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EP 1 099 650 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.01.2005 Patentblatt 2005/04 |
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Anmeldetag: 09.11.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65D 90/10 |
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Verschlussdeckel, insbesondere Mannlochdeckel, für einen temperatur- und korossionsbeständig
emaillierten Reaktionsbehälter
Manhole cover plate for an enamelled temperature and corrosion resistant reactor vessel
Couvercle pour trou d'homme d'une cuve du réacteur émaillée résistant à la corrosion
et aux températures élevées
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR IT LI NL |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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RO |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.05.2001 Patentblatt 2001/20 |
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Patentinhaber: Pfaudler Werke GmbH |
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68723 Schwetzingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Reinemuth, Jürgen, Dr. Ing.
69469 Weinheim (DE)
- Theilig, Michael, Dipl.-Ing.(FH)
68723 Schwetzingen (DE)
- Heinzmann, Mathias, Dipl. Ing.(FH)
69434 Brombach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Popp, Eugen, Dr. et al |
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MEISSNER, BOLTE & PARTNER
Widenmayerstrasse 48 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 29 804 894
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US-A- 4 162 826
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen emaillierten Reaktionsbehälter nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 bzw. einen Verschlußdeckel, insbesondere Mannlochdeckel, für einen
solchen.
[0002] Temperatur- und korrosionsbeständig emaillierte Reaktionsbehälter sind allgemein
bekannt.
[0003] Auch Verschlußdeckel für solche Reaktionsbehälter, die entweder durch eine Losflansch-
oder Klammerschraubenverbindung an einer Behälteröffnung oder einem Behälterstutzen
befestigbar sind, sind bekannt. Seit längerem ist auch eine Ausführung derartiger
Behälter mit einem Schauglas bekannt.
[0004] Aus der DE 29 10 032 C2 ist ein Schauglas bekannt, welches an seinem Außenumfang
mit einer auf dem Innenumfang eines Metallringes aufgebrachten Emailschicht und durch
diese mit dem Metallring verschmolzen ist. Die obere Ringfläche des Metallrings ist
für den Angriff des oberen Rings einer Losflanschverbindung vorgesehen, über die das
Schauglas an einem Stutzen eines Druckbehälters befestigbar ist.
[0005] Ein weiteres Schauglas, welches entlang seines Außenumfangs über eine auf dem Innenumfang
eines Stahlrings aufgebrachte Emailschicht mit einer Wandung bzw. dem Stahlring fluiddicht
verbunden ist, ist aus der US 4 162 826 bekannt.
[0006] Aus der DE 298 04 894 U1 ist ein innenseitig emaillierter Verschlußdeckel bekannt.
Dieser Verschlußdeckel weist in einer bevorzugten Ausführung zwei Schaugläser auf,
die auf konstruktiv völlig unterschiedliche Weise an bzw. in dem Verschlußdeckel angebracht
sind. Das eine der beiden Schaugläser ist in einem Schellverschluß-Deckel angebracht,
welcher über ein Scharniergelenk am Mannlochdeckel angelenkt und mittels einer der
Anlenkung gegenüberliegenden Knebelschraube, einem Kniehebel o.ä. in Schließstellung
am Mannlochdeckel gehalten wird. Zwischen der zugehörigen Öffnung im Mannlochdeckel
und dem Schnellverschluß-Deckel ist eine Dichtringanordnung vorgesehen. Das zweite
Schauglas ist direkt in eine zweite Öffnung im Mannlochdeckel, deren Innenumfang emailliert
ist, über die Emailschicht eingeschmolzen.
[0007] Es hat sich bei Versuchen mit derartigen Verschlußdeckeln gezeigt, daß in dem zweiten,
direkt eingeschmolzenen Schauglas nach einer gewissen Einsatzdauer Schäden auftreten,
die sowohl die Dichtigkeit des Verschlußdeckels in Frage stellen als auch die Sicht
in das Reaktionsgefäß behindern können und insgesamt die Betriebssicherheit beeinträchtigen.
