[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Silikon enthaltenden
Entschäumergranulaten für feste Waschmittel, wobei die Silikone in Form von wäßrigen
Emulsionen aufgesprüht werden auf ein zugemischtes Vorprodukt aus Trägermaterialien
und ggf. weiteren Entschäumern unter Verwendung eines Dünnschichtverdampfers. Des
weiteren beschreibt die vorliegende Erfindung die Verwendung derartiger Entschäumergranulate
in festen Waschmitteln.
[0002] Waschmittel für die Haushaltswäsche und die industrielle Wäsche enthalten im allgemeinen
organische Tenside, Builder sowie zahlreiche organische und anorganische Additive.
Die für die Wäsche eingesetzten Tenside neigen gewöhnlich während des Waschzyklus
zur Schaumentwicklung, was sich negativ auf das Waschergebnis auswirkt. Daher besteht
ein praktisches Bedürfnis, die Schaumentwicklung während des Waschvorgangs zu kontrollieren.
Als besonders geeignete Entschäumer haben sich dabei Silikone erwiesen, die in der
Regel auf Trägermaterialien aufgebracht und ggf. mit weiteren organischen entschäumend
wirkenden Substanzen gecoatet in festen Waschmitteln eingesetzt werden.
[0003] So ist aus der
DE-A1-31 28 631 die Herstellung von schaumgedämpften Waschmitteln mit einem Gehalt an Silikonentschäumem,
die mikroverkapselt sind, bekannt. Dabei wird das Silikon in einer wäßrigen Dispersion
eines filmbildenden Polymeren dispergiert und die Dispersion - getrennt von den übrigen
in Wasser gelösten bzw. dispergierten Waschmittelbestandteilen - über eine besondere
Leitung der Sprühtrocknungsanlage zugeführt. Die Vereinigung der beiden Teilströme
erfolgt im Bereich der Sprühdüse. Als filmbildende Polymere kommen zum Beispiel Celluloseether,
Stärkeether oder synthetische wasserlösliche Polymere in Frage. Die Bildung von Mikrokapseln
erfolgt spontan in der Sprühdüse. Das beschriebene Verfahren ist zwangsläufig an die
Herstellung sprühgetrockneter Waschmittel gebunden. Eine Übertragung auf anderweitig,
zum Beispiel durch Granulierung hergestellte Waschmittel scheint bei dieser Arbeitsweise
nicht möglich.
[0004] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP-A1- 0 496 510 sind Silikon enthaltende Entschäumer bekannt, wobei auf Stärke als Trägermaterial
eine Mischung aus Silikonen und Fettalkoholen, Fettsäuren oder Glycerinmonoester mit
speziellen Schmelzpunkten aufgebracht wird. Zur Herstellung dieser Entschäumergranulate
werden die Silikone und die weiteren organischen Bestandteile in flüssiger Form mit
der Stärke gemischt oder im Fließbettverfahren granuliert. Problematisch nach diesem
Verfahren erweist sich das Einsprühen der Silikone und der organischen Materialien
auf den Träger bei der Granulation. So zeigen die Silikone aufgrund ihrer Viskosität
und ihrer klebrigen, öligen Konsistenz zum einen Probleme bei der Pumpbarkeit und
zum anderen Fadenzüge und Verklebungen in der Sprühdüse, wodurch das gewünschte feinverteilte
Versprühen kaum möglich ist.
[0005] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE-A1 4209339 ist ein Verfahren zur Herstellung rieselfähiger Wasch- und Reinigungsmittelgranulate
bekannt, bei dem die Entwässerung in Turbinentrocknem, d.h. in zylindrischen Trockenapparaturen
in horizontaler Bauweise mit rotierenden Einbauten erfolgt Dabei können auch anionische
Tenside mit Sulfatstruktur enthaltende Reinigungsmittelpasten getrocknet werden.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein Verfahren zur Herstellung von gut
wirkenden Entschäumergranulaten für feste Waschmittel zur Verfügung zu stellen. Des
weiteren sollten durch das Verfahren Entschäumergranulate zugänglich sein, die gut
rieselfähig und nicht-staubend sind. Schließlich sollte das Verfahren so ausgerichtet
sein, daß die Silikone gut pumpfähig sind und feinverteilt aufgesprüht werden können.
[0007] Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Entschäumergranulaten
für feste Waschmittel bestehend aus Trägermaterialien, Silikonen und ggf. in Wasser
unlöslichen wachsartigen Entschäumersubstanzen, wobei man Silikone in Form wäßriger
Emulsionen aufsprüht auf ein zugemischtes Vorprodukt aus Trägermaterialien und ggf.
in Wasser unlöslichen wachsartigen Entschäumersubstanzen unter gleichzeitigem Trocknen
und Granulieren in einem Dünnschichtverdampfer.
[0008] Überraschenderweise wurde gefunden, daß insbesondere ein horizontal angeordneter
Dünnschichtverdampfer in idealer Weise geeignet ist, trockene, rieselfähige und nichtklebrige
Entschäumergranulate herzustellen. Die Produkte sind gleichzeitig staubfrei, d.h.
der Anteil an Teilchen mit einem Durchmesser unterhalb von 200 µm liegt unterhalb
von 5 Gew.-%.
Silikone
[0009] Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind geeignete Silikone übliche Organopolysiloxane,
die einen Gehalt an feinteiliger Kieselsäure, die wiederum auch silaniert sein kann,
aufweisen. Derartige Organopolysiloxane sind beispielsweise in der schon zitierten
Europäischen Patentanmeldung
EP-A1-0 496 510 beschrieben. Besonders bevorzugt sind Polydiorganosiloxane, die aus dem Stand der
Technik bekannt sind. Geeignete Polydiorganosiloxane weisen eine nahezu lineare Kette
auf und sind gemäß folgender Formel (I) gekennzeichnet,

wobei R unabhängig voneinander für einen Alkyl- oder einen Arylrest und n für Zahlen
im Bereich von 40 bis 1500 stehen kann. Beispiele für geeignete Substituenten R sind
Methyl, Ethyl, Propyl, Isobutyl, tert. Butyl und Phenyl.
