[0001] Die Erfindung betrifft eine pneumatische Bogenführungseinrichtung in einer Druckmaschine
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
[Stand der Technik]
[0002] Eine Bogenführungseinrichtung dieser Art ist aus EP 0 802 053 A1 bekannt. An einem
hohlen Blasrohr sind über die Formatbreite mehrere der Krümmung eines Druckmaschinenzylinders
angepasste Leitelemente angeordnet, die Austrittsöffnungen zum Anpressen des Bogens
auf die Mantelfläche des Zylinders mittels Luft aufweisen. Am Blasrohr ist jedem Leitelement
eine Stelleinrichtung zum Zu- und Abschalten der Blasluft zugeordnet. Dabei weist
jede Stelleinrichtung ein Verschlusselement auf, welches einer zwischen jedem Leitelement
und dem Blasrohr angeordneten Durchströmöffnung zugeordnet ist.
[0003] Aus DE 36 08 795 A1 ist eine weitere Bogenführungseinrichtung bekannt. Danach ist
vor und nach einer Druckzone die Anordnung eines über die Breite des Bogens wirkenden
Blasrohres mit Düsen bekannt, die zwischen Bogen und Blasrohr ein Stellelement aufweisen.
[0004] Von Nachteil ist, dass die Bogenführungseinrichtungen relativ aufwendig sind und
ausschließlich mit Blasluft betreibbar sind. Aus DE 36 08 795 A1 sind unter dem Aspekt
der Berücksichtigung des Bogenformates keine Hinweise zu entnehmen. Über das Bogenformat
hinausgehende Luftaustrittsöffnungen wirken sich bekanntlich negativ auf die Bogenführung
aus, da an den Seitenkanten der Bogen unterblasen werden kann. Dies führt zu einem
unruhigen Bogenlauf und fördert die Abschmiergefahr.
[0005] Aus DE 195 30 039 C2 ist eine Blaseinrichtung in einer Druckmaschine zur Unterstützung
der Bogenführung auf einem zylindrischen Körper unter Vermeidung des Unterblasens
der Seitenkanten und bei Berücksichtigung des Flächengewichtes bekannt. Hierbei ist
ein inneres Blasrohr - bei Verarbeitung von Karton - oder das innere und ein äußeres
Blasrohr - bei Verarbeitung von Papier - zur Unterstützung der Bogenführung einsetzbar.
Das äußere Blasrohr weist Düsenbohrungen zur Beeinflussung des Bogens im Randbereich
auf. Das innere Rohr ist zum äußeren Rohr feststehend und weist das äußere Rohr durchdringende
Bohrungen auf zur Beeinflussung des Bogens im Mittenbereich. Durch Schaltventile ist
wahlweise eine Blasluftbeaufschlagung des inneren Blasrohres oder des inneren und
des äußeren Blasrohres realisierbar.
[0006] Von Nachteil ist hierbei, dass die Blaseinrichtung relativ aufwendig ist und zu wenig
die unterschiedlichen Formatbreiten bogenförmiger Bedruckstoffe in einer Druckmaschine
berücksichtigt. Darüber hinaus ist die Bogenführungseinrichtung ausschließlich im
Blasluftbetrieb betreibbar.
[0007] Eine Einrichtung, welche ausschließlich im Saugluftbetrieb steuerbar ist, ist aus
der DE 198 16 313 A1 bekannt und ist in einer Wendetrommel zur Saugluftsteuerung des
Saugersystems eingesetzt. Die Einrichtung weist als Voreinstellung Drehschieber zur
Saugluftsteuerung für einzelne Einstellabschnitte auf. Mehrere Saugkammern sind abschnittsweise
nebeneinanderliegend mit Saugluft ansteuerbar, wobei innerhalb des Abschnittes jede
Saugkammer mittels einer in einer Schwingwelle gelagerten Steuerwelle mit Saugluft
beaufschlagbar ist. Dabei weist die verdrehbare Steuerwelle - jedem Abschnitt (mit
Saugkammern) zugeordnet und am Umfang verteilt - mehrere axiale, umfangsseitig verbundene
Steuerkanäle unterschiedlicher Länge auf, um Bohrungen der Saugkammern mit Saugluft
anzusteuern.
