[0001] Die Erfindung betrifft eine Stütz- oder Zwischenwalze in Walzwerken zum Walzen von
flachem Walzgut, insbesondere Band, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruch 1.
[0002] In neuzeitlichen Warmbandstrassen spielen die Profil- und Planheitssteuerung eine
wichtige Rolle. Dabei ist die negative und positive Arbeitswalzenbiegung das "klassische"
Stellglied, das auch unter Last einer Veränderung des Walzspaltes erlaubt. Da aber
die Bedingungen, unter denen flaches Walzgut gewalzt wird, sehr unterschiedlich sind
und sich Breite, Dicke, Profil und Werkstoff ebenso ändern wie die Walzgeschwindigkeit
und die Walztemperatur, muß es bei den heute üblichen kleinen Losgrößen Profil- und
Planheitssteuerungssysteme geben, die über einen großen Stellbereich verfügen. Aus
diesem Grund sind in den letzten Jahren verstärkt weitere Stellglieder bei neuen Straßen
zum Einsatz gekommen, von denen die Verwendung von profilgeschliffenen axial verschiebbaren
Walzen und entgegeneinander verschwenkbare Walzen die bekanntesten sind.
[0003] Diese bekannten Systeme kommen zwar dem Verlangen der Kunden neuer Walzstrassen weitgehend
entgegen, die außer der Arbeitswalzenbiegung mindestens ein weiteres Stellglied für
die Profilbeeinflußung haben möchten, doch sind beide Systeme nicht geeignet, auch
unter Last verstellt zu werden.
[0004] Profilgeschliffene Walzen sind darüber hinaus nachteilig, weil zum Erreichen der
gewünschten Konturen eine aufwendige Schleifbearbeitung nötig ist, die zudem in der
Geometrie sehr präzise sein muß. Hinzu kommt, dass das Walzgut unter bestimmten Bedingungen
am Rand und in der Mitte unterschiedlich verformt wird; pro Walzgerüst ist eine Walze
mit definierter Kontur nötig, die bei jedem Gerüst unterschiedlich ist.
[0005] Beim Schränken der Walzen, dem sogenannten "Crossing", ergibt sich der Nachteil,
dass der Schränkungswinkel der Walzen besondere Maßnahmen für eine gleichförmige Winkelgeschwindigkeit
verlangt, die den Einsatz normaler Zapfenkreuzgelenkwellen zum Walzenantrieb ausschließt.
Außerdem erzeugt das Schränken sehr hohe Axialkräfte, die bis 10 % der Radialwalzkraft
erreichen können. Hinzu kommen Probleme bei der Walzgutführung; es kommt zu Verdrehungen
des Walzgutes.
[0006] Durch die deutsche Patentschrift 34 14 242 ist eine Walze mit den gattungsgemäßen
Merkmalen vorgeschlagen worden. Bei der bekannten Mantelwalze werden zwischen Walzenkern
und Walzenmantel keilförmige Ringe eingesetzt, die durch Zufuhr von Druckflüssigkeit
in Längsrichtung der Walze verschiebbar sind. Die keilförmigen Ringe sind mit entsprechend
keilförmig gestalteten Gegenflächen an der Innenoberfläche des Walzenmantels gepaart
und gestatten durch Aufbringen eines entsprechend hohen Hydraulikdruckes die Balligkeit
der Walze zu verändern und diese somit an veränderte Walzkräfte und an verschiedene
Breiten des Walzgutes anzupassen. Die Keile mit relativ geringer Steigung neigen allerdings
dazu, sich zwischen Walzenkem und Walzenmantel festzuklemmen, d.h. es entsteht eine
Selbsthemmung dieser Keile, die sich unter Walzkraft nur schwer lösen läßt. Da die
Keile bei der vorbekannten Lösung die Funktion haben, den Walzenmantel aufzuweiten,
sind sehr hohe Hydraulikdrücke erforderlich, die über die Keilflächen in Aufweitekräfte
für den Walzenmantel umzusetzen sind.
