Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbelsystem mit einer Auszugsführungsvorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Auszugsführungsvorrichtung für ein solches
Möbelsystem.
Stand der Technik
[0002] Möbelsysteme mit Auszugsführungsvorrichtungen werden besonders für Büro- oder Werkstättenmöbel
häufig verwendet. Die Auszugsführungsvorrichtungen dienen zur Führung einer aus einem
Möbelstück bzw. einem Möbelsystem hervorziehbaren Auszugseinheit. Die Auszugseinheit
kann z. B. ein Schiebeteil in Form einer Schublade, eines Hängeregisterrahmens, eines
Ausziehtablars o.ä. sein. Häufig umfasst die Auszugseinheit nebst dem eigentlichen
Schiebeteil weiter auf Rollen aus dem Möbelstück bzw. dem Möbelsystem herausziehbare
Auszugsschienen, auf denen das Schiebeteil seinerseits mittels weiterer Rollen verfahrbar
angeordnet ist. In diesem Fall sind die Auszugsschienen verschieblich am Möbelsystem
und das Schiebeteil verschieblich an den Auszugsschienen angeordnet, so dass das Schiebeteil
bezüglich des Möbelsystems gleich doppelt verschieblich ist.
[0003] In der Schweizerischen Patentschrift CH 504 188 (U. Schärer Söhne AG) wird ein möbelartiges
Gestell beschrieben, das mit einer Auszugsführungsvorrichtung für ein Schiebeteil
der oben genannten Art versehen ist. Das möbelartige Gestell weist zwei liegend angeordnete
Gestellstreben auf und zwei parallele, an den Gestellstreben angeschweisste Traversen,
welche die beiden Gestellstreben quer miteinander verbinden. Die beiden Verbindungstraversen
sind als Trag- und Führungsschienen einer Auszugsführungsvorrichtung für einen aus
der vertikalen Gestellfront hervorziehbaren Schiebeteil ausgebildet. Indem die Führungsschienen
fest mit dem Gestell verschweisst sind dienen sie gleichzeitig als Verstrebungen des
Gestells. Das möbelartige Gestell gemäss CH 504 188 zeichnet sich zwar durch eine
stabile, einfache und höchsten ästhetischen Ansprüchen gerecht werdende Konstruktion
aus. Als Nachteil erweist sich jedoch die fehlende Variabilität des Gestells, nachdem
die Führungsschienen einmal an den Gestellstreben angeschweisst sind. Eine Änderung
der Schubladenposition am Gestell und/oder ein nachträgliches Nachrüsten des Gestells
mit einer Auszugsführungsvorrichtung ist dann nur mittels Schweissen möglich.
[0004] Eine grössere Variabilität bei der Gestaltung eines Schubladenschrankes ist mit einem
Schubladenmodul gemäss der internationalen Patentanmeldung WO 98/01057 (A. Galster
und J. Lester) erreichbar. Das Schubladenmodul weist ein quaderförmiges Schubladengehäuse
und eine bezüglich diesem verschiebliche Schublade auf, wobei die vier Längskanten
des Schubladengehäuses gleichzeitig als Führungsschienen zur Führung der Schublade
dienen. Das Schubladenmodul kann wahlweise quer oder hochkant angeordnet werden. Zur
Bildung eines Schubladenschrankes können eine Vielzahl von solchen Schubladenmodulquader
nach Art von Bauklötzen aneinandergereiht und/oder aufeinandergestapelt und mittels
Schrauben miteinander verbunden werden. Aufgrund seiner kastenförmigen Gestalt ist
jedoch das Schubladenmodul gemäss WO 98/01057 aus ästhetischen Gründen nicht für den
Einbau in ein elegantes möbelartiges Gestell geeignet.
Darstellung der Erfindung
[0005] Aufgabe der Erfindung ist die Angabe eines Möbelsystems mit einer Auszugsführungsvorrichtung,
welche eine variable Gestaltung des Möbelsystems ermöglicht und hohe ästhetische Ansprüche
zu befriedigen vermag.
[0006] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche definiert.
Gemäss der Erfindung umfasst ein Möbelsystem ein möbelartiges Gestell und eine Auszugsführungsvorrichtung
mit wenigstens zwei zum Führen einer Auszugseinheit ausgebildeten parallelen, stationären
Führungsschienen, die mittels wenigstens zwei Verbindungsstegen fest miteinander verbunden
sind. Die Auszugsführungsvorrichtung ist nach Art eines optionalen modularen Einsatzes
in das möbelartige Gestell eingesetzt.
[0007] Unter einem möbelartigen Gestell wird im Zuge der vorliegenden Beschreibung und der
Patentansprüche der feststehende (d.h. stationäre) Teil eines Möbels oder eines Möbelsystems
verstanden. Die beweglichen Teile eines Möbels können an seinem feststehenden Teil
angeordnet bzw. von diesem getragen werden. Ein möbelartiges Gestell kann z. B. ein
im wesentlichen vollständiges Möbelstück wie ein Pult sein, das wahlweise mit einer
bezüglich des Möbels verschieblichen Schublade oder einem bezüglich des Möbels verschieblichen
Hängeregisterauszug ausrüstbar ist. Ein möbelartiges Gestell kann jedoch auch bloss
der Tragrahmen eines Möbels oder eines Möbelsystems sein, an welchem weitere Möbelelemente
anbringbar sind, um ein vollständiges Möbel bzw. Möbelsystem zu schaffen. Ein möbelartiges
Gestell kann jedoch auch der ganze stationäre Teil eines Möbelsystems sein.
