[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Flammgebung, insbesondere zum Anzünden
von Kerzen, Kaminfeuern od.dgl. gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 41 08 701 A1 bekannt. Eine solche Vorrichtung
ermöglicht einem Benutzer an schwer zugänglichen Stellen, beispielsweise an schwierig
zu erreichenden Kerzendochten in Gestecken oder an besonderen Stellen in einem vorbereiteten
Kaminholzstapel Feuer zu geben. Bei der bekannten Vorrichtung wird das Feuerzeug zur
Flammgebung in dem Gehäuse verschoben. Um das Feuerzeug in diese Vorrichtung einlegen
zu können, ist mindestens eine Seitenwand, insbesondere die obere Seitenwand abnehmbar.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine gegenüber dem Stand der Technik einfacher
aufgebaute Vorrichtung zur Flammgebung zu schaffen.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1, insbesondere
denen des Kennzeichenteils, und ist demnach dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsteil
einen ersten Abschnitt zum Zusammenwirken mit der Druck-Betätigungs-Taste und einen
zweiten Abschnitt zum manuellen Auslösen der Druck-Betätigungs-Taste umfasst, und
daß der erste Abschnitt des Betätigungsteils das Feuerzeug durch Zusammenwirken mit
der Druck-Betätigungs-Taste unverlierbar an der Vorrichtung hält.
[0005] Das Prinzip der Erfindung besteht somit im wesentlichen darin, dem Betätigungsteil
neben der im Stand der Technik bekannten Auslösefunktion nunmehr zusätzlich noch eine
Haltefunktion zu zuordnen. Dies ermöglicht eine einteilige Ausbildung der Vorrichtung
und vermeidet beispielsweise die im Stand der Technik notwendige abnehmbare Ausbildung
einer Seitenwand der Vorrichtung. Außerdem kann nunmehr das Feuerzeug ohne eine Verschiebung
des Feuerzeuges relativ zu der Vorrichtung ausgelöst werden, in dem nämlich das Betätigungsglied
relativ zum feststehenden Feuerzeug verschoben wird.
[0006] Die Vorrichtung arbeitet mit einem herkömmlichen und daher als Massenware überaus
preiswerten Piezo-Feuerzeug, wobei das Piezo-Feuerzeug bei Bedarf austauschbar ist,
so daß ein kompliziertes Wiederauffüllen entfällt und der Wechsel des Piezo-Feuerzeuges
denkbar einfach ist. Durch Vorsehen eines Betätigungsteils, dessen erster Abschnitt
mit der ohnehin am Piezo-Feuerzeug vorhandenen Druck-Betätigungs-Taste zusammenwirkt,
können herkömmliche Piezo-Feuerzeuge ohne besondere konstruktive Maßnahme verwendet
werden. Ein zweiter Abschnitt des Betätigungsteils, der vom ersten Abschnitt des Betätigungsteils
entfernt angeordnet ist, dient dem manuellen Auslösen der Druck-Betätigungs-Taste.
[0007] Auf diese Weise gelingt es, die Betätigungsflächen zum manuellen Auslösen der Druck-Betätigungs-Taste
des Piezo-Feuerzeuges von der Druck-Betätigungs-Taste entfernt anzuordnen, so dass
eine Art manuelle Fernbedienung für die Druck-Betätigungs-Taste des Feuerzeuges entsteht.
[0008] Dies ermöglicht die Flammgebung an schwierig erreichbaren Orten, weil der Ort der
Flammgebung, nämlich die neben der Druck-Betätigungs-Taste des Piezo-Feuerzeugs angeordnete
Flammendüse erfindungsgemäß ebenfalls entfernt und im zweiten Abschnitt des Betätigungsteils
angeordnet ist.
[0009] Mit anderen Worten kann ein Benutzer durch Betätigen des zweiten Abschnittes des
Betätigungsteils die von seinen Fingern entfernt angeordnete Druck-Betätigungs-Taste
des Piezo-Feuerzeugs betätigen.
[0010] Die erfindungsgemäße Konstruktion besitzt darüber hinaus zusätzlich den Vorteil,
dass ein Benutzer davor geschützt ist, sich bei der Flammgebung die Finger zu verbrennen,
da seine Finger von dem Ort der Flammgebung nunmehr entfernt angeordnet sind.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Abschnitt des
Betätigungsteils in Längsrichtung des in der Aufnahmekammer befindlichen Piezo-Feuerzeuges
von dessen Unterseite beabstandet angeordnet. Dies hat den geometrischen Vorteil,
dass eine Konstruktion der Vorrichtung als längliches, zylindrisches Gebilde möglich
wird, mit einer relativ kleinen Querschnittsfläche, also ein verhältnismäßig schlanker
Aufbau. Dies hat den Vorteil, dass schwierig erreichbare Orte durch den schlanken
Aufbau einerseits leicht erreichbar sind, andererseits auch ein verhältnismäßig großer
Abstand zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt gewählt werden kann.
