[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wandsegment für eine Wand einer Kabine, insbesondere
einer Kabine einer Lackieranlage, umfassend eine Stützkonstruktion, die ihrerseits
im wesentlichen vertikal ausgerichtete Pfosten und im wesentlichen horizontal ausgerichtete
Querriegel umfaßt, und eine Beplankung, die an der Stützkonstruktion gehalten ist
und eine im montierten Zustand dem Innenraum der Kabine zugewandte Vorderseite, welche
sich über im wesentlichen die gesamte Höhe des Wandsegments erstreckt, und einen in
der Vorderseite angeordneten Fensterausschnitt aufweist.
[0002] Solche Wandsegmente sind aus dem Stand der Technik bekannt.
[0003] Der Fensterausschnitt dient dabei dazu, den Einblick von außerhalb der Kabine in
den Innenraum derselben oder die Beleuchtung des Innenraums mittels einer hinter dem
Fensterausschnitt angeordneten Leuchte zu ermöglichen.
[0004] Bei bekannten Wandsegmenten dieser Art ist die Beplankung aus mehreren den Fensterausschnitt
begrenzenden, gekanteten Blechtafeln oder Blechkassetten zusammengesetzt, wobei diese
Blechtafeln im montierten Zustand vertikal ausgerichtete nicht abgekantete Bereiche
und längs horizontal verlaufender Abkantlinien daran angrenzende horizontal abgekantete
Bereiche umfassen. Bei der Montage des Wandsegments werden diese Blechtafeln paarweise
miteinander verbunden, indem die horizontal abgekanteten Bereiche der betreffenden
Blechtafeln flächig aufeinandergesetzt und in geeigneter Weise, beispielsweise durch
Verschweißen, aneinander festgelegt werden.
[0005] Da die Abkantradien nicht verschwindend klein sind, sondern eine endliche Größe aufweisen,
sind die Abkantlinien, an denen die nicht abgekanteten Bereiche der Blechtafeln in
deren horizontal abgekantete Bereiche übergehen, keine scharfen Linien im mathematischen
Sinne, sondern gekrümmte Bereiche, welche quer zu ihrer Längsrichtung eine endliche
Breite aufweisen. An der Verbindungsstelle zweier Blechtafeln, die mit ihren horizontal
abgekanteten Bereichen aufeinandergesetzt werden, entsteht daher eine horizontal verlaufende
Rinne, welche seitlich durch die als gekrümmte Bereiche ausgebildeten Abkantlinien
der miteinander verbundenen Blechtafeln begrenzt ist.
[0006] In solchen horizontal verlaufenden Rinnen sammeln sich jedoch Schmutz- und Staubpartikel
aus dem Innenraum der Kabine während des Betriebs derselben an, was insbesondere deshalb
von Nachteil ist, da sich solche horizontale Rinnen auch nur schwer reinigen lassen.
Ein Auffüllen der Rinnen mit einer Fugenmasse schafft keine befriedigende Abhilfe,
da eine solche Fugenmasse nicht über die erforderliche Betriebsdauer der Kabine hinweg
gegenüber den in der Kabine eingesetzten Naßmedien und/oder Reinigungsmitteln beständig
ist.
[0007] Ferner bieten solche horizontalen Rinnen bevorzugte Angriffspunkte für korrosionsfördernde
Medien, mit welchen die Vorderseite des Wandsegments im Betrieb der Kabine beaufschlagt
wird, so daß im Bereich solcher Rinnen die Korrosion besonders rasch voranschreitet,
was in ungünstigen Fällen die Betriebssicherheit der Kabine beeinträchtigen kann.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Wandsegment für
eine Wand einer Kabine der eingangs genannten Art zu schaffen, welches einfach zu
reinigen ist und eine hohe Betriebssicherheit aufweist.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem Wandsegment mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch
1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Vorderseite der Beplankung als eine ebene,
von horizontal verlaufenden Abkantlinien freie Fläche ausgebildet ist.
[0010] Da die Vorderseite der Beplankung bei dem erfindungsgemäßen Wandsegment nicht durch
horizontal verlaufende Abkantlinien unterbrochen ist, gibt es bei einem solchen Wandsegment
auch keine horizontal verlaufenden Rinnen an der Vorderseite der Beplankung, in welcher
sich Schmutz- und Staubpartikel aus dem Kabineninnenraum ansammeln könnten. Außerdem
ist die Vorderseite der Beplankung des erfindungsgemäßen Wandsegments einfach und
zuverlässig zu reinigen.
[0011] Unter einer von horizontal verlaufenden Abkantlinien freien Fläche soll dabei eine
solche Fläche verstanden werden, die nicht von horizontal verlaufenden Abkantlinien
durchquert wird; die Vorderseite der Beplankung des erfindungsgemäßen Wandsegments
kann also an ihren Rändern, insbesondere an ihrem oberen und unteren Rand und an den
Rändern des in der Vorderseite angeordneten Fensterausschnitts, durch horizontal verlaufende
Abkantlinien begrenzt sein.
[0012] Besonders günstig ist es, wenn die Vorderseite der Beplankung außer von horizontal
verlaufenden Abkantlinien auch von quer zur Horizontalen verlaufenden Abkantlinien,
das heißt also generell von Abkantlinien, frei ist.
