[0001] Die Erfindung betrifft einen Präsentationsbehälter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein derartige Präsentationsbehälter ist durch die DE-U1-93 12 889 bekannt. Die Umlenkvorrichtung
ist dabei als in das Loch der Päsentationsplatte einklinkbarer Bügel ausgebildet,
der auch für eine waagerechte Lochreihe gemeinsam vorgesehen sein kann. Der Bügel
dient nur zur Umlenkung Fadens. Wenn der Gegenstand zum Anprobieren oder Betrachten
von der Präsentationsplatte abgezogen wird, so ist die Fadenausziehlänge durch das
Anstoßen des Gewichts am unteren Rand des Bügels begrenzt. Ferner ist der Durchmesser
des Lochs kleiner als der Durchmesser des Gewichts. Mit einem derartigen Präsentationsbehälter
wird zwar ein Schutz gegen Entwendung der Gegenstände erreicht, doch nachteilig ist,
daß die Befestigung des Gegenstands am Faden und das Lösen des Gegenstands vom Faden
beispielsweise durch Lötung an der Präsentationsplatte vorgenommen werden müssen und
damit umständlich sind.
[0003] Ferner ist durch die DE-U1-296 19 248 ein Ring-Display aus einer waagerechten Präsentationsplatte
mit Löchern bekannt, die kleiner als die präsentierten Ringe sind, wobei jeder Ring
mittels eines an ihm befestigten Fadens und eines am anderen Fadenende befestigten,
zylinderförmigen, mit seiner Längsachse vertikal ausgerichteten Gewichts auf der Präsentationsplatte
gehalten wird und der Durchmesser des Lochs größer als der Durchmesser des Gewichts
ist. Daher kann das Gewicht durch das Loch gezogen werden, so daß eine völlige Entnahme
des Rings möglich ist. Um einer Entwendung von Ringen vorzubeugen, ist jedes Gewicht
mit einem einstellbaren Sperrbügel versehen, der zwar mit Hilfsmitteln von der Außenseite
der Präsentationsplatte, aber nur sehr umständlich einstellbar ist.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Präsentationsbehälter der im Oberbegriff
genannten Art zu schaffen, mit dem ein schnelles Präsentieren des Gegenstands an der
Präsentationplatte und ein schnelles Entfernen des Gegenstands von der Präsentationsplatte
möglich sind und die Gegenstände doch gegen Entwendung gesichert werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Neben dem Faden kann nun auch das Gewicht in der Leitrinne umgelenkt werden. Das
Gewicht kann dann durch das zugeordnete Loch in der Präsentationsplatte geführt werden.
Das Loslösen des Fadens vom Gegenstand und das Befestigen des Fadens am Gegenstand
können nun bequem an einem dafür vorgesehenen Arbeitsplatz erfolgen. Durch das Verschieben
der Sperrplatte, das zweckmäßigerweise von der Außenseite des Präsentationsbehälters
vorgenommen wird, ist ein Sperren des Gewichts gegen eine völlige Entnahme des Gegenstands
oder eine Freigabe des Gewichts zur völligen Entnahme des Gegenstands möglich.
[0007] Eine weitere Ausbildung der Erfindung bezieht sich auf einen Präsentationsbehälter,
bei dem die Umlenkvorrichtung für eine horizontale Lochreihe der Präsentationsplatte
gebildet ist. Diese weitere Ausbildung sieht vor, daß die Umlenkvorrichtung aus einer
Grundplatte und einer auf diese aufgesetzten, die Leitrinnen aufweisenden Haube besteht.
Dadurch wird eine stabile Umlenkvorrichtung erreicht.
[0008] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung weist die Haube einen im wesentlichen
geraden Oberteil und einen im wesentlichen geraden Unterteil auf, wobei der Oberteil
zum Behälterinnenraum hin um einen Winkel von 30° inbezug auf die Vertikale geneigt
ist, der Oberteil über einen Bogen in den Unterteil übergeht und der Unterteil zur
Präsentationsplatte hin um einen Winkel von 10° inbezug auf die Vertikale geneigt
ist. Damit läßt sich das Gewicht leicht in der Leitrinne bewegen, ohne daß die Umlenkvorrichtung
viel Platz erfordert.
