[0001] Bei elektromagnetischen Ventiltrieben zur Betätigung eines Gaswechselventils an einer
Kolbenbrennkraftmaschine besteht insbesondere bei Vorhandensein eines ventilspiels
ein großes Problem darin, die Aufsetzgeschwindigkeit des Ventils auf sehr kleine Werte
(unter 0,2m/s) zu regeln, da bezogen auf den Ankerabstand der Auftreffpunkt des Ventils
im Betrieb sich aus thermischen Gründen (Variation des ventilspiels) ändert. Außerdem
muß der Anker nach dem Auftreffen des Ventils noch sicher die Polfläche erreichen.
Bei zu geringer Bestromung kehrt der Anker frühzeitig um und schlägt das Ventil wieder
los. Bei zu hoher Bestromung kommt es zu hohen Ankeraufsetzgeschwindigkeiten, die
zum einen akustisch problematisch sind, zum anderen aber auch zu Prellvorgängen und
schlimmstenfalls ebenfalls zum erneuten, unkontrollierten Ventilöffnen führen und
somit zum Ausfall des gesamten Systems.
[0002] Die DE 197 39 840 A1 beschreibt die Verwendung eines Wegsensors und die Steuerung
einer Geschwindigkeit des Stellorgans. Die DE 197 23 405 A1 beschreibt, eine Bestromung
eines Elektromagneten bei Eintreten eines Ankers in dessen Nahbereich so zu regeln,
dass ein Kräftegleichgewicht zwischen elektromagnetischen Kräften einerseits und Rückstellkräften
anderseits kurz vor seiner Endlage an den Polen erreicht wird und danach die Bestromung
so gesteuert wird, dass der Anker mit einer vorgebbaren Geschwindigkeit die Polfläche
erreicht.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuerung eines elektromagnetischen Ventiltriebes
zu verbessern in bezug auf ein sicheres Erreichen der Schlleßposition bei gleichzeitiger
Vermeidung von Prellvorgängen insbesondere bei Vorhandensein eines Ventilspiels und
unter Vermeidung der oben genannten Nachteile.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 1 sowie eine
Vorrichtung mit dem Merkmalen des Anspruches 15 gelöst.
[0005] Bei einem erfindungsgemäßes Verfahren zur Ansteuerung eines elektromagnetischen Aktuators
zur Betätigung eines Gaswechselventils an einer Kolbenbrennkraftmaschine, der einen
mit dem Gaswechselventil in Wirkverbindung stehenden Anker aufweist, der gegen die
Kraft wenigstens einer Rückstellfeder zwischen zwei Elektromagneten hin und her bewegbar
geführt ist, deren Bestromung mit Hilfe einer Sensorik über eine Motorsteuerung (9)
so gesteuert wird, dass jeweils die fangenden Magneten so gesteuert werden, dass der
Anker in "Schleichfahrt" an die Polfläche herangeführt wird, wobei zur Ausregelung
eines Ventilspiels bei der Schließbewegung des Gaswechselventils die Bestromung des
fangenden Magneten so gesteuert wird, dass zunächst das Ventil auf seinen Sitz und
nach Durchlaufen des Ventilspiels der Anker auf der Polfläche sanft mit einer Geschwindigkeit
von 0,2 m/s und weniger aufsetzen, wird in Abhängigkeit von einer Positionserfassung
des Ankers und des Ventils die Bestromung so geregelt, dass der Anker ein vorgegebenes
Weg-Geschwindigkeitsprofil einhält, und die über die Auftreffregelung erfassten Informationen
über die Bewegung des Gaswechselventils der Motorsteuerung zugeführt wobei eine Sollkurve
v(s) des vorgegebenen Weg-Geschwindigkeitsprofils im letzten Teil der Bewegung flach
gewählt wird.
[0006] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung eines vorbeschriebenen Verfahrens
zur Ansteuerung eines elektromagnetischen Aktuators zur Betätigung eines Gaswechselventils
an einer Kolbenbrennkraftmaschine, weist einen mit dem Gaswechselventil in Wirkverbindung
stehenden Anker auf, der gegen die Kraft wenigstens einer Rücksteilfeder zwischen
zwei Elektromagneten hin und her bewegbar geführt ist, deren Bestromung mit Hilfe
einer Sensorik über eine Motorsteuerung gesteuert wird, wobei die Steuerung derart
ist, dass die jeweils fangenden Magneten den Anker in "Schleichfahrt" an die Polfläche
heranführen, und in einer Schließposition des Ventils ein Spalt zwischen Ventil und
Anker vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ankerpositionsregier zum sanften
Aufsetzen des Ankers und ein Ventilpositionsregler zum sanften Aufsetzen des Ventils
vorhanden sind, und die Steuerung ein Umschalten zwischen beiden Positionsreglern
beim Verfahren in die Schließposition aufweist, wobei eine Sollkurve v(s) eines vorgegebenen
Weg-Geschwindigkeitsprofils im letzten Teil der Bewegung flach gewählt ist.
[0007] Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen elektromagnetischen Ventiltrieb mit Steuerung
- Fig. 2
- den Verlauf der Geschwindigkeit von Ventil und Anker bei der Schließbewegung
- Fig. 3
- den Verlauf der Geschwindigkeit von Ventil und Anker beim Erreichen der Schließstellung
in größerem Maßstab
- Fig. 4
- den Verlauf des Weges von Ventil und Anker sowie des Stroms in Abhängigkeit von der
Zeit bei einer Regelung nach dem Stande der Technik
- Fig. 5
- den Verlauf des Weges des Ankers und des Stroms in Abhängigkeit von der Zeit bei Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
- Fig. 6
- den Grundaufbau der Steuerung in Form eines Blockschaltbildes
- Fig. 7
- den Ablauf des erfindungsgemäßen Anstauerungsverfahrens anhand eines Blockschaltbildes
- Fig. 8
- das Blockschaltbild gemäß Fig. 7 ergänzt um einen "Beobachter"
- Fig. 9
- das Blockschaltbild gemäß Fig. 8 mit einer Verknüpfung von Motorsteuerung und Beobachter
- Fig. 10
- das Blockschaltbild gemäß Fig. 9 ergänzt durch eine Vorabschätzeinheit
- Fig. 11 und 12
- Abwandlungen der Schaltung bei Verwendung eines "Beobachters"
- Fig. 11 bis 15
- Aufbau und Funktion eines magnetorresistiven Bewegungssensors
- Fig. 16 und 17
- Ausführungsformen von Mikrowellen-Resonator-Wegsensoren
- Fig. 18
- eine optische Variante eines Resonator-Wegsensor
[0008] In Fig. 1 ist das Grundprinzip eines derartigen elektromagnetischen Ventiltriebs
mit seiner Steuerung schematisch dargestellt.
[0009] Ein elektromagnetischer Ventiltrieb zur Betätigung eines Gaswechselventils 2 besteht
im wesentlichen aus einem Aktuator 1 mit einem Schließmagneten 3 und einem Öffnermagneten
4, die im Abstand zueinander angeordnet sind und zwischen denen ein Anker 5 gegen
die Kraft von Rückstellfedern, nämlich einer Öffnerfeder 7 und einer Schließfeder
8 hin und her bewegbar geführt ist.
