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EP 1 103 658 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.2010 Patentblatt 2010/16 |
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Anmeldetag: 20.09.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung und Verfahren zur Kontrolle der Verdichtung bei Vibrationsverdichtungsgeräten
Device and method for controlling the compaction effect of vibrating devices
Dispositif et méthode pour contrôler l'effet de compactage par des dispositifs vibrants
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
26.11.1999 DE 19956943
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.05.2001 Patentblatt 2001/22 |
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Patentinhaber: BOMAG GmbH |
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56154 Boppard (DE) |
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Erfinder: |
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- Mötz, Karl Hermann, Ing. grad.,
56283 Nörtershausen (DE)
- Blancke, Uwe, Ing. grad.,
56070 Koblenz (DE)
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| (74) |
Vertreter: Lang, Friedrich et al |
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Lang & Tomerius
Patentanwälte
Landsberger Strasse 300 80687 München 80687 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-95/28524 US-A- 4 658 639 US-A- 5 952 561
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DE-A- 2 942 334 US-A- 4 870 601
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verdichtungskontrolle insbesondere von
Schwarzdecken im Straßen- und Wegebau mit zwei Vibrationswalzen, zwei Verdichtungskontrollvorrichtungen
und einer Auswerteeinheit, die die Messergebnisse der zwei Verdichtungskontrollvorrichtungen
gegenüberstellt, wobei die zwei Vibrationswalzen miteinander im wesentlichen Spurgetreu
verfolgend gekoppelt sind.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Verdichtungskontrolle gemäß des Oberbegriffs
des Anspruchs 7.
[0003] Es ist altbekannt, daß bei der Bearbeitung von Boden mit Verdichtungsgeräten durch
die Anwendung von ständigen Verdichtungskontrollen eine wirtschaftlichere Bauausführung
möglich ist. Üblicherweise basieren solche Verdichtungskontrollvorrichtungen darauf,
daß während der Vibrationsverdichtung des Bodens die Reflektion der Schwingungen gemessen
werden, die vom Verdichtungsgerät übertragen werden: Von einem sehr lockeren Material
wird kaum Vibrationsenergie zurückreflektiert, bereits stark verdichteter Boden oder
im Extremfall eine massive Betonplatte, gibt dagegen praktisch die volle Schwingungsenergie
an eine Vibrationswalze zurück.
[0004] Derartige Verdichtungskontrollvorrichtungen können beispielsweise am Walzenrahmen
befestigte Impuls-Wandler sein, die zusammen mit einem Beschleunigungs-Meßverfahren
mit statistischer Ausführung fungieren.
[0005] Es können von einem derartigen Beschleunigungsgeber am Walzenrahmen aber auch die
Schlagkräfte registriert werden, die auftreten, wenn die vibrierende Bandage einer
Vibrationswalze die zu verdichtende Oberfläche bearbeitet.
[0006] Wenn sich bei derartigen Verdichtungskontrollvorrichtungen trotz zunehmender Anzahl
von Verdichtungsübergängen die Verdichtung nicht mehr ändert, ist die mit diesem bestimmten
Verdichtungsgerät erzielbare höchste Dichte erreicht. Diese Dichte ist bereits überschritten,
wenn der ermittelte Wert wieder absinkt, da eine Auflockerung eintritt.
[0007] Die
US 4870601 offenbart beispielsweise ein Walzengerät mit einer über ein Gelenk an eine Antriebseinheit
verbundenen Vibrationswatze mit zwei am Lagergehäuse der Walze angeordneten Verdichtungskontrollvorrichtungen.
Die Auswertung der mit den zwei Verdichtungskontrollvorrichtungen ermittelten Werte
für die Walzenbeschleunigung und die Walzengeschwindigkeit erfolgt mittels einer Auswerteeinheit,
die die Messergebnisse der beiden Verdichtungskontrollvorrichtungen zu einem Wert
verarbeitet, welcher zur späteren Mittelwertberechnung gespeichert wird.
