[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Richten einer Karosserie eines Fahrzeuges
in Form einer im wesentlichen vertikal ausgerichteten Richtsäule, die in ihrem unteren
Endbereich einen Standfuß aufweist, mit welchem die Richtsäule auf einer Standfläche
eines ortsfesten Untergrundes oder einer fahrbaren Richtbank aufstellbar ist und die
zur Festlegung ihrer Arbeitsposition über ein oder mehrere Befestigungselemente mit
in der Standfläche eingelassenen, L- und/oder C-förmig ausgebildeten Schienenelementen
feststehend verbindbar ist.
[0002] Zum Richten von Karosserien von insbesondere unfallbeschädigten Fahrzeugen sind Vorrichtungen
erforderlich, mit welchen das Fahrzeug wieder in seine ursprüngliche Form gebracht
werden kann. Dazu sind diese Vorrichtungen derart ausgebildet, daß diese an den deformierten
Fahrzeugteile angesetzt werden können, um diese durch Ausübung von Druck oder Zugkräften
auf das entsprechende Fahrzeugteil verformen zu können. Dazu wird das Fahrzeug in
der Regel auf einer fahrbaren Richtbank feststehend montiert, welche ihrerseits mit
dem Untergrund fest verankert wird. Diese Richtbank weist ein oder mehrere L- und/oder
C-förmige Schienenelemente auf, die um das auf der Richtbank befindliche und feststehend
fixierte Fahrzeug herum angeordnet sind. Mit diesen Schienenelementen kann eine Richtsäule
mit ihrem Standfuß auf der Richtbank stehend verbunden werden, so daß über entsprechende
an der Richtsäule befestigte Zug- und/oder Druckvorrichtungen das Fahrzeug verformt
bzw. gerichtet werden kann. Dies bedeutet, daß bei einer Richtbank, welcher mit solchen
Schienenelementen versehen ist, die Richtbank selbst eine Standfläche für die aufzustellende
Richtsäule bildet.
[0003] Bei stationären bzw. ortsfesten sogenannten Richtrahmen sind die Schienenelemente
im Untergrund selbst im Umgebungsbereich der Richtbank ortsfest eingelassen, so daß
dieser Untergrund die Standfläche für die Richtsäule bildet. Um ein Fahrzeug mit einem
solchen stationären Richtrahmen oder einer mobilen Richtbank an jeder nur denkbaren
Fahrzeugseite optimal richten zu können, ist es erforderlich, daß eine derartige Vorrichtung
den jeweiligen Erfordernissen entsprechend einfach und handlich angepaßt werden kann.
Dies bedeutet, daß zum Richten eines Fahrzeuges die Richtsäule häufig an einen neuen
Standort umgestellt werden muß, um auch alle deformierten Fahrzeugteile möglichst
optimal mit den Zug- und/oder Druckvorrichtungen erreichen zu können.
[0004] Aus der EP 0 090 700 B1 ist eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art zum Richten
der Karosserien von Fahrzeugen bekannt, welche eine im wesentlichen vertikal ausgerichtete
Richtsäule aufweist, die über einen Standfuß auf dem Untergrund verfahrbar ist. Um
die Richtsäule in ihrer jeweiligen Arbeitsposition zu fixieren, sind ein oder mehrere
Rückhalteketten vorgesehen, über welche die Richtsäule zum Untergrund hin abgespannt
werden kann, indem die Zugketten mit den im Untergrund eingelassenen Schienenelementen
in Eingriff gebracht werden. Als Zugelement ist im inneren der Richtsäule ein hydraulischer
oder pneumatischer Zugzylinder vorgesehen, an welchem eine Zugkette innerhalb der
Richtsäule befestigt ist. Die Zugkette wird nach oben aus der Richtsäulen herausgeführt
und über eine am oberen Ende der Richtsäule angeordnete Umlenkrolle außenseitig entlang
der Richtsäule nach unten umgelenkt. Am Außenumfang der Richtsäule ist eine zweite
Umlenkrolle vorgesehen, über welche die Zugkette zum Fahrzeug hin umgelenkt wird.
Diese zweite Umlenkrolle kann dabei höhenverstellbar über eine Befestigungsmanschette
an der Richtsäule befestigt sein. Das freie Ende der Zugkette ist mit dem zu richtenden
Fahrzeugteil verbunden. Wird nun der Zugzylinder aktiviert, so wird die Zugkette in
die Richtsäule hineingezogen, wodurch durch die zweifache Umlenkung der Zugkette auf
das Fahrzeug bzw. auf das zu richtende Fahrzeugteil eine Zugkraft ausgeübt und dieses
in seine ursprüngliche Form zurück verformt wird. Zur Aufnahme der Zugkräfte ist der
Zugzylinder im Bereich des unteren Endes der Richtsäule gelenkig befestigt. Durch
diese gelenkige Befestigung des Zugzylinders wird eine automatische geradlinige Ausrichtung
des Zugzylinders im Betrieb zur Zugkette innerhalb der Richtsäule erreicht, so daß
sich ein möglichst optimaler Kraftfluß ergibt. Bei Ausübung der Zugkraft wird der
Standfuß der bekannten Vorrichtung auch axial belastet. Die Laufrollen auf welchen
der Standfuß in unbelastetem Zustand verfahrbar ist, sind am Standfuß elastisch gelagert.
Durch die axiale Belastung bei aktiviertem Zugzylinder gibt die elastische Lagerung
der Laufrollen nach, so daß der Standfuß feststehend gegen den Untergrund gedrückt
wird.
[0005] Diese bekannte Vorrichtung ist mit dem erheblichen Nachteil behaftet, daß die mit
der von dem im Innern der senkrechten Säule angeordneten hydraulisch oder pneumatisch
beaufschlagten Kolben betätigten Zugkette nur bestimmte Karosserieteile optimal erreicht
und gerichtet werden können, so daß für andere Karosserierichtaufgaben weitere geeignete
Richtvorrichtungen zum Einsatz gebracht werden müssen, was unrationell und unwirtschaftlich
ist. Desweiteren können durch diese bekannte Vorrichtung nur Zugkräfte auf die zu
richtende Fahrzeugkarosserie ausgeübt werden, so daß weitere Vorrichtung vorgesehen
werden müssen, um Druckkräfte aufbringen zu können. Auch erhält die Richtsäule mit
ihrem Standfuß erst bei größeren Betriebskräften ihren erforderlichen stabilen Halt
durch die Wechselwirkung der Zugkraft in der Zugkette sowie den daraus resultierenden
Reaktionskräften in den Rückhalteketten. Dies bedeutet, daß das gesamte System äußerst
instabil ist und nur unter optimalen Voraussetzungen sicher eingesetzt werden kann.
[0006] Aus der EP 0 353 865 A1 ist eine weitere Vorrichtung der gattungsgemäßen Art zum
Richten von unfallbeschädigten Karosserien von Fahrzeugen bekannt. Bei dieser Vorrichtung
ist ebenfalls eine Richtsäule vorgesehen, die ebenfalls einen Standfuß aufweist. Der
Standfuß ist bei dieser bekannten Vorrichtung mit einer Standplatte versehen, mit
welcher diese eben auf dem Untergrund, z.B. im Bereich eines Richtrahmens mit seinen
Schienenelementen aufgestellt werden kann. Damit wird eine auch im unbelasteten Zustand
relativ stabile, vertikale Ausrichtung der Richtsäule erreicht. Im Betrieb muß auch
diese Richtsäule durch eine oder mehrere Rückhalteketten mit im Untergrund eingelassenen
Schienenelementen des Richtrahmens oder der Richtbank verbunden und abgespannt werden.
Im Bereich des Standfußes ist ein pneumatischer oder hydraulischer Druckzylinder vorgesehen,
durch dessen Aktivierung ein im Bereich der Standplatte schwenkbar gelagerter Schwenkhebel
verschwenkt wird. Am freien Ende des Schwenkhebels ist eine Zugkette angelenkt, welche
zu einer ortsfesten Umlenkrolle der Richtsäule führt. Durch diese Umlenkrolle wird
die Zugkette nach oben zu einer höhenverstellbar an der Richtsäule angeordneten zweiten
Umlenkrolle umgelenkt. Durch die zweite Umlenkrolle wird die Zugkette zum zu richtenden
Fahrzeug erneut umgelenkt und ist mit ihrem freien Ende an dem zu richtenden Fahrzeug
verbunden. Wird der Druckzylinder aktiviert, so wird über den Schwenkhebel eine entsprechende
Zugkraft auf die Zugkette ausgeübt, wodurch über die Umlenkrollen durch die Zugkette
diese Zugkraft auf das zu richtenden Fahrzeugteil einwirkt.
[0007] Auch diese säulenartige Richtvorrichtung ist mit dem Nachteil behaftet, daß nur bestimmte
Richtarbeiten durchführbar sind, so daß zum Bewältigen weiterer Richterfordernisse
aufwendige und relativ teure Zusatzrichtvorrichtungen erforderlich und unwirtschaftlich
zu montieren bzw. demontieren sind. Insbesondere kann diese bekannte Richtvorrichtung
nur unter großem Aufwand örtlich verändert und umgestellt werden, um möglichst viele
Bereiche einer Fahrzeugkarosserie zum Richten erreichen zu können.