[0010] In der Regel enthalten die Polydiorganosiloxane feinteilige Kieselsäure, die auch
silaniert sein kann. Insbesondere geeignet sind im Sinne der vorliegenden Erfindung
kieselsäurehaltige Dimethylpolysiloxane.
[0011] Vorteilhafterweise haben die Polydiorganosiloxane eine Viskosität nach Brookfield
bei 25 °C im Bereich von 5000 mPas bis 30 000 mPas, insbesondere von 15 000 bis 25
000 mPas.
[0012] Ein erfindungswesentliches Kriterium der vorliegenden Erfindung ist, daß die Silikone
in Form ihrer wäßrigen Emulsionen eingesprüht werden. In der Regel gibt man das Silikon
zu vorgelegtem Wasser unter Rühren. Falls gewünscht kann man zur Erhöhung der Viskosität
der wäßrigen Silikon-Emulsionen sogenannte Verdickungsmittel, wie sie aus dem Stand
der Technik bekannt sind, zugeben. Die Verdickungsmittel können anorganischer und/oder
organischer Natur sein, besonders bevorzugt werden nichtionische Celluloseether wie
Methylcellulose, Ethylcellulose und Mischether wie Methylhydoxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose,
Methylhydroxybutylcellulose sowie anionische Carboxycellulose-Typen wie das Carboxymethylcellulose-Natriumsalz
(Abkürzung CMC). Insbsonders geeignete Verdicker sind Mischungen von CMC zu nichtionischen
Celluloseethern im Gewichtsverhältnis 80 : 20 bis 40 : 60, insbesondere 75 : 25 bis
60 : 40.
[0013] In der Regel und besonders bei Zugabe der beschriebenen Verdickermischungen empfehlen
sich Einsatzkonzentrationen von cirka 0,5 bis 10, insbesondere von 2,0 bis 6 Gew.-%
- berechnet als Verdickermischung und bezogen auf wäßrige Silikonemulsion.
[0014] Der Gehalt an Silikonen der beschriebenen Art in den wäßrigen Emulsionen liegt vorteilhafterweise
im Bereich von 5 bis 50 Gew.-%, insbesondere von 20 bis 40 Gew.-% - berechnet als
Silikone und bezogen auf wäßrige Silikonemulsion.
[0015] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung erhalten die wäßrigen Silikon-Lösungen
als Verdicker Stärke, die aus natürlichen Quellen zugänglich ist, beispielsweise aus
Reis, Kartoffeln, Mais und Weizen. Die Stärke ist vorteilhafterweise in Mengen von
0,1 bis zu 50 Gew.-% - bezogen auf Silikon-Emulsion - enthalten und insbesondere in
Mischung mit den schon beschriebenen Verdickermischungen aus Natrium-Carboxymethylcellulose
und einem nichtionischen Celluloseether in den schon genannten Mengen.
[0016] Zur Herstellung der wäßrigen Silikon-Emulsionen geht man zweckmäßigerweise so vor,
daß man die ggf. vorhandenen Verdickungsmittel in Wasser vorquellen läßt, bevor die
Zugabe der Silikone erfolgt. Das Einarbeiten der Silikone erfolgt zweckmäßigerweise
mit Hilfe wirksamer Rühr- und Mischungsvorrichtungen.
Trägermaterialien
[0017] Als Trägermaterial können im Sinne der Erfindung alle bekannten anorganischen und/oder
organischen Trägermaterialien eingesetzt werden. Beispiele für typische anorganische
Trägermaterialien Alkalicarbonate, Alumosilikate, wasserlösliche Schichtsilikate,
Alkalisilikate, Alkalisulfate, beispielsweise Natriumsulfat und Alkaliphosphate. Bei
den Alkalisilikaten handelt es sich vorzugsweise um eine Verbindung mit einem Molverhältnis
Alkalioxid zu SiO
2 von 1:1,5 bis 1:3,5. Die Verwendung derartiger Silikate resultiert in besonders guten
Korneigenschaften, insbesondere hoher Abriebsstabilität und dennoch hoher Auflösungsgeschwindigkeit
in Wasser. Zu den als Trägermaterial bezeichneten Alumosilikaten gehören insbesondere
die Zeolithe, beispielsweise Zeolith NaA und NaX. Zu den als wasserlöslichen Schichtsilikaten
bezeichneten Verbindungen gehören beispielsweise amorphes oder kristallines Wasserglas.
[0018] Als organische Trägermaterialien kommen zum Beispiel filmbildende Polymere, beispielsweise
Polyvinylalkohole, Polyvinylpyrrolidone, Poly(meth)acrylate, Polycarboxylate, Cellulosederivate
und Stärke in Frage. Brauchbare Celluloseether sind insbesondere Alkalicarboxymethylcellulose,
Methylcellulose, Ethylcellulose, Hydroxyethylcellulose und sogenannte Cellulosemischether,
wie zum Beispiel Methylhydroxyethylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose, sowie
deren Mischungen. Besonders geeignete Mischungen sind aus Natrium-Carboxymethylcellulose
und Methylcellulose zusammengesetzt, wobei die Carboxymethylcellulose üblicherweise
einen Substitutionsgrad von 0,5 bis 0,8 Carboxymethylgruppen pro Anhydroglukoseeinheit
und die Methylcellulose einen Substitutionsgrad von 1,2 bis 2 Methylgruppen pro Anhydroglukoseeinheit
aufweist. Die Gemische enthalten vorzugsweise Alkalicarboxymethylcellulose und nichtionischen
Celluloseether in Gewichtsverhältnissen von 80:20 bis 40:60, insbesondere von 75:25
bis 50:50. Derartige Celluloseethergemische können in fester Form oder als wäßrige
Lösungen verwendet werden, die in üblicher Weise vorgequollen sein können. Im Sinne
der Erfindung werden als Träger besonders bevorzugt die native Stärke, die aus Amylose
und Amylopectin aufgebaut ist. Als native Stärke wird Stärke bezeichnet, wie sie als
Extrakt aus natürlichen Quellen zugänglich ist, beispielsweise aus Reis, Kartoffeln,
Mais und Weizen. Native Stärke ist ein handelsübliches Produkt und damit leicht zugänglich.
