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EP 1 106 521 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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13.06.2001 Patentblatt 2001/24 |
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Anmeldetag: 08.07.2000 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
01.12.1999 DE 29921089 U
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Anmelder: KHS Maschinen- und Anlagenbau
Aktiengesellschaft |
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44143 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- Sindermann, Siegmar
59174 Kamen (DE)
- Hellige, Ulrich
44267 Dortmund (DE)
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Schraubverschluss für Flaschen |
(57) Die Erfindung betrifft einen Schraubverschluß für Flaschen, insbesondere für unter
Druck stehende Getränkeflaschen, bestehend aus einem in der Grundform zylindrischen
Mantel (2) mit Innengewinde (3) und einer im wesentlichen kreisscheibenförmigen Kopfplatte
(4), an deren Innenseite eine dünne, ringförmige Dichtungskappe (5) angeordnet ist
und an deren Übergang zum zylindrischen Mantel auf der Innenseite ein Wulst zum Anpressen
der Dichtungskappe an den oberen, äußeren Rand der Flaschenhalsmündung vorgesehen
ist. Dabei ist vorgesehen, daß die Dichtungskappe (5) im unteren Bereich nahe der
unteren Öffnung des Schraubverschlusses (1) angeordnet und durch Verschiebung und/oder
Verdrehung der Teile zueinander gegen die Kopfplatte (4) verbringbar ist.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schraubverschluß für Flaschen, insbesondere
für unter Druck stehende Getränkeflaschen, bestehend aus einem in der Grundform zylindrischen
Mantel mit Innengewinde und einer im wesentlichen kreisscheibenförmigen Kopfplatte,
an deren Innenseite eine dünne, ringförmige Dichtungskappe angeordnet ist und an deren
Übergang zum zylindrischen Mantel auf der Innenseite ein Wulst zum Anpressen der Dichtungskappe
an den oberen, äußeren Rand der Flaschenhalsmündung vorgesehen ist.
[0002] Ein derartiger Verschluß ist aus der EP-A-0 114 127 bekannt. Bei dem bekannten Verschluß
sind sowohl auf der Innenseite als auch auf der Außenseite zwei schräg zur Verschlußachse
verlaufende Dichtungsstreifen vorgesehen, die eine V-förmige Öffnung bilden, in welche
der Flaschenhalsrand beim Aufschrauben des Verschlusses eingreift. Durch die V-förmige
Schrägstellung der beiden Dichtungsstreifen werden diese beim Aufschrauben auf den
Flaschenhalsrand im wesentlichen vertikal nach oben gedrückt und weggeklappt, wobei
sie sich an den Flaschenhals mehr oder weniger dicht anlegen und in die beiderseits
der Dichtungsstreifen vorgesehenen Freiräume hineingedrückt werden. Der Grund der
V-förmigen Öffnung der beiden Dichtungsstreifen steht gegenüber der Fläche der Kopfplatte
etwas vor, so daß das weitere Aufschrauben und Zusammendrücken der Dichtungsstreifen
durch den Eingriff dieses Grundes mit dem oberen Flaschenhalsrand begrenzt wird.
[0003] Aus der US-A-4,623,070 ist ein Verschluß bekannt, der ebenfalls die Merkmale des
Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufweist. Bei diesem verläuft der Dichtungsstreifen
im wesentlichen entlang einer zur Achse des Verschlusses stark geneigten Konusfläche.
Der Flaschenhalsrand erfaßt diesen Dichtungsstreifen entlang der konischen Fläche
von unten und drückt diesen ebenfalls im wesentlichen nach oben in einen dafür vorgesehenen
Freiraum in der Kopfplatte.
[0004] Im Stand der Technik sind daneben noch weitere Kunststoffverschlüsse bekannt, welche
anstelle eines einstückig angeformten Dichtungsstreifens eine getrennte Dichtungsscheibe
oder einen getrennten Dichtungsring vorsehen, der vor dem Aufschrauben des Verschlusses
in diesen eingelegt wird. Derartige Verschlüsse werden nach dem Befüllen der Flaschen
in Verschließmaschinen aufgebracht. Nach Verlassen der Verschließmaschine kann ein
Absprühen von an der Flaschenwandung haftenden Getränkeresten eingeleitet werden.
Bei verschiedenen Getränken ist es aber erwünscht, auch den Mündungsbereich von Getränkeresten
zu befreien, um Verunreinigungen und Schimmelbildungen in diesem Bereich bzw. unter
dem Verschluß auszuschließen. Dieses kann aber, um das in der Flasche befindliche
Getränk nicht mit Reinigungsmitteln zu belasten, nur bei einer abgedichteten Flasche
erfolgen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schraubverschluß für Flaschen zu
schaffen, mit dem eine Vorabdichtung der Flasche erzielt werden kann, wobei der Mündungsbereich
im wesentlichen freibleibt. Gleichzeitig soll vorgesehen sein, den Abdichtungsvorgang
und Reinigungsprozeß mit anschließendem Verschluß in einer Verschließmaschine durchzuführen,
wobei auf zusätzliche Verschlußauflegevorrichtungen verzichtet werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Schraubverschluß der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß die Dichtungskappe im unteren Bereich nahe der unteren Öffnung des Schraubverschlusses
angeordnet und durch Verschiebung und/oder Verdrehung der Teile zueinander gegen die
Kopfplatte verbringbar ist.
