[0001] Die Erfindung betrifft einen Rolladen-Aufsatzkasten zur Montage an dem Blendrahmen
eines Fensters, vorzugsweise zur Vormontage an dem vormontierten Blendrahmen vor Einbau
desselben in der Fensternische eines Mauerwerks, im wesentlichen bestehend aus den
Aufnahmeraum für eine Wickelwelle und einen Rolladenpanzer bildenden, miteinander
verbundenen Kastenblenden.
[0002] Solche Rolladen-Aufsatzkästen können schon werkseitig an oder auf das Fenster montiert
sein. Auch sind Rolladenkästen als Vorsatzkästen bekannt, die außenseitig vor dem
oberen Blendrahmen des Fensters montiert werden. Solche Vorsatzkästen finden beispielsweise
bei der Altbau-Nachrüstung mit Rolläden Anwendung. Diese sind am oberen äußeren Fenstersturz
mit Abstand zum Blendrahmen befestigt.
[0003] Die bekannten Rolladen-Aufsatzkästen zur Vormontage mit dem Blendrahmen sind auf
der Oberseite des Blendrahmens so mit diesem befestigt, daß der Aufsatzkasten in die
Rauminnenseite hineinragt. Bei einer solchen Ausführungsform ist die innere Kastenblende
als Revisionsdeckel abnehmbar ausgebildet, so daß die Wickelwelle und der Rolladenpanzer
von der Rauminnenseite her zugänglich sind. Bei einer solchen Anordnung ist im Gegensatz
zu der zuvor erwähnten Anordnung des Rolladenkastens eine Isolierung in dem Rolladenkasten
vorzusehen, und zwar unter Auslassung des maximal möglichen Radius des aufgewickelten
Rolladenpanzers. Der zur Rauminnenseite weisende Teil des Aufsatzkastens ist dabei
in der Regel übertapeziert oder gestrichen.
[0004] Diese bekannten Bauanschluß-Aufsatzkästen bilden in der Regel Kältebrücken, die Isolierung
der Kästen ist verhältnismäßig aufwendig, da das zur Rauminnenseite vorzusehende Isoliermaterial
aufwendig in Form und Zuschnitt ist. Zumeist finden hier Formstücke aus Dämmstoff
Anwendung, in deren Querschnittskontur der Radius der Wickelwelle mit aufgewickeltem
Rollenpanzer ausgenommen ist.
[0005] Bei Wartungsarbeiten an dem Rolladen muß ein etwa übertapezierter Revisionsdeckel
abgenommen werden und das Dämmaterial muß aus dem Rolladenkasten entfernt werden,
um einen freien Zugang zu der Wickelwelle bzw. zu dem aufgewickelten Rollladenpanzer
zu gewährleisten.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Rolladen-Aufsatzkasten der
eingangs genannten Art bzw. eine Fenster-Rolladenkasteneinheit zu schaffen, bei der
die zuvor erwähnten Nachteile weitestgehend vermieden werden.
[0007] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die zur Raumseite weisende Innenblende des Kastens
auf dem Blendrahmen derart montierbar ist, daß sie bündig mit der zur Raumseite weisenden
Innenseite des Blendrahmens abschließt. Bei einer solchen Lösung ist der Revisionszugang
zu dem Rolladen-Aufsatzkasten auf dessen der Rauminnenseite abgewandten Seite vorzusehen.
Bei einer gegebenen Fensternische können der Rolladen-Aufsatzkasten und der Blendrahmen
des Fensters weiter zur Raumseite montiert werden, so daß raumseitig kalte Nischen
und Ecken vermieden werden, was zu einer verminderten Neigung zur Schimmelpilzbildung
führt. Die Innenfläche des Aufsatzkastens erstreckt sich raumseitig bündig mit dem
Fenster, so daß die Innenblende des Aufsatzkastens wahlweise als Sichtblende oder
zum Tapezieren benutzt werden kann. Durch den außenseitig vorgesehenen Revisionsdeckel
werden Beschädigungen des Anstrichs oder der Tapeten bei späteren Reparaturarbeiten
am Rolladen vermieden.
