[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Band der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden
Art.
[0002] Ein derartiges Band ist aus der EP 750 088 A1 bekannt. Die in dem unteren, dem Rahmenbandteil,
angeordnete Bandbolzenbuchse aus einem reibungsarmen, jedoch gestaltfesten Kunststoff
weist am oberen Ende einen Radialflansch auf, der auf der Oberseite des Rahmenbandteils
aufliegt und über den sich das Flügelbandteil mit seiner unteren Begrenzungsfläche
auf dem Rahmenbandteil abstützt, um das Gewicht des Flügels zu übertragen. Die Hebespindel
drückt bei entsprechender Betätigung von unten gegen die Bandbolzenbuchse und drückt
diese nach oben aus dem Rahmenbandteil heraus, wobei das Flügelbandteil und damit
der Flügel mitangehoben werden. Der Bandbolzen ist in der Bandbolzenbuchse gleitbar
gelagert, um die Schwenkbewegung der Bandteile gegeneinander zu ermöglichen, und sitzt
fest im Flügelbandteil.
[0003] Es wurde in der Praxis bemerkt, daß beim Ausheben des Flügels die Bandbolzenbuchse
von dem Bandbolzen aus der Ausnehmung des Rahmenbandteils herausgezogen wurde und
anschließend frei auf dem nach unten hervorstehenden unteren Teil des Bandbolzens
hing. Dies ist unerwünscht, einerseits wegen des möglichen Herabfallens und Verlorgengehens
der Bandbolzenbuchse, andererseits aber, weil dadurch das Wiedereinsetzen des Flügels
erschwert wird. Die Bandbolzenbuchse muß nämlich in einer bestimmten Winkelorientierung
in Umfangsrichtung in die Ausnehmung des Rahmenbandteils eingefügt werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das ungewollte Mitherausziehen der
Bandbolzenbuchse zu unterbinden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Erfindung gelöst.
[0006] Es ist hierdurch erreicht, daß die Drehung der Hebespindel möglich bleibt, obwohl
die mit ihr verbundene Bandbolzenbuchse undrehbar in den Rahmenbandteil gehalten ist.
Bei einem Ausheben des Flügels und des damit verbundenen Bandbolzens kann die Bandbolzenbuchse
jedoch nicht "mitgehen", weil sie an ihrem unteren Ende mit der Hebespindel axial
verbunden ist, die ihrerseits durch das Gewinde axial in dem Rahmenbandteil festliegt.
Es genügt, wenn die die Drehung zulassende axiale Verbindung gerade so wirksam ist,
daß sie den maximalen, beim Ausheben des Flügels auf die Bandbolzenbuchse ausgeübten
Mitnahmekräften widerstehen kann.
[0007] Eine mögliche Ausführungsform einer solchen Verbindung kann gemäß Anspruch 2 durch
radial ineinandergreifende Vorsprünge und Vertiefungen verwirklicht werden, die gemäß
Anspruch 3 durch axialen Druck zum Einschnappen bringbar sind.
[0008] Die zusammenwirkenden Vorsprünge und Vertiefungen können gemäß Anspruch 4 als in
Umfangsrichtung durchgehende radiale Rippen und Radialnuten ausgebildet sein, wobei
es grundsätzlich gleichgültig ist, an welchem Teil die Rippen und an welchem die Nuten
vorgesehen sind.
[0009] Bei der bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 5 jedoch ist an der Hebespindel
eine radial nach innen vorspringende Umfangsrippe vorgesehen, die in eine komplementäre
und entsprechend angeordnete Umfangsnut der Bandbolzenbuchse eingreift.
[0010] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Bandes;
Fig. 2 zeigt einen Vertikalschnitt durch die Scharnierachse senkrecht zur Rahmenfläche;
Fig. 3 zeigt herausgezeichnet die Baugruppe Bandbolzenbuchse/Hebespindel in einem
durch die Achse gehenden Schnitt;
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Wiedergabe der Baugruppe nach Fig. 3;
Fig. 5 zeigt eine vergrößerte Wiedergabe des in Fig. 3 strichpunktiert umrahmten Bereichs
V.