[0019] Als Trägermaterialien können einzelne oder mehrere der vorstehend genannten Verbindungen
eingesetzt werden, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe der Alkalicarbonate, Alkalisulfate,
Alkaliphosphate, Zeolithe, wasserlösliche Schichtsilikate, Alkalisilikate, Polycarboxylate,
Carboxymethylcellulose, Polyacrylat/Polymethacrylat und Stärke. Besonders geeignet
sind Mischungen von Alkalicarbonaten, insbesondere Natriumcarbonat, Alkalisilikaten,
insbesondere Natriumsilikat, Alkalisulfaten, insbesondere Natriumsulfat, Zeolithen,
Polycarboxylate, insbesondere Poly(meth)acrylat, und Celluloseether und nativer Stärke.
Die Trägermaterialien können folgendermaßen zusammengesetzt sein:
0 bis 2 Gew.-% Celluloseether
0 bis 75 Gew.-% native Stärke
0 bis 30 Gew.-% Alkalisilikat
0 bis 75 Gew.-% Alkalisulfat
0 bis 95 Gew.-% Alkalicarbonat
0 bis 95 Gew.-% Zeolithe
0 bis 5 Gew.-% Polycarboxylate, wobei sich die Summe zu 100 Gew.-% addieren muß.
Wachsartige Entschäumer
[0020] Im Sinne der vorliegenden Erfindung können zusätzlich neben den Silikonen wachsartige
, in Wasser unlösliche Entschäumerverbindungen eingesetzt werden. Als "wachsartig"
werden solche Verbindungen verstanden, die einen Schmelzpunkt bei Atmospärendruck
über 25 °C (Raumtemperatur), vorzugsweise über 50 °C und insbesondere über 70 °C aufweisen.
Die ggf. erfindungsgemäß enthaltenen wachsartigen Entschäumersubstanzen sind in Wasser
praktisch nicht löslich, d.h. bei 20 °C weisen sie in 100 g Wasser eine Löslichkeit
unter 0,1 Gew.-% auf.
[0021] Prinzipiell können alle aus dem Stand der Technik bekannten wachsartigen Entschäumersubstanzen
zusätzlich enthalten sein. Geeignete wachsartige Verbindungen sind beispielsweise
Bisamide, Fettalkohole, Fettsäuren, Carbonsäureester von ein- und mehrwertigen Alkoholen
sowie Paraffinwachse oder Mischungen derselben. Geeignet sind Bisamide, die sich von
gesättigten Fettsäuren mit 12 bis 22, vorzugsweise 14 bis 18 C-Atomen sowie von Alkylendiaminen
mit 2 bis 7 C-Atomen ableiten. Geeignete Fettsäuren sind Laurin-, Myristin-, Stearin-,
Arachin- und Behensäure sowie deren Gemische, wie sie aus natürlichen Fetten beziehungsweise
gehärteten Ölen, wie Talg oder hydriertem Palmöl, erhältlich sind. Geeignete Diamine
sind beispielsweise Ethylendiamin, 1,3-Propylendiamin, Tetramethylendiamin, Pentamethylendiamin,
Hexamethylendiamin, p-Phenylendiamin und Toluylendiamin. Bevorzugte Diamine sind Ethylendiamin
und Hexamethylendiamin. Besonders bevorzugte Bisamide sind Bis-myristoyl-ethylendiamin,
Bis-palmitoyl-ethylendiamin, Bis-stearoylethylendiamin und deren Gemische sowie die
entsprechenden Derivate des Hexamethylendiamins.
[0022] Geeignete Carbonsäureester leiten sich von Carbonsäuren mit 12 bis 28 Kohlenstoffatomen
ab. Insbesondere handelt es sich um Ester von Behensäure, Stearinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure,
Myristinsäure und/oder Laurinsäure.
[0023] Der Alkoholteil des Carbonsäureesters enthält einen ein- oder mehrwertigen Alkohole
mit 1 bis 28 Kohlenstoffatomen in der Kohlenwasserstoffkette. Beispiele von geeigneten
Alkoholen sind Behenylalkohol, Arachidylalkohol, Kokosalkohol, 12-Hydroxystearylalkohol,
Oleylalkohol und Laurylalkohol sowie Ethylenglykol, Glycerin, Methanol, Ethanol, Isopropanol,
Vinylalkohol, Saccharose, Erythrit, Pentaerythrit, Sorbitan und/oder Sorbit. Bevorzugte
Ester sind solche von Methanol, Ethylenglykol, Glycerin und Sorbitan, wobei der Säureteil
des Esters insbesondere aus Behensäure, Stearinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure oder
Myristinsäure ausgewählt wird.
[0024] In Frage kommende Ester mehrwertiger Alkohole sind beispielsweise Xylitmonopalmitat,
Pentarythritmonostearat, Glycerinmonostearat, Ethylenglykolmonostearat und Sorbitanmonostearat,
Sorbitanpalmitat, Sorbitanmonolaurat, Sorbitandilaurat, Sorbitandistearat, Sorbitandibehenat,
Sorbitandioleat sowie gemischte Talgalkylsorbitanmono- und -diester. Brauchbare Glycerinester
sind die Mono-, Di- oder Triester von Glycerin und genannten Carbonsäuren, wobei die
Mono- oder Dieester bevorzugt sind. Glycerinmonostearat, Glycerinmonooleat, Glycerinmonopalmitat,
Glycerinmonobehenat und Glycerindistearat sind Beispiele hierfür.
[0025] Beispiele für geeignete natürliche Ester sind Bienenwachs, das hauptsächlich aus
den Estern CH
3(CH
2)
24COO(CH
2)
27CH
3 und CH
3(CH
2)
26COO(CH
2)
25CH
3 besteht, und Carnaubawachs, das ein Gemisch von Carnaubasäurealkylestern, oft in
Kombination mit geringen Anteilen freier Carnaubasäure, weiteren langkettigen Säuren,
hochmolekularen Alkoholen und Kohlenwasserstoffen, ist.
