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EP 1 108 091 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
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Anmeldetag: 15.06.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01H 1/05 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2000/005486 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2000/079058 (28.12.2000 Gazette 2000/52) |
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Kehraggregat
Sweeping unit
Unité de nettoyage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
17.06.1999 DE 19927592
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.06.2001 Patentblatt 2001/25 |
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Patentinhaber: |
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- Schmidt Holding GmbH
79830 St. Blasien (DE)
- Patria Vammas OY
38201 Vammala (FI)
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Erfinder: |
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- RUUSKA, Mauno, Olavi
FIN-38200 Vammala (FI)
- TUSKAN, Janko
D-78120 Furtwangen (DE)
- ROSA, Clemens
D-79865 Grafenhausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grättinger & Partner (GbR) |
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Wittelsbacherstrasse 5 82319 Starnberg 82319 Starnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 455 200
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DE-A- 2 821 627
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kehraggregat zum Anbau an ein Trägerfahrzeug
oder an einen Anhänger, umfassend einen Tragrahmen und mindestens eine darin um ihre
Längsachse drehbar gelagerte, motorisch angetriebene Walzenbürste, wobei der Tragrahmen
Stützräder aufweist, deren vertikaler Abstand zu der Achse der Walzenbürste mittels
einer Verstelleinheit veränderbar ist, welche mindestens ein Verstellorgan und ein
Steuergerät umfaßt.
[0002] Kehraggregate der vorstehend angegebenen Art sind in verschiedenen Ausführungen bekannt,
beispielsweise aus der europäischen Patentschrift EP-A-0372258 und der deutschen Offenlegungsschrift
DE-A-3740215. Bekannt sind des weiteren Kehraggregate, die im wesentlichen einen gattungsgemäßen
Aufbau aufweisen, sich von diesem jedoch dadurch unterscheiden, daß das Verstellorgan
nicht über ein Steuergerät eingestellt wird, sondern vielmehr Teil eines hydraulischen
Regelkreises ist und daß darüber hinaus der Tragrahmen nicht über Stützräder verfügt;
derartige Kehraggregate sind beispielsweise den deutschen Offenlegungsschriften DE-A-2455200
und DE-A-2821627 sowie den europäischen Patentanmeldungen EP-A-0189371 und EP-A-0843047
entnehmbar.
[0003] Für sämtliche der aus den vorstehend angegebenen Publikationen bekannten Kehraggregate
ist die korrekte Einstellung der Kehrspiegelbreite von ausschlaggebender Bedeutung
für einen effizienten und zugleich materialschonenden Kehrbetrieb. So, wie dies in
der europäischen Patentschrift EP-A-0372258 im Detail erläutert ist, ist die optimale
Kehrspiegelbreite gekennzeichnet durch ein gutes Reinigungsergebnis bei geringem Borstenverschleiß.
Liegt die Kehrspiegelbreite unterhalb des optimalen Werts, läßt die Reinigungsleistung
spürbar nach. Bei einer Kehrspiegelbreite oberhalb des optimalen Werts nimmt hingegen
der Borstenverschleiß ohne nennenswerte Verbesserung des Reinigungsergebnisses spürbar
zu.
[0004] Um in dem vorstehend dargelegten Sinne die Kehrspiegelbreite auf ihren optimalen
Wert einzustellen, ist es unter anderem erforderlich, die Walzenbürste entsprechend
dem Borstenverschleiß nachzuführen, d.h. den Abstand der Achse der Walzenbürste zur
zu reinigenden Oberfläche entsprechend dem Borstenverschleiß nach und nach zu verringern.