[0007] Aus den JP-A-4-182015 und 197505 sind jeweils Walzen bekannt, bei denen gegenüber
dem Walzenkern und der Innenseite des Walzenmantels abgedichtete, als Ringkörper ausgebildete,
Stützkörper vorgesehen sind, die voneinander beabstandete Stützlager aufweisen, die
gegen die Innenoberfläche des Walzenmantels anlegbar sind.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, durch Verbesserung einer bekannten Mantelwalze,
ein insbesondere unter Walzlast einsetzbares Stellglied für die Profil- und Planheitsregelung
zu schaffen, das die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und mit dem durch
Veränderung des Walzballenprofils in weiten Grenzen eine Anpassung an die unterschiedlichen
Bedingungen beim Walzen von Flachmaterial ermöglicht wird.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0010] Während bei den bekannten Lösungen meistens die Ränder aufgeweitet werden, kann bei
der vorgeschlagenen Lösung der Ballen im Mittenbereich dünner gemacht werden.
[0011] Die vorgeschlagene Lösung ist geeignet, unter Last verstellt zu werden, weil eine
Aufweitung des Walzenmantels wie beim vorstehend beschriebenen Stand der Technik nicht
erfolgt. Durch Axialverschieben der die Stützlager tragenden Ringkolben wird deren
Position bezogen auf die Länge der Walze verändert, so dass sich je nach Verstellposition
und damit Abstützwirkung der Walzenmantels eine "harte" bzw. eine "weiche" Ausführung
der Walze ergibt. In der einfachsten denkbaren Form werden die Ringkolben mit den
Stützlagern jeweils in ihre axialen Endpositionen gefahren, wo sie ggf. durch Festanschläge
fixierbar sind. Die eine Endposition, in der die Ringkolben im Bereich der Walzenmitte
positioniert sind, ergibt die "harte" abgestützte Walze. Die Endposition, bei der
die Ringkolben in der Nähe des Randbereiches der Walze positioniert sind, ergibt die
"weiche" Walze. Die Bewegung der Ringkolben erfolgt mittels Drucköl, das über Drehverbindungen
durch den Walzenkem eingeleitet wird.
[0012] Dadurch, dass die Ringkolben in der Art von Teleskopkolben ausgebildet sind und ihrerseits
unabhängig steuerbare axialverschiebbare Ringkolben tragen, wird beispielsweise bei
einer hart eingestellten Walze für 2000 mm Bandbreite der Walzenmantel über zehn oder
zwölf Stützlager auf dem Walzenkern abgestützt, die so eingestellt sind, dass der
in etwa gleiche Abstand der Stützlager in der Mitte zwischen zwei Auflagern etwa 110
mm beträgt. Bei entsprechender Dimensionierung des Walzenmantels kann bei einer Last
von 4.000 t eine Durchbiegung von 2 mm in der Ballenmitte erreicht werden.
[0013] In der "weichen" Stellung der gleichen Walze wird zwischen den Stützlagern eine Stützweite
von etwa 1350 mm eingestellt. Bei entsprechender Dimensionierung beträgt die Durchbiegung
in der Ballenmitte der Walze bei 4.000 t Last ungefähr 6 mm. An diesem Beispiel wird
erkennbar, daß die unterschiedlichen Durchbiegungen der Walze bei gleicher Last und
unterschiedlicher Stellung der Ringkolben die Einstellung von zumindest zwei unterschiedlichen
Crowns ermöglichen, wobei die Feinregelung über die bisher verwendete Arbeitswalzenbiegung
erfolgen kann. Die Erweiterung der Erfindung mit unabhängig steuerbaren Ringkolben,
die auf den erstgenannten Ringkolben axial verschiebbar sind, ermöglicht eine beliebige
Anzahl von Zwischenpositionen, in denen auch die Ringkolben und damit die Stützlager
unsymmetrisch zur Walzenmitte eingestellt werden können. Zu diesem Zweck werden Mengenregler
für die zugeführte Ölmenge eingesetzt, die das Anfahren einer beliebigen Zwischenposition
für den Ringkolben ermöglichen.
[0014] FEM - Untersuchungen haben ergeben, daß die Walzkraftverteilung auf der Arbeitswalze
vereinfacht einer Streckenlast entspricht, daß die Stützkraftverteilung auf der Stützwalze
jedoch einen anderen Verlauf hat. Die Stützkraft steigt vom Rand des Bandes ausgehend
zur Mitte hin an und erreicht bei ungefähr 1/3 der Bandbreite ihr Maximum. Das Maximum
wird bis ungefähr 2/3 der Bandbreite beibehalten und fällt dann wieder auf Null ab.
Die Untersuchungen zeigen, daß 2/3 der Belastungen im Mittelabschnitt der Stützwalze
aufgenommen werden müssen.
