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(11) |
EP 1 102 012 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.08.2006 Patentblatt 2006/35 |
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Anmeldetag: 14.11.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Entgasungseinrichtung
De-gasing installation
Installation de dégazage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Priorität: |
17.11.1999 AT 193899
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.05.2001 Patentblatt 2001/21 |
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Patentinhaber: Eder, Anton |
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5733 Bramberg (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Eder, Anton
5733 Bramberg (AT)
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| (74) |
Vertreter: Hefel, Herbert et al |
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Egelseestrasse 65a
Postfach 61 6800 Feldkirch 6800 Feldkirch (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 624 336 DE-U- 29 905 671 US-A- 5 007 583
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DE-A- 3 109 918 US-A- 3 976 452
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen
Entgasungseinrichtung für das Heizwasser eines Heizwasserkreislaufes, welche einen
mit dem Heizwasserkreislauf über eine Zuführungsleitung und mindestens ein Ventil
verbundenen Behälter, in dem das Heizwasser unter einem wesentlich geringeren Druck
steht als im Heizwasserkreislauf, und eine Rückführpumpe zur Rückführung des Heizwassers
aus dem Behälter in den Heizwasserkreislauf aufweist.
[0002] Einrichtungen dieser Art sind bekannt und dienen insbesondere dazu, im Heizwasser
gelösten Sauerstoff teilweise zu entfernen, um die Korrosion von den Elementen des
Heizkreises zu verringern.
[0003] Aus der AT 400 191 B ist beispielsweise eine Entgasungseinrichtung für das Heizwasser
eines Heizwasserkreislaufes bekannt, bei der zunächst ein Entspannungsbehälter mit
unter Druck stehendem Heizwasser befüllt wird, anschließend der Entspannungsbehälter
über Ventile vom Heizkreis getrennt wird und durch Öffnen eines Entlüftungsventiles
der Druck im Entspannungsbehälter auf Atmosphärendruck abgesenkt wird, wodurch das
im Entspannungsbehälter befindliche Heizwasser entspannt wird und ein Teil des darin
gelösten Gases frei wird und entweicht.
[0004] Aus der GB-OS 2209 594 ist weiters ein Heizkreislauf bekannt mit einem Kessel, einer
Umlaufpumpe und Radiatoren, an welchem eine Druckausgleichsleitung angeschlossen ist.
Das Heizmedium, insbesondere das Heizwasser verändert ja in Abhängigkeit der Temperatur
sein Volumen nicht unerheblich. Darüber hinaus sind Flüssigkeiten inkompressibel.
Mit der hier beschriebenen und geoffenbarten Einrichtung soll der Druck des Heizmediums
im eigentlichen Heizkreislauf stets auf dem selben Maß gehalten werden, unabhängig
von der jeweiligen Temperatur des Heizmediums. Dazu ist ein Ausdehnungsgefäß mit einem
Gaspolster an der Druckausgleichsleitung angeschlossen, welche zwischen dem Ausdehnungsgefäß
und dem eigentlichen Heizkreislauf zwei parallele Leitungszweige aufweist, wobei im
einen Leitungszweig eine Pumpe vorgesehen ist, die von einem Druckfühler im Heizkreislauf
gesteuert wird, und eine Rückschlagklappe, im anderen Leitungszweig liegt ein Druckregelventil.
Für die Entgasung des Heizmediums sind hier keine Maßnahmen vorgesehen. Es ist zwar
an der erwähnten Druckausgleichsleitung endseitig noch ein offener Behälter als Vorratsbehälter
über ein nicht näher bezeichnetes Leitungsorgan angeschlossen, aber damit kann das
Heizmedium nicht entgast werden.