Das ist deshalb besonders problematisch, weil sich das über die Emailschicht eingeschmolzene
Schauglas nicht ohne weiteres austauschen läßt.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Reaktionsgefäß bzw.
einen verbesserten Verschlußdeckel der gattungsgemäßen Art anzugeben, bei dem das
Schauglas dauerhaft frei von Schäden bleibt.
[0009] Die Erfindung schließt die wesentliche Überlegung ein, daß das über eine Umfangs-Emailschicht
in der Öffnung des Reaktionsgefäßes bzw. Verschlußdeckels fest eingeschmolzene Schauglas
mechanisch starr mit der Gefäßwandung bzw. dem Verschlußdeckel verbunden ist und daher
den in seinem Umfangsbereich auftretenden Kraftwirkungen in vollem Maße ausgesetzt
ist. Infolge des Einschmelzens ist das Schauglas einer radialen Druckvorspannung ausgesetzt.
Es ist nun festzustellen, daß der erhebliche Innendruck im Reaktionsgefäß zu einer
druckproportionalen Aufwölbung des Verschlußdeckels führt. Diese Aufwölbung wiederum
hat die Entstehung von erheblichen Zugspannungen insbesondere auf der Deckeloberseite
zur Folge, und diese Zugspannungen führen nach den Erkenntnissen der Erfinder zu den
Schäden bei dem bekannten Schauglas.
[0010] Auf diesen Gedanken fußend, schließt die Erfindung die grundsätzliche Lehre ein,
den Umfang des Schauglases - oder, genauer gesagt, den Umfang der Öffnung im Reaktionsgefäß
bzw. Verschlußdeckel, in die das Schauglas eingeschmolzen ist - möglichst weitgehend
frei von diesen Zugspannungen zu halten, d.h. den Einfluß der Biegespannungen auf
das Schauglas zu minimieren, die aus den auf die Behälter- bzw. Deckelinnenseite einwirkenden
Kräften resultieren. Hierzu ist eine das Schauglas mindestens abschnittsweise umgebende,
zur Außenseite des Reaktionsgefäßes bzw. Verschlußdeckels hin im wesentlichen offene
Zugspannungs-Entlastungsnut vorgesehen.
[0011] In einer bevorzugten Ausführung umschließt diese Entlastungsnut das Schauglas (bzw.
die Öffnung, in die es eingeschmolzen ist) vollständig. Durch die Entlastungsnut wird
der Umfang der Öffnung in der Gefäßwandung bzw. im Verschlußdeckel weitgehend von
den im übrigen Verschlußdeckel wirkenden Zugspannungen infolge der Aufwölbung entkoppelt.
[0012] Sofern das Schauglas - in an sich bekannter Weise - in der Draufsicht kreisförmig
ist, ist auch die Entlastungsnut zweckmäßiger Weise kreisförmig, und zwar konzentrisch
mit dem Schauglas angeordnet. In einer Abwandlung dieser Ausführung sind sowohl das
Schauglas als auch die Entlastungsnut elliptisch geformt. Auch eine Kombination einer
Kreis- mit einer Ellipsenform und eine exzentrische Anordnung der Entlastungsnut sind
möglich.
[0013] Die Tiefe der Entlastungsnut liegt bevorzugt im Bereich zwischen 25 und 75 %, insbesondere
zwischen 40 und 60 %, der Dicke der Gefäßwandung bzw. des Verschlußdeckels.
[0014] In einer weiteren grundlegenden Variante des Erfindungsgedankens ist das Schauglas
mit einer wesentlich geringeren Dicke als die Gefäßwandung bzw. der Verschlußdeckel
ausgeführt und im wesentlichen mit der Innenseite bündig - d.h. gegenüber deren Außenseite
nach innen zurückgesetzt - in die Gefäßwandung bzw. den Verschlußdeckel eingefügt.
