[0001] Diese Anmeldung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum mechanischen
Fügen von Blechen, Profilen und/oder Mehrblechverbindungen, wobei Fügewerkzeuge mit
Kraftmitteln auf die Fügeteile zu bewegt werden und durch die Kraftwirkung der Fügewerkzeuge
eine Fügeverbindung zwischen den Fügeteilen herstellbar ist, die benötigte Fügekraft
durch mehrere kurzfristig aufeinanderfolgende Stöße eines Fügewerkzeugs oder pulsierend
in einer Erregerfrequenz in die herzustellende Fügeverbindung einbringbar ist, zumindest
ein Fügewerkzeug ist über eine Halterung mit dem Halterahmen der Vorrichtung verbunden,
und Mittel bzw. Verfahrensschritte vorgesehen sind, die Fügekräfte zumindest teilweise
zu schwingungsisolieren und/oder zu schwingungstilgen.
[0002] Eine mechanische Fügevorrichtung ist beispielsweise in dem EP 0 890 397 A1 gezeigt.
Um die Fügewerkzeuge leichter handhabbar zu machen und das Anwendungsspektrum für
Fügeverbindungen auszuweiten, wird dort vorgeschlagen, die Reaktionskräfte des Fügevorgangs
zu verringern, indem ein Fügewerkzeug die Fügekraft in einer Erregerfrequenz in die
Fügeverbindung einbringt, die über der Eigenfrequenz des gegenüberliegenden Fügewerkzeugs
liegt und die Lagerung zumindest eines Fügewerkzeugs schwingungsisoliert ist. Die
Schwingungsisolierung kann auch ausschließlich oder ergänzend im erregten Fügewerkzeug
oder den Fügeteilen angeordnet sein. Die Fügekraft wird also in Form von Impulsen
oder Schwingungen eingeleitet, die sowohl ohne als auch mit Überlagerung einer geringen
quasistatischen Grundlast auf die zu fügenden Bauteile wirkt. Durch eine impulsförmige
Kräfteeinleitung allein lassen sich jedoch kaum signifikante Verringerungen der Setzeinrichtungsmassen
erzielen. So werden höchste Anforderungen an die dynamische Festigkeit der Grundkonstruktionen
von Setzeinrichtungen gestellt, und auch im Sinne eines guten Schlagwirkungsgrades
müssen die Massen der gegenhaltenden Matrize groß sein.
[0003] Deshalb werden zum anderen die dynamischen Spitzenkräfte durch ein schwingfähiges,
passend abgestimmtes Feder-/Masse-System von der Grundkonstruktion abgeschirmt. Die
Grundkonstruktion wird durch diese Maßnahme nur mit einem Bruchteil der am Fügeort
wirkenden Fügekräfte belastet. Gleichzeitig führt diese Abstimmung dazu, daß die Matrize
gegenläufig zum Stempel schwingt und damit auch bei geringen Matrizenmassen ein hoher
Schlagwirkungsgrad erzielt wird. Die Funktionstüchtigkeit sowohl des Verfahrens als
auch der nach ihm entworfenen Vorrichtungen ist mittlerweile nachgewiesen.
[0004] Es sind jedoch auch Nachteile bekannt geworden, die in entsprechenden Vorrichtungen
nur mit einem größeren Aufwand vermieden werden können. So ist der Aufwand für eine
exakte Führung der schwingfähigen Matrizenmasse hoch. Die dafür erforderlichen Bauteile
müssen mit einer entsprechenden Präzision hergestellt werden. Im Laufe des Betriebs
können sich die Reibverhältnisse der relevanten Werkzeugteile verschleißbedingt verändern,
was das Schwingverhalten der Aufhängung und letztlich den Fügeprozess selbst beeinflussen
kann. Die quasistatischen Prozeßkräfte wirken auf die Schwingungsisolierungsfedern
der Fügewerkzeuge und erfordern daher eine Mindeststeifigkeit der Federn. Diese wiederum
bedingt eine Mindestmasse der Fügewerkzeugaufhängung, um das System in einem wirksamen
Eigenfrequenzbereich zu halten. Hieraus folgen relativ große Bauteile mit ungünstigen
Störkonturen, die die Zugänglichkeit beeinträchtigen können. Ist die Aufhängung des
Schlagwerkes und der Matrizenmasse weich, wird es schwierig, die Eindringtiefe zu
überwachen. Damit die Fügewerkzeuge bei jedem Impuls sicher am zu fügenden Bauteil
anliegen, ist insbesondere dann eine sehr exakte Abstimmung des Systems erforderlich,
wenn kleine Isoliermassen große dynamische Auslenkungen erfahren. Weicht das Schwingsystem
von seiner optimalen Eigenfrequenz ab, so verschlechtert sich die Abstützwirkung der
Fügewerkzeuge, was zu geometrischen Abweichungen bei der Ausbildung des Fügeelements
und zu einer entsprechenden Beeinträchtigung von deren Festigkeit führen kann. Alle
genannten Punkte sind technisch beherrschbar, es können sich jedoch ungünstige Störkonturen
und hohe Anforderungen an die Fertigungspräzision ergeben.