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Betätigungsteil
an der Vorrichtung unverlierbar gehalten. Dies hat einerseits den Vorteil, dass das
Betätigungsteil aus einem anderen Material als die Vorrichtung selbst hergestellt
werden kann. Andererseits ist eine erwünschte Bewegbarkeit des Bewegungsteils relativ
zu der Vorrichtung erreichbar, ohne dass die Sicherheit der Vorrichtung beeinträchtigt
wird.
[0013] Eine denkbar einfache und preiswerte Befestigung des Betätigungsteils an der Vorrichtung
wird mittels einer Feder bewerkstelligt.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung
ein Griffteil auf, welches derart lang ausgebildet ist, dass das freie Ende des Griffteils
eine Widerlagerfläche für einen Handbereich, insbesondere einen Handballenbereich
des Benutzers bereitstellt. Auf diese Weise ist die Bedienung der Vorrichtung denkbar
einfach, insbesondere auch selbsterklärend, da der Benutzer bereits beim Erfassen
der Vorrichtung diese an ihren Griffteil packt, das freie Ende des Griffteils in seinen
Innenhandbereich legt, mit dem Zeigefingerglied die erste Ausnehmung durchgreift,
und das freie Ende des Griffteils somit bei Zug an dem zweiten Abschnitt des Betätigungsteils
als Widerlagerfläche nutzt.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Betätigungsteil zumindest
geringfügig schwenkbar an der Vorrichtung angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass der
erste Abschnitt des Betätigungsteils, der in einer Ruheposition des Betätigungsteils
die Druck-Betätigungs-Taste des Piezo-Feuerzeugs übergreift, durch Schwenken des Betätigungsteils
an der Druck-Betätigungs-Taste weg bewegbar ist, und auf diese Weise das Piezo-Feuerzeug
für einen einfachen Austausch freigibt.
[0016] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nicht zitierten Unteransprüchen
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen.
Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht auf die Breitseite einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Flammgebung
und darin eingestecktem Piezo-Feuerzeug,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht durch die Vorrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Ansicht gemäß Ansichtspfeil III in Fig. 1 auf den oberen Bereich der Vorrichtung
ohne Betätigungsteil und ohne Piezo-Feuerzeug,
- Fig. 4
- in Einzeldarstellung das Betätigungsteil mit daran befestigter Feder,
- Fig. 5
- in einer Darstellung gemäß Fig. 2 den oberen Bereich der Vorrichtung ohne Betätigungsteil,
ohne Feder und ohne Piezo-Feuerzeug, sowie am bezüglich Fig. 5 rechten Rand ein Widerlager
zur Befestigung der Feder,
- Fig. 6
- in Einzeldarstellung das Piezo-Feuerzeug, und
- Fig. 7a
- bis 7e die erfindungsgemäße Vorrichtung in verschiedenen Betriebszuständen.
[0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zur Flammgebung ist in den Fig. 1 bis 5 im wesentlichen
im Maßstab 1:1, in den Fig. 7a bis 7e im wesentlichen maßstabsgetreu verkleinert dargestellt.
[0018] Die Vorrichtung 10 umfasst, wie zunächst Fig. 2 zeigt, eine Aufnahmekammer 11 für
ein herkömmliches Piezo-Feuerzeug 12 mit einer Druck-Betätigungs-Taste 13.
[0019] An der Vorrichtung 10 ist ein Betätigungsteil 14 unverlierbar angeordnet. Das Betätigungsteil
14 weist einen ersten Abschnitt 15 auf, der bei eingestecktem, d.h. in der Aufnahmekammer
11 befindlichem Feuerzeug 12 die Druck-Betätigungs-Taste 13 des Feuerzeuges 12 übergreift.
Dieser erste Abschnitt 15 ist von einem geraden, langgestreckten Mittelteil 17 des
Betätigungsteils 14 rechtwinklig abgebogen. Ein zweiter Abschnitt 16 des Betätigungsteils
14 ist länger ausgebildet als der erste Abschnitt 15 des Betätigungsteils 14 und ragt
in eine erste Ausnehmung 26 der Vorrichtung 10 hinein. Dazu durchgreift der zweite
Abschnitt des Betätigungsteils 14 eine zweite Ausnehmung 27.
