[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Metallbearbeitung und betrifft die Schritte:
spanabhebende Metallbearbeitung und anschließende Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung.
Dabei werden unter "spanabhebender Metallbearbeitung" Bearbeitungsvorgänge verstanden,
bei denen die Form eines Metallstücks dadurch verändert wird, daß mit einem Bearbeitungswerkzeug
Material von dem zu bearbeitenden Werkstück entfernt wird. Beispiele derartiger spanabhebender
Metallbearbeitungsprozesse sind Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen. Für solche Bearbeitungsvorgänge
ist es erforderlich, Werkzeug und Werkstück mit einem flüssigen Kühlschmierstoff zu
umspülen. Dieser hat die Aufgaben: Schmieren des Werkzeugs, um Verschweißungen und
Überhitzungen zu vermeiden, Abfuhr der entstehenden Wärme und Abtransport der gebildeten
Späne oder sonstiger Metallpartikel. Dabei muß der Kühlschmierstoff so beschaffen
sein, daß er eine Korrosion des Werkstücks verhindert.
[0002] In der Technik sind als Kühlschmierstoffe Öle, Öl-in-Wasser-Emulsionen oder wassergelöste
Kühlschmierstoffe, die nur aus einer wäßrigen Lösung bestehen, bekannt. in der vorliegenden
Erfindung geht es um Öl-in-Wasser-Emulsionen und deren wassermischbare Konzentrate,
also Kühlschmierstoffe, die eine Ölkomponente enthalten.
[0003] In der Bearbeitungskette eines metallischen Werkstücks wird dieses nach einer spanabhebenden
Bearbeitung üblicherweise gereinigt und/oder gegen Korrosion geschützt. Durch die
Reinigung sollen insbesondere Reste des Kühlschmierstoffs, aber auch sonstiger Schmutz
sowie noch anhaftende Metallpartikel entfernt werden. Dabei spielt bisher für den
ausgewählten Reiniger die Beschaffenheit des vor dem Reinigungsschritt zur Metallbearbeitung
eingesetzten Kühlschmierstoffs nur insofern eine Rolle, als der Reiniger diesen entfernen
können muß. Der gesamte Kühlschmierstoff stellt für den Reiniger eine "Schmutzbelastung"
dar, die den Reiniger mit der Zeit unbrauchbar macht. Je nach Belastung mit Kühlschmierstoff
muß der Reiniger entweder mit neuen reinigungsaktiven Komponenten aufgestockt, durch
Badpflege-Maßnahmen regeneriert oder verworfen und neu angesetzt werden. Dies führt
zu einem hohen Verbrauch an Reinigerwirkstoffen, die nach Ende der Gebrauchsdauer
des Reinigers jeweils entsorgt werden müssen. Dies bringt eine Umweltbelastung mit
sich und ist außerdem wegen des erforderlichen Stoffeinsatzes ökonomisch nachteilig.
[0004] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Mittel- und Verfahrenskombination zur
spanabhebenden Metallbearbeitung unter Verwendung eines wassergemischten Kühlschmierstoffs
und anschließender Reinigung und/oder Korrosionsschutz der bearbeiteten Metallteile
mit einem wäßrigen Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel zur Verfügung zu stellen, bei
dem die Inhaltsstoffe des Kühlschmierstoffs und des wäßrigen Reinigungs-/Korrosionsschutzmittels
so aufeinander abgestimmt sind, daß Inhaltsstoffe des Kühlschmierstoffs das Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel
ergänzen oder zumindest nicht negativ beeinflussen. Gemäß diesem Konzept stellt der
Kühlschmierstoff für das Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel keine "Schmutzbelastung"
dar, sondern ergänzt es vielmehr. Dies ermöglicht für das Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel
selbst einen geringeren Einsatz an Wirkstoffen. Die Standzeit des Reinigungs-/Korrosionsschutzmittels
wird auch ohne Badpflege-Maßnahmen verlängert. Verringerter Stoffeinsatz und geringerer
Entsorgungsaufwand entlasten die Umwelt und verbilligen das Gesamtverfahren.
[0005] In einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung eine Mittelkombination gemäß Anspruch
1 bzw. 4.
[0006] Das erfindungsgemäß einzusetzende Emulgatorsystem ist aus der deutschen Patentanmeldung
DE-A-197 03 083 bekannt. Gegenüber herkömmlichen Emulgatorsystemen hat es den Vorteil,
daß es in weichem bis mittelhartem Wasser, also in Wasser mit weniger als 12° und
insbesondere mit weniger als 8° dH nur wenig zur Schaumbildung neigt.
[0007] An die Zusammensetzung des Emulgatorsystems und die molekulare Struktur der verwendeten
Emulgatoren sind also enge Anforderungen zu stellen. Zum einen müssen gemäß a) Fettalkoholethoxylate/Propoxylate
vorhanden sein, die sowohl 2 bis 6 Ethylenoxideinheiten als auch 4 bis 8 Propylenoxideinheiten
tragen. Diese hydrophileren Komponenten sind zu kombinieren mit den hydrophoberen
Komponenten b) unalkoxylierte Fettalkohole mit 12 bis 24 C-Atomen, deren Destillationsrückstand
oder deren Alkoxylierungsprodukte mit bis zu im Mittel höchstens 3 Propylenoxideinheiten.
