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(11) |
EP 1 097 764 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.10.2007 Patentblatt 2007/40 |
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Anmeldetag: 02.11.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Oberflächenbearbeitung eines kontinuierlich gegossenen Stahlproduktes
und Einrichtung hierzu
Process and device for surface treatment of a continuously cast steel product
Procédé et dispositif de traitement de surface d'un produit en acier coulée en continue
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
04.11.1999 DE 19953252
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.05.2001 Patentblatt 2001/19 |
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Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Behrens, Holger, Dr.-Ing
40699 Erkrath (DE)
- Hartung, Hans Georg, Dr.
50529 Pulheim (DE)
- Kneppe, Günter, Dr.
57271 Hilchenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter et al |
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Patentanwälte Hemmerich & Kollegen
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 508 952 US-A- 3 503 161
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DE-A- 3 037 571 US-A- 3 774 353
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 018, no. 145 (C-1178), 10. März 1994 (1994-03-10) &
JP 05 320771 A (KAWASAKI STEEL CORP), 3. Dezember 1993 (1993-12-03)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Oberflächenbearbeitung eines kontinuierlich
gegossenen Stahlproduktes im warmen Zustand zur Beseitigung von Oberflächenfehlern,
Oberflächenverunreinigungen und dergleichen, wobei dem Schritt der Oberflächenbearbeitung
eine Kühlung mindestens eines Teils von mindestens einer Oberfläche des metallischen
Produkts vorausgeht, zur definierten Temperaturerniedrigung der zu bearbeitenden Fläche.
Zudem betrifft die Erfindung eine Anlage hierzu sowie ein Anlage zur Herstellung von
Bändern und Blechen mit einer in den Prozessablauf integrierten Einrichtung zur Oberflächenbearbeitung.
Im Sinne dieser Erfindung ist das Gießprodukt nicht auf eine bestimmte Dicke oder
Geometrie beschränkt.
[0002] Grundsätzlich ist die Oberflächenbearbeitung von Blechen und Bändern aus Stahl nach
dem Auswalzen im kalten Zustand beispielsweise durch Beizen bekannt. Bei der Erstarrung
von Strangguss-Erzeugnissen, insbesondere solchen aus rost- und säurebeständigen Stahllegierungen
bzw. RSH- (rost-, säure- und hitzebeständigen) Qualitäten entsteht allerdings eine
Außenhaut, die einerseits geometrische Oberflächenfehler oder -markierungen aufweisen
kann und die andererseits Verunreinigungen von Seigerungen, Oxiden und Gießpulverresten
enthält. Es ist daher wünschenswert, diese bereits vor dem Walzen abzutragen, um höchsten
Produktanforderungen der Oberflächeneigenschaften der gewalzten Bänder und Bleche
zu genügen.
[0003] Aus der
EP 0 435 897 B1 ist ein Verfahren zum Schleifen von Barren, Blöcken oder ähnlichen Werkstücken aus
Metall bekannt, bei dem Oberflächenfehler oder Oberflächenverunreinigungen im warmen
Zustand entfernt werden. Vorteil dieser vorgezogenen Schleifbehandlung im warmen Zustand,
d.h. in direkter Verbindung mit dem Gießen, dem Stranggießen, dem Walzen oder einer
anderen Warmformgebung, ist, dass das Material geschliffen wird, bevor sich aufgrund
der Abkühlung auf der Oberfläche Zunder bilden kann, der im kalten Zustand zusätzlich
zu den Oberflächenfehlern entfernt werden muss. Es wird ein bestimmtes Temperaturintervall
für den Einsatz des Schleifverfahrens angegeben, dessen unterster Grenzwert die Temperatur
ist, bei der sich im wesentlichen noch keine Zunderschichten bilden. Der obere Grenzwert
ist durch die Zusammensetzung des Schleifbandes bestimmt, d.h. durch die höchste Temperatur,
bei der das Band nicht nachteilig thermisch beeinträchtigt wird. Es wird vorgeschlagen,
die Lebensdauer des Schleifbandes durch Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit zu steigern.
Gleichwohl ist der Einsatz des Schleifbandes beschränkt auf das angegebene Temperaturintervall.
Zudem ist trotz Erhöhung der Bandumlaufgeschwindigkeit nicht ausgeschlossen, dass
das Band aufgrund der hohen Temperaturen des zu schleifenden Produktes und aufgrund
der entstehenden Reibungsenergien schmilzt oder verbrennt. Nachteilige Folge sind
Verschmierungen oder Rückstände des beschädigten Bandes auf der Metalloberfläche.
[0004] Aus der
DE 30 37 571 A1 ist ebenfalls ein Verfahren zum mechanischen Abtragen von Material von Stahlstrangguss-Oberflächen
im heißen Zustand bekannt, wobei der heiße Strang vor dem Querteilen mit zwischen
den Strangkanten hin- und herfahrenden Schleifscheiben gleichzeitig auf der Ober-
und der Unterseite geschliffen wird. Die Schleifscheibe erreicht allerdings keine
hohen Standzeiten.