[0008] Aus EP-A-0883 279 ist eine Plattenbelichtungsvorrichtung bekannt, bei der das Aufzeichnungsmedium,
speziell die Druckplatte, mittels Unterdruckschlitzen an einer Stützfläche einer Trommel
fixierbar ist. Zwischen der Unterdruckquelle und den Schlitzen ist ein Ablaufverteiler
zum gezielten Ansaugen von Luft angeordnet. Der Ablaufverteiler weist parallel zueinander
angeordnete, mit Löchern versehene Zylinderkanäle auf, wobei die Löcher über Leitungskanäle
mit den Unterdruckschlitzen verbunden sind. Die Zylinderkanäle sind vorzugsweise mittels
eines Hauptzylinders, der einen mit Öffnungen versehenen Rotationskolben aufweist,
gezielt mit einem Unterdruck beaufschlagbar.
[0009] Gemäß DE-A-38 35 266 ist eine Bogenführungseinrichtung bekannt, die in zwei Betriebsweisen
betreibbar ist. In der ersten Betriebsweise werden auf einem über die Breite der Druckmaschine
sich erstreckenden Rohr mehrere in Abständen angeordnete, auf druckfreie Bereiche
einstellbare Rollen als Bogenführungselemente eingesetzt.
In der zweiten Betriebsweise erfolgt die Bogenführung pneumatisch. Hierzu wird ein
in dem Rohr gelagertes, zweites Rohr mit Blasluft beaufschlagt, welche aus über das
Rohr verteilte Düsen in Richtung Bogenmaterial ausströmt. Das zweite Rohr ist mittels
eines Antriebsmechanismus gekoppelt, so dass das zweite Rohr vertikal bewegbar und
die Düsen des zweiten Rohres durch Öffnungen des ersten Rohres hindurchtreten können.
Diese Betriebsweise ist für Bogenmaterial einsetzbar, das keine druckfreien Bereiche
aufweist.
[Aufgabe der Erfindung]
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine pneumatische Bogenführungseinrichtung
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet,
die auf das zu verarbeitende Bogenformat einstellbar ist und mit Blasluft oder Saugluft
betreibbar ist.
[0011] Gelöst wird dies erfindungsgemäß durch die Ausbildungsmerkmale des Hauptanspruches.
Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Ein erster Vorteil ist darin begründet, dass die erfindungsgemäße Bogenführungseinrichtung
einen einfachen Aufbau aufweist und mit geringem Aufwand herstellbar ist.
[0013] Von Vorteil ist weiterhin, dass diese pneumatische Bogenführungseinrichtung universell
innerhalb einer Druckmaschine, insbesondere einer Rotationsdruckmaschine, entlang
des Bogentransportweges einsetzbar ist. Dabei ist die einzelne Anordnung einer pneumatischen
Bogenführungseinrichtung als auch eine benachbarte Mehrfachanordnung dieser pneumatischen
Bogenführungseinrichtungen realisierbar und je nach Anforderung ist die Bogenführungseinrichtung
formatvariabel mit Blasluft oder Saugluft beaufschlagbar.
[0014] Beispielsweise ist die erfindungsgemäße Bogenführungseinrichtung vor und/oder nach
einem Druckspalt (eines Druckwerkes oder eines Lackwerkes) als Druckzylinderblasvorrichtung
einsetzbar. Sie ist ebenso im Bogenabgang eines Bogenfuhrungszylinders, z.B. unterhalb
des Übergabebereiches von zwei Bogenhaltesystemen, einsetzbar. Bei im Schöndruck erstellten
Bogen ist die Bogenführungseinrichtung dabei im Saugluftbetrieb und bei im Schön-
und Widerdruck erstellten Bogen ist diese im Blasluftbetrieb betreibbar.