[0010] In Fig. 1 ist die "klassische" Anordnung der Öffnerfeder und der Schließfeder in
Schließstellung dargestellt. Bei dieser Anordnung wirkt die Schließfeder 8 unmittelbar
über einen mit dem Schaft 2.1 des Gaswechselventils 2 verbundenen Federteller 2.2
ein. Die Führungsstange 11 des elektromagnetischen Aktuators ist vom Schaft 2.1 getrennt,
in der Regel ist hier in der Schließstellung ein Spalt in Form des sogenannten Ventilspiels
VS vorhanden. Die Öffnerfeder 7 stützt sich wiederum auf einem Federteller 11.1 an
der Führungsstange 11 ab, so daß in der Mittellage bei stromlos gesetzten Magneten
unter der gegeneinandergerichteten Wirkung von Öffnerfeder 7 und Schließfeder 8 die
Führungsstange 11 sich auf dem Schaft 2.1 des Gaswechselventils 2 abstützt. Es ist
auch möglich, anstelle der Öffnerfeder 7 nur eine einzige Rückstellfeder vorzusehen,
die so ausgelegt ist, daß sie jeweils beim Überschwingen des Ankers 5 über die Mittellage
eine entsprechende Rückstellkraft aufbaut. Eine gesonderte Schließfeder 8 entfällt
damit. Bei einer derartigen Anordnung muß allerdings die Führungsstange 11 mit dem
Schaft 2.1 des Gaswechselventils über ein entsprechendes Koppelelement verbunden sein,
das die Hin- und Herbwegung des Ankers in gleicher Weise auf das Gaswechselventil
2 überträgt, gleichwohl ein Ventilspiel zuläßt.
[0011] Die Elektromagneten 3 und 4 des Aktuators 1 werden über eine elektronische Motorsteuerung
9 entsprechend den vorgegebenen Steuerprogrammen und in Abhängigkeit von den der Motorsteuerung
zugeführten Betriebsdaten, wie Drehzahl, Temperatur etc. angesteuert.
[0012] Dem Aktuator 1 ist ein Sensor 10 zugeordnet, der die Erfassung der Aktuatorfunktionen
ermöglicht. Der Sensor 10 ist hier schematisch dargestellt. Je nach der Auslegung
des Sensors kann beispielsweise der Weg des Ankers 5 erfaßt werden, so daß die jeweilige
Ankerposition der Motorsteuerung 9 übermittelt werden kann. In der Motorsteuerung
9 kann dann über entsprechende Rechenoperationen ggf. auch die Ankergeschwindigkeit
ermittelt werden, so daß in Abhängigkeit von der Ankerposition und/oder in Abhängigkeit
von der Ankergeschwindigkeit die Bestromung der beiden Elektromagneten 3, 4 gesteuert
werden kann.
[0013] Der Sensor 10 muß nicht zwangsläufig, wie dargestellt, der verlängerten Führungsstange
11 seitlich zugeordnet sein, sondern es ist auch möglich, entsprechende Sensoren im
Bereich der Polfläche der jeweiligen Elektromagneten anzuordnen oder aber auch seitlich
dem Anker 5 zuzuordnen.
[0014] Die Motorsteuerung 9 weist ferner entsprechende Mittel zur Erfassung des Stroms und
der Spannung für den jeweiligen Elektromagneten 3 und 4 sowie zur Veränderung des
Stromverlaufs und des Spannungsverlaufs auf. Über die Motorsteuerung 9 kann dann in
Abhängigkeit von vorgebbaren Betriebsprogrammen, ggf. gestützt auf entsprechende Kennfelder,
der Aktuator 1 des Gaswechselventils 2 vollvariabel angesteuert werden, so beispielsweise
hinsichtlich des Beginns und des Endes der Öffnungszeiten. Auch eine Ansteuerung hinsichtlich
der Höhe des Öffnungshubes oder auch der Zahl der Öffnungshübe während einer Schließzeit
ist möglich.
[0015] Zur Erzielung niedriger Aufsetzgeschwindigkeiten des Ankers 5 ist eine Stromregelung
erforderlich, die als Eingangssignal eine Information über die aktuelle Bewegung bzw.
Position des Ankers benötigt. Solange kein Ventilspiel vorhanden ist, reicht eine
Regelung nach der Ankerposition aus. Bei Vorhandensein eines Ventilspiels ist allerdings
auf der Schließerseite die Situation recht problematisch. Die Geschwindigkeit des
Ankers und somit des Ventils muß bereits beim Aufsetzen des Ventils im Ventilsitz
einen recht kleinen Wert von ca. 0,2m/s oder kleiner aufweisen (zumindest im Bereich
kleiner Drehzahlen).
[0016] In Fig. 2 ist die Situation für ein "normales" Ventilabsetzen, d. h. ohne Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens, verdeutlicht. Dargestellt ist hier als ausgezogene
Linie die Geschwindigkeit des Ankers über dem Ankerweg. Ganz rechts ist die Position
für den geöffneten Fall dargestellt. Als Beispiel wurde hier ein Ankerhub von 8mm
gewählt. Ganz links bei 0,0 ist die Ankerposition bei Anlage an der Polfläche des
Schließermagneten dargestellt. Eine Schließbewegung beginnt demgemäß an der Position
ganz rechts im Bild bei 8mm und Geschwindigkeit 0. Die Geschwindigkeit erhöht sich
nun bis etwa zum Erreichen der Mitte zwischen den Polflächen (bei ca. 4mm). Wenn der
Anker "normal" (ungeregelt) betrieben wird, so hat das Ventil insbesondere bei einem
deutlichen Ventilspiel von beispielsweise 0,4mm (kalter 0Motor) bei Ankunft im Ventilsitz
noch eine recht hohe Geschwindigkeit von etwa 1,1m/s. Bei dieser Position kommt es
zu einer Trennung der Ankerbewegung von der Ventilbewegung. Das Ventil wird abrupt
gebremst (unterbrochene Linie), die Geschwindigkeit geht sogar unter Null, d.h. das
Ventil prallt wieder ab.
[0017] Der Anker wird zunächst langsamer, kurz vor dem Auftreffen nimmt seine Geschwindigkei
aber wieder zu und er trifft mit einer Geschwindigkeit von ca. 0,5m/s auf. Die Ankergeschwindigkeit
war zwischenzeitlich fast bis auf Null reduziert; bei einer weiteren Reduktion des
Fangstromniveaus würde der Anker also vor Erreichen der Polfläche wieder umkehren,
das System würde ausfallen.
[0018] In Fig. 3 ist der Bereich des Ventilaufsetzens und Ankeraufsetzens vergrößert dargestellt.
Die getrennten Bewegungen von Anker und Ventil sind deutlich zu erkennen. Zunächst
bewegen sich Anker und Ventil ohne Ventilspiel zusammen (Kurventeil v
A+V). Sobald das Ventil auf seinen Sitz auftrifft, trennen sich Ventil und Anker und
führen aufgrund des Ventilspiels Eigenbewegungen aus. (Ventil unterbrochene Linie,
Anker ausgezogene Linie).
