
das als Anschluss 241 an das zu behandelnde System z.B. des Transformators verwendet
wird. Der Stutzen 221 befindet sich nach dem zweiten Rückschlagventil 222 angeordnet
an das Entleerungssrohr 27, dessen oberer Bereich einerseits in den unteren Bereich
des Flüssigkeitwärmers 25 mündet, und anderseits von dem Entleerungssrohr 27 der Ausdruckstutzen
212 mit eingebauten ersten Rückschlagventil 213 abzweigt, das in den unteren Bereich
der rechten Kammer 21 mündet, wobei der untere Bereich des Entleerungsrohrs 27 mit
Ausgangsservoventil 270 zum Rücklaufanschluß 271 führt.
Im höchsten Punkt der Hauptkammer 20 ist das Entlüftungsventil 202 angeordnet, das
mittels Entlüftungsrohr 264 mit den oberen Teil des doppelwirkenden Verschlusses 26
verbunden ist, der in seinem inneren Bereich mit einem Schwimmermechanismus 260 ausgerüstet
ist, und aus dessen oberer rechten Seite das Luftabblasventil 261 mündet, wobei aus
dessen rechten unteren Seite das Wenderohr 262 austritt, das über das vierte Rückschlagventil
263 in die linke Kammer 23 mündet.
Die im Beispiel dargestellte Betriebstrocknung nach der Erfindung nutzt die Tatsache,
dass im normalen Betrieb der Transformator 1 durch die Verlustwärme der Wicklung 101
und des magnetischen Kreises 100 erwärmt wird und auf eine wesentlich höhere Durchschnittstemperatur
als die Umgebung kommt. Entsprechend dieser Temperatur stellt sich ein Gleichgewichtszustand
zwischen Wasser in der Isolierflüssigkeit und der Zellulose ein.
Durch die erhöhte Temperatur geht das Wasser aus den festen Isolierstoffen der Wicklung
101 und aus den restlichen in Bild 1 nicht eingezeichneten Teilen des Transformators
1 wie z.B. Zwischenwände, Barrieren, oder Abschirmungen, die aus Zellulose hergestellt
sind, in die Isolierflüssigkeit über. Die heisse und feuchte Isolierflüssigkeit strömt
in den oberen Bereich des Kessels 10 des Transformators 1 und wird in den rechten
Kuhler 12 und linken Kuhler 13 geleitet, wo es abgekuhlt und erneut in den unteren
Bereich des Kessels 10 geleitet wird. Die feuchte und abgekühlte Isolierflüssigkeit
fkießt dann aus dem unteren Bereich des rechten Kühlers 12 des Transformators 1 über
das rechte Ventil 120 und wird im Sättigungszyklus in die Zuleitung 242 des Anschlussstutzen
241 der Trocknungsanlage 2, eingeführt. In der Trocknungsanlage 2 wird das feuchte
Flüssigkeit mit der Temperatur nahe der Umgebungstemperatur durch den Zellulosefiltereinsatz
geführt, wo Wasser und an das Wasser gebundene Substanzen aus der Isolierflüssigkeit
ausgefiltert und in de Zellulose gespeichert werden. Die dabei getrocknete Isolierflüssigkeit
wird aus der Trocknungsanlage 2 über den Ausgangsstutzen 271, Rücklaufrohr 272 und
dem linken Ventil 130 in den unteren Bereich des Transformators 1 geführt. Auf diese
Weise wird der Wassergehalt der Isolierflüssigkeit des Transformators 1. verringert
Die Isolierflüssigkeit mit verringertem Wassergehalt umspült die Wicklung 101 und
den Magnetkreis 100, erwärmt sich allmählich und entnimmt das Wasser aus der Zellulose.
Die feuchte und erwärmte Isolierflüssigkeit tritt dann erneut durch den rechten oberen
Stutzen 121 in den rechten Kühler 12, wo es erneut abkühlt und der gesamte Prozess
wiederholt sich.
Dieser Sättigungszyklus wird bis zur vorgewählten Sättigung des Filtereinsatzes mit
Wasser fortgesetzt. Dann wird der Zufluß feuchter Isolierflüssigkeit aus dem Transformator
1 in die Trocknungsanlage 2 beendet.