Hierzu wird in den deutschen Offenlegungsschriften DE-A-2455200 und DE-A-2821627 sowie
der europäischen Patentanmeldung EP-A-0843047 vorgeschlagen, daß das Steuergerät der
Verstelleinheit dergestalt auf das Verstellorgan einwirkt, daß das Antriebsmoment
für die Walzenbürste stets konstant ist. Gemäß der deutschen Offenlegungsschrift DE-A-3740215
sowie der europäischen Patentschrift EP-A-0372258 wird demgegenüber mittels Sensoren
der (vom Borstenverschleiß abhängige) aktuelle Durchmesser der Walzenbürste gemessen
und in Abhängigkeit von diesem Meßwert der optimale Abstand der Achse der Walzenbürste
zur zu reinigenden Oberfläche ermittelt und eingestellt. Schließlich ist eine Zeitsteuerung
bekannt, bei der die von einem Betriebsstundenzähler ermittelte Laufleistung der jeweiligen
Walzenbürste als Indikator für deren Abnutzung und somit als Maß für die erforderliche
Nchstellung ausgewertet wird. Sämtliche Methoden sind dabei nicht frei von Nachteilen.
Die Erfassung des aktuellen Durchmessers der Walzenbürste mittels Sensoren erfordert
eine komplizierte Meßaufnehmeranordnung, die den Einsätzen im harten Winterdienst
nicht dauerhaft standhält. Darüberhinaus kann der Tastkörper bei ungünstigen Witterungsbedingungen
vereisen und meldet infolgedessen einen größeren als den tatsächlichen Durchmesser
der Walzenbürste. Die Folge hiervon ist ein unbefriedigendes Reinigungsergebnis, weil
die Walzenbürste mit einem zu großen Bodenabstand betrieben wird. Gravierendster Nachteil
der auf einem konstanten Antriebsmoment beruhenden Methoden ist, daß die eingestellte
Kehrspiegelbreite in unerwünschtem Ausmaß von den Oberflächenverhältnissen, insbesondere
der Oberflächenrauhigkeit abhängt; so stellt sich beispielsweise bei Oberflächen aus
Beton aufgrund der größeren.Reibung eine geringere Kehrspiegelbreite ein als bei Oberflächen
aus Asphalt. In entsprechender Weise reduzieren fest haftende Verschmutzungen wie
Lehm und dergleichen aufgrund des starken auf die Walzenbürste ausgeübten Bremsmoments
in unerwünschter Weise die Kehrspiegelbreite, was zu einer Beeinträchtigung des Reinigungsergebnisses
führt. Die Zeitsteuerung der Nachstellbewegung ist, da sie nur mittlere Verschleißverhältnisse,
nicht jedoch den tatsächlichen, von den individuellen Einsatzbedingungen abhängigen
Borstenverschleiß berücksichtigt, relativ ungenau.
[0005] Vor dem Hintergrund der vorstehend dargelegten Nachteile des Standes der Technik
zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, ein Kehraggregat der gattungsgemäßen Art
zu schaffen, bei welchem sich der optimale Kehrspiegel mit geringstem Aufwand exakt
einstellen läßt, wobei sich das Kehraggregat darüberhinaus durch einen robusten, störungsunanfälligen
Aufbau auszeichnen soll.
[0006] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein das Antriebsmoment
oder die Antriebsleistung der Walzenbürste oder eine hiermit gekoppelte Größe erfassender
Sensor vorgesehen ist, dessen Signal auf das Steuergerät geschaltet ist, wobei das
Steuergerät die der optimalen Kehrspiegelbreite entsprechende Arbeitsstellung des
Verstellorgans als Funktion der beim Absenken der Walzenbürste durch einen sprunghaften
Anstieg des Sensorsignals gekennzeichneten Bodenkontaktstellung des Verstellorgans
ermittelt.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Kehraggregat wird somit der vom Borstenverschleiß abhängige
tatsächliche Durchmesser der Walzenbürste beim Einstellen von deren Lage relativ zur
zu reinigenden Oberfläche automatisch berücksichtigt, indem bei dem einzelnen Kehreinsatz
der Bodenkontakt der walzenbürste und die diesen entsprechende Bodenkontaktstellung
des Verstellorgans als Bezugspunkt für die der optimalen Kehrspiegelbreite entsprechende
Arbeitsstellung des Verstellorgans herangezogen wird. Der Bodenkontakt der Walzenbürste
bei ihrem Absenken wird dabei durch einen sprunghaften Anstieg des Sensorsignals ermittelt,
das von einem Sensor abgegeben wird, der das Antriebsmoment oder die Antriebsleistung
der Walzenbürste oder eine hiermit gekoppelte Größe erfaßt.