[0008] Stationär bedeutet im vorliegenden Zusammenhang stets feststehend, unverschieblich
bezüglich des möbelartigen Gestells. Das möbelartige Gestell selbst muss jedoch nicht
notwendigerweise unverschieblich bezüglich des Bodens sein, auf dem es steht: es kann
z.B. auch mit Möbelrollen versehen sein, damit es auf dem Boden verfahrbar ist.
[0009] Unter einer Auszugseinheit ist eine bezüglich des möbelartigen Gestells verschiebliche
(d.h. nicht-stationäre) konstruktive und/oder funktionelle Einheit des Möbels bzw.
des Möbelsystems zu verstehen, insbesondere eine aus einer vertikalen Gestellfront
herausziehbare Einheit.
[0010] Als modularer Einsatz eines Möbels bzw. eines Möbelsystems wird eine Baugruppe bezeichnet,
die eine oder mehrere (im allgemeinen in sich geschlossene) Funktionen übernimmt und
als mechanisch leicht in das Möbel bzw. das Möbelsystem einsetzbar bzw. aus diesem
entfernbare Einheit aufgebaut ist.
[0011] Ein Einsatz wird im vorliegenden Zusammenhang als optionaler Einsatz bezeichnet,
wenn er wahlweise in das Möbel bzw. das Möbelsystem einsetzbar und aus diesem entfernbar
ist, wobei die Grundfunktionen des Möbels bzw. des Möbelsystems sowohl mit als auch
ohne diesen optionalen Einsatz gewährleistet sind, ohne dass bei entferntem optionalem
Einsatz irgendwelche Ersatzbestandteile zur Gewährleistung dieser Grundfunktionen
erforderlich wären. Ein optionaler Einsatz ist somit zu unterscheiden von einem Austauscheinsatz,
welch letzterer bloss im Austausch mit einem anderen Einsatz wahlweise in das Möbel
einsetzbar und aus diesem entfernbar wäre.
[0012] Eine erfindungsgemässe Auszugsführungsvorrichtung für ein Möbelsystem weist wenigstens
zwei zum Führen einer Auszugseinheit ausgebildete parallele stationäre Führungsschienen
auf, die mittels wenigstens zwei Verbindungsstegen fest miteinander verbindbar sind,
wobei die Führungsschienen und die Verbindungsstege derart ausgebildet sind, dass
die Auszugsführungsvorrichtung nach Art eines optionalen modularen Einsatzes in ein
möbelartiges Gestell einsetzbar ist.
[0013] Indem die erfindungsgemässe Auszugsführungsvorrichtung nach Art eines optionalen
modularen Einsatzes in ein bestehendes möbelartiges Gestell einsetzbar ist, ermöglicht
sie eine variable Gestaltung dieses möbelartigen Gestells. Das möbelartige Gestell
kann nach seiner Fertigstellung problemlos mit der Auszugsführungsvorrichtung nachgerüstet
werden, um im Nachhinein eine Schublade, einen Hängeregisterrahmen, ein Ausziehtablar
oder ein anderes Schiebeteil verschieblich an ihm anzubringen. Dabei ist es nicht
erforderlich, dass die erfindungsgemässe optionale modulare Auszugsführungsvorrichtung
eine das Erscheinungsbild des möbelartigen Gestells beeinträchtigende kastenförmige
Gestalt hat. Sie muss bloss wenigstens zwei zum Führen einer Auszugseinheit ausgebildete
parallele stationäre Führungsschienen aufweisen und wenigstens zwei Verbindungsstege,
mittels welchen die Führungsschienen fest miteinander verbindbar sind.
[0014] Vorzugsweise sind die Führungsschienen fest mit den Verbindungsstegen verbunden und
bilden mit letzteren zusammen einen optionalen modularen Einsatz, der als Ganzes in
das möbelartige Gestell einsetzbar ist. Dadurch wird ein besonders einfaches Nachrüsten
eines möbelartigen Gestells mit einer erfindungsgemässen Auszugsführungsvorrichtung
ermöglicht.
[0015] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung weist die Auszugs-führungsvorrichtung
in einem in das Gestell eingesetzten Zustand eine im wesentlichen ebene, flache Struktur
nach Art eines Rostes auf. Eine Auszugsführungsvorrichtung gemäss dieser Ausführungsart
der Erfindung wird nachfolgend auch als Rosteinsatz bezeichnet, wobei unter einem
Rost irgend eine aus wenigstens zwei Längsstäben und zwei mit diesen verbundenen Querstäben
zusammengesetzte ebene, gitterförmige Struktur zu verstehen ist. Vorzugsweise sind
bei einem solchen optionalen modularen Rosteinsatz sämtliche Führungsschienen parallel
zueinander und sämtliche Verbindungsstege im wesentlichen rechtwinklig zu den Führungsschienen
angeordnet. Dabei können zwei oder mehr (insbesondere auch vier) parallel angeordnete
Führungsschienen mittels zwei oder mehr Verbindungsstegen miteinander verbunden sein.
