[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kehraggregat zum Anbau an ein Trägerfahrzeug
oder an einen Anhänger, umfassend einen Tragrahmen und mindestens eine darin um ihre
Längsachse drehbar gelagerte, motorisch angetriebene Walzenbürste, wobei der Tragrahmen
Stützräder aufweist, deren vertikaler Abstand zu der Achse der Walzenbürste mittels
einer Verstelleinheit veränderbar ist, welche mindestens einen hydraulischen Verstellzylinder
und ein Steuergerät umfaßt.
[0002] Kehraggregate der vorstehend angegebenen Art sind in verschiedenen Ausführungen bekannt,
beispielsweise aus der europäischen Patentschrift 0372258 und der deutschen Offenlegungsschrift
3740215. Bekannt sind des weiteren Kehraggregate, die im wesentlichen einen gattungsgemäßen
Aufbau aufweisen, sich von diesem jedoch dadurch unterscheiden, daß der hydraulische
Verstellzylinder nicht über ein Steuergerät eingestellt wird, sondern vielmehr Teil
eines hydraulischen Regelkreises ist und daß darüber hinaus der Tragrahmen nicht über
Stützräder verfügt; derartige Kehraggregate sind beispielsweise den deutschen Offenlegungsschriften
2455200 und 2821627 sowie den europäischen Patentanmeldungen 0189371 und 0843047 entnehmbar.
[0003] Für sämtliche der aus den vorstehend angegebenen Publikationen bekannten Kehraggregate
ist die korrekte Einstellung der Kehrspiegelbreite von ausschlaggebender Bedeutung
für einen effizienten und zugleich materialschonenden Kehrbetrieb. So, wie dies in
der europäischen Patentschrift 0372258 im Detail erläutert ist, ist die optimale Kehrspiegelbreite
gekennzeichnet durch ein gutes Reinigungsergebnis bei geringem Borstenverschleiß.
Liegt die Kehrspiegelbreite unterhalb des optimalen Werts, läßt die Reinigungsleistung
spürbar nach. Bei einer Kehrspiegelbreite oberhalb des optimalen Werts nimmt hingegen
der Borstenverschleiß ohne nennenswerte Verbesserung des Reinigungsergebnisses spürbar
zu.
[0004] Bei keinem der aus den oben angegebenen Publikation bekannten Kehraggregate läßt
sich die Kehrspiegelbreite mit dem gewünschten Maß an Genauigkeit einstellen. Dies
gilt namentlich für den Stand der Technik gemäß den gattungsbildenden Druckschriften.
In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, daß bei einer üblichen Walzenbürste mit einem
Durchmesser von 914 mm die Höhenverstellung von 1 mm eine Kehrspiegelveränderung von
ca. 60 mm bedeutet. Die Tatsache, daß als geeignete Kehrspiegelbreite Werte zwischen
60 mm und 100 mm angesehen werden, macht deutlich, welche Anforderungen in der Praxis
an die Genauigkeit der Verstelleinheit gestellt werden.
[0005] Vor dem Hintergrund des vorstehend dargelegten Nachteils des Standes der Technik
zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, ein Kehraggregat der gattungsgemäßen Art
zu schaffen, bei welchem sich der optimale Kehrspiegel mit einem hohen Maß an Genauigkeit
einstellen läßt.
[0006] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß mit dem mindestens
einen Verstellzylinder ein Speisezylinder hydraulisch verbunden ist, dessen Kolben
oder sonstiger Signalgeber mit einer Zählund/oder Wegmeßeinrichtung, dessen Signal
auf das Steuergerät geschaltet ist, oder einem mechanischen Verstellantrieb in Verbindung
steht und dessen mit dem mindestens einen Verstellzylinder kommunizierender hydraulischer
Arbeitsraum eine geringeren Querschnittsfläche aufweist als der mindestens eine Verstellzylinder.