[0015] Die erfindungsgemäße Bogenführungseinrichtung ist unabhängig von einer Zuordnung
zu einem Bogenführungszylinder auch im Ausleger zur Unterstützung des Bogentransportes
einsetzbar. Je nach Anforderung ist hierbei ein Blasluftbetrieb für den abschmierfreien
Bogentransport oder ein Saugluftbetrieb, z.B. zur Schwebeführung oder zum reibschlüssigen
Führen der Bogen, realisierbar.
[0016] In einer Ausbildung der pneumatischen Bogenführungseinrichtung ist von Vorteil, dass
diese als mit Saugluft beaufschlagbares Bogenhaltesystem in einem Bogenführungszylinder
ausführbar ist.
Bevorzugt ist hierbei die erfindungsgemäße Bogenführungseinrichtung als rohrförmiges
Saugersystem mit in Achsrichtung in Abständen angeordneten Saugern in einer Wendeeinrichtung,
z.B. einer Wendetrommel, einsetzbar.
[0017] Ein wesentlicher Vorteil ist, dass die Zu- bzw. Abschaltung von Blas- oder Saugluft
in der erfindungsgemäßen Bogenführungeinrichtung formatvariabel realisierbar ist.
Hierzu weist die pneumatisch beaufschlagbare Bogenführungseinrichtung wenigstens eine
Reihe von über die maximale Formatbreite einer Druckmaschine reichenden Öffnungen
auf, die in dem Bereich zwischen Minimalformat und Maximalformat zuschaltbar bzw.
abschaltbar für den Luftdurchtritt sind.
[0018] Schließlich ist es vorteilhaft, dass die Bogenführungseinrichtung für eine symmetrische
als auch asymmetrische Bogenverarbeitung in einer Druckmaschine einsetzbar ist. Bei
asymmetrischer Bogenverarbeitung ist die Bogenführungseinrichtung auch formatvariabel
einsetzbar.
[Beispiele]
[0019] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Dabei zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine pneumatisch beaufschlagbare Bogenführungseinrichtung in zweiteiliger Ausbildung,
- Fig. 2
- ein Lochbild des ersten Teiles gemäß Figur 1,
- Fig. 3
- ein Lochbild des zweiten Teiles gemäß Figur 1.
[0020] In einer Bogenrotationsdruckmaschine sind mehrere Druckwerke, vorzugsweise Offsetdruckwerke,
mit bogenführenden Druckzylindern, Gummituchzylindern, Plattenzylindern und zumindest
Farbwerken in Reihe angeordnet. Der Bogentransport ist mittels Transferzylindern zwischen
den Druckwerken realisierbar.
[0021] Bei Bogenrotationsdruckmaschinen für den Schön- sowie Schön- und Widerdruck ist zwischen
wenigstens zwei Druckwerken eine Wendeeinrichtung für die Bogen angeordnet, welche
bevorzugt nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung betreibbar ist. Die Wendeeinrichtung
ist beispielsweise als Eintrommelwendung ausgebildet und weist neben wenigstens einem
Greifersystem ein Saugersystem als Bogenhaltesysteme auf. Dabei ist das Saugersystem
durch die erfindungsgemäße Bogenführungseinrichtung ausgebildet.
[0022] In einer weiteren Ausbildung ist in einem Druckwerk/Lackwerk vor und/oder nach einer
Druckzone, z.B. aus Gummituchzylinder und Druckzylinder gebildet, eine Blasvorrichtung
angeordnet, die die Führung eines Bogens auf dem Druckzylinder mittels Blasluftstrahlen
unterstützt. Dabei ist die Blasvorrichtung durch die erfindungsgemäße Bogenführungseinrichtung
ausgebildet.