Bei dieser Ausführung ist das Schauglas durch die Zurücksetzung seiner Oberfläche
gegenüber der besonders zugspannungsbelasteten Außenseite der Gefäßwandung bzw. Oberseite
des Verschlußdeckels größtenteils von den Zugspannungen im Verschlußdeckel entlastet.
[0015] Hierbei liegt in einer zweckmäßigen Ausführung die Dicke des Schauglases im Bereich
zwischen 25 und 75 %, insbesondere zwischen 40 und 60 %, der Dicke der Gefäßwandung
bzw. des Verschlußdeckels. Die Zugspannungsentlastung des Schauglases ist um so wirkungsvoller,
je kleiner seine Dicke im Verhältnis zur Dicke des umgebenden Materials ist, jedoch
kann die Dicke des Schauglases (in Abhängigkeit vom konkreten Anwendungsfall) zur
Gewährleistung der nötigen mechanischen Stabilität nicht zu gering gewählt werden.
[0016] In einer besonders bevorzugten Kombination der beiden erwähnten Maßnahmen zur Zugspannungsentlastung
ist das Schauglas sowohl gegenüber der Wandungs- bzw. Deckelaußenseite zurückversetzt
als auch von einer Entlastungsnut umgeben.
[0017] Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich im übrigen aus den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen anhand
der Figuren. Von diesen zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsdarstellung eines Mannlochdeckels gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht des Mannlochdeckels nach Fig. 1,
- Fig. 3a und 3b
- Prinzipskizzen (Querschnittsdarstellungen) modifizierter Ausführungsformen,
- Fig. 4
- eine Prinzipskizze (Querschnittsdarstellung) einer weiteren Ausführungsform sowie
- Fig. 5a-5c
- Skizzen weiterer Schauglasformen.
[0018] Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Mannlochdeckel 1 aus Metall, der als Verschlußdeckel
für einen (nicht gezeigten) Reaktionsbehälter dient und zum einen die Funktion hat,
den Ein- oder Ausstieg einer Person zur Revision des Reaktionsbehälters und zum anderen
eine Probenentnahme oder Füllung mit Feststoffzuschlägen u.ä. zu ermöglichen. Der
Mannlochdeckel 1 besteht aus Metall und ist - in an sich bekannter Weise - innenseitig
(auf den dem Inneren des Reaktionsbehälters zugewandten Flächen) emailliert. Der Mannlochdeckel
hat in der Draufsicht eine elliptische Grundform. Zwei Scharniergelenkteile 3a, 3b
sind zur Anlenkung an der durch den Mannlochdeckel zu verschließenden Öffnung des
Reaktionsbehälters vorgesehen.
[0019] Der Mannlochdeckel weist zwei größere kreisförmige Öffnungen 5 und 7 auf, deren Mittelpunkte
auf der großen Hauptachse des Deckels 1 liegen. Die Öffnung 5 ist durch einen (nicht
dargestellten) Schnellverschlußdeckel verschließbar und dient insbesondere zur Probenentnahme
oder zur Beschickung des Reaktionsbehälters mit Feststoffzuschlägen. Zur Befestigung
des Schnellverschluß-Deckels sind um den Umfang der Öffnung 5 gleichmäßig verteilte
Gewindebohrungen 9 vorgesehen. Nahe dem Außenumfang des Mannlochdeckels 1 ist auf
dessen Oberseite 1a eine nahezu umlaufende flache Nut 11 vorgesehen.
[0020] Die zweite größere Öffnung 7 ist in ihrem Durchmesser geringfügig abgestuft, und
zwar weist sie in dem der Oberseite 1a des Mannlochdeckels 1 benachbarten Abschnitt
einen etwas größeren Durchmesser auf als in dem zur Unterseite 1b des Deckels benachbarten
Bereich. Zur Unterseite eines b des Deckels 1 hin ist der Umfang der Öffnung 7 abgerundet
bzw. angefast. Der untere Bereich der Öffnung 7 trägt - ebenso wie die Deckelunterseite
1b - eine Emailschicht von etwa 1 bis 1,5 mm Dicke.