Weiterhin ist das angegebene ungefähre Gewichtsverhältnis zu beachten. Destillationsrückstand
von Fettalkoholen mit 12 bis 24 C-Atomen ist von der Henkel KGaA, Düsseldorf, unter
der Bezeichnung Pernil
R RU erhältlich.
[0008] Als Ölkomponente im ersten Mittel können unpolare oder polare Öle petrochemischen
oder nativen Ursprungs eingesetzt werden. Weiterhin sind synthetische Ölkomponenten
geeignet. Beispiele einsetzbarer Ölkomponenten sind paraffinisches oder naphthenisches
Mineralöl, Dialkylether mit 12 bis 20 C-Atomen und Esteröte. Die Esteröle können pflanzlichen
oder tierischen Ursprungs sein und als Ester von Glycerin mit 3 Fettsäuren vorliegen
(sogenannte Fettsäuretriglyceride). Ein Beispiel eines derartigen Esteröls ist Rüböl.
Solche Esteröle können auch synthetisch dadurch erhalten werden, daß man Glycerin
mit ausgewählten Fettsäuren verestert oder daß man natürliche Fette und Öle mit anderen
Fettsäuren umestert.
[0009] Die Korrosionsinhibitoren, die erfindungsgemäß sowohl im wäßrigen Kühlschmierstoff
als auch in dem wäßrigen Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel sowie jeweils in deren
Konzentraten eingesetzt werden, sind vorzugsweise ausgewählt aus Alkanolaminen und/oder
aus verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Mono-
oder Dicarbonsäuren mit 6 bis 10 C-Atomen und/oder aus aromatischen Carbonsäuren mit
7 bis 10 C-Atomen, wobei die Carbonsäuren teilweise oder vollständig als Salze vorliegen.
Wenn hierbei von Alkanolaminen und von Salzen von Carbonsäuren die Rede ist, so kann
dies zum einen bedeuten, daß die Alkanolaminsalze der Carbonsäuren direkt eingesetzt
werden. Hiermit äquivalent ist eine Mischung von Alkanolaminen und Carbonsäuren, die
miteinander unter Salzbildung reagieren. Weiterhin können die Alkanolamine als solche,
die Carbonsäuren als Alkalimetallsalze, vorzugsweise als Kaliumsalze eingesetzt werden.
Äquivalent mit Alkalimetallsalzen von Carbonsäuren sind Mischungen aus Carbonsäuren
und Alkalimetallhydroxiden. Je nach pH-Wert in dem gebrauchsfertigen wassergemischten
Kühlschmierstoff oder in dem wäßrigen Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel werden die
Alkanolamine und/oder die Carbonsäuren als Gleichgewichtsmischung aus den Neutralmolekülen
und den Kationen im Falle der Alkanolamine bzw. der Anionen im Falle der Carbonsäuren
vorliegen.
[0010] Dabei können das erste Mittel (der Kühlschmierstoff oder sein Konzentrat) und das
zweite Mittel (das Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel oder dessen Konzentrat) die
gleichen Korrosionsinhibitoren enthalten. Dies ist jedoch nicht erforderlich. Es muß
lediglich dafür gesorgt werden, daß sowohl das erste Mittel als auch das zweite Mittel
jeweils einen oder mehrere der vorstehend genannten Korrosionsinhibitoren enthalten.
Vorzuziehen ist es jedoch, daß das erste Mittel einen oder mehrere Korrosionsinhibitoren
enthält, die auch im zweiten Mittel vorhanden sind. Liegen die beiden Mittel in anwendungsfertiger
Form im laufenden Betrieb vor, stellt sich durch Überschleppen von Kühlschmierstoffresten
in das Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel in letzterem mit der Zeit automatisch eine
Kombination von Korrosionsinhibitoren ein, die auch im ersten Mittel vorhanden ist.
[0011] Für den Einsatz bei der spanabhebenden Metallbearbeitung kann das erste Mittel, der
wassergemischte Kühlschmierstoff, im Prinzip vor Ort dadurch zusammengemischt werden,
daß man die einzelnen Komponenten in den erwünschten Konzentrationen in Wasser auflöst
bzw. emulgiert. Technisch üblich ist es jedoch, wassermischbare Kühlschmierstoffe
in Form eines Konzentrats in den Handel zu bringen, das die einzelnen Wirkstoffe im
richtigen Mengenverhältnis, jedoch in konzentrierter Form enthält. Für die Anwendung
muß dieses Konzentrat vor Ort mit Wasser auf die Anwendungskonzentration verdünnt
werden.
[0012] Auch das wäßrige Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel kann man prinzipiell so zubereiten,
daß man die einzelnen Wirkstoffe vor Ort in Wasser in den erforderlichen Konzentrationen
auflöst bzw. suspendiert. Wie bei dem Kühlschmierstoff geht man jedoch auch hier vorzugsweise
so vor, daß man Konzentrate des Reinigungs-/Korrosionsschutzmittels in den Handel
bringt, die man vor Ort mit Wasser im erforderlichen Verhältnis verdünnt.