[0023] Die pneumatische Bogenführungseinrichtung hat erfindungsgemäß nachstehenden Aufbau:
Es ist ein rohrförmiges Außenteil 1 vorgesehen, dass zumindest über die maximale Formatbreite
einer Druckmaschine reicht und in axialer Richtung wenigstens eine Reihe von Öffnungen
3 für den Luftdurchtritt aufweist. Dabei erstrecken sich die Öffnungen 3 über das
Maximalformat der Druckmaschine. Die Öffnungen 3 sind beispielsweise in einer Ausbildung
in einem definierten Winkel, insbesondere im Außenbereich, schräg angeordnet, um den
Bogen im Blasluftbetrieb in Förderrichtung bzw. in Richtung Seitenkante auszustreichen.
[0024] Die Öffnungen 3 sind z.B. bei Ausbildung der erfindungsgemäßen Bogenführungseinrichtung
als Druckzylinderblasvorrichtung auf die Mantelfläche des Druckzylinders gerichtet,
um Blasluftstrahlen auf den im Greiferschluß auf den Druckzylinder geführten Bogen
zu richten.
[0025] Bei einer Ausbildung der Bogenführungseinrichtung als Saugersystem einer Wendetrommel
mit einem Außenteil 1 als Saugerrohr sind an dem schwenkbar gelagerten Außenteil 1,
unter Berücksichtigung der Greiferteilung in Abständen in Achsrichtung, Saugerfinger
für das Ansaugen der Bogenhinterkante angeordnet. In dieser Ausbildung tragen die
Saugerfinger die Öffnungen 3 für den Luftdurchtritt, welche mit dem Inneren des Außenteiles
1 (Saugerrohr) leitungsseitig in Funktionsverbindung sind.
[0026] Dem rohrförmigen Außenteil 1 ist konzentrisch ein rohrförmiges Innenteil 2 drehbar
und vorzugsweise axial bewegbar zugeordnet. Das rohrförmige Innenteil 2 weist in Achsrichtung
wenigstens eine Reihe von Steueröffnungen 4 für die Steuerung des Luftdurchtrittes
auf, welche sich in mehreren Abständen 8 bis 15 über die maximale Formatbreite einer
Druckmaschine in Achsrichtung erstrecken. Das Maximalformat ist somit durch die Abstände
8 bis 15 definiert.
Weiterhin weist das rohrförmige Innenteil 2 in Achsrichtung formatvariabel weitere
Reihen von Steueröffnungen 5, 6, 7 für die formatvariable Steuerung des Luftdurchtrittes
auf, welche analog der Steueröffnungen 4 umfangsseitig am Innenteil 2 angeordnet sind.
[0027] In jeder Reihe der Steueröffnungen 4 oder 5 oder 6 oder 7 (Innenteil 2) sind die
Abstände 8 - 15 in gleicher Teilung zu den Abständen der Öffnungen 3 (Außenteil 1)
angeordnet. Dabei erstrecken sich die Steueröffnungen 7 in den Abständen 11, 12 über
die minimale Formatbreite einer Druckmaschine. Das Minimalformat ist somit durch die
Steueröffnungen 7 mit den Abständen 11, 12 definiert. Die zwischen dem Minimalformat
und dem Maximalformat angeordneten weiteren Reihen von Steueröffnungen 5 mit den Abständen
9 bis 14 bzw. Steueröffnungen 6 mit den Abständen 10 bis 13 entsprechen bevorzugt
den üblicherweise in Druckmaschinen verarbeitbaren Formatbreiten. Bevorzugt sind die
Reihen von Steueröffnungen 4 - 7 in Abständen 8 - 15 für das Maximalformat zu Abständen
11,12 für das Minimalformat mehrfach gestuft, insbesondere für Zwischenformate, angeordnet.