[0008] Der Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Richten
der Karosserien von Fahrzeugen zu schaffen, die universell, rationell und wirtschaftlich
jede vorkommende Richtaufgabe durch relativ geringe Vorrichtungsumbauten bewältigen
kann und die sowohl an ortsfesten, als auch zusammen mit mobilen Richtbänken rationell
und wirtschaftlich einsetzbar ist.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Standfuß unterseitig eine
nach unten vorstehende Befestigungsvorrichtung aufweist, mit welchem der Standfuß
formschlüssig mit einer der Schienenelemente des Richtrahmens oder der Richtbank lösbar
in Eingriff gebracht werden kann, und
daß der Standfuß durch eine lösbare Klemmvorrichtung in seiner jeweiligen Arbeitsposition
feststehend am Schienenelement gehalten wird.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist die Vorrichtung zum Richten von Karosserien
von Fahrzeugen in einfachster Weise den Anforderungen, insbesondere bezüglich des
Standortes der Richtsäule zusammen mit ihrem Standfuß, anpaßbar. So weist zu diesem
Zweck der Standfuß eine Befestigungsvorrichtung auf, mit welcher er formschlüssig
mit einem der Schienenelemente des Richtrahmens oder der Richtbank lösbar in Eingriff
gebracht werden kann. Dies bedeutet, daß die beim Richten einer Karosserie auftretenden
Zug- oder Druckkräfte direkt von der Richtsäule über den Standfuß in die Schienenelemente
des Richtrahmens oder der Richtbank geleitet werden, so daß eine äußerst große Stabilität
der im wesentlichen vertikal verlaufenden Richtsäule erreicht wird.
[0011] Gemäß Anspruch 2 kann die Befestigungsvorrichtung aus einer quer zur Richtsäule verlaufenden,
etwa L-förmig profilierten Profilschiene gebildet sein. Durch diese Ausgestaltung
wird eine äußerst kostengünstige Herstellung bei gleichzeitig hoher Stabilität der
erfindungsgemäßen Vorrichtung erreicht. Diese Profilschiene verläuft dabei mit ihrem
einen Schenkel im wesentlichen vertikal und ist unterseitig am Standfuß der erfindungsgemäßen
Vorrichtung befestigt. Zur Befestigung können hier übliche Verbindungen, wie Schraubverbindungen,
Schweißverbindungen oder auch Nietverbindungen vorgesehen sein. In der Arbeitsposition
des Standfußes, d.h. bei im wesentlichen vertikalem Verlauf der Richtsäule, untergreift
die Profilschiene mit ihrem Horizontalschenkel das jeweilige Schienenelement, mit
welchem der Standfuß bzw. die Befestigungsvorrichtung formschlüssig in Eingriff gebracht
werden soll. Durch dieses Untergreifen des Schienenelementes entsteht dabei zwangsläufig
eine Formschlußverbindung. Ohne die Wirkung der Klemmvorrichtung ist dabei der Standfuß
mit seiner Befestigungsvorrichtung in jedem Fall noch entlang des jeweiligen Schienenelementes
verschiebbar, so daß eine variable und präzise Positionierung der Richtsäule relativ
zur Karosserie in einfacher Weise durchgeführt werden kann.
[0012] Um die Richtsäule mit ihrem Standfuß ortsfest zu fixieren, ist gemäß Anspruch 3 eine
lösbare Klemmvorrichtung vorgesehen, mit welcher der Standfuß zusammen mit der Richtsäule
in der jeweiligen Arbeitsposition feststehend am Schienenelement, mit welchem der
Standfuß formschlüssig über seine Befestigungsvorrichtung in Eingriff steht, gehalten
wird. Diese Klemmvorrichtung kann insbesondere aus wenigstens einem Klemmkeil bestehen,
welcher zur feststehenden Halterung des Standfußes der Richtsäule auf dem Richtrahmen
oder der Richtbank klemmend zwischen den Standfuß der Richtsäule und den Untergrund
und/oder den Schienenelementen eingebracht werden kann. Dies bedeutet, daß durch diesen
Klemmkeil der Standfuß beim Einbringen des Klemmkeiles zwischen den Standfuß und den
Untergrund geringfügig angehoben wird, so daß der Horizontalschenkel der Befestigungsvorrichtung
bzw. der Profilschiene reibschlüssig unterseitig in dem L- oder C-förmig ausgebildeten
Schienenelement gehalten wird. Diese Ausgestaltung gemäß Anspruch 3 erlaubt eine äußerst
sichere und einfache Festlegung des Standfußes zusammen mit der Richtsäule auf dem
Richtrahmen oder der Richtbank, deren Bestandteil diese Schienenelemente sind.
[0013] Um den Standfuß zusammen mit der Richtsäule in einfacher Weise zum Standortwechsel
verschieben zu können, ist am Standfuß der Richtsäule wenigstens eine Laufrolle vorgesehen,
auf welcher der Standfuß zusammen mit der Richtsäule verfahren werden kann. Durch
diese Ausgestaltung gemäß Anspruch 4 ist eine äußerst einfach Handhabung der Richtsäule
sichergestellt, so daß ein Umrüsten bzw. eine Veränderung des Standortes in einfachster
Weise von einer Person durchgeführt werden kann.
[0014] Gemäß Anspruch 5 kann im Bereich des Standfußes ein Stützfuß vorgesehen sein, über
welchen die Richtsäule im Einsatz auf dem Untergrund bzw. dessen Standfläche abgestützt
wird. Durch diese Ausgestaltung kann die Richtsäule äußerst große Zug- oder Druckkräfte
aufnehmen, welche sicher über den Stützfuß in den Untergrund geleitet werden. Der
Stützfuß erstreckt sich dabei ausgehend von der Richtsäule in entgegengesetzter Richtung
zum horizontal verlaufenden Halteschenkel der L-förmig profilierten Profilschiene,
sofern eine solche gemäß Anspruch 2 als Befestigungsvorrichtung verwendet wird. Desweiteren
kann der Stützfuß im Bereich seines freien Endes, mit welchem er sich auf der Standfläche
normalerweise abstützt, eine höhenverstellbare Stützvorrichtung aufweisen, durch deren
Verstellung der Standfuß zusammen mit der Richtsäule um eine im wesentlichen horizontale,
etwa parallel zur Befestigungsvorrichtung verlaufende Stellachse schwenkbar ist. Bei
dieser höhenverstellbaren Stützvorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Stellspindel
mit einem Fußteil handeln, welche in einfacher Weise durch Drehen der Stellspindel
relativ zum Stützfuß in ihrer Höhe verstellbar ist. Durch diese Ausgestaltung ist
eine äußerst einfach Bedienung und äußerst einfache Ausrichtung der Richtsäule sichergestellt.
Diese höhenverstellbare Stützvorrichtung muß nicht zwingend vorhanden sein, ist aber
für eine bessere Einstellung der Arbeitsposition der Richtsäule von Vorteil.
[0015] Gemäß Anspruch 6 kann die Befestigungsvorrichtung Bestandteil einer separaten Tragvorrichtung
sein, mit welchem die Richtsäule über ihren Standfuß abnehmbar verbunden ist. Durch
diese Ausgestaltung wird die Handhabung der Richtsäule mit ihrem Stützfuß weiter erleichtert,
da die Richtsäule, ohne daß die Befestigungsvorrichtung vom Schienenelement gelöst
werden muß, von der Tragvorrichtung abgenommen werden kann und somit in einfacher
Weise transportierbar ist. Insbesondere wird durch diese zweiteilige Ausbildung bzw.
durch die separate Tragvorrichtung eine wesentlich leichtere Bauweise des Stützfußes
zusammen mit der Richtsäule erreicht, so daß die Handhabung durch eine Bedienungsperson
erheblich erleichtert wird. Die Tragvorrichtung selbst kann dabei wiederum über die
Klemmkeile feststehend mit dem entsprechenden Schienenelement verbunden werden. Nach
Lösen der Klemmkeile kann nun die Tragvorrichtung in einfachster Weise aus dem entsprechenden
Schienenelement ausgehängt werden und zur neuen Positionierung der Richtsäule mit
dem Standfuß in ein anderes Schienenelement erneut eingehängt und über die Klemmkeile
fixiert werden. Die Tragvorrichtung ist dabei in ihren Dimensionen derart ausgestaltet,
daß sie einfach von einer Person transportiert werden kann. Desweiteren kann die Tragvorrichtung
kann die Tragvorrichtung mit wenigstens einem Laufrad versehen sein, mit welchem die
Tragvorrichtung bei gelöster Klemmvorrichtung entlang des Schienenelementes, mit welchem
die Befestigungsvorrichtung in Eingriff steht, verfahrbar ist. Auch dieses Laufrad
ist kein zwingendes Erfordernis, erleichtert aber ein Verschieben der Tragvorrichtung
und damit der gesamten Richtsäule zum Wechsel der Arbeitsposition entlang eines Schienenelementes.