[0008] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die auf dem Blendrahmen zu
montierende Innenblende als Hohlprofil mit einer Dämmfüllung ausgebildet. Hierdurch
werden Kältebrücken bzw. Wärmebrücken im Kastenbereich vermieden, außerdem wird hierdurch
auch Schalldämmung gewährleistet. Der Wärmedurchlässigkeitsbeiwert durch den Rolladenkasten
wird durch eine solche Konstruktion deutlich gegenüber herkömmlichen Rollladenkästen
herabgesetzt. Bei Reparaturarbeiten am Rolladen entfällt das sonst als lästig empfundene
Herausnehmen des Dämmaterials.
[0009] Bevorzugt ist die Innenblende als Kunststoff-Hohlprofil ausgebildet, vorzugsweise
als Mehrkammerprofil. Einerseits lassen sich solche Kunststoff-Hohlprofile leicht
fertigen, andererseits hat eine solche Ausbildung der Innenblende besonders günstige
Wärme- und Schalldämmungseigenschaften.
[0010] Zweckmäßigerweise weist die Innenblende zur Montage an dem Blendrahmen des Fensters
Rastmittel auf, die komplementär zu Rastmitteln des Blendrahmenprofils ausgebildet
sind und mit diesen zusammenwirken.
[0011] Bei einer Variante des Rolladen-Aufsetzkastens gemäß der Erfindung ist eine als Kunststoff-Hohlprofil,
vorzugsweise als Mehrkammerprofil ausgebildete Oberblende vorgesehen, die mit der
Innenblende über komplementär zueinander ausgebildete Rastmittel verbindbar ist.
[0012] Weiterhin zweckmäßig ist es, wenn wenigstens eine schwenkbeweglich mit der Oberblende
verbundene Außenblende vorgesehen ist. Diese Außenblende kann als Revisionsdeckel
ausgebildet sein, wenn der Kasten beispielsweise aus drei Blenden aufgebaut ist und
die Außenblende in etwa der Kontur des aufgewikkelten Rolladenpanzers folgend gerundet
ausgebildet ist.
[0013] Bei einer Ausführung des Rolladen-Aufsatzkastens mit rechteckigem Querschnitt ist
es zweckmäßig, wenn eine als Revisionsdeckel ausgebildete Unterblende vorgesehen ist.
[0014] Die Außenblende und/oder Unterblende bestehen zweckmäßigerweise aus Aluminium.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rolladen-Aufsatzkastens
ist vorgesehen, daß der Blendrahmen des Fensters einen Teil des raumseitigen Abschlusses
des Kastens bildet, so daß im Gegensatz zu herkömmlichen Konstruktionen eine bessere
Ausnutzung der Fensterrahmenfläche erzielt wird. Bei dieser Konstruktion kann die
Bauhöhe der Innenblende kleiner als der Durchmesser des auf der Wickelwelle aufgerollten
Rolladenpanzers gewählt werden.
[0016] Bei einer bevorzugten Ausführungsform, bei welcher die Wickelwelle als sogenannter
Rechtsroller ausgebildet ist, kann zusätzlich außenseitig des Blendrahmens ein Insektenschutzrollo
oder dergleichen vorgesehen sein, welches an der Unterblende befestigt sein kann.
[0017] Nach einem Ausführungsbeispiel kann in der Innenblende wenigstens eine Belüftungsöffnung
vorgesehen sein, die über den Aufnahmeraum für die Wickelwelle mit dem Außenraum bzw.
mit der Umgebung kommuniziert. Mit einer solchen Anordnung ist eine im wesentliche
zugfreie Raumbelüftung gewährleistet. Die Belüftungsöffnung in der Innenblende ist
in vorteilhafter Art und Weise in einem witterungsgeschützten Bereich innerhalb des
Rolladenkastens angeordnet und somit auch nicht dem direkten Winddruck ausgesetzt.