[0019] In Fig. 4 sind über der Zeit aufgetragen die Verläufe der Ankerposition (ausgezogene
Linie), der Ventilposition (unterbrochene Linie) und des Stromes (strichpunktierte
Linie). Man erkennt im Stromniveau zunächst die Einhaltung eines konstanten Stromwertes,
der allerdings bei großer Annäherung des Ankers zunächst einbricht, da die gegeninduzierte
Spannung die Versorgungsspannung übersteigt. Im Anschluß wird zum sicheren Fangen
des Ankers die Stromvorgabe für das Stromniveau erhöht. Weil der Anker fast zur Ruhe
kommt, kann das neue Niveau auch erreicht werden, da durch die Bewegungslosigkeit
des Ankers zunächst keine weitere Gegenspannung induziert wird.
[0020] In Fig. 5 sind die Verhältnisse bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 und Fig. 4 dargestellt.
[0021] In Fig. 5 sind die Verläufe von Ankerweg und Strom über der Zeit wiedergegeben. Bedingt
durch eine Regelung des Stromverlaufes kann eine Ventilauftreffgeschwindigkeit von
etwa 0,2m/s erzielt werden.
[0022] Fig. 6 zeigt ein Blockschaltbild der Ansteuerung des Aktuators. Die Motorsteuerung
9 gibt dabei den Zeitpunkt vor, wann der Bewegungsvorgang (Ventilschließen) eingeleitet
wird. Dies geschieht dann durch Abschalten des Stromes durch die Schließerspule im
Stromtreiber (Endstufe) 12 (hier ist keine Stromzufuhr zur Schließerspule dargestellt).
Abhängig von der jeweiligen Ankerposition, die über eine Positionserfassungseinzichtung
13, beispielsweise Sensor 10 plus Aufbereitungsschaltung, wird nun der Strom beispielsweise
derart geregelt, daß der Anker möglichst ein vorgebbares Weg-Geschwindigkeits-profil
einhält Hierzu dient der Positionsregler 14.
[0023] In Fig. 7 ist nun gezeigt, daß zwei Regel- oder Steuervorgänge vorgesehen sind. Zunächst
wird während des Fluges des Gaswechselventils die Regelung von dem hier nun als Ventilpositionsregler
14 bezeichneten Block übernommen. Dieser Block kann identisch zu demjenigen Block
14 in Fig. 6 ausgelegt sein, muß aber berücksichtigen, daß das Ziel, das mit geringer
Geschwindigkeit zu erreichen ist, nicht die Polfläche darstellt sondern vielmehr der
Ventilsitz, also Position der Polfläche plus Ventilspiel.
[0024] Sobald erkannt wird, daß das Ventil im Sitz angekommen ist (oder sich zumindest in
unmittelbarer Nähe befindet), wird auf die Ankerregelung umgeschaltet. In Fig. 7 ist
dies veranschaulicht, indem ein "Ventiltrenndetektor" 17 feststellt, daß das Ventil
im Sitz angekommen ist und somit die Stromvorgabe für den Stromtreiber (Endstufe)
12 umschaltet auf den Ausgang des Ankerpositionsreglers 15. (Tatsächlich kann der
Ankerpositionsregler physikalisch derselbe Block sein, der nur in einen anderen Modus
gesteuert wird.) Der Ventiltrenndetektor kann seine Information aus dem Sensor 10
des Positionsdetektors oder dem Ausgangssignal der Positionserfassung 13 beziehen,
die Trennung von ventil und Anker aus Strom und/oder Spannungs-verlauf am Magneten
schlußfolgern oder über einen separaten Sensor 16 feststellen. Ein solcher Sensor
kann einfach aus einem Kontakt bestehen, der geschlossen wird, wenn sich die beiden
elektrisch leitfähigen Teile trennen (z.B. Ankerbolzen und Ventilschaft). Um Probleme
mit Verschmutzungen der Kontakte zu umgehen, kann jedoch auch eine Kapazitätsänderung
zwischen den sich trennenden Komponenten festgestellt werden; hierzu ist eine nichtleitende
Trennschicht zwischen den beiden Komponenten erforderlich.
[0025] Der Ankerstromregler kann seine Funktion auch über eine Zeitsteuerung ausführen,
da lediglich die Distanz des ventilspiels noch überbrückt werden muß. Hierzu erfolgt
beispielsweise eine Vorgabe des Stromverlaufes über der Zeit, und dies in Abhängigkeit
des vorhandenen Ventilspiels. Somit wird es auch möglich, anstelle des Ankerpositionssensors
einen Ventilpositionssensor zu verwenden, da die Information über die Ankerposition
nicht mehr derartig wichtig ist.
[0026] Fig. 8 zeigt eine Erweiterung der Regelung, die besonders dann sinnvoll ist, wenn
die Positionserfassung mit kostengünstigen Sensoren erfolgen soll. Dabei besteht nämlich
das Problem, daß zur Gewinnung einer Geschwindigkeitsinformation das Wegsignal differenziert
werden muß. Dies ist allerdings bei einem verrauschten oder gestörten Signal nur sehr
unzureichend möglich. Abhilfe schaffen kann man nun mit einem Beobachter 19, der ein
Modell des Aktuators beinhaltet (z.B. in Form von Differentialgleichungen für den
Zusammenhang zwischen Beschleunigung, Geschwindigkeit und Position des Ankers sowie
Informationen über Masse von Anker und Ventil, Federkräften etc.). Schließlich ist
ja der prinzipiell mögliche Verlauf der Geschwindigkeit durch das System in Grenzen
vorhersehbar. Das Modell kann nun zunächst bei Beginn der Bewegung initialisiert werden.
Bekannt ist ja zu diesem Zeitpunkt die exakte Position, sowie die Geschwindigkeit.
Die neuen Informationen über die gemessene Position 13 sowie ggf. die vom Modell ermittelten
Zustandsgrößen fließen in den Beobachter (in das Modell) als neuerliche Eingangsgrößen
ein und können somit wiederum zur Korrektur der aktuell ausgegebenen Größen über Weg
und Geschwindigkeit verwendet werden. Auch kann eine Selbstkalibrierung (Adaption)
des im Beobachter enthaltenen Modells erfolgen. Stellt beispielsweise der Beobachter
fest, daß die Reibung größer ist als bisher im Modell vorgesehen, kann die entsprechende
Größe automatisch neu parametriert werden.
[0027] Auch können bestimmte Parameter zur Verbesserung der Modellparametrierung von der
Motorsteuerung z.B. in Abhängigkeit der Last (Gaskräfte beim Auslaßventil) oder die
Motortemperatur (Abschätzung Ventilspiel, Reibung etc.) in das Modell gefüttert werden
(siehe auch Fig. 9, Verbindung von 11 nach 19).
[0028] Zusätzlich zur rein mechanischen Modellbildung können naturgemäß auch eine zusätzliche
Berücksichtigung der Magnetkräfte erfolgen. Hierzu muß eine Kenntnis über die aktuell
vorliegende Bestromung vorliegen. Dies ist in Abbildung 5 dargestellt (Verbindung
von 12 nach 19 in Fig. 19).
[0029] Die Qualität des Reglers selber kann auch verbessert werden, wenn man eine vorausschauende
Abschätzung vornehmen kann, welchen Einfluß die eingeleiteten Maßnahmen (Änderung
der Stromhöhe) auf den Anker haben werden. Dazu wird gem. Fig. 10 dem Regler 14 eine
"Vorabschätzeinheit", ein Prediktor 20 zur Verfügung gestellt. Dieser Prediktor 20
enthält ebenfalls wieder ein Modell des Systems und kann somit Abschätzen, welche
Auswirkungen die Maßnahmen haben werden. Wenn die Maßnahmen als nicht ausreichend
oder als zu stark betrachtet werden, so kann der Regler entsprechend noch korrigiert
("zurückgepfiffen") werden.
