[0001] Die Beschreibung betrifft ein Bauelement zur Erstellung von Wänden, insbesondere
von Innenwänden, und/oder Decken, insbesondere auf Schiffen.
[0002] Im Bereich der Fertigbautechnik, insbesondere im Bereich der Erstellung von Schiffswänden,
ist es bekannt. Fertige Flachbauteile auszubilden, indem tafelförmige Bauelemente
mit aus Metallblechen bestehenden äußeren Flächen und einem zwischen diesen Blechen
liegenden, mit den zugekehrten Oberflächen der Bleche fest verbundenen Kern ausgebildet
werden.
[0003] Diese Bauelemente werden als Flächenbauteile zur Erstellung von Wandflächen verwendet,
indem sie in entsprechender Halterung eingesetzt und fort befestigt werden.
[0004] Ein sehr wesentliches Problem bei der Ausbildung derartiger Flächenbauteile besteht
darin, diese einerseits so tragfähig auszubilden, daß die gebildeten Wandflächen nicht
nur die notwendige Eigenstabilität aufweisen, sondern auch zusätzlich belastbar sind,
wobei insbesondere im Schiffsbereich an den Seitenwänden und den Decken vielfach Möbel
o. dgl. befestigt werden, da eine feste Lage im Raum gesichert sein muß. Gleichzeitig
darf jedoch die Masse und damit das Gewicht des Flächenbauteils nicht zu groß werden,
da die Handhabbarkeit derartiger Bauelemente dadurch vermindert und auch die Nutzlast
um das zusätzliche Gewischt verringert wird. Weiterhin ist bei der Ausbildung derartiger
Flächenbauteile sicherzustellen, daß diese sowohl in ihrem konzeptionellen Aufbau,
als auch im Hinblick auf die verwendeten Materialien so gestaltet sind, daß sie an
sich schwer brennbar sind und darüber hinaus einen ausreichenden Flammenschutz gegen
die Ausdehnung eines Brandes bieten.
[0005] Durch die DE 87 09 824 U ist ein Bausatz für eine Wand mit flächigen Wandelementen
aus Stahlblech, insbesondere zur Verkleidung tragender Wände, speziell zum Innenausbau
auf Schiffen, bekannt, die an zwei zueinander parallelen Kanten U-förmig abgewinkelt
und mit in einen Schlitz einschiebbaren, klemmenden Verbindungsteilen versehen sind.
Die flächigen Wandelemente haben an ihren Längskanten U-förmige Abwinkelungen, die
unmittelbar mit einem auf der ganzen Länge des Wandelementes wirkenden Verbindungselement
verklammert werden, wobei die annähernd rechtwinkligen, als gebogene Hochprofile ausgeführten
Verbindungselemente in Längsrichtung geschlitzt sind. Die Begrenzungsflächen oder
Schenkel der U-förmigen Abwinklungen sind dabei senkrecht zur geschlitzten Fläche
des Verbindungselementes ausgerichtet, deren Abmessungen und der U-förmigen Abwinklungen
sind dabei so aufeinander abgestimmt, daß wenigstens eines der Wandelemente aus dem
Verbindungselement in senkrechter Richtung zur Ebene der geschlitzten Fläche des Verbindungselementes
herausgezogen werden kann. Bei diesem Bausatz wird von Wandelementen und einem Tragprofil
ausgegangen, in dem zwei einander gesetzte Wandelemente klemmend gehalten sind. Dabei
sind die beiden Profilschenkel der Wandelemente nicht zwischen den beiden Profilschenkel
des Tragprofils gehalten, sondern derart, daß der eine Klemmschenkel des einen Wandelementes
den abgebogenen Außenschenkel des Profilschenkels des Tragprofils übergreift mit der
Folge, daß das Wandelement nicht vom Tragprofil abgezogen werden kann. Ein Abziehen
eines Wandelementes nach vorn wird verhindert durch den abgebogenen Außenschenkel.
Hinzu kommt noch, daß eine klemmende Halterung nicht dadurch erreicht wird, daß die
beiden Profilschenkel von zwei Wandelementen zwischen den Profilschenkeln des Tragprofils
klemmend gehalten werden, sondern vermittels eines Keiles oder mehrerer Keile, da
sonst überhaupt keine klemmende Halterungen erreicht werden kann.
[0006] Durch die DE 33 17 208 ist ein Wandelement zur Auskleidung und Aufteilung eines mindestens
eine Deckenfläche und Bodenfläche aufweisenden Raumes mit zur Verbindung jeweils eines
Wandelementes mit einem weiteren Wandelement an den seitlichen Rändern angeordneten
Verbindungsprofilen, von denen das eine Verbindungsprofil als Klemmprofil mit einem
an einer langen Seitenkante eines Plattenelementes angeordneten Steg, mit einem an
dessen Endabschnitt parallel zur Plattenebene angeformten Mittelsteg und einem an
dessen Endabschnitt zur Plattenebene gerichteten Endsteg und das andere als in das
Klemmprofil einschiebbares Einrastprofil mit einem an der langen Seitenkante des Plattenelementes
angeordneten, zu dem erstgenannten Steg des Klemmprofiles parallelen, mit dem Plattenelement
verbundenen Haltesteg, mit einem an dessen Endabschnitt parallel zur Plattenebene
angeformten Mittelsteg und einem an dessen Endabschnitt zur Plattenebene gerichteten
Seitensteg ausgebildet und das Klemmprofil des einen Wandelementes mit dem Einrastprofil
des anderen Wandelementes in Eingriff bringbar ist, bekannt, wobei die an den Seitenkanten
des Plattenelementes angeordneten und zur Plattenebene gerichteten Stege zueinander
parallel und zu der Plattenebene und zu den Mittelstegen rechtwinklig angeordnet sind.
An dem Seitensteg des Einrastprofils ist endabschnittseitig zum Haltesteg ausgerichtet
ein Winkelsteg angeformt, dessen endseitiger Stegabschnitt parallel zum Haltesteg
ausgerichtet ist von diesem in einem der Länge des Mittelsteges des Klemmprofils entsprechenden
Abstand angeordnet ist.