[0005] Demgemäß ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die gattungsgemäße Vorrichtung
sowie das entsprechende Verfahren so zu verbessern, daß die genannten Nachteile den
Fügeprozess weniger beeinträchtigen.
[0006] Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird vorgeschlagen, daß eine Prallmasse auf der
Seite der Halterung eines Fügewerkzeugs angebracht ist, die abgewandt liegt von der
Richtung, in der das Fügewerkzeug angeordnet ist. Wenn nun bei einer solchen Anordnung
Kräfte dynamisch, insbesondere in Form von Impulsen, in die Fügeteile und die Fügewerkzeuge
eingebracht werden, und das Fügewerkzeug selbst starr an der Halterung befestigt ist,
so werden die schädlichen impulsförmigen Kräfte vom Halterahmen der Vorrichtung verringert
oder ganz ferngehalten, indem die Kräfte von der Prallmasse durch eine impulsinduzierte
Bewegung aufgenommen werden. Bei einer solchen Anordnung bleibt die Grundkonstruktion
frei von impulsförmigen Belastungen durch die Fügekräfte. Die von den Kraftmitteln
erzeugten aufeinanderfolgenden Stöße oder pulsierenden Fügekräfte durchlaufen in dieser
oder entgegengesetzer Richtung, je nachdem, wo die Kraftmittel angebracht sind, den
Stempel, die Fügeteile, eventuell vorhandene Fügehilfsteile, die Matrize, den Matrizenhalter
und erreicht schließlich die Halterung, an der die Matrize oder, bei anderer Kraftverlaufsrichtung,
der Stempel mit dem Halterahmen der Vorrichtung befestigt ist. Bevor die Halterung
in ihrer Eigenfrequenz zu schwingen beginnen kann, trifft die Fügekraft auf die Prallmasse
und setzt diese in Bewegung, die Prallmasse wird also durch den Kraftimpuls ausgelenkt.
Durch die Energieaufnahme der Prallmasse bleibt die Vorrichtung im übrigen von schädlichen
impulsförmigen Belastungen befreit, wenn die Prallmasse entsprechend ausgelegt und
angeordnet ist. Lediglich die sehr geringen Reaktionskräfte der Federn, auf die die
Prallmasse sich abstützt, wirken auf die Vorrichtung ein. Die Anforderungen an die
Führungsgenauigkeit der Prallmasse sind nur sehr gering. Durch eine entsprechende
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die eingangs beschriebenen
Nachteile weitgehend vermieden werden.
[0007] Weitere Verbesserungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Merkmalen der Unteransprüche.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung liegt die Eigenfrequenz des Schwingsystems
etwa in einem Bereich von 35 - 65 %, vorzugsweise annähernd 50 % der Schlagfrequenz
des Schlagwerkes. Diese Abstimmung der Eigenfrequenz des Schwingsystems mit der Schlagfrequenz
des Schlagwerkes sorgt dafür, daß die Prallmasse zum einen die in ihr gespeicherte
Bewegungsenergie für den nächsten Schlag wieder in die Verbindung einspeist und zum
anderen wieder für die Aufnahme des nächsten Impulses an der Grundkonstruktion anliegt.