[0030] Auch der Prediktor 20 kann wiederum "lernfähig" gestaltet sein, so daß er sich automatisch
an veränderte Modellparameter anpaßt.
[0031] Besonderes Augenmerk muß auf die einerseits kostengünstig zu gestaltende, andererseits
auch möglichst genaue Erfassung der Position des Ankers bzw. des Ventils gelegt werden.
Insbesondere in der Phase der letzten Annäherung, wenn die Geschwindigkeit schon relativ
klein ist und die Weginformation sehr genau sein muß, kann die Auflösungsgrenze einer
möglicherweise erforderlichen Analog/Digital-Wandlung (Quantisierung) problematisch
sein. Verbessert werden kann diese Auflösung, indem vor der Wandlung der jeweils aktuell
abgeschätzte Wert der Position (z.B. aus Beobachter 19) zunächst von dem vom Sensor
erfaßten Wert abgezogen wird, bevor der Wert digitalisiert wird. In Fig. 11 ist die
Rückführung 21 des Positionssignals vom Beobachter mit Modell 19 in die Positionserfassung
13 zu erkennen.
[0032] In Fig. 12 ist beispielhaft eine Ausführungsform der Positionserfassung dargestellt.
Das Rückführsignal 21, das digital vom Beobachter zur Verfügung gestellt wird, wird
einem D/A-Wandler 22 zugeführt. Der Ausgang des D/A-Wandlers 22 liefert also den aktuell
vom Beobachter ermittelten wert für die Position in analoger Form. Dieser wert wird
mit Hilfe eines Subtrahierers 24 von dem Signal eines Positionssensors subtrahiert,
das zunächst von einer Aufbereitungsschaltung 23 auf den richtigen Pegel angehoben
wurde. Hinter dem Subtrahierer liegt nur noch die Differenz zur derzeit vom Beobachter
ermittelten Position vor. Der Signalbereich dieses Signals ist naturgemäß deutlich
kleiner als der des ursprünglichen Positionssignals. Somit kann es mit Hilfe eines
Verstärkers 25 vor der A/D-Wandlung 26 im Pegel angehoben werden. Der A/D-Wandler
führt dann das Differenzsignal zwischen der vom Beobachter ermittelten und der aktuellen,
neuen Weginformation dem Beobachter 19 wiederum in digitaler Form zu. Dieser kann,
sofern erforderlich, die neue Positionsinformation durch Addition des vorher ermittelten
Signals 21 und der neuen Differenzinformation erhalten.
[0033] Andere Ausführungsformen sind ebenso möglich. So kann beispielsweise der A/D-Wandler
und/oder der D/A-Wandler im Beobachter integriert sein. (Fig. 12)
[0034] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird zur Regelung eines sanften Auftreffens
die Position und/oder die Geschwindigkeit des Ankers mit Hilfe eines Sensors fortlaufend
gemessen und für eine closed-loop-Regelung des Aktuators verwendet. Dabei geht die
Erfindung davon aus, daß eine effektive closed-loop-Regelung der Anker- bzw. Ventilgeschwindigkeit
nur im letzten Teil der Bewegung, d. h. kurz vor Erreichen der jeweiligen Endlage
möglich ist aufgrund der dynamischen Eigenschaften des Systems. Dennoch ist es erforderlich,
schon zu einem früheren Zeitpunkt einzugreifen, um das erforderliche Stromniveau überhaupt
erreichen zu können. Die Erfindung sieht im ersten Teil der Bewegung die Bestimmung
von Parametern vor, die mit dem Zylinderinnendruck korreliert sind. Dies erfolgt durch
die Methode der kleinsten Fehlerquadrate, indem die Trajektorie v(s) im Zustandsraum
betrachtet wird (v=Geschwindigkeit, s=Position). Abhängig von der Größe der Parameter
wird bei Erreichen einer bestimmten Wegposition s
1 die Spannung konstant eingeschaltet. Bei Erreichen des Kräftegleichgewichtes (dv/dt
= 0) wird vorzugsweise ein nichtlinearer Regler aktiviert, der die Sapnnung in Abhängigkeit
von der Abweichung (v - v(s)) der gemessenen Geschwindigkeit von einer Sollkurve v(s)
ein- bzw. ausschaltet. Gemäß der Erfindung wird bei Abschalten der Spannung über eine
Brückenschaltung Energie verlustarm in das Bordnetz zurückgespeist, d. h. die jeweilige
Spule mit der Versorgungsspannung betrieben. Durch die daraus resultierende Geschwindigkeit
des Stromabfalls beim Abschalten ist eine closed-loop-Regelung gemäß der Erfindung
besonders effektiv möglich.
[0035] In einer bevorzugten Anordnung wird die Bedingung dv/dt=0 direkt durch Ableitung
und Filterung des Wegsignals erkannt.
[0036] In einer weiteren bevorzugten Anordnung wird die Bedingung dv/dt=0 ersetzt durch
die Bedingung I > =I
max, d. h. die Abschaltung der Spannung und Aktivierung des Reglers erfolgt bei Erreichen
eines vorgegebenen Stromniveaus I
max.
[0037] In einer bevorzugten Anordnung werden die Einschaltposition s
on und die Stromschwelle I
max in Abhängigkeit von der gemessenen Versorgungsspannung und den Parametern, die den
Zylinderinnendruck wiederspiegeln, ausgedrückt. Dies kann durch einen funktionalen
Zusammenhang oder ein Kennfeld erfolgen.
[0038] Die Sollkurve v(s) wird im letzten Teil der Bewegung flach gewählt, so daß die Regelung
auch bei Sensorfehlern eine niedrige Aufsetzgeschwindigkeit sicherstellen kann.
[0039] In einer bevorzugten Anordnung verläuft die Sollkurve v(s) bei Geschwindigkeiten
kleiner als 0,3 m/s, da in diesem Falle die Antwortzeit der Regelung kurz genug ist
gegenüber der Totzeit des Systems, um eine closed-loop-Regelung zu realisieren.
[0040] In einer bevorzugten Anordnung wird die flache Sollkurve so weit ausgedehnt, daß
damit der Bereich des Ventilspiels überbrückt werden kann, so daß Ventil und Anker
mit niedriger Geschwindigkeit aufsetzen.
[0041] In einer bevorzugten Anordnung wird hierzu das Ventilspiel im ersten Teil der Öffnungsphase
des Ventils gemessen, indem der abrupte Abfall der Geschwindigkeit des Ankers beim
Aufprall auf das Ventil erkannt wird. Die Ausdehnung des langsamen Bewegungsabschnitts
kann damit dem aktuellen Ventilspiel angepaßt werden.
[0042] In einer bevorzugten Anordnung wird das Feder-Masse-System so ausgelegt, daß der
Abstand vom Punkt des frühestmöglichen Erreichens des Kräftegleichgewichts bis zur
Endlage auf Öffner- und Schließerseite groß genug ist, um das Ventilspiel zu überbrücken
und Sensorfehler ausgleichen zu können. Dabei wird bevorzugt ein wirbelstromarmer
Anker beispielsweise aus einem Sintermaterial eingesetzt, um den Spielraum durch Absenken
des maximal erforderlichen Stromniveaus für das Kräftegleichgewicht zu erhöhen.