[0007] Der Speisezylinder dient dabei der volumetrischen Zumessung der Hydraulikflüssigkeit
zu dem mindestens einen Verstellzylinder, die der Zustellbewegung des mindestens einen
Verstellzylinders von einer Referenzstellung in seine der optimalen Kehrspiegelbreite
entsprechende Arbeitsstellung entspricht. Die Referenzstellung kann dabei verschiedenen
charakteristische Stellungen der Walzenbürste relativ zu der zu reinigenden Oberfläche
entsprechen, unter Bezugnahme auf welche das Steuergerät diejenige Zustellbewegung
des mindestens einen Verstellzylinders berechnet, die erforderlich ist, um die Walzenbürste
in ihre durch die optimale Kehrspiegelbreite gekennzeichnete Arbeitsstellung zu bringen.
Besonders bevorzugt wird als Referenzstellung die Bodenkontaktstellung der Walzenbürste
und die korrespondierende Stellung des mindestens einen Verstellzylinders herangezogen,
weil auf diese Weise der Borstenverschleiß automatisch kompensiert wird (s.u.). Besonders
bevorzugt besteht dabei eine Umgehungsleitung zu dem Speisezylinder, da letzterer
lediglich für die exakte Absenkung der Walzenbürste aus ihrer Bodenkontaktstellung
in ihre Arbeitsstellung benötigt wird. Weder beim Absenken der Walzenbürste in ihre
Bodenkontaktstellung noch beim Anheben der Walzenbürste bedarf es einer volumetrischen
Bestimmung des dem mindestens einen Verstellzylinder zugeführten bzw. aus diesem abströmenden
Volumens an Hydraulikflüssigkeit. Die vorstehend erläuterte Ausgestaltung der Hydraulikanlage
mit einem Speisezylinder resultiert in einen besonders exakten Einstellmöglichkeit
für den mindestens einen Verstellzylinder.
[0008] Zwar ist im Rahmen der vorstehend erläuterten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung
denkbar, daß auf den Kolben des Speisezylinders ein mechanischer Verstellantrieb wirkt,
so daß der Speisezylinder selbst die Funktion einer Pumpe übernimmt. Besonders bevorzugt
ist jedoch der Speisezylinder zwischen einer Hydraulikpumpe und dem mindestens einen
Verstellzylinder geschaltet. Er läuft in diesem Falle mit, wobei das Volumen der dem
mindestens einen Verstellzylinder zugeführten Hydraulikflüssigkeit durch die Anzahl
der Hübe des Speisezylinders und/oder - bei nicht vollständigen Hüben - den Weg des
Kolbens des Speisezylinders ermittelt wird.
[0009] Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist ein das Antriebsmoment
oder die Antriebsleistung der Walzenbürste oder eine hiermit gekoppelte Größe erfassender
Sensor vorgesehen, dessen Signal auf das Steuergerät geschaltet ist, wobei das Steuergerät
die der optimalen Kehrspiegelbreite entsprechende Arbeitsstellung des Verstellorgans
als Funktion der beim Absenken der Walzenbürste durch einen sprunghaften Anstieg des
Sensorsignals gekennzeichneten Bodenkontaktstellung des Verstellorgans ermittelt.
[0010] Bei dem solchermaßen weitergebildeten Kehraggregat wird somit der vom Borstenverschleiß
abhängige tatsächliche Durchmesser der Walzenbürste beim Einstellen von deren Lage
relativ zur zu reinigenden Oberfläche automatisch berücksichtigt, indem bei dem einzelnen
Kehreinsatz der Bodenkontakt der Walzenbürste und die diesen entsprechende Bodenkontaktstellung
des Verstellorgans als Bezugspunkt für die der optimalen Kehrspiegelbreite entsprechende
Arbeitsstellung des Verstellorgans herangezogen wird. Der Bodenkontakt der Walzenbürste
bei ihrem Absenken wird dabei durch einen sprunghaften Anstieg des Sensorsignals ermittelt,
das von einem Sensor abgegeben wird, der das Antriebsmoment oder die Antriebsleistung
der Walzenbürste oder eine hiermit gekoppelte Größe erfaßt.