[0008] Derartige Verdichtungskontrollvorrichtungen stoßen aber an ihre Grenzen, wenn es
um die Verdichtung von Schwarzdecken geht:
[0009] Bei der Ermittlung der dynamischen Bodensteifigkeit mit den oben beschriebenen bekannten
Methoden auf Asphaltschichten kann die Steifigkeit und damit die Dichtigkeit der Asphaltschicht
nicht genau ermittelt werden, da die Steifigkeit der Asphaltschicht in hohem Maße
temperaturabhängig ist. Eine genaue Temperaturmessung der Asphaltschicht ist nicht
möglich. Insbesondere kann die leicht zu ermittelnde Oberflächentemperatur der Asphaltschicht
nicht als Maß genommen werden für die Temperatur der gesamten Schicht, unter anderem
auch, da die Temperatur der Oberflächenschicht zu stark von Umgebungseinflüssen wie
herrschendem Wind oder Regen abhängig ist, die aber keinen Einfluß auf die Temperatur
im Inneren der Asphaltschicht haben.
[0010] Letztlich sind somit die bei Überfahrt mit bekannten Verdichtungskontrollvorrichtungen
ermittelten Werte im Schwarzdeckenbau für die Feststellung der Verdichtung der Asphaltschicht
nicht aussagekräftig genug im Hinblick auf die Abhängigkeit der dynamischen Steifigkeit
der Asphaltschicht von der in ihr herrschenden Temperatur.
[0011] Damit ist insbesondere der bisher bei der Bodenverdichtung beschrittene Weg versperrt,
die bei einer ersten Überfahrt mit einer eine Verdichtungskontrollvorrichtung aufweisenden
Vibrationswalze ermittelten Werte abzuspeichern und mit den bei einer zweiten Überfahrt
ermittelten Werten zu vergleichen, um von den Unterschieden auf die Verdichtung zu
schließen. Die zwischen zwei Übergängen mit einer Maschine auftretenden Temperaturveränderungen
in der Asphaltschicht haben einen nicht kompensierbaren Einfluß.
[0012] Diese Nachteile werden bei der
US 5 952 561 durch eine Tandemwalze, bei welcher jeweils eine Verdichtungskontrollvorrichtung
vor und hinter den Vibrationswalzen angeordnet ist gelöst. Es kann aber auch eine
der beiden Verdichtungskontrollvorrichtungen zwischen den beiden Vibrationswalzen
angebracht sein. Eine Auswerteeinheit stellt die Messergebnisse der zwei Verdichtungskontrollvorrichtungen
gegenüber, wobei die Temperaturänderung in des Asphaltschicht vernachlässigt werden
kann.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur
Verdichtungskontrolle zu schaffen, welche/s die oben genannten Nachteile nicht aufweist
und ein ermittlungsortidentisches Gegenüberstellen der Messergebnisse ermöglicht.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung zur Verdichtungskontrolle
dadurch gelöst, dass die Vibrationswalzen jeweils mit einer der Verdichtungskontrollvorrichtungen
versehen sind, und dass die Auswerteeinheit ein Verzögerungselement enthält, mit dem
die Messergebnisse der ersten Verdichtungskontrollvorrichtung Zwischen zuspeichern
sind, zum ermittlungsortidentischen Gegenüberstellen mit den Messergebnissen der zweiten
Verdichtungskontrollvorrichtung.
[0015] Bezüglich des Verfahrens zur Verdichtungskontrolle wird die Aufgabe dadurch gelöst,
dass die Vibrationswalzen jeweils mit einer der Verdichtungskontrollvorrichtungen
versehen sind, wobei ein Verzögerungselement die Messergebnisse der einen Verdichturgskontrollvorrichtung
in Abhängigkeit einer von der Fahrgeschwindigkeit und dem Abstand der beiden miteinander
gekoppelten Vibrationswalzen bestimmten Haltezeit zwischenspeichert und zum ermittlungsortidentischen
Gegenüberstellen mit den Messergebnissen der anderen Verdichtungskontrollvorrichtung
verzögest weitergibt.