[0016] Um eine möglichst präzise Führung der Tragvorrichtung beim Verschieben im entsprechenden
Schienenelement zu erreichen, kann das Laufrad gemäß Anspruch 7 einen umlaufenden,
radial nach außen vorstehenden Führungssteg aufweisen. Im montierten Zustand ragt
dabei dieser radial nach außen vorstehende Führungssteg in einen vom Schienenelement
gebildeten, nach oben offenen Führungsschlitz hinein, so daß eine seitliche Führung
der Tragvorrichtung beim Verschieben in Längsrichtung des Schienenelementes sicher
gewährleistet ist. Desweiteren kann der Führungssteg in seiner Breite der Breite des
Führungsschlitzes derart angepaßt sein, daß die durch den Führungsschlitz des Schienenelementes
hindurchragenden Teile der Befestigungsvorrichtung beim Verfahren der Tragvorrichtung
nicht mit dem Schienenelement in Berührung kommen können. Damit wird ein Verklemmen
oder einen Reibverschleiß beim Verschieben der Tragvorrichtung im jeweiligen Schienenelement
sicher zu verhindert und die ebenfalls die Handhabung der Tragvorrichtung erheblich
vereinfacht.
[0017] Um die Tragvorrichtung in einfacher Weise von einem Schienenelement zum anderen Schienenelement
transportieren zu können und um auch das Aushängen bzw. Einhängen der Tragvorrichtung
mit seiner Profilschiene in eine der Schienenelemente zu erleichtern, weist die Tragvorrichtung
gemäß Anspruch 8 einen Haltegriff auf, mit welchem diese zum Wechsel des Standortes
transportiert werden kann.
[0018] Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 5 ist die Richtsäule in einfacher Weise bei
auf einem Schienenelement festsitzender Tragvorrichtung in ihrer vertikalen Orientierung
durch die höhenverstellbare Stützvorrichtung ausrichtbar. Dazu ist gemäß Anspruch
9 der Standfuß an der Tragvorrichtung um eine horizontale, im wesentlichen parallel
zur Tragvorrichtung verlaufende Drehachse schwenkbar gelagert. Diese schwenkbare Lagerung
kann dabei durch Lagerzapfen erfolgen, welche an der Tragvorrichtung eingehängt werden
können. Dabei sind diese Lagerzapfen am Standfuß dem Stützfuß gegenüberliegend angeordnet.
Dementsprechend weist auch die Tragvorrichtung entsprechende Aufnahmeelemente zur
drehbaren bzw. schwenkbaren Lagerung des Standfußes z.B. in Form von wenigstens einseitig
offenen Aufnahmeschlitzen oder Aufnahmewinkeln auf.
[0019] Für eine Erweiterung des variablen Einsatzes der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann
diese gemäß Anspruch 10 im oberen Endbereich der Richtsäule einen Ausleger aufweisen,
welcher starr oder schwenkbar und auch auswechselbar mit der Richtsäule verbunden
ist. Durch diesen Ausleger können auf eine zu richtende Karosserie auch Vertikalkräfte
ausgeübt werden. Um zur Ausübung solcher Vertikalkräfte auch möglichst viele Angriffsstellen
an einer zu richtenden Karosserie erreichen zu können, kann der Ausleger desweiteren
längenverstellbar ausgebildet sein. Alternativ zu dieser Längenverstellbarkeit oder
auch in Zusammenspiel mit dieser Längenverstellbarkeit können andererseits gemäß Anspruch
10 am Ausleger mehrere Befestigungseinrichtungen in unterschiedlichen Abständen von
der Richtsäule zum Anbringen von Zug- und/oder Druckelementen für das Richten der
Karosserie vorgesehen sein. Durch diese Ausgestaltung ist das Aufbringen von Zug-
und/oder Druckkräften auf eine zu richtende Karosserie, in einfacher Weise möglich,
ohne daß die erfindungsgemäße Vorrichtung umgerüstet werden muß.
[0020] Gemäß Anspruch 11 kann zur rückwärtigen Abstützung des Auslegers eine Zugeinrichtung
vorgesehen sein. Mit rückwärtiger Abstützung ist gemeint, daß der Ausleger einen Stützarm
aufweist, welcher in Verlängerung des Auslegers auf der den Befestigungseinrichtungen
gegenüberliegenden Seite der Richtsäule angeordnet ist. Diese Zugeinrichtung kann
mit einer an der Richtsäule lösbar befestigten Befestigungsmanschette montiert sein.
Von dieser Befestigungsmanschette führt desweiteren beispielsweise eine Zugkette zu
einem, am Standfuß schwenkbar gelagerten, separaten Stützhebel, welcher sich von dieser
Rückseite über die Richtsäule unter den eigentlichen Ausleger erstreckt und somit
einen Stützhebel bildet, welcher sich auf der Standfläche des Untergrundes unterhalb
des Auslegers selbst abstützt. Bei einer Vertikalbelastung am Ausleger wird diese
Vertikalkraft über die hintere Verlängerung des Auslegers und die Befestigungsmanschette
auf die hintere Verlängerung des Schwenkstützhebels übertragen. Aufgrund der schwenkbaren
Lagerung des Schwenkstützhebels am Standfuß der Richtsäule ergibt sich eine Abstützung
auf der Standfläche des Untergrundes über den Hebelabschnitt des Schwenkstützhebels,
welcher unterhalb des eigentlichen Auslegers angeordnet ist, wodurch äußerst hohe
Stützkräfte in den Untergrund abgeleitet werden können.
[0021] Gemäß Anspruch 12 kann die Richtsäule aus wenigstens zwei Säulenelementen gebildet
sein. Dies hat insbesondere bei größeren Richtsäulen den Vorteil, daß diese in mehrere
Teile in einfacher Weise zerlegbar ist und somit leicht transportiert werden kann.
Desweiteren kann dadurch auch die Richtsäule unterschiedlichen Einsatzbedingungen
in einfacher Weise angepaßt werden, indem je nach Notwendigkeit ein oder mehrere Stützelemente
für den Einsatz aufeinandergesetzt werden. Die Säulenelemente der Richtsäule können
desweiteren teleskopartig ineinandergesteckt sein. Durch diese Ausgestaltung ist eine
variable Höheneinstellung der Richtsäule möglich, so daß eine einfache Anpassung an
die unterschiedlichen Einsatzbedingungen in einfacher Weise durchgeführt werden kann.
[0022] Zur Höhenverstellung kann dabei gemäß Anspruch 13 ein Stellantrieb für die Richtsäule
vorgesehen sein. Dieser Stellantrieb kann als Hydraulikzylinder oder als Spindeltrieb
ausgebildet sein, welcher innerhalb der Richtsäule angeordnet ist. Durch diese Ausgestaltung
läßt sich eine variable Höheneinstellung in einfacher Weise während des Betriebes
der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchführen, wobei durch die Anordnung des Hydraulikzylinders
innerhalb der Richtsäule eine kompakte Bauweise erreicht wird.
[0023] Desweiteren kann gemäß Anspruch 14 der Standfuß der Richtsäule als separates Fußteil
ausgebildet sein, mit welchem die Richtsäule abnehmbar verbunden ist. Zur Verbindung
der Richtsäule mit diesem separaten Fußteil kann das Fußteil dabei beispielsweise
einen Aufnahmezylinder, welcher entsprechend der Formgebung der Richtsäule dieser
angepaßt ist und in welchen die Richtsäule in einfacher Weise eingesteckt werden kann,
aufweisen. Für einen weiteren variablen Einsatz kann die Richtsäule gemäß Anspruch
14 am Fußteil um eine im wesentlichen quer zur Befestigungsvorrichtung verlaufende
Schwenkachse schwenkbar gelagert sein. Durch diese Schwenkbarkeit können kleinere
Standortwechsel der Richtsäule entfallen, da die Richtsäule selbst, wenn auch in beschränktem
Maße, in einer parallel zur Befestigungsvorrichtung verlaufenden Ebene verschwenkt
werden kann, so daß unterschiedliche Kraftangriffspunkte an einer Fahrzeugkarosserie
in einfacher Weise erreichbar sind. Um sicherzustellen, daß im Einsatz eine Rückstellbewegung
der Richtsäule nicht in unerwünschter Weise auftritt, ist die Richtsäule in ihren
unterschiedlichen Schwenkpositionen feststellbar.
[0024] Gemäß Anspruch 15 kann zum Verschwenken der Richtsäule am Fußteil ein motorischer
Stellantrieb vorgesehen sein. Durch diesen Stellantrieb kann sowohl die Verstellung
als auch die Arretierung der Richtsäule relativ zum Fußteil automatisch erfolgen.
Der Stellantrieb kann dabei durch zwei Hydraulikzylinder oder auch durch zwei Spindeltriebe
gebildet werden. Diese Hydraulikzylinder bzw. Spindeltriebe sind vorzugsweise derart
zueinander angeordnet, daß durch deren wechselseitige oder gleichzeitige Druckbeaufschlagung
ein Verschwenken der Richtsäule um die quer zur Befestigungsvorrichtung verlaufende
Schwenkachse gleichzeitig oder nacheinander und auch um die parallel zur Befestigungsvorrichtung
verlaufende Drehachse verschwenkt werden kann. Hierdurch wird einerseits eine variable
Positionierung der Richtsäule in einfacher Weise erreicht. Andererseits können durch
die zu verwendenden Hydraulikzylinder oder Spindeltriebe auch Zugkräfte auf die Richtsäule
selbst übertragen werden.