[0007] Ferner wird in eigenständiger Ausbildung vorgeschlagen, daß die Dichtungskappe in
dem unteren Bereich des Schraubverschlusses angeordnet und durch Verdrehen des Schraubverschlusses
auf die Mündung der Flasche gegen die obere Kopfplatte verbringbar ist.
[0008] Weitere Ausbildungen ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.
[0009] Mit der Ausbildung des Verschlusses ist zunächst eine Abdichtung der Flasche gewährleistet,
die dann insbesondere im kritischen Mündunsbereich durch ortsfeste oder mitlaufende
Hochdrucksprüheinrichtungen, wobei z. B. das Hochdruckwasser der vorgeschalteten Aufschäumeinrichtung
eingesetzt werden kann, gereinigt und unmittelbar darauf verschlossen wird.
[0010] Der in der Zeichnung beispielsweise in Fig. 1 und 2 dargestellte Verschluß 1 ist
als Schraubverschluß ausgebildet und weist einen zylindrischen Mantel 2 mit Innengewinde
3 und eine im wesentlichen kreisscheibenförmige Kopfplatte 4 auf, an deren Innenseite
im Endzustand eine ringförmige Dichtungskappe 5 angeordnet ist. Die Dichtungskappe
5 ist zunächst im unteren Bereich nahe der unteren Öffnung des Schraubverschlusses
1 angeordnet. Vorzugsweise ist hierzu der Bereich eines unteren Sicherungsringes 6
vorgesehen. Die Dichtungskappe 5 weist mindestens eine umlaufende Ringnut 7 auf, die
etwa der Stirnseite einer Flaschenmündung 8 entspricht und auf diese aufbringbar ist.
Es können aber auch zwei gegeneinander gerichtete Ringnuten 7, 9 vorgesehen sein,
wobei die äußere Ringnut 7 den Mündungsrand einer Flasche innen und außen umfaßt.
Der äußere Mantel dieser Dichtungskappe 5 besitzt zweckmäßig einen dem Schraubverschlußgewinde
entsprechenden Gewindegang, der der Dichtungskappe 5 einen besonderen Halt in diesem
Bereich vermittelt. Es können weitere Haft- und sonstige Verankerungen vorgesehen
sein. Diese Dichtungskappe 5 ist innerhalb des Schraubverschlusses 1 durch Verschiebung,
wenn keine Gewindegänge vorgesehen sind, oder durch Verdrehung in diesen Gewindegängen
durch Aufschrauben des äußeren Schraubverschlusses dichtend gegen die Kopfplatte 4
verbringbar. Zweckmäßig wird die Dichtungskappe 5 in einer ersten Stufe in dem unteren
Bereich des Schraubverschlusses 1 gehalten und in einer weiteren Stufe durch Verdrehen
des Schraubverschlusses 1 auf die Mündung 8 einer Flasche gegen die obere Kopfplatte
4 verbracht. Die Verschlüsse können vorgefertigt sein, also bereits im unteren Bereich
eine solche Dichtungskappe 5 aufweisen. Diese wird dann im Bereich einer Verschließmaschine
übernommen und auf die Flaschenmündung 8 dichtend aufgesetzt. In diesem Moment kann
eine Besprühung der meist mit Füllgut verschmutzten Mündungsbereiche durch Düsen 10
vorgenommen werden, worauf dann in einer zweiten Stufe durch Verdrehen des Schraubverschlusses
1 auf die Flaschenmündung 8 eine endgültige Abdichtung auch zwischen der Dichtungskappe
und dem Außenteil des Schraubverschlusses 1 erfolgt.
1. Schraubverschluß für Flaschen, insbesondere für unter Druck stehende Getränkeflaschen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungskappe (5) im unteren Bereich nahe der unteren Öffnung des Schraubverschlusses
(1) angeordnet und durch Verschiebung und/oder Verdrehung der Teile zueinander gegen
die Kopfplatte (4) verbringbar ist.
2. Schraubverschluß nach dem Oberbegriff des Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungskappe (5) in einer ersten Stufe in dem unteren Bereich des Schraubverschlusses
1 gehalten und in einer weiteren Stufe durch Verdrehen des Schraubverschlusses (1)
auf die Mündung (8) der Flasche gegen die obere Kopfplatte (4) verbringbar ist.
3. Schraubverschluß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungskappe (5) mit dem Schraubverschluß (1) in einer ersten Stufe auf die
Flaschenmündung (8) dichtend aufsetzbar und in einer weiteren Stufe gegen diese dichtend
anpreßbar ist.
4. Schraubverschluß mit einem Sicherungsring, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungskappe (5) im Bereich des Sicherungsringes (6) angeordnet ist.
5. Schraubveschluß nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungskappe (5) eine umlaufende Ringnut (7) aufweist.
6. Schraubverschluß nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungskappe (5) zwei gegeneinander gerichtete Ringnuten (7, 9) aufweist, wobei
die äußere Ringnut (7) dem Mündungsrand einer Flasche angepaßt ist.
7. Schraubverschluß nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Mantel der Dichtungskappe (5) einem dem Schraubverschlußgewinde entsprechenden
Gewindegang aufweist.