[0009] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Prallmasse über zumindest
eine Biegefeder geführt. Die Biegefeder übernimmt gleichzeitig die Führungs- und Federungsaufgabe.
Weiter ist vorgesehen, daß die Schlagfläche des Pralldämpfers leicht ballig ausgeführt
ist. Außerdem kann die Vorspannung und/oder Einspannlänge einer Isolier-bzw. Biegefeder
veränderbar sein. Die Eigenfrequenz des Schwingungssystems kann durch geeignete Regel-
und Stelleinrichtungen veränderbar sein. Die matrizenseitige Prallmassendämpfung ist
kombinierbar mit einer stempelseitigen Schwingungsisolierung oder Schwingungstilgung.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann mit den Merkmalen aus den Unteransprüchen zur
erfindungsgemäßen Vorrichtung kombiniert werden.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Grundprinzips,
Fig. 2 eine Ausführung mit einer Biegefeder,
Fig. 3 eine Ausführung mit 2 Biegefedern,
Fig. 4 eine Ausführung der schwingungsisolierenden Aufhängung des Schlagwerks,
Fig. 5 eine Ausführung der schwingungstilgenden Aufhängung des Schlagswerks.
[0011] In Figur 1 sind die Fügeteile 2 zu erkennen, unter denen sich der Matrizenhalter
4 befindet. Der Matrizenhalter 4 ist über ein Anschlußstück mit der Halterung 6 verbunden.
Unter der Halterung 6 ist eine Prallmasse 8 angeordnet, die in der dargestellten Pfeilrichtung
beweglich ist. Die Bewegung der Prallmasse 8 kann einerseits über Isolierfedern 10
und Isolierdämpfer 12 aufgefangen und abgedämpft werden. Die Prallmasse 8 ist in einem
Führungsgehäuse 14 gelagert, in dem die Prallmasse 8, die Isolierfedern 10 und die
Isolierdämpfer 12 angeordnet sind. Wenn nun zur Herstellung einer Fügeverbindung eine
Fügekraft in die Fügeteile 2 mittels eines Stempels eingebracht wird, überträgt sich
diese Fügekraft auf den Matrizenhalter 4 über die im Matrizenhalter 4 angeordnete
und nicht näher dargestellt Matrize. Die Kraft fließt weiter über das Anschlußstück
in die Halterung 6. Von dort würde sie auf den Halterahmen 16 der Vorrichtung wirken,
wenn sie nicht im Bereich der Halterung 6 verringert oder ganz kompensiert würde.
Das erfolgt nun über die Bewegung der Prallmasse 8. Die impulsförmige Kraft überträgt
sich von der Halterung 6 auf die Prallmasse 8 und setzt diese in Bewegung. Die Prallmasse
bewegt sich gegen die Kraft der Isolierfedern 10 und des Isolierdämpfers 12. Die in
den Federn gespeicherte Kraft bremst die Prallmasse 8 ab und bewegt sie wieder in
ihre Ausgangslage zurück. Die Kraft, die für die Bewegung der Prallmasse erforderlich
ist, muß nicht mehr vom Halterahmen 16 aufgefangen werden, der dann entsprechend leichter
ausgeführt werden kann.
[0012] Gemäß diesem Basisprinzip kann ein Schwingsystem entwickelt werden, dessen Komponenten
beliebig aufeinander abstimmbar sind. Je nach Größe der Fügekräfte, Haltekraft des
Halterahmens, Eigenfrequenz des Schwingsystems, Masse der Prallmasse und Stärke der
Isolierfedern und Isolierdämpfer kann eine Fügevorrichtung erstellt werden, die ideal
auf die Bedürfnisse des Anwenders abgestimmt ist.