[0028] Das Außenteil 1 und das konzentrisch eingesetzte Innenteil 2 sind stirnseitig dicht
angeordnet. Zumindest das Innenteil 2 ist mittels wenigstens einer axial und/oder
radial einspeisenden Versorgungsleitung mit einem Lufterzeuger verbunden, um wahlweise
die Bogenführungseinrichtung mit Saugluft bzw. Blasluft zu versorgen. Zumindest das
Innenteil 2 ist zum Außenteil 1 drehbar, bevorzugt zusätzlich axial bewegbar, angeordnet.
Das Verdrehen des Innenteils 2 um die Achse ist manuell oder mittels einer Betätigungseinrichtung
in definierten Positionen entsprechend der Reihen von Steueröffnungen 4 - 7 realisierbar.
Das Innenteil 2 ist darüber hinaus bevorzugt axial zum Außenteil 1 bewegbar. Dies
ist beispielsweise bei asymmetrischer Bogenverarbeitung in der Druckmaschine von Vorteil.
Hierbei ist bevorzugt nachdem umfangsseitig eine Reihe des Innenteiles 2 mit den entsprechenden
Steueröffnungen 4 oder 5 oder 6 oder 7 zu einer Reihe von Öffnungen 3 des Außenteiles
1 deckungsgleich positioniert ist, das Innenteil 2 zum Außenteil 1 axial bewegbar.
Dabei sind die Steueröffnungen 4 oder 5 oder 6 oder 7 um wenigstens einen Abstand
der Abstände 8-15 axial versetzt bewegbar und in der Endposition fixierbar, der der
Differenz von der ursprünglich symmetrischen zur asymmetrischen Bogenverarbeitung
entspricht. Voraussetzung ist hierbei, dass die Abstände 8-15 von Steueröffnungen
4-7 zu den Öffnungen 3 gleich sind. Das Positionieren des Innenteiles 2 ist bevorzugt
mittels Kugelrast unter Verwendung einer Betätigungseinrichtung realisierbar.
[0029] Die pneumatische Bogenführungseinrichtung ist je nach Anforderung in den Betriebsarten
"Blasluftbetrieb" bzw. "Saugluftbetrieb" getaktet betreibbar.
[0030] Das Außenteil 1 kann dabei gestellfest gelagert oder verdrehbar, z.B. mittels einer
Betätigungseinrichtung, gelagert sein. Die verdrehbare Lagerung des Außenteils 1 ist
beispielsweise vorteilhaft, wenn die Bogenführungseinrichtung als Druckzylinderblasvorrichtung
in unterschiedlichen Neigungswinkeln Blasluftstrahlen auf den Bogen richten soll.
[0031] Bevorzugt ist jede Betätigungseinrichtung mit einer zentralen Steuerung, z.B. einem
Leitstand, einer Druckmaschine schaltungstechnisch verbunden, so dass zumindest das
Verdrehen des Innenteils 2, bei Bedarf auch das Verdrehen des Außenteils 1, automatisiert
durchführbar ist. In einer weiteren Ausbildung ist neben dem Verdrehen des Innenteils
2 auch dessen axiale Bewegung automatisiert durchführbar.
[0032] Ist in der Druckmaschine ein bogenförmiger Bedruckstoff im Maximalformat zu verarbeiten,
so ist das rohrförmige Innenteil 2 zu der Reihe Öffnungen 3 des Außenteiles 1 verdrehbar,
derart, dass eine Überdeckung der Öffnungen 3 mit den Steueröffnungen 4 vorliegt.
In dieser Position wird das Innenteil 2 zum Außenteil 1 positioniert. Soll ein bogenförmiger
Bedruckstoff mit (bis zum Minimalformat) verringerter Formatbreite verarbeitet werden,
so werden die über die jeweilige Formatbreite hinaus reichenden Öffnungen 3 verschlossen
durch Verdrehen des Innenteils 2 (und bei Bedarf wieder freigelegt). Dazu wird das
Innenteil 2 mit den Steuerbohrungen 5 oder 6 oder 7 derart verdreht, dass die jeweils
relevante Reihe der Steuerbohrungen 5 oder 6 oder 7 mit den Öffnungen 3 des Außenteiles
1 in einzelner Uberdeckung steht. Die endseitig angeordneten Öffnungen 3 sind durch
das verbleibende Vollmaterial des Innenteiles 2 damit verschlossen.