[0005] US-3 503 161 - A offenbart eine Stranggießanlage mit Kühlung und Oberflächenbearbeitung zweier Stränge.
Dabei werden die Kanten endloser Knüppel abgeschliffen, um Risse im Kantenbereich
zu entfernen. Die endlosen Knüppel werden anschließend in einzelne Abschnitte unterteilt,
welche einen Schmiedeprozess durchlaufen. Das Abschleifen der Kanten der Knüppel erfolgt
paarweise gegenüberliegend in zwei Arbeitsschritten, wobei die gesamte Oberfläche
des Stranges / des Knüppels gekühlt wird.
[0006] In der
US - 3 774 353 - A ist eine Inspektion einer Bramme / eines Vorblocks vorgesehen. Anschließend wird
die Bramme bzw. der Vorblock in einer Kühleinrichtung auf der gesamten Oberfläche
abgekühlt. In den nachfolgenden Bearbeitungsbereichen werden sämtliche Flächen der
Bramme / des Vorblocks geschliffen. Hierzu wird die Bramme / der Vorblock mehrmals
gedreht und gewendet. Die Bearbeitung erfolgt in einem vorher festgelegten Temperaturbereich.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anlage
zu schaffen, mit denen eine Oberflächenbearbeitung von kontinuierlich vergossenen
Stahlprodukten zur Beseitigung von Oberflächenfehlern im heißen Zustand bei Einsatz
von nicht notwendigerweise an hohe Temperaturen angepassten Oberflächenbearbeitungseinrichtungen
bei langen Standzeiten erreicht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei dem gattungsgemäßen Verfahren dadurch gelöst,
dass den Schritten der Oberflächenkühlung und der Oberflächenbearbeitung eine Inspektion
mindestens eines Teils mindestens einer Oberfläche des metallischen Produktes auf
Oberflächenfehler oder -verunreinigungen vorausgeht und in Abhängigkeit des Inspektionsergebnisses
eine selektive Oberflächenbearbeitung nur der als fehlerhaft detektierten Oberflächenbereiche
folgt.
Die vorgeschlagene Anlage sieht entsprechende Inspektionsvorrichtungen zur Detektion
von fehlerhaften Oberflächenbereichen vor.
[0009] Ebenso wie die partielle Kühlung kann sich die Inspektion auf alle Oberflächen beziehen
oder nur auf Bereiche. Die nachgeordnete partielle Kühlung der Oberfläche erfolgt
vorzugsweise kontinuierlich, denkbar ist auch eine auf die als fehlerhaft detektierten
Bereiche beschränkte Kühlung mit entsprechendem operativem Mehraufwand und unter nachfolgender
Berücksichtigung der innerhalb der Oberfläche vorliegenden Temperaturunterschiede.
[0010] Aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Bearbeitungswerkzeuge zur Oberflächenbehandlung
thermisch weniger stark belastet als in den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren.
Es kommen selbst temperaturempfindliche bzw. nicht extra auf hohe Temperaturen ausgelegte
Bearbeitungsverfahren zum Einsatz, da aufgrund der vorausgehenden partiellen Temperaturreduzierung
die Lebensdauer der Werkzeuge, wie zum Beispiel Schleifbänder oder Schleifscheiben,
und damit deren Standzeit erhöht wird. Nachteiliges Zersetzen des Schleifbandes mit
Verschmieren der Rückstände auf den Metalloberflächen oder Zerplatzen von Schleifscheiben
tritt nicht auf.
[0011] Die gezielte Temperaturerniedrigung ist hierbei auf die Oberfläche des metallischen
Produktes beschränkt und vorteilhafterweise so abgestimmt, dass der Bearbeitungswiderstand
des Werkstücks nicht in unerwünschter Weise beeinflusst wird. Nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren können sowohl alle Oberflächen des metallischen Produktes, beispielsweise
eines Dünnbrammenabschnittes, d.h. Unter- und Oberseite sowie die Seitenflächen, gekühlt
werden. Es ist aber ebenfalls denkbar, dass nur eine Oberfläche, beispielsweise nur
die Oberseite des metallischen Produktes gekühlt wird, oder nur definierte Abschnitte
von Oberflächen.
[0012] Nach dem vorgeschlagenen Verfahren sind Oberflächenbearbeitungen von allen Arten,
Geometrien und Dicken von Gießprodukten denkbar, das Verfahren ist nicht auf die Anwendung
von Brammen oder Dünnbrammen zur Herstellung von Blechen und Bändern beschränkt.