[0026] Geeignete Carbonsäuren als weitere Entschäumerverbindung sind insbesondere Behensäure,
Stearinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure, Myristinsäure und Laurinsäure sowie deren Gemische,
wie sie aus natürlichen Fetten bzw. gegebenenfalls gehärteten Ölen, wie Talg oder
hydriertem Palmöl, erhältlich sind. Bevorzugt sind gesättigte Fettsäuren mit 12 bis
22, insbesondere 14 bis 18 C-Atomen.
[0027] Geeignete Fettalkohole als weitere Entschäumerverbindung sind die hydrierten Produkte
der beschriebenen Fettsäuren.
[0028] Das im Sinne der Erfindung bevorzugte Paraffinwachs als weitere Entschäumerverbindung
stellt im allgemeinen ein komplexes Stoffgemisch ohne scharfen Schmelzpunkt dar. Zur
Charakterisierung bestimmt man üblicherweise seinen Schmelzbereich durch Differential-Thermo-Analyse
(DTA), wie in
"The Analyst" 87 (1962), 420, beschrieben, und/oder seinen Erstarrungspunkt. Darunter versteht man die Temperatur,
bei der das Paraffin durch langsames Abkühlen aus dem flüssigen in den festen Zustand
übergeht. Dabei sind bei Raumtemperatur vollständig flüssige Paraffine, das heißt
solche mit einem Erstarrungspunkt unter 25 °C, erfindungsgemäß nicht brauchbar. Eingesetzt
werden können beispielsweise die aus
EP 309 931 bekannten Paraffinwachsgemische aus beispielsweise 26 Gew.-% bis 49 Gew.-% mikrokristallinem
Paraffinwachs mit einem Erstarrungspunkt von 62 °C bis 90 °C, 20 Gew.-% bis 49 Gew.-%
Hartparaffin mit einem Erstarrungspunkt von 42 °C bis 56 °C und 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%
Weichparaffin mit einem Erstarrungspunkt von 35 °C bis 40 °C. Vorzugsweise werden
Paraffine bzw. Paraffingemische verwendet, die im Bereich von 30 °C bis 90 °C erstarren.
Dabei ist zu beachten, daß auch bei Raumtemperatur fest erscheinende Paraffinwachsgemische
unterschiedliche Anteile an flüssigem Paraffin enthalten können. Bei den erfindungsgemäß
brauchbaren Paraffinwachsen liegt dieser Flüssiganteil so niedrig wie möglich und
fehlt vorzugsweise ganz. So weisen besonders bevorzugte Paraffinwachsgemische bei
30 °C einen Flüssiganteil von unter 10 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-% bis 5 Gew.-%,
bei 40 °C einen Flüssiganteil von unter 30 Gew.-%, vorzugsweise von 5 Gew.-% bis 25
Gew.-% und insbesondere von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, bei 60 °C einen Flüssiganteil
von 30 Gew.-% bis 60 Gew.-%, insbesondere von 40 Gew.-% bis 55 Gew.-%, bei 80 °C einen
Flüssiganteil von 80 Gew.-% bis 100 Gew.-%, und bei 90 °C einen Flüssiganteil von
100Gew.-% auf. Die Temperatur, bei der ein Flüssiganteil von 100Gew.-% des Paraffinwachses
erreicht wird, liegt bei besonders bevorzugten Paraffinwachsgemischen noch unter 85
°C, insbesondere bei 75 °C bis 82 °C.
[0029] Im Sinne der Erfindung werden insbesondere die Paraffinwachse der geschilderten Art
eingesetzt.
Verfahren
[0030] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird zunächst ein Vorprodukt aus den Trägermaterialien
und den ggf. enthaltenen wachsartigen Entschäumersubstanzen hergestellt. Sofern das
Vorprodukt zusätzlich wachsartige Entschäumersubstanzen enthält, beträgt der Gewichtsanteil
an Trägermaterialien vorzugsweise 20 bis 98 Gew.-%, insbesondere 35 bis 95 Gew.-%,
und der der wachsartigen Entschäumersubstanzen vorzugsweise 2 bis 80 Gew.-%, insbesondere
5 bis 65 Gew.-% - berechnet auf Vorprodukt.
[0031] Im Sinne der Erfindung kann das Vorprodukt als Feststoff oder als wäßrige Lösung
bzw. als wäßrige Aufschlämmung eingesetzt werden. Es ist bevorzugt, das Vorprodukt
als wäßrige Lösung bzw. als wäßrige Aufschlämmung (Slurries) einzusetzen. Sofern das
Vorprodukt noch zusätzlich wachsartige Entschäumersubstanzen enthält, können diese
in einer wäßrigen Lösung bzw. Aufschlämmung des Trägermaterials dispergiert werden.
Der Dispersion kann ein wasserlöslicher, nichttensidischer Dispersionsstabilisator
in Form eines in Wasser quellfähigen Polymeren zugesetzt werden. Beispiele hierfür
sind die genannten Celluloseether, Homo- und Copolymere von ungesättigten Carbonsäuren,
wie Acrylsäure, Maleinsäure und copolymerisierbaren Vinylverbindungen, wie Vinylether,
Acrylamid und Ethylen. Der Zusatz an derartigen als Dispersionsstabilisatoren wirkenden
Verbindungen in der wäßrigen Aufschlämmung beträgt vorzugsweise nicht über 5 Gew.-%,
insbesondere 1 Gew.-% bis 3 Gew.-%, bezogen auf das entstehende Vorprodukt. Der Wassergehalt
des Slurries kann je nach Art beziehungsweise Löslichkeit der Trägermaterialien 30
Gew.-% bis 60 Gew.-% betragen.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das Vorprodukt
auch als Feststoff eingesetzt werden. Für die Herstellung des Feststoffes kann zum
einen der vorher beschriebene Slurry aus Trägermaterialien und ggf. weiteren wachsartigen
Entschäumersubstanzen einer Trocknung im Sprühturm oder aber auch einer gleichzeitigen
Trockung und Granulierung in der Wirbelschicht nach dem SKET-Verfahren beispielsweise
gemäß der Europäischen Patentschrift EP-B- 603 207 oder nach dem Fließbettverfahren
unterzogen werden. Es ist aber auch möglich den Feststoff durch Vermischen der festen
Trägermaterialien mit den ggf. vorhandenen wachsartigen Entschäumersubstanzen beispielsweise
in einem Schugi-Mischer herzustellen. Bei der letzten Variante empfiehlt es sich,
die wachsartigen Entschäumersubstanzen vor dem Vermischen durch Erwärmen in die Schmelze
zu überführen, damit eine möglichst homogene Vermischung mit den Trägermaterialien
erreicht wird.