[0009] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung erfolgt die Verschiebung der Sperrplatte
mittels eines an der Präsentationsplatte angeordneten und von außen zugänglichen Schlosses.
Dabei kann die Sperrplatte für eine Lochreihe der Präsentationsplatte gemeinsam vorgesehen
sein, so daß nur die dieser Lochreihe entsprechenden Gegenstände entsperrt bzw. verriegelt
werden können.
[0010] Die Sperrplatte kann jedoch gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung einfacher
auch für alle Löcher der Präsentationsplatte gemeinsam vorgesehen sein.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die Löcher in der Präsentationsplatte
durch in dieser befestigte Buchsen gebildet, so daß ein Materialabrieb im Lochbereich
der Präsentationsplatte vermieden wird.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist der Präsentationsbehälter durch
eine mehrseitige Säule gebildet, die auf mindestens einer Seite mit der Präsentationsplatte
versehen ist. Vorzugsweise ist eine vierseitige Säule mit je einer Präsentationsplatte
je Seite vorgesehen, so daß eine Vielzahl von Gegenständen auf engstem Raum präsentiert
werden kann.
[0013] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer vierseitigen Präsentationssäule für Uhren, bei
der die Erfindung zur Anwendung gelangt,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer der Präsentationssäule in Fig. 1 ähnlichen Präsentationssäule,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Draufsicht auf die Präsentationsplatte der in Fig. 2 dargestellten
Seite der Präsentationssäule,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Präsentationsplatte der Fig. 3 mit Umlenkvorrichtungen und
aufgehängten Gewichten,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Draufsicht auf eine der in Fig. 4 dargestellten Umlenkvorrichtungen.
- Fig. 6
- einen Schnitt durch einen Präsentationsplattenteil und durch die Umlenkvorrichtung
längs der Linie VI-VI in Fig. 5,
- Fig. 7
- eine zur Fig. 3 passende Draufsicht auf die teilweise in Fig. 6 dargestellte Sperrplatte
und
- Fig. 8
- eine Draufsicht von oben auf die geöffnete Präsentationssäule der Fig. 2, wobei die
eine Diagonalhälfte geschnitten dargestellt ist.
[0014] Die vierseitige Präsentationssäule 1 in Fig. 1 hat eine Bodenplatte 2, eine auf dieser
befestigten Säule aus vier miteinander verbundenen Seitenwänden, von denen nur die
Seitenwände 3, 4 zu sehen sind, und einen auf diesen Seitenwänden befestigten Deckel
5. Die Seitenwände, wie die Seitenwände 3, 4, sind jeweils mit drei in bestimmten
Abständen voneinander angeordneten, waagerechten Lochreihen, wie der Lochreihe 6,
aus jeweils vier Löchern, wie den Löchern 7, versehen. An jedem dieser Löcher ist
eine Uhr, wie die Uhr 8, aufgehängt. Unterhalb der untersten Lochreihe der Seitenwand
4 ist ein von außen zugängliches Schloß 9 angeordnet, und unter diesem Schloß befindet
sich eine mit einem Schloß 10 verschließbare Schublade 11. Die Art der Aufhängung
der Uhren 8 und die Aufgaben des Schlosses 9 und der Schublade 11 werden noch erläutert.
[0015] Die Fig. 2 zeigt eine andere, der Präsentationssäule in Fig. 1 ähnliche Ausführung
1' einer Präsentationssäule. Dabei ist eine der Seitenwand 4 ähnliche Seitenwand 4'
dargestellt, die abweichend von Fig. 1 aus einer Lochreihen 6' aufweisenden und die
Uhren 8 tragenden Präsentationsplatte 12, einer Schublade 11 ' und einer Sockelplatte
13 zusammengesetzt ist. Jede Lochreihe 6' weist fünf Löcher 7' auf. Die Präsentationsplatte
12 wird mit den Präsentationsplatten der anderen Seitenwände durch Magnete, wie den
Magnet 14, zusammengehalten. Die Schublade 11' erstreckt sich über die ganze Breite
der Seitenwand 4', und die Sockelplatte 13 ist mit der Bodenplatte 2 durch Stifte,
wie dem Stift 15, verbunden. Durch die Magnetverbindung der Präsentationsplat-ten
sind diese leicht auswechselbar.