[0011] Soweit im Folgenden von "oben" und "unten" oder von "vorn" und "hinten" die Rede
ist, so ist damit die normale Einbaulage des Bandes mit vertikaler Scharnierachse
bei der Fig. 1 entsprechenden Blickrichtung gemeint.
[0012] Das in Fig. 1 als Ganzes mit 100 bezeichnete Band umfaßt ein Rahmenbandteil 10 und
ein Flügelbandteil 20, die mittels Schrauben 15 auf den in dem Ausführungsbeispiel
nicht dargestellten ebenen vorderen Befestigungsflächen des Rahmens bzw. des Flügels
befestigbar sind. Die Fixierung parallel zu den Befestigungsflächen wird durch Stifte
15' unterstützt.
[0013] Das Rahmenbandteil 10 umfaßt ein auf der Befestigungsfläche des Rahmens anliegendes
Befestigungsteil 1 in Form eines länglichen vertikal angeordneten Quaders, der von
den Befestigungsschrauben 15 durchgriffen ist und von dessen unterem Teil ein Scharnierteil
2 vorspringt, welches eine horizontale obere Begrenzungsfläche 3 und eine vertikale
Ausnehmung 4 aufweist (Fig. 2). In der Ausnehmung 4 sitzt eine Bandbolzenbuchse 5
aus einem reibungsarmen, gestaltfesten Kunststoffmaterial, die am oberen Rand einen
Radialflansch 6 aufweist. In dem Ausführungsbeispiel nimmt die Bandbolzenbuchse 5
etwa die beiden oberen Drittel der Höhe des Scharnierteils 2 ein, während in dem unteren
Drittel, in dem die Ausnehmung 4 ein Innengewinde 7 trägt, eine Hebespindel 8 in Gestalt
einer diken Scheibe mit einem Außengewinde in das Innengewinde 7 eingreift und durch
einen in einem Mehrkant 9 eingreifenden Schlüssel drehbar ist. Die Bandbolzenbuchse
5 und die Hebespindel 8 stoßen parallel zur Scharnierachse S aneinander und sind dort
auf eine noch zu beschreibende Weise miteinander verbunden. Durch Drehen der Hebespindel
8 wird diese längs des Gewindes 7 verlagert und nimmt dabei die Bandbolzenbuchse 5
in Richtung der Scharnierachse S mit.
[0014] Das Flügelbandteil 20 umfaßt ein rechteckiges, mit der längeren Seite horizontal
angeordnetes Befestigungsteil 11, welches auf dem Flügel angeschraubt ist und ein
horizontal gemäß Fig. 1 nach links daran anschließendes Scharnierteil 12, welches
das Scharnierteil 2 des Rahmenbandteils 10 übergreift und mit seiner unteren horizontalen
Begrenzungsfläche 13 auf der Oberseite des Flansches 6 der Bandbolzenbuchse aufliegt.
Bei Drehung der Hebespindel 8 wird also das Flügelbandteil 20 über die Bandbolzenbuchse
5 gegenüber dem Rahmenbandteil 10 angehoben oder abgesenkt.
[0015] Auch das Scharnierteil 12 des Flügelbandteils 20 enthält eine Ausnehmung 14, die
mit der Ausnehmung 4 fluchtet, d.h. über ihr angeordnet ist. In den Ausnehmungen 4
und 14 erstreckt sich der Bandbolzen 16, dessen unterer Teil 16' in der Bandbolzenbuchse
5 sitzt und dessen oberer Teil 16'' sich in der Ausnehmung 14 des Flügelbandteils
20 erstreckt. Die Teile 16' und 16'' des Bandbolzens 16 sind gegeneinander exzentrisch
angeordnet, d.h. sie haben einander parallele, aber um den Betrag der Exzentrizität
horizontal gegeneinander versetzte Achsen, so daß durch Drehen des Bandbolzens 16
eine Justierung des Flügelbandteils 20 in der Horizontalebene gegenüber dem Rahmenbandteil
10 stattfinden kann. Die Drehstellung wird durch eine Madenschraube 17 fixiert.
