[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beschriftung von Kunststoffoberflächen,
mit Zusammensetzungen auf Kunststoffbasis.
[0002] Es ist bekannt, Metall-, Glas- und Keramikoberflächen mit Mischungen zu beschriften,
die aus einem temperaturfesten Farbträger und feingemahlenem Glas bestehen. Diese
Mischung wird zunächst auf die entsprechende Oberfläche aufgetragen. Sodann wird die
Oberfläche lokal, d.h. punktuell überall dort, wo geschrieben werden soll und die
Mischung zuvor aufgetragen wurde, mit einem Laser geeigneter Wellenlänge in sehr kurzer
Zeit bis zum Schmelzpunkt des gemahlenen Glases erhitzt. Die Farbträger, zumeist anorganische
massive Pigmentteilchen mit einem Durchmesser von etwa 10 µm absorbieren die einfallende
Strahlung ohne selbst dabei zu schmelzen, wobei die umliegende Glasmasse bedingt durch
die Energieaufnahme durch die Pigmente selbst schmilzt. Die so entstehende Schmelze
verbindet sich sodann lokal mit der entsprechenden Oberfläche und bildet einen geschlossenen,
abriebfesten Belag. Die nicht fixierten Anteile, d.h. dort wo nicht geschrieben wurde,
können danach wieder abgewaschen werden.
[0003] Dieses Verfahren ist sehr schnell, zuverlässig und erzeugt eine beständige, klare
Beschriftung auf den jeweiligen Oberflächen.
[0004] Ein analoges Verfahren für die Beschriftung von Kunststoffoberflächen gibt es bislang
nicht.
[0005] Verfahren, bei denen die farbgebende Beschichtung in Form der Beschriftung auf das
Substrat aufgebracht wird und nach dem Aufbringen der Farbe die Farbe durch einen
Lichtstrahl ausgehärtet wird, haben FR-A 2 764 844, US 4,270,449 und EP-A 0 641648
zum Gegenstand.
[0006] In EP-A 0 419 377 und US 4,245,003 werden Verfahren zur Kunststoffbeschriftung beschrieben,
bei denen eine farbgebende Schicht auf einem Kunststoffsubstrat aufgebracht und ausgehärtet
wird und die Farbschicht anschließend entsprechend des Beschriftungsbildes wieder
entfernt wird. Ebenfalls Verfahren, bei denen zunächst eine farbgebende Schicht auf
einem Kunststoffsubstrat aufgebracht und ausgehärtet wird haben DE-A 195 17 625 und
DE-A 40 01 856 zum Gegenstand. Hier wird jedoch nach dem Auftragen und Aushärten der
farbgebenden Schicht das Pigment oder ein Abbauprodukt desselben durch einen Laser
auf die Substratoberfläche übertragen und anschließend der restliche Film aufgelöst
und abgetragen.
[0007] Ein Beschriftungsverfahren für thermoplastische Kunststoffe ist in EP-A 0 922 589
beschrieben. Hierbei erfolgt die Beschriftung durch eine Beschichtung, die ebenfalls
auf thermoplastischen Kunststoffen basiert. Zur Beschriftung wird das Beschichtungsmaterial
auf die Kunststoffoberfläche aufgetragen, anschließend werden die Kunststoffe in Form
der Beschriftung durch einen Laser aufgeschmolzen, so dass die Kunststoffe der Beschichtung
mit dem Substrat verschweißen. Abschließend wird das überschüssige Beschichtungsmaterial
wieder abgetragen.
[0008] In US 4,830,951 werden ein Naphtholactamquadratsäure-Farbstoff und optische Datenaufzeichnungsmaterialien,
die diesen Farbstoff enthalten, beschrieben. Solche optischen Datenaufzeichnungsmaterialien
bestehen aus einem Basisträger und einer gegenüber Laserlicht empfindlichen Schicht.
Ein Verfahren zur Herstellung von Farbbändern ist in EP-A 0 770 499 offenbart. Hierzu
wird eine Farbstoffzusammensetzung basierend auf Monomeren eingesetzt, die auf eine
dünne Oberfläche, bevorzugt aus Polyester oder Polyethylen aufgebracht und durch Bestrahlung
mit UV-Licht polymerisiert und zu einer festen Schicht verhärtet wird.
[0009] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt demgemäß darin, ein analoges oder zumindest
ähnliches Verfahren für die Beschriftung von Kunststoffoberflächen bereitzustellen.
Ein Problem bei der Bereitstellung der vorliegenden Erfindung gegenüber den im Stand
der Technik beschriebenen Verfahren besteht darin, daß das Temperaturfenster, in dem
Kunststoffe in geschmolzenem Zustand vorliegen ohne sich zu zersetzen, eng ist.
