[0001] Die Erfindung betrifft eine Turbomaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Bei Turbomaschinen wird im allgemeinen versucht das Gehäuse und die Gehäuseverkleidung
möglichst gut gegen das in einem Hauptströmungskanal geführte Arbeitsgas zu isolieren,
um ein akzeptables Spaltverhalten an den Laufspalten der Laufschaufeln zu erhalten.
Es wird weiter versucht die Gehäusetemperatur so niedrig wie möglich zu halten, um
einen kostengünstigen Werkstoff, wie zum Beispiel Stahl, verwenden zu können. Im Stand
der Technik sind bereits Anstrengungen unternommen worden, um die Gehäusekühlung und
die Luftführung zu optimieren. So beschreibt die WO 92/17686 ein Turbinengehäuse,
das durch die besondere Ausgestaltung der Gehäuseverkleidung die Luftführung der Kühlluft
zwischen Verkleidung und Gehäuseaußenumfang reguliert. Dabei wird versucht, durch
Verengung des Strömungsquerschnitts über Gehäuseabschnitten mit besonders dickem Querschnitt
eine erhöhte Kühlung dieser Abschnitte zu erreichen.
[0003] Jedoch können durch eine derartige Ausgestaltung, wie sie in der WO 92/17686 vorgeschlagen
wird, keine Leckluftströmungen beeinflußt werden, die aus dem Hauptströmungskanal
der Turbine heraus in den Bereich zwischen Gehäuseinnenumfang und Dichtungsträgerring
strömen. Insbesondere bei Niederdruckturbinen besteht nämlich das Problem, daß unter
hohem Druck stehendes heißes Arbeitsgas aus dem Hauptströmungskanal der Turbine durch
Undichtigkeiten in den Bereich zwischen Gehäuseinnenumfang und Dichtungsträgerring
entweicht. Dies ergibt sich aus daraus, daß im allgemeinen an Niederdruckturbinen
aus Kostengründen kein spezielles Luftsystem mit Sperrluft zum Sperren des Heißgases
verwendet wird.
[0004] Bei der in Figur 3 in einem Längsschnitt dargestellten Niederdruckturbinenstufe nach
dem bekannten Stand der Technik wird heißes Arbeitsgas aus dem Turbinen-Hauptströmungskanal
6 durch einen Verbindungsspalt 22 in einen Raum 5 in Form einer sog. Leckluftströmung
24 eingezogen. In diesem Raum 5 vermischt sich diese Leckluftströmung 24 mit einem
gezielt bereitgestellten bzw. in diesen Raum 5 eingeleiteten Strom von Drosselluft
8, wobei es sich im wesentlichen um Sperrluft aus der dieser NiederdruckTurbinenstufe
vorgelagerten Hochdruck-Turbinenstufe handelt. Dieser Mischluftstrom (an späterer
Stelle als Leckageluftgemisch 25 bezeichnet) strömt über eine sog. Nut-Nase Verbindung
23 in einen Isolationsraum 21 ein, der zwischen dem bereits genannten Dichtungsträgerring
7 und dem Innenumfang des Turbinen-Gehäuseabschnittes 10 vorgesehen ist, und in dem
Isolierelemente 19 vorgesehen sind.
[0005] Der aufgrund der heißen Leckluftströmung 24 ebenfalls relativ heiße Mischluftstrom
aus dieser Leckluftströmung 24 sowie der Drosselluft 8 umströmt bzw. durchdringt die
Isolierelemente 19 und setzt demzufolge deren Isolationswirkung gegenüber dem Gehäuseabschnitt
10 erheblich herab. Der Gehäuseabschnitt 10 kann hierdurch ungüstigstenfalls überhitzt
werden. Zumindest jedoch werden durch diese Führung der Leckluftströmung 24, die sich
aus der Leckage auf der Seite des niedrigen Druckes ergibt, die Isolierelemente 19
des Dichtungsträgerrings 7 von allen Seiten mit Luft hoher Temperatur umströmt. Deren
Isolierwirkung in Richtung Gehäusewand wird damit stark verringert. Dies wirkt sich
wie bekannt negativ auf die Laufspalte und damit auf den Turbinenwirkungsgrad aus,
da im übrigen durch den verstärkten Wärmeübergang der gesamte Bereich des Turbinengehäuses
thermisch schneller verformt wird, d.h. er reagiert kurzfristiger auf Änderungen der
Temperaturen. Wie bekannt wirkt sich dies negativ auf die sog. Laufspalte, d.h. auf
den wünschenswerterweise so gering als möglich zu haltenden Spalt zwischen einer bzw.