[0013] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass dem Oberflächenbearbeitungskomplex
mit der Schrittfolge Oberflächeninspektion, partielle Kühlung der Oberflächen sowie
Oberflächenbearbeitung ein Reinigungs-, vorzugsweise ein Entzunderungsvorgang, unmittelbar
vorausgeht. Durch den Entzunderungsvorgang kommt es zum einen zu einer zusätzlichen
Abkühlwirkung, zum anderen wird ein sich evtl. bereits gebildeter Zunder oder vorhandene
Oberflächenverunreinigungen beseitigt und eine geeignete Grundlage für die Inspektion
der Oberfläche geschaffen.
[0014] Insgesamt sind alle bekannten Methoden zur Oberflächenbearbeitung anwendbar, wie
beispielsweise das Schleifen, Fräsen oder Flämmen. Insbesondere ist das Schleifen
einsetzbar unter Verwendung bekannter Werkzeuge wie Schleifbänder, - scheiben oder
-steinen mit verschiedener Komart und Körnung.
[0015] Bei den genannten Ausführungsformen ist es möglich, die Unter- bzw. Oberseite und/oder
die Seitenflächen des Gießproduktes, beispielsweise in Form einer Bramme oder Dünnbramme,
sowohl gleichzeitig als auch nacheinander zu bearbeiten. Bei gleichzeitiger Bearbeitung
verringert sich die Bearbeitungszeit, und der Energieaufwand wird gering gehalten,
zumal der Oberflächenabtrag im warmen Zustand erfolgt, an dem das Abtragen mit geringerem
Energieaufwand als im kalten Zustand durchgeführt werden kann.
[0016] Gemäß der Ansprüche 5 oder 6 findet die Oberflächenbearbeitung an den partiell abgekühlten
Oberflächen zusammen mit den vorzugsweise vorgeschlagenen vorbereitenden Verfahrensschritten
bei einem kontinuierlich gegossenen Stahlprodukt bevorzugt zwischen dem Gieß- und
dem - vorzugsweise direkt folgenden - Walzprozess statt. Die Oberflächenbearbeitung
ist entweder inline in diese Produktionslinie (X) integriert oder findet offline in
einer Seitenlinie (Y) statt.
[0017] Hinsichtlich der jeweiligen Ausführungsformen des Oberflächenbearbeitungskomplexes,
welche sich durch die unterschiedliche Zusammensetzung der einzelnen Einrichtungen
(Kühleinrichtung - Inspektionseinrichtung - Reinigungseinrichtung) sowie bei einem
direkten Gieß-Walzverfahren durch die unterschiedliche Abfolge von Puffer-, Ausgleichs-
oder Heizöfen in einer inline oder offline-Version ergeben, wird auf die Merkmale
der Ansprüche gemäß 7 bis 13 verwiesen.
[0018] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden
Erläuterungen der in schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Anlage zum Herstellen von Bändern und Blechen mit dem einer
Oberflächenbearbeitung vorgelagerten Schritt der partiellen Kühlung innerhalb der
Produktionslinie (X);
- Figur 2
- eine erste Ausführungsform der Anlage nach Figur 1 mit dem einer Oberflächenbearbeitung
vorgelagerten Schritt einer Oberflächeninspektion innerhalb der Produktionslinie (X);
- Figur 3
- eine zweite Ausführungsform der Anlage nach Figur 2;
- Figur 4
- eine Seitenansicht einer Anlage zum Herstellen von Bändern und Blechen mit einer Oberflächenbearbeitung
in einer Seitenlinie (Y);
- Figur 5
- eine erste Ausführungsform der Anlage nach Figur 4;
- Figur 6
- eine zweite Ausführungsform der Anlage nach Figur 4;
- Figur 7
- eine dritte Ausführungsform der Anlage nach Figur 4
- Figur 8
- eine Seitenansicht einer Anlage zum Herstellen von Bändern und Blechen mit dem einer
Oberflächenbearbeitung vorgelagerten Schritt der partiellen Kühlung innerhalb der
Produktionslinie (X), wobei die Oberflächenbearbeitungseinrichtung der Erwärmungseinrichtung
nachgeordnet ist;
- Figur 9
- eine Seitenansicht einer Anlage zum Herstellen von Bändern und Blechen mit dem einer
Oberflächenbearbeitung vorgelagerten Schritt der partiellen Kühlung innerhalb der
Produktionslinie (X), wobei die Querteileinrichtung der Oberflächenbearbeitungseinrichtung
nachgeordnet ist.
