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(11) |
EP 1 105 231 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.11.2003 Patentblatt 2003/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.05.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21D 51/26 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0004/656 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0007/1278 (30.11.2000 Gazette 2000/48) |
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| (54) |
WALZMASCHINE
ROLLING MACHINE
MACHINE DE LAMINAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
21.05.1999 DE 29908996 U 10.11.1999 US 164534 P
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.06.2001 Patentblatt 2001/24 |
| (73) |
Patentinhaber: MAUSER-WERKE GmbH & Co. KG |
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50321 Brühl (DE) |
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Erfinder: |
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- BEIERLING, Hans-Jürgen
D-33100 Paderborn (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 637 107
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US-A- 3 025 816
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Walzmaschine zur Bearbeitung eines Metallbehälters mit
einer Längsnaht, insbesondere eines Stahlblechbehälters, bei dem aus einer flachen
Metallplatte eine zylinderförmige Zarge gebogen wird, deren aneinandergrenzende oder
überlappende Stoßkanten mittels Falzung oder Verschweißen fest miteinander verbunden
werden, wonach ein scheibenförmiger Unterboden und gegebenenfalls ein entsprechender
Oberboden mit der zylinderförmigen Zarge (= Zwischenprodukt) zu einem geschlossenen
oder einem oben offenen Behälter verschweißt oder verfalzt werden. Die Problemstellung
bei herkömmlichen Stahlfässern besteht darin, daß die innenseitige Schweißnahtkante
oftmals Ursache für frühzeitige Rostbildung und Verunreinigung des Füllgutes ist.
Es ist daher wünschenswert, die Schweißnaht bzw. den sich überlappenden Materialbereich
abzuflachen und zu glätten, wodurch z. B. eine durchgehend geschlossene Aufbringung
einer Farblackierung ermöglicht und die Bildung von Rostnestem insbesondere im Behälterinneren
entlang der Schweißnaht weitestgehend verhindert ist.
Eine derartige Walzmaschine ist in der Druckschrift DE 196 37 107 A1 ausführlich beschrieben
und erläutert. Hierbei ist eine Walzenrolle außen an einem freien Kragarm befestigt;
dieser muß große Kräfte aufnehmen und zur Vermeidung von Aufbiegungen entsprechend
groß dimensioniert sein. Für einen kontinuierlichen Fertigungsverlauf ist der Kragarm
drehbar gelagert; dabei müssen allerdings in nachteiliger Weise in kurzen Zeitintervallen
große Massen bewegt werden.
[0002] Aus dem Dokument US 3,025,816 ist weiterhin eine gattungsgemäße Walzmaschine bekannt,
die konstruktiv einen sehr komplizierten und aufwendigen Aufbau mit mehreren aufeinander
abzustimmenden Antrieben zur Führung und zum Durchlauf der Zarge aufweist. Für moderne
Hochleistungsanlagen, in denen über 800 Stück Stahlfässer pro Stunde produziert werden,
ist eine derartige kombinierte Schweiß- und Walzvorrichtung auf einem Stand der Technik
von 1959 nicht mehr wirtschaftlich einsetzbar.
[0003] Es ist
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine neuartige Walzmaschine zur Bearbeitung von Metallbehältern
mit Längsnähten anzugeben, bei der zur Erzielung hoher Fertigungsgeschwindigkeiten
keine großen Maschinenteile verschwenkt oder gedreht werden müssen (keine bewegte
Massen).
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße
Walzmaschine ist als lineare Durchlauf-Walzmaschine ausgebildet, bei der das die Innenfläche
der Zarge bearbeitende obere Walzenträgerteil sozusagen "schwimmend" gelagert ist,
d. h. mit einer wechselnden mittigen und jeweils außenseitigen Verriegelung gegenüber
den unteren Rahmengerüst ausgestattet ist. Dadurch baut die neue Walzmaschine wesentlich
kürzer und erreicht mühelos die für heutige Ansprüche erforderliche hohe Durchlaufgeschwindigkeit.