der Labyrinthdichtung 12 und den Dichtungsspitzen 15 der Rotorschaufeln 14 der Turbine
aus. Die so entstehenden Spaltverluste erfordern somit eine Verwendung entsprechend
hitzebeständiger Werkstoffe für die Gehäuseabschnitte 10.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Standes
der Technik zu vermeiden und eine einfache und kostengünstige Lösung zur Abführung
der aus dem Turbinen-Hauptströmungskanal entweichenden heißen Arbeitsgase zu finden,
wobei der Turbinenwirkungsgrad verbessert und Überhitzung von Gehäuseteilen vermieden
werden soll.
[0007] Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen beschrieben.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Lösung mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 wird eine
definierte Luftströmung im Bereich zwischen Gehäuseinnenumfang und Dichtungsträgerring
erreicht. Dadurch wird verhindert, daß zwischen den Isolierelementen und den Gehäuseabschnitten
eine erzwungene Strömung hoher Temperatur stattfindet, da diese Strömung nunmehr in
einem unschädlichen Bereich geführt wird. Die Isolierwirkung der Isolierelemente erhöht
sich dadurch erheblich, was ein besseres Spaltverhalten einer Rotorstufe und damit
einen höheren Wirkungsgrad der jeweiligen Stufe insgesamt zur Folge hat. Außerdem
wird durch die definierte Luftströmung und die damit verbesserte Isolierung die Temperatur
des Turbinen-Gehäuses verringert, was den Einsatz von kostengünstigeren Werkstoffen
erlaubt.
[0009] Eine Weiterbildung der vorliegenden Erfindung gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
2 sieht eine besonders vorteilhafte konstruktive Ausgestaltung vor. Dabei wird ein
zumindest teilweise doppelwandiger Dichtungsträgerring erzeugt, bei dem Leckluftströmung
durch den doppelwandigen Abschnitt kanalisiert wird.
[0010] Das Leitblech kann dabei in vorteilhafter Weise gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
3 auf dem Dichtungsträgerring angebracht sein. Aber auch andere Varianten, wie einzelne
Röhren, längs durchlässige Metallwaben oder Metallstege sind möglich. Der Dichtungsträgerring
kann dabei beispielsweise aus einer Nickel-Basis-Legierung, wie Inconel 718 hergestellt
sein.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Merkmale
des Patentanspruchs 4 auf. Dabei sind entsprechende Öffnungen, die vorzugsweise als
Bohrungen ausgestaltet sind, über den Umfang verteilt und jeweils an Stellen angeordnet,
wo sie auf einen freien Abschnitt des erfindungsgemäßen Leckstromkanals treffen.
[0012] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind die Öffnungen
gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 5 angeordnet. Dabei liegen die Öffnungen an
einem dem Hauptströmungskanal der Turbomaschine zugewandten Ende des Verbindungsspalts.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird mit den
Merkmalen des Anspruchs 6 erreicht. Darin hat das Leitblech eine Doppelfunktion, da
es hier nämlich gleichzeitig auch als Halterung des Dichtungsträgerrings an einer
hervorstehenden umlaufenden Haltenase des Gehäusesegments dient. Durch diese Doppelfunktion
läßt sich ein zusätzliches Halterungsbauteil einsparen.
Schließlich weist eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
die Merkmale des Patentanspruchs 7 auf. Insbesondere in einer Niederdruckturbinenstufe
einer Turbomaschine lassen sich deutliche Wirkungsgradsteigerungen durch eine entsprechende
Ausgestaltung des Dichtungsträgerrings erzielen.