[0007] Hiernach weist das Wandelement Profilausgestaltungen an den Seitenkanten auf, wobei
das eine Profil als Klemmprofil und das andere Profil als Einrastprofil ausgebildet
ist. Beide Profils weisen unterschiedliche Ausgestaltungen insofern auf, als das Einrastprofil
U-förmig und das Klemmprofil U-förmig mit einem in den Innenraum hineinragenden weiteren
U-förmigen Abschnitt ausgebildet ist. Bei der Verbindung zweier Wandelemente greift
das Einrastprofil des einen Wandelementes in das Klemmprofil des anderen Wandelementes
ein. Da mehrere miteinander verbundene Wandelemente keine Standfestigkeit aufweisen,
müssen die Wandelemente an der Deckenfläche und an der Bodenfläche des Raumes befestigt
werden. Soll nun ein vollflächiges Wandelement gegen ein mit einer Türzarge und mit
einer Tür ausgebildetes Wandelement ausgetauscht werden, dann muß die Befestigungsverbindung
für das auszutauschende Wandelement gelöst werden.
[0008] Die DE 43 08 874 offenbart ein Bauelement zur Erstellung von Wänden, insbesondere
auf Schiffen, wobei das Bauelement zur Ausbildung einer Wandfläche aus senkrechten
Standpfosten, aus je einem Tragprofil mit einem U-förmigen Querschnitt und mit zwei
in Profillängsrichtung verlaufenden innenliegenden, an dem äußeren Ende der Profilschenkel
ausgebildeten, sich über die gesamte Länge des Tragprofils erstreckenden U-förmig
ausgestalteten Anschlagflächen und aus mindestens zwei Wandplatten besteht, von denen
jede Wandplatte im Querschnitt ein U-Profil aufweist und mit zwei sich über die gesamte
Länge der Wandplatte erstreckenden Klemmflächen aufweisenden Klemmschenkeln versehen
ist, wobei die beiden aneinander stehenden Wandplatten mit ihren sich gegenüberliegenden
Klemmschenkeln vermittels der beiden Anschlagflächen des Tragprofils an diesen vermittels
Klemmsitz gehalten sind. Der Abstand zwischen den beiden Anschlagflächen entspricht
dabei der Breite eines Klemmschenkels, wobei beide außen liegenden Schenkel der U-förmigen
Klemmschenkel der Wandplatten zwischen den einander gegenüber- und innen liegenden
Anschlagflächen der U-förmigen Profilschenkel des Tragprofiles innen anliegen. Diese
Ausgestaltung ermöglicht das leichte Austauschen und Abnehmen von Wandelementen, die
mühelos auf- und abbaubar sind, was besonders Vorteilhaft sein soll, wenn eine Vergrößerung
oder Verkleinerung der Kabinenräume erforderlich wird.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bauelement mit hohem Brandschutz und
Schallschutz zu schaffen, mit dem wirtschaftlich, ohne großen Zeitaufwand und ohne
besondere technische Kenntnisse Trennwände, insbesondere Innenwände, und/oder Decken
zur Ausbildung von Kabinen oder anderweitiger Räume in und auf Schiffen und auch außerhalb
von Schiffen in Wohn- und Büroräumen von Häusern erstellbar sind, wobei die Bauelemente
nicht nur leicht handhabbar sein sollen, sondern nicht brennbar und feuerfest, Wasserdampf
durchlässig, unverrottbar, tapezierbar ohne Untergrundvorbehandlung und hoch schallisoliert
bei geringem Gewicht sind.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0011] Hiernach besteht erfindungsgemäß das Bauelement aus einer Mehrschichtplatte mit einem
quadratischen oder rechteckförmigen Zuschnitt aus zwei im Abstand voneinander angeordneten
Wandplatten, von denen jede Wandplatte von einer äußeren Platte aus Silikat, Calciumsilikat,
die auch als gipshaltige Platte oder als Zementplatte ausgebildet ist, und einer inneren
Platte gebildet ist, die als Lochplatte oder Gitterplatte aus metallischen Werkstoffen
oder Kunststoff ausgebildet ist, wobei die inneren Platten mit den äußeren Platten
verklebt sind, wobei in dem von den beiden Wandplatten gebildeten Zwischenraum ein
Luftpolster ausgebildet oder eine den Zwischenraum ausfüllende Mineralwolleschicht
oder zwei Mineralwolleschichten, die an den Innenwandflächen der inneren Platten,
z.B. vermittels einer Klebeverbindung angebracht sind, angeordnet sind, und daß die
beiden Wandplatten im oberen und im unteren Bereich vermittels U-Profilen aus metallischen
Werkstoff oder Kunststoff im Abstand gehalten werden, wobei die Schenkel der U-Profile
mit den Innenwandflächen der inneren Platten aus einer Lochplatte oder einer Gitterplatte
verklebt oder anderweitig miteinander verbunden sind.
[0012] Damit ist ein vielseitig verwendbares Bauelement geschaffen, das insbesondere zur
Herstellung von Kabinenwänden und Decken bei Schiffen einsetzbar ist. Der besondere
Vorteil dieses Bauelementes liegt in seinem geringem Gewicht, welches dadurch erzielt
wird, daß die Mehrschichtplatte zur Versteifung der äußeren Platten Loch- oder Gitterplatten
als innere Platten aufweisen, die nicht nur die äußeren Platten verstärken, sondern
diesen auch eine hohe Eigenstabilität verleihen. Des weiteren besteht durch die Verwendung
von metallischen Loch- oder Gitterplatten die Möglichkeit ohne zusätzliche Einrichtungen
auch schwere Gegenstände an Wänden aus diesen Bauelementen zu befestigen, da die Befestigungsmittel
an den Loch- oder Gitterplatten befestigt, d.h. verankert werden. Die eingesetzten
metallischen Loch- oder Gitterplatte tragen in Verbindung mit den Mineralwolleschichten
zu einer hohen Schallisolation bei. Des weiteren ist das Bauelement aufgrund seines
Aufbaus und der verwendeten Materialien feuerfest und nicht brennbar. Der im Inneren
eines jeden Bauelementes ausgebildete Hohlraum zwischen den beiden Wandplatten der
Mehrschichtplatte dient zur Aufnahme von Kabeln. Steckdosen, Armaturen u. dgl. sind
mühelos anbringbar, auch das Verlegen von Kabeln in den äußeren Platten der beiden
Wandplatten der Mehrschichtplatten ist möglich, da die in die äußeren Platten eingefrästen
Kanäle die Festigkeit des Bauelementes nicht beeinträchigen. Durch die hohe Festigkeit
und Eigenstabilität der Bauelemente ist ein direktes Anbringen von z.B. Schränken,
Bildern oder Möbeln möglich. Die Bauelemente sind selbsttragende Wandelemente und
daher besonders geeignet wegen ihren geringen Gewichtes im Schiffbau. Neben einer
Wasserdampfdurchlässigkeit aufgrund der eingesetzten Materialien ist auch eine Unverrottbarkeit
gegeben; die Bauelemente sind feuchtigkeitsresistent. Die Oberfläche der äußeren Platten
der beiden Wandplatten der Mehrschichtplatte sind mühelos tapezierbar, ohne daß eine
Vorbehandlung der zu tapezierenden Flächen erforderlich ist. Auch das Anbringen von
Wandkacheln z.B. im Naßzellenbereich ist mühelos. Außerdem sind jeweils zwei Bauelemente
mühelos miteinander verbindbar über U-förmige, klammerartige Profilkörper, die so
ausgebildet sind, daß gleichzeitig eine Schallisolation gegeben ist und somit die
Weiterleitung von Schallwellen auf weitere Bauelemente wie z.B. Wand- oder Deckenelemente
verhindert wird. Montierte Bauelemente sind mühelos abbaubar.