[0016] Eine erfindungsgemässe Auszugsführungsvorrichtung kann bezüglich einer zur Auszugsrichtung
senkrechten Ebene symmetrisch ausgebildet sein. Durch die symmetrische Ausbildung
der Auszugsführungsvorrichtung wird die Möglichkeit geschaffen, die Auszugseinheit
wahlweise auf der einen oder der entgegengesetzten Gestellfront herausziehbar einzubauen.
So kann beispielsweise nach dem Einsetzen einer Auszugsführungsvorrichtung in ein
möbelartiges Gestell diese Auszugsführungsvorrichtung verwendet werden, um eine nach
vorne aus dem Gestell herausziehbare Schublade zu führen. Dieselbe Auszugsführungsvorrichtung
kann aber auch zur Führung einer nach hinten aus dem Gestell herausziehbaren Schublade
verwendet werden, ohne dass dazu die Anordnung der Auszugsführungsvorrichtung im Gestell
geändert werden muss.
[0017] Vorzugsweise ist eine erfindungsgemässe Auszugsführungsvorrichtung derart ausgebildet,
dass sie zum Einsetzen in das möbelartige Gestell formschlüssig mit dem Gestell in
Eingriff bringbar ist. Die Auszugsführungsvorrichtung kann dann weiter derart ausgebildet
sein, dass sie wahlweise in das Gestell einsetzbar und wieder aus dem Gestell entfernbar
ist, wobei die Verbindungselemente zur Schaffung der formschlüssigen Verbindung zwischen
der Auszugsführungsvorrichtung und dem Gestell vorzugsweise derart ausgebildet sind,
dass zum Einsetzen der Auszugsführungsvorrichtung in das Gestell und zum Entfernen
der Auszugsführungsvorrichtung aus dem Gestell keine Veränderung des Gestells erforderlich
ist. Vorzugsweise wird die Auszugsführungsvorrichtung in eingesetztem Zustand ausschliesslich
durch die formschlüssige Verbindung am Gestell festgehalten. Als Variante kann jedoch
auch vorgesehen sein, die Auszugsführungsvorrichtung mittels weiterer Befestigungselemente
- z. B. Schrauben, Nieten, o.ä. - zusätzlich am Gestell zu fixieren. Zur Schaffung
einer formschlüssigen Verbindung zwischen Gestell und der Auszugsführungsvorrichtung
können Teile des Gestells und/oder der Auszugsführungsvorrichtung selbst entsprechend
ausgebildet sein. Es ist aber auch möglich, die Auszugsführungsvorrichtung und/oder
das Gestell mit entsprechend ausgebildeten Verbindungselementen zu versehen.
[0018] Bevorzugterweise ist wenigstens einer der Verbindungsstege zum Abstützen der Auszugsführungsvorrichtung
am Gestell ausgebildet. Dieser Verbindungssteg kann als Profil ausgebildet sein, dessen
Form zum Abstützen der Auszugsführungsvorrichtung am Gestell geeignet ist. Als Alternative
und/oder Ergänzung zur Ausbildung des Verbindungssteges selbst als Abstützprofil kann
dieser auch mit zusätzlichen Abstützmitteln zum Abstützen der Auszugsführungsvorrichtung
am Gestell versehen sein.
[0019] Eine erfindungsgemässe Auszugsführungsvorrichtung kann sogar derart ausgebildet sein,
dass sie nach dem Einsetzen in das möbelartige Gestell lediglich über die Verbindungsstege
am Gestell abgestützt ist. Vorzugsweise gibt es keine weiteren Elemente zur Verbindung
zwischen der Auszugsführungsvorrichtung und dem Gestell. Insbesondere sind die Führungsschienen
frei, d.h. nicht direkt mit dem Gestell verbunden.
[0020] Gemäss einer bevorzugten Variante der Erfindung ist eine Auszugsführungsvorrichtung
mit einer rinnenförmigen Partie an ihrem Aussenrand versehen, die zum Abstützen der
Auszugsführungsvorrichtung an einer Gestellstrebe mit einer dem Rinnenquerschnitt
entsprechenden wulstartigen Aussenform ausgebildet ist. Die konkave Innenwölbung der
rinnenförmigen Partie kann z. B. einen kreisbogenförmigen Querschnitt aufweisen, um
die Auszugsführungsvorrichtung an einem Rohr mit kreisförmigem Aussenumfang abstützen
zu können. Dabei wird bevorzugt, dass diese rinnenförmige Partie im Querschnitt die
Form eines Kreisbogens aufweist, welcher sich ungefähr über einen Viertelkreis erstreckt.
Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, die Auszugsführungsvorrichtung zwischen gegenüberliegenden
parallelen Gestellrohren mit kreisförmigem Querschnitt derart einzuspannen, dass weder
die Auszugsführungsvorrichtung selbst, noch irgendwelche Mittel zur Befestigung und/oder
zum Abstützen derselben am Gestell von der Gestellaussenseite her sichtbar sind.