[0013] Demgemäß kann in der erfindungsgemäßen Mittelkombination sowohl das erste Mittel
als auch das zweite Mittel als wassermischbares Konzentrat vorliegen. enthält.
[0014] Das erste Mittel 10 bis 40 Gew.-% der Ölkomponenten, 10 bis 40 Gew.-% des Emulgatorsystems
und 20 bis 40 Gew.-% Korrosionsinhibitoren. Das zweite Mittel enthält 10 bis 40 Gew.-%
Emulgatorsystem und 20 bis 40 Gew.-% Korrosionsinhibitoren. Beide Mittel können ggf.
zusätzlich Wasser und/oder weitere Wirk- und Hilfsstoffe enthalten, wobei die Mengenverhältnisse
selbstverständlich so zu wählen sind, daß die Summe der Komponenten 100 Gew.-% ergibt.
[0015] Beispielsweise kann das erste Mittel als weitere Wirk- und Hilfsstoffe enthalten:
Schmieradditive allgemein und insbesondere sogenannte "Extreme Pressure"-Additive
(EP-Additive), weitere Korrosionsinhibitoren wie beispielsweise Borsäure oder Alkylphosphonsäuren
sowie zusätzliche Alkanolamine und Lösevermittler wie beispielsweise Glycole, Glycerin
oder Natriumcumolsulfonat. Für die Verwendung zur Bearbeitung von Buntmetallen können
zusätzlich spezielle Buntmetall-Korrosionsinhibitoren eingesetzt werden. Beispiele
hierfür sind Benzotriazol, Tolyltriazol, Thiazole oder Salze des Pyridinthiol-N-Oxids.
Weiterhin können Biozide zugesetzt werden, die die Standzeit der aus dem Konzentrat
durch Vermischen mit Wasser hergestellten anwendungsfertigen Kühlschmierstoffemulsion
verlängern. Bei Bedarf können solche Biozide jedoch der anwendungsfertigen wassergemischten
Kühlschmierstoffemulsion direkt zugesetzt werden.
[0016] Das erste Mittel kann ausschließlich aus der Ölkomponente, dem Emulgatorsystem und
den Korrosionsinhibitoren bestehen. Herstellungsbedingt enthält es jedoch in der Regel
geringe Anteile Wasser, beispielsweise im Bereich von etwa 2 bis etwa 10 Gew.-%. Diese
gelangen entweder über die verwendeten Rohstoffe in das Mittel, beispielsweise wenn
man als Korrosionsinhibitoren Carbonsäuren einsetzt, die man mit wäßriger Kalilauge
neutralisiert. Zusätzlich können fakultativ die vorstehend genannten weiteren Wirk-
und Hilfsstoffe anwesend sein. Das zweite Mittel enthält als Konzentrat zwangsläufig
mindestens 20 Gew.-% Wasser und/oder weitere Wirk- und Hilfsstoffe. Im einfachsten
Falle enthält es außer dem Emulgatorsystem und den Korrosionsinhibitoren noch 20 bis
70 Gew.-% Wasser und keine weiteren Wirk- und Hilfsstoffe.
[0017] Das zweite Mittel kann sowohl in Form seines Konzentrats als auch seiner anwendungsfertigen
wasserverdünnten Zubereitungsform zusätzlich Buildersubstanzen, Biozide und/oder Komplexbildner
enthalten. Beispiele von Buildersubstanzen sind Alkalimetallorthophosphate, -polyphosphate,
-silikate, -borate, -carbonate, -poly-acrylate und -gluconate. Diese Buildersubstanzen
haben teilweise komplexierende Eigenschaften und wirken dadurch wasserenthärtend.
Anstelle hiervon oder zusätzlich hierzu können stärkere Komplexbildner wie beispielsweise
1-Hydroxyethan-1,1-Diphosphonsäure oder 2-Phosphonobutan-1,2,4-Tricarbonsäure eingesetzt
werden. Weiterhin kommen Ethylendiamintetraacetate oder Nitrilotriacetate in Betracht.
[0018] Weiterhin betrifft die Erfindung die Mittelkombination in anwendungsfertiger Form,
wobei der Kühlschmierstoff (das erste Mittel) und das wäßrige Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel
(das zweite Mittel) als wasserverdünnte Emulsion, Suspension oder Lösung vorliegen.
Die Anwendungsform des ersten Mittels ist stets eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Diese
anwendungsfertigen wäßrigen Zubereitungen des ersten und des zweiten Mittels sind
dadurch erhältlich, daß man die Konzentrate des ersten und des zweiten Mittels jeweils
in einem Gewichtsverhältnis zwischen etwa 0,5 : etwa 99,5 bis etwa 10 : etwa 90 mit
Wasser vermischt.