[0020] Der zweite Abschnitt 16 des Betätigungsteils 14 ist kreisbogenförmig ausgebildet,
so dass ein Endglied bzw. Mittelglied eines Zeigefingers eines Benutzers bequem in
die erste Ausnehmung 26 eingreifen und auf der gekrümmten Innenfläche 38 des zweiten
Abschnittes 16 zum Aufliegen kommen kann.
[0021] Am Mittelteil 17 des Betätigungsteils 14 ist ein erstes Befestigungselement 39 angebracht,
an dem ein erstes freies Ende 31 einer Schraubenfeder 19 befestigt, im einfachsten
Falle eingehängt ist. Die Feder 19 ist im zusammengebauten Zustand gemäß Fig. 2 vollständig
in einer im wesentlichen keilförmigen bzw. konischen Kammer 30 angeordnet, die sich
von der bezüglich Fig. 2 linken Schmalseite 24 der Vorrichtung 10 bis zur bezüglich
Fig. 2 rechten Schmalseite 24 erstreckt.
[0022] Das bezüglich Fig. 2 rechte, zweite Ende 32 der Feder 19 ist an einem Widerlagerteil
33 befestigt, welches lose in der Vorrichtung 10 gehalten ist. Durch die Rückstellkraft
der als Zugfeder ausgebildeten Feder 19 wird ein ausreichender Halt von Widerlagerteil
33 und Betätigungsteil 14 an der Vorrichtung 10 gewährleistet.
[0023] Das Betätigungsteil 14 ist an der Vorrichtung 10 in einer Führung 20 gehalten (Fig.
3). Die Führung 20 ist nutartig ausgebildet und umfasst im wesentlichen eine Auflagefläche
21 für das Betätigungsteil 14 sowie zwei Seitenflächen 22 und 23 für das Betätigungsteil
14. Der erste Abschnitt 15 des Betätigungsteils 14 umgreift eine bezüglich Fig. 3
obere Kante 40 der Führung 20, so dass die Kante 40 bzw. deren Verlängerung in Form
der Auflagefläche 41 einen ersten Anschlag für das Betätigungsteil 14 bereitstellt.
[0024] Ein zweiter Anschlag wird durch die Seitenkante 42 der zweiten Ausnehmung 27 bereitgestellt.
[0025] Prinzipiell bietet auch die der Seitenkante 42 gegenüberliegende Innenfläche 43 der
zweiten Ausnehmung 27 einen Anschlagbereich, der mit dem Betätigungsteil 14 zusammenwirken
kann.
[0026] Das Betätigungsteil 14 ist in der Führung 20 in Längsrichtung L zwischen den beiden
Anschlagspositionen verschiebbar.
[0027] Die grundlegenden Funktionen der Vorrichtung 10 zur Flammgebung werden nun anhand
der Fig. 7a bis 7e erläutert:
[0028] Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 mit in Ruheposition befindlichem
Betätigungsteil 14. Der erste Abschnitt 15 des Betätigungsteils 14 ragt in die Aufnahmeöffnung
43 der Aufnahmekammer 11 hinein, so dass ein Einführen eines Feuerzeuges 12 in die
noch leere Aufnahmekammer 11 nicht möglich ist.
[0029] Um die Bewegungsbahn des Feuerzeuges 12 freizugeben, ist das Betätigungsteil 14 um
eine Schwenkachse 35 schwenkbar, die etwa in einem Anbindungsbereich 37, in dem der
zweite Abschnitt 16 mit dem Mittelteil 17 des Betätigungsteils 14 verbunden ist, liegt.
[0030] Die Schwenkbewegung kann erreicht werden, im dem man auf den ersten Abschnitt 15
des Betätigungsteils 14 eine bezüglich Fig. 7a nach rechts wirkende Kraft ausgeübt
wird. Alternativ kann auf das freie Ende des zweiten Abschnitts 16 des Betätigungsteils
14 eine in Richtung des Pfeils P in Fig. 7a wirkende Kraft ausgeübt werden.
[0031] Durch Ausüben der oben beschriebenen Kräfte erfolgt eine Verschwenkung des Betätigungsteils
14 in eine Position, die in Fig. 7b gezeigt ist. Nunmehr ist die Aufnahmeöffnung 43
der Aufnahmekammer 11 freigegeben, so dass wie in Fig. 7b gezeigt ein Piezo-Feuerzeug
12 entlang der in Fig. 7c gezeigten Pfeilrichtung in die Aufnahmekammer 11 eingesteckt
werden kann.