[0013] Den stirnseitigen Abschluß der beiden Wandplatten der Mehrschichtplatte des Bauelementes
wird gebildet von einem U-förmigen Profil. Hiernach sind auf die Stirnseiten der beiden
Wandplatten U-Profile aus metallischen Werkstoff oder Kunststoff aufgesetzt, wobei
diese U-Profile mit den Wandplatte verklebt oder mittels mechanischer Verbindungen
miteinander verbunden sind.
[0014] Die die Wandplatten im oberen und unteren Bereich miteinander verbindenden U-Profile
und die stirnseitigen U-Profile an den Wandplatten bestehen aus einer Loch- oder Gitterplatte.
[0015] Die an den Stirnseiten der Wandplatten vorgesehenen U-Profile sind an den stirnseitigen
Enden der inneren Platten bzw. den Loch- oder Gitterplatten ausgebildet, wobei diese
stirnseitigen U-Profile an die stirnseitigen Randkanten der inneren Platten bzw. den
Loch- oder Gitterplatten befestigt oder angeformt sind.
[0016] Die stirnseitigen Längskanten der inneren Platten bzw. der Loch- oder Gitterplatten
der beiden Wandplatten sind U-profilartig mit nach innen gerichteten Schenkeln ausgebildet.
[0017] Die Mineralwolleschicht in dem Zwischenraum zwischen den beiden Wandplatten weist
eine Länge auf, die gegenüber der Länge der Wandplatten kleiner ist, so daß in den
Endbereichen der Mehrschichtplatte zwischen den Wandplatten nutenförmige Ausnehmungen
ausgebildet werden. Die inneren Platten bzw. die Lochplatte oder Gitterplatte weisen
eine Länge auf, die größer gegenüber der Länge der äußeren Platten ist.
[0018] Jede Mineralwolleplatte ist zwischen je zwei U-förmigen Schenkeln und den jeweils
gegenüberliegenden Abschnitten der inneren Platten an den Enden einer jeden inneren
Platte bzw. einer jeden Lochplatte oder Gitterplatte angeordnet, so daß stirnseitig
jede Mineralwolleplatte von den stirnseitig an den inneren Platten ausgebildeten U-Profilen
bei gleichzeitiger Anlage an der Fläche einer jeden inneren Platte gehalten ist. Auch
die Mineralwolleplatten sind mittels einer Klebeverbindung mit den inneren Platten
bzw. einer jeden Lochplatte oder Gitterplatte befestigt.
[0019] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Bauelemente baukastenartig
aneinander gesetzt, wobei jeweils zwei aneinanderstoßende Endbereiche der Bauelemente
mittels mechanischer Einrichtungen lösbar miteinander verbunden sind. Die Verbindungseinrichtung
für zwei Bauelemente kann eine Schraubverbindung sein. Besonders vorteilhaft ist eine
Ausgestaltung, nach der die Verbindungseinrichtung für zwei Bauelemente aus einem
U-förmigen, klammerartigen Profilkörper besteht, der mit Schlitzen in seinen Profilschenkel
versehen ist, wobei im Verbindungszustand zweier Bauelemente die stegartigen Abschnitte
der an den Stirnseiten der Bauelemente ausgebildeten bzw. vorgesehene U-Profile in
die Schlitze des klammerartigen Profilkörpers eingreifen. Der klammerartige Profilkörper
der Verbindungseinrichtung ist jeweils im oberen und unteren Bereich zweier miteinander
zu verbindenden Bauelemente angeordnet; jeweils ein klammerartiger Profilkörper ist
im oberen Bereich und ein weiterer klammerartiger Profilkörper im unteren Bereich
auf die Stege an den Stirnseiten der U-Profile an den inneren Platten aufgesetzt.
[0020] Der stegartige Abschnitt des klammerartigen Profilkörpers ist auf seine Außenwandfläche
mit einem elastischen Formkörper aus Kunststoff oder Gummi versehen um in Verbindung
mit einer Deckenkonstruktion eine Schallweiterleitung zu vermeiden.
[0021] Zur Halterung von zwei horizontal zu montierenden Bauelementen als Deckenelemente
an mindestens einem senkrecht stehenden Bauelement als Wandelement weist das senkrechte
Bauelement ein auf dieses Bauelement im seinem oberen Bereich aufgesetzte Hutprofil
auf, dessen horizontal seitlich abgewinkelte Schenkelenden als Auflager für die horizontalen
Bauelemente dienen.