Eine solche Anordnung ist konstruktiv verhältnismäßig einfach, darüber hinaus ist
die Belüftungsöffnung von außen sichtgeschützt. Der Durchgang bzw. die Öffnung ist
vorzugsweise im oberen Bereich der Innenblende, d. h. mit nur geringfügigem Abstand
vor dem oberen Fenstersturz angeordnet, so daß die Belüftung des Raumes in Deckennähe
erfolgen kann.
[0018] Vorzugsweise ist die Belüftungsöffnung raumseitig an ein an sich bekanntes durch
die Raumkonvektion antreibbares Lüftungselement angeschlossen, mit welchem eine gerichtete
Frischluftzufuhr im Deckenbereich des Raumes erzielbar ist. Das Lüftungselement, welches
durch die Warmluftkonvektion im Raum angetrieben wird, bewirkt eine Beschleunigung
und Ausrichtung der durch die Belüftungsöffnung eintretenden Luft in den Dekkenbereich
des Raumes.
[0019] Die Erfindung umfaßt weiterhin ein Fenster mit wenigstens einem Blendrahmen aus Kunststoff-Hohlprofilen
und mit einem mit dem Blendrahmen verbundenen Rolladen-Aufsatzkasten mit einem oder
mehrerer der vorstehend beschriebenen Merkmale.
[0020] Die Erfindung wird nachstehend anhand dreier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele
erläutert.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines auf einem Blendrahmen montierten Rolladen-Aufsatzkastens
mit abgerundeter Außenblende gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Vertikalschnitt durch ein an einem Baukörper montiertes Fenster mit einem Rolladen-Aufsatzkasten
gemäß der in Fig. 1 gezeigten Variante,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den in Fig. 2 dargestellten montierten Rolladen-Aufsatzkasten,
- Fig. 4
- einen Vertikalschnitt durch ein am Baukörper befestigtes Fenster mit montiertem Rolladen-Aufsatzkasten
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Ansicht eines Querschnitts des in Fig. 4 dargestellten Rolladen-Aufsatzkastens,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch die Innenblende des Rolladen-Aufsatzkastens,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines Blendrahmens mit Rolladen-Aufsatzkasten gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 8
- einen Vertikalschnitt durch ein am Baukörper befestigtes Fenster mit montiertem Rolladen-Aufsatzkasten
gemäß der in Fig. 7 dargestellten Variante und
- Fig. 9
- einen Vertikalschnitt durch einen Rolladen-Aufsatzkasten nach einer weiteren Variante
gemäß der Erfindung.
[0022] Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung, bei welchem
auf dem mit 1 bezeichneten Blendrahmen eines Fenster ein Rolladen-Aufsatzkasten 2
vormontiert ist. Der Rolladen-Aufsatzkasten 2 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
besteht im wesentlichen aus den Aufnahmeraum für eine Wickelwelle 3 und einen Rolladenpanzer
4 bildenden, miteinander verbundenen Kastenblenden, nämlich einer Innenblende 5, einer
Außenblende 6 und einer Oberblende 7.
[0023] Wie insbesondere der Fig. 2 entnehmbar ist, besitzt gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
die Außenblende 6 eine gerundete, bogenförmige Kontur, die Wickelwelle 3 ist als sogenannter
Linksroller ausgebildet. Der Rolladen-Aufsatzkasten 2 wird dabei von insgesamt drei
Kastenblenden 5, 6, 7 gebildet, wobei die gerundete Außenblende 6 aus Aluminium besteht
und die Innenblende 5 sowie die Oberblende 7 als extrudierte Kunststoff-Hohlprofile
ausgebildet sind. Die Oberblende 7, die Innenblende 5 und das Blendrahmenprofil 8
des oberen Blendrahmens 1 sind über Rastelemente miteinander verbunden, wobei hakenförmig
ausgebildete Raststege 9 der Innenblende 5 Rastnuten 10 des Blendrahmenprofils 8 hintergreifen.
Die Verbindung der Innenblende 5 mit der Oberblende 7 erfolgt über Rastzapfen 11 an
der Innenblende 5, die Rastöffnungen 12 der Oberblende 7 hintergreifen.