[0021] Mit der Emailschicht verschmolzen ist ein Schauglas 13, das eine Dicke von etwa der
halben Deckeldicke aufweist und (um wenige Millimeter gegenüber der Deckelunterseite
zurückgesetzt, d.h. im wesentlichen bündig) in den unteren Bereich der Öffnung 7 durch
Verschmelzung mit der Emailschicht fluiddicht (d.h. auch gasdicht) eingefügt ist.
[0022] Die Öffnung 7 ist konzentrisch von einer Ringnut 15 umgeben, deren Durchmesser beispielsweise
das 1,5 - 2-fache des Schauglasdurchmessers und deren Tiefe ca. 1/3 - 1/2 der Deckeldicke
beträgt.
[0023] Die gegenüber der Deckeloberseite 1a zum Behälterinneren hin zurückgesetzte Einfügung
des Schauglases 13 bewirkt zusammen mit der die Öffnung 7 und damit das Schauglas
13 vollständig umgebenden und bis etwa zur Hälfte der Deckeldicke reichenden Ringnut
15 eine praktisch vollständige Entlastung des Schauglases von Zugspannungen, die im
Mannlochdeckel 1 infolge des hohen (und sich gegebenenfalls ändernden) Innendruckes
im Reaktionsbehälter auftreten. Dadurch wird die Entstehung von Schäden im Schauglas
13 sicher verhindert.
[0024] In Fig. 3a und 3b sind modifizierte Ausführungsformen von Nuten zur Zugspannungsentlastung
eines Schauglases in der Wandung eines Reaktionsbehälters skizzenartig dargestellt.
[0025] Fig. 3a zeigt eine Behälterwandung 101 mit einer Außenseite 101a und einer Innenseite
101b, in die ein Schauglas 113 zur Innenseite 101b hin versetzt über eine (nicht dargestellte)
Emailschicht eingeschmolzen ist. Das zur Innenseite hin versetzte (aber nicht mit
der Innenoberfläche 101b der Behälterwandung bündige) Schauglas 113 ist hier von einer
auf der Innenseite des Reaktionsgefäßes angeordneten Ringnut 115 umgeben. Diese ist
in der dargestellten Ausführung so tief, daß sie bis über die behälteraußenseitige
Oberfläche 113a des Schauglases 113 nach außen reicht.
[0026] In Fig. 3b ist eine in gewissem Sinne als Kombination der Ausführungen nach Fig.
1 und 2 einerseits und Fig. 3a andererseits zu verstehende Ausführungsform dargestellt.
Ein Schauglas 213 ist hier wiederum zur Innenseite 201b einer Behälterwandung 201
versetzt in die Wandung eingeschmolzen. Bei dieser Ausführung sind sowohl von der
Außenseite 201a als auch von der Innenseite 201b hier jeweils eine außen- bzw. innenseitige
Ringnut 215a bzw. 215b vorgesehen. Hierdurch wird sowohl oberhalb als auch unterhalb
eines im wesentlichen zug- und druckspannungsfreien Mittenbereiches der Behälterwandung
eine Kraftentlastung des Schauglases 213 erreicht. Diese Ausführung ist daher in besonderem
Maße für Reaktionsgefäße geeignet, die hohen Druck- bzw. Zugspannungsbelastungen und
insbesondere auch hohen thermischen Wechselbelastungen ausgesetzt sind.