[0013] Es fokgt der interne Regenerationszyklus, bei dem der Zellulosefiltersatz wieder
getrocknet wird und das Wasser im Wasserbehälter deponiert wird. Nach der Regeneration
wird die Trocknung im Sättigungszyklus fortgeführt.
[0014] Die oben beschriebenen Zyklen laufen wie folgt ab:
Der Sättigungszyklus der Trocknungsanlage 2 beginnt mit der Öffnung des Saugservoventils
240 und Ausgangsservoventils 270 und der Einschaltung der Zahnradpumpe 22 in den Normalgang.
Die heisse und feuchte Flüssigkeit wird in die Trocknungsanlage 2 mittels Anschlussstutzen
241 angesaugt, und über das Saugrohr 24, den Stutzen 221, das geschlossene Rückschlagventil
213 und in die Zahnradpumpe 22 geführt. Die Zahnradpumpe 22 pumpt die Flussigkeit
durch den Verbindungsstutzen 220 in die linke Kammer 23 und durch den Kanal 203 in
den unteren Bereich der Hauptkammer 20 durch die Zellulosefiltereinsatz 200. Dabei
werden im Zellulosefiltereinsatz 200 aus der Flüssigkeit das Wasser und dem Wasser
ähnliche Substanzen entfernt und die getrocknete Flüssigkeit fließt aus der Hauptkammer
20 durch den Zentralkanal 201 in die rechte Kammer 21 und über die Rücklaufleitung
212, deren Rückschlagventil 213 geöffnet ist wird es durch das geöffnete Rücklaufservoventil
270 und durch den Rücklaufanschluß 271 aus der Trocknungsanlage 2. herausgeführt.
[0015] Das Sättigungszyklus der Trocknungsanlage 2, dauert bis zur vorgewählten Sättigung
des Zellulosefiltereinsatzes 200. Er wird dann Ausschaltung der Zahnradpumpe 22 und
Schliessung des Ansaugservoventils 240 bendet und die Vorrichtung wechselt in den
Regenerationszyklus.
[0016] Im Regenerationszyklus wird die Drehrichtung der Zahnradpumpe 22 auf Gegenstrom geschaltet
die Flüssigkeit durch den Verbindungsstutzen 220 aus der linken Kammer 23 des unteren
Bereiches der Hauptkammer 20 und durch den Überlaufstutzen 211 dessen erstes Rückschlagventil
231 geöffnet ist, auch aus der rechten Kammer 21 abgesaugt. Die abgesaugte Flüssigkeit
wird mittels Zahnradpumpe 22 in den Stutzen 221 gedrückt, dessen Rückschlagventil
213 in Richtung des Entleerungsrohrs 27 geöffnet ist, wo sich der Flüssigkeitstrom
so verteilt, dass eine geringere Flüssigkeitmenge in den Flüssigkeitswärmer 25 läuft,
in dem die Flüssigkeit mit dem Heizkörper 250 aufgeheitzt wird und mittels Speiserohr
251 über den Ejektor 210 die rechte Kammer 21 und in den oberen Bereich der Hauptkammer
20 über der Zellulosefiltereinsatz 200 läuft, wobei die grössere Flüssigkeitmenge
durch das Entleerungsrohr 27 abgeleitet wird und über das geöffnete Ausgangservoventil
270 und durch den Ausgangsstutzen 271 die Trocknungsanlage 2 verlässt.
[0017] In dieser ersten Entgasungsphase des Regenerationszykluss wird aus der linken Kammer
23, der Hauptkammer 20 und der rechten Kammer 23 wesentlich mehr Flüssigkeit abgesaugt,
als die Gesamtflüssigkeitmenge, die in diesem System durch den Ejektor 210 zugeführt
wird. Daher sinkt in allen diesen Kammern rasch der Druck, bis die in der gelösten
Gase Flüssigkeit ausgetrieben werden.
[0018] Dieser Prozess der Entgasung der Flüssigkeites verläuft innerhalb eines vorgegebenen
Zeitintervalls unter stetiger Überwachung des erreichten Vakuums. Wenn am Ende des
Zeitintervalls das geforderte Vakuum erreicht ist, wechselt die Trocknungsanlage 2
automatisch zur Regeneration des Zellulosefiltereinsatzes 200. Falls dieses Vakuum
nicht erreicht wird, muß die Flüssigkeit erst wirksam entgast werden, damit die Regeneration
des Zellulosefiltereinsatzes 200 unter optimalen Bedingungen abläuft.