[0013] Eine von horizontal verlaufenden Abkantlinien freie Vorderseite der Beplankung kann
beispielsweise dadurch erzielt werden, daß die Beplankung einstückig aus einer einzigen
Blechtafel gebildet ist. In diesem Fall wird die Vorderseite der Beplankung durch
die Vorderseite des nicht abgekanteten Bereichs der einzigen Blechtafel gebildet,
so daß bereits aus diesem Grund keine horizontal verlaufenden Abkantlinien die Vorderseite
der Beplankung durchqueren. Eine solche einstückige Beplankung ist besonders rasch
und einfach zu montieren.
[0014] Bei einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wandsegments kann vorgesehen
sein, daß die Beplankung aus mindestens zwei Blechtafeln gebildet ist, welche mit
jeweils einer Schmalseite abkantungsfrei auf Stoß aneinander anliegen. Dabei fluchten
die Vorderseiten dieser Blechtafeln miteinander und bilden zusammen eine ebene, von
horizontal verlaufenden Abkantlinien freie Vorderseite der Beplankung.
[0015] Eine solche Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wandsegments bietet den Vorteil,
daß auch sehr großflächige Beplankungen (mit einer Breite von beispielsweise 2 m und
einer Höhe, welche einer üblichen Kabinenhöhe von beispielsweise 4 m entspricht) aus
im Handel leicht und preisgünstig erhältlichen Blechen in Standardformaten (beispielsweise
1000 mm x 2000 mm, 1250 mm x 2500 mm oder 1500 mm x 3000 mm) zusammengesetzt werden
können und nicht auf Bleche in Übergrößen zurückgegriffen werden muß.
[0016] Um die Ausbildung von Spalten zwischen zwei aneinander anliegenden Blechtafeln zuverlässig
zu vermeiden, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Schmalseiten der aneinander
anliegenden Blechtafeln aneinander festgelegt sind. Dies kann durch Klebung oder Schweißung,
vorzugsweise durch Laserschweißung, erfolgen.
[0017] Um einen Fensterausschnitt bereitstellen zu können, welcher in seiner Breite am Markt
erhältlichen Standard-Kabinenleuchten entspricht, weist die Beplankung des Wandsegments
vorteilhafterweise eine Breite von mindestens 1,5 m, vorzugsweise eine Breite von
mindestens 1,9 m, auf.
[0018] Zur Bildung einer Beplankung, die eine Breite von 1,5 m oder mehr aufweist, wird
eine einzige Blechtafel in einem entsprechenden Sonderformat verwendet, oder die Beplankung
wird aus mehreren Blechtafeln in Standardformaten zusammengesetzt.
[0019] Um das Auftreten von Undichtigkeitsstellen möglichst auszuschließen, ist es günstig,
wenn der Fensterausschnitt der Beplankung gerundete Eckbereiche aufweist.
[0020] In den Fällen, in denen das Wandsegment eine hinter dem Fensterausschnitt angeordnete
durchsichtige Scheibe, vorzugsweise aus Glas, umfaßt und zwischen der Scheibe und
der Beplankung eine ringförmig geschlossene Abdichtung angeordnet ist, ist es günstig,
wenn die ringförmig geschlossene Abdichtung durch ein sich zwischen einer vorderen
Stirnfläche und einer hinteren Stirnfläche erstreckendes, im wesentlichen lineares
Dichtungselement gebildet ist, wobei die vordere Stirnfläche und die hintere Stirnfläche
des Dichtungselements aneinander anliegen. Dadurch weist die ringförmig geschlossene
Abdichtung nur eine einzige Verbindungsstelle auf, wodurch die Gefahr eines Auftretens
von Undichtigkeiten verringert wird.
[0021] Die vordere Stirnfläche und die hintere Stirnfläche des Dichtungselements können
durch Verklebung oder durch Vulkanisierung des Dichtungselements miteinander verbunden
sein.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die vordere
Stirnfläche und die hintere Stirnfläche des Dichtungselements hinter einem oberen
Rand des Fensterausschnitts angeordnet sind. Hierdurch wird zum einen erreicht, daß
die Verbindungsstelle des Dichtungselements sich außerhalb des Sichtbereichs sich
im Innenraum der Kabine aufhaltender Personen befindet. Außerdem tropfen an der Vorderseite
der Beplankung herabrinnende Naßmedien von dem oberen Rand des Fensterausschnitts
aus nach unten ab, ohne mit der Verbindungsstelle des Dichtungselements in Kontakt
zu kommen, so daß diese Verbindungsstelle in geringerem Umfang durch solche, möglicherweise
aggressiven, Naßmedien angegriffen wird.
[0023] Zur Erhöhung der Steifigkeit der Beplankung und damit des gesamten Wandsegments ist
es von Vorteil, wenn die Beplankung mindestens einen Verstärkungsbereich umfaßt, welcher
längs eines Randes des Fensterausschnitts an einen dem Innenraum der Kabine zugewandten
Vorderwandbereich der Beplankung angrenzt.
[0024] Besonders günstig ist es, wenn ein solcher Verstärkungsbereich der Beplankung sich
im wesentlichen parallel zu den Querriegeln der Stützkonstruktion erstreckt.