[0021] Es sind jedoch auch andere Varianten zum Abstützen der Auszugsführungsvorrichtung
am Gestell möglich. So kann beispielsweise die Auszugsführungsvorrichtung mit einer
wulstförmigen Partie versehen sein, welche zum Eingreifen in eine rinnenförmige Partie
am Gestell ausgebildet ist, oder es können andere geeignete Formen zum formschlüssigen
Abstützen der Auszugsführungsvorrichtung am Gestell vorgesehen sein.
[0022] Eine weitere bevorzugte Ausführungsart der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass
die Auszugsführungsvorrichtung mit einer Rastvorrichtung zum Einrasten der Auszugs-führungsvorrichtung
im Gestell versehen ist. Die Rastvorrichtung kann z. B. eine an der Auszugsführungsvorrichtung
oder am Gestell angebrachte Rast umfassen, welche nach dem Einsetzen der Auszugsführungsvorrichtung
im Gestell in ein am Gestell bzw. an der Auszugsführungsvorrichtung angebrachtes Rastgegenstück
einrastet. Insbesondere kann die Rastvorrichtung wenigstens eine Federrast umfassen,
die derart ausgebildet und an der Auszugsführungsvorrichtung angeordnet ist, dass
sie über einem am Gestell angeordneten Vorsprung einrastet, sobald die Auszugsführungsvorrichtung
vollständig in das Gestell eingesetzt ist.
[0023] Bei einer weiteren bevorzugten Variante einer erfindungsgemässen Auszugsführungsvorrichtung
mit einer Rastvorrichtung sind wenigstens eine Führungsschiene, ein Verbindungssteg
und eine Rastvorrichtung mittels gemeinsamen Verbindungsmitteln fest miteinander verbunden.
Vorzugsweise umfassen die gemeinsamen Verbindungsmittel eine oder mehrere Nieten.
Mittels Nieten sind die Komponenten der Auszugsführungsvorrichtung auf besonders einfache
und effiziente Art miteinander verbindbar. Als Alternative und/oder Ergänzung zu den
Nieten sind jedoch auch Schraubenbolzen und/oder andere geeignete Mittel zur gemeinsamen
Verbindung von Führungsschienen, Verbindungsstegen und Rastvorrichtungen möglich.
[0024] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0025] Die Zeichnungen stellen bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
dar. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine bevorzugte Ausführungsart einer erfindungsgemässen Auszugs-führungsvorrichtung
in einer vereinfachten perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2.a
- die Auszugsführungsvorrichtung aus Fig. 1 in einer vereinfachten Draufsicht von oben;
- Fig. 2.b
- die Auszugsführungsvorrichtung aus Fig. 1 in einer vereinfachten Seitenansicht;
- Fig. 2.c
- eine teilweise geschnittene Querschnittansicht entlang der Linie A - A durch die Auszugsführungsvorrichtung
aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine weitere bevorzugte Ausführungsart einer erfindungsgemässen Auszugsführungsvorrichtung
in einer vereinfachten perspektivischen Ansicht;
- Fig. 4.a
- Federrast für die Auszugsführungsvorrichtung aus Fig. 3 in einer Ansicht von vorne;
- Fig. 4.b
- Federrast für die Auszugsführungsvorrichtung aus Fig. 3 in Seitenansicht.
[0026] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0027] Die in den Figuren 1 bis 2.c dargestellte Auszugsführungsvorrichtung 10 umfasst zwei
parallele Führungsschienen 40, 50 und zwei rechtwinklig zu den Führungsschienen 40,
50 angeordnete Verbindungsstege 20, 30. Sowohl die Führungsschienen 40, 50 als auch
die Verbindungsstege 20, 30 sind aus Stahlblechprofilen gefertigt. Die beiden Verbindungsstege
20, 30 sind je im Bereich ihrer Längsenden fest an den Längsenden der beiden Führungsschienen
40, 50 angeschweisst. Insgesamt hat die Auszugsführungsvorrichtung 10 eine rechteckförmige,
im wesentlichen ebene Struktur nach Art eines starren Gitterrosts mit zwei Längsstäben
und zwei Querstäben, wie in den Figuren 1 und 2.a zu sehen ist. Die ganze Auszugsführungsvorrichtung
10 ist wahlweise als einstückiges Modul in ein möbelartiges Gestell (nicht dargestellt)
einsetzbar und wieder aus diesem entfernbar, wobei sie für eine Anordnung im Gestell
mit im wesentlichen horizontaler Rostebene vorgesehen ist. Einmal im möbelartigen
Gestell eingesetzt ist der ganze modulare Rosteinsatz unverschieblich am Gestell fixiert.
Bei den beiden Führungsschienen 40, 50 handelt es sich somit um (in Bezug auf das
möbelartige Gestell) stationäre Führungsschienen 40, 50.