[0033] Die gleichzeitige Trocknung und Granulierung der Entschäumergranulate erfolgt in
einem vorzugsweise horizontal angeordneten Dünnschichtverdampfer mit rotierenden Einbauten,
wie er z.B. von der Firma VRV unter der Bezeichnung "Flashdryer" vertrieben wird.
Hierbei handelt es sich, vereinfacht dargestellt, um ein Rohr, das über mehrere Zonen
hinweg unterschiedlich temperiert werden kann. Über eine oder mehrere Wellen, die
mit Blättern oder Flugscharen als rotierende Einbauten versehen sind, wird das Vorprodukt
eindosiert , mit der über eine oder mehrere Düsen eingesprühte wäßrige Silikon-Emulsion
besprüht und gegen die beheizte Wandung geschleudert, an der die Trocknung in einer
dünnen Schicht von typischerweise 1 bis 10 mm Stärke erfolgt. Sofern die Vorprodukte
als Slurry eingesetzt werden, erfolgt die Eindosierung über eine Pumpe. Im Sinne der
Erfindung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, an den Dünnschichtverdampfer einen
Temperaturgradienten von 170 (Produkteinlaß) auf 20°C (Produktaustrag) anzulegen.
Hierzu können beispielsweise die beiden ersten Zonen des Verdampfers auf 160°C geheizt
und die letzte auf 20°C gekühlt werden. Der Dünnschichtverdampfer wird bei atmosphärischem
Druck betrieben und im Gegenstrom mit Luft (Durchsatz 50 bis 150 m
3/h) begast. Die Eintrittstemperatur des Gases liegt in der Regel bei 20 bis 30, die
Austrittstemperatur bei 90 bis 110°C. Die Durchsatzmenge ist natürlich von der Größe
des Trockners abhängig, liegt jedoch typischerweise bei 5 bis 15 kg/h. Es empfiehlt
sich, die wäßrige Aufschlämmung des Vorproduktes (Slurry) bei der Einspeisung auf
40 bis 60°C zu temperieren. Des weiteren ist es von besonderem Vorteil, die wäßrigen
Silikon- Emulsionen auf 45 bis 65 °C zu temperieren. Die Produktströme an wäßrigen
Silikon-Emulsion und zudosiertem Vorprodukt werden dabei so gesteuert, daß sich Entschäumergranulate
ergeben, die vorzugsweise 2,0 bis 25 Gew.-%, insbesondere 5,0 bis 20 Gew.-% Silikon
- berechnet als Silikon und bezogen auf Entschäumergranulat - enthalten. Der zu 100
Gew.-% fehlende Rest des Entschäumergranulats ergibt sich aus dem Vorprodukt.
[0034] Nach der Trocknung hat es sich weiterhin als sehr vorteilhaft erwiesen, die noch
etwa 50 bis 70°C heißen Granulate auf ein Förderband, vorzugsweise eine Schwingwelle
zu geben und dort rasch, d.h. innerhalb einer Verweilzeit von 20 bis 60 s, mit Umgebungsluft
auf Temperaturen von etwa 30 bis 40°C abzukühlen. Zur weiteren Verbesserung der Beständigkeit
gegenüber unerwünschter Wasseraufnahme kann man die Granulate auch anschließend durch
Zugabe von 0,5 bis 2 Gew.-% Kieselsäure abpudern.
[0035] Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden die Entschäumergranulate als getrocknet
betrachtet, sofern der Gehalt an freiem Wasser unter 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1
bis 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf die fertigen Granulate, beträgt.
[0036] Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Entschäumergranulate sind
leicht fließende Produkte, die nicht stauben. Sie zeigen eine gute entschäumende Wirkung
und sind sowohl in sprühgetrockneten als auch in granulierten Waschmitteln einsetzbar.
[0037] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung der erfindungsgemäß
hergestellten Entschäumergranulate zur Herstellung von festen Waschmitteln.
[0038] Die Entschäumergranulate können in Mengen von 0,2 bis 7,0 Gew.-%, bevorzugt in Mengen
von 0,5 bis 4,0 Gew.-% - bezogen auf Waschmittel - enthalten sein. Des weiteren können
die Waschmittel übliche anionische, nichtionische oder kationische Tenside, sowie
weitere übliche Bestandteile in üblichen Mengen enthalten. Als übliche Bestandteile
können die Waschmittel Enthärter wie Tripolyphosphat oder Zeolith, sowie ggf. Bleichmittel
wie Perborat oder Percarbonat in üblichen Mengen enthalten. Die Entschäumergranulate
können auf einfache Weise untergemischt werden.
Beispiele
I. Herstellung eines wachsartigen Entschäumersubstanz enthaltenden Vorprodukts
Beispiel 1 Vorprodukt als Slurry
[0039] Es wurde ein wäßriger Slurry bestehend aus 0,5 Gew.-% Celluloseether, 5,0 Gew.-%
Natriumsilikat, 20,7 Gew.-% Natriumsulfat, 15,8 Gew.-% Natriumcarbonat, 2,0 % Polyacryl/methacrylat,
50 Gew.-% Wasser und Gew. 6 % eines Paraffinwachsgemisches bestehend aus 40 Gew. %
Paraffin mit einem Erstarrungspunkt von 62 °C bis 90 °C, 30 Gew.-% Hartparaffin mit
einem Erstarrungspunkt von 42 °C bis 56 °C und 30 Gew-% Weichparaffin mit einem Erstarrungspunkt
von 35 °C bis 40 °C wurde unter ständigem Homogenisieren hergestellt.