[0008] Probleme der vorstehend im Zusammenhang mit dem Stand der Technik dargelegten Art
treten bei einem Kehraggregat gemäß der vorliegenden Erfindung nicht auf. Weder ist
die von dem Steuergerät eingestellte Kehrspiegelbreite abhängig von den Oberflächenverhältnissen,
insbesondere der Rauhigkeit der zu reinigenden Oberfläche. Ebensowenig ist eine komplizierte,
störanfällige Meßaufnehmeranordnung erforderlich. Trotzdem wird bei der Einstellung
der Kehrspiegelbreite nicht ein von der Laufleistung der betreffenden Walzenbürste
abhängiger mittlerer Abnutzungsgrad der Walzenbürste zugrundegelegt, sondern vielmehr
der tatsächliche Verschleißgrad. Infolgedessen stellt die vorliegende Erfindung ein
Kehraggregat bereit, bei welchem sich der optimale Kehrspiegel mit geringstem apparativem
Aufwand automatisch exakt einstellen läßt, wobei sich das Kehraggregat darüber hinaus
durch einen robusten, störungsunanfälligen Aufbau auszeichnet.
[0009] Die vorliegende Erfindung läßt sich bereits mit Vorteil einsetzen, wenn im Steuergerät
die Arbeitsstellung des Verstellorgans aus dessen Bodenkontaktstellung durch Addition
einer konstanten Größe ermittelt wird. In diesem Falle würde mit anderen Worten die
Walzenbürste im Kehrbetrieb jeweils in eine Stellung abgesenkt werden, die um ein
bestimmtes Maß (z.B. 2 mm) unterhalb der Bodenkontaktstellung liegt. Dies würde zwar
infolge der geometrischen Verhältnisse bei fortschreitender Abnützung der Walzenbürste
zu einer allmählichen Reduktion der Kehrspiegelbreite führen; diese würde jedoch -
zumindest teilweise - durch eine zunehmende Härte der Bürste kompensiert, so daß das
Reinigungsergebnis sich im wesentlichen nicht ändern würde.
[0010] Eine bevorzugte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung zeichnet sich demgegenüber
allerdings dadurch aus, daß die Zustellbewegung des Verstellorgans, durch die sich
dessen Arbeitsstellung von dessen Bodenkontaktstellung unterscheidet, von dem tatsächlichen
Durchmesser der Walzenbürste abhängig ist. In diesem Falle umfaßt das Steuergerät
eine entsprechende Kompensationsschaltung, beispielsweise in Form einer Kennkurve,
die die Zustellbewegung, d.h. die Differenz zwischen Arbeitsstellung und Bodenkontaktstellung
des Verstellorgans, in Abhängigkeit von dem tatsächlichen Durchmesser der Walzenbürste
angibt. Letzterer läßt sich dabei unmittelbar aus der Bodenkontaktstellung des Verstellorgans
ableiten, dabei auf der zu reinigenden Oberfläche aufstehenden Stützrädern - jedem
Durchmesser der Walzenbürste genau eine Bodenkontaktstellung des Verstellorgans entspricht.