[0004] Durch den Walzvorgang über die gesamte Zargenlänge bzw. entlang der gesamten Längsschweißnaht
bzw. Falznaht des Behälters werden die aneinandergrenzenden bzw. sich überlappenden
Stoßkanten der zylinderförmigen Zarge (= Hülle) im Bereich der Längsschweißnaht und
der zurückspringende Zwickelbereich innen wie außen entlang der überlappenden Stimkanten
von dem durch den Walzvorgang seitlich in Umfangsrichtung verdrängten Material zugedrückt
(ausgefüllt) und verschwinden. Dadurch wird eine problemlose Aufbringung der Farblackierung,
insbesondere der Innenlackierung bzw. einer Pulverbeschichtung auch in diesem sonst
sehr kritischen Bereich gewährleistet. Durch die glatt durchgehende Lackierung ist
der Schweißnaht- bzw. Falzbereich nicht mehr erkennbar und die zuvor beschriebenen
Nachteile sind beseitigt.
Der Transport bzw. die Vorwärtsbewegung der Blechhülle in der Schweißmaschine wird
üblicherweise von einer im Bereich des Überlappungsbereiches eingreifenden geriffelten
Vorschubrolle bewerkstelligt. Beim Rollendurchlauf drücken sich die einzeinen Riffeln
in das Material ein und es entsteht eine unschöne Riffelung. Bei dem erfindungsgemäßen
Glättungswalzen des Längsnahtbereiches der Blechhülle verschwindet auch diese feine
Riffelung.
Erfindungsgemäß wird der sich überlappende Wandungsbereich der zylinderförmigen Hülle
entlang der Längsnaht bei einem längsnahtgeschweißten Behälter etwa von der doppelten
Stärke wenigstens auf die 1 1/2-fache oder auf die normale einfache Stärke der Metallplatte
bzw. auf die Wandstärke der Zarge flachgewalzt. Dabei erfolgt der Walzvorgang zweckmäßigerweise
direkt im Anschluß an den Schweißvorgang bei noch erhöhten Temperaturen des Materiales
des zu walzenden Längsnahtbereiches, wobei alle Unebenheiten geglättet werden. Gerade
bei großvolumigen Behältern wie z. B. einem 220 Liter Stahlfaß mit einer Faßwandungshöhe
bzw. Schweißnahtlänge von ca. 900 mm stellt das Glätten der Längsnaht eine wesentliche
Verbesserung der Produktqualität dar.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen
enthalten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert und beschrieben. Es zeigen :
- Figur 1
- eine Gesamtansicht der Anlage zum Längsnahtwalzen von Zargen,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Durchlauf-Walzmaschine,
- Figur 3
- eine Frontansicht der Walzmaschine,
- Figur 4
- einen Querschnitt mittig durch die Walzmaschine an den Walzenrollen und
- Figur 5
- einen Querschnitt an der Stelle des Förderrollen-Antriebes.