[0019] Gemäß Figur 1 besteht die Anlage zur Herstellung von Stahlblechen und - bändern,
insbesondere von rost- und säurebeständigen Stählen, im wesentlichen aus einer Stranggießanlage
1 (hier schematisch mit einer Kokille angedeutet) für einen Strang 2 von 30 bis 250
mm Dicke, vorzugsweise von 30 bis 130 - wobei diese Dickenangabe den Schutzbereich
der Erfindung nicht begrenzt -, einer Querteileinrichtung 3, einer Einrichtung 4 zum
Erwärmen bzw. Ausgleichen der Temperatur, beispielsweise einem Hubbalkenofen oder
einem Rollenherdofen, sowie einer Walzstraße 5 (hier schematisch mit zwei Walzgerüsten
5a, 5b angedeutet). Die Einzelheiten der Walzstraße (Vorgerüste, Coilbox, etc.) und
die sich an die Walzstraße 5 anschließenden Kühleinrichtungen sowie Haspelanlage sind
nicht dargestellt. Je nach Ausführungsart kann auf die Trenneinrichtung verzichtet
werden.
[0020] Der gegossene Brammenstrang 2 wird nach der Umlenkung in die Horizontale durch die
Querteileinrichtung 3, vorzugsweise in Form einer Querteilschere, in Abschnitte geteilt
und durch den Ofen 4 befördert. Die im Ofen 4 auf homogene Walztemperatur erwärmten
bzw. thermisch ausgeglichenen Brammenabschnitte werden anschließend bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel in der Walzstraße 5 zu Bändern ausgewalzt. Dieser Ablauf wird
nachfolgend als Produktionslinie (X) bezeichnet.
[0021] Zwischen der Querteileinrichtung 3 und dem Ofen 4 ist eine Einrichtung zur Oberflächenbearbeitung
6 im warmen Zustand des jeweiligen Brammenabschnittes angeordnet. Die Art der Oberflächenbearbeitung
ist hier nicht näher konkretisiert, es handelt sich beispielsweise um bekannte Verfahren
wie Schleifen mit Schleifscheiben, -bändern bzw. -steinen oder Fräsen. Bei dieser
Ausführungsform entspricht die Brammentransportgeschwindigkeit bei der Oberflächenbehandlung
in etwa der Gießgeschwindigkeit. Vor der Einrichtung zur Oberflächenbearbeitung 6
ist - in Förderrichtung gesehen - eine Einrichtung zur partiellen Kühlung 7 angeordnet.
Nach der gezeigten Ausführungsform werden sowohl die Unter- als auch Oberseite des
jeweiligen Brammenabschnittes gleichzeitig in einem definierten Teilabschnitt mittels
einer zweigeteilten Kühleinrichtung (Teile 7a, 7b) gekühlt, beispielsweise mittels
Düsen, die ein Kühlmedium auf die Oberfläche aufbringen.
[0022] Aus der Gießhitze kommend bleibt, während im gekühlten Oberflächenbereich ein schneller
Temperaturabfall stattfindet, die Kemtemperatur der Brammen durch die partielle Kühlung
im wesentlich unbeeinflußt. Es ist lediglich ein langsamer stetiger Temperaturabfall
aufgrund der thermischen Gesamtbedingungen, d.h. der Abkühlung nach dem Gießprozeß,
festzustellen. Je nach Intensität der Kühlung sinkt die Oberflächentemperatur der
Brammen auf Temperaturen unterhalb von 900°C ab, bevorzugt auf ein Temperaturintervall
zwischen 500 bis 900°C, was sich vorteilhaft auf die Standzeit der eingesetzten Werkzeuge
zur spanenden Oberflächenbearbeitung auswirkt. Nach Abschluß der Oberflächenbearbeitung
wird eine Homogenisierung der Temperaturen bzw. Gefügebereiche über den Brammenquerschnitt
im Ofen 4 gewährleistet. Bei rost- und säurebeständigen Austeniten, die bei Abkühlung
nicht umwandeln, ist eine partielle Kühlung der Oberfläche bzw. von Teilen der Oberfläche
auch auf niedrige Temperaturen unproblematisch.
[0023] In den in den weiteren Figuren gezeigten Anlagen sind der Figur 1 entsprechende Bauteile
mit gleichen Bezugsziffern versehen. Im Unterschied zur Anlage nach Figur 1 ist in
der Anlage nach Figur 2 den Bearbeitungsmitteln 6 zusätzlich zu einer Einrichtung
zur Oberflächenkühlung 7 eine Einrichtung zur Oberflächeninspektion 8 vorgeordnet.
Diese setzt sich ebenfalls aus zwei Komponenten 8a, 8b zusammen, um jeweils die Ober-
und Unterseite der Brammen 2 über einen definierten Abschnitt kontinuierlich bei deren
Durchlaufen aufzunehmen und evtl. Oberflächenfehler zu detektieren. In Abhängigkeit
des Inspektionsergebnisses bzw. der gespeicherten Daten über die Menge und Lage von
Oberflächenfehlern etc. wird automatisch in der nachfolgenden Oberflächenbearbeitungseinrichtung
6 nur eine selektive Oberflächenbearbeitung durchgeführt, indem beispielsweise die
Schleifmittel nur örtlich an den Brammenoberflächen angreifen. Eine solche Inspektion
geschieht mit bekannten Arten von Oberflächenanalysegeräten, die die Oberfläche rasterartig
oder abschnittsweise abtasten.