[0025] Gemäß Anspruch 16 ist die Befestigungsvorrichtung zusammen mit der Richtsäule und
deren Standfuß wahlweise in zwei um 180° zueinander gedrehte Stellungen mit dem C-förmigen
Schienenelement formschlüssig in Eingriff bringbar. Dies hat den großen Vorteil, daß
durch einfaches Drehen um diese besagten 180° und erneutes Einhängen der Befestigungsvorrichtung
in ein Schienenelement einerseits ein fester Stand in beiden Drehstellungen erreichbar
ist, und andererseits in einfachster Weise die erfindungsgemäße Vorrichtung mit ihrer
Richtsäule und ihrem Standfuß zum Aufbringen sowohl von Zugkräften als auch von Druckkräften
auf eine zu richtende Fahrzeugkarosserie eingesetzt werden kann.
[0026] Durch die Ausgestaltungen gemäß der Ansprüche 17 und 18 wird ein weiterer variabler
Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht.
[0027] So ist gemäß Anspruch 17 am oberen Ende rückseitig an der Richtsäule eine Haltezunge
vorgesehen ist, welche zum Einhängen einer Rückhaltekette mit einer aus einem etwa
zylindrischen Durchbruch und einem Einhängschlitz bestehenden Halteöse aufweist. Durch
diese Ausgestaltung ist eine äußerst wirksame Abstützung der Richtsäule über eine
Rückzugkette gewährleistet, so daß äußerst hohe Zug- und/oder Druckkräfte auf eine
zu richtende Fahrzeugkarosserie aufgebracht werden können.
[0028] Gemäß Anspruch 17 kann an der Richtsäule eine abnehmbare Befestigungsmanschette vorgesehen
sein, welche zum Befestigen von Zug- und/oder Druckvorrichtungen und/oder von Rückhalteketten
mit ein oder mehreren Halteösen versehen ist. Durch diese Ausgestaltung können beispielsweise
zwei Rückhalteketten von der Befestigungsmanschette rückseitig abgespannt werden,
welche ausgehend von der Befestigungsmanschette divergierend zum Untergrund bzw. zur
Standfläche verlaufen und dort in einem entsprechenden Schienenelement verankert werden.
Dadurch wird eine äußerst hohe Standfestigkeit der Richtsäule erreicht. Durch den
divergierend Verlauf der Rückhalteketten sind auch schräg an der Richtsäule wirkende
Zug- und/oder Druckkräfte auf eine zu richtende Fahrzeugkarosserie aufbringbar. Mit
dem Begriff "schräg" ist hier gemeint, daß diese Kräfte nicht in der vertikalen, quer
zur Befestigungseinrichtung verlaufenden Mittelebene der Richtsäule liegen, sondern
beispielweise fluchten zu einer der divergierend angeordneten Rückhalteketten wirken.
[0029] Somit wird durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Vorrichtung in Form der vorgesehenen
Richtsäule insbesondere deren Verbindung zu den Schienenelementen einer Richtbank
oder eines Richtrahmens eine äußerst flexible Vorrichtung zur Verfügung gestellt,
welche in einfacher Weise örtlich veränderbar und auch in einfacher Weise feststehend
auf einem der Schienenelemente bzw. der Standfläche fixierbar ist. Aufgrund der mehrfach
geteilten Ausbildung der Richtsäule, des Standfußes sowie der Befestigungsvorrichtung
werden zusätzlich Bauteile mit geringem Gewicht erreicht, so daß ein Umrüsten oder
ein Umstellen der gesamten Vorrichtung in einfacher Weise durch eine einzige Bedienungsperson
sicher durchführbar ist. Dazu tragen auch die Laufrollen bzw. Laufräder im Bereich
des Standfußes bzw. im Bereich der Tragvorrichtung bei, durch welche eine Ortsveränderung
ebenfalls in einfachster Weise durchgeführt werden kann. Für den variablen Einsatz
sind desweiteren die Ausgestaltungen durch den Ausleger sowie die Höhenverstellbarkeit
der Richtsäule selbst weiter von Bedeutung.
[0030] Anhand der Zeichnung wird im folgenden die Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Richtsäule,
einem Standfuß sowie einer Befestigungsvorrichtung in Seitenansicht;
- Fig. 2
- einen Teilschnitt II-II aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Unteransicht einer separaten Tragvorrichtung von deren Rückseite;
- Fig. 4
- die Tragvorrichtung aus Fig. 3 in perspektivischer Unteransicht von deren Frontseite;
- Fig. 5
- eine mit der Tragvorrichtung aus Fig. 3 und 4 kombinierbare Richtsäule mit einem entsprechend
ausgestaltetem Standfuß und einem Stützfuß;
- Fig. 6
- die Richtsäule aus Fig. 5 mit ihrem Standfuß in montiertem Zustand an der Tragvorrichtung
aus den Fig. 3 und 4;
- Fig. 7
- einen Teilschnitt VII-VII aus Fig. 4 der Tragvorrichtung im Einsatz in einem Schienenelement;
- Fig. 8
- die Tragvorrichtung aus Fig. 7 in einem durch einen Klemmkeil an dem Schienenelement
arretierten Zustand;
- Fig. 9
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Richtsäule, deren Stützfuß mit einer höhenverstellbaren
Stützeinrichtung versehen ist;
- Fig. 10
- ein Draufsicht X aus Fig. 9;
- Fig. 11
- eine beispielhafte Prinzipdarstellung der Richtsäule aus Fig. 9 zusammen mit der Tragvorrichtung
aus den Fig. 3 und 4 im Einsatz;
- Fig. 11a
- eine Teilansicht einer zweiten Ausführungsform einer Befestigungsmanschette;
- Fig. 11b
- die Befestigungsmanschette aus Fig. 11a im an der Richtsäule aus Fig. 11 montierten
Zustand im Teilschnitt Y - Y aus Fig. 11;
- Fig. 12
- ein weiteres Einsatzbeispiel eines weiteren Ausführungsbeispieles einer Richtsäule
mit einem Ausleger sowie einem zusätzlichen Schwenkstützhebel;
- Fig. 13
- ein Ausführungsbeispiel einer Richtsäule im Einsatz, wobei die Richtsäule zweiteilig
ausgebildet ist und durch deren Anordnung relativ zu einer Fahrzeugkarosserie Zugkräfte
auf diese ausgeübt werden können;
- Fig. 14
- die Vorrichtung aus Fig. 13 in einer um 180° gedrehten Arbeitsposition, in welcher
auf eine Fahrzeugkarosserie Druckkräfte ausgeübt werden können;
- Fig. 15
- eine Frontansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles einer Richtsäule, welche teleskopartig
verstellbar sowie um zwei rechtwinklig zueinander verlaufende horizontalen Achse verschwenkbar
ist;
- Fig. 16
- die Vorrichtung aus Fig. 15 in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 17
- das Fußteil der Vorrichtung aus den Fig. 15 und 16 im montiertem Zustand an einer
entsprechend angepaßten Tragvorrichtung;
- Fig. 18
- einen Vertikalschnitt durch die Vorrichtung aus den Fig. 15 und 16 mit einem innerhalb
der Richtsäule angeordneten Hydraulikzylinder.
[0031] Fig. 1 zeigt beispielhaft ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1 zum Richten von Karosserien von Fahrzeugen. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird die Vorrichtung 1 in Verbindung mit einem eine ortsfeste Standfläche bildenden
Untergrund dargestellt, auf welche die Vorrichtung 1 aufgestellt ist. Diese Beschreibung
ist auch auf Ausführungsformen zu lesen, bei welchen die Standfläche von der Richtbank
selbst gebildet wird und die oder das Schienenelement Bestandteil dieser Richtbank
ist bzw. sind.
[0032] Die Vorrichtung 1 weist eine im Einsatz im wesentlichen vertikal ausgerichtete Richtsäule
2 auf, welche in ihrem unteren Endbereich mit einem Standfuß 3 versehen ist. Auf ihrer
Rückseite ist die Richtsäule 2 mit einer Aufnahmeverzahnung 4 versehen, welche sich
annähernd über die gesamte Höhe der Richtsäule 2 erstreckt und zur Befestigung von
Zug- oder Druckeinrichtungen an der Richtsäule 2 dient. Unterseitig ist am Standfuß
3 eine Standplatte 5 vorgesehen, welche zur Stabilisierung und Aussteifung mehrere
Aussteifungsstege 6, 7, 8 und 9 aufweist (siehe auch Fig. 2).
[0033] Desweiteren ist unterseitig an der Standplatte 5 eine L-förmig profilierte, den Standfuß
3 nach unten überragende Profilschiene 10 vorgesehen, welche sich zumindest annähernd
über die gesamte Breite der Standplatte 5 erstreckt, wie dies insbesondere aus Fig.
2 ersichtlich ist. Die Profilschiene 10 ist mit ihrem vertikal ausgerichteten Profilschenkel
11 unterseitig mit der Standplatte 5 beispielsweise verschweißt. In der dargestellten
Arbeitsposition der Vorrichtung 1 durchragt der vertikal nach unten vorspringende
Profilschenkel 11 der Profilschiene 10 einen Führungsschlitz 12, welcher von einem
etwa C-förmig ausgebildeten Schienenelement 13 gebildet wird. In dieser Arbeitsposition
hintergreift der etwa rechtwinklig zum Profilschenkel 11 angeordnete Horizontalschenkel
14 der Profilschiene 10 einen der beiden vom Schienenelement 13 gebildeten Haltestege
15 (bzw. 16), so daß die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel aus der Standplatte
5, den Aussteifungsstegen 6 bis 9 sowie der Profilschiene 10 bestehende Befestigungsvorrichtung
17 formschlüssig mit dem Schienenelement 13 in Eingriff steht. Um die Profilschiene
10 mit dem Schienenelement 13 außer Eingriff zu bringen, muß diese in Richtung des
Pfeiles
P1 gekippt werden, so daß die Profilschiene 10 mit ihrem Horizontalschenkel 14 zwischen
den Haltestegen 15 und 16 hindurchgeführt und aus dem Schienenelement 13 ausgehängt
werden kann.