[0011] Probleme, wie sie von Kehraggregaten nach dem Stand der Technik bekannt sind, treten
bei einem Kehraggregat wie vorstehend beschrieben nicht auf. Weder ist, anders als
im Falle der DE-OS 2455200 und 2821627 sowie der EP-A 0189371 und 0843047, die von
dem Steuergerät eingestellte Kehrspiegelbreite abhängig von den Oberflächenverhältnissen,
insbesondere der Rauhigkeit der zu reinigenden Oberfläche. Ebensowenig ist, anders
als im Falle der EP-B 0372258 und der DE-OS 3740215, eine komplizierte, störanfällige
Meßaufnehmeranordnung erforderlich. Trotzdem wird bei der Einstellung der Kehrspiegelbreite
nicht ein von der Laufleistung der betreffenden Walzenbürste abhängiger mittlerer
Abnutzungsgrad der Walzenbürste zugrundegelegt, sondern vielmehr der tatsächliche
Verschleißgrad. Infolgedessen stellt diese Weiterbildung der Erfindung ein Kehraggregat
bereit, bei welchem sich der optimale Kehrspiegel mit geringstem apparativem Aufwand
automatisch exakt einstellen läßt, wobei sich das Kehraggregat darüber hinaus durch
einen robusten, störungsunanfälligen Aufbau auszeichnet.
[0012] Die vorstehend beschriebene Weiterbildung der Erfindung läßt sich bereits mit Vorteil
einsetzen, wenn im Steuergerät die Arbeitsstellung des Verstellorgans aus dessen Bodenkontaktstellung
bzw. sonstiger Referenzstellung durch Addition einer konstanten Größe ermittelt wird.
In diesem Falle würde mit anderen Worten die Walzenbürste im Kehrbetrieb jeweils in
eine Stellung abgesenkt werden, die um ein bestimmtes Maß (z.B. 2 mm) unterhalb der
Bodenkontaktstellung liegt. Dies würde zwar infolge der geometrischen Verhältnisse
bei fortschreitender Abnützung der Walzenbürste zu einer allmählichen Reduktion der
Kehrspiegelbreite führen; diese würde jedoch - zumindest teilweise - durch eine zunehmende
Härte der Bürste kompensiert, so daß das Reinigungsergebnis sich im wesentlichen nicht
ändern würde.
[0013] Eine abermals bevorzugte Weiterbildung zeichnet sich demgegenüber allerdings dadurch
aus, daß die Zustellbewegung des Verstellorgans, durch die sich dessen Arbeitsstellung
von dessen Bodenkontaktstellung unterscheidet, von dem tatsächlichen Durchmesser der
Walzenbürste abhängig ist. In diesem Falle umfaßt das Steuergerät eine entsprechende
Kompensationsschaltung, beispielsweise in Form einer Kennkurve, die die Zustellbewegung,
d.h. die Differenz zwischen Arbeitsstellung und Bodenkontaktstellung des Verstellorgans,
in Abhängigkeit von dem tatsächlichen Durchmesser der Walzenbürste angibt. Letzterer
läßt sich dabei unmittelbar aus der Bodenkontaktstellung des Verstellorgans ableiten,
da - bei auf der zu reinigenden Oberfläche aufstehenden Stützrädern - jedem Durchmesser
der Walzenbürste genau eine Bodenkontaktstellung des Verstellorgans entspricht. Andere
geeignete Meßeinrichtungen zur Ermittlung des Durchmessers der Walzenbürste, die ebenfalls
die Stellung der Walzenbürste relativ zum Tragrahmen in der Bodenkontaktstellung der
Walzenbürste auswerten, können in gleicher Weise eingesetzt werden. Hierzu zählt insbesondere
ein Winkelmesser, der die Winkelstellung mindestens eines Tragarmes der Walzenbürste
relativ zu einer weiteren Komponente des Tragrahmens ermittelt.
[0014] Maßgeblich ist, daß jeweis der Durchmesser der Walzenbürste nicht - über Sensoren
- direkt gemessen, sondern vielmehr aus der Stellung der Walzenbürste im Moment ihres
Bodenkontakts, und somit mittelbar unter Nutzung des Signals des Bodenkontaktsensors
abgeleitet wird.
[0015] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Diese zeigt das Hydraulikschema einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kehraggregats.