[0025] Als Materialien für die Beplankung und für die Stützkonstruktion des Wandsegments
kommen beispielsweise Stahlbleche, die beschichtet und/oder verzinkt sein können,
feueraluminisierte Bleche, Bleche aus Nichteisen-Metallen sowie Kombinationen dieser
verschiedenen Materialien in Betracht.
[0026] Da die Beplankung an ihrer dem Innenraum der Kabine zugewandten Vorderseite korrosionsfördernden
Medien, beispielsweise voll entsalztem Wasser, ausgesetzt sein kann, wird die Beplankung
bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wandsegments aus einem korrosionsbeständigen
Material, vorzugsweise aus Edelstahl, hergestellt.
[0027] Um die Stützkonstruktion möglichst weitgehend vor dem Einfluß solcher korrosionsfördernden
Medien aus dem Innenraum der Kabine zu schützen, ist es günstig, wenn die Beplankung
die Stützkonstruktion zum Innenraum der Kabine hin, vorzugsweise vollständig, überdeckt.
[0028] In diesem Fall kann die Stützkonstruktion aus einem Material hergestellt sein, welches
eine geringere Korrosionsbeständigkeit, dafür aber auch ein geringeres spezifisches
Gewicht aufweist als das Material der Beplankung.
[0029] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Stützkonstruktion aus Aluminium hergestellt
ist.
[0030] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen.
[0031] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht einer ersten Ausführungsform eines Wandsegments;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht wie in Fig. 1, jedoch unter zusätzlicher Darstellung verdeckter
Linien;
- Fig. 3
- eine Rückansicht der ersten Ausführungsform eines Wandsegments;
- Fig. 4
- einen vertikalen Schnitt durch die erste Ausführungsform eines Wandsegments längs
der Linie 4-4 in Fig. 2;
- Fig. 5
- einen horizontalen Schnitt durch die erste Ausführungsform eines Wandsegments längs
der Linie 5-5 in Fig. 2;
- Fig. 6
- einen horizontalen Schnitt durch die erste Ausführungsform eines Wandsegments längs
der Linie 6-6 in Fig. 2;
- Fig. 7
- eine Vorderansicht einer zweiten Ausführungsform eines Wandsegments;
- Fig. 8
- eine Vorderansicht wie in Fig. 7, jedoch unter zusätzlicher Darstellung verdeckter
Linien;
- Fig. 9
- eine Rückansicht der zweiten Ausführungsform eines Wandsegments;
- Fig. 10
- einen vertikalen Schnitt durch die zweite Ausführungsform eines Wandsegments längs
der Linie 10-10 in Fig. 8;
- Fig. 11
- einen horizontalen Schnitt durch die zweite Ausführungsform eines Wandsegments längs
der Linie 11-11 in Fig. 8;
- Fig. 12
- einen horizontalen Schnitt durch die zweite Ausführungsform eines Wandsegments längs
der Linie 12-12 in Fig. 8; und
- Fig. 13
- einen vertikalen Schnitt durch einen Pfosten der Stützkonstruktion und durch die Beplankung
der zweiten Ausführungsform eines Wandsegments in einem Bereich, in welchem zwei Blechtafeln
der Beplankung auf Stoß aneinander anliegen, längs der Linie 13-13 in Fig. 8.
[0032] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet.
[0033] Eine in den Fig. 1 bis 6 dargestellte erste Ausführungsform eines als Ganzes mit
100 bezeichneten Wandsegments für eine Wand einer Kabine einer Lackieranlage umfaßt
eine im wesentlichen rechteckige Stützkonstruktion 102 (siehe Fig. 3), die ihrerseits
einen (von dem Innenraum 112 der Kabine aus gesehen) linken vertikalen Pfosten 104a,
einen rechten vertikalen Pfosten 104b, einen sich an den oberen Enden der Pfosten
104a, 104b zwischen denselben erstreckenden horizontalen oberen Querriegel 106, einen
sich an den unteren Enden der Pfosten 104a, 104b zwischen denselben erstreckenden
horizontalen unteren Querriegel 108 sowie zwei sich zwischen dem oberen Querriegel
106 und dem unteren Querriegel 108 von dem einen Pfosten 104a zu dem anderen Pfosten
104b erstreckende horizontale Zwischenquerriegel 110a und 110b umfaßt.
[0034] Wie am besten aus dem horizontalen Schnitt der Fig. 6 zu ersehen ist, ist jeder der
Pfosten 104a, 104b als Blechprofil mit in der jeweiligen vertikalen Längsrichtung
des Pfostens 104a, 104b konstantem Querschnitt ausgebildet.
[0035] Jeder der Pfosten 104a, 104b weist einen dem Innenraum 112 der Kabine zugewandten
Vorderwandbereich 114 und einen längs einer vertikalen Abkantlinie 116 an einen inneren
Rand des Vorderwandbereichs 114 angrenzenden inneren Seitenwandbereich 118, der sich
senkrecht zu dem Vorderwandbereich 114 nach hinten erstreckt.
[0036] Hier und im folgenden werden die dem Innenraum 112 der Kabine zugewandten Flächen
und Bestandteile eines Elements des Wandsegments 100 als dessen vordere Flächen oder
Bestandteile und die dem Innenraum 112 der Kabine abgewandten Flächen und Bestandteile
eines Elements als dessen hintere Flächen bzw. Bestandteile bezeichnet.