Beispiel 2 : Vorprodukt als Slurry
[0040] Es wurde ein wäßriger Slurry bestehend aus 0,5 Gew.-% Celluloseether, 2,0 Gew.-%
Natriumsilikat, 13 Gew.-% Natriumsulfat, 23,5 Gew.-% Zeolith, 2,0 Gew.-% Polyacryl/methacrylat,
50 Gew.-% Wasser, 7 Gew.-% Paraffin mit einem Erstarrungspunkt von 62 °C bis 90 °C
und 2 Gew. % Bis-stearylethylendiamid wurde unter ständigem Homogenisieren hergestellt.
Beispiel 3: Vorprodukt als Turmpulver
[0041] 25.000 kg eines wäßrigen Slurry bestehend aus 0,5 Gew.-% Celluloseether, 3,0 Gew.-%
Natriumsilikat, 18,0 Gew.-% Natriumsulfat, 19,0 Gew.-% Natriumcarbonat, 2,0 % Polyacryl/methacrylat,
52,5 Gew.-% Wasser und 5,0 % Gew. eines Paraffinwachsgemisches bestehend aus 45 Gew.
% Paraffin mit einem Erstarrungspunkt von 62 °C bis 90 °C, 25 Gew.-% Hartparaffin
mit einem Erstarrungspunkt von 42 °C bis 56 °C und 20 Gew-% Weichparaffin mit einem
Erstarrungspunkt von 35 °C bis 40 °C wurde unter ständigem Homogenisieren unter einem
Druck von 40 bar in einem Sprühturm zerstäubt und mittels heißer, im Gegenstrom geführter
Verbrennungsgase (Temperatur im Ringkanal 250 °C, im Turmaustritt 105°C) getrocknet.
II. Herstellung der wäßrigen Silikon-Emulsion
Beispiel 4
[0042] 2000 kg einer wäßrigen Lösung, enthaltend 3,7 Gew.-% einer Verdickermischung aus
Natrium-Carboxymethylcellulose und Methylcellulose im Gewichtsverhältnis 70 : 30 wurden
4 Stunden bei 25 °C quellen gelassen. Zu dieser Lösung wurden 20 Gew.-% eines Polysiloxan-Entschäumers
(Polydimethylsiloxan mit mikrofeiner silanierter Kieselsäure) zugesetzt. Man erhielt
eine stabile wäßrige Emulsion.
Beispiel 5
[0043] 2000 kg einer wäßrigen Lösung, enthaltend 3,7 Gew.-% einer Verdickermischung aus
Natrium-Carboxymethylcellulose und Methylcellulose im Gewichtsverhältnis 70 : 30)
wurden 4 Stunden bei 25 C quellen gelassen. Zu dieser Lösung wurden 30 Gew.-% Maisstärke
und 20 Gew.-% eines Polysiloxan-Entschäumers (Polydimethylsiloxan mit mikrofeiner
silanierter Kieselsäure) zugesetzt. Man erhielt eine stabile wäßrige Emulsion.
Beispiel 6
[0044] 5.000 kg einer wäßrigen Lösung, enthaltend 4,0 Gew.-% einer Verdickermischung aus
Natrium-Carboxymethylcellulose und Methylcellulose im Gewichtsverhältnis 70 : 30 wurden
4 Stunden bei 25 °C quellen gelassen. Zu dieser Lösung wurden 22 Gew.-% eines Polysiloxan-Entschäumers
(Polydimethylsiloxan mit mikrofeiner silanierter Kieselsäure) zugesetzt. Man erhielt
eine stabile wäßrige Emulsion.
III. Herstellung der Granulate im Dünnschichtverdampfer
Beispiel 7
[0045] Die Herstellung der Granulate erfolgte in einem Flashdryer der VRV S.p.A., Mailand/IT.
Es handelte sich hierbei um einen horizontal angeordneten Dünnschichtverdampfer (Länge
1100 mm, Innendurchmesser : 155 mm) mit 4 Wellen und 22 Blättern, deren Abstand zur
Wandung 2 mm betrug. Der Trockner besaß drei separate Heiz- bzw. Kühlzonen und eine
Wärmeaustauscherfläche von insgesamt 0,44 m
2. Der Betrieb erfolgte bei Normaldruck. Über eine Schwingpumpe wurden insgesamt 10
000 kg eines auf 50°C temperierten Slurries des Vorproduktes nach Beispiel 1 mit einem
Durchsatz von 11,5 kg/h in den Dünnschichtverdampfer gepumpt, dessen Heizzonen 1 und
2 auf 160°C und dessen Kühlzone 3 auf 20°C eingestellt worden waren. Direkt bei Eintritt
in das Rohr wurde der Slurry besprüht mit insgesamt 2000 kg der wäßrigen Silikon-Emulsion
nach Beispiel 4. Die Geschwindigkeit der Rotoren betrug 24 m/s. Der Flashdryer wurde
mit Luft (ca. 110 m
3/h) begast; die Gasaustrittstemperatur betrug ca. 65°C. Das vorgetrocknete, noch etwa
60°C heiße Granulat wurde auf eine Schwingrinne (Länge 1 m) gegeben, mit Raumluft
begast und innerhalb von 30 s auf etwa 40°C abgekühlt.