[0016] Das in der Zeichnung veranschaulichte Kehraggregat umfaßt eine Walzenbürste 1, die
innerhalb eines Tragrahmens 2 um ihre Achse 3 drehbar gelagert und von einem Hydraulikmotor
4 angetrieben ist. Der Tragrahmen 2 umfaßt seinerseits zwei die Verstellorgane V bildende
hydraulische Verstellzylinder 5 und 6, wobei die Kolbenstange jedes der beiden hydraulischen
Verstellzylinder mit jeweils einem Stützrad 7 bzw. 8 verbunden ist. Die - nur schematisch
veranschaulichte - technisch-konstruktive Gestaltung ist dabei dergestalt, daß mittels
der Verstellzylinder 5 und 6 der vertikale Abstand zwischen den Stützrädern 7, 8 und
der Achse 3 der Walzenbürste 1 veränderbar ist. Dergleichen Konstruktionen sind hinlänglich
bekannt, so daß auf eine nähere Erläuterung verzichtet werden kann.
[0017] Das Kehraggregat selbst ist mittels einer - nicht dargestellten - Traganordnung an
einem Trägerfahrzeug aufgehängt. Die Traganordnung gestattet dabei das Anheben des
Kehraggregats in eine Transportstellung und Absenken des Kehraggregats in eine Arbeitsstellung,
in der die Stützräder 7 und 8 auf der zu reinigenden Oberfläche abrollen. Auch dies
zählt zum Stand der Technik und bedarf daher an dieser Stelle keiner Erläuterung.
[0018] Die Funktion des Kehraggregates wird durch ein Steuergerät 9 gesteuert. Dieses steht
über eine Steuerleitung 10 mit dem Bedienpunkt 11 in Verbindung. Wird über einen entsprechenden
Schalter 12 am Bedienpunkt 11 das Kehraggregat in Betrieb genommen, so laufen innerhalb
der von dem Steuergerät 9 gesteuerten Hydraulik die folgenden Schritte ab:
[0019] Die Ventile 13 und 14 werden aus ihrer Sperrstellung in ihre Durchflußstellung geschaltet,
das Steuerventil 15 wird aus seiner Sperrstellung in seine Überkreuzstellung geschaltet,
in der es die Anschlüsse P und B einerseits und A und T andererseits miteinander verbindet,
und die Pumpe 16 wird in Betrieb genommen. Auf diese Weise werden die hydraulischen
Arbeitsräume 17, 18 der Verstellzylinder 5 und 6 mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt,
und die Kolbenstangen der Verstellzylinder werden unter Verdrängung der in den hydraulischen
Arbeitsräumen 19 und 20 vorhandenen Hydraulikflüssigkeit über das Ventil 14 und das
Gegendruckventil 21 in den Sumpf 22 in ihre maximale Stellung ausgefahren. Zugleich
wird der hydraulische Arbeitsraum 23 des Speisezylinders 24 gefüllt, wodurch der Kolben
des Speisezylinders unter Verdrängung der in dem hydraulischen Arbeitsraum 25 vorhandenen
Hydraulikflüssigkeit über das Steuerventil 15 in den Sumpf 22 in seine linke Endstellung
gebracht wird. Anschließend werden die Ventile 13 und 14 in ihre Sperrstellung gebracht,
und das Kehraggregat wird mittels der - nicht dargestellten - Tragvorrichtung so weit
abgesenkt, bis die Stützräder 7 und 8 auf der zu reinigenden Oberfläche aufstehen.
Die Tragvorrichtung wird anschließend in ihre Schwimmstellung geschaltet, damit das
Kehraggregat Bodenunebenheiten folgen kann.
[0020] Nun wird die den Hydraulikmotor 4 antreibende Hydraulikpumpe 26 eingeschaltet, so
daß die Walzenbürste 1 in Drehung versetzt wird.
