[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Türaußengriffanordnung für eine Kraftfahrzeugtür
mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
[0002] Aus der Praxis sind bereits Türaußengriffanordnungen bekannt, die einen Türaußengriff
mit mindestens einem elektrischen Bauelement wie einem Sensor oder Schalter, und eine
zugeordnete Anschlußleitung aufweisen. Das elektrische Bauelement und die Anschlußleitung
sind üblicherweise in den Türaußengriff integriert. Problematisch und aufwendig ist
hierbei die Abdichtung gegen Wasser. Eindringendes Wasser kann nämlich zu Korrosion
und Funktionsstörungen der elektrischen Komponenten - insbesondere in Hinblick auf
die gewünschte Dauerhaltbarkeit - führen.
[0003] Das zuvor aufgezeigte Problem ist bereits erkannt worden. Bei der insoweit bekannt
gewordenen Türaußengriffanordnung (WO 99/28170 A1) befindet sich im Türaußengriff
eine Ausnehmung, in der ein Gummieinsatz angeordnet ist. Der Gummieinsatz ist in sich
verformbar und dient der Übertragung von Betätigungskräften einer Bedienungsperson
auf einen in einer Kammer des Gummieinsatzes angeordneten piezoelektrischen Film.
Dieser piezoelektrische Film ist in Plastikmaterial folienverschweißt, also wasserdicht
umschlossen. Von dem mit Kunststoffolie wasserdicht umschlossenen piezoelektrischen
Film führt eine elektrische Anschlußleitung aus dem Gummieinsatz heraus.
[0004] Der Lehre liegt das Problem zugrunde, die bekannte Türaußengriffanordnung für eine
Kraftfahrzeugtür so auszugestalten und weiterzubilden, daß auf sehr einfache Weise
elektrische Komponenten in den Türaußengriff eingebaut und insgesamt wirksam gegen
Wasser abgedichtet werden können.
[0005] Die beanspruchte Türaußengriffanordnung löst die zuvor aufgezeigte Problemstellung
mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Eine grundlegende Idee der vorliegenden Erfindung liegt darin, aus den elektrischen
Komponenten, wie einem elektrischen Bauelement, einer Anschlußleitung und einem zugeordneten
Anschlußelement bzw. -stecker, eine Montageeinheit zu bilden, die zumindest im wesentlichen
allseitig von einer wasserdichten, flexiblen Hülle wasserdicht umschlossen ist.
[0007] Diese Montageeinheit kann auf sehr einfache Weise in den Türaußengriff eingebaut
werden, so daß der Montageaufwand minimal ist. Gleichzeitig wird eine optimale Abdichtung
der wasserempfindlichen, elektrischen Komponenten ermöglicht. Dementsprechend kann
bei verhältnismäßig geringen Kosten eine auf Dauer sehr funktionssichere Türaußengriffanordnung
realisiert werden.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist die Hülle zumindest bereichsweise, insbesondere
im Bereich eines bewegbaren bzw. betätigbaren Bauteils, elastisch verformbar ausgebildet.
Bei diesen Bauteilen kann es sich insbesondere um ein Betätigungselement eines Schalters
oder eines ähnlichen Bauteils handeln, das von einer Bedienungsperson bewegt bzw.
betätigt werden kann, wobei das Betätigungselement eine gewisse Bewegung ausführt.
Die Hülle kann dann dementsprechend dieser Bewegung folgen bzw. die Betätigung und
die Bewegung ermöglichen.
[0009] Alternativ oder zusätzlich kann die Hülle zumindest bereichsweise balgenartig ausgebildet
sein, um die vorgenannte Betätigung und Bewegung zu ermöglichen.
[0010] Vorzugsweise ist die Hülle auf die elektrischen Komponenten aufgeschrumpft. Dies
ermöglicht eine einfache Herstellung der Montageeinheit und sorgt durch Minimierung
der Hohlräume dafür, daß bei nicht luftdichtem Abschluß, also dementsprechend vorhandenem
Gasaustausch, das Risiko der Abscheidung von Kondenswasser minimiert wird.