[0019] Wird das erforderliche Vakuum nicht erreicht, z.B. im Fall, dass die Flüssigkeit
eine grosse Menge von Gasen beinhaltet, wird die Zahnradpumpe 22 abgeschaltet. Die
Flüssigkeit fließt dann in die Trocknungsanlage 2 durch den Ausgangsstutzen 271, das
Entleerungsrohr 27, in die Heizung 25 und mittels Ejektor 210 in die rechte Kammer
21 gleichzeitig auch durch den Überlaufstutzen 211 in die linke Kammer 23. Durch das
Auffüllen der linken Kammer 23 und der rechten Kammer 21 werden in beiden Kammern
die abgeschiedenen Gase, sowie die Mischung von Flüssigkeit und Gasen einerseits in
die rechte Kammer 21 durch den Zentralkanal 201 in den oberen Bereich der Hauptkammer
20 gedrückt und gleichzeitig wird auch der geringere Teil dieser Mischung aus der
linken Kammer 23 durch den Vertikalkanal 203 in den unteren Bereich der Hauptkammer
gedrückt, durchfließt den Zellulosefiltereinsatz 200 und wird in den oberen Bereich
der Hauptkammer 20 unter das Entlüftungsventil 202 eingeleitet. Überschreitet die
Kompression der abgeschiedenen Gase durch die zuströmende Flüssigkeit in der Hauptkammer
20 den atmosphärischen Druck öffnet sich das Entlüftungsventils 202. Das im oberen
Bereich der Hauptkammer 20 abgeschiedene und angesammelte Luftgemisch verläßt das
System durch das geöffnete Entlüftungsventil 202, das Entlüftungsrohr 264, den doppelwirkenden
Verschluss 26, das Ausblasventil 261 in die umliegende Atmosphäre. Ist der obere Bereich
der Hauptkammer 20 von gasfrei, fließt durch das Entlüftungsventil 202 und Entlüftungsrohr
264 in den doppelwirkenden Verschluss 26 Flüssigkeit nach. Dadurch geht der Schwimmermechanismus
260 im doppelwirkenden Verschluss 26 in die obere Endlage verschließt, dadurch das
Luftabblasventil 261 und öffnet den Flüssigkeiteintritt in das Wenderohr 262.
[0020] Danach wird im System erneut durch die im Gegenstrom geschaltete Zahnradpumpe 22
der Druck abgesenkt und der Entgasungsvorgang wiederholt bis in der Hauptkammer 20
das erforderliche Vakuum erreicht wird. Dann geht die Trocknungsanlage 2 zur Regeneration
des Zellulosefiltereinsatzes 200 über, bei der das dort eingelagerte Wassers herausgeführt
wird.
[0021] Durch Schliessen des Ausgangservoventils 270 schaltet das System auf einen internen
Kreislauf. Dadurch erfolgt ein steiler Anstieg des Druckes am Eingang des Ejektors
210, der Ejektor 210 einerseits saugt über das Absaugerohr 216 das Luftgemisch aus
dem oberen Bereich der linken Kammer 23 ab und fördert anderseits das entstandene
Gemisch von Blasen und heisser Flüssigkeit in die rechte Kammer 21. In der rechten
Kammer 21 erfolgt eine teilweise Abscheidung des Luftgemisches und der Flüssigkeit
dadurch, dass ein Teil des heissen Flüssigkeitschaumes durch den Kanal 201 in den
Bereich der Hauptkammer 20 oberhalb des Zellulosefiltereinsatzes 200 geführt wird
und ein anderer Teil des Schaumes mittels Überlaufstutzen 211, dessen Rückschlagventil
231 geöffnet ist, in die linke Kammer 23 geleitet wird.