[0034] Um die Befestigungsvorrichtung 17 und damit die gesamte Vorrichtung 1 in der dargestellten
Arbeitsposition feststehend zu sichern, sind zwei Klemmkeile 18 und 19 vorgesehen
(siehe auch Fig. 2), welche unterseitig zwischen der Befestigungsvorrichtung 17 und
dem Schienenelement 13 eingebracht sind. In dieser Lage wird die Befestigungsvorrichtung
17 durch die Klemmkeile 18 und 19 geringfügig angehoben, so daß die Befestigungsvorrichtung
17 bzw. die Profilschiene 10 unterseitig am rechten Haltesteg 15 des Schienenelementes
13 festsitzend anliegt und mit diesem reibschlüssig verbunden ist. Damit ist die Vorrichtung
1 in ihrer dargestellten Arbeitsposition festsitzend am Schienenelement 13 feststehend
fixiert und kann in Längsrichtung des Schienenelementes 13 nicht mehr verschoben werden.
[0035] Um die gesamte Vorrichtung 1 in eine andere Arbeitsposition mit einem anderen Schienenelement
eines Richtrahmens in Eingriff bringen zu können, sind beidseitig an der Befestigungsvorrichtung
Laufrollen 20 und 21 vorgesehen, welche in der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Arbeitsposition
insbesondere in der durch die beiden Klemmkeile 18 und 19 fixierten Lage von der Standfläche
22 des Untergrundes bzw. vom Schienenelement 13 geringfügig abgehoben sind. Es ist
leicht vorstellbar, daß nach dem Entfernen der beiden Klemmkeile 18 und 19 die gesamte
Vorrichtung 1 im Bereich der beiden Laufrollen 20 und 21 abgesenkt wird, so daß die
Vorrichtung mit den beiden Laufrollen 20 und 21 auf der Standfläche 22 des Untergrundes
steht. Durch diese Laufrollen 20 und 21 kann das Aus- bzw. Einhängen der Befestigungsvorrichtung
17 mit seiner Profilschiene 10 aus bzw. in das Schienenelement 13 in einfacher Weise
durchgeführt werden. Desweiteren ist ein Verfahren der gesamten Vorrichtung 1 über
deren Laufrollen 20 und 21 an einen anderen Standort in einfacher Weise durchführbar.
[0036] Wie aus Fig. 1 und 2 weiter ersichtlich ist, ist der Standfuß 3 auf seiner den Laufrollen
20 und 21 gegenüberliegenden Seite mit einem Stützfuß 23 versehen, der beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel aus einer Stützplatte 24 sowie einem auf der Standfläche 22 des
Untergrundes aufliegenden Stützsockel 25 besteht. Um einen seitlichen Halt der Richtsäule
2 auf ihrem Standfuß 3 zu gewährleisten, sind auch seitlich neben der Richtsäule 2
zwei Stützstege 26 und 27 vorgesehen, welche einerseits mit der Richtsäule 2 und andererseits
mit der Standplatte 5 beispielsweise verschweißt sind. Um einen stabilen Halt der
Standplatte 5 am Standfuß 3 der Richtsäule 2 zu gewährleisten, sind desweiteren rückwärtig
zwei kleiner dimensionierte Aussteifungsstege 28 und 29 vorgesehen.
[0037] Es ist ersichtlich, daß bei in Richtung des Pfeiles
P2 wirkenden Zugkräften an der Richtsäule 2 über den Stützfuß 23 sowie die mit dem Schienenelement
13 in Eingriff stehende Befestigungsvorrichtung 17 stabil aufgenommen werden. Dabei
ist der Horizontalschenkel 14 der Profilschiene 10 entgegengesetzt zum Stützfuß 23
bzw. zur Kraftrichtung
P2 angeordnet. In der in Fig. 1 dargestellten Arbeitsposition stütz sich die Befestigungsvorrichtung
17 selbst durch die Aussteifungsstege 6, 7, 8 und 9 ebenfalls auf der Standfläche
22 ab, so daß auch schon bei kleineren Zugkräften in Richtung des Pfeiles
P2 ein ausreichender Halt des Standfußes 3 im Schienenelement 13 über die Befestigungsvorrichtung
17 sicher gewährleistet ist. D.h., daß der Stützfuß 23 für kleinere Zugkräfte bzw.
in Richtung des Pfeiles
P2 wirkende Zug- oder Druckkräfte nicht zwingend erforderlich ist.
[0038] Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Befestigungsvorrichtung
17 auch als separate Tragvorrichtung 30 ausgebildet sein, wie dies beispielhaft in
den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Die Tragvorrichtung 30 ist in Fig. 3 von ihrer Rückseite
her in perspektivischer Unteransicht dargestellt. Mit Rückseite ist hier die Seite
gemeint, auf welcher im Einsatz die Aufnahmeverzahnung 4, wie diese beispielhaft in
den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, angeordnet ist. Die Tragvorrichtung 30 weist ebenfalls
eine Standplatte 31 auf, die eben ausgebildet ist. An der Unterseite dieser Standplatte
31 ist eine L-förmige Profilschiene 32 vorgesehen, die mit ihrem vertikal verlaufenden
Profilschenkel 33 unterseitig mit der Standplatte 31 verbunden, beispielsweise verschweißt
ist. Desweiteren weist die Profilschiene 32 einen etwa rechtwinklig zum vertikalen
Profilschenkel 33 rückwärtig abgebogenen Horizontalschenkel 34 auf, mit welchem die
Tragvorrichtung 30 formschlüssig, beispielsweise mit dem Schienenelement 13 aus Fig.
1 in Eingriff gebracht werden kann. Die Profilschiene 32 erstreckt sich, wie aus den
Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, zumindest annähernd über die gesamte Breite der Standplatte
31. Zur Aussteifung der Befestigungsvorrichtung 30 sind im Bereich des vertikalen
Profilschenkels 33 sowie der Standplatte 31 mehrere Aussteifungsstege 35, 36, 37,
38, 39, 40, 41 und 42 vorgesehen, welche beim vorliegenden Ausführungsbeispiel den
vertikal verlaufenden Profilschenkel 33 der Profilschiene 32 durchragen, wie dies
insbesondere auch aus Fig. 4 erkennbar ist. Die beiden mittleren Aussteifungsstege
38 und 39 sowie die außen liegenden Aussteifungsstege 35 und 42 sind nach vorne hin
verlängert ausgebildet und jeweils mit einer Standfläche 95, 96, 97 und 98 versehen,
mit welchen die Aussteifungsstege 35, 38, 39 und 46 im Betriebszustand auf der Standfläche
des Untergrundes feststehend aufliegen, wie dies insbesondere in Fig. 1 für die Aussteifungsstege
6 bis 9 der ersten Ausführungsform der Vorrichtung 1 dargestellt ist.
[0039] Zur Ortsveränderung der Tragvorrichtung 30 weist diese eine Tragplatte 91 auf, über
welche die Tragvorrichtung 30 von einem Schienenelement zu einem anderen Schienenelement
eines Richtrahmens oder einer Richtbank transportiert werden kann. Diese Tragplatte
91 ist dabei derart abgebogen ausgebildet, daß sie mit ihrem äußeren Griffteil 92
etwa in der Schwerpunktsebene 113 der Tragvorrichtung 30 liegt (siehe Fig. 7). Dadurch
wird erreicht, daß die Tragvorrichtung 30, wenn sie über das Griffteil 92 manuell
angehoben wird automatisch etwa vertikal ausgerichtet wird und so einfach aus einem
Schienenelement ausgehängt und transportiert werden kann. Um mit einer Hand einfach
in das Griffteil 92 eingreifen zu können, ist ein entsprechender, im wesentlichen
oval ausgebildeter Durchbruch 99 vorgesehen.
[0040] Zur feststehenden Befestigung der Tragvorrichtung 30 auf einem Schienenelement 13
sind beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Klemmkeile 43 und 44 vorgesehen, die
durch zwei passende Durchbrüche 45 und 46 des vertikalen Profilschenkels 33 zur Herstellung
einer Klemmverbindung mit dem Untergrund bzw. der Standfläche eingebracht werden können,
wie dies insbesondere aus Fig. 4 für den Klemmkeil 43 in Phantomlinien dargestellt
ist. Zur möglichst optimalen Einleitung der Klemmkräfte auf die Tragvorrichtung 30
weist diese unterseitig an der Standplatte 31 im Bereich der beiden Durchbrüche 45
und 46 jeweils rückseitig ein Stützelement 47 bzw. 48 auf, deren unterseitige Stützflächen
49 und 49/1 bei eingebrachten Klemmkeilen 43 und 44 reibschlüssig mit diesen in Verbindung
stehen. Aufgrund dieser Stützflächen wird die Reibfläche zwischen den Stützelementen
47, 48 bzw. den Durchbrüchen 45 und 46 und den Klemmkeilen 43 und 44 entsprechend
vergrößert, so daß eine Verformung auch bei größeren Klemmkräften sowohl der Durchbrüche
45 und 46 als auch der Klemmkeile 43 und 44 wirksam verhindert wird. Zur optimalen
Übertragung der Klemmkräfte sind jeweils die Aussteifungsstege 36, 37 sowie 40 und
41 vorgesehen, die jeweils den Durchbrüchen 45 und 46 benachbart angeordnet sind.