[0037] An einen hinteren Rand des inneren Seitenwandbereichs 118 des vertikalen Pfostens
104a, 104b grenzt längs einer vertikalen Abkantlinie 120 ein Rückwandbereich 122 an,
welcher sich von dem inneren Seitenwandbereich 118 senkrecht nach außen, das heißt
von der Quermittelebene 124 des Wandsegments 100 weg, erstreckt.
[0038] Ferner grenzt an den äußeren Rand des Vorderwandbereichs 114 jedes Pfostens 104a,
104b längs einer vertikalen Abkantlinie 126 ein äußerer Seitenwandbereich 128 an,
welcher sich von dem Vorderwandbereich 114 aus senkrecht nach hinten erstreckt.
[0039] Wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, ist die horizontale Ausdehnung des Rückwandbereichs
122 kleiner als die des Vorderwandbereichs 114 und die horizontale Ausdehnung des
äußeren Seitenwandbereichs 128 kleiner als die des inneren Seitenwandbereichs 118,
so daß zwischen den freien Rändern des Rückwandbereichs 122 und des äußeren Seitenwandbereichs
128 eine Durchgangsöffnung entsteht, durch welche der Innenraum 130 des betreffenden
Pfostens 104a, 104b von der Rückseite des Wandsegments 100 aus zugänglich ist. Diese
Durchgangsöffnung ist mittels einer an dem jeweiligen Pfosten 104a, 104b gehaltenen
(nicht dargestellten) Abdeckung verschlossen.
[0040] Auch die Querriegel 106, 108, 110a und 110b weisen einen in ihrer Längsrichtung konstanten
Querschnitt auf, welcher aus Fig. 4 zu ersehen ist.
[0041] Der obere Querriegel 106 umfaßt einen vertikalen Vorderwandbereich 132, an dessen
oberen Rand längs einer horizontalen Abkantlinie 134 ein Deckenwandbereich 136 angrenzt,
welcher sich in horizontaler Richtung nach hinten von dem Vorderwandbereich 132 weg
erstreckt.
[0042] Der Vorderwandbereich 132 ist mit einer mittigen Bohrung 137 versehen, an welcher
ein Werkzeug zum Herstellen einer Durchbrechung, beispielsweise ein Bohr- oder Stanzwerkzeug,
geführt werden kann, um in der Beplankung der Kabine eine Durchbrechung zum Hindurchführen
von Medienleitungen, beispielsweise Sprinklerzuleitungen, oder von elektrischen Versorgungs-
oder Steuerleitungen herzustellen.
[0043] Der untere Querriegel 108 umfaßt einen vertikalen Vorderwandbereich 138, an dessen
unteren Rand längs einer horizontalen Abkantlinie 140 ein Bodenwandbereich 142 angrenzt,
der sich horizontal von dem Vorderwandbereich 138 weg nach hinten erstreckt.
[0044] An einen hinteren Rand des Bodenwandbereichs 142 grenzt längs einer horizontalen
Abkantlinie 144 ein Rückwandbereich 148 an, der sich von dem Bodenwandbereich 142
aus vertikal nach oben erstreckt.
[0045] Ferner grenzt an den oberen Rand des Vorderwandbereichs 138 des unteren Querriegels
108 längs einer horizontalen Abkantlinie 150 ein horizontaler Wandbereich 152 an,
der sich von dem Vorderwandbereich 138 aus horizontal nach hinten erstreckt, jedoch
um eine kürzere Strecke als der Bodenwandbereich 142.
[0046] Der obere Zwischenquerriegel 110a umfaßt einen vertikalen Vorderwandbereich 154,
an dessen unteren Rand längs einer horizontalen Abkantlinie 156 ein unterer horizontaler
Wandbereich 158 angrenzt, welcher sich von dem Vorderwandbereich 154 aus in horizontaler
Richtung nach hinten erstreckt.
[0047] An den hinteren Rand des unteren horizontalen Wandbereichs 158 grenzt längs einer
horizontalen Abkantlinie 160 ein vertikaler Rückwandbereich 162 an, der sich von dem
unteren horizontalen Wandbereich 158 aus vertikal nach oben erstreckt.
[0048] An den oberen Rand des Vorderwandbereichs 154 des oberen Zwischenquerriegels 110a
grenzt längs einer horizontalen Abkantlinie 164 ein oberer horizontaler Wandbereich
166 an, der sich von dem Vorderwandbereich 154 aus horizontal nach hinten erstreckt,
jedoch um eine kürzere Strecke als der untere horizontale Wandbereich 158.
[0049] Der untere Zwischenquerriegel 110b umfaßt einen vertikalen Vorderwandbereich 168,
an dessen unteren Rand längs einer horizontalen Abkantlinie 170 ein unterer horizontaler
Wandbereich 172 angrenzt, welcher sich von dem Vorderwandbereich 168 aus horizontal
nach hinten erstreckt.