[0027] In Fig. 4 ist als weitere Ausführung ein Ausschnitt aus einem Mannlochdeckel 301
gezeigt, bei dem zum Einsetzen eines Schauglases 313 eine Verdickung bzw. ringförmige
Aufkantung 302 vorgesehen ist. In diesen Aufkantungsbereich 302 ist das Schauglas
313 über eine (auch hier nicht dargestellte) Emailschicht auf der Innenwandung 301a
des Deckels so eingeschmolzen, daß seine dem Inneren des Reaktionsgefäßes zugewandte
untere Oberfläche 313b etwa auf dem Niveau oder geringfügig außerhalb der Oberseite
301a des übrigen Mannlochdeckels 301 liegt. Bei dieser Anordnung wird die Wirkung
der Zugspannungen auf das Schauglas durch den Versatz des Schauglases nach außen -
und zwar gänzlich außerhalb des Deckelniveaus - und durch die Elastizität des Deckelmaterials
im Bereich der ringförmigen Aufkantung wesentlich reduziert.
[0028] In Fig. 5a - 5c sind skizzenhaft verschiedene Formen von Schaugläsern gezeigt, die
unter Anwendung der erfindungsgemäßen Maßnahmen zur Spannungsentlastung unmittelbar
in die Wandung eines Reaktionsgefäßes oder in einen Mannlochdeckel eingeschmolzen
sein können. In Fig. 5a ist ein der Form eines Langloches entsprechendes Schauglas
413 gezeigt, in Fig. 5b ein im wesentlichen rechteckiges Schauglas 513 mit abgerundeten
Eckbereichen 513a, und in Fig. 5c ein im wesentlichen dreieckiges Schauglas 613 mit
abgerundeten Eckbereichen 613a. Als Mittel zur Spannungsentlastung sind hier - ähnlich
wie bei den vorgenannten Beispielen - das Schauglas gänzlich oder auch nur teilweise
umgebende Nuten geeignet.
[0029] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Beispiele beschränkt, sondern auch
in einer Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen fachgemäßen Handelns liegen.
[0030] Insbesondere sind der Mannlochdeckel, die Öffnung für das Schauglas und das Schauglas
selbst sowie die dessen Umfang umgebende Nut auch in abgewandelter Form und in anderen
Größenverhältnissen ausführbar.
[0031] Insoweit Nuten als Spannungsentlastungsmittel vorgesehen sind, müssen diese nicht
notwendig völlig offen sein, sondern sie können beispielsweise mit einem Elastomeren
ausgefüllt oder oberflächlich abgedeckt sein, ohne daß ihre Funktion der Spannungsentlastung
des Schauglases hierdurch wesentlich eingeschränkt wird. Es kann auch eine exzentrische
Anordnung gegenüber dem Schauglas zweckmäßig sein.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1; 301
- Mannlochdeckel
- 1a; 301a
- Oberseite
- 1b; 301b
- Unterseite
- 3a, 3b
- Scharniergelenkteil
- 5, 7
- kreisförmige Öffnung
- 9
- Gewindebohrung
- 11
- flache Nut
- 13; 113; 213 413; 513; 613
- Schauglas
- 15; 115
- Ringnut
- 101; 201
- Behälterwandung
- 101a; 201a
- Außenseite
- 101b; 201b
- Innenseite
- 113a
- behälteraußenseitige Oberfläche
- 215a
- außenseitige Ringnut
- 215b
- innenseitige Ringnut
- 302
- Verdickung (Aufkantung)
- 313a
- obere Oberfläche
- 313b
- untere Oberfläche
- 513a; 613a
- abgerundeter Eckbereich
1. Emaillierter Reaktionsbehälter mit einem Schauglas (113; 213; 413; 513; 613), welches
entlang seinem Außenumfang über eine auf dem Innenumfang einer Behälterwandungsöffnung
aufgebrachte Emailschicht mit einer Behälterwandung (101; 201) fluiddicht verschmolzen
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Behälterwandung derart ausgebildet und/oder das Schauglas derart in dieser angeordnet
ist, daß der Umfang des Schauglases im wesentlichen frei von insbesondere im Bereich
der Außenseite der Behälterwandung auftretenden Zugspannungen ist, wobei der Reaktionsbehälter
eine das Schauglas (113; 213) mindestens abschnittsweise umgebende, zur Außenseite
(101a; 201a) oder zur Innenseite (101b; 201b) der Behälterwandung (101; 201) hin im
wesentlichen offene Zugspannungs-Entlastungsnut (115; 215a, 215b) aufweist.