Durch diese Aussteifungsstege 36, 37 und 40, 41 wird somit auch bei höheren Klemmkräften
eine Verformung der Tragvorrichtung 30 wirksam verhindert.
[0041] Desweiteren weist die Tragvorrichtung 30 zwei Laufräder 50 und 51 auf, die auf zwei
Lagerachsen 52 und 53 jeweils in den äußeren, seitlichen Endbereichen der Tragvorrichtung
30 gelagert sind. Die Lagerachsen 52 und 53 verlaufen dabei mit ihrer Längsmittelachse
54 bzw. 55 quer zur Tragvorrichtung 30, so daß die Tragvorrichtung 30 bei gelösten
Klemmkeilen 43, 44 auf den Laufrädern 50 und 51 entlang eines Schienenelementes 13
in einfacher Weise verfahren werden kann. Zur Montage der Laufräder 50 und 51 sind
entsprechende Montageschrauben 56 und 57 vorgesehen, über welche die Laufräder 50
und 51 auf der entsprechend zugeordneten Lagerachse 52 bzw. 53 drehbar gehalten werden.
Wie aus Fig. 3 weiterhin erkennbar ist, weisen die Laufräder 50, 51 rückseitig umlaufende,
radial nach außen vorstehenden Führungsstege 58 und 59 auf, welche im montiertem Zustand
der Laufräder 50, 51 etwa im Bereich des vertikalen Profilschenkels 33 der Profilschiene
32 angeordnet sind, wie dies weiter unten noch näher erläutert wird. Zur Befestigung
der Lagerachsen 52 und 53 in den seitlichen Endbereichen der Tragvorrichtung 30 ist
jeweils eine etwa rechtwinklig abgebogene Stützplatte 60 bzw. 61 vorgesehen, die einerseits
mit der Standplatte 31 und andererseits mit den beiden außen liegenden Aussteifungsstegen
35 bzw. 42 beispielsweise verschweißt sind. Im Bereich der beiden montierten Laufräder
50 und 51 ist der Profilschenkel 33 jeweils mit entsprechenden Durchbrüchen 62, 63
versehen, in welchen die beiden Laufräder 50 und 51 mit ihren beiden Führungsstegen
58 und 59 angeordnet sind.
[0042] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, weisen die Aussteifungsstege 35 bis 42 rückwärtig
jeweils eine L-förmige, abgerundete Ausnehmung 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70 bzw. 71
auf, die zur Aufnahme von entsprechenden Lagerzapfen eines Standfußes einer Richtsäule
dienen, wie weiter unten noch näher beschrieben werden wird. Zu diesem Zweck ist im
Bereich zwischen den paarweise nebeneinander angeordneten Aussteifungsstegen 35, 36
bzw. 37, 38 bzw. 39, 40 sowie 41, 42 in der Standplatte 31 jeweils ein Aufnahmeschlitz
72, 73, 74 bzw. 75 vorgesehen.
[0043] In den Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform einer Richtsäule 76 dargestellt, welche
in ihrem unteren Endbereich einen Standfuß 77 sowie einen Stützfuß 78 aufweist. Diese
Richtsäule 76 ist mit ihrem Standfuß 77, wie dies aus Fig. 6 ersichtlich ist, mit
der Tragvorrichtung 30 aus den Fig. 3 und 4 zu einer kompletten erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1/1 kombinierbar. Dieses Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist in Fig.
6 beispielhaft dargestellt.
[0044] Die Richtsäule 76 ist rückseitig ebenfalls mit einer Aufnahmeverzahnung 79 versehen,
an welcher zum Richten von Karosserien von Fahrzeugen entsprechende Zug- und/oder
Druckvorrichtungen angesetzt werden können. Unterhalb dieser Aufnahmeverzahnung 79
ist der Standfuß 77 angeordnet, der mit der rückseitigen Außenfläche 80 der Richtsäule
76 in deren unterem Endbereich beispielsweise verschweißt ist. Der Stützfuß 77 weist
zwei vertikale seitliche Stützplatten 81 und 82 auf, deren Abstand beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel dem Abstand der beiden inneren Aufnahmeschlitze 73 und 74 der
Standplatte 31 der Tragvorrichtung 30 entspricht. Die Stützplatten 81, 82 weisen unterseitig
jeweils eine mittlere Standfläche 83 bzw. 84 auf, mit welchen der Standfuß 77 bei
der Montage mit der Tragvorrichtung 30 oberseitig auf der Standplatte 31 der Tragvorrichtung
30 aufliegt. Im hinteren Endbereich der Stützplatten 81 und 82 sind zwei vertikal
nach unten gerichtete, die Standflächen 83 und 84 nach unten überragende Haltelaschen
85 und 86 vorgesehen, welche an ihrem unteren Ende jeweils mit einem quer zu den Haltelaschen
85 bzw. 86 verlaufenden, die Haltelaschen 85 und 86 jeweils beidseitig überragenden
Kupplungszapfen 87 und 88 aufweisen. Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, greifen die beiden
Haltelaschen 85 und 86 im montierten Zustand passend in die beiden Aufnahmeschlitze
73 und 74 der Standplatte 31. Die beiden Kupplungszapfen 87 und 88 werden passend
in den entsprechenden L-förmigen Ausnehmungen 66, 67 sowie 68 und 69 aufgenommen.
Durch diese formschlüssige Verbindung kann die Richtsäule 76 in einfacher Weise mit
der Tragvorrichtung 30 verbunden und aus dieser wieder ausgehängt werden und ist auch
um die von den Kupplungszapfen 87 und 88 definierte Schwenkachse 89 relativ zur Tragvorrichtung
30 verschwenkbar. Der Stützfuß 78 ist an der Richtsäule auf deren der Aufnahmeverzahnung
79 gegenüberliegenden Vorderseite im unteren Endbereich der Richtsäule 76 der Aufnahmeverzahnung
79 gegenüberliegend angeordnet. An seinem freien Ende ist der Stützfuß 78 mit einer
starren, nach unten vorstehenden Stützplatte 90 versehen, mit welcher sich der Stützfuß
78 und somit die gesamten Richtsäule 76 im Einsatz auf der Standfläche einer Richtbank
oder eines Richtrahmens abstützt, so daß auch größere Zug- oder Druckkräfte, welche
in Richtung des Pfeiles P3 wirksam sind, durch den Stützfuß 78 in Zusammenwirken mit
der formschlüssigen Lagerung der Kupplungszapfen 87 und 88 an der Tragvorrichtung
30 sicher aufgenommen werden. Zur möglichst optimalen Kraftverteilung weist die Stützplatte
90 etwa eine Breite auf, die im wesentlichen dem Abstand der beiden Aussteifungsstege
37 und 41 der Tragvorrichtung 30 entspricht.
[0045] In den Fig. 7 und 8 ist die Tragvorrichtung 30 in einem am Schienenelement 13 aus
den Fig. 1 und 2 eingehängten Zustand im Schnitt entlang der Schnittlinie VII - VII
aus Fig. 4 dargestellt. Dabei zeigt Fig. 7 die Tragvorrichtung 30 in einem Zustand,
in welchem sie nicht durch die beiden Klemmkeile 43 bzw. 44 klemmend an dem Schienenelement
13 feststehend gehalten ist. Es ist leicht vorstellbar, daß die Tragvorrichtung 30
durch einfaches Verschwenken, beispielsweise in Richtung des Pfeiles P4, aus dem Schienenelement
13 herausnehmbar ist. In entsprechend umgekehrter Schwenkrichtung kann diese Tragvorrichtung
30 aus einer im wesentlichen vertikalen Lage in das Schienenelement 13 eingehängt
und in die in Fig. 7 dargestellte Lage gebracht werden. In dieser Position ragen die
Führungsstege 59 (58) der Laufräder 51 (50) in den von den beiden Haltestegen 15 und
16 gebildeten Führungsschlitz 12 des Schienenelementes 13 hinein. In Fig. 7 und 8
ist dabei lediglich das Laufrad 51 mit seinem Führungssteg 59 sichtbar, wobei die
Abmessungen der beiden Laufräder 50 und 51 identisch sind, so daß die nachfolgende
Beschreibung für beide Laufräder 50, 51 gilt. Die Breite des Führungssteges 59 ist
größer gewählt, als die Breite des vertikalen Profilschenkels 33 der Profilschiene
32, so daß beim Verfahren der Tragvorrichtung 30 entlang des Schienenelementes 13
die Profilschiene 32 mit ihrem Profilschenkel 33 nicht mit den Haltestegen 15 und
16 des Schienenelementes 13 in Berührung kommen kann. In der in Fig. 7 dargestellten
Position liegt das Laufrad 51 mit seiner radial kleiner ausgebildeten Lauffläche 94
auf dem in Fig. 7 links dargestellten Haltesteg 16 oberseitig auf und rollt auf diesem
beim Verfahren der Tragvorrichtung 30 in Längsrichtung des Schienenelementes 13 ab.