[0013] In Figur 2 ist ein Beispiel gezeigt, wie die Prallmasse 8 geführt sein könnte. Die
Anforderungen an die Führungsgenauigkeit der Prallmasse 8 sind nur sehr gering. In
einer sehr einfachen und daher bevorzugten Ausführungsform kann sie ohne gleitende
oder rollende Teile bereits durch entsprechend gestaltete Federn bzw. Biegefedern
18 erreicht werden. Bei einer impulsinduzierten Auslenkung der Prallmasse 8 in der
durch den gebogenen Pfeil angedeuteten Richtung verbiegt sich die Biegefeder 18. Sie
führt dabei die Prallmasse 8 während der Auslenkung und nimmt die Bewegungsenergie
in sich auf, die erforderlich ist, um die Prallmasse 8 wieder in die Ausgangslage
zurück zu bewegen. Die Führung und Federung erfolgt verschleißfrei und ohne Beeinträchtigung
der Schwingungseigenschaft über eine längere Betriebsdauer. Die Biegefeder 18 ist
sehr leicht auf eine andere Eigenfrequenz des Pralldämpfers 8 einstellbar, indem die
Einspannlänge der Biegefeder 18 verändert wird. Dies wird möglich, indem die Biegefeder
18 von einer verschiebbaren Einspannung 20 und einer festen Einspannung 22 gehalten
ist. Durch Verschieben der verschiebbaren Einspannung 20 kann die Vorrichtung an Schlagwerke
mit unterschiedlichen Schlagfrequenzen angepaßt werden.Damit sind nach diesem Prinzip
aufgebaute Schlagwerke sehr universell. Durch eine Kombination mit geeigneten Regel-
und Stelleinrichtungen kann die Variation der Eigenfrequenz des Prallmassedämpfers
auf einfache Weise auch während des Fügeprozesses erfolgen, was neue Möglichkeiten
in der Prozeßführung eröffnet.
[0014] Quasistatische Kräfte, wie die Andruckkraft des Schlagwerkes oder die Niederhaltekraft
werden durch die Grundkonstruktion aufgenommen und belasten nicht das schwingungsfähige
System. Die Federkonstante kann daher unabhängig von einschränkenden quasistatischen
Anforderungen gewählt werden. Zudem sind große dynamische Auslenkungen der Prallmasse
ohne Einfluß auf den Fügeprozeß. Daher kann die Prallmasse klein gewählt werden, wenn
man große Auslenkungen zuläßt. In Figur 3 ist eine Ausführung mit zwei Biegefedern
18 gezeigt.
[0015] Die Schlagfläche der Prallmasse 8 kann alternativ zur Darstellung 2 auch leicht ballig
ausgeführt sein, um immer eine sichere Impulsübertragung auf die Masse zu gewährleisten.
Die Schlagfläche sollte jedoch nicht kleiner sein als der untere Querschnitt des Matrizenhalters,
da ansonsten unerwünschte Reflexionen auftreten können und der Impuls nicht vollständig
auf die Prallmasse übertragen werden kann, was zu dynamischen Belastungen der Grundkonstruktion
führt.
[0016] Die gewählten Ausführungsbeispiele sollen keinesfalls die Erfindung hierauf beschränken.
Sie dienen nur der Erläuterung der Erfindung und setzen den Fachmann in die Lage,
die Erfindung für seinen Anwendungsfall bedarfsgerecht abzuwandeln. Dazu kann er die
vorgeschlagenen Lösungselemente miteinander beliebig kombinieren und/oder sie mit
an sich bekannten Elementen ergänzen. Auch bereit es dem Fachmann keinerlei Schwierigkeiten,
die für die Herstellung von Nietverbindungen beschriebenen Vorrichtungen und Verfahrensweisen
auf andere Arten von mechanischen Fügeverbindungen wie beispielsweise dem Durchsetzfügen,
dem Blindnieten mit oder ohne Vorlochen oder dem Einbringen von Funktionsträgern anzupassen.
Auch kann der Kraftfluß anstelle von dem Stempel in Richtung der Matrize auch andersherum
erfolgen, wobei die erfindungsgemäße Prallmasse dann an der Halterung des Stempels
befestigt ist. Auch können Prallmassen erfindungsgemäß sowohl an der stempel- wie
auch der matrizenseitigen Halterung angebracht sein.
[0017] Da jedoch die Anregung des stempelseitig angeordneten Schlagwerkes weit weniger ausgeprägt
ist als die Anregung der Matrize, ist der analoge stempelseitige Einsatz einer schwingungsfähigen
Prallmasse weniger vorteilhaft als die Aufhängung des Schlagwerkes nach dem vorbekannten
Prinzip der Schwingungsisolierung oder alternativ der Schwingungstilgung. Entsprechende,
in Kombination mit dem Einsatz eines matrizenseitig angeordneten Pralldämpfers vorteilhafte
Ausgestaltungen der Aufhängung des Schlagwerkes sind in den Figuren 4 und 5 gezeigt.