[0028] Die Führungsschienen 40, 50 sind in für Möbel-Auszugsführungsvorrichtungen an sich
bekannter Art aus Stahlblechprofilen mit einem im wesentlichen U-förmigen Profilquerschnitt
gefertigt, wie am besten in der Figur 2.c zu erkennen ist. Jede Führungsschiene 40,
50 hat einen im wesentlichen horizontalen Obergurt 42, 52 (erster Schenkel des auf
der Seite stehenden U-Profils in Fig. 2.c), der über eine vertikale Seitenwand 41,
51 (Steg des U-Profils in Fig. 2.c) mit einem zum Obergurt 42, 52 parallelen Untergurt
43, 53 (zweiter Schenkel des U-Profils in Fig. 2.c) verbunden ist.
[0029] Jede der beiden Führungsschienen 40, 50 ist zur Führung je einer Auszugsschiene (nicht
dargestellt) ausgebildet. Die einer Führungsschiene 40, 50 zugeordnete Auszugsschiene
ist im wesentlichen innerhalb des vom U-förmigen Profilquerschnitt der Führungsschiene
40, 50 dreiseitig umschlossenen Raumes angeordnet und auf Rollen bezüglich der Führungsschiene
40, 50 verfahrbar. Diese stationären Rollen zum Führen der Auszugsschienen sind auf
mit Kugellagern versehenen Stützen (nicht dargestellt) gelagert, welche an dazu vorgesehenen
Befestigungsstellen im Bereich der Längsenden der Führungsschienen 40, 50 innenseitig
an deren Seitenwänden 41, 51 angebracht sind. An diesen Befestigungsstellen sind in
den Obergurten 42, 52 der stationären Führungsschienen 40, 50 Durchgänge für die Anordnung
der Rollen ausgebildet. Des Weiteren sind an den Befestigungsstellen in den Seitenwänden
41, 51 mit Innengewinde versehene Bohrungen 45, 46, 55, 56 ausgebildet, welche es
ermöglichen, die Stützen mittels Schrauben an den Führungsschienen zu fixieren (Figuren
1 und 2.b). Je nach gewünschter Auszugsrichtung werden die Stützen mit den Rollen
entweder an den Befestigungsstellen mit den Bohrungen 45, 55 an den einen Längsenden
der Führungsschienen 40, 50 oder an den Befestigungsstellen mit den Bohrungen 46,
56 an den gegenüberliegenden Längsenden der Führungsschienen 40, 50 angeordnet.
[0030] Die in den Figuren 1 bis 2.c dargestellte Auszugsführungsvorrichtung 10 ist für die
Führung eines Schiebeteils in Form eines Hängeregisterrahmens (nicht dargestellt)
vorgesehen, der auf den erwähnten Auszugsschienen angeordnet ist, wobei er mittels
weiteren Rollen bezüglich der Auszugsschienen verfahrbar ist. Grundsätzlich ist jedoch
die in den Figuren 1 bis 2.c dargestellte Auszugsführungsvorrichtung 10 auch zur Führung
eines anderen Schiebeteils, z. B. einer Schublade oder eines Ausziehtablars, geeignet.
Die Auszugs-führungsvorrichtung 10 ist bezüglich einer zu den Führungsschienen 40,
50 senkrechten, mittig zwischen den beiden Verbindungsstegen 20, 30 liegenden Ebene
symmetrisch ausgebildet. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, die Auszugsschienen
(und somit den Hängeregisterrahmen) wahlweise auf der einen oder der entgegengesetzten
Seite in Richtung der Führungsschienen 40, 50 ausziehbar einzubauen.
[0031] Jeder der beiden Verbindungsstege 20, 30 der in den Figuren 1 bis 2.c dargestellten
Auszugsführungsvorrichtung 10 ist aus einem rinnenförmigen Stahlblechprofil gefertigt,
wobei der Profilquerschnitt im wesentlichen einem Kreisbogen entspricht, der sich
ungefähr über einen Viertelkreis erstreckt. Insgesamt hat jeder Verbindungssteg 20,
30 die Form eines sich in Umfangsrichtung über einen Viertelkreis erstreckenden Kreiszylindermantels.
[0032] An der konvexen Seite der zylindrisch gekrümmten Profilwandung ist jeder der beiden
Verbindungsstege 20, 30 in der Nähe seiner Längsenden an den Längsenden der beiden
Führungsschienen 40, 50 angeschweisst. Dadurch sind die konkaven Seiten 22, 32 der
zylindrisch gekrümmten Profilwandungen beider Verbindungsstege 20, 30 in Bezug auf
die Auszugsführungsvorrichtung 10 nach aussen gerichtet und bilden deren Aussenflächen,
die rinnenförmig nach innen gewölbt sind. Diese konkav gewölbten Aussenflächen 22,
32 ermöglichen die Verwendung der Verbindungsstege 20, 30 als Abstützprofile, welche
zwischen gegenüberliegenden parallelen, im wesentlichen horizontal verlaufenden Rohren
(mit kreisförmigem Querschnitt) eines möbelartigen Gestells eingespannt werden können,
um die Auszugsführungsvorrichtung 10 nach Art eines optionalen modularen Einsatzrostes
in das möbelartige Gestell einzusetzen. Da sich die Verbindungsstege 20, 30 in Umfangsrichtung
bloss über einen Viertelkreis erstrecken sind sie durch die Gestellrohre verdeckt,
so dass die Auszugsführungsvorrichtung 10 von der Gestellaussenseite her im wesentlichen
unsichtbar ist. Die ganze Auszugsführungsvorrichtung 10 wird lediglich mittels der
beiden Abstützprofile 20, 30 am Gestell abgestützt. Weitere Mittel zum Abstützen der
Auszugsführungsvorrichtung 10 am Gestell und/oder zum Verbinden der Auszugs-führungsvorrichtung
10 mit dem Gestell sind weder erforderlich noch vorgesehen.