Andere geeignete Meßeinrichtungen zur Ermittlung des Durchmessers der Walzenbürste,
die ebenfalls die Stellung der Walzenbürste relativ zum Tragrahmen in der Bodenkontaktstellung
der Walzenbürste auswerten, können in gleicher Weise eingesetzt werden. Hierzu zählt
insbesondere ein Winkelmesser, der die Winkelstellung mindestens eines Tragarmes der
Walzenbürste relativ zu einer weiteren Komponente des Tragrahmens ermittelt. Maßgeblich
ist, daß jeweis der Durchmesser der Walzenbürste nicht - über Sensoren - direkt gemessen,
sondern vielmehr aus der Stellung der Walzenbürste im Moment ihres Bodenkontakts,
und somit mittelbar unter Nutzung des Signals des Bodenkontaktsensors abgeleitet wird.
[0011] Eine bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kehraggregats zeichnet sich dadurch
aus, daß das mindestens eine verstellorgan als hydraulischer Verstellzylinder ausgeführt
ist. In diesem Falle ist mit dem Verstellzylinder besonders bevorzugt ein Speisezylinder
hydraulisch verbunden, dessen mit dem Verstellzylinder kommunizierender hydraulischer
Arbeitsraum eine geringere Querschnittsfläche aufweist als der mindestens eine Verstellzylinder.
Der Speisezylinder dient dabei der volumetrischen Zumessung der Hydraulikflüssigkeit
zu dem mindestens einen Verstellzylinder, die der Zustellbewegung des Verstellzylinders
von seiner Bodenkontaktstellung in seine Arbeitsstellung entspricht. Besonders bevorzugt
besteht dabei eine Umgehungsleitung zu dem Speisezylinder, da letzterer lediglich
für die exakte Absenkung der Walzenbürste aus ihrer Bodenkontaktstellung in ihre Arbeitsstellung
benötigt wird. Weder beim Absenken der Walzenbürste in ihre Bodenkontaktstellung noch
beim Anheben der Walzenbürste bedarf es einer volumetrischen Bestimmung des dem mindestens
einen Verstellzylinder zugeführten bzw. aus diesem abströmenden Volumens an Hydraulikflüssigkeit.
Die vorstehend. erläuterte Ausgestaltung der Hydraulikanlage mit einem Speisezylinder
resultiert in einer besonders exakten Einstellmöglichkeit für den mindestens einen
Verstellzylinder.
[0012] Zwar ist im Rahmen der vorstehend erläuterten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung
denkbar, daß auf den Kolben des Speisezylinders ein mechanischer Verstellantrieb wirkt,
so daß der Speisezylinder selbst die Funktion einer Pumpe übernimmt. Besonders bevorzugt
ist jedoch der Speisezylinder zwischen einer Hydraulikpumpe und dem mindestens einen
Verstellzylinder geschaltet. Er läuft in diesem Falle mit, wobei das Volumen der dem
mindestens einen verstellzylinder zugeführten Hydraulikflüssigkeit durch die Anzahl
der Hübe des Speisezylinders und/oder - bei nicht vollständigen Hüben - den Weg des
Kolbens des Speisezylinders ermittelt wird.
[0013] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Diese zeigt das Hydraulikschema einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kehraggregats.
[0014] Das in der Zeichnung veranschaulichte Kehraggregat umfaßt eine Walzenbürste 1, die
innerhalb eines Tragrahmens 2 um ihre Achse 3 drehbar gelagert und von einem Hydraulikmotor
4 angetrieben ist. Der Tragrahmen 2 umfaßt seinerseits zwei die Verstellorgane V bildende
hydraulische Verstellzylinder 5 und 6, wobei die Kolbenstange jedes der beiden hydraulischen
Verstellzylinder mit jeweils einem Stützrad 7 bzw. 8 verbunden ist. Die Stützräder
sind mechanisch gekoppelt, was eine gleichmäßige Bewegung auch bei nicht konstantem
Gewicht über Walzenlänge garantiert. Die - nur schematisch veranschaulichte - technisch-konstruktive
Gestaltung ist dabei dergestalt, daß mittels der Verstellzylinder 5 und 6 der vertikale
Abstand zwischen den Stützrädern 7, 8 und der Achse 3 der Walzenbürste 1 veränderbar
ist. Dergleichen Konstruktionen sind hinlänglich bekannt, so daß auf eine nähere Erläuterung
verzichtet werden kann.