[0013] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung werden durch die Beschreibung
des Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
Darin zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Niederdruckturbinenstufe einer Turbomaschine im
Längsschnitt, bei der ein erfindungsgemäβer Leckstromkanal zur Kanalisierung von Leckströmung
vorgesehen ist;
- Figur 2
- ein Detail des Längsschnitts aus Figur 1, bei dem der Leckstromkanal mit den entsprechenden
Strömungen dargestellt ist;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer Niederdruckturbinenstufe vom bekannten Stand der
Technik, die bereits erläutert wurde.
[0014] Figur 1 zeigt schematisch eine Niederdruckturbinenstufe einer Axialturbomaschine
im Längsschnitt. Dabei verläuft die Hauptströmungsrichtung der Turbine in der Zeichnungsebene
von links nach rechts, d.h. von einem Stator 18 zu einem Stator 13. Der Querschnitt
der Turbine erweitert sich dabei kegelförmig in Richtung des Stators 13. Dem Stator
18 ist in axialer Richtung eine Rotorstufe mit Rotorschaufeln 14 nachgeschaltet. In
radialer Richtung bilden zum einen Statorfüße 17 und 29 sowie ein Dichtungsträgerring
7 die äußere Begrenzung des Hauptströmungskanals 6. Die Statorfüße 17, 29, die jeweils
Statorsegmente mit mehreren Statoren 18 und 13 aufweisen, und der Dichtungsträgerring
7 sind jeweils mit Gehäuseabschnitten 27, 10 verbunden, die einen gasdichten Abschluß
gegenüber der Umgebung bilden. Die Gehäuseabschnitte 27, 10 sind wiederum an ihrem
Außenumfang von einer Gehäuseverkleidung 11 umgeben, die insbesondere der Führung
von Kühlluft dient.
[0015] Die Rotorschaufeln 14 weisen an ihren Schaufelspitzen jeweils Dichtungsspitzen 15
auf, die mit einer am Dichtungsträgerring 7 befestigten Labyrinthdichtung 12 zusammenwirken,
um Strömungsverluste zu vermeiden. Auf die Rotorstufe folgt ein weiterer Stator 13.
Die jeweils aus mehreren Statoren 18, 13 gebildeten Statorsegmente sind dabei über
Statorfüße 17, 29 am Turbinen-Gehäuse befestigt. Zwischen dessen Gehäuseabschnitten
10 und den Rotorblättern 14 ist am bereits genannten Dichtungsträgerring 7 die umlaufende
Labyrinthdichtung 12 angeordnet, in die sich die Dichtungsspitzen 15 der Rotorschaufeln
14 bei Ausdehnung der Rotorblätter aufgrund von Temperatur und Fliehkräften hineinarbeiten
können.
[0016] Zwischen dem Dichtungsträgerring 7 und dem Gehäuseabschnitt 10 wird ein sog. Isolationsraum
21 gebildet, in welchem erste Isolierelemente 30 und quasi dahinter zweite Isolierelemente
19 angeordnet sind.
[0017] Die Gehäuseabschnitte 27 und 10 sind über eine Gehäuse-Verschraubung 16 miteinander
verbunden. Am Gehäuseabschnitt 10 steht eine umlaufende Haltenase 23 hervor, wie in
Figur 2 im Detail gezeigt. Diese umlaufende Haltenase 23 wird von oben und unten jeweils
durch ein Ende des Dichtungsträgerrings 7 und ein Ende eines später noch näher erläuterten
Leitblechs 1 umfaßt, so daß sie als Halterung des Dichtungsträgerrings 7 an seinem
dem Stator 18 zugewandten Ende dient. An seinem dem Stator 13 zugewandten Ende ist
der Dichtungsträgerring 7 in einer nutförmigen in Umfangsrichtung umlaufenden Aussparung
28 des Statorfußes 29 aufgenommen.
[0018] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leckstromkanals 4 zur
Kanalisierung von Leckströmung, der in Figur 2 im Detail dargestellt ist. Dabei ist
der Leckstromkanal 4 in Umfangsrichtung der Turbine durch eine ringförmige Wandung
des Dichtungsträgerrings 7 und ein ringförmiges Leitblech 1 begrenzt, wobei diese
beiden Bauelemente durch sog. Abstandsbleche 2, welche in regelmäßigen Abständen über
den Umfang verteilt angeordnet sind, voneinander beabstandet sind. Dabei ist jeweils
das Abstandsblech 2 mit einer Wandung des Dichtungsringträgers 7 und das Leitblech
1 mit dem Abstandsblech 2 verschweißt. Der Leckstromkanal 4 weist somit im vorliegenden
Ausführungsbeispiel einen rechteckigen Strömungsquerschnitt auf.