[0024] Bei den Verfahrensvariationen mit integrierter Inspektionseinrichtung 8 bzw. Oberflächenanalyse
erweist es sich als vorteilhaft, vor der Inspektion die Oberflächen der Bramme zu
reinigen, um die Oberflächenfehler besser sichtbar zu machen. Nach Figur 3 ist eine
Ausführungsform mit einer Entzunderungseinrichtung 9 aus zwei Komponenten (9a, 9b)
zur gleichzeitigen Beeinflussung der Ober- und Unterseite der Brammen 2 gezeigt. Ebenso
ist es denkbar, die Ober- und Unterseite bzw. die Seitenflächen durch entsprechend
versetzt angeordnete Einrichtungen nacheinander zu bearbeiten. Die Entzunderungseinrichtung
ist - in Förderrichtung gesehen - vor der Inspektionseinrichtung 8 und diese wiederum
vor der Einrichtung zur partiellen Kühlung 7 angeordnet.
[0025] Neben den in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Inline-Versionen, d.h. die Oberflächenbearbeitungseinrichtung
6 befindet sich innerhalb der Produktionslinie (X), werden in den Figuren 4 bis 7
Ausführungsformen zu sogenannten offline-Versionen dargestellt.
[0026] Gemäß der Anlage nach Figur 4 setzt sich die Produktionslinie (X) der Anlage aus
einer Brammenstranggießanlage 1, einer Querteileinrichtung 3, einer querverfahrbaren
ersten Fähre 110, einem ersten Abschnitt des Ofens 104a, einer zweiten querverfahrbaren
Fähre 111, wahlweise einem zweiten Ofenteil 104b sowie einer Walzstraße 5 zusammen.
Die Brammenfähre, die sich in der Seitenlinie (Y) befindet, ist jeweils strichpunktiert
gezeichnet. Die Querbewegung der Fähren ist mit Pfeilen dargestellt.
[0027] Bei Feststellung einer unzureichenden Oberflächenqualität wird der jeweilige Dünnbrammenabschnitt
innerhalb der ersten Brammenfähre 110 durch Querbewegung aus der Produktionslinie
(X) in die Seitenlinie (Y) verschoben. In der Seitenposition (Y) fluchtet der Ausgang
116 der ersten Fähre 110 mit einem aus der Entzunderungseinrichtung 109 - Inspektionseinrichtung
108 - Einrichtung zur partiellen Kühlung 107 sowie beispielsweise einer Schleifmaschine
106 zusammengesetzten Oberflächenbearbeitungskomplex sowie einem Rollgang zur Längsförderung
des Dünnbrammenabschnitts parallel zur Produktionslinie (X). Nach Beendigung der Oberflächenbearbeitung
wird der jeweilige Dünnbrammenabschnitt mittels der zweiten Querfähre 111 in die Produktionslinie
(X) zurückbefördert. Eine Homogenisierung der Temperaturen über den Brammenquerschnitt
zur Vorbereitung des Walzvorgangs erfolgt anschließend in einem zweiten Teil des Rollenherdofens
104b.
[0028] Falls nach Austritt aus der Stranggießanlage keine oder vertretbare Oberflächenfehler
festgestellt wurden, durchläuft der jeweilige Brammenabschnitt ohne Ausscherung in
die Seitenlinie die herkömmliche Abfolge von Ofen und Walzwerk, wobei die beiden Querfähren
Teile des Ofens darstellen. Dabei kann auch die durch das Herausfahren der jeweiligen
Brammenfähre entstandene Lücke zur Fortsetzung des Verfahrens von in einer gegenüberliegenden
Seitenposition Z (nicht gezeigt) wartenden Ofenabschnitte verschlossen werden.
[0029] Bei einer Weiterentwicklung der offline-Version wird der zweite Teil des Ofens aus
der Produktionslinie (X) in die Seitenlinie (Y) verlagert (Figur 5). Dann setzt sich
die Produktionslinie (X) aus einer Querteileinrichtung 3, einer ersten Querbrammenfähre
110, einem Ofen 112, einer zweiten Querbrammenfähre 111 und einer Walzstraße 5 zusammen,
während die Seitenlinie (Y) die verfahrbare erste Fähre (mit gestrichelter Linie dargestellt),
den Oberflächenbearbeitungskomplex (106 bis 109), einen nachfolgenden Ofen 113 sowie
eine zweite verfahrbare Querbrammenfähre umfaßt.
[0030] Eine weitere Ausführungsform der Anlage nach Figur 4 ist in Figur 6 dargestellt.