[0016] Beim Öffnen und Schließen des Flügels verdreht sich der untere Teil 16' des Bandbolzens
16 in der Bandbolzenbuchse 5 und bildet somit die Scharnierachse S. Auf dem Außenumfang
der Bandbolzenbuchse 5 ist eine Längsrippe 18 vorgesehen, die in eine Längsnut 19
am Innenumfang der ansonsten im Querschnitt kreisförmigen Ausnehmung 4 des Rahmenbandteils
10 eingreift, um die Bandbolzenbuchse 5 in Umfangsrichtung zu fixieren.
[0017] Fig. 3 läßt erkennen, daß die Bandbolzenbuchse 5 und die Hebespindel 8 eine zusammengehörende
Baugruppe bilden und an den einander zugewandten Enden eine Verbindung 21 miteinander
derart aufweisen, daß sie sich gegeneinander noch verdrehen können, aber in Achsrichtung
nicht ohne weiteres voneinander trennbar sind. Die Haltekraft in Achsrichtung muß
so groß sein, daß bei einem Ausheben des Flügels, wobei also der untere Teil 16' des
Bandbolzens 16 aus der in dem Scharnierteil 2 des Rahmenbandteils 10 sitzenden Bandbolzenbuchse
5 herausgezogen wird, die Bandbolzenbuchse 5 nicht nach oben herausgezogen werden
kann, sondern von der Hebespindel 8 in dem Scharnierteil 2 des Rahmenbandteils 10
festgehalten wird.
[0018] Die Verdrehlagerung der Teile 5 und 8 aneinander muß weder besonders leichtgängig
noch besonders verschleißarm sein, denn die Verdrehung der Hebespindel 8 gegenüber
der Bandbolzenbuchse 5 geschieht nur bei der Justierung des Flügels, also nur bei
der Montage und danach allenfalls in größeren Zeitabständen.
[0019] Wie sich aus Fig. 5 erkennen läßt, besitzt die Hebespindel 8 an ihrem oberen, der
Bandbolzenbuchse 5 zugewandten Ende einen Axialflansch 22 relativ geringer radialer
Wandstärke, der mit seinem Außenumfang 23 bei montiertem Band in der Ausnehmung 4
des Scharnierteils des Rahmenbandteils 10 anliegt. An seinem axial äußeren Ende besitzt
der Axialflansch 22 eine radial nach innen vorspringende Umfangsrippe 24. Die Bandbolzenbuchse
5 ist an ihrem unteren, der Hebespindel 8 zugewandten Ende 26 am äußeren Umfang im
Durchmesser abgesetzt und greift mit dem abgesetzten Ende 26 in das Innere des Axialflansches
22 ein. An dem axial äußeren, in Fig. 5 unteren Ende besitzt die Bandzapfenbuchse
5 eine radial nach außen offene Umfangsnut 25, in die die Umfangsrippe 24 radial von
außen eingreift. Mit den radial innerhalb des Axialflansches gelegenen Stirnseiten
liegen die Bandzapfenbuchse 5 und die Hebespindel 8 gegeneinander an. Die Bemessung
im Bereich der Verbindung 21 ist so getroffen, daß durch Ausübung axialen Drucks auf
die Bandbolzenbuchse gegen die Hebespindel 8 hin die Umfangsrippe 24 unter elastischer
Verformung zum Einschnappen in die Umfangsnut 25 gebracht werden kann, wodurch eine
axiale Verbindung hervorgerufen wird. Die Bandbolzenbuchse 5 besteht aus einem geeigneten
reibungsarmen aber gestaltfesten Kunststoff, der in einem gewissen Umfang axial verformbar
ist, wodurch das Einschnappen ermöglicht wird.