[0010] Gelöst wird dies durch das erfindungsgemäße Verfahren gemäß Anspruch 1 der vorliegenden
Erfindung.
[0011] Demgemäß wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Beschriftung einer Kunststoffoberfläche
bereitgestellt, wobei das Verfahren mindestens die folgenden Schritte aufweist:
a) Aufbringen einer mindestens eine farbgebende Komponente, mindestens eine Kunststoffkomponente
und ein Vernetzungsmittel aufweisende Zusammensetzung, wobei die mindestens eine farbgebende
Komponente gleichmäßig in der mindestens einen Kunststoffkomponente dispergiert ist,
auf die Kunststoffoberfläche,
b) Bestrahlen der Kunststoffoberfläche mit Licht aus einer Lichtquelle durch mehrmaliges
Überfahren der zu beschriftenden Stelle mit der Lichtquelle, wobei die Kunststoffkomponente
schmilzt und sich durch Vernetzung mit der Kunststoffoberfläche verbindet und wobei
das von der Lichtquelle emittierte Licht eine so geringe Energie aufweist, dass sich
die Kunststoff-Bestandteile nicht zersetzen.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Lichtquelle ein Laser, vorzugsweise
ein Laser mit variabel einstellbarer Wellenlänge. Neben einem Laser sind aber auch
alle anderen geeigneten Lichtquellen denkbar.
[0014] Bei Verwendung eines Lasers als Lichtquelle wird dessen Leistung, Wellenlänge und
Schreibgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Kunststoffoberfläche
und der Komposition der Zusammensetzung bestimmt. Bedingt durch das einzuhaltende
enge Temperaturfenster muss mit relativ geringer (lokaler) Energie gearbeitet werden,
weil ansonsten eine Zersetzung der Kunststoff-Bestandteile zu befürchten ist. Dazu
wird beim Beschriftungsvorgang nicht klassisch einmal über die zu beschriftende Stelle
gefahren, sondern mehrere Male, gegebenenfalls durch Hin- und Her-Bewegung der Lichtquelle
und/oder der zu bestrahlenden Oberfläche.
[0015] Dabei ist das vorrangige Ziel des obigen Verfahrens, die Zusammensetzung lokal durch
Strahlung zu fixieren. Dazu muss zumindest ein Teil der Zusammensetzung und/oder ein
Teil der Kunststoffoberfläche ganz oder teilweise aufgeschmolzen werden, wobei sich
dann eine feste Verbindung zwischen der lokal fixierten Zusammensetzung und der Kunststoffoberfläche
bildet.
[0016] Die besten, d.h. mechanisch festesten Verbindungen zwischen Kunststoffoberfläche
und der Zusammensetzung ergeben sich dann, wenn während der Bestrahlung beide Komponenten
verflüssigt werden und sich in diesem flüssigen Zustand an der Grenzfläche auf molekularer
Ebene vermischen, so daß die Phasengrenzen praktisch verschwinden. Dies erfordert
aber, daß der Kunststoff der Kunststoffoberfläche schmelzbar ist und die Temperatur
solange gehalten wird, bis die Phasengrenze zwischen Zusammensetzung und Kunststoffoberfläche
verschwunden ist. Ferner müssen die Kunststoffanteile der Zusammensetzung, soweit
vorhanden, und der Kunststoff des Substrats miteinander zumindest teilweise mischbar
sein.
[0017] Demnach umfaßt die mindestens eine farbgebende Komponente aufweisende Zusammensetzung
noch mindestens eine Kunststoffkomponente. Diese besteht vorzugsweise aus feinen Kunststoffpartikeln.
Die Kunststoffkomponente kann dabei beliebig unter allen schmelzbaren Kunststoffen
ausgewählt werden, die in vollständig oder teilweise geschmolzenem Zustand dünnflüssig
werden und filmbildende Eigenschaften besitzen. Dabei werden diese Kunststoffe je
nach mit einer Beschriftung zu versehenden Oberfläche frei unter Thermoplasten und
Duroplasten gewählt. Im einzelnen sind zu nennen: Polyether- und Polyesterurethane,
Polyvinylchlorid, Alkydharze, Phenolharze, Polyolefine, insbesondere Polyethylenhomo-
und -copolymere, Epoxidharze, Polyester, Polystyrole, Styrol-Acrylnitril-Copolymere,
Polybutylenterephthalate, Polyamide und Acrylatharze.