[0022] Durch die gleichzeitige Einwirkung des Vakuums und des heissen Schaumes auf den Zellulosefiltereinsatz
200 wird aus dem Zellulose das gelagerte Wasser und dem Wasser nahe Substanzen in
Form von Dämpfen ausgetrieben, die mit der Trägerluft und Flüssigkeit aus der Zellulosefiltereinsatz
200 in den unteren Bereich der Hauptkammer 20 mitgerissen werden und durch den Vertikalkanal
203 in die linke Kammer 23 gefördert werden, wo die Trennung der Flüssigkeits von
Gasen und Dämpfen erfolgt. Das Dampfgasgemisch wird aus der linken Kammer 23 mit dem
Überführungsrohr 238 in den mit Ventilator 280 gekühlten Kondensator 28 überführt,
wo der überwiegende Teil der Dämpfe kondensiert und das entstandene Kondensat mit
der Trägerluft in den Wasserbehälter 29 gefördert wird. Dort wird es unter dem Flüssigkeitpegel
deponiert und kann regelmässig mit dem Ablassventil 291 entfernt werden. Das getrocknete
Luftgemisch aus dem Wasserbehälter 29 wird über den Ejektor 210 zurückgeführt und
der gesamte Prozess wiederholt sich.
- 1
- Transformator
- 10
- Kessel
- 100
- Magnetkreis
- 101
- Wicklung
- 11
- Ausdehner
- 111
- Verbindungsrohr
- 12
- rechter Kühler
- 121
- rechter oberer Stutzen
- 122
- rechter unterer Stutzen
- 120
- rechtes Ventil /Hahn/
- 13
- linker Kühler
- 131
- linker oberer Stutzen
- 132
- linker unterer Stutzen
- 130
- linkes Ventil /Hahn/
- 2
- Trocknungsanlage
- 20
- Hauptkammer
- 200
- Zellulosefiltereinsatz
- 201
- Zentralkanal
- 202
- Entlüftungsventil
- 203
- Vertikalkanal
- 204
- Überführungsrohr
- 21
- rechte Kammer
- 210
- Ejektor
- 211
- Überlaufstutzen
- 212
- Ausdruckstutzen
- 213
- erstes Rückschlagventil
- 216
- Absaugrohr
- 22
- Zahnradpumpe
- 220
- Verbindungsstutzen
- 221
- Stutzen
- 222
- zweites Rückschlagventil
- 23
- linke Kammer
- 230
- Entschlammungsventil
- 231
- drittes Rückschlagventil
- 238
- Überführungsrohr
- 24
- Saugrohr
- 240
- Saugservoventil
- 241
- Anschlussstutzen
- 242
- Zuleitungsrohr
- 25
- Flüssigkeitwarmer
- 250
- Heizkörper
- 251
- Speisungsrohr
- 26
- doppelwirkender Verschluss
- 260
- Schwimmermechanismus
- 261
- Luftabblasventil
- 262
- Wenderohr
- 263
- viertes Rückschlagventil
- 264
- Entlüftungsrohr
- 27
- Entleerungsrohr
- 270
- Ausgangsservoventil
- 271
- Ausgangsstutzen
- 272
- Rücklaufrohr
- 28
- Kondensator
- 280
- Ventilator
- 29
- Wasserbehälter
- 291
- Ablasshahn /-ventil/
- 292
- Dosierungsblende
- 293
- Anschlussstück
1. Die Betriebstrocknung elektrischer oder anderer Einrichtungen gekennzeichnet dadurch,
dass die kontaminierte Flüssigkeit mit dem Wasser, das z.B. aus der Zellulose oder
anderen Quellen des behandeltenSystems stammt, erwärmt durch die Verlustleistung der
Einrichtung, im ersten Sättigungszyklus in die externe Trocknungsanlage so eingeleitet
wird und durch seine gezielt auf eine niedrigere Temperatur als das zu behandelnde
System gehaltenen Zellulosefiltereinsatz (Potentialsenke) gepumpt wird. Dort wird
das Wasser überiegend aufgenommen und die so getrocknete Flüssigkeit aus der Trocknungsanlage
erneut in die zu behandelnde Einrichtung eingeleitet.
2. Die Art der Betriebstrocknung von z.B. Transformatoren, laut Pkt 1 ist weiter dadurch
gekennzeichnet, dass im zweiten Regenerationszyklus der Flüssigkeitzufluss aus der
zu trocknenden Einrichtung in die Trocknungsanlage unterbrochen wird und der Zellulosefiltereinsatz
der Trocknungsanlage das aufgenommene Wasser und dem Wasser ähnliche Substanzen durch
die Verringerung des Druckes im Verlauf und gleichzeitige Zwangsdurchspülung mit heissen
Flüssigkeitschaum herausgeführt wird.