[0019] Zwischen dem Statorfuß 17 und dem Dichtungsträgerring 7 ist ein Verbindungsspalt
22 gebildet. Auf der dem Hauptströmungskanal 6 abgewandten Seite des Verbindungsspalts
22 ist ein ringförmiger Hohlraum 5 zwischen Statorfuß 17 und Gehäuseabschnitt 27 gebildet.
Ferner weist der Dichtungsträgerring 7 in Höhe des Verbindungsspalts 22 Bohrungen
3 auf, über die der Verbindungsspalt 22 mit den Leckstromkanälen 4 in Verbindung steht.
[0020] Das gesamte Turbinengehäuse ist im übrigen von einer Verkleidung 11 umgeben, die
über eine Verschraubung 20 mit den Gehäuseabschnitten 10 verbunden ist.
[0021] Während des Betriebs der Turbine expandiert heißes unter hohem Druck stehendes Arbeitsgas
im Hauptströmungskanal 6 in Richtung des Stators 13. Gleichzeitig tritt, wie in Figur
2 angedeutet, sog. Drosselluft 8, von der vorgelagerten Hochdruck-Turbine als dort
verwendete Sperrluft kommend, in den Hohlraum 5 ein und wird weiter in Richtung des
abfallenden Drucks in den Isolationsraum 21 eingeführt. Ferner gelangt eine Leckluftströmung
24 in Form eines Bruchteiles des heißen Arbeitsgases aus dem Hauptströmungskanal 6
durch den Verbindungsspalt 22 in Richtung des abfallenden Drucks, d.h. in Richtung
des Hohlraums 5. Diese Leckluftströmung wird nun durch die Bohrung 3 in den Leckstromkanal
4 geleitet. Dadurch wird die Leckluftströmung 24 definiert an den Isolierelementen
19 außen am Dichtungsträgerring 7 vorbeigeführt. Selbstverständlich vermischen sich
zuvor und währenddessen die bereits genannte Drosselluft 8 und die Leckluftströmung
24 insbesondere beim Einströmen in die Löcher 3, wobei wesentlich ist, daß dieser
heiße Mischstrom, der in Fig. 2 unter der Bezugsziffer 25 als Leckageluftgemisch in
Form eines Pfeiles dargestellt ist, aufgrund des Leckstromkanales 4 vom Turbinen-Gehäuse,
d.h. vom Gehäuseabschnitt 10 auf Distanz gehalten wird. Im übrigen wird hierdurch
ausgeschlossen, daß mit relativ kalter Drosselluft 8 durchmischtes Leckluft-Arbeitsgas
24 unkontrolliert in den Isolationsraum 21 eindringen kann und dort zu lokalen Überhitzungen
führt. Vielmehr wird dieses heiße Luftleckagegemisch 25 an der Außenseite des Dichtungsträgerrings
7 im Leckstromkanal 4 geführt, wo es abkühlen kann und am Ausgang des Leckstromkanals
4 von weiterer Drosselluft mitgerissen und der Wandung des Dichtungsträgerrings 7
folgend in einen Hohlraum 9 austreten kann.