[0018] Eine gute Haftung ergibt sich auch dann, wenn nur die Zusammensetzung einen Film
bildet, der gut auf der nicht geschmolzenen Kunststoffoberfläche haftet. Auch hier
sollte der Kunststoffanteil der Zusammensetzung kompatibel sein mit der Kunststoffoberfläche,
diese in geschmolzenem Zustand gut benetzen können und anschließend ausreichend haften.
[0019] Die mindestens eine farbgebende Komponente der Zusammensetzung ist vorzugsweise temperaturbeständig.
Unter "temperaturbeständig" wird dabei im Rahmen der vorliegenden Erfindung verstanden,
daß ihr Schmelzpunkt höher liegt als die Temperaturen, denen sie bei Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahren ausgesetzt ist bzw. ausgesetzt sein kann. Als farbgebende
Komponente können sowohl anorganische als auch organische, temperaturbeständige Pigmente
eingesetzt werden. Dabei sind im einzelnen zu nennen: natürlich vorkommende anorganische
Pigmente, wie z.B. Kreide, Ocker, Umbra, Grünerde, Graphit; synthetische anorganische
Pigmente, wie z.B. Weißpigmemte, z.B. Titandioxid, Bleiweiß, Zinkweiß, Lithopone,
Antimonweiß; Schwarzpigmente, z.B. Ruße, Eisenoxidschwarz, Manganschwarz sowie Cobaltschwarz;
Buntpigmente, z.B. Bleichromat, Mennige, Zinkgelb, Zinkgrün, Cadmiumrot, Cobaltblau,
Berliner Blau, Ultramarin, Manganviolett, Cadmiumgelb, Schweinfurter Grün, Molybdatrot
und - orange, Chromorange und -rot, Eisenoxidrot, Chromoxidgrün, Strontiumgelb; und
Glanzpigmente, wie z.B. Zink- oder Bleipulver und Perlglanzpigmente; natürlich vorkommende
organische Pigmente, wie z.B. Sepiabraun, Gummigutt, Knochenkohle, Kasseler Braun,
Indigo, Chlorophyll; synthetische organische Pigmente, wie z.B. Azofarbstoffe, Indigoide,
Phthalocyanine, solche vom Heliogen-Typ, Isoindolinon-, Perylen- und Perinon-Pigmente;
sowie eingefärbte Kunststoffe, wie z.B. solche, die aus Monomeren aufgebaut sind,
die selbst wiederum eine chromophore Gruppe aufweisen, sowie Mischungen aus Polymeren
mit färbenden Substanzen. Ferner können sogenannte Composite-Pigmente eingesetzt werden,
also z.B. SiO
2-Partikel mit einer Farbstoffbeschichtung. Weitere gut verwendbare Pigmente und Details
zu Pigmenten allgemein sind in Ullmann "Enzyklopädie der technischen Chemie", 4. Auflage,
Bd. 18, VCH-Verlag, Weinheim sowie Römpp's Chemielexikon, CD-Version 1.5, Georg Thieme
Verlag 1998 jeweils unter dem Stichwort "Pigmente" zu finden.
[0020] Die mindestens eine farbgebende Komponente ist gleichmäßig in der mindestens einen
Kunststoffkomponente dispergiert, wobei letztere wiederum ungefärbt oder selbst gefärbt
sein kann.
[0021] Ferner können bereits die Kunststoffkomponente bzw. die einzelnen feinen Kunststoffpartikel
farbtragend, d.h. fest mit der farbtragenden Komponente verbunden sein. Das bedeutet,
daß die Kunststoffkomponente gleichmäßig pigmentiert ist, wie dies bei Pulverlacken
der Fall ist, wobei die Kunststoffkomponente dann in Form gleichmäßig pigmentierter
Partikel geeigneter Größe gebracht werden kann. Vorzugsweise weisen die pigmentierten
Kunststoffpartikel dabei einen mittleren Durchmesser in einem Bereich von etwa 0,7
µm bis etwa 15 µm, besonders bevorzugt von etwa 3 µm bis etwa 10 µm auf. Bei derartigen
Pulverlacken handelt es sich in der Regel um Wärme- und/oder UVhärtende Pulver. Dabei
können als Polymermatrix Duroplasten, wie z.B. Epoxid-, Polyester- und Arcrylharze
und Thermoplasten, wie z.B. Polyacrylate, Polyamide, Ethylen-Vinylacetat-Copolymere,
Polyethylenhomo- und -copolymere, PVC, Polyester und Polyepoxide eingesetzt werden.
Neben dem Polymer enthält die Kunststoffkomponente noch einen geeigneten Vernetzer.