[0015] Entsprechend dieser Erkenntnis wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen,
daß mindestens vier, vorzugsweise zehn bis zwölf Stützlager an mindestens zwei bis
vier Ringkolben über die Länge der Walzen symmetrisch verteilt angeordnet sind, wobei
die Abstände benachbarter Stützlager im mittleren Bereich der Walze kleiner als die
zum Rand hin größer werdenden Abstände gewählt sind. Die im Mittelbereich der Walze
wegen der höheren Belastung kleineren Abstände wachsen also zum Rand hin auf größere
Beträge an, wodurch eine harmonische Durchbiegungskurve für die Walze erzielt werden
kann.
[0016] Auf diese Weise läßt sich der Stellbereich in größerem Maß ausnutzen als das bisher
möglich war; denn erfahrungsgemäß geht man davon aus, daß beim Übergang auf die Arbeitswalze
und das Walzgut ein großer Teil verloren geht. Man geht überschlägig davon aus, daß
etwa 1/3 des Crowns an der Stützwalze am Walzgut ankommt. Der mit der Erfindung erreichbare
Wert von ca. 1,3 mm reicht für die meisten Fälle aus und ist in Verbindung mit einer
effektiven Walzenbiegung ein brauchbares Stellglied, auch bei umgebauten Walzgerüsten.
[0017] Berechnungen der Durchbiegungswerte der erfindungsgemäßen Walze zeigen außerdem,
daß die Walze in der harten Stellung nur 0,2 mm mehr Durchbiegung aufweist als eine
massiv ausgeführte Walze. Das bedeutet, daß auch die erfindungsgemäß aus Kernwalze
und Mantel gebaute Stützwalze eine noch ausreichend gute Steifigkeit besitzt.
[0018] In einer günstigen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die symmetrisch
unmittelbar beidseitig der Walzenmitte angeordneten Ringkolben in ihrer ausgefahrenen
Endstellung stimseitig gegeneinander fahrbar sind. Das bedeutet, daß die im Bereich
der Walzenmitte benachbarten Ringkolben zum Erreichen ihrer mittleren Endstellung
solange mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagt werden, bis sie sich selbstzentrierend
gegeneinander legen.
[0019] In einer besonders günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in der
Walzenmitte auf dem Walzenkern und oder auf der Innenseite des Walzenmantels eine
doppelkonische Stützringfläche mit im Querschnitt dachförmigem Steilkonus angeordnet
ist, die mit entsprechend konisch abgeflachten Endteilen der Ringkolben in deren mittlerer
Endstellung korrespondieren. Durch diesen Vorschlag wird es möglich, mit einen kleinen
Axialweg das System zu klemmen oder zu lösen, wobei wegen des Steilkegels von ca.
10° oder mehr keine Selbsthemmung auftreten kann, wie dies beim gattungsbildenden
Stand der Technik der Fall sein kann. Der konisch ausgebildete Endteil des Ringkolbens
kommt nur bei der "harten" Stellung zum Einsatz, wo die aneinanderliegenden Konusflächen
den Walzenmantel im Mittenbereich unterstützen und aus der "gebauten" Mantel - Walze
praktisch eine einteilige Walze schaffen.
[0020] Natürlich ist es auch bei dieser Lösung denkbar durch Erhöhung des Hydraulikdruckes
des Ringkolbens die Konuspaarung zwischen Walzenmantel und Ringkolben zum Aufweiten
des Mantels in der Mitte zu verwenden und auf diese Weise in der harten Stellung die
Durchbiegung des Mantels infolge Walzkraft etwas zu kompensieren. Hauptsinn der doppelkonischen
Stützringfläche ist aber die Abstützung des mittleren Walzenmantels in der "harten"
Stellung der Basis - Ringkolben, also in der Mitte der Walze.
[0021] Der Walzenmantel kann nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung aus einem die
Ringkolben umgreifenden Basisteil und einem austauschbaren Verschleißteil zusammengesetzt
werden. Dabei ist es sowohl denkbar, einen Außenmantel auf dem Basisteil durch Schrumpfen
zu befestigen oder entfernbare Beschichtungen auf den Walzenmantel aufzubringen.
