[0001] Die Erfindung betrifft eine bekletterbare Vorrichtung.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer bekletterbaren
Vorrichtung.
[0003] Der Klettersport ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Aus vielfachen Gründen
besteht ein Bedürfnis, diese Sportart an künstlich geschaffenen Vorrichtungen auszuüben.
Diese machen es möglich, den Klettersport ohne Beschränkungen hinsichtlich des Ausübungsortes
oder des Wetters auszuüben. Ein weiterer Vorteil künstlicher Klettervorrichtungen
ist, dass die Umwelt geschont wird.
[0004] Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus der Deutschen Offenlegungsschrift DE 43 12
70 A1 bekannt.
[0005] Diese bekannte Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass einzelne Module steif
ausgebildet sind und durch einen zusätzlichen versteifenden umlaufenden Rahmen zu
einer Kletterwand verbindbar sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung zu schaffen,
die möglichst einfach herzustellen ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass eine gattungsgemäße Vorrichtung
so gestaltet wird, dass sie wenigstens eine Plane aufweist, wobei auf wenigstens einer
Hauptfläche der Plane Klettergriffe befestigbar sind.
[0008] Hierdurch wird eine bekletterbare Vorrichtung geschaffen, die vielseitig einsetzbar
ist. Durch eine geeignete Wahl der Größe der Plane kann die Vorrichtung an vielseitige
Bedürfnisse von Benutzern angepasst werden. So ist es beispielsweise möglich, ein
Modul beziehungsweise die Vorrichtung transportabel zu gestalten. Bei einer geringeren
Größe der Plane kann die Vorrichtung beispielsweise in normalen Räumen wie Wohnungen
oder Ladenlokalen eingesetzt werden. Größere Planen, beziehungsweise Vorrichtungen,
die mehrere Planen enthalten, eignen sich besonders für den Einsatz in größeren Räumen
oder im Freien. Bevorzugte Einsatzorte sind Schulen, Turnhallen und Schwimmbäder.
Bei anderen Einsatzorten wie Fitnessstudios können Planen in verschiedenen Größen
zum Einsatz kommen.
[0009] Zweckmäßigerweise ist die Plane so gestaltet, dass sie selbst die für ihre Bekletterbarkeit
erforderliche Stabilität aufweist.
[0010] Vorzugsweise ist die Vorrichtung so gestaltet, dass die Plane mit Befestigungsmitteln
für die Aufnahme der Klettergriffe versehen ist.
[0011] Es ist besonders vorteilhaft, dass die Plane faltbar und/oder aufrollbar ist. Hierdurch
ist es möglich, die Plane schnell von einem Ort zu einem anderen Ort zu transportieren
und/oder an einem Einsatzort vor einer unbefugten Benutzung zu schützen. Ein Schutz
vor einer unbefugten Benutzung kann auch dadurch erzielt werden, dass wenigstens ein
Flächenbereich der Plane abtrennbar ist.
[0012] Die Stabilität des Moduls beziehungsweise der mit ihm hergestellten Klettervorrichtung
kann dadurch erhöht werden, dass die Plane wenigstens bereichsweise mit mindestens
einem Verstärkungsmittel verbunden ist.
[0013] Eine weitere Erhöhung der Stabilität lässt sich vorteilhafterweise dadurch erreichen,
dass das Verstärkungsmittel flächig ausgebildet ist.
[0014] Eine besonders leichte und robuste Ausführungsform des Moduls beziehungsweise der
Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass das Verstärkungsmittel im Wesentlichen
eine Streifenform aufweist.
[0015] Eine weitere Verbesserung der Herstellbarkeit und der Handhabbarkeit lässt sich dadurch
erreichen, dass das Verstärkungsmittel wenigstens ein Gurtband umfasst.
[0016] Hierbei ist es besonders zweckmäßig, dass sich wenigstens einige der Befestigungsmittel
für die Klettergriffe in Kontakt mit dem Verstärkungsmittel befinden.