[0005] Die Einrichtung nach der US-PS 5 007 583 dient demselben Zweck wie die vorstehend
erörterte Einrichtung nach der genannten GB-OS 2 209 594, wenngleich in einer anderen
Schaltungsanordnung. Das Ausdehnungsgefäß ist hier über einen siphonartigen Verschluß
mit der Atmosphäre verbunden. Erfahrungsgemäß verdunstet das in diesen siphonartigen
Verschlüssen befindliche Wasser sehr rasch, so daß das Ausdehnungsgefäß mit der Atmosphäre
direkt in Verbindung steht. Das aus dem eigentlichen Heizkreislauf in das Ausdehnungsgefäß
gelangende Wasser wird zwar im ersten Augenblick entspannt, da es hier ja einem erheblich
geringeren Druck ausgesetzt ist als im geschlossenen Kreislauf, in Folge der direkten
Verbindung mit der Atmosphäre nimmt das hier befindliche Heizmedium aber sehr rasch
wieder Sauerstoff aus der Luft auf. Aus diesem Grund rostet auch sehr rasch die Wandung
des Ausgleichsbehälters in jenem Bereich, in dem der Wasserspiegel schwankt, so daß
solche Ausdehnungsgefäße mit einem rostsicheren Innenmantel versehen werden müssen,
beispielsweise aus Email. Diese vorbekannte Einrichtung eignet sich ohne Zweifel zur
Konstanthaltung des Druckes im eigentlichen Heizkreislauf, als Entgasungseinrichtung
für das Heizmedium ist sie allerdings aus den erwähnten Gründen unzureichend.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, demgegenüber einen Heizwasserkreislauf mit einer mit
diesem verbundenen Entgasungseinrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen,
durch welche ein größerer Teil des in der Flüssigkeit gelösten Gases aus dieser entfernt
werden kann und erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, daß im Strömungsweg des Heizwassers
zwischen dem Heizwasserkreislauf und dem Behälter eine Pralleinrichtung vorgesehen
ist, die eine Kammer umfaßt, in welche eine Einspritzdüse reicht, die vor einer Prallfläche
mündet, auf welche der aus der Einspritzdüse tretende Wasserstrahl des Heizwasserkreislauf
zum Behälter strömenden Heizwassers aufprallt, wobei die Mündungsöffnung der Einspritzdüse
kleiner ist als die Abflußöffnung aus der Kammer.
[0007] Bei einer erfindungsgemäßen Entgasungseinrichtung erfolgt in der Pralleinrichtung
eine starke Verwirbelung des Heizwassers unter gleichzeitiger schlagartiger Entspannung.
Durch die Kombination dieser Einflüsse auf das Wasser können sich die gelösten Gase
zu einem wesentlich größeren Teil aus der Flüssigkeit herauslösen und Gasbläschen
bilden. Diese können sich anschließend sammeln und in den Behälter, in dem das Heizwasser
unter einem wesentlich geringeren Druck steht als im Heizkreis, aus dem Heizwasser
austreten.
[0008] Eine Entgasungseinrichtung mit einer Pralleinrichtung, die direkt im Heizkreislauf
eingebaut ist, ist weiters aus der DE 2624 336 A1 bereits bekannt. In dieser Pralleinrichtung
liegt der Systemdruck vor, so daß zwar eine Verwirbelung des Wassers, nicht aber eine
gleichzeitige Entspannung erfolgt. Die Effektivität der Entgasung ist bei dieser Vorrichtung
wesentlich geringer als bei der erfindungsgemä-βen Vorrichtung.
[0009] Vorzugsweise ist die Prallfläche der erfindungsgemäßen Entgasungseinrichtung, in
Richtung des Strömungsweges gesehen, konkav ausgebildet. Dadurch wird die Verwirbelung
und Oberflächenvergrößerung des Wassers noch verstärkt.
[0010] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist weiters vorgesehen, daß sich im Strömungsweg
des Heizwassers zwischen dem Heizkreis und dem Behälter eine Abkühleinrichtung befindet.
Diese ist günstigerweise unmittelbar nach der Pralleinrichtung angeordnet. Dadurch
wird die Möglichkeit, daß die entgaste Luft wieder in Lösung geht, wesentlich verringert.
[0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der beiliegenden
Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des Heizkreises und der an diesen angeschlossenen erfindungsgemäßen
Entgasungseinrichtung und
- Fig. 2
- eine schematische vergrößerte Darstellung der Pralleinrichtung.
[0012] Ein in Fig. 1 schematisch dargestellter Heizwasserkreislauf weist in bekannter Weise
eine Vorlaufleitung 31, in der eine Pumpe 35 angeordnet ist, ein oder mehrere Verbraucher
33, eine Rücklaufleitung 32 und einen Heizkessel bzw. Wärmeerzeuger 34 auf. Die erfindungsgemäße
Entgasungseinrichtung ist über zwei Leitungen 11, 36 mit dem Heizwassserkreislauf
30 verbunden. Die beiden Leitungen 11, 36 sind über Absperrventile 1 absperrbar. Die
Zuführungsleitung 11 führt zu einer Baueinheit 37, welche weiters mit einer Frischwasserzufuhr
10 verbunden ist und die als Ausgang eine Leitung 12 aufweist. Die Baueinheit 37 ist
über Absperrventile 1 von den Eingangs- und Ausgangsleitungen 11, 36, 12 absperrbar.