[0050] Ferner grenzt an den oberen Rand des Vorderwandbereichs 168 des unteren Zwischenquerriegels
110b längs einer horizontalen Abkantlinie 174 ein oberer horizontaler Wandbereich
176 an, der sich von dem Vorderwandbereich 168 aus horizontal nach hinten erstreckt,
und zwar um dieselbe Strecke wie der untere horizontale Wandbereich 172.
[0051] Die genannten vertikalen und horizontalen Abkantlinien sind dabei wegen der endlichen
Abkantradien nicht als ideale Linien im mathematischen Sinn, sondern als sich in einer
Längsrichtung erstreckende gekrümmte Bereiche mit endlicher Breite ausgebildet.
[0052] Die Querriegel 106, 108, 110a und 110b sind an ihren stirnseitigen Enden mit geeigneten
Befestigungsmitteln an den inneren Seitenwandbereichen 118 der Pfosten 104a bzw. 104b
festgelegt, um die Stützkonstruktion 102 des Wandsegments 100 zu bilden.
[0053] In den Bereichen, in welchen die Querriegel an den Pfosten 104a bzw. 104b anliegen,
weisen die inneren Seitenwandbereiche 118 der Pfosten 104a, 104b Durchbrechungen zum
Hindurchführen von Medienleitungen und/oder elektrischen Versorgungs- oder Steuerleitungen
auf.
[0054] Wie vorstehend beschrieben, sind die Querriegel 106, 108, 110a und 110b als zur Kabinenaußenseite
hin offene Profilelemente ausgebildet. Zur Kabinenaußenseite hin können diese Querriegel
mittels (nicht dargestellter) Abdeckungen verschlossen werden.
[0055] An dieser Stützkonstruktion 102 ist eine Beplankung 178 des Wandsegments 100 gehalten,
welche bei der in den Fig. 1 bis 6 dargestellten ersten Ausführungsform des Wandsegments
100 aus einer einzigen Blechtafel 180 gebildet ist.
[0056] Wie am besten aus Fig. 6 zu ersehen ist, umfaßt die Blechtafel 180 einen ebenen vertikalen
Vorderwandbereich 182, an dessen seitliche Ränder längs vertikaler Abkantlinien 184
vertikale Seitenwandbereiche 186 angrenzen, welche sich von dem Vorderwandbereich
182 aus nach hinten erstrecken und an den inneren Seitenwandbereichen 118 der Pfosten
104a und 104b anliegen, während die Vorderseite 183 des Vorderwandbereichs 182 der
Blechtafel 180 in derselben Ebene liegt wie die Vorderseiten der Vorderwandbereiche
114 der Pfosten 104a, 104b.
[0057] Die ebene Vorderseite 183 der aus der Blechtafel 180 gebildeten Beplankung 178 erstreckt
sich über eine Breite von ungefähr 2 m und über die gesamte Höhe des Wandsegments
100.
[0058] Wie am besten aus Fig. 4 zu ersehen ist, liegt die Blechtafel 180 ferner über Klebeschichten
188 von vorne an den Vorderwandbereichen 132, 154, 168 und 138 des oberen Querriegels
106, des oberen Zwischenquerriegels 110a, des unteren Zwischenquerriegels 110b bzw.
des unteren Querriegels 108 an und ist hierdurch an der Stützkonstruktion 102 festgelegt.
[0059] Wie am besten aus der Vorderansicht der Fig. 1 zu ersehen ist, erstreckt sich die
Blechtafel 180 der Beplankung 178 bei der ersten Ausführungsform lediglich zwischen
den Pfosten 104a und 104b und überdeckt dieselben zum Innenraum 112 der Kabine hin
nicht, so daß die dem Innenraum 112 der Kabine zugewandte Vorderseite des Wandsegments
100 durch die Vorderseiten der Pfosten 104a, 104b und durch die Vorderseite 183 der
Blechtafel 180 gebildet wird.
[0060] Im Vorderwandbereich 182 der Blechtafel 180 ist ein im wesentlichen rechteckiger
Fensterausschnitt 190 vorgesehen, welcher gerundete Eckbereiche 189 aufweist.
[0061] Wie am besten aus Fig. 3 zu ersehen ist, ist hinter der Beplankung 178 ein im wesentlichen
rechteckiger Halterahmen 192 angeordnet, welcher aus vier auf Gehrung geschnittenen
Rahmenprofilelementen 194 zusammengesetzt ist, die jeweils einen L-förmigen Querschnitt
mit einem Anlageschenkel 196 und einem Halteschenkel 198 aufweisen (siehe Fig. 5).
[0062] Die Anlageschenkel 196 liegen dabei an dem oberen horizontalen Wandbereich 176 des
unteren Zwischenquerriegels 110b, an dem unteren horizontalen Wandbereich 158 des
oberen Zwischenquerriegels 110a bzw. an einem der Seitenwandbereiche 186 der Blechtafel
180 an (siehe Fig. 5) und sind an diesen Wandbereichen mittels geeigneter Befestigungsmittel,
vorzugsweise lösbar, festgelegt.
[0063] Die Halteschenkel 198 der Rahmenprofilelemente 194 stehen von den vorderen Rändern
der Anlageschenkel 196 aus derart vor, daß ihre den jeweiligen Anlageschenkeln 196
abgewandten freien Ränder mit den Rändern 191 des Fensterausschnitts 190 nahezu fluchten.