[0017] Als Material für die Plane eignen sich grundsätzlich alle Stoffe, die eine ausreichende
Reißfestigkeit aufweisen. Vorzugsweise werden Stoffe eingesetzt, die einfach erhältlich
sind und die einfache Erhältlichkeit mit einer geeigneten Zuschneidbarkeit und einer
hohen chemischen und mechanischen Beständigkeit vereinigen.
[0018] Beispiele für derartige Materialien sind Polyester und PVC.
[0019] Zweckmäßigerweise weist das Modul wenigstens ein Aufhängungsmittel auf.
[0020] In einem einfachen doch zugleich zweckmäßigen Fall ist das Aufhängemittel eine Öse.
[0021] In der Öse können geeignete Haltemittel wie Seile aus elastischem oder nicht elastischem
Material befestigt werden.
[0022] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
dass die Plane in einem Rahmen aufgespannt ist. Der Rahmen erhöht sowohl die mechanische
Stabilität als auch die Transportfähigkeit der Vorrichtung.
[0023] Eine weitere Verbesserung der Transportierbarkeit lässt sich dadurch erzielen, dass
der Rahmen klappbar gestaltet ist.
[0024] Der Nutzwert kann dadurch erhöht werden, dass der bekletterbaren Vorrichtung wenigstens
an einer Stelle Flüssigkeit, insbesondere Wasser, zugeführt wird.
[0025] Eine weitere Erhöhung des Nutzwertes kann dadurch erzielt werden, dass die Flüssigkeit
im Bereich der Hauptfläche zugeführt wird.
[0026] Ferner ist es zweckmäßig, ein Verfahren zur Herstellung einer bekletterbaren Vorrichtung
so durchzuführen, dass eine Plane mit Befestigungsmitteln für Haltegriffe und/oder
mit Haltegriffen versehen wird.
[0027] Dabei ist es vorteilhaft, dass die Plane mit wenigstens einem Verstärkungsmittel
versehen wird.
[0028] Hierbei ist es besonders zweckmäßig, dass die Befestigungsmittel und/oder die Klettergriffe
im Bereich des Verstärkungsmaterials aufgebracht werden.
[0029] Es ist besonders vorteilhaft, dass Gurtbänder als Verstärkungsmittel aufgebracht
werden und dass die Befestigungsmittel und/oder die Klettergriffe mit den Gurtbändern
verbunden werden.
[0030] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist, ein Verfahren zur Herstellung einer bekletterbaren
Vorrichtung so durchzuführen, dass ein erfindungsgemäßes Modul an einer Haltevorrichtung
aufgehängt wird.
[0031] Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele
anhand der Zeichnung.
[0032] Die Zeichnung zeigt eine Aufsicht auf ein für eine Herstellung einer bekletterbaren
Vorrichtung besonders zweckmäßiges erfindungsgemäßes Modul.
[0033] Das Modul besteht aus einer Plane 10, die mit Klettergriffen 20 versehbar ist. Die
Stabilität der Plane 10 kann durch einen oder mehrere, nicht dargestellte Stäbe erhöht
werden.
[0034] Die Klettergriffe 20 befinden sich vorzugsweise auf einem geeigneten Befestigungsmittel,
wobei das Befestigungsmittel im dargestellten Fall aus mehreren Gurtbändern besteht,
die vorzugsweise parallel zueinander auf der Plane aufgebracht sind.
[0035] Die Haltegriffe sind über ein oder mehrere mechanische Verbindungsmittel, im einfachsten
Fall Schrauben, mit der Plane verbunden. Hierbei ist es zweckmäßig, dass die Plane
an den Orten, an denen die Haltegriffe befestigt sind, verstärkt ist. Diese Verstärkung
erfolgt beispielsweise durch eine oder mehrere Unterlegscheiben oder durch Flachstahl.
Hierdurch werden die Haltegriffe gekontert. Eine besonders einfache und zweckmäßige
Konterung erfolgt dadurch, dass die Haltegriffe sich auf beiden Haupflächen der Plane
an gleichen Positionen befinden.
[0036] Das Modul ist in seinem oberen Bereich an einer Öse 40 aufhängbar.