Eine Zustelleinheit 24 bewegt den Stempel 34 auf die Fügeverbindungsstelle zu. Während
der Zustellbewegung erzeugt das Schlagwerk 30 impulsförmige Kräfte, die über den Stempelhalter
32 auf den Stempel 34 übertragen werden. Im Falle der in Figur 4 gezeigten Schwingungsisolierung
werden die impulsförmigen Kräfte über die Isoliermasse 36, die über Isolierfedern
26 und Dämpfer 28 gegenüber dem Rahmen isoliert ist, von der Krafteinleitung in den
Rahmen abgehalten, während im Falle der in Figur 5 gezeigten Schwingungstilgung die
Schwingungen aus dem Schlagwerk 30 durch eine in einer bestimmten Frequenz schwingenden
Tilgermasse 38, die ebenfalls über Federn 26 und Dämpfer 28 abgestützt ist, vom Rahmen
ferngehalten wird.
1. Vorrichtung zum mechanischen Fügen von Blechen, Profilen und/oder Mehrblechverbindungen
mit Fügewerkzeugen, die mit Kraftmitteln auf die Fügeteile zu bewegbar sind und durch
die Kraftwirkung der Fügewerkzeuge eine Fügeverbindung zwischen den Fügeteilen herstellbar
ist, die benötigte Fügekraft durch mehrere kurzfristig aufeinanderfolgende Stöße eines
Fügewerkzeugs oder pulsierend in einer Erregerfrequenz in die herzustellende Fügeverbindung
einbringbar ist, zumindest ein Fügewerkzeug ist über eine Halterung mit dem Halterahmen
der Vorrichtung verbunden, und Mitteln zum Schwingungsisolieren und/oder zum Schwingungstilgen
der Fügekräfte,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Prallmasse (8) auf der Seite der Halterung (6) eines Fügewerkzeugs (4) angebracht
ist, die abgewandt liegt von der Richtung, in der das Fügewerkzeug (4) angeordnet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Eigenfrequenz des Schwingsystems in einem Bereich von 35 - 65 %, vorzugsweise
annähernd 50 % der Schlagfrequenz des Schlagwerkes liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Prallmasse 8 über zumindest eine Biegefeder (18) geführt ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 ,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlagfläche der Prallmasse leicht ballig ausgeführt ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 ,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorspannung und/oder die Einspannlänge einer Isolierfeder (10) bzw. Biegefeder
(18) veränderbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Eigenfrequenz des Schwingungssystems durch geeignete Regel- und Stelleinrichtungen
veränderbar ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren den Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die matrizenseitige Prallmassendämpfung kombiniert ist mit einer stempelseitigen
Schwingungsisolierung oder Schwingungstilgung.
8. Verfahren zum mechanischen Fügen von Blechen, Profilen und/oder Mehrblechverbindungen,
wobei Fügewerkzeuge mit Kraftmitteln auf die Fügeteile zu bewegt werden, durch die
Kraftwirkung der Fügewerkzeuge eine Fügeverbindung zwischen den Fügeteilen hergestellt
wird, indem die benötigte Fügekraft durch mehrere kurzfristig aufeinanderfolgende
Stöße eines Fügewerkzeugs oder pulsierend in einer Erregerfrequenz in die herzustellende
Fügeverbindung eingebracht werden, zumindest ein Fügewerkzeug ist über eine Halterung
mit dem Halterahmen der Vorrichtung verbunden und die Fügekräfte zumindest teilweise
schwingungsisoliert und/oder schwingungsgetilgt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß daß eine Prallmasse (8) auf der Seite der Halterung (6) eines Fügewerkzeugs (4)
angebracht ist, die abgewandt liegt von der Richtung, in der das Fügewerkzeug (4)
angeordnet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die kennzeichnenden Merkmale eines oder mehrerer der Unteransprüche 2 bis 7 verfahrensmäßig
verwirklicht werden.