[0021] Des weiteren werden die Ventile 27 und 28 in ihre Durchflußstellung geschaltet. Auf
diese Weise gelangt Hydraulikflüssigkeit über die Pumpe 16 und das nach wie vor in
Überkreuzstellung geschaltete Steuerventil 15 in die hydraulischen Arbeitsräume 19
und 20 der Verstellzylinder 5 und 6. Deren Kolbenstangen fahren langsam ein, wobei
die in den hydraulischen Arbeitsräumen 17 und 18 vorhandene Hydraulikflüssigkeit über
das (geöffenete) Ventil 28 und das Gegendruckventil 21 in den Sumpf 22 verdrängt wird.
Dies führt zu einem allmählichen Absenken der Kehrwalze 1 in Richtung auf die zu reinigende
Oberfläche.
[0022] Sobald die Walzenbürste 1 im Rahmen dieser Absenkbewegung die zu reinigende Oberfläche
berührt und auf diese Weise über das Leerlauf-Bremsmoment hinaus gebremst wird, steigt
der Druck in der die Hydraulikpumpe 26 und den Hydraulikmotor 4 miteinander verbindenden
Druckleitung 29 sprunghaft an. Dieser Druckanstieg wird von dem Sensor S in Form eines
Druckfühlers 30 registriert, der ein entsprechendes Signal auf das Steuergerät 9 schaltet.
Das Steuergerät schaltet daraufhin das Steuerventil 15 aus seiner Überkreuzstellung
in seine Parallel-Durchgangsstellung, in der es die Anschlüsse A und P einerseits
und B und T andererseits miteinander verbindet. Hierdurch wird der hydraulische Arbeitsraum
25 des Speisezylinders 24 beaufschlagt, und die in dem hydraulischen Arbeitsraum 23
vorhandene Hydraulikflüssigkeit wird über das (geöffnete) Ventil 27 in die hydraulischen
Arbeitsräume 19 und 20 der Verstellzylinder 5 und 6 verdrängt. Das vorgegebene Volumen
des hydraulischen Arbeitsraums 23 des Speisezylinders 24 führt zu einer exakt definierten
Verkürzung der Verstellzylinder 5 und 6 und somit zu einem exakt definierten Absenken
der Walzenbürste 1.
[0023] Ist die optimale Kehrspiegelbreite noch nicht erreicht, werden die beiden Ventile
27 und 28 geschlossen und das Steuerventil 15 in seine Überkreuzstellung gebracht.
Hierdurch wird der hydraulische Arbeitsraum 23 des Speisezylinders 24 erneut mit Hydraulikflüssigkeit
gefüllt und der oben beschriebene Vorgang - Öffnen der Ventile 27 und 28 sowie Umstellen
des Steuerventils 15 in seine Parallel-Durchgangsstellung - kann wiederholt werden.
[0024] Die Anzahl der Hübe des Speisezylinders 24, die dazu erforderlich sind, die Walzenbürste
1 aus ihrer Bodenkontaktstellung in ihre Arbeitsstellung zu bringen, richten sich
insbesondere nach dem hydraulischen Untersetzungsverhältnis zwischen dem Speisezylinder
24 und den Verstellzylindern 5 und 6. Je größer das Untersetzungsverhältnis ist, desto
exakter läßt sich die Position der Walzenbürste 1 relativ zur zu reinigenden Oberfläche
einstellen. Die Kolbenstange des Speisezylinders 24 wirkt auf eine Zähleinrichtung
Z in Form eines Impulszählers 31, der mit dem Steuergerät 9 in Verbindung steht. Entspricht
die von dem Impulszähler 31 ermittelte Anzahl von Hüben dem von dem Steuergerät 9
vorgegebenen Wert, werden sämtliche Ventile 13, 14, 27 und 28 sowie das Steuerventil
15 geschlossen und die Hydraulikpumpe 16 abgeschaltet.
[0025] Am Ende des Kehreinsatzes wird über einen entsprechenden Schalter am Bedienpult 11
die Hydraulikpumpe 26 abgeschaltet und das Kehraggregat über die - nicht dargestellte
- Traganordnung angehoben. Das oben erläuterte Ausfahren der Kolben der Verstellzylinder
5 und 6 durch Beaufschlagen von deren hydraulischen Arbeitsräumen 17 und 18 kann sich
anschließen. Dieser Schritt kann dann zu Beginn des Kehreinsatzes wegfallen.