[0033] Beispielsweise im Minimalformat sind lediglich die Steueröffnungen 7 im Abstand 11,
12 mit den korrespondierenden Öffnungen 3 des Außenteils 1 in Funktionsverbindung
und die endseitigen Öffnungen 3 (Abstände 8 bis 10; 13 bis 15) sind verschlossen.
[0034] Die Ausführungen sind nicht auf die hier angegebene Anzahl an Öffnungen 3 bzw. Steueröffnungen
4 bis 7 beschränkt. Vielmehr sind weitere Reihen von Steueröffnungen umfangsseitig
am Innenteils 2 für unterschiedliche Formatbreiten, vorzugsweise abgestuft, anordbar.
Die Öffnungen 3 sowie die Steueröffnungen 4 - 7, einschließlich weiterer Öffnungen
(3 bzw. 4-7), sind bevorzugt als Bohrungen oder Schlitze ausführbar.
[Bezugszeichenliste]
[0035]
- 1
- Außenteil
- 2
- Innenteil
- 3
- Öffnungen
- 4
- Steueröffnung
- 5
- Steueröffnung
- 6
- Steueröffnung
- 7
- Steueröffnung
- 8
- Abstand
- 9
- Abstand
- 10
- Abstand
- 11
- Abstand
- 12
- Abstand
- 13
- Abstand
- 14
- Abstand
- 15
- Abstand
1. Pneumatische Bogenführungseinrichtung in einer Druckmaschine mit Öffnungen für den
Luftdurchtritt, welche leitungsseitig mit einem Lufterzeuger verbunden ist, mit einem
rohrförmigen Außenteil (1), welches sich über die maximale Formatbreite streckt und
wenigstens eine Reihe sich in Achsrichtung erstreckender Öffnungen (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem Außenteil (1) konzentrisch ein rohrförmiges Innenteil (2) drehbar zugeordnet ist,
wobei zumindest das Innenteil (2) mit dem Lufterzeuger verbunden ist, um wahlweise
die Bogenführungseinrichtung mit Blasluft oder Saugluft zu versorgen, dass das Innenteil
(2) umfangsseitig mehrere Reihen von Steueröffnungen (4 - 7) aufweist, welche formatvariabel
in axialer Richtung in Abständen (8 - 15) angeordnet sind und dass beim Verdrehen
und Positionieren des Innenteiles (2) eine Überdeckung wenigstens einer Reihe von
Öffnungen (3) des Außenteiles (1) mit wenigstens einer ausgewählten Reihe von Steueröffnungen
(4, 5, 6, 7) des Innenteiles (2) erzielbar ist.
2. Pneumatische Bogenführungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Innenteil (2) mit einer Betätigungseinrichtung in Funktionsverbindung ist.
3. Pneumatische Bogenführungseinrichtung nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Reihen von Steueröffnungen (4 - 7) ausgehend von Abständen (8 -15) für das Maximalformat
zu Abständen (11,12) für das Minimalformat gestuft angeordnet sind.
4. Pneumatische Bogenführungseinrichtung nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Innenteil (2) zum Außenteil (1) axial bewegbar und positionierbar ist.
5. Pneumatische Bogenführungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Innenteil (2) um wenigstens einen Abstand der Abstände (8-15) axial bewegbar
ist, welcher der Differenz aus symmetrischer zu asymmetrischer Bogenverarbeitung entspricht,
wobei die Abstände (8-15) von Steueröffnungen (4-7) und Öffnungen (3) gleich sind.