[0016] Vorteilhafte Weiterbildungen werden in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0017] Die Erfindung hat den Vorteil, daß durch die mit der ersten Vibrationswalze gekoppelte
zweite Vibrationswalze der zweite Übergang zeitlich so unmittelbar folgend zu erreichen
ist, daß der zwischen den beiden Übergängen liegende Zeitraum im Hinblick auf eine
Temperaturänderung in der Asphaltschicht vernachlässigt werden kann. Desweiteren können
durch die vorhandene Auswerteeinheit, die die Meßergebnisse der beiden in der ersten
bzw. der zweiten Vibrationswalze zugeordneten Verdichtungskontrollvorrichtungen gegenüberstellt,
auch Einflüsse kompensiert werden, wenn aufgrund der vorhandenen Meßtiefe die Steifigkeit
des unter den Asphaltschichten liegenden Untergrundes anteilig mitgemessen wird. Dieser
Einfluß der Untergrundsteifigkeit kann durch Differenzbildung bei den Meßergebnissen
bei der Gegenüberstellung eliminiert werden.
[0018] Der Erfindung liegt dabei auch die Erkenntnis zugrunde, daß die Änderung der Asphaltsteifigkeit
ein recht guter Referenzwert für die Zunahme des Verdichtungsfortschrittes des Asphaltes
ist.
[0019] Durch die erfindungsgemäße Kopplung der beiden Vibrationswalzen, durch die eine im
wesentlichen spurgetreue Verfolgung der ersten durch die zweite Vibrationswalze ermöglicht
wird, wird noch eine Besonderheit im Schwarzdeckenbau berücksichtigt, die einen erheblichen
Unterschied zur üblichen Bodenverdichtung mit Vibrationswalzen darstellt: Während
bei den üblichen Verdichtungsvorgängen die einzelnen Verdichtungsbahnen Spur an Spur
parallel nebeneinanderliegen, wird im Schwarzdeckenbau zur Verhinderung von Rillenbildungen
ein schleifen- und meanderförmiger Fahrweg gewählt, der bei einem separaten zweiten
Übergang normalerweise nicht reproduzierbar ist.
[0020] Durch die spurgetreue Koppelung der beiden Vibrationswalzen ist diese Problematik
überwunden.
[0021] Für die während des Verdichtungsprozesses ermittelten Werte enthält die Auswerteeinheit
noch ein Verzögerungselement, mit dem die Meßergebnisse der ersten Verdichtungskontrollvorrichtung
zwischenzuspeichern sind zum ermittlungsortidentischen Gegenüberstellen mit den Meßergebnissen
der zweiten Verdichtungskontrollvorrichtung.
[0022] Es ist einleuchtend, daß die Haltezeit des Verzögerungselementes abhängig ist von
der Fahrgeschwindigkeit und dem Abstand der beiden miteinander gekoppelten Vibrationswalzen.
[0023] Am vorteilhaftesten läßt sich die spurgetreue Kopplung der Vibrationswalzen in einer
Tandemwalze erreichen. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, die Vibrationswalzen
in zwei separaten Walzenzügen vorzusehen, die dann insbesondere über ein rechnergestütztes
Nachführverfahren miteinander gekoppelt sind. Bei diesem rechnergestützten Nachführverfahren
kann beispielsweise auf satellitengestützte Global-Positioning-Systeme (GPS) zurückgegriffen
werden. Die beiden einander nachgeführten Walzenzüge können aber auch über Radar,
Ultraschall, Infrarot etc. miteinander gekoppelt sein. Selbstverständlich ist auch
eine starre Koppelung über eine Stange möglich.
[0024] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, daß die zwei vorgesehenen Verdichtungskontrollvorrichtungen
kalibrierbar sind, um so Unterschiede in der Meßwertaufnahme ausgleichen zu können.
Insbesondere wird für die Kalibrierung vorgeschlagen, die zwei Vibrationswalzen auf
Elemente mit bekannten und/oder gleichen dynamischen Steifigkeiten aufzusetzen, beispielsweise
Blöcke aus elastischem Material, und dann die sich ergebenden Meßwerte abzugleichen.