[0022] Die eingesetzten Klebverbindungen bestehen bevorzugterweise aus einem schwer entflammbaren
Klebemittel, z.B. auf der Basis von Wasserglas. Auch die äußeren Platten der Mehrschichtplatte
können mit einer Oberflächenimprägnierung aus einem schwer entflammbaren Material
versehen sein. Die äußeren Platten der Mehrschichtplatte bestehen aus einer Ca/Si-Platte,
insbesondere auf mineralischer Basis. Die inneren Platten bzw. die Lochplatte oder
Gitterplatte der Mehrschichtplatte bestehen aus Stahlblech, Aluminium oder verzinktem
Blech. Die Silikatplatten, Gipsplatten, Loch- und Gitterplatten und die eingesetzten
Mineralwolleschichten unterliegen der A1-Klassifizierung nach DIN.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- in einer schaubildlichen Ansicht ein als Wand- und/oder Deckenelement einsetzbares
Bauelement, das aus einer Mehrschichtplatte aus zwei feuerfesten Wandplatten mit innenseitig
aufgeklebten Lochplatten als innere Platten und aus einer innenseitig angebrachten
Mineralwolleschicht besteht,
- Fig. 2
- einen senkrechten Schnitt gemäß Linie II - II in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen waagerechten Schritt gemäß III - III in Fig. 1,
- Fig. 4
- einen vergrößerten waagerechten Schnitt eines Endabschnittes einer Wandplatte mit
innenwandseitig angebrachter Lochplatte und Mineralwolleschicht,
- Fig. 5
- schematisch in einer Ansicht von oben mehrere miteinander verbundene Bauelemente,
- Fig. 6
- in einem vergrößerten waagerechten Schnitt zwei miteinander verbundene Endabschnitte
zweier Bauelemente,
- Fig. 7
- in einem senkrechten Schnitt ein senkrecht stehendes Bauelement als Wandelement mit
zwei horizontalen Bauelementen als Deckenelemente,
- Fig. 8
- einen horizontalen Längsschnitt durch zwei Bauelemente mit zu den inneren Platten
versetzt angeordneten äußeren Platten,
- Fig. 9
- einen vergrößerten horizontalen Längsschnitt eines Abschnittes eines Bauelementes
mit miteinander verklebten äußeren und inneren Platten und den Mineralwolleschichten,
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf eine Lochplatte mit Querrippen,
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf eine Lochplatte mit Längsrippen,
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf eine Lochplatte mit Querrippen und Längsrippen,
- Fig. 13
- einen vergrößerten Längsschnitt gemäß Linie XIII - XIII ind Fig. 10,
- Fig. 14
- einen horizontalen Längsschnitt durch die Wandplatten zweier Bauelemente mit einem
Stabilisierungselement im Verbindungsbereich und
- Fig. 15
- einen horizontalen Längsschnitt durch die Wandplatten zweier Bauelemente mit stirnseitigen
Verbindungsprofilierungen für ein Stabilisierungselement.
[0024] Das in Fig. 1 dargestellte Bauelement 100 besteht aus einer Mehrschichtplatte 10
mit einem quadratischen oder rechteckförmigen Zuschnitt. Diese Mehrschichtplatte ist
gebildet von zwei im Abstand voneinander angeordneten Wandplatten 20, 120, von denen
jede Wandplatte 20, 120 von einer äußeren Platte 21, 121 und einer inneren Platte
22, 122 gebildet ist, die als dünne Lochplatten oder Gitterplatten 22', 122' gebildet
ist.
[0025] Die äußeren Platten 21, 121 der beiden Wandplatten 120 bestehen aus Mineralstoff,
Silikat, Calciumsilikat u. dgl., wobei jedoch auch Gipsplatten, Gipskartonplatten
und dünne Zementplatten eingesetzt werden können. Die Stärke der verwendeten Gipsplatten
richtet sich jeweils danach, ob die Gipsplatten feuerhemmend oder feuerbeständig sein
sollen. Gipskartonplatten sind aus nicht brennbarem Material gefertigt.
[0026] Die inneren Platten 22, 122 bzw. die Lochplatten oder Gitterplatten 22', 122' mit
Durchbrechungen 86 bestehen aus metallischen Werkstoffen, z.B. aus Stahlblech, Aluminium
oder verzinktem Blech. Auch besteht die Möglichkeit, harte und bruchfeste Kunststoffe
einzusetzen.
[0027] Die inneren Platten 22, 122 sind mit den äußeren Platten 21, 121 der Wandplatten
20, 120 vermittels einer Klebeverbindung bzw. Klebemittelschicht 25 miteinander verbunden
(Fig. 4). Die hier eingesetzten Klebeverbindungen bestehen bevorzugterweise aus einem
schwer entflammbaren Klebemittel, z.B. auf der Basis von Wasserglas.
[0028] Die beiden Wandplatte 20, 120 sind unter Ausbildung eines Zwischenraumes 26 in einem
Abstand voneinander angeordnet und vermittels U-Profile 30, 130 im Abstand gehalten
(Fig. 1 und 2). In dem von den beiden Wandplatten 20, 120 gebildeten Zwischenraum
26 kann ein Luftpolster 27 ausgebildet sein. Eine hohe Schallisolierung wird erreicht,
wenn in dem Zwischenraum 26 eine den Zwischenraum ausfüllende Mineralwolleschicht
28 angeordnet ist (Fig. 7). Vorteilhafterweise sind jedoch in dem Zwischenraum 26
zwei Mineralwolleschichten 28', 28" angeordnet, von denen jede Mineralwolleschicht
28' bzw. 28" an der Innenwandfläche der ihr zugeordneten inneren Platte 22, 122 vermittels
einer Klebeverbindung angebracht ist (Fig. 2 und 3). Die Stärke der beiden Mineralwolleschichten
28', 28" ist dabei so bemessen, daß zwischen den beiden Mineralwolleschichten ein
Zwischenraum ausgespart ist, der zur Aufnahme von Kabel und anderweitigen Leitungen
dient.
[0029] Die Verbindung der beiden Wandplatten 20, 120 des Bauelementes 100 erfolgt mittels
der U-Profile 30, 130, wobei ein der beiden U-Profile 30 im oberen Bereich und das
jeweils andere U-Profil 130 im unteren Bereich der Mehrschichtplatte 10 angeordnet
ist (Fig. 2). Das U-Profil 30 wird gebildet von einem Steg 30a und den beiden Schenkeln
30b, 30c und das U-Profil 130 von dem Steg 130a und den beiden Schenkeln 130b, 130c.