[0043] Zur Erhöhung des Wegbereichs niedriger Geschwindigkeit vor der Endlage wird der Ablösevorgang
durch kurzzeitiges Bestromen des Haltemagneten so gestaltet, daß eine niedrigere Maximalgeschwindigkeit
erreicht wird und damit der Wegpunkt, an dem frühestens ein Kräftegleichgewicht erreichbar
ist, weiter von der Endlage entfernt liegt. In einer bevorzugten Anordnung wird die
dabei mechanisch entnommene Energie elektrisch zurückgespeist, indem ein wirbelstromarmer
Anker und eine entsprechende Taktungsstufe vorzugsweise in Brückenschaltung verwendet
wird.
[0044] In einer bevorzugten Anordnung wird für den Sensor ein digitaler Wegsensor eingesetzt.
[0045] In einer bevorzugten Ausgestaltung werden die Sensor-Rohsignale mit Hilfe eines Zustandsbeobachters
so aufgbereitet, daß die Güte des Weg-Geschwindigkeits- und Stromsignals verbessert
wird, indem Informationen über das Systemverhalten des Aktuators verwendet werden.
Der Zustandsbeobachter verwendet dabei in einer besonders bevorzugten anordnung die
in der Anfangsphase der Bewegung, d. h. beim Ablösen des Ankers, durch Messung gewonnenen
Parameter, die mit dem Gegendruck korreliert sind. In einer besonders bevorzugten
Anordnung wird während der Phase des Anliegens des Ankers an einer der beiden Endlagen
eine Mittelwertbildung des Sensorsignals durchgeführt mit dem Ziel, einen eventuell
vorhandenen Offsetfehler und/oder Verstärkungsfehler des Sensors zu kompensieren und
damit die Anforderungen an den Sensor bezüglich Temperaturstabilität zu reduzieren.
[0046] In einer besonders bevorzugten Anordnung besteht der Regler aus einem Zwei- oder
Dreipunktregler mit einem Rückkopplungszweig, der ein digitales Filter enthält. Dieses
Filter ist bevorzugt ein Tiefpaßfilter mit einer geeignet abgestimmten Charakteristik.
Die Abtastzeit der gesamten Anordnung liegt vorzugsweise bei 20 µs.
[0047] In einer besonders bevozugten Anordnung ist die Endstufe eine schaltende Endstufe
mit Anstiegs- und Abfallzeiten unter 5 ps.
[0048] In einer bevorzugten Anordnung findet eine Kommunikation zwischen der Auftreffregelung
des Aktuators und der ansteuernden Motorsteuerung dergestalt statt, daß die Motorsteuerung
Informationen über den zu erwartenden Zylinderinnendruck liefert, die zusätzlich zu
den durch Messung ermittelten Parametern, die mit dem tatsächlichen Zylinderinnendruck
korreliert sind, verwendet werden. Ferner liefert die Auftreffregelung Informationen
an die Motorsteuerung zurück, wie beispielsweise gemessenes Ventilspiel, ferner Parameter,
die mit dem tatsächlichen Zylinderinnendruck korreliert sind, ferner Parameter, die
mit dem Verschleiß des Aktuators korreliert sind, ferner Parameter, die mit der Temperatur
des Aktuators korreliert sind.
[0049] In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung wird die Erfindung bei Vorhandensein eines
hydraulischen Ventilspielausgleichs eingesetzt. Dabei wirkt sich die Tatsache vorteilhaft
aus, daß Schwingungen im Geschwindigkeits-Weg-Verlauf, die beim Auftreffen des Ankerbolzens
auf das Ventil bei Vorhandensein von Ventilspiel normalerweise auftreten und die Bestimmung
von Parametern, die mit dem Gegendruck korreliert sind, erschweren, hier stark gedämpft
sind.
[0050] Bei der Regelung von Aktuatoren, insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, werden hohe Anforderungen an die Informationsqualität gestellt. Die Anforderungen
an Auflösung, Reproduzierbarkeit und Genauigkeit liegen über dem was übliche analoge
Sensoren in diesem Anwendungsbereich heute leisten. Die Ursache dafür liegt unter
anderem auch darin, daß in unmittelbarer Nähe des Motors die Konzentration elektrischer
Störfelder immens ist und die auf den Leitungen eingekoppelten Störpegel sehr hoch
sind.
[0051] Aus diesem Grund ist eine digitale Signalübertragung eine mögliche Lösung, um die
gewünschte Qualität zu erreichen.
[0052] Ein weiterer Vorteil erzielt man, wenn man das Meßsignal direkt aus einem digitalen
Meßvorgang gewinnt. Die Vorteile sind: keine A/D Wandlung, preiswerte robuste Elektronik,
etc..
[0053] Einige der vorgestellten Prinzipien basieren auf digitalen Meßverfahren. Dabei wird
pro Wegstrecke ein digitaler Impuls bzw für jeden Wegabschnitt ein binäres Bitmuster
ausgegeben. Bei der relativen Positionsbestimmung muß die absolute Position durch
einen Algorithmus hergeleitet werden unter Berücksichtigung der Ruhelage und dem maxialen
Ankerweg. Die Geschwindigkeit kann über die Zeitdifferenz zwischen den Pulsen bzw.
Bitmusterwechseln ermittelt werden.
[0054] Bevorzugte Meßverfahren sind die, die sich als integriertes Bauelement inklusive
der Signalaufbereitung realisieren lassen.
[0055] Digitale Verfahren für eine relative Positionsmessung:
- optische Verfahren mit Schlitzscheibe
- optische Verfahren basierend auf dem Interferometerprinzip, wie nachstehend beschrieben,
- magnetische Verfahren mit magnetoresistiver Matrix ohne binäre Codierung, wie nachstehend
beschrieben,
- Resonatormeßprinzipien (Frequenz abhängig von der geometrischen Position des Ankerweges),
wie nachstehend beschrieben,
[0056] Absolute Meßverfahren, die sinnvollerweise einen der Position entsprechenden binären
Code ausgeben:
- optische Verfahren mit z.B. CCD Zeile,
- magnetische Verfahren mit einer magnetoresistiven Matrix, ein- oder zweidimensional
aufgebaut, im Gegensatz zu singulären magnetoresistiven Sensoren, wie vorbekannt.
[0057] Eine Wegmessung durch Verwendung eines magnetoresistiven Meßprinzips auf der Basis
von Meßzellenmatrizen ist anhand der Fig. 13 bis 17 dargestellt und beschrieben. Die
magnetoresistive Matrix 30 (XMR-Matrix) kann, wie in Fig. 13 und 14 zu erkennen, angeordnet
werden. Ein Positionsmagnet 31 wird auf der Führungsstange 11 befestigt. Die Auswerteschaltung
für die XMR-Matrix 30 gibt aus, welcher Sensor der Matrix der Sensorzeile ein maximales
Signal empfängt. Dies ist die Position, mit der der Positionsmagnet 31 auf der Führungsstange
11 korreliert ist, d. h. die aktuelle Wegposition.