[0025] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels. Dabei zeigt
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Verdichtungsgerätes, bei dem eine erfindungsgemäße Vorrichtung
vorgesehen ist;
- Figur 2
- eine schematische Skizze, an der die Verdichtungskontrollvorrichtungen im Zusammenhang
mit der Auswerteeinheit dargestellt sind.
[0026] In Figur 1 erkennt man ein Verdichtungsgerät in Form einer bekannten Tandemwalze
mit zwei Vibrationswalzen, das äußerlich den herkömmlichen Aufbau aufweist. Das Verdichtungsgerät
hat eine vordere Walze 1, die am vorderen Aufbau 2a befestigt ist, an dem sich auch
der Führerstand der Tandemwalze befindet, und eine hintere Walze 3, die Bestandteil
des hinteren Aufbaues 2b ist, das auch den Antriebsmotor des Verdichtungsgerätes enthält.
Zur Lenkbarkeit dieser Tandemwalze sind die beiden Aufbauten 2a und 2b über ein Pendelknickgelenk
4 miteinander verbunden.
[0027] In der Figur 2 ist eine Skizze dargestellt, in der man erkennt, daß die vordere Walze
1 mit einer ersten Verdichtungskontrollvorrichtung 5 versehen ist, wie auch die zweite
Vibrationswalze 3 mit einer zweiten Verdichtungskontrollvorrichtung 6 versehen ist.
Diese Verdichtungskontrollvorrichtungen 5 und 6 arbeiten in der aus der Erdverdichtung
bekannten Weise, indem sie die dynamische Bodensteifigkeit ermitteln. Sie ermitteln
dabei im hier dargestellten Beispiel die dynamische Gesamtsteifigkeit sowohl der von
ihnen verdichteten Asphaltschicht 7, als auch anteilig die Steifigkeiten des darunter
befindlichen, bereits verdichteten Untergrundes 8.
[0028] Die von den beiden Verdichtungskontrollvorrichtungen 5 und 6 ermittelten dynamischen
Gesamtsteifigkeiten werden als Meßergebnisse an eine Auswerteeinheit 9 weitergeleitet,
die die von der vorderen bzw. der hinteren Verdichtungskontrollvorrichtung erhaltenen
Meßergebnisse gegenüberstellt. Dabei wird durch Vergleich der gemessenen Steifigkeit
an der vorderen bzw. hinteren Walze die Zunahme der Steifigkeit resultierend aus den
Überfahrten der Walzen ermittelt. Wird die Zunahme gering, kann die Verdichtung der
Asphaltschicht 7 als abgeschlossen angenommen werden.
[0029] Da die vordere Walze 1 und die hintere Walze 3 über den Aufbau 2 mit einem relativ
kurzen Abstand zwischeneinander gekoppelt sind, vergeht zwischen den Überfahrten der
vorderen Walze 1 und der hinteren Walze 2 an der gleichen Stelle nur eine sehr geringe
Zeitdauer, so daß sich die Temperatur des Asphaltes, von der die Steifigkeit der Asphaltschicht
neben der Verdichtung noch abhängt, nicht ändert. Die mit der ersten und der zweiten
Verdichtungskontrollvorrichtung ermittelten Werte sind somit, da sie bei quasi gleicher
Temperatur ermittelt wurden, von dieser unabhängig.
[0030] Durch eine Differenzbildung in der Auswerteeinheit 9 wird auch der Einfluß der Untergrundsteifigkeit
eliminiert. Das von der Auswerteeinheit 9 an eine Anzeigevorrichtung 10 übermittelte
Ergebnis ist somit ein direktes Maß für die erreichte Verdichtung der Asphaltschicht
7.
[0031] Bei dieser Anzeigevorrichtung 10 kann es sich beispielsweise um ein den Verdichtungsunterschied
anzeigendes Zeigerinstrument handeln aber auch eine Leuchtdiodenanzeige, die ampelartig
eine ausreichende oder noch nicht ausreichende Verdichtung signalisiert.