[0064] Wie am besten aus den Fig. 4 und 5 zu ersehen ist, sind die Halteschenkel 198 der
Rahmenprofilelemente 194 jeweils mit einem elastischen hinteren Dichtungselement 200
versehen, welches sich parallel zu dem freien Rand des jeweiligen Halteschenkels 198
erstreckt und einen in seiner Längsrichtung im wesentlichen konstanten, trapezförmigen
Querschnitt aufweist.
[0065] An seiner dem jeweiligen Rahmenprofilelement 194 zugewandten Rückseite ist jedes
der hinteren Dichtungselemente 200 mit einer sich in dessen Längsrichtung erstreckenden
Ausnehmung 202 versehen, welche einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist
und den freien Rand des Halteschenkels 198 des jeweils zugeordneten Rahmenprofilelements
194 aufnimmt.
[0066] An dem jeweiligen Rahmenprofilelement 194 ist jedes der hinteren Dichtungselemente
200 beispielsweise mittels eines doppelseitigen Klebebands mit einem Klebstoff auf
Acrylat-Basis festgelegt.
[0067] Die vier hinteren Dichtungselemente 200 bilden zusammen eine rechteckige, ringförmig
geschlossene hintere Abdichtung 204.
[0068] Auch die Ränder 191 des Fensterausschnitts 190 der Beplankung 178 sind mit einer
vorderen Abdichtung 206 versehen, die jedoch aus einem einzigen elastischen vorderen
Dichtungselement 208 gebildet ist, welches sich längs der Ränder 191 um den gesamten
Umfang des Fensterausschnitts 190 herum erstreckt und in seiner Längsrichtung einen
konstanten Querschnitt aufweist, welcher im wesentlichen trapezförmig ist und an seiner
der Beplankung 178 zugewandten Seite eine Ausnehmung 210 mit rechteckigem Querschnitt
aufweist, die die Ränder 191 des Fensterausschnitts 190 aufnimmt.
[0069] Das vordere Dichtungselement 208 weist eine (nicht dargestellte) vordere Stirnfläche
und eine (nicht dargestellte) hintere Stirnfläche auf, welche im Bereich des oberen
Randes 191a des Fensterausschnitts 190 auf Stoß aneinander anliegen, so daß das vordere
Dichtungselement 208 ringförmig geschlossen ist, und mittels eines geeigneten Klebstoffs
aneinander festgelegt sind.
[0070] Die der Beplankung 178 abgewandte ebene Rückseite des vorderen Dichtungselements
208 und die dem Halterahmen 192 abgewandten ebenen Vorderseiten der hinteren Dichtungselemente
200 bilden eine vordere Klemmfläche 212 bzw. hintere Klemmflächen 214, zwischen denen
eine rechteckige Glasscheibe 216 gehalten ist.
[0071] Die Glasscheibe 216 stützt sich mittels Distanzelementen 218, von denen mindestens
zwei längs jeden Randes der Glasscheibe 216 angeordnet sind, seitlich an den Seitenwandbereichen
186 der Blechtafel 180, nach unten an dem oberen horizontalen Wandbereich 176 des
unteren Zwischenquerriegels 110b und nach oben an dem unteren horizontalen Wandbereich
158 des oberen Zwischenquerriegels 110a ab.
[0072] Eine (nicht dargestellte) Leuchte ist hinter der Glasscheibe 216 auf der Höhe des
Fensterausschnitts 190 angeordnet und erstreckt sich über nahezu die gesamte Breite
des Fensterausschnitts 190.
[0073] Mittels dieser Leuchte ist ein Teilbereich des Innenraums 112 der Kabine im Betrieb
der Kabine durch die Glasscheibe 216 und den Fensterausschnitt 190 hindurch beleuchtbar.
[0074] Zur Bildung einer Seitenwand der Kabine werden mehrere der vorstehend beschriebenen
Wandsegmente 100 so nebeneinander angeordnet, daß die vertikalen Pfosten 104a, 104b
mit ihren äußeren Seitenwandbereichen 128 aneinander anliegen. Diese aneinander anliegenden
äußeren Seitenwandbereiche 128 der Pfosten 104a, 104b einander benachbarter Wandsegmente
100 werden durch geeignete Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben und Muttern,
oder durch Verschweißen aneinander festgelegt.
[0075] Eine in den Fig. 7 bis 13 dargestellte zweite Ausführungsform eines Wandsegments
100 unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsform dadurch,
daß die Beplankung 178' bei der zweiten Ausführungsform nicht einstückig aus einer
einzigen Blechtafel gebildet, sondern aus mehreren Blechtafeln zusammengesetzt ist,
nämlich aus einer oberen Blechtafel 220, die einen oberhalb des Fensterausschnitts
190' angeordneten Bereich der Beplankung 178' bildet, einer unteren Blechtafel 222,
die einen unterhalb des Fensterausschnitts 190' angeordneten Bereich der Beplankung
178' bildet, und zwei seitlichen Blechtafeln 224, die seitlich neben dem Fensterausschnitt
190' angeordnete Bereiche der Beplankung 178' bilden und die obere Blechtafel 220
und die untere Blechtafel 222 miteinander verbinden.