[0013] Das in die Baueinheit 37 über die Zuführungsleitung 11 einströmende Heizwasser strömt
weiters durch ein elektrisch ansteuerbares, vorzugsweise als Magnetventil ausgebildetes
Ventil 5, durch einen Mengendurchflußregler 6, durch einen Strömungswächter 7, durch
eine Pralleinrichtung 8 und eine Abkühleinrichtung 9. Das von einer Mikroprozessor-Steuerungseinrichtung
13 ansteuerbare Ventil 5 dient zum Starten und Beenden eines Entgasungsvorganges für
Heizwasser aus dem Heizwasserkreislauf 30. Über den Mengendurchflußregler 6 wird ein
Flüssigkeitsstrom eingestellt, der unabhängig vom Systemdruck im Heizwasserkreislauf
30 ist. Unabfhängig von diesem Systemdruck, der je nach Heizkreis 30 unterschiedlich
hoch ist und üblicherweise über 1,5 bar liegt, werden dadurch gleichmäßige Verhältnisse
für die Entgasung geschaffen. Der Strömungswächter 7, dessen Zustand von der Steuerungseinrichtung
13 abfragbar ist, dient zur Kontrolle des Betriebszustandes. Bei geöffnetem Ventil
5 muß vom Strömungswächter 7 ein Durchfluß gemeldet werden, andernfalls liegt eine
Betriebsstörung vor, die von der Steuerungseinrichtung 13 als Alarm ausgegeben wird.
Umgekehrt darf bei geschlossenem Ventil 5 (bzw. 4) vom Strömungswächter 7 kein Durchfluß
gemeldet werden.
[0014] Wie in Fig. 2 genauer dargestellt, umfaßt die Pralleinrichtung 8 eine Kammer 40,
in die eine Einspritzdüse 41 reicht. Die Einspritzdüse 41 mündet vor einer Prallfläche
42, auf welche der aus der Einspritzdüse 41 tretende Wasserstrahl trifft. Grundsätzlich
wäre es möglich, als Prallfläche eine ebene Prallplatte vorzusehen. Bevorzugt ist
aber eine, in Richtung des Strömungsweges gesehen, konkave bzw. topfförmige Ausbildung
der Prallfläche, wodurch deren Effizienz noch erhöht wird. Das aus der Einspritzdüse
austretende, auf die Prallfläche 42 treffende Heizwasser wird bei diesem Vorgang schlagartig
entspannt und stark verwirbelt und fließt anschließend seitlich um die Prallfläche
42 zur Abflußleitung 43, deren Querschnitt wesentlich größer ist als die Mündungsöffnung
der Einspritzdüse 41. Es haben sich dabei Gasbläschen 44 aus dem Heizwasser gelöst,
welche vom Flüssigkeitsstrom mitgenommen werden. Diese Bildung der Gasbläschen wird
einerseits dadurch bewirkt, daß die Löslichkeit eines Gases in einer Flüssigkeit mit
sinkendem Druck abnimmt, andererseits durch die Wirkung der Prallfläche wesentlich
verstärkt.
[0015] Um möglichst auszuschließen, daß Gasbläschen 44 anschließend wiederum zu einem größeren
Teil in Lösung gehen, ist die Abkühleinrichtung 9 vorgesehen, die hier von einer schraubenförmigen
Leitung aus einem wärmeleitenden Material gebildet wird.
[0016] Das Heizwasser, welches die Gasbläschen 44 mit sich führt, gelangt weiter über die
Leitungen 12 und 24 in den Behälter 29, und zwar in eine in diesem Behälter angeordnete
Butyl-Kautschuk-Blase 28. Die Kautschuk-Blase 28 ist über ein Überdruckventil 26 mit
Atmosphärendruck verbunden, wobei das Überdruckventil 26 bei einem geringen Überdruck
öffnet, der unter 1 bar liegt, vorzugsweise 0,5 bar oder kleiner ist. Dieser geringfügige
Überdruck ist notwendig, damit vom einströmenden Heizwasser die Grundspannung der
Kautschuk-Blase 28 überwunden wird.