Hier ist dem Oberflächenbearbeitungskomplex (106 bis 109) ein Pufferofen 114 vorgeordnet,
der auf eine Oberflächenbehandlung wartende Brammen aufnimmt und gewährleistet, daß
diese im wesentlichen nicht abkühlen.
[0031] Die Anlage, wie sie in Figur 7 gezeigt ist, kombiniert die Anlagenteile Pufferofen
114 und Heizofen 115, der neben einem Ausgleich der Temperaturen auch ein Wiedererwärmen
der Brammenabschnitte ermöglicht. Es wird erreicht, daß die bearbeiteten Brammen,
die vorbereitend oberflächennah abgekühlt wurden, wieder auf die für ein Walzen notwendige
Temperatur gebracht werden bzw. eine Temperaturhomogenisierung erfahren und nach Einschleusen
des Brammenabschnitts zurück in die Produktionslinie (X) dem Walzprozeß unterworfen
werden.
[0032] Schließlich zeigt Figur 8 die Ausführungsform einer Anlage zum Herstellen von Bändern
und Blechen mit dem einer Oberflächenbearbeitung vorgelagerten Schritt der partiellen
Kühlung innerhalb der Produktionslinie (X), wobei die Oberflächenbearbeitungseinrichtung
der Erwärmungseinrichtung nachgeordnet ist. Die Produktionslinie (X) setzt sich nach
der Gießmaschine 1 nach der wahlweise vorgesehenen Trenneinrichtung 3 bei dieser Ausführungsform
aus einer Erwärmungseinrichtung 204, die vorzugsweise aus einem Rollenherdofen besteht,
einer Oberflächenbearbeitungseinrichtung 206 mit vorausgehender Kühleinrichtung 207
sowie nachfolgender Walzstraße 5 zusammen. Die Brammentransportgeschwindigkeit ist
hierbei bereits an die erforderliche Walztransportgeschwindigkeit angepaßt. Alle anderen
in den Figuren 2 bis 7 beschriebenen Ausführungsformen sind ebenfalls in entsprechender
Weise auf diese Anlage übertragbar.
[0033] Die wahlweise vorhandene Querteileinrichtung in der bevorzugten Ausführungsform einer
Schere ist entweder vor der Einrichtung zur Oberflächenbearbeitung oder nachgeordnet
hierzu vorgesehen. Figur 9 zeigt eine Anlage aus den nacheinander angeordneten Komponenten
Gießmaschine 1, Einrichtung zur partiellen Kühlung 307, Oberflächenbearbeitungseinrichtung
306, Querteileinrichtung 303, Erwärmeinrichtung 304 sowie eine Walzstraße 5. Diese
Ausführungsform hat gegenüber der Anlage mit einer der Oberflächenbearbeitungseinrichtung
vorgeordneten Querteileinrichtung den Vorteil, daß die Oberflächenbearbeitung nicht
an bereits getrennten Brammenstücken stattfindet, sondern in den kontinuierlichen
Prozeß integriert ist und somit ohne Unterbrechungen und Anpassungen an das jeweilige
Brammenstück kontinuierlich arbeiten kann.
1. Verfahren zur Oberflächenbearbeitung eines kontinuierlich gegossenen Stahlproduktes
im warmen Zustand zur Beseitigung von Oberflächenfehlern, Oberflächenverunreinigungen
und dergleichen,
wobei dem Schritt der Oberflächenbearbeitung eine Kühlung mindestens eines Teils von
mindestens einer Oberfläche des metallischen Produkts vorausgeht, zur definierten
Temperaturerniedrigung der zu bearbeitenden Fläche,
dadurch gekennzeichnet,
dass den Schritten der Oberflächenkühlung und der Oberflächenbearbeitung eine Inspektion
mindestens eines Teils mindestens einer Oberfläche des metallischen Produktes auf
Oberflächenfehler oder -verunreinigungen vorausgeht und in Abhängigkeit des Inspektionsergebnisses
eine selektive Oberflächenbearbeitung nur der als fehlerhaft detektierten Oberflächenbereiche
folgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Oberflächeninspektion ein Reinigungsvorgang mindestens einer Oberfläche des metallischen
Produktes vorausgeht.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Reinigungsvorgang um einen Entzunderungsvorgang handelt.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächenbearbeitung durch Schleifen, Fräsen oder Flämmen erfolgt
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
die Oberflächenbearbeitung eines kontinuierlich gegossenen Produktes innerhalb der
Produktionslinie (x) zwischen Gieß- und Walzprozeß.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gießprodukt nach dem Gießprozess in Abschnitte quergetrennt wird, die Abschnitte
zur Oberflächenbearbeitung aus der Produktionslinie (X) quer in eine Seitenlinie (Y)
gebracht, unter Längsbewegung einer Oberflächenbearbeitung unterworfen und durch Querbewegung
wieder in die Produktionslinie (X) eingegliedert werden.