[0024] Die Außenblende 6 besitzt einen rinnenförmig oder hakenförmig ausgebildeten oberen
Randbereich 13, mit dem diese in einen Führungskanal 14 der Oberblende 7 schwenkbeweglich
eingehängt ist; der Führungskanal 14 und der rinnenförmig ausgebildete Randbereich
13 der Außenblende 6 bilden ein labyrinthartig ineinandergreifendes Scharnier.
[0025] Seitlich ist der Rolladen-Aufsatzkasten 2 mit Kopfstücken 15 verschlossen, die jeweils
nicht dargestellte Lager für die Wickelwelle 3, seitliche Führungen für den Austritt
des Rollladenpanzers 4 und Führungen für einen nicht dargestellten Rolladengurt bilden.
[0026] Die Kopfstücke 15 sind mittels Laschen 16 seitlich am Blendrahmen 1 des Fensters
verschraubt.
[0027] Die Oberblende 7 ist unter Zwischenlage eines Dichtbandes 17 durch die Innenblende
5 gegen den oberen Fenstersturz 18 verschraubt. Das mehrere Kammern 19 umfassende
Profil der Innenblende 5 ist mit einer Füllung aus Dämmstoff 20 versehen.
[0028] Mit 21 sind sich in etwa vertikal erstreckende Rolladenführungsschienen bezeichnet,
die die Führung des herabgelassenen Rolladenpanzers 4 übernehmen.
[0029] Mit 22 ist die Raumseite des Bauwerks bezeichnet. Wie dies ohne weiteres aus den
Figuren ersichtlich ist, zeichnet sich der dort dargestellte Rolladen-Aufsatzkasten
2 dadurch aus, daß er auf der der Raumseite 22 abgewandten Seite des Blendrahmens
1 befestigt ist und so nach außen hervorsteht, so daß zur Raumseite 22 die Innenblende
5 mit dem Blendrahmen 1 bündig abschließt. Hierdurch kann, wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist, der Blendrahmen 1 in der Fensternische so montiert sein, daß zur Raumseite 22
nahezu kein Fenstersturz vorgesehen ist.
[0030] Darüber hinaus wird der hintere Abschluß des Rolladen-Aufsatzkastens 2 sowohl durch
die Innenblende 5 als auch durch das obere Blendrahmenprofil 8 des Blendrahmens 1
gebildet, so daß die Höhe der Innenblende 5 geringer als der Durchmesser des aufgewickelten
Rolladenpanzers 3 gewählt werden kann. Der an dem Blendrahmenprofil 8 befestigte Anschlag
23 für die Winkelendschiene 24 des Rolladenpanzers 3 ist in dem Aufnahmeraum des Rolladen-Aufsatzkastens
2 angeordnet. Mit 25 ist die Austrittsöffnung für den Rolladenpanzer 3 bezeichnet.
[0031] In den Fig. 4 und 5 ist eine weitere Variante des Rolladen-Aufsatzkastens 2 gemäß
der Erfindung dargestellt, bei welcher der Rolladen-Aufsatzkasten 2 einen etwa rechteckigen
Querschnitt aufweist und insgesamt aus vier Kastenblenden zusammengesetzt ist, nämlich
der Innenblende 5, der Oberblende 7, der Außenblende 6 und einer als Revisionsdeckel
ausgebildeten Unterblende 26. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Wickelwelle 3
ebenfalls als sogenannter Linksroller ausgebildet.
[0032] Die Unterblende 26 besitzt an ihrer der Austrittsöffnung 25 abgewandten Seite ebenfalls
ein rinnenförmig oder hakenförmig ausgebildetes Randprofil 27, welches schwenkbeweglich
in einen Führungskanal 28 der Außenblende 6 eingehängt ist und ein Öffnen bzw. Ausstellen
der Unterblende 26 nach unten ermöglicht.