[0017] Das Heizwasser ist im Behälter 29 bzw. in der darin angeordneten Kautschuk-Blase
28 somit praktisch drucklos und die vom einströmenden Heizwasser mitgeführten Gasbläschen
können in der Kautschuk-Blase 28 aufsteigen und durch das Überdruckventil 26 entweichen.
Die Rückführung des Heizwassers in den Heizkreislauf 30 erfolgt über eine Pumpe 19,
die von der Steuerungseinrichtung 13 angesteuert wird. Das von der Pumpe 19 aus dem
Behälter 29 angesaugte Heizwasser strömt über die Leitung 25 und ein darin angeordnetes
Rückschlagventil 21 und Absperrventil 20 in die Pumpe 19 und gelangt durch ein Drosselventil
18 und einen Schmutzfänger 15 über die Leitung 36 zurück in den Heizkreislauf 30.
Die Ansteuerung der Pumpe 19 durch die Steuerungseinrichtung 13 erfolgt in Abhängigkeit
von dem vom Drucksensor 16 aus-gegebenen Wert, durch welchen der Anlagendruck festgelegt
ist.
[0018] Der Behälter 29 dient weiters als ein sogenannter Expansionsbehälter. Bei einer Aufheizung
des Heizwassers im Heizkreislauf 30 dehnt sich dieses aus, wobei sich der Druck im
Heizkreislauf über einen Maximalwert erhöht. Dadurch öffnet ein Überströmregler 17
(proportional zum Überdruck), über den der Behälter 29 bzw. die darin angeordnete
Kautschuk-Blase 28 mit dem Heizwasserkreislauf 30 verbunden ist. Der Überströmregler
17 liegt im gezeigten Ausführungsbeispiel parallel zur Pumpe 19. Grundsätzlich denkbar
und möglich wäre es auch, daß dieser Überströmregler 17 parallel zum Entgasungsventil
5 liegt oder bei entsprechender Ansteuerung des Entgasungsventils 5 durch die Steuerungseinrichtung
13 ganz entfällt, wobei ein Überdruck von der Steuerungseinrichtung jeweils über das
Entgasungsventil 5 abgelassen wird.
[0019] Bei der Abkühlung des Heizwassers im Heizwasserkreislauf 30 vermindert sich dessen
Volumen wieder. Diese Volumensverminderung äußert sich durch einen vom Drucksensor
16 angezeigten Druckabfall. Von der Steuerungseinrichtung 13 wird daraufhin die Pumpe
19 zur Anhebung des Anlagendruckes in Betrieb genommen. Üblicherweise ist das Pumpvolumen
der Pumpe 19 wesentlich größer, als dies zum Ausgleich des Volumsverlustes aufgrund
der Abkühlung des Heizwassers im Heizkreislauf 30 notwendig wäre. Bei herkömmlichen
Expansions-einrichtungen öffnet daher bei einer Inbetriebnahme der Pumpe 19 der Überströmregler
17, und ein Großteil des von der Pumpe geförderten Heizwassers gelangt über den Überströmregler
17 zurück in den Behälter 29. Bei der erfindungsgemäßen Entgasungseinrichtung wird
bevorzugterweise ein Entgasungsprozeß gleichzeitig mit einem Anlaufen der Pumpe 19
(aufgrund eines zu niedrigen Anlagendrucks) durchgeführt, zu welchem Zweck das Ventil
5 geöffnet wird und erst einen kurzen Zeitraum vor dem Abschalten der Pumpe 19 wieder
geschlossen wird. Durch diese Kombination des Entgasungsprozesses mit der Heizwassernachspeisung
ergibt sich eine deutliche Energieeinsparung.
[0020] Die von den strichlierten Linien 38 und 39 umgebenen Teile sind bevorzugterweise
als Baueinheiten ausgebildet.