[0019] Hierbei führt das erfindungsgemäß einzusetzende Emulgatorsystem zu dem technischen
Vorteil, daß die anwendungsfertigen wäßrigen Zubereitungen des ersten und des zweiten
Mittels auch in weichem Wasser wenig zur Schaumbildung neigen. Zum Verdünnen der Konzentrate
auf die Anwendungskonzentration kann daher nicht nur hartes Wasser, sondern auch mittelhartes
Wasser (weniger als 12° dH) oder sogar weiches Wasser (weniger als 8° dH) verwendet
werden. Selbst Wasser mit einer Härte von weniger als 4° dH kann verwendet werden,
teilweise sogar vollentsalztes Wasser, ohne daß bei der Anwendung der Mittel Schaumprobleme
auftreten. Die erfindungsgemäße Mittelkombination kann daher auch im Spritzverfahren
im Temperaturbereich zwischen dem Gefrierpunkt und dem Siedepunkt der anwendungsfertigen
Zubereitungen eingesetzt werden. Eine Mindesttemperatur für Spritzanwendungen muß
im Gegensatz zu herkömmlichen Neutralreinigem nicht eingehalten werden. Selbstverständlich
ist die erfindungsgemäße Mittelkombination auch in hartem Wasser ohne Nachteile einsetzbar.
[0020] Vorzugsweise wird das zweite Mittel als Reinigerlösung als sogenannter Neutralreiniger
formuliert. Der übliche pH-Wert dieser sogenannten Neutralreiniger liegt in der anwendungsfertigen
Form im Bereich von etwa 6,5 bis etwa 9.
[0021] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur spanabhebenden
Metallbearbeitung unter Verwendung eines wassergemischten Kühlschmierstoffs und anschließender
Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß man als
Kühlschmierstoff eine Öl-in-Wasser-Emulsion einsetzt, die
i) ein Emulgatorsystem bestehend aus
a) Ethoxylaten/Propoxylaten von Fettalkoholen mit 8 bis 18 C-Atomen im Alkohol mit
2 bis 6 Ethylenoxideinheiten und 4 bis 8 Propylenoxideinheiten und
b) Fettalkoholen und/oder Fettalkoholpropoxylaten mit 12 bis 24 C-Atomen im Alkohol
und 0 bis 3 Propylenoxideinheiten und/oder Destillationsrückstand dieser Fettalkohole
im Gewichtsverhältnis a : b = 1 : 0,2 bis 0,2 : 1.
und
ii) Korrosionsinhibitoren
enthält,
und daß man zur Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung eine wäßrige Lösung
und/oder Suspension einsetzt, die das gleiche Emulgatorsystem wie der Kühlschmierstoff
enthält.
[0022] Für Einzelheiten zur Zusammensetzung des als Kühlschmierstoff einzusetzenden Mittels
und des Mittels, das man für die Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung verwendet,
gilt hierbei das vorstehend ausgeführte.
[0023] Im dem erfindungsgemäßen Verfahren setzt man als Kühlschmierstoff vorzugsweise eine
Öl-in-Wasser-Emulsion ein, die dadurch erhältlich ist, daß man ein Konzentrat des
ersten Mittels wie im Anspruch 1, dessen mögliche Zusammensetzung vorstehend näher
erläutert ist, im Gewichtsverhältnis zwischen etwa 0,5 : etwa 99,5 bis etwa 10 : etwa
90 mit Wasser vermischt.
[0024] Zur Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung setzt man vorzugsweise eine wäßrige
Lösung oder Suspension ein, die dadurch erhältlich ist, daß man ein Konzentrat des
zweiten Mittels, wie im Anspruch 1 und in der vorstehenden Beschreibung näher erläutert,
im Gewichtsverhältnis zwischen etwa 0,5 : etwa 99,5 bis etwa 10 : etwa 90 mit Wasser
vermischt. Wie vorstehend erläutert, kann hierfür jeweils auch mittelhartes oder sogar
weiches Wasser verwendet werden, ohne daß bei der Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens Schaumprobleme auftreten.
[0025] Bei der Verwendung als Reinigungslösung setzt man das zweite Mittel in der anwendungsfertigen,
wasserverdünnten Form so ein, daß die Temperatur im Bereich von etwa 15 bis etwa 80
°C liegt. Dabei kann die Reinigung in einer Tauchanlage oder in einer Spritzanlage
erfolgen. Da die Spritzreinigung besonders effektiv ist, wählt man vorzugsweise dieses
Verfahren. Hierbei zeigt sich der Vorteil der einzusetzenden Emulgatorkombination,
daß im gesamten Temperaturbereich auch bei Verwendung von weichem Wasser keine Schaumprobleme
auftreten.
[0026] Das erfindungsgemäße Verfahren hat weiterhin den Vorteil, daß Reste von Kühlschmierstoff,
die über die bearbeiteten Werkstücke in das Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel eingetragen
werden, allenfalls hinsichtlich der Ölkomponenten eine Belastung des Reinigungs-/Korrosionsschutzmittels
darstellen. Da das Emulgatorsystem sowohl im Kühlschmierstoff als auch im Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel
das gleiche ist und der Kühlschmierstoff zumindest Korrosionsinhibitoren enthält,
die mit denjenigen im Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel verträglich sind, oder vorzugsweise
Korrosionsinhibitoren enthält, die auch im Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel vorliegen,
führt eine Überschleppung von Kühlschmierstoff nicht zu einer Verunreinigung des Reinigungs-/Korrosionsschutzmittels,
sondern ergänzt dieses vielmehr. Hierdurch wird zum einen die Standzeit dieses Mittels
verlängert und zum anderen ist es seltener erforderlich, diese Wirkstoffe nachzudosieren.