[0026] Der vorstehend beschriebene Vorgang (Feinverstellung-Senkvorgang) ist umkehrbar,
wenn Ventile 13 und 14 statt 27 und 28 angesteuert werden. Auf diese Weise ergibt
sich ein Feinverstellung-Hebevorgang. Damit können äußere Störeinflüsse, die sich
nicht zu schnell ändern, einfach kompensiert werden. Beispielsweise beeinflußt der
Pflug mit seinem Gewicht sehr stark die Geometrie des Fahrzeugrahmens bezogen auf
die Fahrbahn und entsprechend den Kehrspiegel.
1. Kehraggregat zum Anbau an ein Trägerfahrzeug oder einen Anhänger, umfassend einen
Tragrahmen (2) und mindestens eine darin um ihre Längsachse (3) drehbar gelagerte,
motorisch angetriebene Walzenbürste (1), wobei der Tragrahmen (2) Stützräder (7, 8)
aufweist, deren vertikaler Abstand zu der Achse (3) der Walzenbürste (1) mittels einer
Verstelleinheit veränderbar ist, welche mindestens einen hydraulischen Verstellzylinder
(5, 6) und ein Steuergerät (9) umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem mindestens einen Verstellzylinder (5, 6) ein Speisezylinder (24) hydraulisch
verbunden ist, dessen Kolben oder sonstiger Signalgeber mit einer Zähl- und/oder Wegmeßeinrichtung
(Z), deren Signal auf das Steuergerät (9) geschaltet ist, oder mit einem mechanischen
Verstellantrieb in Verbindung steht und dessen mit dem mindestens einen Verstellzylinder
kommunizierender hydraulischer Arbeitsraum (23) eine geringere Querschnittsfläche
aufweist als der mindestens eine Verstellzylinder (5, 6).
2. Kehraggregat nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Speisezylinder (24) zwischen eine Hydraulikpumpe (16) und den mindestens einen
Verstellzylinder (5, 6) geschaltet ist.
3. Kehraggregat nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Hydraulikpumpe (16) und Speisezylinder (24) ein Umschaltventil (15) vorgesehen
ist, das eine direkte Beaufschlagung des mindestens einen Verstellzylinders (5, 6)
unter Umgehung des Speisezylinders (24) ermöglicht.
4. Kehraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein das Antriebsmoment oder die Antriebsleistung der Walzenbürste (1) oder eine hiermit
gekoppelte Größe erfassender Sensor (S) vorgesehen ist, dessen Signal auf das Steuergerät
(9) geschaltet ist, wobei das Steuergerät (9) die der optimalen Kehrspiegelbreite
entsprechende Arbeitsstellung des Verstellorgans (V) als Funktion der beim Absenken
der Walzenbürste (1) durch einen sprunghaften Anstieg des Sensorsignals gekennzeichneten
Bodenkontaktstellung des Verstellorgans (V) ermittelt.
5. Kehraggregat nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Meßanordnung zur Ermittlung des Durchmessers der Walzenbürste (1) vorgesehen
ist, wobei das Durchmessersignal dem Steuergerät (9) zugeführt wird.
6. Kehraggregat nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Steuergerät (9) eine Kennkurve für die vom tatsächlichen Durchmesser der Walzenbürste
(1) abhängige Zustellung des mindestens einen hydraulischen Verstellzylinders (5,
6) aus seiner Bodenkontaktstellung in seine Arbeitsstellung abgespeichert ist.
1. Sweeper unit for attachment to a carrier vehicle or a trailer, comprising a supporting
frame (2) and at least one motor-driven rotary brush (1) therein, pivoting about its
longitudinal axis (3), where the supporting frame (2) displays pick-up wheels (7,
8), whose vertical distance from the axis (3) of the rotary brush (1) can be altered
by an adjustment unit, which comprises at least one hydraulic adjustment cylinder
(5, 6) and a control device (9),
characterised in that
a feed cylinder (24) is hydraulically connected with the at least one adjustment cylinder
(5, 6), the piston of said feed cylinder or other signal transmitter is connected
with a counter and/or distance measuring device (Z) whose signal is sent to the control
device (9), or with a mechanical adjustment drive and whose hydraulic working area
(23) communicating with the at least one adjustment cylinder displays a smaller cross-sectional
area than the at least one adjustment cylinder (5, 6).