[0022] In einer günstigen Ausgestaltung der Erfindung sind die Gleitflächen in den Bohrungen
nitriert und die Ringkolben außen mit Bronzeoberflächen versehen, um die Gleiteigenschaften
zu verbessern und den Verschleiß zu minimieren. Aus gleichem Grund wird nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, als Hydraulikflüssigkeit Schmieröl zu
verwenden; denn einerseits sind die zum Verstellen der Ringkolben erforderlichen Drücke
relativ zu den Drücken, die die Lösung nach dem Stand der Technik erfordert, gering
(ca. 30 bar) und andererseits fördert das verwendete Schmieröl die Gleiteigenschaften.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben.
[0024] In der einzigen Zeichnungsfigur ist mit 1 eine erfindungsgemäße Stützwalze bezeichnet,
die aus dem Walzenkern 2, den in angedeuteten Zylinderrollenlagern 3 gelagerten Walzenzapfen
4 und dem mit dem Walzenkern 2 drehfest verbundenen Walzenmantel 5 besteht. Die Mitnahme
des Walzenmantels 5 mit dem Walzenkern wird über die Hülse 6 gewährleistet, die bei
7 in eine bei 8 angedeutete Verzahnung des Walzenzapfens eingreift. Die Stützwalze
1 im dargestellten Beispiel ist mit einem zweigeteilten Walzenmantel 5 versehen, der
aus dem Basisteil 5a und dem austauschbaren Verschleißteil 5b zusammengesetzt ist.
Der Walzenmantel kann selbstverständlich auch einstückig sein. Zwischen dem Walzenmantel,
der im folgenden vereinfachend mit 5 bezeichnet wird, und dem Walzenkem 2 sind die
erfindungsgemäß beanspruchten Ringkolben 9 und darauf angeordnete weitere Ringkolben
10, beide unabhängig voneinander axial verschiebbar angeordnet, wobei in der oberen
Zeichnungshälfte die Ringkolben so verschoben sind, daß sich eine "harte" Stützwalze
ergibt, und in der unteren dargestellten Stellung die Ringkolben eine "weiche" Stützwalze
ergeben.
[0025] Die Ringkolben 9 gleiten mit ihren bronzierten Oberflächen auf den nitrierten Flächen
von Mantel und Walzenkem 2 und sind in nicht dargestellter Weise sowohl gegenüber
dem Walzenkern als auch der Innenoberfläche des Walzenmantels abgedichtet. Durch Zuführung
von Druckmittel, im vorliegenden Fall Schmieröl, über die nicht dargestellte Drehdurchführung
und die Zufuhrbohrungen 11 bzw. 12 sind die Ringkolben 9 auf jeder Seite der Walzenmitte
verschiebbar, wodurch sich die Position der Stützlager, die insgesamt mit A bis K
bezeichnet sind, verändern läßt. In gleichem Maße läßt sich durch Beaufschlagung mit
Drucköl die Einstellung der Ringkolben 10, die gleitend auf den Ringkolben 9 geführt
sind, und die ebenfalls gegenüber der Innenoberfläche des Walzenmantels 5 abgedichtet
sind, verändern, so daß auch deren Stützlager hinsichtlich ihrer Position über die
Länge der Stützwalze 1 veränderbar sind. Die im Ausführungsbeispiel dargestellte Stützwalze
weist insgesamt 10 Stützlager A bis K auf, die jeweils durch ringförmige Vorsprünge
der Ringkolben 9 bzw. 10 gebildet werden und zylindrischen Außenflächen aufweisen,
die sich an die zylindrische Innenseite des Walzenmantels 5 abstützend anlegen. Die
Stützlager E und F, die dem Mittenbereich der Stützwalze 1 unmittelbar benachbart
sind, sind mit einem Steilkonus versehen, der an einen dachförmigen Doppelkonus 15
anlegbar ist, der an der Innenoberfläche des Walzenmantels 5 ausgebildet ist. In der
Endstellung der verschobenen Ringkolben 9, die in der oberen Zeichnungshälfte dargestellt
ist, liegen die konusförmigen Endteile der Ringkolben 9 an den Doppelkonusflächen
15 an und unterstützen somit die "harte" Version der Stützwalze 1, indem der mittlere
Bereich der Stützwalze 1 unmittelbar gegen den Walzenkern 2 abgestützt ist. In der
unteren Zeichnungshälfte sind die Ringkolben 9 soweit zurückgezogen, daß der Doppelkonus
15 frei wird und die Stützwalze 1 sich somit "weich" verformen kann.