[0015] Das Kehraggregat selbst ist mittels einer - nicht dargestellten - Traganordnung an
einem Trägerfahrzeug aufgehängt. Die Traganordnung gestattet dabei das Anheben des
Kehraggregats in eine Transportstellung und Absenken des Kehraggregats in eine Arbeitsstellung,
in der die Stützräder 7 und 8 auf der zu reinigenden Oberfläche abrollen. Auch dies
zählt zum Stand der Technik und bedarf daher an dieser Stelle keiner Erläuterung.
[0016] Die Funktion des Kehraggregates wird durch ein Steuergerät 9 gesteuert. Dieses steht
über eine Steuerleitung 10 mit dem Bedienpunkt 11 in Verbindung. Wird über einen entsprechenden
Schalter 12 am Bedienpunkt 11 das Kehraggregat in Betrieb genommen, so laufen innerhalb
der von dem Steuergerät 9 gesteuerten Hydraulik die folgenden Schritte ab:
[0017] Die Ventile 13 und 14 werden aus ihrer Sperrstellung in ihre Durchflußstellung geschaltet,
das Steuerventil 15 wird aus seiner Sperrstellung in seine Überkreuzstellung geschaltet,
in der es die Anschlüsse P und B einerseits und A und T andererseits miteinander verbindet,
und die Pumpe 16 wird in Betrieb genommen. Auf diese Weise werden die hydraulischen
Arbeitsräume 17, 18 der Verstellzylinder 5 und 6 mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt,
und die Kolbenstangen der Verstellzylinder werden unter Verdrängung der in den hydraulischen
Arbeitsräumen 19 und 20 vorhandenen Hydraulikflüssigkeit über das Ventil 14 und das
Gegendruckventil 21 in den Sumpf 22 in ihre maximale Stellung ausgefahren. (Eine umgekehrte
Anordnung der Verstellzylinder, bei der die Walzenbürste durch Füllen der Stangenseiten
der Verstellzylinder angehoben wird, ist in gleicher Weise möglich.) Zugleich wird
der hydraulische Arbeitsraum 23 des Speisezylinders 24 gefüllt, wodurch der Kolben
des Speisezylinders unter Verdrängung der in dem hydraulischen Arbeitsraum 25 vorhandenen
Hydraulikflüssigkeit über das Steuerventil 15 in den Sumpf 22 in seine linke Endstellung
gebracht wird. Anschließend werden die Ventile 13 und 14 in ihre Sperrstellung gebracht,
und das Kehraggregat wird mittels der - nicht dargestellten - Tragvorrichtung so weit
abgesenkt, bis die Stützräder 7 und 8 auf der zu reinigenden Oberfläche aufstehen.
Die Tragvorrichtung wird anschließend in ihre Schwimmstellung geschaltet, damit das
Kehraggregat Bodenunebenheiten folgen kann.
[0018] Nun wird die den Hydraulikmotor 4 antreibende Hydraulikpumpe 26 eingeschaltet, so
daß die Walzenbürste 1 in Drehung versetzt wird.
[0019] Des weiteren werden die Ventile 27 und 28 in ihre Durchflußstellung geschaltet. Auf
diese Weise gelangt Hydraulikflüssigkeit über die Pumpe 16 und das nach wie vor in
Überkreuzstellung geschaltete Steuerventil 15 in die hydraulischen Arbeitsräume 19
und 20 der Verstellzylinder 5 und 6. Deren Kolbenstangen fahren langsam ein, wobei
die in den hydraulischen Arbeitsräumen 17 und 18 vorhandene Hydraulikflüssigkeit über
das (geöffenete) Ventil 28 und das Gegendruckventil 21 in den Sumpf 22 verdrängt wird.
Dies führt zu einem allmählichen Absenken der Kehrwalze 1 in Richtung auf die zu reinigende
Oberfläche.