2. Reaktionsgefäß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugspannungs-Entlastungsnut (115; 215a, 215b) das Schauglas (113; 213) vollständig
umgibt.
3. Reaktionsgefäß nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schauglas (113; 213) und die Zugspannungs-Entlastungsnut (115; 215a, 215b) in
der Draufsicht im wesentlichen kreisförmig oder elliptisch und insbesondere zueinander
konzentrisch angeordnet sind.
4. Reaktionsgefäß nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schauglas (113; 213) eine geringere Dicke als die Behälterwandung (101; 201) aufweist
und gegenüber der Außenseite (101a; 201a) der Behälterwandung nach innen zurückgesetzt
angeordnet ist.
5. Reaktionsgefäß nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schauglas (113; 213) im wesentlichen mit der Innenseite (101b; 201b) der Behälterwandung
(101; 201) bündig angeordnet ist.
6. Reaktionsgefäß nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens zwei Schaugläser und/oder neben der Öffnung bzw. den Öffnungen für das
Schauglas bzw. die Schaugläser mindestens noch eine weitere Öffnung in der Behälterwandung
vorgesehen sind.
7. Verschlußdeckel (1; 301), insbesondere Mannlochdeckel, für einen emaillierten Reaktionsbehälter,
der an einer Behälteröffnung oder einem Behälterstutzen des Reaktionsbehälters befestigbar
ist, mit einem Schauglas (13; 313), welches entlang seinem Außenumfang über eine auf
dem Innenumfang einer Verschlußdeckelöffnung aufgebrachte Emailschicht mit dem Verschlußdeckel
fluiddicht verschmolzen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Verschlußdeckel derart ausgebildet und/oder das Schauglas derart in diesem angeordnet
ist, daß der Umfang des Schauglases im wesentlichen frei von insbesondere im Bereich
der Oberseite (1a; 301a) des Verschlußdeckels auftretenden Zugspannungen ist, wobei
der Verschlußdeckel eine das Schauglas (13) mindestens abschnittsweise umgebende,
zur Oberseite (1a) des Verschlußdeckels (1) hin im wesentlichen offene Zugspannungs-Entlastungsnut
(15) aufweist.
8. Verschlußdeckel nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugspannungs-Entlastungsnut (15) das Schauglas (13) vollständig umgibt.
9. Verschlußdeckel nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schauglas (13) und die Zugspannungs-Entlastungsnut (15) in der Draufsicht im wesentlichen
kreisförmig oder elliptisch und insbesondere zueinander konzentrisch angeordnet sind.
10. Verschlußdeckel nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schauglas (13; 313) eine geringere Dicke als der Verschlußdeckel (1; 301) aufweist
und gegenüber der Oberseite des Verschlußdeckels insbesondere nach innen zurückgesetzt
angeordnet ist.
11. Verschlußdeckel nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schauglas (13) im wesentlichen mit der dem Inneren des Reaktionsbehälters zugewandten
Unterseite (1b) des Verschlußdeckels (1) bündig angeordnet ist.
12. Verschlußdeckel nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
im Verschlußdeckel mindestens zwei Schaugläser und/oder neben der Öffnung bzw. den
Öffnungen für das Schauglas bzw. die Schaugläser mindestens noch eine weitere Öffnung
in der Behälterwandung vorgesehen sind.