[0032] Um die von den Verdichtungskontrollvorrichtungen 5 und 6 gelieferten Meßwerte direkt
miteinander vergleichen zu können, sind im hier dargestellten Beispiel zum Ausgleich
von walzenspezifischen Unterschieden in den Kontrollvorrichtungen noch Kalibrierelemente
11 vorgesehen, mit denen beispielsweise unterschiedliche Walzengewichte ausgleichbar
sind. Um im übrigen mit der Anzeigeeinheit 10 den mit den Walzen 1 oder 3 ermittelten
Meßwert für die gleiche Bodenstelle zu vergleichen, ist in der Auswerteeinheit 9 noch
ein Verzögerungselement 12 integriert. Dessen Haltedauer zur verzögerten Weitergabe
von der vorderen Walze 1 ermittelten Meßwertes ist abhängig von dem Abstand zwischen
der vorderen Walze 1 und der hinteren Walze 3 sowie von der Geschwindigkeit entsprechend
dem Pfeil 13 in den Figuren 1 und 2.
[0033] Es sei noch erwähnt, daß die Walze 3 im hier dargesellten Beispiel der Walze 1 aufgrund
der mechanischen Kopplung im Aufbau 2 und dem Pendelknickgelenk 4 im wesentlichen
spurgetreu folgt, so daß es sich bei dem mit den beiden Walzen 1 und 3 ermittelten
Werten um Meßwerte jeweils identischer Stellen handelt.
1. Vorrichtung zur Verdichtungskontrolle, insbesondere von Schwarzdecken im Straßen-
und Wegebau, mit zwei Vibrationswalzen (1, 3), mit zwei Verdichtungskontrollvorrichtungen
(5, 6) und mit einer Auswerteeinheit (9), die die Messergebnisse der zwei Verdichtungskontrollvorrichtungen
(5, 6) gegenüberstellt, wobei die zwei Vibrationswalzen (1, 3) miteinander im wesentlichen
spurgetreu verfolgend gekoppelt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vibrationswalzen (1, 3) jeweils mit einer der Verdichtungskontrollvorrichtungen
(5, 6) versehen sind, und dass die Auswerteeinheit (9) ein Verzögerungselement (12)
enthält, mit dem die Messergebnisse der ersten Verdichtungskontrollvorrichtung (5)
zwischenzuspeichern sind, zum ermittlungsortidentischen Gegenüberstellen mit den Messergebnissen
der zweiten Verdichtungskontrollvorrichtung (6).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vibrationswalzen (1, 3) in einer Tandemwalze gekoppelt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vibrationswalzen (1, 3) in zwei separaten Walzenzügen sind, die über ein rechnergestütztes
Nachführverfahren miteinander gekoppelt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwei Verdichtungskontrollvorrichtungen (5, 6) kalibrierbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auswerteeinheit (9) eine optische Anzeigeeinheit (10) zugeordnet ist.
6. Verfahren zur Verdichtungskontrolle, insbesondere für Schwarzdecken im Straßen- und
Wegebau, wobei der Untergrund mit einer zwei Vibrationswalzen (1, 3) und zwei Verdichtungskontrollvorrichtungen
(5, 6) umfassenden Verdichtungsvorrichtung verdichtet wird, wobei die zwei Vibrationswalzen
(1, 3) miteinander im wesentlichen spurgetreu verfolgend gekoppelt sind, wobei Messergebnisse
des zu verdichtenden Untergrundes von den beiden Verdichtungskontrollvorrichtungen
(5, 6) ermittelt werden, und wobei die Messergebnisse in einer Auswerteeinheit (9)
zur Ermittlung des Verdichtungsgrades gegenübergestellt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vibrationswalzen (1, 3) jeweils mit einer der Verdichtungskontrollvorrichtungen
(5, 6) versehen sind, und dass ein Verzögerungselement (12) die Messergebnisse der
einen Verdichtungskontrollvorrichtung (5) in Abhängigkeit einer von der Fahrgeschwindigkeit
und dem Abstand der beiden miteinander gekoppelten Vibrationswalzen (1,3) bestimmten
Haltezeit zwischen speichert und zum ermittlungsortidentischen Gegenüberstellen mit
den Messergebnissen der anderen Verdichtungskontrollvorrichtung (6) verzögert weitergibt.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Messergebnisse an einer die Vibrationswalzen (1, 3) koppelnden Tandemwalze ermittelt
werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Messergebnisse an in zwei separaten Walzenzügen gekoppelten Vibrationswalzen
(1, 3) ermittelt werden, wobei diese über ein rechnergestütztes Nachführverfahren
miteinander gekoppelt sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass walzenspezifische Unterschiede mittels eines Kalibrierelementes (11) ausgeglichen
werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch Vergleich der gemessenen Steifigkeiten an den Vibrationswalzen (1, 3) resultierend