Dabei sind die Aussteifungsstege 35, 38, 39 und 42 mit ihren unterseitigen Auflageflächen
95, 96, 97 und 98 beim Verfahren entlang des Schienenelementes 13, wie dies aus Fig.
7 ersichtlich ist, vorzugsweise geringfügig von der Standfläche 22 des Untergrundes
anzuheben.
[0046] In Fig. 8 ist die Tragvorrichtung 30 durch die in die beiden Durchbrüche 45 und 46
des Profilschenkels 33 eingesetzten Klemmkeile 43 und 44 verkeilt und wird somit klemmend
an dem Schienenelement 13 gehalten, wobei hier ebenfalls nur der Klemmkeil 44 sichtbar
ist. Dabei stützen sich die Klemmkeile 43 und 44 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
im wesentlichen auf den beiden Haltestegen 15 und 16 des Schienenelementes 13 ab und
drücken die Tragvorrichtung 30 in ihrem hinteren Bereich in Richtung des Pfeiles P5
nach oben. Dadurch wird der etwa horizontal verlaufende Horizontalschenkel 34 der
Profilschiene 32 unterseitig gegen den Haltesteg 15 des Schienenelementes 13 gepreßt,
so daß die gesamte Tragvorrichtung 30 in dieser verkeilten Lage rückseitig angehoben
und klemmend am Schienenelement 13 festsitzend gehalten wird. Durch dieses rückseitige
Anheben der Tragvorrichtung 30 wird auch das Laufrad 51 mit seiner Lauffläche 94 von
der Oberseite des Haltsteges 16 angehoben. Gleichzeitig kippt die Tragvorrichtung
im Bereich seiner Aussteifungsstege 35 bis 42 nach unten ab und liegt dementsprechend
auf der Standfläche 22 des Untergrundes auf. Je nach Ausgestaltung des Schienenelementes
13 und der Profilschiene 10 kann das Laufrad 51 bzw. können die Laufräder 50 und 51
beim Einbringen der Klemmkeile 43 und 44 auch soweit angehoben werden, daß sie mit
ihren umlaufenden Führungsstegen 58, 59 vollständig oberhalb der beiden Haltestege
15 und 16 des Schienenelementes 13 liegen. In dieser in Fig. 8 dargestellten Arbeitsposition
ist die Tragvorrichtung 30 festsitzend auf der Standfläche 22 des Untergrundes bzw.
dem Schienenelement 13 fixiert. Nachdem die Tragvorrichtung 30 in ihrer Arbeitsposition
fixiert wurde, wird, wie in Fig. 8 in Phantomlinien dargestellt ist, die Richtsäule
76 mit ihrem Standfuß 77 mit der Tragvorrichtung 30 in Eingriff gebracht. Es ist erkennbar,
daß in diesem Zustand die Kupplungszapfen 87 und 88 passend in die L-förmigen, abgerundeten
Ausnehmungen 66, 67 bzw. 68 und 69 der entsprechend zugeordneten Aussteifungsstege
37, 38 und 39, 40 eingreifen. Aufgrund der abgerundeten Ausbildung der Ausnehmungen
66, 67, 68 und 69 bleibt der Standfuß 77 zusammen mit der Richtsäule 76 um die durch
die Kupplungszapfen 87 und 88 definierte Schwenkachse 89 (Fig. 5) verschwenkbar, so
daß die Richtsäule 76 in einfacher Weise vertikal ausgerichtet werden kann. Wie aus
Fig. 8 weiter ersichtlich ist, liegt der Stützfuß 77 mit den unteren Standflächen
83 und 84 seiner Stützplatten 81 und 82 zumindest im hinteren, in der Zeichnung rechten
Endbereich der Standplatte 31 auf dieser auf. Es versteht sich, daß der Verlauf dieser
Standflächen 83 und 84 auch dem leicht nach vorne hin geneigten Verlauf der Standplatte
31 angepaßt sein kann oder daß die Standplatte 31 in diesem verkeilten Zustand der
Tragvorrichtung 30 einen horizontalen Verlauf aufweist, so daß die Standflächen 83
und 84 eben auf der Oberseite der Standplatte 31 aufliegen.
[0047] Fig. 9 und 10 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Richtsäule 100, welche
mit der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Tragvorrichtung 30 zu einer kompletten erfindungsgemäße
Vorrichtung kombinierbar ist. Rückseitig ist die Richtsäule 100 ebenfalls mit einer
Aufnahmeverzahnung 101 versehen. Im unteren Endbereich ist ebenfalls ein Standfuß
102 vorgesehen, dessen Ausgestaltung im wesentlichen der Ausgestaltung des Standfußes
77 aus Fig. 5 entspricht. Zusätzlich zu den beiden Kupplungszapfen 87 und 88 sind
die beiden nach unten ragenden Haltelaschen 85 und 86 mit zwei Laufrollen 103 und
104 versehen, welche über eine entsprechende Lagerachse 105, die parallel zur Schwenkachse
89 der Kupplungszapfen 87 und 88 verläuft, drehbar gelagert sind. Wie aus Fig. 9 ersichtlich
ist, ist die Richtsäule 100 auf den Laufrollen 103 und 104, nachdem sie in Richtung
des Pfeiles P6 gekippt wurde, frei auf der Standfläche 22 des Untergrundes verfahrbar.
Auf seiner der Aufnahmeverzahnung 101 gegenüberliegenden Seite weist der Standfuß
102 ebenfalls einen Stützfuß 107 auf, welcher an seinem äußeren Ende eine höhenverstellbare
Stützvorrichtung 108 aufweist. Diese Stützvorrichtung 108 besteht beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel aus einem etwa parallel zur Richtsäule 100 verlaufenden Führungszylinder
109, in welchem eine Stellspindel 110 axial verschiebbar geführt ist. Am unteren Ende
der Stellspindel 110 ist eine Standplatte 111 vorgesehen, über welche sich die Stellspindel
110 auf der Standfläche 22 des Untergrund abstützt. Zur Höhenverstellung und damit
zur Ausrichtung der Richtsäule 100 dient eine von Hand betätigbare Stellmutter 112,
welche auf der Stellspindel 110 unterhalb des Führungszylinders 109 angeordnet ist.
Durch Verdrehen dieser Stellmutter 112 wird die Stellspindel 110 im Führungszylinder
109 in Richtung des Doppelpfeiles P7 nach oben oder nach unten in axialer Richtung
des Führungszylinders 109 verstellt. Dadurch wird eine Schwenkbewegung der Richtsäule
100 um die durch die Kupplungszapfen 87 und 88 definierte Schwenkachse 89 bewirkt,
so daß eine Ausrichtung der Richtsäule 100 in einfacher Weise durchführbar ist. Um
sicherzustellen, daß sich in unbelastetem Zustand des Standfußes 107 beim Einstellen
der Stellmutter 112 die Stellspindel 110 nicht relativ zum Führungszylinder 109 verdreht
wird, weist der Führungszylinder 109 einen Axialschlitz 114 auf, in welchem ein axial
verschiebbarer Führungszapfen 115 vorgesehen ist. Dieser Führungszapfen 115 ist in
die Stellspindel 110 radial eingeschraubt, so daß ein Verdrehen der Stellspindel 110
relativ zum Führungsrohr 109 beim Einstellvorgang sicher verhindert wird. Aufgrund
der axialen Begrenzung des Axialschlitzes 114 dient der Führungszapfen 115 gleichzeitig
als Hubbegrenzung beim Verstellen der Stellmutter 112. Außerdem wird durch den Führungszapfen
115 ein Herausrutschen der Stellspindel 110 aus dem Führungsrohr 109 in entlastetem
Zustand sicher verhindert.
[0048] Diese in den Fig. 9 und 10 dargestellte höhenverstellbare Stelleinrichtung kann selbstverständlich
auch für den Stützfuß 24 des Ausführungsbeispieles der Fig. 1 oder auch für den Stützfuß
78 des Ausführungsbeispieles der Fig. 5 vorgesehen sein.
[0049] Fig. 11 zeigt beispielhaft ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1/2 im Einsatz. Die Darstellung ist dabei vereinfacht gewählt, da hier
nur die prinzipielle Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung allgemein dargestellt
werden soll. Es ist erkennbar, daß die Richtsäule 116 mit ihrem Stützfuß 117 über
die unterseitig am Stützfuß 117 angeordnete Befestigungsvorrichtung 118 über deren
L-förmig profilierte Profilschiene 119 in das Schienenelement 13 eingehängt ist. Die
Befestigungsvorrichtung 118 ist durch Klemmkeile 120 feststehend auf der Standfläche
22 des Untergrundes bzw. auf dem Schienenelement 13 fixiert. Die Richtsäule 116 ist
ebenfalls in die Befestigungsvorrichtung 118, welche bei diesem Ausführungsbeispiel
ebenfalls eine separate Tragvorrichtung bildet, formschlüssig mit ihren Kupplungszapfen
121 eingehängt.