[0076] Dabei liegen die seitlichen Blechtafeln 224 längs horizontaler Anlagelinien 226,
die auf derselben Höhe verlaufen wie der obere Rand 191a des Fensterausschnitts 190',
mit oberen Schmalseiten 228 ihrer Vorderwandbereiche 182 an der unteren Schmalseite
230 des Vorderwandbereichs 182 der oberen Blechtafel 220 abkantungsfrei, auf Stoß
miteinander fluchtend an (siehe Fig. 13). In dieser Lage sind die seitlichen Blechtafeln
224 so mit der oberen Blechtafel 220 verbunden, beispielsweise durch Laserschweißung,
daß die Vorderseiten 232 der seitlichen Blechtafeln 224 und die Vorderseite 234 der
oberen Blechtafel 220 zusammen eine durchgehende, im wesentlichen ebene, von Abkantlinien
freie Vorderseite 183 der Beplankung 178' bilden.
[0077] Über Klebeschichten 238 sind die Blechtafeln 224 und 220 an der Stützkonstruktion
102, beispielsweise an dem Pfosten 104a, gehalten (siehe Fig. 13).
[0078] In entsprechender Weise sind die seitlichen Blechtafeln 224 längs horizontaler Anlagelinien
236, welche auf der Höhe des unteren Randes 191b des Fensterausschnitts 190' verlaufen,
mit der unteren Blechtafel 222 verbunden.
[0079] Ferner unterscheidet sich die zweite Ausführungsform des Wandsegments 100 von der
ersten Ausführungsform dadurch, daß die Beplankung 178' der zweiten Ausführungsform
die Pfosten 104a und 104b der Stützkonstruktion 102 zum Innenraum 112 der Kabine hin
überdeckt, was am besten aus den Fig. 7, 11 und 12 zu ersehen ist.
[0080] Aus Fig. 11 ist zu ersehen, daß der Vorderwandbereich 182 der unteren Blechtafel
222 mit seiner Rückseite über Klebeschichten 238 an den Vorderwandbereichen 114 der
Pfosten 104a, 104b anliegt.
[0081] Ferner liegen die Seitenwandbereiche 186 der unteren Blechtafel 222 über Klebeschichten
238 an den äußeren Seitenwandbereichen 128 der Pfosten 104a, 104b an.
[0082] Durch die Klebeschichten 238 ist die untere Blechtafel 222 an den Pfosten 104a, 104b
der Stützkonstruktion 102 festgelegt.
[0083] In entsprechender Weise sind auch die obere Blechtafel 220 und die seitlichen Blechtafeln
224 an dem Pfosten 104a und/oder an dem Pfosten 104b gehalten.
[0084] Da bei der zweiten Ausführungsform des Wandsegments 100 nur die aus den Blechtafeln
220, 222 und 224 gebildete Beplankung 178', nicht jedoch die Stützkonstruktion 102
an den Innenraum 112 der Kabine angrenzt, genügt es bei dieser zweiten Ausführungsform,
die Bestandteile der Beplankung 178' aus einem korrosionsbeständigen Material, beispielsweise
aus Edelstahl, herzustellen.
[0085] Die Stützkonstruktion 102 kann hingegen aus einem Material hergestellt werden, welches
eine geringere Korrosionsbeständigkeit, dafür jedoch auch ein geringeres spezifisches
Gewicht als das Material der Beplankung 178' aufweist. Insbesondere kann die Stützkonstruktion
102 der zweiten Ausführungsform aus Aluminium hergestellt sein.
[0086] Wie aus der Schnittdarstellung der Fig. 10 zu ersehen ist, ist ferner die obere Blechtafel
220 der Beplankung 178' längs des oberen Randes 191a des Fensterausschnitts 190' nach
oben umgefalzt, so daß ein vertikaler Verstärkungsbereich 240 der oberen Blechtafel
220 sich von dem oberen Rand 191a des Fensterausschnitts 190' aus nach oben erstreckt
und von hinten flächig an dem Vorderwandbereich 182 der oberen Blechtafel 220 anliegt.
[0087] An den oberen Rand des Verstärkungsbereichs 240 grenzt längs einer horizontalen Abkantlinie
242 ein horizontaler Wandbereich 244 der oberen Blechtafel 220 an, welcher sich von
dem Verstärkungsbereich 240 aus horizontal nach hinten erstreckt und von unten an
dem unteren horizontalen Wandbereich 158 des oberen Zwischenquerriegels 110a und von
oben an dem Anlageschenkel 198 des oberen Rahmenprofilelements 194 des Halterahmens
192 anliegt.
[0088] In entsprechender Weise umfaßt auch die untere Blechtafel 222 einen vertikalen Verstärkungsbereich
246, welcher sich von dem unteren Rand 191b des Fensterausschnitts 190' aus nach unten
erstreckt und von hinten an dem Vorderwandbereich 182 der unteren Blechtafel 222 flächig
anliegt.
[0089] An den unteren Rand des Verstärkungsbereichs 246 grenzt längs einer horizontalen
Abkantlinie 248 ein horizontaler Wandbereich 250 der unteren Blechtafel 222 an, der
sich senkrecht zu dem Verstärkungsbereich 246 in horizontaler Richtung nach hinten
erstreckt, von oben an dem oberen horizontalen Wandbereich 176 des unteren Zwischenquerriegels
110b und von unten an dem Anlageschenkel 198 des unteren Rahmenprofilelements 194
des Halterahmens 192 anliegt.