[0058] Eine weitere Ausführung zeigt Fig. 14. Die Signalverarbeitung beschränkt sich auf
das Erzeugen von Impulsen beim Wechsel des Maximums von einem Einzelsensor auf den
nächsten. Eine bevorzugte Ausführung ist die Erzeugung eines um 90° verschoebenen
Impulscodes zur Richtungsdetektion. Zur Steigerung der Auflösung ist eine Ausführung
mit spezieller Magnetgeometrie geeignet, wie z. B. die Ausführung in Fig. 15. Durch
die Anordnung von zwei Positionsmagneten 30.1 und 30.2 wird in der Mitte ein schmaler
Bereich mit horizontal verlaufenden Feldlinien erzeugt, der einen größeren Abstand
zwischen Matrix und Positionsmagnet zuläßt.
[0059] Eine weitere Möglichkeit zur Steigerung der Auflösung ist die Anwendung des Nonius-Prinzips.
Dazu werden mehrere Positionsmagnete auf der Führungsstange 11 montiert.
[0060] Eine Kompensation mechanischer Toleranzen bezüglich der Rotationsgeometrie der Führungsstange
ist durch Auswertung unter der Berücksichtigung der Pegelverteilung möglich.
[0061] Zur weiteren Steigerung der Genauigkeit, ist der Einsatz von zwei Matrizen in besonderer
Anordnung zueinander denkbar, beispielsweise gegenüberliegend, zur Kompensation mechanischer
Toleranzen.
[0062] Eine Weg- und Geschwindigkeitsmessung durch Verwendung eines Mikrowellen-Resonator-Meßprinzips
wird anhand der Fig. 16 bis 18 dargestellt und beschrieben.
[0063] Fig. 16 zeigt eine Anordnung, die oben auf einem Aktuator aufgesetzt werden kann.
Der Ventilschaft ist dabei kraftschlüssig mit dem EMV-Anker und der Führungsstange
11 verbunden, so daß die Führungsstange 11 die Wegposition der Ankerplatte widerspiegelt.
[0064] Das freie Ende der Führungsstange 11 ragt in ein Resonatorgehäuse 35 hinein, welches
partiell, vorzugsweise in den Bereichen, die die Führungsstange bei ihrer linearen
Bewegung nicht erreicht, mit einem Dielektrikum 36 gefüllt ist. Es wird ein Oszillator
37 über eine Koppelvorrichtung 38 (kapazitiv oder induktiv) an den Resonator angekoppelt.
Diese Anordnung erlaubt es, den Ankerweg als frequenzbestimmendes Bauteil eines Oszillators
37 zu verwenden. Über einen Referenzoszillator 38 kann in einem Mischer oder einem
Frequenzdemodulator 39 mit anschließender Filterung und Signalaufbereitung 40 sowohl
Wegsignal 41, als auch Geschwindigkeitsinformation 42 der Motorsteuerung zur Verfügung
gestellt werden.
[0065] Fig. 17 zeigt eine vergleichbare Anordnung, die ebenfalls oben auf einen Aktuator
aufgesetzt werden kann. Die Führungsstange 11 gibt die Wegposition der Ankerplatte
an. Die Führungsstange 11 bildet einen verschiebbaren Teil eines koaxialen Resonators
35, dessen feststehender Teil mit einem Dielekrikum gefüllt ist. Dabei kann die Führungsstange
11 den linearen Weg zurücklegen und somit die Reflexionseigenschaften einer solchen
koaxialen Resonatoranordnung als Funktion der EMV-Ankerbewegung ändern.
[0066] Über eine Isolation 43 wird zwischen Mittelleiter 44 und Gehäuse der Oszillator 37
an den feststehenden Resonatorteil angekoppelt. Über einen Referenzoszillator 38 kann
in einem Mischer oder einem Frequenzdemodulator 39 mit anschließender Filterung und
Signalaufbereitung sowohl Wegsignal 41 als auch Geschwindigkeitsinformation 42 zur
Verfügung gestellt werden.
[0067] Eine Weg- und Geschwindigkeitsmessung durch Verwendung eines optischen Resonatormaßprinzips
wird anhand der Fig. 21 dargestellt und beschrieben.
[0068] Fig. 18 zeigt eine Anordnung, in der eine optische Variante eines Resonatormeßprinzips
dargestellt ist, die ebenfalls an der Führungsstange 11 eines Aktuators angebracht
werden kann.
[0069] Die Führungsstange 11 gibt die Wegposition der Ankerplatte an. Zur Vermittlung der
Ankerposition befindet sich mit dem Schaft verbunden eine magnetische Anordnung 45,
die die Wirkung des Magnetfeldes auf die Zone 46 bewirkt. Das Bauteil 46 stellt hierbei
einen optischen Leiter dar, dessen optischen Eigenschaften, vorzugsweise die Brechzahl,
eine Funktion der Magnetfeldstärke darstellt. Die ganze Anordnung ist gegen Stör-
und Fremdfelder abgeschirmt.
[0070] Der optische Leiter 46 ist einseitig durch einen optischen Spiegel 47 abgedichtet,
und über Koppelelemente 48, beispielsweise eine Glasfaser und/oder ein polarisationsdrehendes
Element und/oder eine optische Impedanzanpassung an Halbleiterfaser angeschlossen,
der über Stromsignal 50 und Treiber 51 angesteuert wird. Ein HL-Laser 49 sendet einen
Strahl in Richtung des Sensors 52 aus, auf dem auch der zweite Strahl des HL-Lasers
49 via Element 48, 46, 47, 46, 48, 49 interferierend auftrifft. Das Detektorsignal
53 mißt somit Interferenzen aufgrund von Weglängenänderungen der beiden Strahlwege.
Eine Weglänge wird nun vermittels Magnetfeld durch Magnet 45 durch Variation der Brechzahl
in Element 46 implizit geändert und bildet somit ein Maß für den Weg der-Führungsstange
11. Eine weitere Möglichkeit der Längenänderung von Element 46 bei Verwendung von
optischen Materialien, deren Brechzahl nicht Funktion der Magnetfeldstärke ist, ergibt
sich durch Verkleben von magnetostriktivem Material 46.1 mit dem optischem Element
46, so daß durch das Magnetfeld eine mechanische Längenänderung von Element 46 eintritt.
[0071] Durch Auswertung des Detektorsignals ist ein Weg- und Geschwindigkeitssignal zu bestimmen.