1. Pneumatic sheet guide device in a press, having openings for the passage of air, which,
on the line side, is connected to an air generator, having a tubular outer part (1)
which extends over the maximum format width and has at least one row of openings (3)
extending in the axial direction, characterized in that the outer part (1) is concentrically assigned a tubular inner part (2) such that
it can rotate, at least the inner part (2) being connected to the air generator in
order to supply the sheet guide device with blown air or vacuum as desired, in that the inner part (2) has on the circumference a plurality of rows of control openings
(4 - 7), which are arranged in variable format in the axial direction at intervals
(8 - 15), and in that, when the inner part (2) is rotated and positioned, an overlap can be achieved between
at least one row of openings (3) of the outer part (1) and at least a selected row
of control openings (4, 5, 6, 7) of the inner part (2).
2. Pneumatic sheet guide device according to Claim 1, characterized in that the inner part (2) is functionally connected to an actuating device.
3. Pneumatic sheet guide device according to at least Claim 1, characterized in that the rows of control openings (4 - 7) are arranged to be stepped, starting from intervals
(8 - 15) for the maximum format to intervals (11, 12) for the minimum format.
4. Pneumatic sheet guide device according to at least Claim 1, characterized in that the inner part (2) can be moved axially and positioned in relation to the outer part
(1).
5. Pneumatic sheet guide device according to Claim 4, characterized in that the inner part (2) can be moved axially by at least one interval, from the intervals
(8 - 15), which corresponds to the difference between symmetrical and asymmetrical
sheet processing, the intervals (8 - 15) between control openings (4 - 7) and openings
(3) being equal.
1. Dispositif guide-feuilles pneumatique dans une machine à imprimer, comprenant des
ouvertures pour le passage de l'air, lequel est connecté du côté de la conduite à
un générateur d'air, avec une partie extérieure tubulaire (1) qui s'étend sur la largeur
de format maximale et qui présente au moins une rangée d'ouvertures (3) s'étendant
dans la direction axiale,
caractérisé en ce qu'
une partie intérieure (2) tubulaire est associée de manière rotative concentriquement
à la partie extérieure (1), au moins la partie intérieure (2) étant raccordée au générateur
d'air, afin d'alimenter au choix le dispositif guide-feuilles en air soufflé ou en
air aspiré, en ce que la partie intérieure (2) présente, du côté de la périphérie, plusieurs rangées d'ouvertures
de commande (4 - 7), qui sont disposées de manière variable en fonction du format
dans la direction axiale à intervalles (8 - 15) et en ce que lors de la rotation et du positionnement de la partie intérieure (2), on peut obtenir
un recouvrement d'au moins une rangée d'ouvertures (3) de la partie extérieure (1)
avec au moins une rangée sélectionnée d'ouvertures de commande (4, 5, 6, 7) de la
partie intérieure (2).
2. Dispositif guide-feuilles pneumatique selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la partie intérieure (2) est en liaison fonctionnelle avec un dispositif d'actionnement.
3. Dispositif guide-feuilles pneumatique selon au moins la revendication 1,
caractérisé en ce que
les rangées d'ouvertures de commande (4 - 7) sont disposées de manière étagée en partant
des intervalles (8 - 15) pour le format maximal vers les intervalles (11, 12) pour
le format minimal.
4. Dispositif guide-feuilles pneumatique selon au moins la revendication 1,
caractérisé en ce que
la partie intérieure (2) peut être positionnée et déplacée axialement par rapport
à la partie extérieure (1).
5. Dispositif guide-feuilles pneumatique selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la partie intérieure (2) peut être déplacée axialement d'au moins un intervalle des
intervalles (8 - 15), lequel correspond à la différence entre un traitement de feuilles
symétrique et asymétrique, les intervalles (8 - 15) des ouvertures de commandes (4
- 7) et des ouvertures (3) étant égaux.