Diese beiden U-Profile 30, 130 sind mit ihren Schenkeln 30b, 30c und 130b, 130c an
den Innenwandflächen der sich gegenüberliegenden inneren Platten 22, 122 bzw. den
Lochplatten oder Gitterplatten 22', 122' angeordnet, wobei die Verbindung als Klebeverbindung
25 ausgebildet ist. Sowohl die Klebeverbindung 25 zwischen den inneren Platten 22,
122 und den äußeren Platten 21, 121 der beiden Wandelemente 20, 120 als auch die Klebeverbindung
zwischen den U-Profilen 30, 130 mit den inneren Platten 22, 122 können als mechanische
Verbindung z.B. Schaubverbindungen, ausgebildet sein.
[0030] Die beiden U-Profile 30, 130, die die beiden Wandplatten 20, 120 der Mehrschichtplatte
10 zusammenhalten und im Abstand halten, weisen eine Länge auf, die in etwa der Länge
der äußeren Platten 21, 121 entspricht, jedoch ist es vorteilhaft, wenn die beiden
U-Profile 30, 130 eine Länge aufweisen, die gegenüber der Länge der äußeren Platten
21, 121 kleiner ist. Die Innenwandflächen der beiden inneren Platten 21, 121 sind
mit 22a, 122a bezeichnet. Auch die U-Profile 30, 130 bestehen aus einer Lochplatte
oder einer Gitterplatte, jedoch auch vollwandige Platten oder Bleche können für die
U-Profile eingesetzt werden. Als Material für die U-Profile kommen bevorzugterweise
metallische Werkstoffe zur Anwendung, jedoch können die beiden U-Profile 30, 130 auch
aus Kunststoff besteht. Durch die lochblechartige oder gitterblechartige Ausgestaltung
der U-Profile 30, 130 wird der Vorteil erreicht, daß das Bauelement 100 insgesamt
ein geringes Gewicht hat.
[0031] Auf die Stirnseiten 20', 120' der beiden Wandplatten 20, 120 sind U-Profile 40, 140
bzw. 40', 140' aus metallischem Werkstoff oder einem geeigneten Kunststoff aufgesetzt
(Fig. 1). Diese U-Profile 40, 140 bzw. 40', 140' sind mit den Wandplatten 20, 120
verklebt oder mittels mechanischer Verbindungen miteinander verbunden. Auch diese
U-Profile 40, 140 bzw. 40" 140' bestehen aus einer entsprechend geformten Loch- oder
Gitterplatte, wobei jedoch auch vollwandige Bleche Verwendung finden können.
[0032] Die an den Stirnseiten 20, 120' der Wandplatten 20, 120 vorgesehenen U-Profile 40,
140 bzw. 40', 140' sind nach einer weiteren Ausführungsform an den stirnseitigen Enden
der inneren Platten 22, 122 bzw. den Loch-oder Gitterplatten 22', 122' ausgebildet,
wobei die stirnseitigen U-Profile 40, 140 bzw. 40', 140' an den inneren Platten 22,
122 bzw. den Loch-oder Gitterplatten 22', 122' befestigt oder angeformt sind. Bei
der Herstellung der Loch- oder Gitterplatten 22', 122' werden die U-Profile 40, 140
bzw. 40', 140' oder anderweitig gestaltete Profile mit ausgebildet (Fig. 14, 15).
[0033] Bei der in Fig. 1, 2 und 3 dargestellten Ausführungsform sind die stirnseiten U-Profile
40, 140 bzw. 40', 140' aus den Loch- oder Gitterplatten 22', 122' geformt und sind
somit einstückig mit diesen verbunden. Dabei sind die stirnseitigen Längskanten 41,
41' bzw. 141, 141' der inneren Platten 22, 122 bzw. der Loch- oder Gitterplatten 22',
122' der beiden Wandplatten 20, 120 U-profilartig mit nach Innen gerichteten inneren
Schenkeln 40a, 40'a bzw. 140a, 140'a ausgebildet (Fig. 1 und 3).
[0034] Die inneren Platten 22, 122 bzw. die Loch- oder Gitterplatten 22', 122' weisen mit
ihren U-profilartig ausgebildeten Abschnitten eine Länge auf, die gegenüber der Länge
der äußeren Platten 21, 121 größer ist.
[0035] Die Mineralwolleschicht 28 bzw. 28', 28" in den Zwischenraum 26 zwischen den beiden
Wandplatten 20, 120 weist eine Länge auf, die gegenüber der Länge der Wandplatte 20,
120 größer ist, so daß in den Endbereichen der Mehrschichtplatte 10 zwischen den Wandplatten
20, 120 nutenförmige Ausgenehmungen 10a, 10'a ausgebildet werden (Fig. 1 und 3).
[0036] Damit die U-Profile 40, 140 bzw. 40', 140' an den inneren Platten 22, 122 bzw. den
Lochplatten oder Gitterplatten 22', 122' über die Länge der äuβeren Platten 21, 121
erstrecken, weisen die inneren Platten 20, 120' bzw. die Lochplatten oder Gitterplatten
22, 122' eine Länge auf, die gröβer gegenüber der Länge der äußeren Platten 21, 121
ist (Fig. 3).
[0037] Jede Mineralwolleplatte 28', 28" ist zwischen den beiden U-förmigen Schenkeln 40a,
40'a bzw. 140a, 140'a und den jeweils gegenüberliegenden Abschnitten der inneren Platten
22, 122 bzw. der Lochplatten oder Gitterplatten 22, 122 an den Enden einer jeden inneren
Platte 20, 120' bzw. einer jeden Lochplatte oder Gitterplatte 22', 122' angeordnet,
so daß zwischen den Mineralwolleplatte 28', 28" eine Zwischenraum ausgebildet ist,
der entweder ein Luftpolster 27 aufnehmen kann oder noch eine zusätzliche Mineralwolleschicht
28, so daß im letzteren Fall der gesamte Zwischenraum zwischen den beiden inneren
Platten 20, 120' bzw. den Lochplatten oder Gitterplatten 22', 122' mit Mineralwolle
ausgefüllt. Die an den Innenwandflächen 22a, 122a der inneren Platten 22, 122 bzw.
der Lochplatten oder Gitterplatten 22', 122' angeordneten bzw. aufgeklebten Mineralwolleplatten
28', 28" weisen eine Stärke auf, die in etwa den stirnseitigen Längskanten 41, 41'
bzw. 141, 141' bzw. den Stegen der U-Profile 40, 140 bzw. 40', 140' entspricht (Fig.