7. Anlage zur Oberflächenbearbeitung von kontinuierlich gegossenen Stahlprodukten im
warmen Zustand zur Beseitigung von Oberflächenfehlern, Oberflächenverunreinigungen
und dergleichen,
wobei der Einrichtung zur Oberflächenbearbeitung (6, 106, 206, 306) eine Einrichtung
zur Kühlung (7, 107, 207, 307) mindestens eines Teils von mindestens einer Oberfläche
des metallischen Produktes vorgeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kühleinrichtung (7, 107) eine Inspektionseinrichtung (8, 108) zur Detektion von
fehlerhaften Oberflächenbereichen vorgeordnet ist.
8. Anlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Inspektionseinrichtung (8, 108) eine Reinigungseinrichtung - vorzugsweise eine
Entzunderungseinrichtung (9, 109) - vorgeordnet ist.
9. Anlage zum Herstellen von Blechen und Bändern aus Metall, umfassend eine Stranggießanlage
(1) zum Gießen von Brammen, vorzugsweise der Dicken zwischen 30 und 250 mm, wahlweise
eine Querteileinrichtung (3, 303), eine Erwärmungseinrichtung und/oder Temperaturausgleichseinrichtung
(4, 104, 104b, 112, 204, 304), eine Warmwalzstraße (5) sowie eine Einrichtung nach
einem der Ansprüche 7 oder 8.
10. Anlage nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung zur Oberflächenbearbeitung (6, 206) der Erwärmungseinrichtung und/oder
Temperaturausgleichseinrichtung (4, 204) innerhalb der Produktionslinie (X) vor- oder
nachgeordnet ist.
11. Anlage nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächenbearbeitungseinrichtung (106) in einer Seitenlinie (Y) parallel zu
der Erwärmungseinrichtung und/oder Temperaturausgleichseinrichtung (112) oder Abschnitten
hiervon (104a, 104b) angeordnet ist und Brammenfähren (110, 111) zur Förderung der
Brammenabschnitte in die Seitenlinie (Y) und wieder zurück vor und hinter der Erwärmungseinrichtung
oder den Abschnitten vorgesehen sind.
12. Anlage nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass nachfolgend zur Oberflächenbearbeitungseinrichtung (106) ein Temperaturausgleichsofen
(113) oder ein Heizofen (115) in der Seitenlinie (Y) angeordnet sind.
13. Anlage nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor der Oberflächenbearbeitungseinrichtung (106) ein Pufferofen (114) angeordnet
ist.
14. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zur Oberflächenbearbeitung
von rost- und säurebeständigen Stahlgüten.
1. Method for surface treatment of a continuously cast steel product in the hot state
for elimination of surface faults, surface impurities and the like, wherein the step
of surface treatment is preceded by cooling of at least a part of at least one surface
of the metallic product for defined temperature reduction of the surface to be treated,
characterised in that the steps of surface cooling and surface treatment are preceded by inspection of
at least a part of at least one surface of the metallic product for surface faults
or surface impurities and depending on the inspection result a selective surface treatment
takes place only of the surface regions detected as being subject to fault.
2. Method according to claim 1, characterised in that the surface inspection precedes a cleaning process of at least a surface of the metallic
product.
3. Method according to claim 2, characterised in that the cleaning process is a descaling process.
4. Method according to claim 1, characterised in that the surface treatment is carried out by grinding, milling or flame-descaling.
5. Method according to one of the preceding claims, characterised by the surface treatment of the continuously cast product within the production line
(x) between casting process and rolling process.
6. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the cast product is transversely separated into sections after the casting process,
the sections are brought for surface treatment from the production line (X) transversely
into a lateral line (Y), are subjected to a surface treatment under longitudinal movement
and are reintroduced into the production line (X) by transverse movement.
7. Plant for surface treatment of continuously cast steel products in the hot state for
elimination of surface faults, surface impurities and the like, wherein equipment
(7, 107, 207, 307) for cooling at least a part of at least one surface of the metallic
product is arranged upstream of the equipment for surface treatment (6, 106, 206,
306),
characterised in that inspection equipment (8, 108) for detection of surface regions subject to fault is
arranged upstream of the cooling equipment (7, 107).
8. Plant according to claim 7, characterised in that cleaning equipment, preferably descaling equipment (9, 109), is arranged upstream
of the inspection equipment (8, 108).
9. Plant for producing sheets and strips of metal, comprising a continuous casting plant
(1) for casting slabs, preferably of thicknesses between 30 and 250 millimetres, selectably
cross-cutting equipment (3, 303), heating equipment and/or temperature compensating
equipment (4, 104, 104b, 112, 204, 304), a hot-rolling train (5) and equipment according
to one of claims 7 and 8.