[0011] Weitere Einzelheiten, Merkmale, Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Kraftfahrzeugs mit einer Kraftfahrzeugtür, die eine
Türaußengriffanordnung und ein Kraftfahrzeugtürschloß aufweist; und
- Fig. 2
- einen Schnitt der Kraftfahrzeugtür und der Türaußengriffanordnung bei gelöstem Türaußengriff.
[0012] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein Kraftfahrzeug 1, das mindestens eine
mit einer Türaußengriffanordnung 2 versehene Kraftfahrzeugtür 3 aufweist.
[0013] Fig. 2 zeigt in einem schematischen, im wesentlichen horizontalen Schnitt die Türaußengriffanordnung
2 und Abschnitte der Kraftfahrzeugtür 3. Die Türaußengriffanordnung 2 weist hier eine
in die Kraftfahrzeugtür 3 eingebaute Türgriffhalterung 4 und einen Türaußengriff 5
auf.
[0014] Fig. 2 zeigt den Türaußengriff 5 im nicht montierten, also von der Türgriffhalterung
4 gelösten Zustand.
[0015] Der Türaußengriff 5 weist mindestens ein elektrisches Bauelement, beim Darstellungsbeispiel
einen Sensor 6 und einen Schalter 7 und zugeordnete Anschlußleitungen 8, die zu einem
Anschlußelement 9, das insbesondere als Steckverbinder ausgebildet ist, führen, auf.
[0016] Die elektrischen Komponenten 6 bis 8 und vorzugsweise 9 bilden eine Montageeinheit
10, die mit einer wasserdichten, flexiblen Hülle 11 im wesentlichen allseitig wasserdicht
umgeben ist. Die Hülle 11 hält die einzelnen elektrischen Komponenten 6 bis 8 bzw.
6 bis 9 zusammen, wobei die Hülle 11 der Montageeinheit 10 die für den Einbau erforderliche
Flexibilität gestattet.
[0017] Die Hülle 11 ist aus einem geeigneten Gummi- oder Kunststoffinaterial hergestellt,
das zumindest ausreichend wasserdicht und vorzugsweise auch gasdicht ist.
[0018] Ein optimaler Schutz der elektrischen und ggf. zusätzlicher weiterer mechanischer
Komponenten der Montageeinheit 10 kann dadurch erreicht werden, daß die Hülle 11 die
Komponenten zumindest weitestgehend gasdicht umschließt.
[0019] Gemäß einer möglichen Weiterbildung kann die Montageeinheit 10 auch ein Trockenmittel
umfassen, das von der Hülle 11 aufgenommen ist.
[0020] Alternativ oder zusätzlich können Hohlräume in der Hülle 11 zwischen den Komponenten
6 bis 9 mit einem geeigneten Material, ggf. auch erst nach dem Einbau der Montageeinheit
10 in den Türaußengriff 5 ausgefüllt, insbesondere ausgeschäumt oder ausgespritzt,
werden.
[0021] In bevorzugter Ausgestaltung ist die Hülle 11 zumindest bereichsweise elastisch verformbar
ausgebildet. Dies gilt insbesondere für Bereiche, in denen die elektrischen Komponenten,
wie der Sensor 6 und/oder der Schalter 7 ein bewegbares Betätigungselement 12 aufweisen,
so daß die Hülle 11 eine Betätigung und Bewegung des Betätigungselements 12 gestattet.
[0022] Alternativ oder zusätzlich kann hierzu die Hülle 11 balgenartig ausgebildete Bereiche,
die beim Darstellungsbeispiel nicht gezeigt sind, aufweisen.
[0023] Der Sensor 6 kann beispielsweise derart ausgebildet sein, daß er die Berührung und/oder
Betätigung des Täraußengriffs bzw. des dem Sensor 6 zugeordneten Betätigungselements
12 durch die Hand einer nicht dargestellten Bedienungsperson detektiert.