[0005] In
Figur 1 ist mit der Bezugsziffer 10 ein schematisch dargestellter Schweißautomat bezeichnet,
aus dem die soeben längsnahtgeschweißten Zargen 12 heraus auf einen separaten Entladeförderer
14 laufen. Vom Entladeförderer 14 werden die Zargen 12 weiter auf einen separaten
Abziehförderer 16 transportiert, von dem aus die einzelnen Zargen 12 in die eigentliche
Walzmaschine 18 gelangen. Der Entladeförderer 14 läuft in der Regel mit der gleichen
Fördergeschwindigkeit wie der Schweißautomat 10, während die Zargen 12 auf dem Abziehförderer
16 kurzzeitig angehalten und zur Beladung der Walzmaschine 18 wieder beschleunigt
werden können. Die Fördermaschinen 14, 16 sind dazu mit entsprechenden Antriebsmotoren
ausgestattet. Die Längsnaht-Walzmaschine 18 (= Längsnahtglätter) ist hier als hochleistungsfähige
Durchlauf-Walzmaschine ausgebildet, wie in vergrößerter Darstellung in
Figur 2 deutlich wird. Die Einlaufseite ist mit A (Beladeposition) und die Auslaufseite mit
B (Entladeposition) bezeichnet. Die Walzmaschine 18 weist ein unteres Walzmaschinen-Gerüst
28 und ein oberes Walzenträgerteil 26 auf. Das obere Walzenträgerteil 26 ist sozusagen
"wechsleweise schwimmend" gelagert, d. h. beim Einlaufen einer neuen ungewalzten Zarge
12 auf das vordere Teil des oberen Walzenträgerteiles 26 (= Beladeposition A) und
beim gleichzeitigen Auslaufen einer soeben fertig gewalzten Zarge 12 vom hinteren
Teil des oberen Walzenträgerteiles 26 (= Entladeposition B) ist das obere Walzenträgerteil
26 über in seinem mittleren Bereich angeordnete, seitlich vom unteren Walzengerüst
28 her, eingreifende Verriegelungszapfen 30 kurzzeitg fest mit dem unteren Wafzengerüst
28 verbunden. Sobald der Belade-/Entladevorgang abgeschlossen ist, dabei befindet
sich also nur eine Faßzarge in der Beladestation A, wird das obere Walzenträgerteil
26 an seinen beiden äußeren Enden über einschwenkbare Verriegelungsklauen 32 kurzzeitg
fest mit dem unteren Walzengerüst 28 verbunden. Gleichzeitig fahren die mittigen Verriegelungszapfen
30 im Nahbereich des Walzrollenpaares 20, 22 zurück und das obere Walzenträgerteil
26 ist über seine Gesamtlänge frei für den nun erfolgenden Walzvorgang, wobei die
Zarge 12 von der Beladestation A über das nun in Wirkfunktion befindliche Walzrollenpaar
20, 22 in die Entladeposition B geführt und dabei die Schweißlängsnaht flachgewalzt
wird. Die untere, mit einem Drehantrieb 46 versehene Walzenrolle 22 wird dabei mittels
einer Hydraulikeinheit 44 hochgefahren und gegen die Zargenschweißnaht und die von
innen abstützende obere Walzrolle 20 gepreßt.
Die Durchlauf-Walzmaschine 18 arbeitet in Anpassung an den Schweißautomaten im 4,5
Sekunden-Zeittakt. Das heißt, innerhalb von 4,5 Sekunden wird auf der (rechten) Beladeseite
A eine neue Zarge 12 von dem Abziehförderer 16 in die Walzvorrichtung 18 eingefahren
und auf der Entladeseite B eine fertig gewalzte Zarge aus der Walzmaschine ausgefahren.
Nach Umstellung von der mittigen Verriegelung auf die außenseitige Verriegelung des
oberen Walzenträgerteils 26 wird die soeben eingeladene Zarge 12 durch das mittige
Walzrollenpaar 20, 22 auf die gegenüberliegende Seite = Entladeposition B der Walzvorrichtung
18 gefahren und dabei abgewalzt. Hierbei laufen nacheinander die folgenden Verfahrensschritte
ab :
[0006] Die untere Walzrolle 22 wird mittels der Hydraulikeinheit 44 in Walzposition um ein
kleines Stück (z. B. 50 mm) nach oben in Arbeitsposition hochgefahren und von einem
Walzrollen-Motor 46 angetrieben; die zu bearbeitende Zarge 12 wird an die beiden Walzrollen
20, 22 herangeführt und durch die beiden Walzrollen 20, 22 bzw. den dazwischen verbleibenden
Walzspalt hindurchgefahren - wobei der eigentliche Glättungs- bzw. Walzvorgang stattfindet.
Sobald die geglättete Zarge die Walzrollen 20, 22 passiert hat und in die Entladeposition
gelangt ist, kommt wieder die mittige Verriegelung des oberen Walzträgerteiles 26
zum Einsatz und die außenseitige Verriegelung mit den ein- und ausschwenkbaren Verriegelungsklauen
32 wird wieder aufgehoben, so daß nachfolgend wieder eine neue Zarge einfahren und
die fertige Zarge mittels eines oben auf dem unteren Walzengerüst 28 angeordneten
Rollenförderers, bestehend aus mehreren mittels Kette 36 und Antriebsmotor 38 angetriebenen
gummierten Laufrollen 34, ausfahren kann.