[0016] In Fig. 3 ist die Präsentationsplatte 12 vergrößert dargestellt. Aus der in Fig.
4 dargestellten, von rechts gesehenen Seitenansicht dieser Präsentationsplatte 12
sind Umlenkvorrichtungen, wie die Umlenkvorrichtung 16, zu erkennen.
[0017] Jede Umlenkvorrichtung 16 ist für eine Lochreihe 6' gemeinsam vorgesehen, d.h. sie
erstreckt sich über mindestens die Breite der Lochreihe 6'. Jede Uhr 8 ist mittels
eines zerreißfesten Fadens, wie des Fadens 17, fest verbunden. Dieser Faden ist durch
das der Uhr 8 zugehörige Loch 7' und über die Umlenkvorrichtung 16 geführt und mit
seinem anderen Ende an einem Längsende eines zugehörigen, zylinderförmigen und mit
seiner Längsachse vertikal angeordneten Gewichts 18 fest verbunden.
[0018] In Fig. 5 ist die Umlenkvorrichtung 16 vergrößert dargestellt, während Fig. 6 einen
Schnitt durch diese Umlenkvorrichtung und einen Teil der Präsentationsplatte 12 zeigt.
Die Umlenkvorrichtung besteht aus einer Grundplatte 19 und einer auf diese aufgesetzten
Haube 20, wobei diese aus Metall oder Kunststoff bestehen können und miteinander durch
geeignete Mittel, vorzugsweise durch Klebstoff, verbunden sind. Die Haube weist einen
im wesentlichen geraden Oberteil 21 und einen im wesentlichen geraden Unterteil 22
auf, wobei der Oberteil 21 zum Behälterinnenraum hin um einen Winkel von 30° inbezug
auf die Vertikale geneigt ist, der Oberteil 21 über einen Bogen 23 in den Unterteil
22 übergeht und der Unterteil 22 zur Präsentationsplatte 12 hin um einen Winkel von
10° inbezug auf die Vertikale geneigt ist.
[0019] Im Oberteil 21 und im Oberteil der Grundplatte 19 befinden sich Löcher 24, die mit
den Löchern 7' der Präsentationsplatte 12 deckungsgleich sind. Die Löcher 7' werden
dabei durch Buchsen 24 gebildet, die in der Präsentationsplatte 12 befestigt sind.
Die Löcher 7' und 24 haben einen etwas größeren Durchmesser als das Gewicht 18 (Fig.
4). Im Anschluß an die Löcher 24 sind in der Haube 20 vertikal nach unten verlaufende,
runde Leitrinnen, wie die Leitrinne 26, gebildet, deren Rundung an die Rundung des
Gewichts 18 angepaßt ist. Die Umlenkvorrichtung 16 ist in hier nicht dargestellter
Weise mit der Präsentationsplatte 12 verbunden.
[0020] Zwischen der Umlenkvorrichtung 16 und der Präsentationsplatte 12 ist eine Sperrplatte
27 angeordnet, die in einer parallel zur Präsentationsplattenebene liegenden Ebene
verschiebbar und mit Löchern, wie dem Loch 28, versehen ist, deren Positionen denen
der Löcher 7' in der Präsentationsplatte 12 entsprechen. Diese Sperrplatte ist in
Fig. 7 gezeigt und in vertikaler Richtung verschiebbar. Die Löcher 28 sind vorzugsweise
gleich groß wie die Löcher 7'.
[0021] Die Sperrplatte 27 ist für alle Löcher 7' der Präsentationsplatte 12 gemeinsam vorgesehen
und läßt sich durch Betätigen des Schlosses 9 (Fig. 2) soweit gegenüber der Präsentationsplatte
12 verschieben, daß die Gewichte 8 nicht mehr durch die ihnen zugeordneten Löcher
7' hindurchgeführt werden können. Die Uhren 8 können daher, beispielsweise zum Anprobieren,
nur um die Fadenlänge von der Präsentationssäule 1' abgezogen werden. Andererseits
erlaubt die Sperrplatte 27 in ihrer Freigabestellung das Entnehmen der Gewichte 8
aus der Präsentationssäule 1' und das Einführen der Gewichte 8 in diese.