aus den Überfahrten die Zunahme der Steifigkeit als Maß für den Verdichtungsgrad ermittelt
wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Messergebnisse die dynamische Gesamtsteifigkeit sowohl von der zu verdichtenden
Asphaltschicht als auch anteilig der Steifigkeiten des darunter befindlichen, bereits
verdichtenden Untergrundes ermittelt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einfluss der Steifigkeit des unter der zu verdichtenden Asphaltschicht befindlichen,
bereits verdichtenden Untergrundes durch eine Differenzbildung der Messergebnisse
bei der Gegenüberstellung in der Auswerteeinheit (9) eliminiert wird.
1. Device for compaction control, in particular of black top pavement in street and road
construction, having two vibratory rollers (1, 3), two compaction control devices
(5, 6) and an evaluation unit (9) which compares the measurement results of the two
compaction control devices (5, 6), wherein the two vibratory rollers (1, 3) are coupled
with one other so as to follow essentially the same track, characterized in that the vibratory rollers (1, 3) are each provided with one of the compaction control
devices (5, 6) and that the evaluation unit (9) contains a time-delay element (12)
with which the measurement results of the first compaction control device (5) are
to be stored for a comparison with the measurement results of the second compaction
control device (6) based on identical points of determination.
2. Device according to claim 1, characterized in that the vibratory rollers (1, 3) are coupled in a tandem roller.
3. Device according to claim 1, characterized in that the vibratory rollers (1, 3) are in two separate rolling mill drives, which are coupled
with one another via a computer-assisted guidance system.
4. Device according to claim 1, characterized in that the two compaction control devices (5, 6) can be calibrated.
5. Device according to claim 1, characterized in that an optical display unit (10) is allocated to the evaluation unit (9).
6. Method for compaction control, in particular of black top pavement in street and road
construction, wherein the ground is compacted with a compaction device comprising
two vibratory rollers (1, 3) and two compaction control devices (5, 6), wherein the
two vibratory rollers (1, 3) are coupled with one other so as to follow essentially
the same track, wherein measurement results of the ground to be compacted are determined
by both compaction control devices (5, 6) and wherein the measurement results are
compared in an evaluation unit (9) for the determination of the degree of compaction,
characterized in that the vibratory rollers (1, 3) are each provided with one of the compaction control
devices (5, 6) and that a time-delay element (12) stores the measurement results of
the compaction control device (5) in dependence on a holding time determined by the
speed of travel and the distance between the two vibratory rollers (1,3) coupled with
one another and relays these results after a time delay for a comparison with the
measurement results of the other compaction control device (6) based on identical
points of determination.
7. Method according to claim 6, characterized in that the measurement results are determined at a tandem roller coupling the vibratory
rollers (1,3).
8. Method according to claim 6, characterized in that the measurement results are determined at vibratory rollers (1, 3) coupled in two
separate rolling mill drives, wherein these are coupled with one another via a computer-assisted
guidance system.
9. Method according to claims 6 to 8, characterized in that roller-specific differences are compensated by means of a calibration element (11).
10. Method according to one of claims 6 to 9, characterized in that, by means of a comparison of the stiffnesses measured at and as a result of the crossings
of the vibratory rollers (1, 3), the increase in stiffness is determined as a measure
of the degree of compaction.
11. Method according to one of claims 6 to 10, characterized in that the dynamic overall stiffness of the asphalt layer to be compacted as well as the
proportional stiffnesses of the already compacted ground underneath are determined
as measurement results.