1. Stütz- oder Zwischenwalze in Walzwerken zum Walzen von flachem Walzgut, insbesondere
Band, bestehend aus einem zylindrischen Walzenkem (2) und einem mit diesem drehfest
verbundenen und diesen koaxial umgreifenden rohrförmigen Walzenmantel (5), zwischen
dem und dem Walzenkern hydraulisch axial verschiebbare Stützkörper angeordnet sind,
die den Walzenmantel (5) gegen den Walzenkern (2) abstützen, wobei die Stützkörper
mit mindestens zwei symmetrisch zur Walzenmitte angeordneten, gegenüber dem Walzenkern
(2) und der Innenseite des Walzenmantels (5) abgedichteten Ringkolben (9) ausgebildet
sind und aus mehreren an deren Außenumfang angeordneten, in Längsrichtung der Walze
(1) voneinander beabstandeten ringförmigen Stützlagem (A bis K) bestehen, gegen die
die Innenoberfläche des Walzenmantels (5) anlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringkolben (9) in der Art von Teleskopkolben ausgebildet sind und ihrerseits
unabhängig steuerbare Ringkolben (10) tragen, an denen weitere voneinander beabstandete
ringförmige Stützlager (A bis K) ausgebildet sind, wobei die Abstände der Stützlager
(A bis K) zu den auf anderen Ringkolben (9,10) angeordneten Stützlagem (A bis K) sowie
deren Position bezogen auf die Längserstreckung der Walze (1) durch Verschieben der
Ringkolben (9,10) veränderbar sind.
2. Stütz- oder Zwischenwalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens vier, vorzugsweise 10 bis 12 Stützlager (A bis K) an mindestens zwei bis
vier Ringkolben (9,10) über die Länge der Walze (1) symmetrisch verteilt angeordnet
sind, wobei die Abstände benachbarter Stützlager (A bis K) im mittleren Bereich der
Walze (1) kleiner als die zum Rand hin größer werdenden Abstände gewählt sind.
3. Stütz- oder Zwischenwalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die symmetrisch unmittelbar beidseitig der Walzenmitte angeordneten Ringkolben (9)
in ihren ausgefahrenen Endstellungen stimseitig gegeneinanderfahrbar sind.
4. Stütz- oder Zwischenwalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Walzenmitte auf dem Walzenkern (2) und/oder der Innenseite des Walzenmantels
(5) eine doppelkonische Stützringfläche (15) mit im Querschnitt dachförmigem Steilkonus
angeordnet ist, die mit entsprechend konisch abgeflachten Endteilen der Ringkolben
(9) in deren mittlerer Endstellung korrespondiert.
5. Stütz- oder Zwischenwalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Walzenmantel (5) aus einem mit den Ringkolben (9,10) korrespondierenden Basisteil
(5a) und einem austauschbaren Verschleißteil (5b) zusammengesetzt ist
6. Stütz- oder Zwischenwalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleitflächen der Bohrungen (9,10) nitriert und die Ringkolben außen mit Bronzeoberflächen
versehen sind.
7. Stütz- oder Zwischenwalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Hydraulikflüssigkeit Schmieröl verwendet wird.
1. Backup or intermediate roller in rolling mills for rolling flat stock, especially
strip, consisting of a cylindrical roller core (2) and a tubular roller casing (5)
joined to it in such a way that it is unable to turn and enclosing it coaxially; between
which casing and the roller core are positioned support elements which can be moved
axially by hydraulic power and which hold the roller casing (5) against the roller
core (2), the support elements having at least two annular pistons (9) which are positioned
symmetrically with the roller centre and are sealed off from the roller core (2) and
the inner side of the roller casing (5), and consisting of a number of ring-shaped
support bearings (A to K) positioned on the outer circumference of the pistons, spaced
apart from each other along the roller (1), against which bearings can be placed the
roller casing (5),
characterised in that
the annular pistons (9) are made in the form of telescopic pistons, and themselves
carry annular pistons (10) which can be controlled independently and on which there
are additional ring-shaped support bearings (A to K), the spacing between the support
bearings (A to K) being adjustable in relation to the support bearings (A to K) on
other annular pistons (9, 10) and with regard to their positioning in relation to
the length of the roll (1) by moving the annular pistons (9, 10).
2. Backup or intermediate roller as in Claim 1
characterised in that
at least four, and preferably 10 to 12 support bearings (A to K) are positioned, symmetrically
distributed, on at least two to four ring pistons (9, 10) along the length of the
roller (1), the distances between adjacent support bearings (A to K) being set to
be smaller in the central area of the roller (1) and becoming greater towards the
edge.