[0022] Sollte es einem Entwender gelingen, den Faden 17, der auch ein besonders zerreißfestes
Seil sein kann, zu durchtrennen, so fällt das abgetrennte Gewicht 8 in die Schublade
11 bzw. 11', wobei das Aufschlaggeräusch von einer Bedienungsperson wahrgenommen werden
kann. Es ist auch möglich, eine besondere Alarmanlage für das Erkennen der Fadendurchtrennung
oder des Entfernens der Uhren zu verwenden.
[0023] In Fig. 8 ist die Präsentationssäule 1' von oben bei abgenommenen Deckel 5 gezeigt.
Neben der Seitenwand 4' mit der Präsentationsplatte 12, die mit den Umlenkvorrichtungen,
wie der Umlenkvorrichtung 16, der Sperplatte 27 und den Löchern 7' versehen ist, sind
auch die übrigen Seitenwände entsprechend gestaltet. Die Umlenkvorrichtung 16 wird
durch seitliche Halter 29, 30 gehalten, die an der Präsentationsplatte 12 befestigt
sind und die mittels Vorsprüngen Führungen für die Sperplatte 27 bilden. Aus dieser
Figur sind auch die Rundungen der Leitrinnen 26 und die Lage der Magnete 14 zu erkennen.
1. Präsentationsbehälter mit mindestens einer vertikalen oder vertikal geneigten Präsentationsplatte
zur Präsentation von Gegenständen, insbesondere Uhren oder Schmuckstücken, wobei die
Präsentationsplatte mehrere Löcher mit jeweils einem kleiner als die Gegenstandsbreite
bemessenen Duchmesser aufweist, jeder Gegenstand durch einen durch eines der Löcher
geführten Faden mit einem zugeordneten, im Präsentationsbehälter angeordneten, zylinderförmigen
Gewicht an dessen einem Längsende verbunden ist und der Faden über eine in der Nähe
jedes Lochs an der Präsentationsplatte angeordnete Umlenkvorrichtung geführt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- das Loch (7, 7') einen größeren Querschnitt als das Gewicht (18) aufweist,
- die Umlenkvorrichtung (16) mit einer vertikalen, im Querschnitt runden Leitrinne
(26) zur Führung des Fadens (17) und des Gewichts (18) versehen ist und
- zwischen Umlenkvorrichtung (16) und Präsentationsplatte (12) eine Sperrplatte (27)
angeordnet ist, die in einer parallel zur Präsentationsplattenebene liegenden Ebene
verschiebbar und mit Löchern (24) versehen ist, deren Positionen denen der Löcher
(7, 7') in der Präsentationsplatte (12) entsprechen.
2. Präsentationsbehälter nach Anspruch 1, bei dem die Umlenkvorrichtung für eine horizontale
Lochreihe der Präsentationsplatte gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkvorrichtung (16) aus einer Grundplatte (19) und einer auf diese aufgesetzten,
die Leitrinnen (26) aufweisenden Haube (20) besteht.
3. Präsentationsbehälter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haube einen im wesentlichen geraden Oberteil (21) und einen im wesentlichen
geraden Unterteil (22) aufweist, wobei der Oberteil (21) zum Behälterinnenraum hin
um einen Winkel von 30° inbezug auf die Vertikale geneigt ist, der Oberteil (21) über
einen Bogen (23) in den Unterteil (22) übergeht und der Unterteil (22) zur Präsentationsplatte
(12) hin um einen Winkel von 10° inbezug auf die Vertikale geneigt ist.
4. Präsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschiebung der Sperrplatte (27) mittels eines an der Präsentationsplatte
(12) angeordneten und von außen zugänglichen Schlosses (9) erfolgt.
5. Präsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrplatte (27) für alle Löcher (7') der Präsentationsplatte (12) vorgesehen
ist.
6. Präsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Löcher (7') in der Präsentationsplatte (12) durch in dieser befestigte Buchsen
(25) gebildet sind.
7. Präsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Präsentationsbehälter durch eine mehrseitige Säule (1, 1') gebildet ist, die
auf mindestens einer Seite mit der Präsentationsplatte (12) versehen ist.