Weitere Informationen über die zur Pulverlackierung verwendbaren Polymere und/oder
Vernetzer sind der oben zitierten Literaturstelle "Ullmann", Bd. 15, Stichwort "Lacke",
Unterpunkt "Pulverlacke" zu entnehmen.
[0022] Die pigmentierten Kunststoffpartikel in Pulverform werden dann auf die zu beschriftende
Kunststoffoberfläche aufgebracht. Durch Bestrahlung mit Licht, vorzugsweise mit Laserlicht,
geeigneter Wellenlänge kommt es dann zu einer festen Verbindung des aufgetragenen
Pulvers mit der zu beschriftenden Oberfläche.
[0023] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
die mindestens eine farbtragende Komponente aufweisende Zusammensetzung eine Mischung,
die ungefärbte Kunststoffpartikel und homogene oder zusammengesetzte Farbpartikel
umfaßt.
[0024] Ferner kann die mindestens eine farbtragende Komponente aufweisende Zusammensetzung
eine Mischung sein, die ungefärbte Kunststoffpartikel und zusammengesetzte Farbpartikel,
in denen primäre Pigmentteilchen dispergiert sind, umfaßt.
[0025] Vorzugsweise werden die Farbpartikel durch lösliche Farbstoffe gefärbt. Der mittlere
Durchmesser der Farbpartikel liegt vorzugsweise in einem Bereich von etwa 0,7 µm bis
etwa 15 µm, besonders bevorzugt in einem Bereich von etwa 3 µm bis etwa 10 µm, noch
weiter bevorzugt bei etwa 10 µm.
[0026] Der mittlere Durchmesser der ungefärbten Kunststoffpartikel liegt vorzugsweise in
einem Bereich von etwa 0,1 µm bis etwa 15 µm, besonders bevorzugt bei etwa 3 µm. Vorzugsweise
werden diese vorgenannten Mischungen ebenfalls in Pulverform auf die zu beschriftende
Kunststoffoberfläche aufgebracht und dort mit geeignetem Licht bestrahlt.
[0027] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfmdungsgemäßen Verfahrens wird
die mindestens eine farbtragende Komponente aufweisende Zusammensetzung in Form einer
Suspension, d.h. in der Art eines Lackes, auf die zu beschriftende Kunststoffoberfläche
aufgebracht. Zum Aufbringen der Suspension auf die zu beschriftende Oberfläche können
hierbei verschiedene Techniken verwendet werden, vorzugsweise Aufsprühen und/oder
Aufdrucken und/oder Aufrakeln und/oder Aufgießen und/oder durch Eintauchen der zu
beschriftenden Oberfläche in die Suspension.
[0028] Vorzugsweise werden die verwendeten Kunststoffpartikel durch eine Zerkleinerung,
besonders bevorzugt durch eine Naßzerkleinerung hergestellt.
[0029] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden
die Kunststoffpartikel durch Schmelzemulgierung hergestellt. Dabei handelt es sich
um eine Vorgehensweise, in der zunächst der Kunststoff aufgeschmolzen wird, anschließend
mit einem Fluid in Kontakt gebracht wird, mit dem er nicht mischbar ist, wie z.B.
Wasser, wobei Tröpfchen des Kunststoffs im Mikrometerbereich entstehen. Abschließend
wird die erhaltene Mischung abgekühlt, wobei eine sehr feinkörnige Suspension mit
regelmäßigen kugelförmigen Kunststoffteilchen entsteht.
[0030] Weiterhin vorzugsweise werden die Kunststoffpartikel durch Polymerisation hergestellt.
[0031] Die mindestens eine farbtragende Komponente aufweisenden Zusammensetzung umfaßt ferner
noch ein Vernetzungsmittel, das vorzugsweise thermisch und/oder UV-aktivierbar ist.
Durch diese Vernetzungsmittel wird die Kunststoffkomponente nicht nur durch die Bestrahlung
aufgeschmolzen und auf diese Weise mit der entsprechenden Kunststoffoberfläche verbunden,
sondern gleichzeitig auch mit dieser vernetzt, was die Qualität der Beschichtung erheblich
verbessert.
[0032] Als Vernetzer eignen sich ebenfalls die allgemein bekannten und vielfach verwendeten
Vernetzer, wie z.B. Polyisocyanate, Isocyanurate, Bisoxazoline, Dicarbonsäuren und
-anhydride, Epoxide, Imidazoline und Bisphenole.
[0033] Dabei wird beispielsweise zunächst ein unvernetztes Polymer, z.B. ein Duromer, als
Partikelbelag oder Film auf der Kunststoffoberfläche erzeugt und dann die Vernetzungsreaktion
ausgelöst, z.B. thermisch, z.B. durch Temperaturerhöhung auf 100 bis 200°C, jedoch
nicht bis zur Schmelztemperatur des Polymers, oder durch UV- oder Elektronenstrahl-Bestrahlung.