[0033] Bei einer anderen Variante einer erfindungsgemässen Auszugsführungsvorrichtung, die
in den Figuren nicht dargestellt und im Wesentlichen identisch zu der in Fig. 1 bis
2.c dargestellten Auszugsführungsvorrichtung ist, sind die Verbindungsstege zusätzlich
mit Bohrungen versehen, durch welche Schrauben hindurch geführt werden können, um
die Verbindungsstege an den Gestellrohren festzuschrauben. Die zusätzliche Befestigung
bzw. Fixierung der Verbindungsstege am Gestell mittels Schrauben erlaubt eine besonders
grosse Beladung des durch die Auszugsführungsvorrichtung geführten Schiebeteils, ohne
dass die Gestellrohre aufgrund des Gewichtes des beladenen Schiebeteils ausknicken.
[0034] In der Figur 3 ist eine Auszugsführungsvorrichtung 110 gemäss einer weiteren bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung dargestellt. Die in Fig.3 dargestellte Auszugsführungsvorrichtung
110 umfasst zwei parallele Verbindungsstege 120, 130 und vier rechtwinklig zu diesen
angeordnete und zueinander parallele Führungsschienen 140, 150, 160, 170, wobei jeweils
paarweise zwei erste Führungsschienen 140, 150 zur Führung eines ersten und zwei zweite
Führungsschienen 160, 170 zur Führung eines zweiten Schiebeteils vorgesehen sind.
Die Führungsschienen 140, 150, 160, 170 sind an ihren Längsenden fest an den beiden
Verbindungsstegen 120, 130 angenietet und entsprechen in ihrer Ausbildung und Funktion
im wesentlichen den Führungsschienen 40, 50 der in Fig. 1 bis Fig. 2.c dargestellten
Auszugsführungsvorrichtung 10. Insgesamt hat die in Fig. 3 dargestellte Auszugsführungsvorrichtung
110 wiederum eine im Wesentlichen ebene, flache Struktur nach Art eines starren Gitterrosts,
der wahlweise als einstückiges Modul in ein möbelartiges Gestell (nicht dargestellt)
einsetzbar und aus diesem wieder entfernbar ist.
[0035] Im Unterschied zu den in Fig. 1 bis Fig. 2.c dargestellten Verbindungsstegen 20,
30 sind die in Fig. 3 dargestellten Verbindungsstege 120, 130 je aus einem Stahlblechprofil
mit einem winkelförmigen Profilquerschnitt gefertigt. Jeder Verbindungssteg hat einen
im wesentlichen horizontalen Obergurt und eine im rechten Winkel zu diesem angeordnete
Seitenwand.
[0036] In den Seitenwänden der Verbindungsstege 120, 130 sind an den zur Verbindung mit
den Führungsschienen 140, 150, 160, 170 vorgesehenen Verbindungsstellen Perforationen
für die Durchführung von Nieten ausgebildet. Zudem sind die Führungsschienen 140,
150, 160, 170 an ihren Stirnseiten (d.h. an ihren Längsenden) je mit entsprechend
diesen Perforationen angeordneten Nietköpfen versehen. Zur Verbindung einer Führungsschiene
140 mit einem Verbindungssteg 120 wird die Führungsschiene 140 derart rechtwinklig
zum Verbindungssteg 120 angeordnet, dass ihre Stirnseite an der Verbindungsstelle
an der Innenseite (bezüglich der gitterrostförmigen Auszugsführungsvorrichtung 110)
der Seitenwand des Verbindungssteges 120 anliegt, wobei die Nietköpfe fluchtend zu
den entsprechenden Perforationen angeordnet sind. Danach wird an der Aussenseite der
Seitenwand des Verbindungssteges 120, in der Verlängerung der Führungsschiene 140,
eine Schnappfeder 181 angeordnet. Die Schnappfeder 181 ist mit entsprechend den Perforationen
im Verbindungssteg 120 ausgebildeten Perforationen 196 versehen. Sie wird derart an
der Aussenseite der Seitenwand des Verbindungssteges 120 angeordnet, dass die Perforationen
196 der Schnappfeder 181 zu den in der Seitenwand des Verbindungssteges 120 ausgebildeten
Perforationen fluchten. Anschliessend werden in einem einzigen Arbeitsschritt Nieten
durch die Perforationen 196 in der Schnappfeder 181 und im Verbindungssteg 120 hindurch
geführt und mit den an der Führungsschiene 140 ausgebildeten Nietköpfen vernietet,
wodurch die Schnappfeder 181, der Verbindungssteg 120 und die Führungsschiene 140
fest miteinander verbunden werden. Das beschriebene Verfahren erlaubt es, die Verbindungsstege
120, 130, die Führungsschienen 140, 150, 160, 170 und die Schnappfedern 181, 182,
183, 184 auf einfache und dennoch zuverlässige Art fest miteinander zu verbinden und
dadurch eine einstückige, gitterrostförmige Auszugsführungsvorrichtung 110 zu schaffen.