3. Die Art der Betriebstrocknung z.B. von elektrischen Einrichtungen laut Pkt 1 und 2
ist weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Sequenz bestehend aus dem ersten Sätigungszyklus
und dem zweiten Regenerationszyklus sich periodisch wiederholt.
4. Die Art der Betriebstrocknung von z.B. elektrischen Einrichtungen laut Pkt 1, 2, und
3 ist weiter gekennzeichnet dadurch, dass die Betriebstrocknung von z.B. elektrischen
Einrichtungen bei ihrem normalen Betriebstemperaturen abläuft.
5. Die Betriebstrocknung laut Pkt 1-4 ist weiter gekennzeichnet dadurch, dass der Zellulosefiltereinsatz
der Trocknungsanlage austauschbar ist, da gleichzeitig mit der Trocknung eine Ultrafiltrierung
der Flüssigkeit die durch die Trocknungsanlage fliesst, durchgeführt wird.
6. Die Vorrichtung zur Durchführung der Art der Betriebstrocknung laut Pkt 1-5, die aus
einer Hauptkammer, rechten Kammer, linken Kammer, Wasserbehälter, doppelwirkenden
Verschluss, Zahnradpumpe, Saug- und Ausgangservoventil und einen System von Verbindungsrohrleitungen
besteht, ist gekennzeichnet dadurch, dass die Hauptkammer 20 in der die Zellulosefiltereinsatz
200 angeordnet ist, in ihren oberen Bereich mit dem Zentralkanal 201, mit der rechten
Kammer 21 in die einerseits der Ejektor 210 eingebaut ist, der von oben mit dem Speisungsrohr
251, mit dem Flüssigkeitwärmer 25 verbunden ist und von der Seite des Ejektors 210
ist das Absaugerohr 216 abgeleitet, das über die Drossel 292 in den Wasserbehälter
29 führt, in dessen unteren Bereich das Ablassventil 291 eingebaut ist und dessen
oberer Bereich über das Anschlussstück 293 mit dem Kondensator 28 verbunden ist, der
weiter mit dem Überführungsrohr 238 den oberen Bereich der linken Kammer 28 verbindet,
wobei die rechte Kammer 21 auch in ihren unteren Bereich mit dem Überlaufstutzen 211
mit eingebauten dritten Rückschlagventil 231 mit der linken Kammer 23 verbunden ist,
und weiter ist auch die rechte Kammer 21 über den Ausdruckstutzen 212 mit eingebauten
ersten Rückschlagventil 213 gekoppelt mit dem Entleerungsrohr 27, wobei der obere
Bereich der Hauptkammer mit einem Entlüftungsventil 202 versehen ist, das mit dem
Entlüftungsrohr 264 mit dem oberen Bereich des doppelwirkenden Verschlusses 26 und
des unteren Bereiches der Hauptkammer 20 mittels Vertilkanal 203 mit der linken Kammer
23 verbunden ist, die in ihrem unteren Bereich mittels Verbindungsstutzen 220 mit
der linken Seite der Zahnradpumpe 22 gekoppelt ist, deren rechte Seite mit dem Stutzen
221 aus dem einerseits vor dem eingebauten zweiten Rückschlagventil 222 das Saugrohr
24 abgezweigt mit eingebauten Saugservoventil 240 das in den Saugstutzen 241 mündet
und anderseits mündet der Stutzen 221 in das Entleerungsrohr 27, dessen oberer Bereich
mit dem unteren Bereich des Flüssigkeitwärmers 25 mit Heizkörper 250 verbunden ist
und dessen unterer Bereich mit eingebauten Ausgangservoventil 270 mit dem Ausgangsstutzen
271 abgeschlossen ist und gleichzeitig ist auch der untere Bereich der linken Kammer
23 mittels Wenderohr 262 verbunden mit dem doppelwirkenden Verschluss 26 in dem der
Schwimmermechanismus 260 und Ausblaseventil 261 angeordnet ist.