Ferner kann auch das Polymer an sich eine zur Vernetzung befähigte Gruppe, z.B. eine
Benzophenongruppe, aufweisen. Auch hier wird zunächst das Polymer als Partikelbelag
oder Film auf die Kunststoffoberfläche aufgebracht und die Vernetzungsreaktion ausgelöst.
[0034] Sofern zunächst das Polymer als Partikelbelag vorliegt, kann bei der Vernetzung bewirkt
werden, daß zunächst ein (dünn)flüssiger Zustand entsteht, in dem aus der dispersen
Partikelschicht ein geschlossener Film entsteht, und erst dann die Aushärtung (Vernetzung)
eintritt.
1. Verfahren zur Beschriftung einer Kunststoffoberfläche, wobei das Verfahren folgende
Schritte umfasst:
a) Aufbringen einer mindestens eine farbgebende Komponente, mindestens eine Kunststoffkomponente
und ein Vernetzungsmittel aufweisende Zusammensetzung, wobei die mindestens eine farbgebende
Komponente gleichmäßig in der mindestens einen Kunststoffkomponente dispergiert ist,
auf die Kunststoffoberfläche
b) Bestrahlen der Kunststoffoberfläche mit Licht aus einer Lichtquelle durch mehrmaliges
Überfahren der zu beschriftenden Stelle mit der Lichtquelle, wobei die Kunststoffkomponente
schmilzt und sich durch Vernetzung mit der Kunststoffoberfläche verbindet und wobei
das von der Lichtquelle emittierte Licht eine so geringe Energie aufweist, dass sich
die Kunststoff-Bestandteile nicht zersetzen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle ein Laser ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine farbgebende Komponente temperaturbeständig ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Kunststoffkomponente aus feinen Partikeln besteht.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Kunststoffkomponente aus ungefärbten Kunststoffpartikeln und
die mindestens eine farbgebende Komponente aus homogenen oder zusammengesetzten Farbpartikeln
gebildet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine farbgebende Komponente aufweisende Zusammensetzung in Pulverform
oder als Suspension auf die Kunststoffoberfläche aufgebracht wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vernetzungsmittel thermisch und/oder UV-aktivierbar ist.
1. A method of marking a plastics surface, said method comprising the following steps:
a) applying a composition comprising at least one coloring component, at least one
plastics component and a crosslinking agent, the at least one coloring component being
uniformly dispersed in the at least one plastics component, to the plastics surface,
b) irradiating the plastics surface with light from a light source by passing the
light source repeatedly over the site to be marked, the plastics component melting
and joining with the plastics surface by cross-linking and the energy of the light
emitted by the light source being so low that the constituents of the plastic do not
undergo decomposition.
2. A method as claimed in claim 1, wherein the light source is a laser.
3. A method as claimed in claim 1 or 2, wherein the at least one coloring component is
temperature stable.
4. A method as claimed in claim 1, wherein the at least one plastics component is composed
of fine particles.
5. A method as claimed in claim 4, wherein the at least one plastics component is formed
from uncolored plastics particles and the at least one coloring component is formed
from homogeneous or composite colorant particles.
6. A method as claimed in any of claims 1 to 5, wherein the composition comprising at
least one coloring component is applied in powder form or as a suspension to the plastics
surface.
7. A method as claimed in claim 1, wherein the crosslinking agent is thermally and/or
UV-activatable.
1. Procédé d'écriture sur une surface en plastique, le procédé comprenant les étapes
suivantes:
a) application d'une composition contenant au moins un composant colorant, au moins
un composant plastique et un agent de réticulation, le au moins un composant colorant
étant dispersé de manière uniforme sur la surface en plastique,
b) irradiation de la surface en plastique par de la lumière provenant d'une source
lumineuse par balayage répété des endroits à imprimer par la source lumineuse, suite
à quoi le composant plastique fond et se lie à la surface de plastique par réticulation,
la lumière émise par la source lumineuse présentant une énergie si faible que les
constituants du plastique ne se décomposent pas.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la source lumineuse est un laser.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le au moins un composant colorant est résistant à la chaleur.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le au moins un composant plastique est constitué de fines particules.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le au moins un composant plastique est formé de particules de plastique non colorées
et le au moins un composant colorant de particules de couleur homogènes ou composites.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la composition présentant au moins un composant colorant est appliquée sous forme
de poudre ou de suspension sur la surface de plastique.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'agent de réticulation peut être activé par la chaleur ou par des UV.