[0037] Wie in der Figur 3 zu sehen ist, sind an den Aussenseiten der Seitenwände der beiden
Verbindungsstege120, 130 je vier identisch ausgebildete Schnappfedern 181, 182, 183,
184 (je in der Verlängerung einer der vier Führungsschienen 140, 150, 160, 170) fest
angenietet. Diese Schnappfedern 181, 182, 183, 184 dienen als Federrasten 181, 182,
183, 184 und sind derart ausgebildet und an den Verbindungsstegen 120, 130 angeordnet,
dass sie beim Einsetzen der Auszugs-führungsvorrichtung 110 in ein möbelartiges Gestell
(nicht dargestellt) über am Gestell angeordneten Vorsprüngen (nicht dargestellt) einrasten
und danach die Verbindungsstege 120, 130 und somit die ganze Auszugsführungsvorrichtung
110 am Gestell abstützen.
[0038] In Fig. 4.a ist eine solche Schnappfeder 181 in einer Ansicht von vorne dargestellt,
und Fig. 4.b zeigt diese Schnappfeder 181 von der Seite. Die einstückige, aus Federstahlblech
gefertigte Schnappfeder 181 hat im wesentlichen die Form eines zweischenkligen Winkels,
wobei die beiden Schenkel 191, 192 unter einem spitzen Winkel zueinander angeordnet
sind. Ein erster, ebener Schenkel 191 der Schnappfeder 181 (nachfolgend als Innenschenkel
191 bezeichnet) ist als Befestigungsflansch zum Anbringen der Feder an der vertikalen
Seitenwand des Verbindungssteges 120 ausgebildet. Die Blechfläche dieses Innenschenkels
191 ist mit Perforationen 196 versehen, durch welche Nieten hindurchführbar sind,
um die Schnappfeder 181 an der Seitenwand des Verbindungssteges 120 anzubringen.
[0039] Am oberen Ende des Innenschenkels 191 ist das die Schnappfeder 181 bildende Federstahlblech
unter einem spitzen Winkel nach aussen und unten gebogen, um den zweiten (nachfolgend
als Aussenschenkel 192 bezeichneten) Schenkel 192 der Schnappfeder 181 zu bilden.
Der Aussenschenkel 192 erstreckt sich in seinem ersten Abschnitt 195 vom Verbindungswinkel
mit dem Innenschenkel 191 an nach aussen und unten, wobei dieser erste Abschnitt 195
des Aussenschenkels 192 über den Verbindungswinkel in federnder Funktion mit dem Innenschenkel
191 der Schnappfeder 181 verbunden ist. Der erste Abschnitt 195 des Aussenschenkels
192 ist mit Perforationen 197 versehen. Diese können nach dem Einsetzen der Auszugsführungsvorrichtung
110 in ein möbelartiges Gestell mit am Gestell angebrachten Noppen zusammenwirken,
um die Position der Auszugsführungsvorrichtung 110 im Gestell zu fixieren.
[0040] In seinem unteren Bereich weist der Aussenschenkel 192 eine nach innen, zum Innenschenkel
191 hin abgewinkelte Partie 193 auf, die sich im wesentlichen in horizontaler Richtung
erstreckt. Diese Partie dient als Abstützfläche 193 zum Abstützen der Schnappfeder
181 (und somit des Verbindungssteges 120 bzw. der Auszugsführungsvorrichtung 110)
auf einem im wesentlichen horizontalen Vorsprung des möbelartigen Gestells. Am Innenrand
der Abstützpartie 193 ist eine Verlängerung 194 des Aussenschenkels 192 wiederum nach
unten abgewinkelt. Diese sich nach unten erstreckende Verlängerung 194 des Aussenschenkels
192 dient zum manuellen Zusammenpressen der Schnappfeder 181, um die als Federrast
181 dienende Schnappfeder 181 aus ihrer Rastposition ausrasten und lösen zu können.
[0041] Zum Einsetzen der in Fig. 3 dargestellten Auszugsführungsvorrichtung 110 in ein möbelartiges
Gestell wird die Auszugsführungsvorrichtung 110 in das Gestell eingeführt, ungefähr
horizontal ausgerichtet und dann nach oben, in Richtung zu einem am Gestell angebrachten
Bodenteil aus Blech hin geschoben. Das Bodenteil ist mit sich vertikal nach unten
erstreckenden Seitenwänden versehen, die an ihren unteren Rändern nach innen abgebogen
sind und somit im wesentlichen horizontal nach innen vorstehende Randvorsprünge bilden.