[0046] Man erhielt ein Granulat mit folgender Zusammensetzung: 7 Gew.-% Silikon, 2,2 Gew.-%
Celluloseether, 9,2 Gew.-% Natriumsilikat, 38,0 Gew.-% Natriumsulfat, 29,1 Gew.-%
Natriumcarbonat, 3,7 Gew.-% Polyacryl/methacrylat und 11,0 Gew.-% eines Paraffinwachsgemisches
bestehend aus 40 % Paraffin mit einem Erstarrungspunkt von 62 °C bis 90 °C, 30 Gew.-%
Hartparaffin mit einem Erstarrungspunkt von 42 °C bis 56 °C und 30 Gew% Weichparaffin
mit einem Erstarrungspunkt von 35 °C bis 40 °C. Das Produkt zeigte eine sehr gute
Rieselfähigkeit und hatte keinerlei Staubanteile.
Beispiel 8
[0047] Entsprechend Beispiel 7 wurde der wäßrige Slurry des Vorprodukts nach Beispiel 2
mit der wäßrigen Silikon - Emulsion nach Beispiel 5 besprüht und weiterverarbeitet.
Man erhielt ein Granulat mit folgender Zusammensetzung: 7 Gew.-% Silikon, 10,3 Gew.-%
Stärke, 2,1 Gew.-% Celluloseether, 3,2 Gew.-% Natriumsilikat, 21,2 Gew.-% Natriumsulfat,
38,1 Gew.-% Zeolith, 3,3 Gew.-% Polyacryl/methacrylat, 11,5 Gew.-% Paraffin und 3,3
Gew.-% Bis-stearylethylendiamid. Das Produkt zeigte eine sehr gute Rieselfähigkeit
und hatte keinerlei Staubanteile.
Beispiel 9
[0048] Entsprechend Beispiel 7 wurde das Vorprodukt als Turmpulver nach Beispiel 3 mit der
wäßrigen Silikon- Emulsion nach Beispiel 6 besprüht und weiterverarbeitet. Über eine
Schnecke wurden insgesamt 10 000 kg eines auf 50°C temperierten Vorproduktes mit einem
Durchsatz von 11,5 kg/h in den Dünnschichtverdampfer befördert.
[0049] Man erhielt ein Granulat mit folgender Zusammensetzung: 10,2 Gew.-% Silikon, 2,8
Gew.-% Celluloseether, 5,6 Gew.-% Natriumsilikat, 33,3 Gew.-% Natriumsulfat, 35,1
Gew.-% Natriumcarbonat, 3,7 Gew.-% Polyacryl/methacrylat und 9,3 Gew.-% eines Paraffinwachsgemisches
bestehend aus 50 % Paraffin mit einem Erstarrungspunkt von 62 °C bis 90 °C, 25 Gew.-%
Hartparaffin mit einem Erstarrungspunkt von 42 °C bis 56 °C und 25 Gew% Weichparaffin
mit einem Erstarrungspunkt von 35 °C bis 40 °C mit einem Schüttgewicht von 760 g/l
und einer Kornverteilung von 0,1 bis 1,6 mm. Das Produkt zeigte eine gute Rieselfähigkeit
und hatte < 1 % Staubanteile.
IV. Anwendungstechnische Versuche
[0050] Die hergestellten Entschäumergranulate wurden in einer Menge von 1,5 Gew.-% durch
einfaches Vermischen in eine pulverförmige Universalwaschmittelrezeptur mit 8 Gew.-%
Natrium-Alkylbenzolsulfonat, 10 Gew.-% Alkylethoxylat, 1,5 Gew.-% Seife, 10 Gew.-%
Natriumcarbonat, 20 Gew.-% Zeolith, 3 Gew.-% Natriumsilikat, 20 Gew.-% Natriumperborat,
2 Gew.-% Tetraacetylethylendiamin (TAED), 0,5 Gew.-% Protease, Rest auf 100 Gew.-%
Natriumsulfat und Wasser eingearbeitet. Die erhaltenen Waschmittel wiesen einwandfreies
Schaumverhalten sowohl bei 30 °C als auch bei 40 °C, 60 °C und 95 °C auf.
1. Verfahren zur Herstellung von Entschäumergranulaten für feste Waschmittel bestehend
aus Trägermaterialien, Silikonen und ggf. in Wasser unlöslichen wachsartigen Entschäumersubstanzen,
wobei man Silikone in Form wäßriger Emulsionen aufsprüht auf ein zugemischtes Vorprodukt
aus Trägermaterialien und ggf. in Wasser unlöslichen wachsartigen Entschäumersubstanzen
unter gleichzeitigem Trocknen und Granulieren in einem Dünnschichtverdampfer.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Silikone in Form wäßriger Emulsionen kontinuierlich aufsprüht auf ein zugemischtes
Vorprodukt aus Trägermaterialien und ggf. wachsartigen Entschäumersubstanzen unter
gleichzeitigem Trocknen und Granulieren in einem horizontal angeordnetem Dünnschichtverdampfer
mit rotierenden Einbauten, wobei man vorzugsweise an den Dünnschichtverdampfer vom
Produkteingang bis zum Produktaustrag einen abnehmenden Temperaturgradienten anlegt,
im Gegenstrom mit Luft begast und die Trocknung ausschließlich über die beheizte Wandung
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Polydisiloxane in Form ihrer wäßrigen Emulsionen aufsprüht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Silikone in Form wäßriger Emulsionen aufsprüht, die ein anorganisches oder
organisches Verdickungsmittel, vorzugsweise eine Mischung von Natrium-Carboxymethylcellulose
und einem nichtionischen Celluloseether, insbesondere in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%
- bezogen auf wäßrige Silikon-Emulsion - enthalten.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Silikone in Form wäßriger Emulsionen aufsprüht, die eine Mischung aus Natrium-Carboxymethylcellulose,
einem nichtionischen Celluloseether in einem Gewichtsverhältnis von 80 : 20 bis 40
: 60 in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-% sowie 0,1 bis 50 Gew.-% Stärke, vorzugsweise
native Stärke, - bezogen auf wäßrige Silikon-Emulsion - enthalten.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Silikone in Form wäßriger Emulsionen in Mengen von 5,5 bis 20,0 Gew.-% -
berechnet als Silikon und bezogen auf Entschäumergranulat - aufsprüht.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Trägermaterial mindestens eine Verbindung ausgewählt aus der von Alkalicarbonate,
Alkalisulfate, Alkaliphosphate, Zeolithe, Alkalisilikate, Cellulosether, Polycarboxylate
und Stärke gebildeten Gruppe, einsetzt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als wachsartige Entschäumersubstanzen mindestens eine Verbindung ausgewählt aus
der von Bisamiden, Fettsäuren, Fettalkoholen, Carbonsäureester oder Paraffinwachse
gebildeten Gruppe einsetzt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Vorprodukt zumischt bestehend aus 20 bis 98 Gew.-% Trägermaterialien und
2 bis 80 Gew.-% wachsartigen Entschäumersubstanzen.