[0090] Die parallel zu den Querriegeln 106, 108 und 110a, 110b der Stützkonstruktion 102
verlaufenden Verstärkungsbereiche 240, 246 und horizontalen Wandbereiche 244, 250
der oberen Blechtafel 220 bzw. der unteren Blechtafel 222 tragen zu einer erhöhten
Steifigkeit der Beplankung 178' und damit des Wandsegments 100 der zweiten Ausführungsform
bei.
[0091] Ferner unterscheidet sich die zweite Ausführungsform des Wandsegments 100 von der
ersten Ausführungsform dadurch, daß der Fensterausschnitt 190' nichtgerundete, rechtwinklige
Eckbereiche 189' aufweist und daß die vordere Abdichtung 206 zwischen der Beplankung
178' einerseits und der Glasscheibe 216 andererseits nicht aus einem einzigen, ringförmig
geschlossenen Dichtungselement, sondern ebenso wie die hintere Abdichtung 204 aus
vier längs jeweils eines Randes 191 des Fensterausschnitts 190' verlaufenden Dichtungselementen
200' gebildet ist.
[0092] Im übrigen stimmt die zweite Ausführungsform des Wandsegments 100 hinsichtlich Aufbau
und Funktion mit der ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung
insoweit bezug genommen wird.
1. Wandsegment für eine Wand einer Kabine, insbesondere einer Kabine einer Lackieranlage,
umfassend
eine Stützkonstruktion (102), die im wesentlichen vertikal ausgerichtete Pfosten (104a,
104b) und im wesentlichen horizontal ausgerichtete Querriegel (106, 108, 110a, 110b)
umfaßt, und
eine Beplankung (178; 178'), die an der Stützkonstruktion (102) gehalten ist und eine
im montierten Zustand dem Innenraum (112) der Kabine zugewandte Vorderseite (183),
welche sich über im wesentlichen die gesamte Höhe des Wandsegments (100) erstreckt,
und einen in der Vorderseite angeordneten Fensterausschnitt (190; 190') aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorderseite der Beplankung (178; 178') als eine ebene, von horizontal verlaufenden
Abkantlinien freie Fläche ausgebildet ist.
2. Wandsegment nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beplankung (178) einstückig
aus einer einzigen Blechtafel (180) gebildet ist.
3. Wandsegment nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beplankung (178') aus
mindestens zwei Blechtafeln (220, 222, 224) gebildet ist, welche mit jeweils einer
Schmalseite (228, 230) abkantungsfrei auf Stoß aneinander anliegen.
4. Wandsegment nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmalseiten (228, 230)
der aneinander anliegenden Blechtafeln (220, 224), vorzugsweise durch Schweißung,
aneinander festgelegt sind.
5. Wandsegment nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Beplankung
(178; 178') eine Breite von mindestens 1,5 m, vorzugsweise eine Breite von mindestens
1,9 m, aufweist.
6. Wandsegment nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Fensterausschnitt
(190) der Beplankung (178) gerundete Eckbereiche (189) aufweist.
7. Wandsegment nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Wandsegment
(100) eine hinter dem Fensterausschnitt (190) angeordnete durchsichtige Scheibe (216),
vorzugsweise aus Glas, umfaßt, daß zwischen der Scheibe (216) und der Beplankung (178)
eine ringförmig geschlossene Abdichtung (206) angeordnet ist und daß die ringförmig
geschlossene Abdichtung (206) durch ein sich zwischen einer vorderen Stirnfläche und
einer hinteren Stirnfläche erstreckendes im wesentlichen lineares Dichtungselement
(208) gebildet ist, wobei die vordere Stirnfläche und die hintere Stirnfläche des
Dichtungselements (208) aneinander anliegen.
8. Wandsegment nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Stirnfläche und
die hintere Stirnfläche des Dichtungselements (208) hinter einem oberen Rand (191a)
des Fensterausschnitts (190) angeordnet sind.
9. Wandsegment nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Beplankung
(178') mindestens einen Verstärkungsbereich (240, 246) umfaßt, welcher längs eines
Randes (191a, 191b) des Fensterausschnitts (190') an einen dem Innenraum (112) der
Kabine zugewandten Vorderwandbereich (182) der Beplankung (178) angrenzt.
10. Wandsegment nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsbereich (240,
246) der Beplankung (178') sich im wesentlichen parallel zu den Querriegeln (106,
108, 110a, 110b) der Stützkonstruktion (102) erstreckt.
11. Wandsegment nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Beplankung
(178) aus einem korrosionsbeständigen Material, vorzugsweise aus Edelstahl, hergestellt
ist.
12. Wandsegment nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Beplankung
(178') die Stützkonstruktion (102) zum Innenraum (112) der Kabine hin, vorzugsweise
vollständig, überdeckt.
13. Wandsegment nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkonstruktion (102)
aus einem Material hergestellt ist, das ein geringeres spezifisches Gewicht und/oder
eine geringere Korrosionsbeständigkeit aufweist als das Material der Beplankung (178').
14. Wandsegment nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkonstruktion (102)
aus Aluminium hergestellt ist.