[0037] Das Modul kann einfach transportiert werden und so zu einem Einsatzort gebracht werden.
[0038] Für den Fall, dass es erwünscht ist, dass das Modul an einem Einsatzort verbleibt,
kann die Plane in Zeiten, in denen sie nicht genutzt werden muss, beziehungsweise
in denen ihre Benutzung unerwünscht beziehungsweise verboten ist, aus dem Zugänglichkeitsbereich
potentieller Benutzer entfernt werden.
[0039] Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass die Plane aufgerollt wird. Ein derartiges
Aufrollen ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn die Klettergriffe verhältnismäßig
klein gegenüber der Ausdehnung der Plane sind.
[0040] Falls die Klettergriffe jedoch eine größere Ausdehnung aufweisen, ist es auch möglich,
die Plane lediglich teilweise anzuheben, so dass auch in diesem Fall eine Elastizität
der Plane eine Veränderbarkeit des Moduls, beziehungsweise der mit Hilfe des Moduls
hergestellten Vorrichtung bewirkt.
[0041] Im dargestellten Fall besteht die Plane aus Polyäthylen oder PVC. Die Elastizität
der Plane erhöht auch den Freizeitwert für die Benutzer, weil bei einer Bekletterung
der Tragewand ein zusätzlicher Freiheitsgrad darin besteht, dass der Klettervorgang
in Abhängigkeit von einer Einstellung der Elastizität der Plane von einer den Spass
des Benutzers erhöhenden Schaukelbewegung unterstützt werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 10
- Plane 10
- 20
- Klettergriffe
- 40
- Öse
1. Bekletterbare Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine Plane aufweist, wobei auf wenigstens einer Hauptfläche
der Plane Klettergriffe befestigt sind und dass die Plane faltbar und/oder aufrollbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane mit Befestigungsmitteln für die Aufnahme der Klettergriffe versehen
ist.
3. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane wenigstens bereichsweise mit mindestens einem Verstärkungsmittel
verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsmittel flächig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsmittel im Wesentlichen eine Streifenform aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsmittel wenigstens ein Gurtband umfasst.
7. Vorrichtung nach einem oder beiden der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Verstärkungsmittel enthält, wobei wenigstens einige der Verstärkungsmittel
im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Verstärkungsmittel sich in wenigstens einem Randbereich der
Plane befindet.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich wenigstens einige der Befestigungsmittel für die Klettergriffe in Kontakt
mit dem Verstärkungsmittel befinden.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane wenigstens bereichsweise eine Polyester-Verbindung enthält.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane wenigstens bereichsweise eine Poly-vinylchlorid-Verbindung enthält.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane wenigstens bereichsweise eine Poly-ethylen-Verbindung enthält.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens ein Aufhängungsmittel enthält.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufhängungsmittel wenigstens eine Öse enthält.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Klettergriffe an beiden Hauptflächen der Plane befestigt sind.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ihr wenigstens an einer Stelle Flüssigkeit, insbesondere Wasser, zugeführt
wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit im Bereich der Hauptfläche zugeführt werden kann.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane wenigstens abschnittsweise mit einer rahmenartigen Haltevorrichtung
verbunden ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen klappbar ist.
20. Verfahren zur Herstellung einer bekletterbaren Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul hergestellt wird, wobei eine Plane mit Befestigungsmitteln für Haltegriffe
und/oder mit Haltegriffen versehen wird, und dass das Modul an einer Haltevorrichtung
aufgehängt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane mit wenigstens einem Verstärkungsmittel versehen wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel und/oder die Klettergriffe im Bereich des Verstärkungsmaterials
aufgebracht werden.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass Gurtbänder als Verstärkungsmittel aufgebracht werden und dass die Befestigungsmittel
und/oder die Klettergriffe mit den Gurtbändern verbunden werden.
24. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul von der Haltevorrichtung herabhängt.
25. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul an wenigstens zwei einander im Wesentlichen gegenüberliegenden Seiten
aufgehängt wird.