10. Verwendung der nach Anspruch 1 hergestellten Entschäumergranulate zur Herstellung
von festen Waschmitteln.
1. A process for the production of defoamer granules for solid laundry detergents consisting
of support materials, silicones and optionally water-insoluble wax-like defoamers,
characterized in that silicones are sprayed in the form of aqueous emulsions onto an added intermediate
product of support materials and optionally water-insoluble defoamers with simultaneous
drying and granulation in a thin layer evaporator.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that silicones are sprayed continuously in the form of aqueous emulsions onto an added
intermediate product of support materials and optionally wax-like defoamers with simultaneous
drying and granulation in a horizontaly arranged thin-layer evaporator with rotating
internals, a decreasing temperature gradient preferably being applied to the thin
layer evaporator from the product entrance to the product exit, the granules being
exposed to air flowing in countercurrent and drying being carried out solely via the
heated wall.
3. A process as claimed in claim 1 or 2, characterized in that polydisiloxanes are sprayed on in the form of aqueous emulsions.
4. A process as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that the silicones are sprayed on in the form of aqueous emulsions containing an inorganic
or organic thickener, preferably a mixture of sodium carboxymethyl cellulose and a
nonionic cellulose ether, more particularly in quantities of 0.5 to 10% by weight,
based on the aqueous silicone emulsion.
5. A process as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that the silicones are sprayed on in the form of aqueous emulsions containing a mixture
of sodium carboxymethyl cellulose and a nonionic cellulose ether in a ratio by weight
of 80:20 to 40:60 in quantities of 0.5 to 10% by weight and 0.1 to 50% by weight of
starch, preferably native starch, based on the aqueous silicone emulsion.
6. A process as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that the silicones are sprayed on in the form of aqueous emulsions in quantities of 5.5
to 20.0% by weight, expressed as silicone and based on defoamer granules.
7. A process as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that at least one compound selected from the group consisting of alkali metal carbonates,
alkali metal sulfates, alkali metal phosphates, zeolites, alkali metal silicates,
cellulose ethers, polycarboxylates and starch is used as the support material.
8. A process as claimed in any of claims 1 to 7, characterized in that at least one compound selected from the group consisting of bisamides, fatty acids,
fatty alcohols, carboxylic acid esters and paraffin waxes is used as the wax-like
defoamer.
9. A process as claimed in any of claims 1 to 8, characterized in that an intermediate product consisting of 20 to 98% by weight of support materials and
2 to 80% by weight of wax-like defoamers is added.
10. The use of the defoamer granules produced by the process claimed in claim 1 for the
production of solid detergents.
1. Procédé de préparation de granulés d'antimousse pour détergents solides constitués
de matériaux supports, silicones et le cas échéant de substances antimousses cireuses
ainsi que dans l'eau, dans lequel on pulvérise des silicones sous forme d'émulsions
aqueuses sur un préproduit mélange, constitué de matériaux supports et/ou le cas échéant
de substances anti-mousses cireuses insolubles dans l'eau, en séchant et en granulant
simultanément dans un évaporateur à couches minces.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on pulvérise de façon continue des silicones sous forme d'émulsions aqueuses sur un
préproduit mélangé, constitué de supports et le cas échéant de substances antimousse
cireuses, en séchant et en granulant simultanément, dans un vaporisateur à couches
minces disposé horizontalement avec pièces rotatives, dans lequel de préférence on
applique à l'évaporateur à couche mince de l'entrée à la sortie du produit, un gradient
de température décroissant, on fait passer de l'air à contre-courant puis on procède
au séchage par l'intermédiaire de la paroi chauffée.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
on pulvérise les polydisiloxanes sous la forme de leurs émulsions aqueuses.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
on pulvérise les silicones sous la forme de leurs émulsions aqueuses, qui contiennent
un épaississant inorganique ou organique, de préférence un mélange de carboxyméthyl
cellulose sodique et d'un éther de cellulose non ionique, en particulier à des quantités
de 0,5 à 10 % en poids - par rapport à l'émulsion aqueuse de silicone.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'
on pulvérise les silicones sous la forme d'émulsions aqueuses qui contiennent un mélange
de carboxyméthyl cellulose sodique, d'un éther de cellulose non ionique dans un rapport
pondéral de 80:20 à 40:60 à des quantités de 0,5 à 10 % en poids ainsi que de 0,1
à 50 % en poids d'amidon, de préférence d'amidon natif - par rapport à l'émulsion
aqueuse de silicone.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'
on pulvérise les silicones sous la forme d'émulsions aqueuses à des quantités de 5,5
à 20,0 % en poids - calculé sous forme de silicone et par rapport au granulé antimousse.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'
on utilise comme support au moins un composé choisi parmi les carbonates de métaux
alcalins, les sulfates de métaux alcalins, les phosphates de métaux alcalins, les
zéolithes, les silicates de métaux alcalins, les éthers de cellulose, les polycarboxylates
et l'amidon.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'
on utilise comme substances antimousses cireuses au moins un composé choisi dans le
groupe formé par les bisamides, le acides gras, les alcools gras, les esters d'acides
carboxyliques ou les cires de paraffine.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'
on ajoute au mélange un préproduit constitué de 20 à 98 % en poids de supports et
de 2 à 80 % en poids de substances antimousses cireuses.
10. Utilisation des granulés antimousses selon la revendication 1 pour la préparation
de détergents solides.