3. Backup or intermediate roller as in Claim 1
characterised in that
the annular pistons (9) arranged symmetrically at both sides of the centre of the
roller can be moved, when in their extended final positions, towards each other with
their front sides facing each other.
4. Backup or intermediate roller as in Claim 1
characterised in that
there is, in the centre of the roller on the roller core (2) and/or on the inner surface
of the roller casing (5), a double-conical backup ring surface (15) with a steep-angled
cone that is roof-shaped in cross-section, and which corresponds with the end areas
of the annular pistons (9) - when they are in their central final position - which
are bevelled in a matching conical shape.
5. Backup or intermediate roller as in Claim 1
characterised in that
the roller casing (5) consists of a base part (5a) corresponding with the annular
pistons (9, 10), and a removable wearing part (5b).
6. Backup or intermediate roller as in Claim 1
characterised in that
the slide faces of the bores (9, 10) are nitration-hardened, and the annular pistons
have bronze outer surfaces.
7. Backup or intermediate roller as in Claim 1
characterised in that
the hydraulic fluid used is lubricating oil.
1. Cylindre d'appui ou intermédiaire dans des laminoirs pour laminer un produit plat,
en particulier un feuillard, constitué d'un noyau de cylindre cylindrique (2) et d'une
enveloppe de cylindre (5) tubulaire entourant coaxialement celui-ci et reliée de façon
solidaire en rotation à celui-ci, entre laquelle et le noyau de cylindre sont agencés
des corps d'appui déplacables axialement de façon hydraulique, qui appuient l'enveloppe
de cylindre (5) contre le noyau de cylindre (2), les corps d'appui étant réalisés
avec au moins deux pistons annulaires (9) agencés symétriquement par rapport au centre
du cylindre et étanchéifiés par rapport au noyau de cylindre (2) et à la face interne
de l'enveloppe de cylindre (5), et étant constitués de plusieurs paliers d'appui (A
à K) annulaires, écartés les uns des autres en direction longitudinale du cylindre
(1), et agencés à sa périphérie externe, contre lesquels la surface interne de l'enveloppe
de cylindre (5) peut reposer,
caractérisé en ce que les pistons annulaires (9) sont réalisés à la manière de pistons télescopiques et
portent, de leur côté, des pistons annulaires (10) commandables de façon indépendante,
sur lesquels sont réalisés d'autres paliers d'appui annulaires (A à K) écartés l'un
de l'autre, les distances des paliers d'appui (A à K) aux paliers d'appui (A à K)
agencés sur d'autres pistons annulaires (9, 10) ainsi que leur position relativement
à l'extension longitudinale du cylindre (1) pouvant être modifiées par déplacement
des pistons annulaires (9, 10).
2. Cylindre d'appui ou intermédiaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'au moins 4, avantageusement 10 à 12 paliers d'appui (A à K) sont agencés de façon
symétriquement répartie sur au moins 2 à 4 pistons annulaires (9, 10) sur la longueur
du cylindre (1), les distances de paliers d'appui voisins (A à K) dans la zone médiane
du cylindre (1) étant choisies plus petites que les distances devenant plus grandes
vers le bord.
3. Cylindre d'appui ou intermédiaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les pistons annulaires (9) agencés symétriquement directement des deux côtés du centre
du cylindre peuvent être déplacés l'un contre l'autre frontalement dans leurs positions
d'extrémité sorties.
4. Cylindre d'appui ou intermédiaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, au centre du cylindre sur le noyau de cylindre (2) et/ou la face interne de l'enveloppe
de cylindre (5), il est agencé une surface annulaire d'appui en cône double (15) ayant
un cône fort en forme de toit en section transversale, qui correspond avec des parties
d'extrémité aplaties de façon conique correspondantes des pistons annulaires (9) dans
leur position d'extrémité médiane.
5. Cylindre d'appui ou intermédiaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'enveloppe de cylindre (5) est constituée d'une partie de base (5a) correspondant
aux pistons annulaires (9, 10) et d'une partie d'usure (5b) interchangeable.
6. Cylindre d'appui ou intermédiaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les surfaces de glissement des perçages (9, 10) sont nitrurées et les pistons annulaires
sont munis extérieurement de surfaces en bronze.
7. Cylindre d'appui ou intermédiaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que de l'huile lubrifiante est utilisée comme liquide hydraulique.