2. Sweeper unit according to claim 1,
characterised in that
the feed cylinder (24) is connected between a hydraulic pump (16) and the at least
one adjustment cylinder (5, 6).
3. Sweeper unit according to claim 1 or claim 2,
characterised in that
between hydraulic pump (16) and feed cylinder (24) there is a reversing valve (15)
which enables direct pressurisation of the at least one adjustment cylinder (5, 6),
bypassing the feed cylinder (24).
4. Sweeper unit according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
there is a sensor (S) which detects the driving torque of the driving power of the
rotary brush (1) or a factor in connection herewith and the signal from said sensor
is sent to the control device (9), whereupon the control device (9) determines the
working position of the adjustment organ (V) corresponding to the optimal working
width as a function of the ground contact position of the adjustment organ (V) when
the rotary brush is lowered, characterised by a discrete increase in the sensor signal.
5. Sweeper unit according to claim 4,
characterised in that
a set-up of measuring instruments is provided so as to determine the diameter of the
rotary brush (1), and the diameter signal is sent to the control device (9).
6. Sweeper unit according to claim 5,
characterised in that
in the control device (9), an operation characteristic is stored for the advance of
the at least one hydraulic adjustment cylinder (5, 6), which is a function of the
actual diameter of the rotary brush (1), from its ground contact position into its
working position.
1. Unité de balayage destinée à être installée sur un véhicule porteur ou sur une remorque,
comprenant un châssis de support (2) et au moins une brosse cylindrique (1) montée
rotative autour de son axe longitudinal (3) sur ledit châssis et entraînée par un
moteur, le châssis de support (2) comportant des roues d'appui (7, 8), dont la distance
verticale par rapport à l'axe (3) de la brosse cylindrique (1) peut être modifiée
à l'aide d'une unité de réglage comprenant au moins un vérin hydraulique (5, 6) de
réglage et un appareil de commande (9), caractérisée en ce qu'au vérin hydraulique (5, 6) de réglage, au nombre d'au moins un, est connecté un vérin
hydraulique (24) d'alimentation, dont le piston ou un transmetteur de signal autre
est relié à un dispositif de comptage et/ou de mesure de course (Z), dont le signal
est envoyé à l'appareil de commande (9), ou est relié à une commande de réglage mécanique,
et dont la chambre de travail (23) hydraulique communiquant avec le vérin de réglage
au nombre d'au moins un présente une surface en section transversale plus petite que
le vérin de réglage au nombre d'au moins un.
2. Unité de balayage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le vérin d'alimentation (24) est connecté entre une pompe hydraulique (16) et le
vérin de réglage (5, 6) au nombre d'au moins un.
3. Unité de balayage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il est prévu, entre la pompe hydraulique (16) et le vérin d'alimentation (24), une
vanne de commutation (15) qui permet une alimentation directe du vérin de réglage
(5, 6), au nombre d'au moins un, en contournant le vérin d'alimentation (24).
4. Unité de balayage selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'il est prévu un capteur (S), qui mesure le couple d'entraînement ou la puissance d'entraînement
de la brosse cylindrique (1) ou une grandeur couplée à celle-ci, dont le signal est
transmis à l'appareil de commande (9), l'appareil de commande (9) déterminant la position
de travail de l'organe de réglage (V) correspondant à la largeur de balayage optimale
en fonction de la position de contact avec le sol de l'organe de réglage (V) caractérisée par une augmentation brusque du signal de capteur.
5. Unité de balayage selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif de mesure pour déterminer le diamètre de la brosse cylindrique
(1), le signal de diamètre étant transmis à l'appareil de commande (9).
6. Unité de balayage selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'une courbe caractéristique pour l'avance dépendante du diamètre réel de la brosse
cylindrique (1) du vérin de réglage (5, 6), au nombre d'au moins un, de sa position
de contact avec le sol jusqu'à sa position de travail, est mémorisée dans l'appareil
de commande (9).