[0033] Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel des Rolladen-Aufsatzkastens
bildet die Außenblende 6 gleichzeitig den Revisionsdeckel, ein Wegschwenken dieser
nach unten (aus der in den Figuren dargestellten Lage) ermöglicht den Zugriff auf
das Innenleben des Rolladen-Aufsatzkastens 2.
[0034] Bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Innenleben
des Rolladen-Aufsatzkastens 2 nur von unten zugänglich, was insbesondere dann sinnvoll
ist, wenn der Rollladen-Aufsatzkasten, wie in Fig. 4 dargestellt ist, auch von einer
Außendämmung 28 überdeckt ist.
[0035] Die Abdichtung zwischen dem oberen Blendrahmenprofil 8 des Blendrahmens 1 und der
Innenblende 5 wird durch zwischen diese eingelegte Dichtbänder 29 erzielt.
[0036] Bei dem in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsbeispiel des Rolladen-Aufsatzkastens
2 ist die Wickelwelle 3 als sogenannter Rechtsroller ausgebildet, die Austrittsöffnung
25 für den Rolladenpanzer 4 ist mit Abstand zu dem Blendrahmen 1 derart angeordnet,
daß der Rolladen die Fensternische etwa im Bereich der Außenfläche des Bauwerks bzw.
im Bereich der äußeren Kanten des Fenstersturzes abschließt. Die Unterseite des Rolladen-Aufsatzkastens
2 wird durch einen an dem oberen Blendrahmenprofil 8 befestigtes Winkelprofil 32 und
eine Unterblende 26 gebildet, wobei die Unterblende 26 in eine Einschubnut 33 des
Winkelprofils 32 eingesetzt ist. Unmittelbar an die Außenseite des oberen Blendrahmenprofils
8 angrenzend ist an dem Winkelprofil 32 ein kleinerer Vorsatzkasten 34 mit einem auf
einer zweiten Wickelwelle 35 aufgerollten Insektenschutzgitter 36 angeordnet. Der
Rolladenpanzer 4 und das Insektenschutzgitter 36 sind in sich jeweils seitlich vertikal
erstreckenden Führungsschienen 37 geführt, deren Tiefe in etwa der Tiefe des Rolladen-Aufsatzkastens
2 entspricht.
[0037] Wie dies aus Fig. 8 ersichtlich ist, ist der Rolladen-Aufsatzkasten 2 mit sich durch
das obere Blendrahmenprofil 8, die Innenblende 5 und die Oberblende 7 erstreckenden
Schrauben 38 im Bauwerk verankert. In bekannter Art und Weise sind auch die unteren
und seitlichen Blendrahmenprofile im Mauerwerk bzw. Bauwerk verankert, dies bedarf
jedoch keiner besonderen Erwähnung.
[0038] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel, welches in Fig. 9 dargestellt ist, ist in
der Innenblende 5 eine Belüftungsöffnung 39 vorgesehen, die über den Aufnahmeraum
für die Wickelwelle 4 mit dem Außenraum bzw. mit der Außenseite kommuniziert. Luft
kann durch diese Belüftungsöffnung 39 über den Aufnahmeraum für die Wickelwelle durch
die Austrittsöffnung 25 für den Rolladenpanzer 4 in den Wohnraum einströmen. Die Belüftungsöffnung
39 kann einen beliebigen Querschnitt aufweisen und erstreckt sich vorzugsweise nur
über einen relativ kleinen Bereich über die Länge der Innenblende 5, d. h. in die
Zeichnungsebene hinein. Selbstverständlich können auch mehrere Lüftungsöffnungen 39,
je nach Tiefe des Fensters, vorgesehen sein. Es können Mittel zum Verschließen dieser
Belüftungsöffnung 39 vorgesehen sein. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist
jedoch auf der Raumseite 22 ein Lüftungselement 40 vorgesehen, das über die Warmluftkonvektion
im Wohnraum antreibbar ist und eine beschleunigte sowie gerichtete Luftströmung in
den Deckenbereich des Raumes erzeugt.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Blendrahmen
- 2
- Rolladen-Aufsatzkasten
- 3
- Wickelwelle
- 4
- Rolladenpanzer
- 5
- Innenblende