10. Plant according to claim 9, characterised in that the heating equipment and/or temperature compensating equipment (4, 204) is or are
arranged within the production line (X) upstream or downstream of the equipment for
surface treatment (6, 206).
11. Plant according to claim 10, characterised in that the surface treatment equipment (106) is arranged in a lateral line (Y) parallel
to the heating equipment and/or temperature compensating equipment (112) or sections
thereof (104a, 104b) and slab ferries (110, 111) for conveying the slab sections into
the lateral line (Y) and back again are provided in front of and behind the heating
equipment or the sections.
12. Plant according to claim 11, characterised in that a temperature compensating oven (113) or a heating oven (115) is arranged in the
lateral line (Y) subsequently to the surface treatment equipment (106).
13. Plant according to claim 11 or 12, characterised in that a buffer oven (114) is arranged in front of the surface treatment equipment (106).
14. Use of the method according to one of claims 1 to 6 for surface treatment of corrosion-resistant
and acid-resistant steel products.
1. Procédé pour le traitement de surface d'un produit en acier coulé en continu à chaud
pour éliminer les défauts de surface, les impuretés de surface et analogues, l'étape
de traitement de surface étant précédée d'un refroidissement d'au moins une partie
d'au moins une surface du produit métallique en vue d'une diminution définie de la
température de la surface à traiter, caractérisé en ce que les étapes de refroidissement de surface et de traitement de surface sont précédées
d'une inspection d'au moins une partie d'au moins une surface du produit métallique
pour déceler les défauts ou les impuretés de surface et qu'en fonction du résultat
de l'inspection, on ne réalise un traitement sélectif de surface que des zones de
surfaces détectées comme présentant un défaut.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'inspection de surface est précédée d'un processus de nettoyage d'au moins une surface
du produit métallique.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il s'agit, pour l'étape de nettoyage, d'un processus de décalaminage.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le traitement de surface est réalisé par meulage, fraisage ou écroûtage au chalumeau.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un traitement de surface d'un produit coulé en continu dans la ligne de production
(X) entre le processus de coulée et de laminage.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le produit coulé est coupé transversalement après le processus de coulée en sections,
les sections sont amenées, pour le traitement de surface, hors de la ligne de production
(X) transversalement dans une ligne latérale (Y), sont soumises en subissant un mouvement
longitudinal à un traitement de surface et à nouveau intégrées par un mouvement transversal
dans la ligne de production (X).
7. Installation pour le traitement de surface de produits en acier coulé en continu à
chaud en vue d'éliminer les défauts de surface, les impuretés de surface et analogues,
le dispositif pour le traitement de surface (6, 106, 206, 306) étant précédé d'un
dispositif pour le refroidissement (7, 107, 207, 307) d'au moins une partie d'au moins
une surface du produit métallique, caractérisé en ce que le dispositif de refroidissement (7, 107) est précédé d'un dispositif d'inspection
(8, 108) pour la détection de zones de surface présentant des défauts.
8. Installation selon la revendication 7, caractérisée en ce que le dispositif d'inspection (8, 108) est précédé d'un dispositif de nettoyage - de
préférence un dispositif de décalaminage (9, 109).
9. Installation pour la fabrication de tôles et de bandes en métal, comprenant une installation
de coulée continue (1) pour la coulée de brames, présentant de préférence des épaisseurs
entre 30 et 250 mm, éventuellement un dispositif de découpe transversale (3, 303),
un dispositif de réchauffement et/ou un dispositif de compensation de la température
(4, 104, 104b, 112, 204, 304), un laminoir à chaud (5) ainsi qu'un dispositif selon
l'une quelconque des revendications 7 ou 8.
10. Installation selon la revendication 9, caractérisée en ce que le dispositif de traitement de surface (6, 206) est disposé en amont ou en aval du
dispositif de chauffage et/ou du dispositif de compensation de la température (4,
204) dans la ligne de production (X).
11. Installation selon la revendication 10, caractérisée en ce que le dispositif de traitement de surface (106) est disposé dans une ligne latérale
(Y) parallèle au dispositif de réchauffement et/ou de compensation de température
(112) ou des parties de celui-ci (104a, 104b) et qu'on a prévu des bacs à brames (110,
111) pour le transport des sections de brames dans la ligne latérale (Y) et retour,
en amont et en aval du dispositif de réchauffement ou des parties de celui-ci.
12. Installation selon la revendication 11, caractérisée en ce qu'on a disposé, en aval du dispositif de traitement de surface (106) un four de compensation
de la température (113) ou un four de chauffage (115) dans la ligne latérale (Y).
13. Installation selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce qu'un four tampon (114) est disposé en amont du dispositif de traitement de surface (106).
14. Utilisation du procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6 pour le traitement
de surfaces de qualités d'acier inoxydable et résistant aux acides.
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