12. Method according to claim 11, characterized in that the influence of the stiffness of the already compacted ground beneath the asphalt
layer to be compacted is eliminated by a differential calculation of the measurement
results in the evaluation unit (9) during the comparison.
1. Dispositif pour le contrôle du compactage, en particulier de revêtements bitumeux
dans la construction de routes et de chaussées, avec deux rouleaux vibrants (1, 3),
avec deux dispositifs de contrôle du compactage (5, 6) et avec une unité d'analyse
(9) qui compare les résultats de mesure des deux dispositifs de contrôle du compactage
(5, 6), dans lequel les deux rouleaux vibrants (1, 3) sont couplés entre eux de façon
à se suivre sensiblement à la trace,
caractérisé en ce que les rouleaux vibrants (1, 3) sont munis chacun de l'un des dispositifs de contrôle
du compactage (5, 6) et en ce que l'unité d'analyse (9) contient un élément temporisateur (12) qui permet d'enregistrer
les résultats de mesure du premier dispositif de contrôle du compactage (5) en vue
d'une comparaison au même point de mesure avec les résultats de mesure du deuxième
dispositif de contrôle du compactage (6).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux vibrants (1, 3) sont couplés pour former un rouleau tandem.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux vibrants (1, 3) se trouvent dans deux trains de rouleaux séparés qui
sont couplés entre eux par un procédé de poursuite assisté par ordinateur.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux dispositifs de contrôle du compactage (5, 6) peuvent être étalonnés.
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité d'analyse (9) est associée à une unité d'affichage optique (10).
6. Procédé pour le contrôle du compactage, en particulier de revêtements bitumeux dans
la construction de routes et de chaussées, dans lequel le substrat est compacté avec
un dispositif de compactage comprenant deux rouleaux vibrants (1, 3) et deux dispositifs
de contrôle du compactage (5, 6), dans lequel les deux rouleaux vibrants (1, 3) sont
couplés entre eux de façon à se suivre sensiblement à la trace, dans lequel des résultats
de mesure du substrat à compacter sont déterminés par les deux dispositifs de contrôle
du compactage (5, 6) et dans lequel les résultats de mesure sont comparés dans une
unité d'analyse (9) pour déterminer le degré de compactage,
caractérisé en ce que les rouleaux vibrants (1, 3) sont munis chacun de l'un des dispositifs de contrôle
du compactage (5, 6) et en ce qu'un élément temporisateur (12) enregistre les résultats de mesure d'un dispositif de
contrôle du compactage (5) en fonction d'un temps d'arrêt déterminé par la vitesse
de marche et la distance entre les deux rouleaux vibrants (1, 3) couplés entre eux
et les transmet avec un temps de retard pour une comparaison au même point de mesure
avec le résultat de mesure de l'autre dispositif de contrôle du compactage (6).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les résultats de mesure sont déterminés sur un rouleau tandem couplant les rouleaux
vibrants (1, 3).
8. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les résultats de mesure sont déterminés sur deux rouleaux vibrants (1, 3) couplés
dans deux trains de rouleaux séparés, lesquels sont couplés entre eux par un procédé
de poursuite assisté par ordinateur.
9. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que les différences spécifiques des rouleaux sont compensées au moyen d'un élément d'étalonnage
(11).
10. Procédé selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que la comparaison des rigidités mesurées au niveau des rouleaux vibrants (1, 3) qui
résultent des passages permet de déterminer l'augmentation de la rigidité qui indique
le degré de compactage.
11. Procédé selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé en ce que les résultats de mesure déterminés comprennent la rigidité dynamique d'ensemble d'une
couche d'asphalte à compacter ainsi qu'une part de la rigidité du substrat déjà compacté
qui se trouve en dessous.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'influence de la rigidité du substrat déjà compacté se trouvant sous la couche d'asphalte
à compacter est éliminée par le calcul d'une différence des résultats de mesure lors
de la comparaison dans l'unité d'analyse (9).


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