Damit führt die erfindungsgemäße Verfahrensfolge zu einem deutlich verringerten Stoffeinsatz
und zu geringeren Entsorgungsaufwendungen. Der technische Zweck der spanabhebenden
Metallbearbeitung mit anschließender Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung
wird also mit einem im Vergleich zum Stand der Technik geringeren Stoffeinsatz und
mit einer geringeren Umweltbelastung bei der Entsorgung der eingesetzten Mittel erreicht.
Zusätzlich vermeidet man Schaumprobleme bei Stoffverschleppungen aus der Metallbearbeitungs-
in die Reinigungszone.
Ausführungsbeispiele
[0027] Die nachstehenden Tabellen enthalten Beispiele für Konzentrate für das erste und
zweite Mittel der erfindungsgemäßen Mittelkombination. In dem anschließend beschriebenen
Korrosionsschutztest wird gezeigt, daß ein Überschleppen von Kühlschmierstoff in das
Reinigungs-/Korrosionsschutzmittel dessen Korrosionsschutzwirkung nicht verschlechtert,
sondern eher verbessert.
Tabelle 1:
| Beispiel 1 für ein Konzentrat einer Kühlschmierstoffemulsion (erstes Mittel), Konzentrationsangaben
in Gew.-% |
| Naphthenisches Weißöl |
30,0 |
| 3,5,5-Trimethylhexansäure (=Isononansäure) |
17,5 |
| Caprylsäure |
7,5 |
| C12/C14-Fettalkohol x 3 Mol Ethylenoxid und 6 Mol Propylenoxid |
8,0 |
| Oleyl/Cetylalkohol x 2 Mol Propylenoxid |
8,0 |
| Fettalkohol-Destillationsrückstand |
10,6 |
| Monoethanolamin |
7,9 |
| Kaliumhydroxid |
4,725 |
| Wasser |
5,775 |
Tabelle 2:
| Beispiel 2 für ein Konzentrat einer Kühlschmierstoffemulsion (erstes Mittel), Konzentrationsangaben
in Gew.-% |
| Paraffinisches Mineralöl |
16,6 |
| Rüböl |
7,3 |
| 3,5,5-Trimethylhexansäure (=Isononansäure) |
9,6 |
| Caprylsäure |
9,6 |
| C12/C14-Fettalkohol x 3 Mol Ethylenoxid und 6 Mol Propylenoxid |
8,5 |
| Oleyl/Cetylalkohol x 2 Mol Propylenoxid |
8,5 |
| Fettalkohol-Destillationsrückstand |
16,0 |
| Triethanolamin |
5,2 |
| Kaliumhydroxid |
7,425 |
| Octanphosphaonsäure |
0,45 |
| Benzotriazol, 1H,2,3- |
0,2 |
| Pyridinthiol-N-oxid-Na |
0,08 |
| Benzylhemiformal |
2,9 |
| Wasser |
7,645 |
Tabelle 3:
| Beispiel für ein Konzentrat einer Reinigerlösung (zweites Mittel), Konzentrationsangaben
in Gew.-% |
| Brauchwasser |
30,0 |
| Isononansäure |
17,5 |
| Caprylsäure |
7,5 |
| Oleyl/Cetylalkohol x 2 Mol Propylenoxid |
8,0 |
| C12/C14-Fettalkohol x 3 Mol Ethylenoxid und 6 Mol Propylenoxid |
8,0 |
| Fettalkohol-Destillationsrückstand |
10,6 |
| Monoethanolamin |
7,9 |
| Kalilauge 45%-ig |
10,5 |
[0028] Aus dem Konzentrat des zweiten Mittels gemäß Tabelle 3 wurden anwendungsfertige Reinigungs-/Korrosionsschutzlösungen
hergestellt und hiermit ein Korrosionsschutztest nach DIN 51360/2 durchgeführt. Hierfür
werden Gußeisenspäne auf einem Rundfilter mit der Lösung benetzt und 2 Stunden lang
in einer Glasschale bei Raumtemperatur gehalten. Anschließend werden die Korrosionsabzeichen
auf dem Filterpapier visuell beurteilt und in die Korrosionsgrade 0 bis 4 eingeteilt.
Dabei bedeuten Korrosionsgrad 0: keine Korrosion, Korrosionsgrad 1: Spuren von Korrosion,
Korrosionsgrad 2: leichte Korrosion, Korrosionsgrad 3: mäßige Korrosion und Korrosionsgrad
4: starke Korrosion.
[0029] Bei einem 2 %igen Ansatz des Konzentrats in Brauchwasser (pH-Wert 9,72) ergab sich
ein Korrosionsgrad 4, bei 3 %igem Ansatz (pH-Wert 9,75) ein Korrosionsgrad 0 und bei
4 %igem Ansatz (pH-Wert 9,78) ebenfalls ein Korrosionsgrad von 0.