1. Enamelled reaction vessel having a sight glass (113; 213; 413; 513; 613) which, along
its outer periphery, is fused in fluid-tight manner to a vessel wall (101; 201) by
means of an enamel layer applied to the inner periphery of an opening in the vessel
wall,
characterised in that
the vessel wall is so constructed and/or the sight glass is so arranged therein that
the periphery of the sight glass is substantial free of tensile stresses occurring
especially in the region of the outside of the vessel wall, the reaction vessel having
a tensile-stress-relieving groove (115; 215a, 215b) which surrounds, at least in part,
the sight glass (113; 213) and which is substantially open to the outside (101 a;
201a) or to the inside (101b; 201 b) of the vessel wall (101; 201).
2. Reaction vessel according to claim 1,
characterised in that
the tensile-stress-relieving groove (115; 215a; 215b) surrounds the sight glass (113;
213) completely.
3. Reaction vessel according to claim 1 or 2,
characterised in that
the sight glass (113; 213) and the tensile-stress-relieving groove (115; 215a, 215b)
are arranged, in plan view, in a substantially circular or elliptical shape and, especially,
concentrically with respect to one another.
4. Reaction vessel according to one of the preceding claims,
characterised in that
the sight glass (113; 213) is of lesser thickness than the vessel wall (101; 201)
and is arranged set back in an inwards direction from the outside (101 a; 201 a) of
the vessel wall.
5. Reaction vessel according to claim 4,
characterised in that
the sight glass (113; 213) is arranged substantially flush with the inside (101 b;
201b) of the vessel wall (101; 201).
6. Reaction vessel according to one of the preceding claims,
characterised in that
there are provided at least two sight glasses and/or, in addition to the opening or
openings for the sight glass or sight glasses, at least one further opening in the
vessel wall.
7. Closable cover (1; 301), especially a manhole cover, for an enamelled reaction vessel,
which is arranged to be mounted at a vessel opening or vessel port of the reaction
vessel, having a sight glass (13; 313) which, along its outer periphery, is fused
in fluid-tight manner to the closable cover by means of an enamel layer applied to
the inner periphery of an opening in the closable cover,
characterised in that
the closable cover is so constructed and/or the sight glass is so arranged therein
that the periphery of the sight glass is substantial free of tensile stresses occurring
especially in the region of the upper face (1a; 301 a) of the closable cover, the
closable cover having a tensile-stress-relieving groove (15) which surrounds, at least
in part, the sight glass (13) and which is substantially open to the upper face (1
a) of the closable cover (1).
8. Closable cover according to claim 7,
characterised in that
the tensile-stress-relieving groove (15) surrounds the sight glass (13) completely.
9. Closable cover according to claim 7 or 8,
characterised in that
the sight glass (13) and the tensile-stress-relieving groove (15) are arranged, in
plan view, in a substantially circular or elliptical shape and, especially, concentrically
with respect to one another.
10. Closable cover according to one of claims 7 to 9,
characterised in that
the sight glass (13; 313) is of lesser thickness than the closable cover (1; 301)
and is arranged set back especially in an inwards direction from the upper face of
the closable cover.
11. Closable cover according to claim 10,
characterised in that
the sight glass (13) is arranged substantially flush with the lower face (1b) - facing
the inside of the reaction vessel - of the closable cover (1).
12. Closable cover according to one of claims 7 to 11,
characterised in that
there are provided, in the closable cover, at least two sight glasses and/or, in addition
to the opening or openings for the sight glass or sight glasses, at least one further
opening in the vessel wall.
1. Cuve de réacteur émaillée comprenant un verre de regard (113 ; 213 ; 413 ; 513 ; 613),
lequel est amalgamé de manière étanche au fluide à une paroi de cuve (101 ; 201) le
long de sa périphérie extérieure par l'intermédiaire d'une couche d'émail appliquée
sur la périphérie intérieure d'une ouverture de paroi de la cuve,
caractérisée en ce que
la paroi de la cuve est conçue de telle sorte et/ou le verre de regard est disposé
de telle sorte dans celle-ci que la périphérie du verre de regard est sensiblement
exempte d'efforts de traction particuliers dans la zone du côté extérieur de la paroi
de la cuve, la cuve de réacteur comprenant une rainure de décharge de l'effort de
traction (115 ; 215a, 215b) entourant au moins par section le verre de regard (113
; 213), sensiblement ouverte en direction du côté extérieur (101a ; 201a) ou en direction
du côté intérieur (101b ; 201b) de la paroi de la cuve (101 ; 201).