- 6
- Außenblende
- 7
- Oberblende
- 8
- Blendrahmenprofil
- 9
- Raststege
- 10
- Rastnuten
- 11
- Rastzapfen
- 12
- Rastöffnungen
- 13
- Randbereich der Außenblende 4
- 14
- Führungskanal
- 15
- Kopfstücke
- 16
- Laschen
- 17
- Dichtband
- 18
- oberer Fenstersturz
- 19
- Kammern der Innenblende
- 20
- Dämmstoff
- 21
- Rolladenführungsschiene
- 22
- Raumseite
- 23
- Anschlag
- 24
- Winkelendschiene
- 25
- Austrittsöffnung
- 26
- Unterblende
- 27
- Randprofil
- 28
- Außendämmunq
- 29
- Dichtbänder
- 32
- Winkelprofil
- 33
- Einschubnut
- 34
- Vorsatzkasten
- 35
- zweite Wickelwelle
- 36
- Insektenschutzgitter
- 37
- Führungsschiene
- 38
- Schrauben
- 39
- Belüftungsöffnung
- 40
- Lüftungselement
1. Rolladen-Aufsatzkasten zur Montage an dem Blendrahmen eines Fensters, vorzugsweise
zur Vormontage an dem vormontierten Blendrahmen vor Einbau desselben in die Fensternische
eines Mauerwerks, im wesentlichen bestehend aus den Aufnahmeraum für eine Wickelwelle
und einen Rolladenpanzer bildenden, miteinander verbundenen Kastenblenden, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Raumseite (22) weisende Innenblende (5) des Kastens auf dem Blendrahmen
(1) derart montierbar ist, daß sie bündig mit der zur Raumseite (22) weisenden Innenseite
des Blendrahmens (1) abschließt.
2. Rolladen-Aufsatzkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenblende (5) als Hohlprofil mit einer Dämmstoff-Füllung ausgebildet ist.
3. Rolladen-Aufsatzkasten nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenblende (5) als Kunststoff-Hohlprofil ausgebildet ist, vorzugsweise
als Mehrkammerprofil.
4. Rolladen-Aufsatzkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenblende (5) zur Montage an dem Blendrahmen (1) des Fensters Rastmittel
aufweist, die komplementär zu Rastmitteln des Blendrahmenprofils ausgebildet sind
und mit diesen zusammenwirken.
5. Rolladen-Aufsatzkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine als Kunststoff-Hohlprofil, vorzugsweise als Mehrkammerprofil ausgebildete Oberblende
(7), die mit der Innenblende (5) über komplementär zueinander ausgebildete Rastmittel
verbindbar ist.
6. Rolladen-Aufsatzkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch wenigstens eine schwenkbeweglich mit der Oberblende (5) verbundene Außenblende (6).
7. Rolladen-Aufsatzkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch wenigstens eine als Revisionsdeckel ausgebildete Unterblende (26).
8. Rolladen-Aufsatzkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendrahmen (1) des Fensters einen Teil des raumseitigen Abschlusses des
Kastens bildet.
9. Rolladen-Aufsatzkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein außenseitig des Blendrahmens (1) vorgesehenes Insektenschutzrollo, das an der
Unterblende (26) befestigt ist.
10. Rolladen-Aufsatzkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenblende (5) wenigstens eine Belüftungsöffnung (39) vorgesehen ist,
die über den Aufnahmeraum für die Wickelwelle (4) mit dem Außenraum kommuniziert.
11. Rolladen-Aufsatzkasten nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungsöffnung (39) raumseitig an ein durch die Raumkonvektion antreibbares
Lüftungselement (40) angeschlossen ist, mit welchem eine gerichtete Frischluftzufuhr
im Deckenbereich des Raums erzielbar ist.
12. Fenster mit wenigstens einem Blendrahmen aus Kunststoff-Hohlprofilen und mit einem
mit dem Blendrahmen verbundenen Rolladen-Aufsatzkasten mit den Merkmalen eines der
Ansprüche 1 bis 11.