[0021] Aus der Druckdifferenz an den Drucksensoren 22, 23, welche den Druck an der Behälterunter-
und Behälteroberseite messen, berechnet die Mikroprozessor-Steuerungseinrichtung 13
den Heizwasserstand im Behälter 29. Da geringfügige Undichtigkeiten im Heizungssystem
immer vorhanden sind, kommt es mit der Zeit zu einer gewissen Abnahme des Flüssigkeitsstandes
im Behälter 29. Sobald dieser Flüssigkeitsstand unter einen vorgegebenen Minimalwert
abgesunken ist, wird von der Steuerungseinrichtung 13 das Ventil 4 betätigt, um über
die Frischwasserzufuhr 10 neues Heizwasser in die Kautschuk-Blase 28 im Behälter 29
nachzufüllen. In der Frischwasserzufuhrleitung ist ein Druckminderer 2 zur Absenkung
des Wasserdruckes in den Bereich des Systemdruckes des Heizkreises 30 und ein elektronischer
Wasserzähler 3 vorgesehen. Aufgrund der benötigten Nachspeisemengen an Heizwasser
kann festgestellt werden, ob es sich um einen Volumsverlust aufgrund normaler Leckagen
und aufgrund einer Gasausscheidung durch die Entgasungseinrichtung oder aber um einen
außergewöhnlichen Wasserverlust handelt, der beispielsweise wegen eines Rohrbruchs
auftritt.
[0022] Das nachgespeiste Frischwasser wird weiters über den Strömungswächter 7 der Pralleinrichtung
8 zugeführt, bevor es in den Behälter 29 gelangt. Auf diese Weise wird bereits bei
der Nachspeisung von Frischwasser eine effektive Entgasung des nachgespeisten Heizwassers
erreicht.
[0023] Die Zuführungsleitung 11 zur Entgasungseinrichtung, über die Heizwasser zur Entgasung
entnommen wird, zweigt im gezeigten Ausführungsbeispiel von der Rücklaufleitung 32
des Heizwasserkreislaufes 30 ab. Möglich wäre es auch, diese Ableitung an der Vorlaufleitung
31 vor-zusehen, wobei das der Entgasungseinrichtung zugeführte Heizwasser aber keine
höheren Temperaturen als 90° Celsius aufweisen darf. Dies könnte durch entsprechende
Sensoren überwacht werden, auch könnten geeignete Abkühlgefäße vorgeschaltet werden.
[0024] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist somit eine Entgasungseinrichtung (welche insbesondere
die Pralleinrichtung 8, die Abkühleinrichtung 9, den Behälter 29 mit der Kautschuk-Blase
28 und die Pumpe 19 umfaßt) mit einer Druckkonstanthalteeinrichtung (Überströmregler
17, Behälter 29 mit Kautschuk-Blase 28 und Pumpe 19) und einer Frischwassernachspeisung
(Druckminderer 2, Wasserzähler 3 und Ventil 4) kombiniert.
[0025] Grundsätzlich denkbar und möglich wäre es auch, die Entgasungseinrichtung unabhängig
von einer Druckkonstanthalteeinrichtung und/oder einer Nachspeiseeinrichtung für Frischwasser
auszubilden. Anstelle der Abkühleinrichtung 9 in Form einer schraubenförmigen Leitung
könnte beispielsweise auch ein Wärmetauscher vorgesehen sein, durch den die Wärme
des zu entgasenden Heizwassers an das aus dem Behälter in den Heizkreislauf zurückströmende
entgaste Heizwasser abgegeben wird.