[0020] Sobald die Walzenbürste 1 im Rahmen dieser Absenkbewegung die zu reinigende Oberfläche
berührt und auf diese Weise über das Leerlauf-Bremsmoment hinaus gebremst wird, steigt
der Druck in der die Hydraulikpumpe 26 und den Hydraulikmotor 4 miteinander verbindenden
Druckleitung 29 sprunghaft an. Dieser Druckanstieg wird von dem Sensor S in Form eines
Druckfühlers 30 registriert, der ein entsprechendes Signal auf das Steuergerät 9 schaltet.
Das Steuergerät schaltet daraufhin das Steuerventil 15 aus seiner Überkreuzstellung
in seine Parallel-Durchgangsstellung, in der es die Anschlüsse A und P einerseits
und B und T andererseits miteinander verbindet. Hierdurch wird der hydraulische Arbeitsraum
25 des Speisezylinders 24 beaufschlagt, und die in dem hydraulischen Arbeitsraum 23
vorhandene Hydraulikflüssigkeit wird über das (geöffnete) Ventil 27 in die hydraulischen
Arbeitsräume 19 und 20 der Verstellzylinder 5 und 6 verdrängt. Das vorgegebene Volumen
des hydraulischen Arbeitsraums 23 des Speisezylinders 24 führt zu einer exakt definierten
Verkürzung der Verstellzylinder 5 und 6 und somit zu einem exakt definierten Absenken
der Walzenbürste 1.
[0021] Ist die optimale Kehrspiegelbreite noch nicht erreicht, werden die beiden Ventile
27 und 28 geschlossen und das Steuerventil 15 in seine Überkreuzstellung gebracht.
Hierdurch wird der hydraulische Arbeitsraum 23 des Speisezylinders 24 erneut mit Hydraulikflüssigkeit
gefüllt und der oben beschriebene Vorgang - Öffnen der Ventile 27 und 28 sowie Umstellen
des Steuerventils 15 in seine Parallel-Durchgangsstellung - kann wiederholt werden.
[0022] Die Anzahl der Hübe des Speisezylinders 24, die dazu erforderlich sind, die Walzenbürste
1 aus ihrer Bodenkontaktstellung in ihre Arbeitsstellung zu bringen, richten sich
insbesondere nach dem hydraulischen Untersetzungsverhältnis zwischen dem Speisezylinder
24 und den Verstellzylindern 5 und 6. Je größer das Untersetzungsverhältnis ist, desto
exakter läßt sich die Position der Walzenbürste 1 relativ zur zu reinigenden Oberfläche
einstellen. Die Kolbenstange des Speisezylinders 24 wirkt auf eine Zähleinrichtung
Z in Form eines Impulszählers 31, der mit dem Steuergerät 9 in Verbindung steht. Entspricht
die von dem Impulszähler 31 ermittelte Anzahl von Hüben dem von dem Steuergerät 9
vorgegebenen Wert, werden sämtliche Ventile 13, 14, 27 und 28 sowie das Steuerventil
15 geschlossen und die Hydraulikpumpe 16 abgeschaltet.
[0023] Am Ende des Kehreinsatzes wird über einen entsprechenden Schalter am Bedienpult 11
die Hydraulikpumpe 26 abgeschaltet und das Kehraggregat über die - nicht dargestellte
- Traganordnung angehoben. Das oben erläuterte Ausfahren der Kolben der Verstellzylinder
5 und 6 durch Beaufschlagen von deren hydraulischen Arbeitsräumen 17 und 18 kann sich
anschließen. Dieser Schritt kann dann zu Beginn des Kehreinsatzes wegfallen.