Figur 3 zeigt eine Frontansicht auf das obere Walzträgerteil 26. Dabei sind die mittels Hydraulikzylinder
42 einschwenkbaren Verriegelungsklauen 32 ersichtlich, die das obere Walzträgerteil
26 zeitweise gegenüber dem unteren Rahmengerüst 28 abfangen bzw. verriegeln.
Figur 4 zeigt einen mittigen Querschnitt durch die Walzmaschine an der Stelle des Walzrollenpaares
20, 22. Die untere Walzrolle 22 ist hierbei noch nicht von der Hydraulikeinheit 44
hochgefahren und daher noch nicht in Wirkeingriff. Die mittigen Verriegelungszapfen
30 sind hierbei nicht in Wirkeingrif; das obere Walzträgerteil 26 wird jetzt nur an
seinen beiden Außenenden über die von außen eingreifenden (hier nicht sichtbaren)
Verriegelungsklauen 32 getragen bzw. fixiert.
Figur 5 zeigt im wesentlichen den Rollenförderer mit Laufrollen 34, kette 36 und Antriebsmotor
38 für den Lineartransport der Zargen 12 innerhalb der Walzmaschine. Dabei werden
die durchlaufenden Zargen 12 noch zusätzlich durch von außen angreifenden Stütz-Laufrollen
40 abgestützt und geführt. Hier sind auch die seitlich eingreifenden, mittels kleiner
Hydraulikzylinder betätigbaren Verriegelungszapfen 30 erkennbar.
[0007] Ausführungsbeispiel : Auf der dargestellten, erfindungsgemäßen Durchlauf-Glättanlage für Faßzargen können
bei einer Taktzeit von ca. 4,5 sek bis zu 800 Zargen pro Stunde gewalzt bzw. geglättet
werden. Für ein 220 1 Stahlfaß beträgt die verarbeitbare Zargenlänge ca. 900 bis 1100
mm bei einem Zargendurchmesser von ca. 575 mm.
Verarbeitbar sind Zargen mit verschiedenen Blechdicken von z. B. 0,8 mm, 1,0 mm, 1,2
mm oder 1,5 mm.
[0008] Der Überlappungsbereich entlang der Längsschweißnaht ist ca. 3 mm breit. Hier weist
die Zarge vor dem Walzvorgang also etwa die doppelte Wandstärke auf. Nach dem Walzvorgang
ist die Zarge im Überlappungsbereich nahezu auf die einfache, d. h. normale Wandstärke
flach- bzw. abgewalzt.
Die Zargen könnten für ein anderes Produkt wie z. B. ineinanderstapelbare Deckelfaßkörper
(= Weithalsgebinde) auch leicht konisch ausgebildet sein. Dann müßte lediglich die
Rollenführung für den Längstransport derartiger konischer Faß-Zargen entsprechend
angepaßt sein.