Legende
zu den Hinweisziffern:
[0026]
- 1
- Absperrventil
- 2
- Druckminderer
- 3
- Wasserzähler
- 4
- Ventil
- 5
- Ventil
- 6
- Mengendurchflußregler
- 7
- Strömungswächter
- 8
- Pralleinrichtung
- 9
- Abkühleinrichtung
- 10
- Frischwasserzufuhr
- 11
- Zuführungsleitung
- 12
- Leitung
- 13
- Mikroprozessor-Steuerungseinrichtung
- 15
- Schmutzfänger
- 16
- Drucksensor
- 17
- Überströmregler
- 18
- Drosselventil
- 19
- Pumpe
- 20
- Absperrventil
- 21
- Rückschlagventil
- 22
- Drucksensor
- 23
- Drucksensor
- 24
- Leitung
- 25
- Leitung
- 26
- Überdruckventil
- 28
- Butyl-Kautschuk-Blase
- 29
- Behälter
- 30
- Heizwasserkreislauf
- 31
- Vorlaufleitung
- 32
- Rücklaufleitung
- 33
- Verbraucher
- 34
- Wärmeerzeuger
- 35
- Pumpe
- 36
- Leitung
- 37
- Baueinheit
- 38
- Baueinheit
- 39
- Baueinheit
- 40
- Kammer
- 41
- Einspritzdüse
- 42
- Prallfläche
- 43
- Abflußleitung
- 44
- Gasbläschen
1. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung für das
Heizwasser, welche einen mit dem Heizwasserkreislauf über eine Zuführungsleitung (11)
und mindestens ein Ventil (1) verbundenen Behälter (29), in dem das Heizwasser unter
einem wesentlich geringeren Druck steht als im Heizwasserkreislauf, und eine Rückführpumpe
(19) zur Rückführung des Heizwassers aus dem Behälter in den Heizwasserkreislauf aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß im Strömungsweg des Heizwassers zwischen dem Heizwasserkreislauf (30) und dem Behälter
(29) eine Pralleinrichtung (8) vorgesehen ist, die eine Kammer (40) umfaßt, in welche
eine Einspritzdüse (41) reicht, die vor einer Prallfläche (42) mündet, auf welche
der aus der Einspritzdüse (41) tretende Wasserstrahl des vom Heizwasserkreislauf (30)
zum Behälter (29) strömenden Heizwassers aufprallt, wobei die Mündungsöffnung der
Einspritzdüse (41) kleiner ist als die Abflußöffnung aus der Kammer (40).
2. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche (42), in Richtung des Strömungsweges gesehen, konkav ausgebildet
ist.
3. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Behälters (29), wie an sich bekannt, eine Blase (28) aus einem elastischen
Material angeordnet ist, in der sich das Heizwasser befindet.
4. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach Anspruch
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blase (28) in an sich bekannter Weise über ein Überdruckventil (26), welches
bei einem geringen Überdruck von weniger als 1 bar, vorzugsweise von 0,5 bar oder
weniger, öffnet, mit der Atmosphäre verbunden ist.
5. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Strömungsweg des Heizwassers zwischen dem Heizwasserkreislauf (30) und dem Behälter
(29) eine Abkühleinrichtung (9), vorzugsweise in Form einer schraubenförmigen Leitung
aus wärmeleitendem Material, vorgesehen ist.
6. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach Anspruch
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkühleinrichtung (9) zwischen der Pralleinrichtung (8) und dem Behälter (29),
vorzugsweise unmittelbar nach der Pralleinrichtung (8) angeordnet ist.
7. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (29) über einen Überströmregler (17), der bei Überschreitung eines eingestellten
maximalen Drucks öffnet, mit dem Heizwasserkreislauf (30) verbunden ist, wobei der
Überströmregler (17) vorzugsweise in einem Leitungszweig parallel zur Pumpe (19) liegt.
8. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuführungsleitung (11) ein Mengendurchflußregler (6) angeordnet ist.
9. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuführungsleitung (11) ein Strömungswächter (7) angeordnet ist.
10. Heizwasserkreislauf mit einer mit diesem verbundenen Entgasungseinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in die Leitung, an die die Pralleinrichtung (8) angeschlossen ist, in Strömungsrichtung
gesehen vor der Pralleinrichtung (8) eine Frischwasserzuführungsleitung mündet.
1. Heating water circulation comprising a degasing installation for the heating water
which is connected thereto and which has a container (29) which is connected to the
heating water circulation via a feed pipe (11) and at least one valve (1) and in which
the heating water is under a substantially lower pressure than in the heating water
circulation, and a recycle pump (19) for recycling the heating water from the container
into the heating water circulation, characterized in that a baffle installation (8) is provided in the flow path of the heating water between
the heating water circulation (30) and the container (29), which baffle installation
(8) comprises a chamber (40) into which extends an injection nozzle (41) which opens
in front of a baffle surface (42) against which the water jet of the heating water
flowing from the heating water circulation (30) to the container (29) impacts, which
water jet emerges from the injection nozzle (41), the opening of the injection nozzle
(41) being smaller than the outflow opening from the chamber (40).
2. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to Claim 1, characterized in that the baffle surface (42), viewed in the direction of the flow path, is concave.
3. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to either of Claim 1 and Claim 2, characterized in that a bladder (28) of an elastic material in which the heating water is present is arranged
in the interior of the container (29), as known per se.
4. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to Claim 3, characterized in that the bladder (28) is connected to the atmosphere in a manner known per se via a pressure-relief
valve (26) which opens at a low excess pressure of less than 1 bar, preferably of
0.5 bar or less.
5. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to any of Claims 1 to 4, characterized in that a cooling installation (9), preferably in the form of a coiled pipe of heat-conducting
material, is provided in the flow path of the heating water between the heating water
circulation (30) and the container (29).
6. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to Claim 5, characterized in that the cooling installation (9) is arranged between the baffle installation (8) and
the container (29), preferably directly after the baffle installation (8).
7. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to any of Claims 1 to 6, characterized in that the container (29) is connected to the heating water circulation (30) via an overflow
controller (17) which opens when a set maximum pressure is exceeded, the overflow
controller (17) preferably being present in a pipe branch parallel to the pump (19).
8. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to any of Claims 1 to 7, characterized in that a flow rate controller (6) is arranged in the feed pipe (11) .
9. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to any of Claims 1 to 8, characterized in that a flow monitor (7) is arranged in the feed pipe (11).
10. Heating water circulation comprising a degasing installation connected thereto, according
to any of Claims 1 to 9, characterized in that a fresh water feed pipe opens into the pipe to which the baffle installation (8)
is connected, before the baffle installation (8), viewed in the direction of flow.
1. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage pour l'eau chaude qui est reliée
avec celui-ci et qui comprend un réservoir (29), lequel est relié avec le circuit
d'eau chaude par l'intermédiaire d'une conduite d'alimentation (11) et d'au moins
une vanne (1) et dans lequel l'eau chaude est à une pression nettement plus faible
que dans le circuit d'eau chaude, et une pompe de récupération (19) pour ramener l'eau
chaude depuis le réservoir jusque dans le circuit d'eau chaude, caractérisé en ce que dans le trajet de circulation de l'eau chaude, entre le circuit d'eau chaude (30)
et le réservoir (29), est prévu un dispositif d'impact (8) comprenant une chambre
(40) dans laquelle arrive une buse d'injection (41) aboutissant devant une surface
d'impact (42) contre laquelle bute le jet qui sort de la buse d'injection (41) et
qui se compose de l'eau chaude qui s'écoule du circuit d'eau chaude (30) vers le réservoir
(29), l'orifice d'embouchure de la buse d'injection (41) étant plus petit que l'ouverture
de sortie hors de la chambre (40).
2. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'impact (42) a une forme concave en direction du trajet d'écoulement.
3. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'à l'intérieur du réservoir (29) se trouve, d'une manière connue en soi, une bulle
(28) en matériau souple dans laquelle se trouve l'eau chaude.
4. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon la revendication 3, caractérisé en ce que la bulle (28) est, d'une manière connue en soi, reliée avec l'atmosphère par l'intermédiaire
d'une vanne de surpression (26) qui s'ouvre sous une faible surpression de moins de
1 bar, de préférence de 0,5 bar ou moins.
5. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que dans le trajet d'écoulement de l'eau chaude, entre le circuit d'eau chaude (30) et
le réservoir (29), est prévu un dispositif de refroidissement (9) ayant de préférence
la forme d'une conduite hélicoïdale en matériau thermoconducteur.
6. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de refroidissement (9) est placé entre le dispositif d'impact (8) et
le réservoir (29), de préférence directement après le dispositif d'impact (8).
7. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le réservoir (29) est relié avec le circuit d'eau chaude (30) par l'intermédiaire
d'un mécanisme de régulation du passage du flux (17) qui ouvre en cas de dépassement
d'une pression maximale préréglée, le mécanisme de régulation du passage du flux (17)
étant situé de préférence dans une branche de conduite qui est parallèle à la pompe
(19).
8. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que dans la conduite d'alimentation (11) est disposé un régulateur de quantité de flux
(6).
9. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que dans la conduite d'alimentation (11) est disposé un contrôleur de flux d'écoulement
(7).
10. Circuit d'eau chaude avec une installation de dégazage qui est reliée avec celui-ci
selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que dans la conduite à laquelle est raccordé le dispositif d'impact (8), devant le dispositif
d'impact (8) en regardant dans la direction de l'écoulement, aboutit une conduite
d'alimentation en eau d'appoint.