[0024] Jedoch kann der Sensor 6 zusätzlich oder alternativ beispielsweise auch eine Annäherung
sensieren.
[0025] Des weiteren können selbstverständlich auch mehrere Sensoren 6 vorgesehen sein.
[0026] Der Schalter 7 kann beispielsweise von einer nicht dargestellten Bedienungsperson
beim Schließen der Kraftfahrzeugtür 3 betätigt werden, um eine Verriegelung eines
zugeordneten Kraftfahrzeugtürschlosses 13, wie in Fig. 1 angedeutet, zu bewirken.
[0027] Zusätzlich oder alternativ kann anstelle insbesondere des Schalters 7 auch ein herkömmlicher
Schließzylinder vorgesehen sein, der bedarfsweise ebenfalls Teil der Montageeinheit
10 und insbesondere ebenfalls zumindest teilweise von der Hülle 11 umgeben ist. Die
Montageeinheit 10 kann neben elektrischen Komponenten also auch mechanische Betätigungselemente
umfassen.
[0028] Der Türaußengriff 5 weist vorzugsweise eine Ausnehmung 14 auf, in die die Montageeinheit
10 eingebaut, beispielsweise eingeklebt ist, wie in Fig. 2 durch Klebstoff 15 angedeutet.
Selbstverständlich kann der Klebstoff 15 bedarfsweise alle Hohlräume zwischen der
Ausnehmung 14 und der Montageeinheit 10 zumindest im wesentlichen ausfüllen.
[0029] Beim Darstellungsbeispiel ist das Kraftfahrzeug-Türschloß 13 vorzugsweise als Elektroschloß,
d. h. als elektromotorisch öffen- und schließbares Schloß ausgebildet. Dementsprechend
kann das Öffnen und Schließen bzw. Verriegeln des Kraftfahrzeugtürschlosses 13 elektrisch
durch entsprechende Berührung bzw. Betätigung des Sensors 6 und/oder des Schalters
7 bzw. deren Betätigungselemente 12 veranlaßt werden. Hierzu ist der Türaußengriff
5 im montierten Zustand bzw. sein Anschlußelement 9 mit einer nicht dargestellten
Kraftfahrzeug-Schließvorrichtung und/oder mit dem zugeordneten Kraftfahrzeug-Türschloß
13 elektrisch verbunden.
[0030] Es ist darauf hinzuweisen, daß die vorliegende Erfindung nicht auf das dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt ist. Vielmehr kann diese bei jeder Art von Türaußengriff,
also beispielsweise auch bei einem beweglich gelagerten Türaußengriff und bei nicht
von außen montierbaren Türaußengriffen, realisiert werden.
1. Türaußengriffanordnung (2) für eine Kraftfahrzeugtür (3) mit einem Türaußengriff (5),
der mindestens ein elektrisches Bauelement, wie einen Sensor (6) oder Schalter (7),
und eine zugeordnete Anschlußleitung (8) aufweist,
wobei eine Montageeinheit (10), umfassend das mindestens eine elektrische Bauelement
(6; 7), die Anschlußleitung (8) und eine wasserdichte, flexible Hülle (11), gebildet
ist und die Montageeinheit (10) in den Türaußengriff (5) eingebaut ist,
wobei die Hülle (11) das mindestens eine elektrische Bauelement (6; 7) allseitig wasserdicht
umschließt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Montageeinheit (10) ein elektrisches Anschlußelement (9) insbesondere einen Steckverbinder,
umfaßt, an das die Anschlußleitung (8) angeschlossen ist und
daß die Hülle (11) auch die Anschlußleitung (8) und das Anschlußelement (9) im wesentlichen
allseitig wasserdicht umschließt und die elektrischen Komponenten (6; 7; 8; 9) der
Montageinheit (10) zusammenhält.
2. Türaußengriffanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (11) zumindest bereichsweise, insbesondere im Bereich eines bewegbaren
Betätigungselements (12) elastisch verformbar ausgebildet ist.
3. Türaußengriffanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (11), insbesondere auf das mindestens eine elektrische Bauelement (6; 7)
und die Anschlußleitung (8), aufgeschrumpft ist.
4. Türaußengriffanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageeinheit (10) elastisch verformbar ausgebildet ist.
5. Türaußengriffanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Türaußengriff (5) eine Ausnehmung (14) aufweist, in der die Montageeinheit (10)
aufgenommen ist.
6. Türaußengriffanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageeinheit (10) in den Türaußengriff (5) eingeklebt ist.
1. Outside door handle arrangement (2) for a motor vehicle door (3), with an outside
door handle (5) which has at least one electric component, such as a sensor (6) or
switch (7), and an associated connecting line (8), an installation unit (10) comprising
the at least one electric component (6; 7), the connecting line (8) and a watertight,
flexible casing (11) being formed, and the installation unit (10) being fitted into
the outside door handle (5), with the casing (11) surrounding the at least one electric
component (6; 7) on all sides in a watertight manner, characterized in that the installation unit (10) includes an electric connecting element (9), in particular
a plug connector, to which the connecting line (8) is connected, and in that the casing (11) also surrounds the connecting line (8) and the connecting element
(9) essentially on all sides in a watertight manner and keeps the electric components
(6; 7; 8; 9) of the installation unit (10) together.
2. Outside door handle arrangement according to Claim 1, characterized in that the casing (11) is of elastically deformable design at least in some regions, in
particular in the region of a movable actuating element (12).
3. Outside door handle arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the casing (11) is shrunk, in particular onto the at least one electric component
(6; 7) and the connecting line (8).
4. outside door handle arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the installation unit (10) is of elastically deformable design.
5. Outside door handle arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the outside door handle (5) has a recess (14) in which the installation unit (10)
is accommodated.
6. Outside door handle arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the installation unit (10) is adhesively bonded into the outside door handle (5).
1. Dispositif de poignée extérieure (2) pour porte de véhicule automobile (3) comportant
une poignée extérieure (5), qui présente au moins un composant électrique, comme un
capteur (6) ou un commutateur (7) et une ligne (8) coordonnée,
moyennant quoi une unité de montage (10), comprenant au moins un composant électrique
(6 ; 7), la ligne (8) et une gaine (11) étanche à l'eau, flexible est formée et l'unité
de montage (10) est intégrée à la poignée extérieure (5),
moyennant quoi la gaine (11) entoure au moins un composant électrique (6 ; 7) de manière
étanche à l'eau de tous les côtés,
caractérisé en ce que
l'unité de montage (10) comprend un élément de raccordement électrique (9), notamment
un connecteur , auquel la ligne (8) est raccordée et
la gaine (11) entoure également de manière essentiellement étanche à l'eau de tous
les côtés la ligne (8) et l'élément de raccordement (9) et maintient ensemble les
composants électriques (6 ; 7 ; 8 ; 9) de l'unité de montage (10).
2. Dispositif de poignée extérieure selon la revendication 1, caractérisé en ce que la gaine (11) est configurée de manière déformable élastiquement sur au moins des
portions, notamment au niveau d'un élément d'actionnement (12) mobile.
3. Dispositif de poignée extérieure selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la gaine (11) est frettée, notamment sur au moins un composant électrique (6 ; 7)
et la ligne (8).
4. Dispositif de poignée extérieure selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de montage (10) est configurée de manière déformable élastiquement.
5. Dispositif de poignée extérieure selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la poignée extérieure (5) présente un évidement (14), dans lequel l'unité de montage
(10) est logée.
6. Dispositif de poignée extérieure selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de montage (10) est collée dans la poignée extérieure (5).