Bezugsziffernliste
[0009]
- 10
- Längsnaht-Schweißautomat
- 12
- Zarge (zylinderförmige Blechhülle)
- 14
- Entladeförderer
- 16
- Abziehförderer
- 18
- Walzmaschine (Durchlauf-)
- 20
- obere Walzrolle
- 22
- untere Walzrolle
- 24
- Transportförderer
- 26
- oberes Walzenträgerteil
- 28
- Bodengerüst/Rahmen
- 30
- mittige Verriegelungszapfen
- 32
- außensseitige Verriegelungsklauen
- 34
- Laufrollen
- 36
- Kette
- 38
- Laufrollen-Motor
- 40
- Stütz-Laufrollen
- 42
- Hydraulikzylinder(32)
- 44
- Hydraulikeinheit (22)
- 46
- Walzrollen-Motor (22)
- A
- Beladeposition (= Einlaufseite)
- B
- Entladeposition (= Auslaufseite)
1. Walzmaschine (18) zur Bearbeitung eines Metallbehälters mit einer Längsnaht, insbesondere
eines Stahlblechbehälters, bei dem aus einer flachen Metallplatte eine zylinderförmige
Hülle (12) gebogen wird, deren aneinandergrenzende bzw. überlappende Stoßkanten mittels
Falzung oder Verschweißen fest miteinander verbunden werden, wonach ein scheibenförmiger
Unterboden und gegebenenfalls ein entsprechender Oberboden mit der zylinderförmigen
Zarge (12) zu einem geschlossenen Behälter wie z. B. einem Spundfaß oder einem oben
offenen Behälter wie z. B. einem Deckelfaß verschweißt oder verfalzt wird, wobei die
aneinandergrenzenden bzw. überlappenden Stoßkanten der zylinderförmigen Zarge (12)
im Bereich der Längsfalznaht bzw. der Längsschweißnaht nach dem Falzen bzw. nach dem
Schweißvorgang und vor dem Anbringen des Unterbodens oder/und des Oberbodens einem
Walzvorgang über die gesamte Zargenlänge unterworfen wird, wobei die Walzmaschine
als Durchlauf Walzmaschine (18) ausgebildet ist, bei der eine erste Walzrolle (20)
drehbar in einem ersten Walzträgerteil (26) und eine entsprechende zweite Walzrolle
(22) drehbar und antreibbar in einem äußeren Walzgerüst (28) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das die Innenfläche der Zarge (12) bearbeitende obere Walzenträgerteil (26) schwimmend
gelagert ist, und mit wechselweise mittig oder an den beiden Außenenden eingreifenden
Verriegelungen (30, 32) ausgestattet ist, wobei das obere Walzenträgerteil (26) während
des Walzvorganges an seinen beiden Außenseiten mittels ein- und ausschwenkbarer Verriegelungsklauen
(32) mit dem unteren Walzmaschinen-Gerüst (28) verriegelbar und während des Beladevorganges
mit einer neuen ungewalzten Zarge (12) und während des Entladevorganges der fertig
gewalzten Zarge (12) in seinem mittleren Bereich mittels von außen eingreifbarer Verriegelungszapfen
(30) fest mit dem unteren Walzmaschinen-Gerüst (28) verriegelbar ausgebildet ist.
2. Walzmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die untere Walzenrolle (22) mittels einer Hydraulikeinheit (44) als Andrückvorrichtung
vertikal verschiebbar im unteren Walzgerüst (28) angeordnet und mit einem Walzrollen-Drehantrieb
(46) ausgestattet ist.
3. Walzmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das obere Walzträgerteil (26) seitlich von bzw. vor der Walzrolle (20) eine Ladeposition
A aufweist, in die eine neue Zarge (12) mittels angetriebener Laufrollen (34) einladbar
ist, und auf der anderen Seite bzw. hinter der Walzrolle (20) eine Entladeposition
B aufweist, aus der gleichzeitig eine fertig gewalzte Zarge (12) mittels angetriebener
Laufrollen (34) entladbar ist.
4. Walzmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die miteinander in Wirkungsfunktion stehenden Walzenrollen (20, 22) am unteren Walzmaschinen-Gerüst
(28) und am oberen Walzenträgerteil (26) mittig in der Durchlauf-Walzmaschine (18)
angeordnet sind, wobei das obere Walzenträgerteil (26) wenigstens so lang ausgebildet
ist, daß es vor und hinter der oberen Walzrolle (20) jeweils wenigstens eine Zargen-Hülle
(12) aufnehmen kann.
5. Walzmaschine nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verriegelung des oberen Walzenträgerteils (26) in seinem mittleren Bereich gegenüber
dem unteren Walzmaschinen-Gerüst (28) über insgesamt vier, das heißt auf jeder Seite
zwei direkt neben der Lagerung der oberen Walzrolle (20) angeordnete, seitlich von
außen eingreifende Verriegelungszapfen (30) erfolgt, die z. B. mittels kleiner Hydraulikzylinder
betätigbar sind.