[0032] Fig. 7d zeigt das Piezo-Feuerzeug 12 in vollständig eingeführtem Zustand, wobei das
Betätigungsteil 14 in seine Ruhelage gemäß Fig. 7a zurückgeschwenkt ist. Da ein Verschwenken
des Betätigungsteils 14 in eine Position gemäß Fig. 7c die Feder 19 gespannt hat,
wirkt auf das Betätigungsteil 14 eine Rückstellkraft, die das Betätigungsteil 14 automatisch
in seine Ruhelage gemäß Fig. 1 zurückzieht.
[0033] Fig. 7e zeigt, wie die Vorrichtung 10 betätigt wird, um eine Flammgebung zu erreichen.
Ausgehend von Fig. 7d greift ein Benutzer mit einem Finger, vorzugsweise einem Zeigefinger,
durch die erste Ausnehmung 26, so dass dieser auf der Innenfläche 38 des zweiten Abschnittes
16 des Betätigungsteils 14 zum Aufliegen kommt. Durch Zug an dem zweiten Abschnitt
16, und somit durch Zug an dem gesamten Betätigungsteil 14 drückt der erste Abschnitt
15 des Betätigungsteils 14 die Druck-Betätigungs-Taste 13 des Piezo-Feuerzeuges 12
herunter, so dass das Feuerzeug ausgelöst wird. Daraus resultiert eine Flamme 44.
[0034] Bereits bei dem herkömmlichen Feuerzeug 12 ist eine nicht dargestellte Rückstellfeder
enthalten, die nach Drücken der Druck-Betätigungs-Taste 13 bewirkt, dass diese selbständig
in ihre Ruheposition zurückkehrt, wodurch die Gaszufuhr für die Flamme 44 unterbrochen
wird. Die Rückstellkraft der ohnehin vorhandenen Feder des Piezo-Feuerzeuges 12 genügt
bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 aus, um auch das Betätigungsteil 14 in seine
Ruheposition gemäß Fig. 7a zurückzuversetzen.
[0035] Wie sich aus Fig. 7e besonders deutlich ergibt, ist bei der dort dargestellten Betätigungsposition
des Betätigungsteils 14 die Feder 19 aber auch geringfügig gespannt, so dass in dieser
Betätigungsposition eine Rückstellkraft auf das Betätigungsteil 14 zusätzlich wirkt,
um das Betätigungsteil 14 in seine Ruheposition gemäß Fig. 7a zurückzubewegen. Die
Feder 19 unterstützt somit die im Piezo-Feuerzeug 12 enthaltende Feder bei der Rückholbewegung.
[0036] Um ein problemloses Erreichen der in der Fig. 7e dargestellten Betätigungsposition
des Betätigungsteils 14 zu ermöglichen, ist die Kammer 30 für die Feder 19 im wesentlichen
keilförmig ausgebildet. Dies bedeutet, dass die bezüglich Fig. 5 linke Seitenfläche
34 der Kammer 30 im Querschnitt größer ausgebildet ist, als die bezüglich Fig. 5 rechte
Seitenfläche der Kammer 30.
[0037] Die Bedienung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 wird durch ein Griffteil 28 erleichtert,
welches an seinem freien Ende 36 eine Widerlagerfläche 29 bereitstellt. Wenn der Benutzer
mit seinem Zeigefinger die erste Ausnehmung 26 durchgreift, kommt die Widerlagerfläche
29 im Bereich der Innenhandfläche des Benutzers zum Aufliegen, so dass der Benutzer
bei Zug an dem zweiten Abschnitt 16 des Betätigungsteils 14 eine Widerlagerfläche
29 erhält, die sich beispielsweise an seinem Handballen abstützt. Gegebenenfalls kann
der Daumen des Benutzers das freie Ende 36 des Griffteils 28 aber auch umgreifen.
[0038] Die Vorrichtung 10 kann aus verschiedensten festen Materialien, beispielsweise aus
Holz, Kunststoff oder Metall hergestellt werden. Letztendlich müssen aus einem quaderförmigen
zylindrischen Block durch Bearbeitung lediglich die Aufnahmekammer 11, die erste und
zweite Ausnehmung 26 und 27, die Kammer 19 und die Führung 20 herausgearbeitet werden.
Anschließend können aus anderem Material, insbesondere aus Metall hergestellte Teile,
nämlich Betätigungsteil 14, Widerlagerteil 33 und Feder 19 an der Vorrichtung 10 auf
denkbar einfachste Weise angebracht werden.