4).
[0038] Wie Fig. 1, 5 und 6 zeigen, sind mehrere Bauelemente 100, 100', 100" baukastenartig
aneinandersetzbar, wobei jeweils zwei aneinanderstoßende Endbereiche zweier Bauelemente
100, 100' bzw. 100', 100" mittels mechanischer Einrichtungen 50 lösbar miteinander
verbunden sind. Diese Verbindungseinrichtung 50 für zwei Bauelemente kann auch beispielsweise
eine Schaubverbindung sein. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, zwei Bauelemente
100, 100' über ihre stirnseitigen Profile 40, 40' und 140, 140' auch über Schraubverbindungen
99 miteinander zu verbinden (Fig. 6).
[0039] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt die Verbindung zweier Bauelemente
100, 100' mit einem U-förmigen, klammerartigen Profilkörper 51, der mit Schlitzen
52, 52' in seinen beiden Profilschenkeln 51a, 51b versehen ist. Im Verbindungszustand
zweier Bauelemete 100, 100' werden die stegartigen Abschnitte 40b, 40'b und 140b,
140'b der an den Stirnseiten der Bauelemente 100, 100' ausgebildeten bzw. vorgesehenen
U-Profile 40, 140 und 40', 140' in die Schlitze 52, 52' des klammerartigen Profilkörpers
51 eingeführt, d.h. diese stegartigen Abschnitte 40b, 40'b und 140b, 140'b greifen
in diese Schlitze 52, 52' ein, wenn der klammerartige Profilkörper 51 aufgesetzt wird.
Besonders vorteilhaft ist dabei die konische Ausgestaltung der Schlitze 52, 52' derart,
daß sich diese konischen Abschnitte in den Schenkeln 51b, 51c in Richtung zum stegartigen
Abschnitt 51a des klammerartigen Profilkörpers 51 konischen verjüngen und in einen
geradlinig verlaufenden Abschnitt übergehen, wobei die Breite dieses Abschnittes der
Schlitze 52, 52' in etwa der Stärke zweier Stege 40b bzw. 40'b bzw. 140b bzw. 140'b
entspricht, so daß bei auf die Stege zweier miteinander zu verbindender Bauelemente
100, 100' die Stege und somit die Bauelemente vermittels Klemmsitz durch die klammerartigen
Profilkörper 51 zusammengehalten sind. Es ist je ein klammerartiger Profilkörper 51
als Verbindungseinrichtung 50 sowohl im oberen als auch im unteren Bereich zweier
miteinander zu verbindenden Bauelemente 100, 100' angeordnet. Die jeweils bodenseitig
angebrachten klammerartigen Profilkörper 51 können gleichzeitig verbindbar sein mit
einer auf dem Boden bzw. Untergrund befestigten Schiene zum Aufstellen von mehreren
Bauelementen als Wandelemente.
[0040] Der stegartige Abschnitt 51a des klammerartigen Profilkörpers 51 ist auf seiner Außenwandfläche
5l'a mit einem elastischen Formkörper 60 aus Kunststoff oder Gummi versehen, um auch
in Richtung zum Deckenbereich eine Schallisolierung vorzunehmen. In gleicher Weise
können auch die U-Profile 30, 130, vermittels der die beiden Wandplatten 20, 120 verbunden
sind, auf ihren Stegen 30a, 130a derartige elastische Formkörper 60 aus Kunststoff
oder Gummi tragen (Fig. 7).
[0041] Zur Halterung von zwei horizontal zu montierenden Bauelementen 200, 200' als Deckenelemente
an mindestens einem senkrechtstehenden Bauelement 100 als Wandelement weist das senkrechte
Bauelement 100 ein auf dieses Bauelement in seinem oberen Bereich aufgesetztes Hutprofil
70 auf, das horizontal und seitlich abgewinkelte Schenkelenden 70a, 70b aufweist,
die als Auflager für die horizontalen Bauelemente 200, 200' dienen (Fig. 7). Dieses
Hutprofil 70 kann aus Kunststoff oder einem metallischen Werkstoff bestehen.
[0042] Die eingesetzten Klebeverbindungen bestehen bevorzugterweise aus einem schwer entfammbaren
Klebemittel, z.B. auf der Basis von Wasserglas. Die äußeren Platten 21, 121 der Mehrschichtplatte
10 sind mit einer Oberflächenimprägnierung aus einem schwer entflammbaren Material
versehen.
[0043] Die inneren Platten 22, 122 bzw. die Lochplatten oder Gitterplatten 22', 122' der
Mehrschichtplatte 10 sowie die an den Lochplatten oder Gitterplatten angeformten oder
angesetzten U-Profile 40, 140 und 40', 140' bestehen aus Stahlblech, Aluminium oder
verzinktem Blech, wobei auch andere geeignete Materialien eingesetzt werden können.
[0044] Zur Erhöhung der Stabilität einer aus mehreren Bauelementen 100, 100' hergestellten
Wand sind bei der in Fig. 8 gezeigten Ausführungsform die äußeren Platten 21, 121
an einem Ende des Bauelementes 100 um einen Abschnitt 80 gegenüber der Länge der inneren
Platten 22, 122 bzw. der Loch- oder Gitterplatten 22', 122' kürzer und an dem anderen
Ende des Bauelementes 100 um einen Abschnitt 80' gegenüber der Länge der inneren Platten
22, 122 bzw. der Loch- oder Gitterplatten 22', 122' länger bemessen, so daβ bei der
Verbindung zweier Bauelemente 100, 100' eine Verzahnung der Platten erfolgt. Bei beiden
Wandplatten 20, 120 kann die gleiche Ausgestaltung und Anordnung der äußeren Platten
21, 121 erfolgen, jedoch besteht auch die Möglichkeit, die äußeren Platten 21, 121
ungleich so anzuordnen, daß an der Stirnseite der einen Wandplatte die Abschnittsausnehmung
80 und an der gleichen Stirnseite der anderen Wandplatte die Abschnittsverlängerungen
80' vorgesehen ist.