[0030] Das Überschleppen des Kühlschmierstoffs in die Reiniger-/Korrosionsschutzlösung wurde
dadurch simuliert, daß die vorstehend beschriebenen anwendungsfertigen Lösungen zusätzlich
mit 0,2 Gew.-% des Konzentrats gemäß Tabelle 2 versetzt wurden. Anschließend wurde
wieder ein Korrosionsschutztest gemäß DIN 51360/2 durchgeführt. Ergebnisse: 2 %iger
Ansatz (pH 9,66): Korrosionsgrad 2, 3 %iger Ansatz (pH 9,72): Korrosionsgrad 0, 4
%iger Ansatz (pH 9,75): Korrosionsgrad 0.
[0031] Ein Überschleppen des Kühlschmierstoffs in die Reiniger-/Korrosionsschutzlösung verschlechtert
also den Korrosionsgrad bei 3 und 4 %igem Ansatz des Reinigerkonzentrats nicht, bei
2 %igem Ansatz wird der Korrosionsschutz erheblich verbessert.
1. Mittelkombination aus einem ersten Mittel zur spanabhebenden Metallbearbeitung und
einem zweiten Mittel zur anschließenden Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Mittel
i) ein Emulgatorsystem bestehend aus
a) Ethoxylaten/Propoxylaten von Fettalkoholen mit 8 bis 18 C-Atomen im Alkohol mit
2 bis 6 Ethylenoxideinheiten und 4 bis 8 Propylenoxideinheiten und
b) Fettalkoholen und/oder Fettalkoholpropoxylaten mit 12 bis 24 C-Atomen im Alkohol
und 0 bis 3 Propylenoxideinheiten und/oder Destillationsrückstand dieser Fettalkohole
im Gewichtsverhältnis a : b = 1 : 0,2 bis 0,2 : 1.
und
ii) Korrosionsinhibitoren
enthalten,
wobei das erste Mittel zusätzlich eine Ölkomponente enthält und wobei das erste Mittel
und das zweite Mittel als wassermischbare Konzentrate vorliegen,
wobei
das erste Mittel
10 bis 40 Gew.-% Ölkomponente,
10 bis 40 Gew.-% Emulgatorsystem,
20 bis 40 Gew.-% Korrosionsinhibitoren
und das zweite Mittel
10 bis 40 Gew.-% Emulgatorsystem,
20 bis 40 Gew.-% Korrosionsinhibitoren
sowie jeweils gegebenenfalls Wasser und/oder weitere Wirk- und Hilfsstoffe enthalten,
wobei die Summe der Komponenten 100 Gew.-% ergibt.
2. Mittelkombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölkomponente im ersten Mittel ausgewählt ist aus paraffinischen und naphthenischen
Mineralölen, aus Dialkylethern mit 12 bis 20 C-Atomen und aus Esterölen.
3. Mittelkombination nach einem oder beiden der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Korrosionsinhibitoren ausgewählt sind aus Alkanolaminen und/oder aus verzweigten
oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Mono- oder Dicarbonsäuren
mit 6 bis 10 C-Atomen und/oder von aromatischen Carbonsäuren mit 7 bis 10 C-Atomen,
wobei die Carbonsäuren teilweise oder vollständig als Salze vorliegen.
4. Mittelkombination aus einem ersten Mittel zur spanabhebenden Metallbearbeitung und
einem zweiten Mittel zur anschließenden Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Mittel
i) ein Emulgatorsystem bestehend aus
a) Ethoxylaten/Propoxylaten von Fettalkoholen mit 8 bis 18 C-Atomen im Alkohol mit
2 bis 6 Ethylenoxideinheiten und 4 bis 8 Propylenoxideinheiten und
b) Fettalkoholen und/oder Fettalkoholpropoxylaten mit 12 bis 24 C-Atomen im Alkohol
und 0 bis 3 Propylenoxideinheiten und/oder Destillationsrückstand dieser Fettalkohole
im Gewichtsverhältnis a : b = 1 : 0,2 bis 0,2 : 1.
und
ii) Korrosionsinhibitoren
enthalten,
wobei das erste Mittel zusätzlich eine Ölkomponente enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Mittel und das zweite Mittel als wasserverdünnte Emulsion, Suspension oder
Lösung vorliegen, die dadurch erhältlich sind, daß man Konzentrate des ersten und
des zweiten Mittels nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 jeweils im Gewichtsverhältnis
0,5 zu 99,5 bis 10 zu 90 mit Wasser vermischt.
5. Verfahren zur spanabhebenden Metallbearbeitung unter Verwendung eines wassergemischten
Kühlschmierstoffs und anschließender Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung,
dadurch gekennzeichnet, daß man
als Kühlschmierstoff eine Öl-in-Wasser-Emulsion einsetzt, die
i) ein Emulgatorsystem bestehend aus
a) Ethoxylaten/Propoxylaten von Fettalkoholen mit 8 bis 18 C-Atomen im Alkohol mit
2 bis 6 Ethylenoxideinheiten und 4 bis 8 Propylenoxideinheiten und
b) Fettalkoholen und/oder Fettalkoholpropoxylaten mit 12 bis 24 C-Atomen im Alkohol
und 0 bis 3 Propylenoxideinheiten und/oder Destillationsrückstand dieser Fettalkohole
im Gewichtsverhältnis a : b = 1 : 0,2 bis 0,2 : 1.