[0020] Wenn die Verbindung durch Einschnappen hergestellt ist, läßt sich die Hebespindel
8 zu Justierzwecken gegenüber der in Umfangsrichtung fixierten Bandbolzenbuchse 5
gerade noch drehen. Die Bandbolzenbuchse 5 wird aber von der Hebespindel 8 in Achsrichtung
festgehalten, so daß sie bei einem Aushängen des Flügels nicht nach oben aus dem Scharnierteil
2 des Rahmenbandteils 10 herausgezogen werden kann.
1. Band (100) für Türen, Fenster und dergleichen
mit einem Rahmenbandteil (10) welches ein an einer Fläche des feststehenden Rahmens
zu befestigendes Befestigungsteil (1) und ein an einer Seite desselben vorgesehenes
Scharnierteil (2) umfaßt,
mit einem Flügelbandteil (20) welches,ein an einer Fläche des Flügels zu befestigendes
Befestigungsteil (11) und ein an einer Seite desselben vorgesehenes Scharnierteil
(12) umfaßt, welches oberhalb des Scharnierteils (2) des Rahmenbandteils (10) angeordnet
ist,
mit einem eine Scharnierachse (S) bildenden Bandbolzen (16), der in fluchtende Ausnehmungen
(4, 14) der Scharnierteile (2, 12) eingreift und um den die Bandteile (10,20) scharnierend
gegeneinander schwenkbar sind,
mit einer in der Ausnehmung (4) des Rahmenbandteils (10) angeordneten, den Bandbolzen
(16) lagernden Bandbolzenbuchse (5)
und mit einer in einem Innengewinde (7) in dem dem Flügelbandteil (20) abgelegenen
Bereich der Ausnehmung (4) des Rahmenbandteils (10) verschraubbaren Hebespindel (8),
mittels derer die Bandbolzenbuchse (5) und/oder der Bandbolzen (16) und damit das
Flügelbandteil (20) gegenüber dem Rahmenbandteil (10) anhebbar und absenkbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bandbolzenbuchse (5) und die Hebespindel (8) an den einander zugewandten Enden
drehbar, jedoch axial unter den beim Ausheben des Flügels auf die Bandbolzenbuchse
(5) ausgeübten axialen Kräften nicht trennbar sind.
2. Band nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den einander zugewandten Enden der Bandbolzenbuchse (5) und der Hebespindel
(8) mindestens ein Paar in Umfangsrichtung verlaufender, radial ineinandergreifender
komplementärer Vorsprünge und Vertiefungen vorgesehen sind.
3. Band nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge und Vertiefungen unter axialem Druck und radialer Verformung
eines der Teile Bandbolzenbuchse (5) oder Hebespindel (8) zum Einschnappen bringbar
sind.
4. Band nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge und Vertiefungen in Umfangsrichtung durchgehende radiale Rippen
(24) und radiale Nuten (25) umfassen.
5. Band nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebespindel (8) an ihrem der Bandbolzenbuchse (5) zugewandten Ende einen
Axialflansch (22) aufweist, der mit seinem Außenumfang (23) am Innenumfang der Ausnehmung
(4) des Scharnierteils (3) des Rahmenbandteils (10) anliegt und an seinem axial äußeren
Rand eine radial nach innen vorspringende Umfangsrippe (24) trägt, und daß die Bandbolzenbuchse
(5) an ihrem der Hebespindel (8) zugewandten Ende einen im Außendurchmesser abgesetzten
Bereich (26) aufweist, der in das Innere des Axialflansches (22) eingreift und an
seinem axial äußeren Rand eine radial nach innen vertiefte Umfangsnut (25) trägt,
in die die Umfangsrippe (24) radial eingreift.