1. Verfahren zur Ansteuerung eines elektromagnetischen Aktuators (1) zur Betätigung eines
Gaswechselventils (2) an einer Kolbenbrennkraftmaschine, der einen mit dem Gaswechselventil
(2) in Wirkverbindung stehenden Anker (5) aufweist, der gegen die Kraft wenigstens
einer Rückstellfeder zwischen zwei Elektromagneten (2, 3) hin und her bewegbar geführt
ist, deren Bestromung mit Hilfe einer Sensorik über eine Motorsteuerung (9) so gesteuert
wird, dass jeweils die fangenden Magneten (2, 3) so gesteuert werden, dass der Anker
(5) in "Schleichfahrt" an die Polfläche herangeführt wird, wobei zur Ausregelung eines
Ventilspiels bei der Schließbewegung des Gaswechselventils (1) die Bestromung des
fangenden Magneten so gesteuert wird, dass zunächst das Ventil auf seinen Sitz und
nach Durchlaufen des Ventilspiels der Anker (5) auf der Polfläche sanft mit einer
Geschwindigkeit von 0,2 m/s und weniger aufsetzen, wobei in Abhängigkeit von einer
Positionserfassung des Ankers (5) und des Ventils die Bestromung so geregelt wird,
dass der Anker (5) ein vorgegebenes Weg-Geschwindigkeitsprofil einhält, dadurch gekennzeichnet, dass die über die Auftreffregelung erfassten Informationen über die Bewegung des Gaswechselventils
der Motorsteuerung (9) zugeführt werden, wobei eine Sollkurve v(s) des vorgegebenen
Weg-Geschwindigkeitsprofils im letzten Teil der Bewegung flach gewählt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die flache Sollkurve so weit ausgedehnt wird, dass damit ein Bereich eines Ventilspiels
überbrückt wird, so dass das Ventil und der Anker jeweils mit niedriger Geschwindigkeit
aufsetzen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass während einer Phase eines Anliegens des Ankers an einer der beiden Endlagen eine
Mittelwertbildung eines eine Position des Ankers charakterisierendes Sensorsignal
durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein eines Ventilspiels bei Auftreffen des Ventils auf seinen Sitz die
Bestromung des fangenden Magneten auf "Ankerregelung" umgeschaltet wird und der Anker
gesondert an die Polfläche herangeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftreffen des Ventils auf seinen Sitz über einen Ventiltrenndetektor erfasst
wird.
6. Verfahren einen einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestromung des Elektromagneten zur Führung des Ankers nach dem Auftrteffen des
Ventils auf seinen Sitz in Abhängigkeit des gegebenen Ventilspiels über eine vorgebbare
Zeit erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Sensoren erfolgende Positionserfassung von Ventil und/oder Anker über ein
elektronisches Modell des Aktuators erfolgt, das die funktionswesentlichen Parameter
des Aktuators enthält.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Modellparametrierung im elektronischen Modellaktuator Betriebsdaten
aus der Motorsteuerung aufgeschaltet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils eingeleiteten Regelmaßnahmen über eine ein elektronisches Modell des
Aktuators enthaltende Vorabschätzeinheit in bezug auf ihre zukünftigen Auswirkung
überprüft werden und der Regler ggf. hiernach korrigiert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn der Bewegung des Gaswechselventils die Parameter bestimmt werden, die mit
dem Zylinderinnendruck korreliert sind.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass beim Abschalten der bei der Bestromung am fangenden Elektromagneten anliegenden Spannung
über eine Brückenschaltung Energie in das Bordnetz zurückgespeist wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils beim Ventilöffnen im ersten Teil der Öffnungsphase das Ventilspiel insbesondere
über die Erfassung des Geschwindigkeitsabfalls des Ankers beim Auftreffen auf das
Ventil erfasst wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das durch den Aktuator, die Rückstellfeder und das Gaswechselventil gebildete Federmassesystem
so ausgelegt ist, dass der Abstand vom Punkt des frühest möglichen Erreichens des
Kräftegleichgewichtes bis zur Endlage auf der Öffner-Selte und Schließerseite groß
genug ist, um das Ventilspiel zu überbrücken und Sensorfehler auszugleichen.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung von Weg und/oder Geschwindigkeit des Ankers digitale Signale erzeugt
und der Motorsteuerung zur Verfügung gestellt werden.
15. Vorrichtung zum Durchführen eines Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruches 1 zur
Ansteuerung eines elektromagnetischen Aktuators (1) zur Betätigung eines Gaswechselventils
(2) an einer Kolbenbrennkraftmaschine, die im Betrieb einen mit dem Gaswechselventil
(2) in Wirkverbindung stehenden Anker (5) aufweist, der gegen die Kraft wenigstens
einer Rückstellfeder zwischen zwei Elektromagneten (2, 3) hin und her bewegbar geführt
ist, deren Bestromung mit Hilfe einer Sensorik über eine Motorsteuerung (9) gesteuert
wird, wobei die Steuerung derart ist, dass die jeweils fangenden Magneten (2, 3) den
Anker (5) in "Schleichfahrt" an die Polfläche heranführen, und in einer Schließposition
des Ventils ein Spalt zwischen Ventil und Anker (5) vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ankerpositionsregler zum sanften Aufsetzen des Ankers und ein Ventilpositionsregler
zum sanften Aufsetzen des Ventils vorhanden sind, und die Steuerung ein Umschalten
zwischen beiden Positionsreglern beim Verfahren in die Schließposition aufweist, wobei
eine Sollkurve v(s) eines vorgegebenen Weg-Geschwindigkeitsprofils im letzten Teil
der Bewegung flach gewählt ist.
1. A method for actuating an electromagnetic actuator (1) for activating a gas exchange
valve (2) of a piston-type internal combustion engine which has an armature (5) which
is actively connected to the gas exchange valve (2) and which is guided back and forth
between two electromagnets (2, 3) counter to the force of at least one restoring spring,
the current supply to the electromagnets being controlled with the aid of a sensor
arrangement via an engine control unit (9) such that in each case the capturing magnets
(2, 3) are controlled such that the armature (5) is guided towards the pole face in
"creep mode", wherein in order to regulate a valve play during the closing movement
of the gas exchange valve (1) [sic] the current supply to the capturing magnet is
controlled such that first the valve touches down on its seat and, after passing through
the valve play the armature (5) touches down softly on the pole face at a speed of
0.2 m/s and less, wherein dependent on a detection of the position of the armature
(5) and the valve the current supply is regulated such that the armature (5) maintains
a preset path/speed profile, characterised in that the data detected via the impingement regulation are supplied to the engine control
unit (9) via the movement of the gas exchange valve, a desired curve v(s) of the predetermined
path/speed profile being set to be flat in the last part of the movement.
2. A method according to Claim 1, characterised in that the flat desired curve is extended to such an extent that a region of a valve play
is bridged thereby, so that the valve and the armature each touch down at low speed.
3. A method according to Claim 1 or 2, characterised in that during a phase of the armature lying on one of the end positions averaging of a sensor
signal characterising a position of the armature is performed.
4. A method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that if a valve play exists when the valve touches down on its seat the current supply
to the capturing magnet is switched to "armature regulation" and the armature is guided
separately towards the pole face.
5. A method according to Claim 4, characterised in that the touching-down of the valve on its seat is detected via a valve separation detector.
6. A method [according to] one of Claims 1 to 6 [sic], characterised in that the current supply to the electromagnet for guiding the armature after the valve
has touched down on its seat takes place over a specified time dependent on the predetermined
valve play.
7. A method according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the detection by sensors of the valve position and/or the armature position occurs
via an electronic model of the actuator which contains the parameters of the actuator
which are essential to operation.
8. A method according to one of Claims 1 to 7, characterised in that operating data from the engine control unit are added to improve the setting of model
parameters in the electronic model actuator.
9. A method according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the respectively initiated control measures are checked via a pre-estimation unit
containing an electronic model of the actuator to estimate their future effects, and
the controller is optionally corrected thereafter.
10. A method according to one of Claims 1 to 9, characterised in that at the start of the movement of the gas exchange valve the parameters correlated
to the internal cylinder pressure are determined.