6. Walzmaschine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die außenseitige Verriegelung des oberen Walzenträgerteils (26) gegenüber dem unteren
Walzmaschinen-Gerüst (28) über seitlich einschwenkbare Verriegelungsklauen (32) erfolgt,
die vorzugsweise mit einem Hydraulik-Antrieb (42) ausgestattet sind.
1. Rolling machine (18) for working a metal container having a longitudinal seam, especially
a sheet steel container, in which a cylindrical shell (12) is bent out of a flat metal
plate and adjacent or overlapping butt edges are firmly connected to one another by
means of lock-seaming or welding, whereby a disc-shaped underside and, optionally,
a corresponding top side are welded or lock-seamed to the cylindrical body (12) to
form a closed container, such as for example a bung barrel, or a container which is
open at the top, such as for example a lidded drum, the adjacent or overlapping butt
edges of the cylindrical body (12) being subjected to a rolling operation over the
entire length of the body in the region of the longitudinal lock seam or the longitudinal
weld seam after the lock-seaming or after the welding operation and before the attachment
of the underside and/or the top side, the rolling machine being designed as a continuous
rolling machine (18), in which a first rolling roller (20) is mounted rotatably in
a first roller supporting part (26) and a corresponding second rolling roller (22)
is mounted rotatably and driveably in an outer rolling stand (28), characterized in that the upper roller supporting part (26), working the inner surface of the body (12),
is mounted in a floating manner, and is equipped with locking devices (30, 32) alternately
engaging centrally or on the two outer ends, the upper roller supporting part (26)
being designed such that it can be locked to the lower rolling machine stand (28)
during the rolling operation on its two outer sides by means of locking claws (32)
which can be pivoted in and out and can be locked firmly to the lower rolling machine
stand (28) during the operation of loading with a new unrolled body (12) and during
the operation of unloading the finished rolled body (12) in its central region by
means of locking spikes (30) which can engage from the outside.
2. Rolling machine according to Claim 1, characterized in that the lower rolling roller (22) is arranged in the lower rolling stand (28) vertically
displaceably by means of a hydraulic unit (44) as a pressing device and is equipped
with a rolling-roller rotary drive (46).
3. Rolling machine according to Claim 1 or 2, characterized in that the upper roller supporting body (26) has to the side of or in front of the rolling
roller (20) a loading position A, into which a new body (12) can be loaded by means
of driven running rollers (34), and on the other side or behind the rolling roller
(20) an unloading position B, from which a finished rolled body (12) can be unloaded
at the same time by means of driven running rollers (34).
4. Rolling machine according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the rolling rollers (20, 22) operatively functioning with one another on the lower
rolling machine stand (28) and on the upper roller supporting part (26) are arranged
centrally in the continuous rolling machine (18), the upper roller supporting part
(26) being designed to be of at least such a length that it can receive at least one
body shell (12) respectively in front of and behind the upper rolling roller (20).
5. Rolling machine according to Claim 1, 2, 3 or 4, characterized in that the locking of the upper roller supporting part (26) in its central region with respect
to the lower rolling machine stand (28) takes place by means of a total of four locking
spikes (30), that is to say two on each side arranged directly next to the mounting
of the upper rolling roller (20), engaging laterally from the outside, which can be
actuated for example by means of small hydraulic cylinders.
6. Rolling machine according to at least one of the preceding Claims 1 to 5, characterized in that the outer locking of the upper roller supporting part (26) with respect to the lower
rolling machine stand (28) takes place by means of locking claws (32) which can be
pivoted in laterally and are preferably equipped with a hydraulic drive (42).