[0022] Dabei ist der Kanalquerschnitt des Leckstromkanals 4 so ausgelegt, daß dessen Strömungswiderstand
sehr viel niedriger als derjenige des mit Isolationselementen 19 zum Großteil ausgefüllten
Isolationsraums 21 ist, um den gewünschten Strömungsverlauf sicherzustellen. Die Anordnung
der Bohrungen 3 ist dabei so gewählt, daß die Drosselluft 8, die selbstverständlich
kälter ist als das Arbeitsgas im Hauptströmungskanal 6, ebenfalls durch die Bohrungen
3 in die Leckstromkanäle 4 einströmt. Nur wenn die Menge der Drosselluft 8 geringer
ist als die Leckagemenge, die in den bereits genannten Hohlraum 9 des Dichtungsträgerrings
7 an dem der Aussparung 28 zugewandten Ende austritt, so wird zusätzliches Leckluft-Arbeitsgas
24 aus dem Hauptströmungskanal 6 durch den Verbindungsspalt 22 und die Bohrungen 3
in die Leckstromkanäle 4 eingezogen. Das Leckluft-Arbeitsgas bzw. die Leckluftströmung
24 dringt aber aufgrund der Anordnung der Bohrungen 3 nicht in den Hohlraum 5 ein.
Dadurch wird das Turbinen-Gehäuse bzw. werden die Gehäuseabschnitte 10, 27 zusätzlich
vor Überhitzung geschützt.
[0023] Wie aus Figuren 1 und 2 zu erkennen ist, muß der Leckstromkanal 4 dabei nicht über
die gesamte Länge des Dichtungsträgerrings 7 geführt werden. Vielmehr genügt es, wenn
der Leckstromkanal 4 stromab des ersten Isolierelementes 30 bzw. kurz nach Beginn
des zweiten Isolierelementes 19 endet. Dieses Isolierelement 19 übernimmt dann die
Führung des Leckageluftgemischs 25 im wesentlichen bis in den Hohlraum 9 hinein. Eine
ungewünschte Umströmung der Isolierelemente 30 und 19 und insbesondere die unerwünschte
direkte Beaufschlagung des Gehäuseabschnittes 10 mit der Leckluftströmung 24 kann
dadurch nicht mehr stattfinden.
BEZUGSZEICHEN
[0024]
- 1
- Leitblech
- 2
- Abstandsblech
- 3
- Bohrunq
- 4
- Leckstromkanal
- 5
- Hohlraum
- 6
- Hauptströmungskanal
- 7
- Dichtungsträgerring
- 8
- Drosselluft
- 9
- Hohlraum
- 10
- Gehäuseabschnitt
- 11
- Verkleidung
- 12
- Labyrinthdichtung
- 13
- Stator
- 14
- Rotorschaufel
- 15
- Dichtungsspitzen
- 16
- Verschraubung
- 17
- Statorfuß
- 18
- Stator
- 19
- Isolierelement
- 20
- Verschraubung Gehäuse-Verkleidung
- 21
- Isolationsraum
- 22
- Verbindungsspalt
- 23
- Haltenase
- 24
- Leckluftströmung (des Arbeitsgases)
- 25
- Leckageluftgemisch
- 26
- Halteblech
- 27
- Gehäuseabschnitt
- 28
- Aussparung
- 29
- Statorfuß
- 30
- Isolierelement
1. Turbomaschine, bei der im Bereich einer Rotorstufe zwischen einem Dichtungsträgerring
(7) und einem Gehäuseabschnitt (10) Isolierungen (19, 30) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Leckstromkanal (4) zur Kanalisierung von Leckströmung im Bereich der Isolierungen
(19, 30) vorgesehen ist.
2. Turbomaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Leckstromkanal (4) zwischen einem Leitblech (1) und dem äußeren Umfang des Dichtungsträgerrings
(7) gebildet ist.
3. Turbomaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Leitblech (1) und dem äußeren Umfang des Dichtungsträgerrings (7) in
regelmäßigem Abstand über den Umfang verteilte Abstandsbleche (2) vorgesehen sind.
4. Turbomaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
über den Umfang des Dichtungsträgerrings (7) verteilte Öffnungen (3) angeordnet sind,
über die Heißgas in den Leckstromkanal (4) einleitbar ist.
5. Turbomaschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Öffnungen (3) an einem Verbindungsspalt (22) zwischen einem Hohlraum (5) und einem
Hauptströmungskanal (6) angeordnet sind.
6. Turbomaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Leitblech (1) gleichzeitig als Halteblech zur Befestigung des Dichtungsträgerrings
(7) am Gehäuse (10) vorgesehen ist.
7. Turbomaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Leckstromkanal (4) zur Verwendung in einer Niederdruckturbinenstufe vorgesehen
ist.