und
ii) Korrosionsinhibitoren
enthält,
und daß man zur Reinigung und/oder Korrosionsschutzbehandlung eine wäßrige Lösung
und/oder Suspension einsetzt, die das gleiche Emulgatorsystem und die gleichen Korrosionsinhibitoren
wie der Kühlschmierstoff enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Kühlschmierstoff eine Öl-in-Wasser-Emulsion einsetzt, die dadurch erhältlich
ist, daß man ein Konzentrat des ersten Mittels nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 3 im Gewichtsverhältnis 0,5 zu 99,5 bis 10 zu 90 mit Wasser vermischt.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Reinigung und/oder zur Korrosionsschutzbehandlung eine wäßrige Lösung oder
Suspension einsetzt, die dadurch erhältlich ist, daß man ein Konzentrat des zweiten
Mittels nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 im Gewichtsverhältnis 0,5 zu
99,5 bis 10 zu 90 mit Wasser vermischt.
1. A combination of a first preparation for machining metals and a second preparation
for subsequent cleaning and/or anti-corrosion treatment,
characterized in that the first and the second preparation contain
i) an emulsifier system consisting of
a) ethoxylates/propoxylates of C8-18 fatty alcohols containing 2 to 6 ethylene oxide units and 4 to 8 propylene oxide
units and
b) C12-24 fatty alcohols and/or fatty alcohol propoxylates containing 0 to 3 propylene oxide
units and/or distillation residues of these fatty alcohols,
in a ratio by weight of a) to b) of 1:0.2 to 0.2:1
and
ii) corrosion inhibitors,
the first preparation additionally containing an oil component and the first and
the second preparation being present as water-miscible concentrates,
the first preparation containing
10 to 40% by weight of oil component,
10 to 40% by weight of emulsifier system,
20 to 40% by weight corrosion inhibitors
and the second preparation containing
10 to 40% by weight emulsifier system,
20 to 40% by weight corrosion inhibitors
and optionally water and/or other active ingredients and auxiliaries, the sum total
of the components being 100% by weight.
2. A combination as claimed in claim 1, characterized in that the oil component in the first preparation is selected from paraffinic and naphthenic
mineral oils, from C12-20 dialkyl ethers and from ester oils.
3. A combination as claimed in one or both of claims 1 and 2, characterized in that the corrosion inhibitors are selected from alkanolamines and/or from branched or
unbranched, saturated or unsaturated aliphatic C6-10 mono- or dicarboxylic acids and/or aromatic C7-10 carboxylic acids, the carboxylic acids being partly or completely present as salts.
4. A combination of a first preparation for machining metals and a second preparation
for subsequent cleaning and/or anti-corrosion treatment,
characterized in that the first and the second preparation contain
i) an emulsifier system consisting of
a) ethoxylates/propoxylates of C8-18 fatty alcohols containing 2 to 6 ethylene oxide units and 4 to 8 propylene oxide
units and
b) C12-24 fatty alcohols and/or fatty alcohol propoxylates containing 0 to 3 propylene oxide
units and/or distillation residues of these fatty alcohols,
in a ratio by weight of a) to b) of 1:0.2 to 0.2:1
and
ii) corrosion inhibitors,
the first preparation additionally containing an oil component,
characterized in that the first preparation and the second preparation are present as water-diluted emulsions,
suspensions or solutions obtainable by mixing concentrates of the first and second
preparations according to one or more of claims 1 to 3 with water in a ratio by weight
of 0.5:99.5 to 10:90.
5. A process for machining metals using a water-mixed cooling lubricant and subsequent
cleaning and/or anti-corrosion treatment,
characterized in that the cooling lubricant used is an oil-in-water emulsion containing
i) an emulsifier system consisting of
a) ethoxylates/propoxylates of C8-18 fatty alcohols containing 2 to 6 ethylene oxide units and 4 to 8 propylene oxide
units and
b) C12-24 fatty alcohols and/or fatty alcohol propoxylates containing 0 to 3 propylene oxide
units and/or distillation residues of these fatty alcohols,
in a ratio by weight of a) to b) of 1:0.2 to 0.2:1
and
ii) corrosion inhibitors,
and
in that cleaning and/or the anti-corrosion treatment is/are carried out using an aqueous
solution and/or suspension containing the same emulsifier system and the same corrosion
inhibitors as the cooling lubricant.
6. A process as claimed in claim 5, characterized in that an oil-in-water emulsion obtainable by mixing a concentrate of the first preparation
according to one or more of claims 1 to 3 with water in a ratio by weight of 0.5:99.5
to 10:90 is used as the cooling lubricant.
7. A process as claimed in claim 5, characterized in that an aqueous solution or suspension obtainable by mixing a concentrate of the second
preparation according to one or more of claims 1 to 3 with water in a ratio by weight
of 0.5:99.5 to 10:90, is used for cleaning and/or for the anti-corrosion treatment.