Beim Hochschieben der Auszugsführungsvorrichtung 110 werden die seitlich an den Verbindungsstegen
120, 130 angebrachten Schnappfedern 181, 182, 183, 184 derart an diesen Randvorsprüngen
vorbeigeführt, dass die Aussenschenkel 192 der Schnappfedern 181, 182, 183, 184 durch
die Randvorsprünge nach innen gedrückt werden. Sobald die Abstützpartien 193 der Schnappfedern
181, 182, 183, 184 über die Randvorsprünge hochgeschoben werden, schnappen die Aussenschenkel
192 federnd nach aussen. Die Federn 181, 182, 183, 184 liegen dann mit ihren Abstützpartien
193 auf den Randvorsprüngen auf und tragen auf diese Art die Verbindungsstege 120,
130 und somit die ganze Auszugsführungsvorrichtung 110. Gleichzeitig verhindern sie,
dass die Auszugs-führungsvorrichtung 110 nach unten verschoben werden kann. Die Schnappfedern
dienen somit sowohl als Abstützelemente zum Abstützen der Auszugsführungsvorrichtung
110 am möbelartigen Gestell, als auch als Rastvorrichtung, um die Auszugsführungsvorrichtung
110 in einer gewünschten Position am Gestell einzurasten.
[0042] Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung eine Auszugsführungsvorrichtung
geschaffen wird, welche eine variable Gestaltung eines möbelartigen Gestells ermöglicht
und hohe ästhetische Ansprüche zu befriedigen vermag.
1. Möbelsystem mit einem möbelartigen Gestell und einer Auszugsführungsvorrichtung (10,
110) mit wenigstens zwei zum Führen einer Auszugseinheit ausgebildeten parallelen,
stationären Führungsschienen (40, 50, 140, 150), die mittels wenigstens zwei Verbindungsstegen
(20, 30, 120, 130) fest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die
Auszugsführungsvorrichtung (10, 110) nach Art eines optionalen modularen Einsatzes
in das möbelartige Gestell eingesetzt ist.
2. Auszugsführungsvorrichtung (10, 110) für ein Möbelsystem insbesondere nach Anspruch
1, mit wenigstens zwei zum Führen einer Auszugseinheit ausgebildeten parallelen, stationären
Führungsschienen (40, 50, 140, 150), die mittels wenigstens zwei Verbindungsstegen
(20, 30, 120, 130) fest miteinander verbindbar sind, gekennzeichnet durch eine Ausbildung
der Führungsschienen (40, 50, 140, 150) sowie der Verbindungsstege (20, 30, 120, 130)
derart, dass die Auszugs-führungsvorrichtung (10, 110) nach Art eines optionalen modularen
Einsatzes in ein möbelartiges Gestell einsetzbar ist.
3. Auszugsführungsvorrichtung (10, 110) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsschienen (40, 50, 140, 150) fest mit den Verbindungsstegen (20, 30, 120,
130) verbunden sind und mit letzteren zusammen einen modularen Einsatz bilden, der
wahlweise als Ganzes in das möbelartige Gestell einsetzbar und aus diesem wieder entfernbar
ist.
4. Auszugsführungsvorrichtung (10, 110) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass sie im in das Gestell eingesetzten Zustand eine im wesentlichen ebene, flache
Struktur nach Art eines Rostes aufweist.
5. Auszugsführungsvorrichtung (10, 110) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass sie bezüglich einer zur Auszugsrichtung senkrechten Ebene symmetrisch ausgebildet
ist.
6. Auszugsführungsvorrichtung (10, 110) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass sie zum Einsetzen in das möbelartige Gestell formschlüssig mit dem Gestell in
Eingriff bringbar ist.
7. Auszugsführungsvorrichtung (10, 110) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einer der Verbindungsstege (20, 30, 120, 130) zum Abstützen der Auszugsführungsvorrichtung
(10, 110) am Gestell ausgebildet ist.
8. Auszugsführungsvorrichtung (10, 110) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Ausbildung
derart, dass sie nach dem Einsetzen in das möbelartige Gestell lediglich über die
Verbindungsstege (20, 30, 120, 130) am Gestell abgestützt ist.
9. Auszugsführungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass sie mit einer rinnenförmigen Partie an ihrem Aussenrand versehen ist, die zum
Abstützen der Auszugsführungsvorrichtung (10) an einer Gestellstrebe mit einer dem
Rinnenquerschnitt entsprechenden wulstartigen Aussenform ausgebildet ist.
10. Auszugsführungsvorrichtung (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
konkave Innenwölbung (22, 32) der rinnenförmigen Partie im Querschnitt die Form eines
Kreisbogens aufweist, welcher sich ungefähr über einen Viertelkreis erstreckt.
11. Auszugsführungsvorrichtung (110) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass sie mit einer Rastvorrichtung (181, 182, 183, 184) zum Einrasten der Auszugsführungsvorrichtung
(110) im Gestell versehen ist.
12. Auszugsführungsvorrichtung (110) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rastvorrichtung (181, 182, 183, 184) wenigstens eine Federrast (181, 182, 183, 184)
umfasst, die derart ausgebildet und an der Auszugsführungsvorrichtung (110) angeordnet
ist, dass sie über einem am Gestell angeordneten Vorsprung einrastet, sobald die Auszugsführungsvorrichtung
(110) vollständig in das Gestell eingesetzt ist.
13. Auszugsführungsvorrichtung (110) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Führungsschiene (140), ein Verbindungssteg (120) und eine Rastvorrichtung
(181) mittels gemeinsamen Verbindungsmitteln fest miteinander verbunden sind.