[0045] Beim Verkleben der äußeren Platten 21, 121 mit den Lochplatten oder Gitterplatten
22', 122' können gleichzeitig die Mineralwolleschichten 28 mit der verklebt werden
(Fig. 9) Hierzu werden die äußeren Platten 21, 121 mit den Loch- oder Gitterplatten
22', 122' vermittels einer in größerer Dikke auf die den inneren Platten 22, 122 gegenüberliegenden
Oberflächen der äußeren Platten 21, 121 aufgetragenen Klebemittelschicht 25 derart
miteinander verklebt, daß das durch die Durchbrechungen 86 in den Loch- oder Gitterplatten
22', 122' der inneren Platten 22, 122 hindurchgetretene Klebemittel in die Mineralwolleschicht
28 eindringt und somit die Mineralwolleschicht 28 mit den inneren Platten 22, 122
bzw. den Loch-oder Gitterplatten 22', 122' verklebt.
[0046] Die inneren Platten 22, 122 und die U-Profile 30, 130 bestehen aus Lochplatten oder
Gitterplatten, die durch in Längsrichtung und/oder Querrichtung verlaufende Sicken
oder Rippen 89 verstärkt sind, so daß auch sehr dünne Loch- oder Gitterplatten eingesetzt
werden, die durch die Sicken oder Rippen verstärkt und eine hohe Eigenstabilität bei
geringstem Gewicht erhalten (Fig. 10, 11, 12 und 13).
[0047] Mittels der Bauelemente 100, 100' errichtete Wände werden im Verbindungsbereich durch
Verwendung von Stabilisierungselementen 95 noch zusätzlich stabilisiert. Hierzu sind
gemäß Fig. 14 die Stege 40b, 140'b und 140b, 140'b der stirnseitigen U-Profile 40,
140 und 40', 140' nutenförmig eingezogen. Zwei miteinander verbundene Bauelemente
100, 100' sind dann zusätzlich durch das stab- oder streifenförmige Stabilisierungselement
95, das in die sich mit ihren Öffnungen gegenüberliegenden, sich zu einem geschlossenen
Raum ergänzenden nutenförmigen Einziehungen 96 je zweier sich gegenüberliegender Stege
40b, 40'b und 140b, 140'b der beiden Bauelemente 100, 100' eingeführt wird.
[0048] Eine weitere Ausführungsform der stirnseitigen Ausgestaltung der inneren Platten
22, 122 bzw. der Loch- oder Gitterplatten 22', 122' ist in Fig. 15 dargestellt. Hier
sind die innen liegenden Schenkel 40a, 140a, 40'a, 140'a der U-Profile 40, 140 und
40', 140' U-Förmig abgewinkelt, so daß zwei sich gegenüberliegende U-förmige Profile
sich zu einem geschlossenen Raum ergänzen, um vermittels eines dann eingeschobenen
Stabilisierungselementes 95 eine Wandstabilisierung zu erreichen.
1. Bauelement zur Erstellung von Wänden, insbesondere von Innenwänden, und/oder Decken,
insbesondere auf Schiffen,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bauelement (100) aus einer Mehrschichtplatte (10) mit einem quadratischen
oder rechteckförmigen Zuschnitt aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Wandplatten
(20; 120) besteht, von denen jede Wandplatte (20; 120) von einer äußeren Platte (21;
121) aus Silikat, Calciumsilikat, die auch als gipshaltige Platte oder als Zementplatte
ausgebildet ist, und einer inneren Platte (22; 122) gebildet ist, die als Lochplatte
oder Gitterplatte (22'; 122') aus metallischen Werkstoffen oder Kunststoff ausgebildet
ist, wobei die inneren Platten (22; 122) mit den äußeren Platten (21; 121) verklebt
sind, wobei in dem von den beiden Wandplatten (20; 120) gebildeten Zwischenraum (26)
ein Luftpolster (27) ausgebildet oder eine den Zwischenraum (26) ausfüllende Mineralwolleschicht
(28) oder zwei Mineralwolleschichten (28'; 28"), angeordnet sind, die an den Innenwandflächen
der inneren Platten (22; 122) z.B. vermittels Klebeverbindung angebracht sind, und
daß die beiden Wandplatten (20; 120) im oberen und im unteren Bereich vermittels U-Profilen
(30; 130) aus metallischen Werkstoff oder Kunststoff im Abstand gehalten werden, wobei
die Schenkel (30b, 30d; 30c, 130c) der U-Profile (30, 130) mit den Innenwandflächen
(22a, 122a) der inneren Platten (22, 122), die aus einer Lochplatte oder einer Gitterplatte
bestehen, verklebt oder mechanisch miteinander verbunden sind.
2. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Stirnseiten (20', 120'; 20", 120") der beiden Wandplatten (20, 120) U-Profile
(40, 140; 40', 140') aus metallischem Werkstoff oder Kunststoff aufgesetzt sind, wobei
die U-Profile (40, 140; 40', 140') mit den Wandplatten (20, 120) verklebt oder mittels
mechanischer Verbindungen miteinander verbunden sind.
3. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Wandplatten (20, 120) im oberen und unteren Bereich miteinander verbindenden
U-Profile (30, 130) und die stirnseitigen U-Profile (40, 140; 40', 140') an den Wandplatten
(20, 120) aus einer Loch- oder Gitterplatte bestehen.
4. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die an den Stirnseiten (20, 120') der Wandplatten (20, 120) vorgesehenen U-Profile
(40, 140: 40', 140') an den stirnseitigen Enden der inneren Platten (22, 122) bzw.
den Loch- oder Gitterplatten (22', 122') ausgebildet sind, wobei die stirnseitigen
U-Profile (40, 140; 40', 140') an den Stirnseiten der inneren Platten (22, 122) bzw.
an den Loch- oder Gitterplatten (22', 122') befestigt oder angeformt sind.
5. Bauelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die stirnseitigen Längskanten (41, 41'; 141, 141') der inneren Platten (22, 122)
bzw. der Loch- oder Gitterplatten (22', 122') der beiden Wandplatten (20, 120) U-profilartig
mit nach innen gerichteten inneren Schenkeln (40a, 40'a; 140a, 140'a) ausgebildet
sind.
6. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mineralwolleschicht (28; 28', 28") in dem Zwischenraum (26) zwischen den beiden
Wandplatten (20, 120) eine Länge aufweist, die gegenüber der Länge der Wandplatten
(20, 120) größer ist, so daß in den Endbereichen der Mehrschichtplatte (10) zwischen
den Wandplatten (20, 120) nutenförmige Ausnehmungen (10a, 10'a) ausgebildet werden.
7. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die inneren Platten (20, 120') bzw. die Lochplatten oder Gitterplatten (22', 122')
eine Länge aufweisen, die größer gegenüber der Länge der äußeren Platten (21, 121)
ist.
8. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Mineralwolleplatte (28', 28") zwischen den beiden U-förmigen Schenkeln (40a,
40'a; 140a, 140'a) und den jeweils gegenüber liegenden Abschnitten der inneren Platten
(22, 122) bzw. den Loch- oder Gitterplatten (22', 122') an den Enden einer jeden inneren
Platte (20; 120') bzw. einer jeden Lochplatte oder Gitterplatte (22', 122') angeordnet
sind.
9. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Bauelemente (100, 100', 100") baukastenartig aneinander gesetzt sind,
wobei jeweils zwei aneinanderstoßende Endbereiche der Bauelemente (100, 100', 100")
mittels mechanischer Einrichtungen (50) lösbar miteinander verbunden sind.
10. Bauelement nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungseinrichtung (50) für zwei Bauelemente (100, 100') eine Schraubverbindung
ist.
11. Bauelement nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungseinrichtung (50) für zwei Bauelemente (100, 100') ein U-förmiger,
klammerartiger Profilkörper (51) ist, der mit Schlitzen (52, 52') in seinen Profilschenkeln
(51a, 51b) versehen ist, wobei im Verbindungszustand zweier Bauelemente (100, 100')
die stegartigen Abschnitte (40b, 40'b; 140b, 140'b) der an den Stirnseiten der Bauelemente
(100, 100') ausgebildeten bzw. vorgesehenen U-Profile (40, 140; 40', 140') in die
Schlitze (52, 52') des klammerartigen Profilkörpers (51) eingreifen.
12. Bauelement nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß je ein klammerartiger Profilkörper (51) der Verbindungseinrichtung (50) im oberen
und unteren Bereich zweier miteinander zu verbindenden Bauelemente (100, 100') angeordnet
ist.
13. Bauelement nach einem der Ansprüche 11 und 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der stegartige Abschnitt (51 a) des klammerartigen Priflkörpers (51) auf seiner
Außenwandfläche (51 a) mit einem elastischen Formkörper (60) aus Kunststoff oder Gummi
versehen ist.
14. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Halterung von zwei horizontal zu montierenden Bauelementen (200, 200') als
Deckenelemente an mindestens einem senkrecht stehenden Bauelement (100) als Wandelement
das senkrechte Bauelement (100) ein auf das Bauelement (100) in seinem oberen Bereich
aufgesetztes Hutprofil (70) aufweist, dessen horizontal abgewinkelte Schenkelenden
(70a, 70b) als Auflager für die horizontalen Bauelemente (200, 200') dienen.
15. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die eingesetzten Klebeverbindungen aus einem schwer entflammbaren Klebemittel,
z.B. auf der Basis von Wasserglas bestehen.
16. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Platten (21, 121) der Mehrschichtplatte (10) mit einer Oberflächenimprägnierung
aus einem schwer entflammbaren Material versehen ist.
17. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Platten (21, 121) der Mehrschichtplatte (10) aus einer Ca/Si-Platte,
insbesondere auf mineralischer Basis, bestehen.
18. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die inneren Platten (22, 122) bzw. die Lochplatten oder Gitterplatten (22', 122')
der Mehrschichtplatte (10) aus Stahlblech, Aluminium oder verzinktem Blech bestehen.
19. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einander gegenüberliegenden stirnseitigen U-Profile (40, 140; 40', 140') zweier
miteinander zu verbindenden Bauelemente (100, 100') miteinander verklebt oder mittels
mindestens einer Schraub-, Steck- oder Rastverbindung (99) miteinander verbunden sind.
20. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Platten (21, 121) an einem Ende des Bauelementes (100) um einen Abschnitt
(80) gegenüber der Länge der inneren Platten (22, 122) kürzer und an dem anderen Ende
des Bauelementes (100) um einen Abschnitt (80') gegenüber der Länge der inneren Platten
(22, 122) länger bemessen sind.
21. Bauelement nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Bauelemente (100, 100'), die bei denen die äußeren Platten (21, 121) an einem
Ende eines jeden Bauelementes um einen Abschnitt (80) gegenüber der Länge der inneren
Platten (22, 122) kürzer und an dem anderen Ende eines jeden Bauelementes um einen
Abschnitt (80') gegenüber der Länge der inneren Platten (22, 122) länger bemessen
sind, derart mit ihren Stirnseiten verbunden sind, daß die länger bemessenen Abschnitte
(80') des einen Bauelementes in die Abschnittsausnehmungen (80) des anderen Bauelementes
eingreifen.
22. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Platten (21, 121) mit den Loch- oder Gitterplatten (22', 122') vermittels
einer in größerer Dicke auf die den inneren Platten (22, 122) gegenüberliegenden Oberflächen
der äußeren Platten (21, 121) aufgetragenen Klebemittelschicht (25) derart miteinander
verklebt sind, daß das durch die Durchbrechungen (86) in den Loch- oder Gitterplatten
(22', 122') der inneren Platten (22, 122) hindurchgetretene Klebemittel die inneren
Platten (22, 122) mit der oder den Mineralwolleschichten (28) klebend verbindet.
23. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die inneren Platten (22, 122) und die U-Profile (30, 130) aus Lochplatten oder
Gitterplatten bestehen, die durch in Längsrichtung und/oder Querrichtung verlaufende
Sicken bzw. Rippen (89) verstärkt sind.
24. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stege (40b, 40'b; 140b, 140'b) der stirnseitigen U-Profile (40, 140; 40',
140') nutenförmig eingezogen sind und daß zwei miteinander verbundene Bauelemente
(100, 100') mittels Stabilisierungselementen (95) verbunden sind, die in die sich
mit ihren Öffnungen gegenüberliegenden, sich zu einem geschlossenen Raum ergänzenden
nutenförmigen Einziehungen (96) je zweier sich gegenüberliegenden Stege (40b, 40'b;
140b, 140'b) der beiden Bauelemente (100, 100') eingeführt sind.