1. Machine de laminage (18) pour le traitement d'un récipient métallique avec un joint
longitudinal, en particulier d'un récipient en tôle d'acier, dans lequel, à partir
d'une plaque métallique plane, une coque cylindrique (12) est cintrée, ses bords de
bout adjacents ou se chevauchant étant connectés fixement l'un à l'autre au moyen
d'un agrafage ou d'un soudage, après quoi un fond inférieur en forme de disque et
éventuellement un fond supérieur correspondant est soudé ou agrafé avec le corps de
boîte cylindrique (12) pour former un récipient fermé comme par exemple un fût à bonde
ou un récipient ouvert en haut comme par exemple un fût à couvercle, les bords de
bout adjacents ou se chevauchant du corps de boîte cylindrique (12) étant soumis dans
la région du joint d'agrafage longitudinal ou du joint de soudure longitudinal après
l'agrafage ou après l'opération de soudage et avant l'application du fond inférieur
et/ou du fond supérieur, à une opération de laminage sur toute la longueur du corps
de boîte, la machine de laminage étant réalisée en tant que machine de laminage continu
(18), dans laquelle un premier rouleau de laminage (20) est monté rotatif dans une
première partie de support de laminage (26) et un deuxième rouleau de laminage correspondant
(22) est monté rotatif et de manière à pouvoir être entraîné dans une cage de laminage
extérieure (28),
caractérisée en ce que
la partie de support de laminage supérieure (26) traitant la face interne du corps
de boîte (12) est montée de manière flottante, et est équipée de verrouillages (30,
32) venant en prise en alternance au centre ou sur les deux extrémités extérieures,
la partie de support de laminage supérieure (26) étant réalisée de manière verrouillable
pendant l'opération de laminage au niveau de ses deux côtés extérieurs au moyen d'une
griffe de verrouillage (32) pivotable vers l'intérieur et vers l'extérieur avec la
cage inférieure (28) de la machine de laminage et pendant l'opération de chargement
avec un nouveau corps de boîte (12) non laminé et pendant l'opération de déchargement
du corps de boîte (12) laminé fini dans sa région centrale au moyen de tourillons
de verrouillage (30) pouvant être engagés depuis l'extérieur, étant réalisée de manière
verrouillable fixement avec la cage inférieure (28) de la machine de laminage.
2. Machine de laminage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rouleau de laminage inférieur (22) est disposé de manière déplaçable verticalement
au moyen d'une unité hydraulique (44) sous forme de dispositif de compression dans
la cage de laminage inférieure (28) et est équipé d'un entraînement en rotation (46)
pour le rouleau de laminage.
3. Machine de laminage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la partie de support de laminage supérieure (26) présente latéralement depuis ou
devant le rouleau de laminage (20) une position de chargement A, dans laquelle un
nouveau corps de boîte (12) peut être chargé au moyen de rouleaux de roulement entraînés
(34), et présente, sur l'autre côté ou derrière le rouleau de laminage (20) une position
de déchargement B, depuis laquelle simultanément un corps de boîte (12) laminé fini
peut être déchargé au moyen de rouleaux de roulement entraînés (34).
4. Machine de laminage selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que les rouleaux de laminage (20, 22) coopérant l'un avec l'autre sont disposés sur la
cage inférieure (28) de la machine de laminage et sur la partie de support supérieure
de laminage (26) au centre de la machine de laminage continu (18), la partie de support
de laminage supérieure (26) étant réalisée au moins suffisamment longue pour qu'elle
puisse recevoir devant et derrière le rouleau de laminage supérieur (20) à chaque
fois au moins une coque de corps de boîte (12).
5. Machine de laminage selon la revendication 1, 2, 3 ou 4,
caractérisée en ce que le verrouillage de la partie de support de laminage supérieure (26) s'effectue dans
sa partie centrale en face de la cage inférieure (28) de la machine de laminage par
le biais d'au total quatre, c'est-à-dire de chaque côté deux, tourillons de verrouillage
(30) venant en prise latéralement de l'extérieur, disposés directement à côté du support
de palier du rouleau de laminage supérieur (20), qui peuvent être actionnés par exemple
au moyen de petits vérins hydrauliques.
6. Machine de laminage selon au moins l'une des revendications précédentes 1 à 5, caractérisée en ce que le verrouillage du côté extérieur de la partie de support de laminage supérieure
(26) s'effectue en face de la cage inférieure (28) de la machine de laminage par le
biais de griffes de verrouillage (32) pouvant pivoter latéralement vers l'intérieur,
qui sont de préférence équipées d'un entraînement hydraulique (42).