1. Kehraggregat zum Anbau an ein Trägerfahrzeug oder einen Anhänger, umfassend einen
Tragrahmen (2) und mindestens eine darin um ihre Längsachse (3) drehbar gelagerte,
motorisch angetriebene Walzenbürste 1), wobei der Tragrahmen (2) Stützräder (7, 8)
aufweist, deren vertikaler Abstand zu der Achse (3) der Walzenbürste (1) mittels einer
Verstelleinheit veränderbar ist, welche mindestens ein Verstellorgan (V) und ein Steuergerät
(9) umfaßt, wobei
ein das Antriebsmoment oder die Antriebsleistung der Walzenbürste (1) oder eine hiermit
gekoppelte Größe erfassender Sensor (S) vorgesehen ist, dessen Signal auf das Steuergerät
(9) geschaltet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuergerät (9) die der optimalen Kehrspiegelbreite entsprechende Arbeitsstellung
des Verstellorgans (V) als Funktion der beim Absenken der Walzenbürste (1) durch einen
sprunghaften Anstieg des Sensorsignals gekennzeichneten Bodenkontaktstellung des Verstellorgans (V) ermittelt.
2. Kehraggregat nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Meßanordnung zur Ermittlung des Durchmessers der Walzenbürste (1) vorgesehen
ist, wobei das Durchmessersignal dem Steuergerät (9) zugeführt wird.
3. Kehraggregat nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Verstellorgan (v) als hydraulischer Verstellzylinder (5, 6) ausgeführt
ist.
4. Kehraggregat nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem mindestens einen Verstellzylinder (5, 6) ein Speisezylinder (24) hydraulisch
verbindbar ist, dessen mit den Verstellzylindern verbindbarer hydraulischer Arbeitsraum
(23) eine geringere Querschnittsfläche aufweist als der mindestens eine Verstellzylinder
(5, 6).
5. Kehraggregat nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Speisezylinder (24) zwischen eine Hydraulikpumpe (16) und den mindestens einen
Verstellzylinder (5, 6) geschaltet ist.
6. Kehraggregat nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Hydraulikpumpe (16) und Speisezylinder (24) ein Umschaltventil (15) vorgesehen
ist, das eine direkte Beaufschlagung des mindestens einen verstellzylinders (5, 6)
unter Umgehung des Speisezylinders (24) ermöglicht.
7. Kehraggregat nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben des Speisezylinders (24) mit einer Zähl und/oder Wegmeßeinrichtung (Z)
in Verbindung steht, deren Signal auf das Steuergerät (9) geschaltet ist.
8. Kehraggregat nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf den Kolben des Speisezylinders (8) ein mechanischer Verstellantrieb wirkt.
1. Turning aggregate for the affixing onto a carrier vehicle or a trailer, whereby the
same incorporates a carrier frame (2) and at least one motor-driven cylinder brush
(1) rotationally positioned around the longitudinal axis (3) of the same within the
same, whereby the carrier frame (2) incorporates support wheels (7, 8) whose vertical
distance from the axis (3) of the cylinder brush (1) can be varied with the aid of
an adjustment means which incorporates at least one adjustment organ (V) and one control
apparatus (9), whereby a sensor (S) is envisaged, for the recording of the drive moment
or the drive capacity of the cylinder brush (1) or a similar means coupled with the
same, the signal of which is transmitted to the control apparatus (9), characterised in that the control apparatus (9) calculates the working position of the adjustment organ
(V) that equals the optimum turning mirror width as a function of the floor contact
position of the adjustment organ (V) that is characterised by an incremental rise of the sensor signal during the lowering of the cylinder brush
(1).
2. Turning aggregate according to Claim 1, characterised in that a measuring arrangement for the calculation of the diameter of the cylinder brush
(1) is envisaged, whereby the diameter signal is transmitted to the control apparatus
(9).
3. Turning aggregate according to Claim 1 or Claim 2, characterised in that at least one adjustment organ (V) is provided in the form of a hydraulic adjustment
cylinder (5, 6).