11. A method according to one of Claims 1 to 10, characterised in that when switching off the voltage applied to the capturing electromagnet when current
is supplied, energy is fed back into the onboard network via a bridge circuit.
12. A method according to one of Claims 1 to 11, characterised in that each time during the valve opening in the first part of the opening phase, the valve
play is detected in particular via detection of the drop in speed of the armature
when it impinges on the valve.
13. A method according to one of Claims 1 to 12, characterised in that the spring mass system, formed of the actuator, the restoring spring and the gas
exchange valve, is designed such that the distance between the earliest possible point
for reaching the equalisation of forces and the end position on the opening side and
on the closing side is long enough to bridge the valve play and to balance sensor
errors.
14. A method according to one of Claims 1 to 13, characterised in that digital signals are generated for detecting the path and/or the speed of the armature
and are made available to the engine control unit.
15. A device for performing a method having the features of Claim 1 for actuating an electromagnetic
actuator (1) for activating a gas exchange valve (2) of a piston-type internal combustion
engine which in operation has an armature (5) which is actively connected to the gas
exchange valve (2) and which is guided back and forth between two electromagnets (2,
3) counter to the force of at least one restoring spring, the current supply to the
electromagnets being controlled with the aid of a sensor arrangement via an engine
control unit (9) such that in each case the capturing magnets (2, 3) are controlled
such that the armature (5) is guided towards the pole face in "creep mode" and in
a closed position of the valve there is a gap between the valve and the armature (5),
characterised in that an armature position adjuster for soft touching-down of the armature and a valve
position adjuster for soft touching-down of the valve are present, and the control
has a switchover between both position adjusters when moving into the closed position,
a desired curve v(s) of a predetermined path/speed profile being set to be flat in
the last part of the movement.
1. Procédé de commande d'un actionneur électromagnétique (1) pour l'actionnement d'une
soupape d'échange des gaz (2) sur un moteur à combustion interne à pistons, présentant
un induit (5) en liaison active avec la soupape d'échange des gaz (2), qui est guidé
de façon mobile selon un mouvement de va-et-vient entre deux électro-aimants (2, 3)
à l'encontre de la force d'au moins un ressort de rappel, électro-aimants dont l'alimentation
en courant est commandée à l'aide d'un dispositif de détection via une commande de
moteur (9), de telle sorte que les aimants (2, 3) receveurs respectifs soient commandés
de manière à ce que l'induit (5) soit guidé « délicatement » contre la face polaire,
l'alimentation en courant de l'aimant receveur, pour compenser un jeu de soupape lors
du mouvement de fermeture de la soupape d'échange des gaz (1), étant commandée de
telle sorte que tout d'abord, la soupape vienne reposer sur son siège puis, après
avoir parcouru le jeu de soupape, l'induit (5) vienne reposer doucement sur la face
polaire avec une vitesse inférieure ou égale à 0,2 m/s, l'alimentation électrique
étant réglée en fonction d'une détection de la position de l'induit (5) et de la soupape,
de telle sorte que l'induit (5) conserve un profil de vitesse de course prédéterminé,
caractérisé en ce que les informations détectées via la régulation de l'impact et relatives au mouvement
de la soupape d'échange des gaz sont envoyées à la commande de moteur (9), une courbe
de consigne v(s) du profil de vitesse de course prédéterminé étant choisie de manière
à être plate dans la dernière partie du mouvement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la courbe de consigne plate s'étend jusqu'à ce qu'une zone d'un jeu de soupape soit
dépassée, de telle sorte que la soupape et l'induit viennent respectivement reposer
avec une vitesse réduite.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, pendant une phase de contact de l'induit au niveau de l'une des deux positions finales,
on forme la valeur moyenne d'un signal de capteur caractérisant une position de l'induit.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'en présence d'un jeu de soupape, lors de l'impact de la soupape sur son siège, l'alimentation
en courant de l'aimant receveur passe en mode de « régulation d'induit » et l'induit
est guidé séparément contre la face polaire.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'impact de la soupape sur son siège est détecté par un détecteur séparateur de soupape.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'alimentation en courant de l'électro-aimant, pour le guidage de l'induit après
l'impact de la soupape sur son siège, s'effectue en fonction du jeu de soupape donné
sur une période pouvant être prédéterminée.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la détection de la position de la soupape et/ou de l'induit, réalisé par des capteurs,
s'effectue par l'intermédiaire d'un modèle électronique de l'actionneur contenant
les paramètres de fonctionnement essentiels de l'actionneur.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que pour améliorer le paramétrage du modèle dans l'actionneur électronique modèle, des
données de fonctionnement sont prélevées à partir de la commande de moteur.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les mesures de régulation respectivement mises en oeuvre sont contrôlées vis-à-vis
de leur action future par l'intermédiaire d'une unité d'évaluation préalable contenant
un modèle électronique de l'actionneur, et sont le cas échéant corrigées après ce
contrôle.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les paramètres corrélés avec la pression régnant à l'intérieur des cylindres sont
déterminés au début du mouvement de la soupape d'échange des gaz.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que lors de la désactivation de la tension régnant lors de l'alimentation en courant
au niveau des électro-aimants receveurs via un circuit à pont, l'énergie est réinjectée
dans le circuit de bord.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que respectivement lors de l'ouverture de la soupape, dans la première partie de la phase
d'ouverture, le jeu de soupape est détecté en particulier via la détection de la perte
de vitesse de l'induit lors de l'impact sur la soupape.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le système masse-ressort, formé par l'actionneur, le ressort de rappel et la soupape
d'échange des gaz, est conçu de telle sorte que l'écart entre le point auquel a été
atteint en tout premier lieu l'équilibre des forces et la position finale sur le côté
d'ouverture et le côté de fermeture est suffisamment élevé pour dépasser le jeu de
soupape et compenser les erreurs de détection.
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que pour la détection de la course et/ou de la vitesse de l'induit, des signaux numériques
sont générés et sont mis à la disposition de la commande de moteur.
15. Dispositif permettant de mettre en oeuvre un procédé doté des caractéristiques de
la revendication 1 pour la commande d'un actionneur électromagnétique (1) pour l'actionnement
d'une soupape d'échange des gaz (2) sur un moteur à combustion interne à pistons,
présentant un induit (5) en liaison active, lors du fonctionnement, avec la soupape
d'échange des gaz (2), qui est guidé de façon mobile selon un mouvement de va-et-vient
entre deux électro-aimants (2, 3) à l'encontre de la force d'au moins un ressort de
rappel, électro-aimants dont l'alimentation en courant est commandée à l'aide d'un
dispositif de détection via une commande de moteur (9), la commande étant telle que
les aimants respectivement receveurs (2, 3) guident l'induit (5) « délicatement »
contre la face polaire, et une fente est présente entre la soupape et l'induit (5)
dans une position de fermeture de la soupape, caractérisé en ce qu'un régulateur de position de l'induit est prévu pour que l'impact de l'induit s'effectue
en douceur et un régulateur de position de la soupape est prévu pour que l'impact
de la soupape s'effectue en douceur, et la commande présente une commutation entre
les deux régulateurs de position lors du déplacement dans la position de fermeture,
une courbe de consigne v(s) d'un profil de vitesse de course prédéterminé étant choisie
de manière à être plate dans la dernière partie du mouvement.