[0039] Zum Austausch des Feuerzeuges wird das Betätigungsteil 14 wie in Fig. 7b gezeigt
verschwenkt, so dass das alte Feuerzeug 12 herausgenommen und ein neues eingeführt
werden kann.
1. Vorrichtung (10) zur Flammgebung, insbesondere zum Anzünden von Kerzen, Kaminfeuern
od. dgl., mit einer Aufnahmekammer (11) für ein herkömmliches Piezo-Feuerzeug (12),
welches eine Druck-Betätigungs-Taste (13) aufweist, und mit einem Betätigungsteil
(14), dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsteil einen ersten Abschnitt (15) zum Zusammenwirken mit der Druck-Betätigungs-Taste
(13) und einen zweiten Abschnitt (16) zum manuellen Auslösen der Druck-Betätigungs-Taste
(16) umfasst, und daß der erste Abschnitt (15) des Betätigungsteils (14) das Feuerzeug
(12) durch Zusammenwirken mit der Druck-Betätigungs-Taste (13) unverlierbar an der
Vorrichtung (10) hält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (16)
des Betätigungsteils (14) in Längsrichtung (L) des in der Aufnahmekammer (11) befindlichen
Piezo-Feuerzeuges (12) von dessen Unterseite (18) beabstandet angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsteil
(14) an der Vorrichtung (10) unverlierbar gehalten ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsteil (14)
an der Vorrichtung (10) mittels einer Feder (19), insbesondere einer Schraubenfeder,
gehalten ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungsteil (14) in Längsrichtung (L) des in der Aufnahmekammer (11) befindlichen
Piezo-Feuerzeugs (12) bewegbar an der Vorrichtung (10) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsteil (14)
in einer Führung (20) gelagert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (20) an einer
Schmalseite (24) der Vorrichtung (10) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (10) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und einen im wesentlichen
rechteckigen Querschnitt aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche der
Vorrichtung (10) geringfügig größer ist als die Querschnittsfläche des Piezo-Feuerzeuges
(12).
10. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
in der Breitseite (25) der Vorrichtung (10) eine erste Ausnehmung (26) zum Eingriff
eines Fingers des Benutzers, insbesondere eines Zeigefingers, angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (16)
des Betätigungsteils (14) in die erste Ausnehmung (26) hineinragt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (16)
des Betätigungsteils (14) eine zweite Ausnehmung (27) in einer Schmalseite (24) der
Vorrichtung (10) durchgreift, die mit der ersten Ausnehmung (26) kommuniziert.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste
Ausnehmung (26) im wesentlichen kreisförmig ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung
(10) auf der dem Piezo-Feuerzeug (12) abgewandten Seite der ersten Ausnehmung (26)
ein Griffteil (28) aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (28) derart
lang ausgebildet ist, dass das freie Ende (36) des Griffteils (28) eine Widerlagerfläche
(29) für einen Handbereich, insbesondere einen Handballenbereich des Benutzers bereitstellt.
16. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, soweit er auf Anspruch 3 rückbezogen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (19) in einer Kammer (30) der Vorrichtung
(10) angeordnet ist, die sich zwischen den beiden Schmalseiten (24) der Vorrichtung
(10) erstreckt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (30) zwischen
der ersten Ausnehmung (26) und der Aufnahmekammer (11) für das Piezo-Feuerzeug (12)
angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (19)
mit ihrem ersten Ende (31) an dem Betätigungsteil (14) und mit ihrem zweiten Ende
(32) an einem Widerlagerteil (33) befestigt ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer
(30) im wesentlichen keilförmig ausgebildet ist, wobei die im Querschnitt größere
Kammerseitenfläche (34) nahe dem an dem Betätigungsteil (14) befestigten ersten Federende
(31) angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Abschnitt (15) des Betätigungsteils (14) zur Freigabe des Feuerzeugs (12),
insbesondere zum Austausch des Feuerzeugs (12) von der Druck-Betätigungs-Taste (13)
wegbewegbar ist.
21. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungsteil (14) zumindest geringfügig schwenkbar an der Vorrichtung (10)
angeordnet ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (35) ungefähr
im Anbindungsbereich (37) des zweiten Abschnitts (16) des Betätigungsteils (14) an
ein Mittelteil (17) des Betätigungsteils (14) liegt.
23. Vorrichtung nach einem vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das
Betätigungsteil (14) von der Rückstellkraft der Druck-Betätigungs-Taste (13) aus seiner
Betätigungsposition in seine Ruheposition rückstellbar ist.