4. Turning aggregate according to Claim 3, characterised in that the minimum of one adjustment cylinder (5, 6) can be hydraulically connected with
a supply cylinder (24), whereby the working chamber (23) of the same which can be
hydraulically connected with the adjustment cylinders incorporates a smaller cross-sectional
surface than that of the minimum of one adjustment cylinder (5, 6).
5. Turning aggregate according to Claim 4, characterised in that the supply cylinder (24) is located between a hydraulic pump (16) and the minimum
of one adjustment cylinder (5, 6).
6. Turning aggregate according to Claim 5, characterised in that the same incorporates a switchover valve (15) between the hydraulic pump (16) and
the supply cylinder (24), whereby the same enables a direct activation of the minimum
of one adjustment cylinder (5, 6) whilst avoiding the supply cylinder (24).
7. Turning aggregate according to one of the preceding Claims 4 to 6, characterised in that the piston of the supply cylinder (24) stands in connection with a counter and/or
stroke measuring means (Z), whereby the signal of the same is transmitted to the control
apparatus (9).
8. Turning apparatus according to one of the preceding Claims 4 to 6, characterised in that the piston of the supply cylinder (8) is activated with the aid of mechanical adjustment
drive.
1. Unité de balayage destinée à être montée sur un véhicule porteur ou sur une remorque,
comprenant un châssis porteur (2) et au moins une brosse cylindrique (1) entraînée
mécaniquement, qui est montée tournante autour de son axe longitudinal (3) sur ledit
châssis, le châssis porteur (2) comportant des roues porteuses (7, 8), dont la distance
verticale à l'axe (3) de la brosse cylindrique (1) peut être modifiée à l'aide d'une
unité de réglage comprenant au moins un organe de réglage (V) et un appareil de commande
(9), un capteur (S) qui mesure le couple d'entraînement ou la puissance d'entraînement
de la brosse cylindrique (1) ou une grandeur liée à ceux-ci et dont le signal est
appliqué à l'appareil de commande (9), étant prévu, caractérisée par le fait que l'appareil de commande (9) détermine la position de travail de l'organe de réglage
(V) correspondant à la largeur de surface de balayage optimale en fonction de la position
de contact avec le sol de l'organe de réglage (V), caractérisée par une élévation brusque du signal de capteur lors de l'abaissement de la brosse cylindrique
(1).
2. Unité de balayage selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'il est prévu un dispositif de mesure pour déterminer le diamètre de la brosse cylindrique
(1), le signal de diamètre étant transmis à l'appareil de commande (9).
3. Unité de balayage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que l'organe de réglage (V), au nombre d'au moins un, est réalisé sous la forme d'un
vérin de réglage (5, 6) hydraulique.
4. Unité de balayage selon la revendication 3, caractérisée par le fait qu'au vérin de réglage (5, 6), au nombre d'au moins un, peut être connecté hydrauliquement
au moins un vérin d'alimentation (24), dont la chambre de travail (23) hydraulique
connectée aux vérins de réglage présente une surface en section transversale inférieure
à celle du vérin de réglage (5, 6) au nombre d'au moins un.
5. Unité de balayage selon la revendication 4, caractérisée par le fait que le vérin d'alimentation (24) est connecté entre une pompe hydraulique (16) et le
vérin de réglage (5, 6), au nombre d'au moins un.
6. Unité de balayage selon la revendication 5, caractérisée par le fait qu'il est prévu, entre la pompe hydraulique (16) et le vérin d'alimentation (24), une
vanne de commutation (15) qui permet d'alimenter directement le vérin de réglage (5,
6), au nombre d'au moins un, en contournant le vérin d'alimentation (24).
7. Unité de balayage selon une des revendications 4 à 6, caractérisée par le fait que le piston du vérin d'alimentation (24) est lié à un dispositif de comptage et/ou
de mesure de course (Z) dont le signal est appliqué à l'appareil de commande (9).
8. Unité de balayage selon une des revendications 4 à 6, caractérisée par le fait qu'un moyen de réglage mécanique agit sur le piston du vérin d'alimentation (24).