2. Cuve de réacteur selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la rainure de décharge de l'effort de traction (115 ; 215a, 215b) entoure complètement
le verre de regard (113 ; 213).
3. Cuve de réacteur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
le verre de regard (113 ; 213) et la rainure de décharge de l'effort de traction
(115 ; 215a, 215b) sont disposés en vue en élévation de manière sensiblement circulaire
ou elliptique et en particulier de manière concentrique l'un par rapport à l'autre.
4. Cuve de réacteur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le verre de regard (113 ; 213) possède une épaisseur plus réduite que la paroi
de la cuve (101 ; 201) et est disposé en étant repoussé vers l'intérieur par rapport
au côté extérieur (101a ; 201a) de la paroi de la cuve.
5. Cuve de réacteur selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le verre de regard (113 ; 213) est disposé en étant sensiblement adjacent au côté
intérieur (101b ; 201b) de la paroi de la cuve (101 ; 201).
6. Cuve de réacteur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
au moins deux verres de regard, et/ou en plus de l'ouverture et/ou des ouvertures
pour le verre de regard et/ou les verres de regard, au moins encore une autre ouverture,
sont prévus dans la paroi de la cuve.
7. Couvercle de fermeture (1 ; 301), en particulier couvercle pour trou d'homme, pour
une cuve de réaction émaillée, qui peut être fixé à une ouverture de cuve ou une tubulure
de cuve de la cuve de réaction, comprenant un verre de regard (13 ; 313), lequel est
aggloméré de manière étanche au fluide au couvercle de fermeture le long de sa périphérie
extérieure par l'intermédiaire d'une couche d'émail appliquée sur la périphérie intérieure
d'une ouverture de couvercle de fermeture,
caractérisé en ce que
le couvercle de fermeture est conçu de telle sorte et/ou le verre de regard est
disposé de telle sorte dans celui-ci que la périphérie du verre de regard est sensiblement
exempte d'efforts de traction se produisant en particulier dans la zone du côté supérieur
(1a ; 301a) du couvercle de fermeture, le couvercle de fermeture comprenant une rainure
de décharge de l'effort de traction (15) entourant au moins par sections le verre
de regard (13), sensiblement ouverte en direction du côté supérieur (la) du couvercle
de fermeture (1).
8. Couvercle de fermeture selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la rainure de décharge de l'effort de traction (15) entoure complètement le verre
de regard (13).
9. Couvercle de fermeture selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
le verre de regard (13) et la rainure de décharge de l'effort de traction (15)
sont disposés en vue en élévation de manière sensiblement circulaire ou elliptique
et en particulier de manière concentrique l'un par rapport à l'autre.
10. Couvercle de fermeture selon l'une des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce que
le verre de regard (13 ; 313) possède une épaisseur plus réduite que le couvercle
de fermeture (1 ; 301) et est disposé en étant repoussé en particulier vers l'intérieur
par rapport au côté supérieur du couvercle de fermeture.
11. Couvercle de fermeture selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
le verre de regard (13) est disposé en étant sensiblement adjacent au côté inférieur
(1b) du couvercle de fermeture (1) tourné vers l'intérieur de la cuve de réacteur.
12. Couvercle de fermeture selon l'une des revendications 7 à 11,
caractérisé en ce que
au moins deux verres de regard, et/ou en plus de l'ouverture et/ou des ouvertures
pour le verre de regard et/ou les verres de regard, au moins encore une autre ouverture
dans la paroi de la cuve, sont prévus dans le couvercle de fermeture.