1. Combinaison d'agents constituée d'un premier agent pour traiter les métaux par enlèvement
des copeaux et d'un second agent pour nettoyer ensuite et/ou traiter contre la corrosion,
caractérisé en ce que
le premier agent et le second agent contiennent
i) un système émulsifiant constitué de
a) des éthoxylates/propoxylates d'alcools gras comportant de 8 à 18 atomes de carbone
dans l'alcool avec de 2 à 6 unités oxyde d'éthylène et de 4 à 8 unités oxyde de propylène
et
b) des alcools gras et/ou des propoxylates d'alcools gras comportant de 12 à 24 atomes
de carbone dans l'alcool et de 0 à 3 unités oxyde de propylène et/ou un résidu de
distillation de ces alcools gras
dans un rapport pondéral de a : b = 1 : 0,2 à 0,2 : 1 ;
et
ii) des inhibiteurs de corrosion,
le premier agent contenant en outre un composant huileux, et le premier agent et
le second agent se présentant sous forme de concentrés miscibles à l'eau,
le premier agent contenant
de 10 à 40 % en poids de composants huileux,
de 10 à 40 % en poids de système émulsifiant,
de 20 à 40 % en poids d'inhibiteurs de corrosion,
et le second agent contenant
de 10 à 40 % en poids de système émulsifiant,
de 20 à 40 % en poids d'inhibiteurs de corrosion,
ainsi que, le cas échéant, de l'eau et/ou d'autres matières actives et adjuvants,
la somme des composants étant égale à 100 % en poids.
2. Combinaison d'agents selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le composant huileux dans le premier agent est choisi parmi les huiles minérales paraffiniques
et naphténiques, parmi les éthers de diallyle comportant de 12 à 20 atomes de carbone
et parmi les huiles d'esters.
3. Combinaison d'agents selon l'une des revendications 1 ou 2, ou les deux,
caractérisée en ce que
les inhibiteurs de corrosion sont choisis parmi les alcanolamines et/ou parmi les
acides mono- ou dicarboxyliques aliphatiques ramifiés ou non ramifiés, saturés ou
non saturés, comportant de 6 à la atomes de carbone et/ou les acides carboxyliques
aromatiques comportant de 7 à 10 atomes de carbone, les acides carboxyliques se présentant
partiellement ou entièrement sous forme de sels.
4. Combinaison d'agents constituée d'un premier agent pour le traitement des métaux par
enlèvement de copeaux et d'un second agent pour le nettoyage et/ou le traitement contre
la corrosion qui intervient ensuite,
caractérisée en ce que
le premier et le second agents contiennent
i) un système émulsifiant constitué de
a) des éthoxylates/propoxylates d'alcools gras comportant de 8 à 18 atomes de carbone
dans l'alcool avec de 2 à 6 unités oxyde d'éthylène et de 4 à 8 unités oxyde de propylène
et
b) des alcools gras et/ou des propoxylates d'alcools gras comportant de 12 à 24 atomes
de carbone dans l'alcool et de 0 à 3 unités oxyde de propylène et/ou
un résidu de distillation de ces alcools gras
dans un rapport pondéral de a : b = 1 : 0,2 à 0,2 : 1,
et
ii) des inhibiteurs de corrosion,
le premier agent contenant en outre un composant huileux,
caractérisée en ce que
le premier agent et le second agent se présentent sous forme d'émulsion, de suspension
ou de solution diluée dans l'eau, que l'on peut obtenir en mélangeant avec de l'eau
des concentrés des premier et second agents selon une ou plusieurs des revendications
1 à 3, toujours dans un rapport pondéral de 0,5 pour 99,5 à 10 pour 90.
5. Procédé de traitement des métaux par enlèvement de copeaux avec utilisation d'un lubrifiant
de refroidissement mélangé à l'eau, suivie par un nettoyage et/ou un traitement de
protection contre la corrosion,
caractérisé en ce qu'
on utilise comme lubrifiant de refroidissement une émulsion huile-dans-eau qui contient
i) un système émulsifiant constitué de
a) des éthoxylates/propoxylates d'alcools gras comportant de 8 à 18 atomes de carbone
dans l'alcool avec de 2 à 6 unités oxyde d'éthylène et de 4 à 8 unités oxyde de propylène
et
b) des alcools gras et/ou des propoxylates d'alcools gras comportant de 12 à 24 atomes
de carbone dans l'alcool et de 0 à 3 unités oxyde de propylène et/ou
un résidu de distillation de ces alcools gras
dans un rapport pondéral de a : b = 1 : 0,2 à 0,2 : 1
et
ii) des inhibiteurs de corrosion,
et
pour le nettoyage et/ou le traitement de protection contre la corrosion
on utilise une solution et/ou suspension aqueuse qui contient le même système émulsifiant
et les mêmes inhibiteurs de corrosion que le lubrifiant de refroidissement.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce qu'
on utilise comme lubrifiant de refroidissement une émulsion huile-dans-eau que l'on
peut obtenir en mélangeant avec de l'eau un concentré du premier agent selon une ou
plusieurs des revendications 1 à 3 dans un rapport pondéral de 0,5 pour 99,5 à 10
pour 90.
7. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce qu'
on utilise pour le nettoyage et/ou pour le traitement de protection contre la corrosion
une solution ou suspension aqueuse que l'on peut obtenir en mélangeant avec de l'eau
un concentré du second agent selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3 dans
un rapport pondéral de 0,5 pour 99,5 à 10 pour 90.