[0050] Rückseitig ist am oberen Ende der Richtsäule eine Haltezunge 208 vorgesehen, welche
zum einhängen einer Rückhaltekette 126 dient, wie dies beispielhaft in Phantomlinien
dargestellt ist. Zum Einhängen der Rückhaltekette 126 weist die Haltezunge 208 eine
Halteöse 209 auf, wie dies aus der Draufsicht der Fig. llb ersichtlich ist. Diese
Halteöse 209 weist zum Hindurchstecken der Rückhaltekette 126 einen etwa kreisrunden
Durchbruch 210 auf, dessen Durchmesser zumindest minimal größer ist, als die maximale
Breite der Rückhaltekette 126. Rückwärtig in Zugrichtung der Rückhaltekette 126 ist
ein in den Durchbruch 210 mündender Einhängeschlitz 211 vorgesehen, mit welchem die
Rückhaltekette nach dem Hindurchstecken durch den Durchbruch 210 festsitzend in Eingriff
gebracht wird.
[0051] Im oberen Endbereich der Richtsäule 116 ist über entsprechende Montagezapfen 122
eine Befestigungsmanschette 123 feststehend montiert. Diese Befestigungsmanschette
123 kann aufgrund in unterschiedlichen Höhenlagen angeordneten Montagebohrungen 124
stufenweise in unterschiedlichen Höhenlagen an der Richtsäule 116 feststehend angeordnet
werden. Rückseitig ist die Richtsäule 116 ebenfalls wiederum mit einer Aufnahmeverzahnung
125 versehen, welche ebenfalls bei bestimmten Richtarbeiten als Befestigungsmöglichkeit
für entsprechende Zug- bzw. Druckeinrichtungen dient. Von der Befestigungsmanschette
123 führt beim vorliegenden Einsatzbeispiel zwei Rückhalteketten 126, von welchen
nur einer in Fig. 11 sichtbar ist zu einem weiteren im die Standfläche 22 bildenden
Untergrund eingelassenen Schienenelement 127. Die Rückhalteketten 126 sind jeweils
über einen Haltekloben 128 mit dem Schienenelement 127 fest verbunden, wobei in Fig.
11 ebenfalls nur einer der Haltekloben 128 sichtbar ist. Um einen möglichst sicheren
Stand der Richtsäule 116 auch bei schräg angreifenden Zugkräften zu erreichen, sind
die beiden Rückhalteketten ausgehend von der Befestigungsmanschette 129 vorzugsweise
divergierend zueinander verlaufen zum Schienenelement 127 hin abgespannt.
[0052] Die Befestigungsmanschette 123 weist auf ihrer, die Richtsäule 116 frontseitig abdeckenden
Stirnseite mehrere Halteösen 129 auf, in welche die jeweiligen oberen Enden der Rückhalteketten
126 eingehängt sind. Um nun die Rückhaltewirkung beim Einsatz der Rückhaltekette 126
zu optimieren, kann beim vorliegenden Ausführungsbeispiel der Stützfuß 130 mit seiner
Stellvorrichtung 131 dienen. Die Stellvorrichtung 131 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
identisch ausgebildet wie die Stellvorrichtung 108 des Ausführungsbeispieles gemäß
Fig. 9. Durch entsprechende Einstellung der Stellvorrichtung 131 kann die Richtsäule
116 beispielsweise in Richtung des Pfeiles P8 nach vorne verschwenkt werden, bis die
Rückhaltekette 126 straff gespannt ist. Anschließend kann die in Fig. 11 beispielhaft
dargestellte Zugvorrichtung 133 zwischen der Befestigungsmanschette 123 und einem
auf einer Richtbank 134 angeordneten Fahrzeug 135 angeordnet werden. Bei Betätigung
der Zugvorrichtung 133 bzw. deren Aktivierung über beispielsweise einen Fußschalter
136 wird beim vorliegenden Ausführungsbeispiel auf das Fahrzeug 135 bzw. auf das entsprechend
zu richtende Karosserieteil über die Zugvorrichtung 133 eine Zugkraft ausgeübt, die
über die Befestigungsmanschette 123 und die Rückhaltekette 126 in den Untergrund abgeleitet
wird. Bei geringeren Zugkräften ist dabei auch vorgesehen, die Vorrichtung gemäß des
Ausführungsbeispieles nach der Fig. 11 ohne die Rückhaltekette 126 zu verwenden. In
diesem Falle werden sämtliche Zugkräfte über die Befestigungsmanschette 123, die Richtsäule
116, den Standfuß 117 mit seiner Befestigungsvorrichtung 118 sowie den Stützfuß 130
mit seiner Stellvorrichtung 131 in den Untergrund 22 bzw. das Schienenelement 13 abgeleitet.
[0053] Fig. 11a zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des oberen Endbereiches eines weiteren
Ausführungsbeispiels einer Befestigungsmanschette 123/1. Diese Befestigungsmanschette
weist mehrere wechselweise übereinander angeordnete Halteösen 129/1 und 129/2 auf.
Die Halteösen 129/1 und 129/2 sind gruppenweise spiegelsymmetrisch bezüglich der vertikalen
Mittelebene 133 der Richtsäule 116 (Fig. 11b) angeordnet und dienen gruppenweise zum
Einhängen beispielsweise einer Rückhaltekette 126 auf der rechten oder linken Seite
der Befestigungsmanschette 123/1. Fig. 11b zeigt dabei einen Teilschnitt Y - Y aus
Fig. 11 in welcher der Aufbau der Halteöse 129/2 dargestellt ist.
[0054] Die Halteöse 129/2 weist einen kreisrunden Durchbruch 129/3 auf, durch welchen beispielsweise
die Rückzugkette hindurch gesteckt werden kann. An diesen Durchbruch 129/3 schließt
sich ein im wesentlichen horizontal verlaufender Einhängeschlitz 129/4 an, mit welchem
die Rückhaltekette festsitzend in Eingriff gebracht werden kann. Die Halteöse 129/1
ist in entsprechender Weise spiegelsymmetrisch aufgebaut. Somit lassen sich durch
die vorgesehene Befestigungsmanschette 123/1 und auch 123 Zug- und Druckeinrichtung
und auch beispielsweise Rückhalteketten äußerst variabel einsetzen, wodurch die Stabilität
und die Handhabbarkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1/2 erheblich verbessert
wird.
[0055] Fig. 12 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
1/3 im Einsatz. Bei der Vorrichtung 1/3 ist ebenfalls eine Richtsäule 140 mit einer
rückwärtigen Aufnahmeverzahnung 141, die Befestigungsmanschette 123, ein Standfuß
142 sowie der Stützfuß 130 mit seiner Stellvorrichtung 131 vorgesehen. Am oberen Ende
der Richtsäule 140 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Ausleger 143 angeordnet,
an welchem eine Zugeinrichtung 144 in unterschiedlichen Abständen zur Richtsäule 140
montierbar ist. Dazu weist der Ausleger 143 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
mehrere Aufnahmebohrungen 145 auf, mit welchen die Zugeinrichtung 144 beispielsweise
über einen Steckzapfen 146 wahlweise verbindbar ist. Anstatt dieser Aufnahmebohrungen
145 oder zusätzliche zu diesen Aufnahmebohrungen 145 kann der Ausleger 143 auch teleskopartig
verlängerbar ausgebildet sein (in der Zeichnung nicht dargestellt), wodurch dessen
Reichweite insgesamt variabel einstellbar ist. Die Zugvorrichtung 144 kann beispielsweise,
wie in Fig. 12 dargestellt, aus zwei seitlich am Ausleger 143 befestigten Haltelaschen
147, von welchen in Fig. 12 nur eine sichtbar ist, und einer Zugkette 148 gebildet
sein.
[0056] Der Ausleger 143 ist am oberen Ende der Richtsäule 140 über eine Zapfenverbindung
149 schwenkbar gelagert. Zum Verschwenken des Auslegers 143 um die gelenkige Zapfenverbindung
149 weist der Ausleger einen rückwärtigen Verlängerungsabschnitt 150 auf, welcher
über eine Zugvorrichtung, bestehend aus einem ersten Kettenabschnitt 151, einem hydraulischen
oder pneumatischen Zugzylinder 152 sowie einem zweiten Kettenabschnitt 153 gebildet
wird, mit der Befestigungsmanschette 123 verbunden ist. Durch Aktivierung des Zugzylinders
152 über beispielsweise einen Fußschalter 154 wird der hintere Verlängerungsabschnitt
150 des Auslegers 143 nach unten gezogen, so daß der Ausleger 143 selbst mit seiner
Zugeinrichtung 144 im wesentlichen vertikal nach oben geschwenkt wird und somit zu
richtende Fahrzeugteile in ihre ursprüngliche Form verformt werden können. Aufgrund
der größeren Länge des Auslegers 143 treten dabei auch höhere Kippmomente an der Richtsäule
140 auf. Um diese höheren Kippmomente aufnehmen bzw. in den Untergrund 22 ableiten
zu können, wurde zu Fig. 11 bereits die Möglichkeit einer Rückhaltekette beschrieben.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel hingegen ist zur Aufnahme dieser größeren Kippmomente
ein Schwenkstützhebel 155 vorgesehen, welcher im Bereich des Stützfußes 142 drehbar
über eine Zapfenverbindung 156 an der Richtsäule 140 gelagert ist. An seiner rückwärtigen
Verlängerung weist der Schwenkstützhebel 155 eine Zugplatte 157 auf, welche über eine
weitere Zugkette 158 mit dem unteren Ende der Befestigungsmanschette 123 verbunden
ist. Durch die Zugkette 158 wird die durch das bei Belastung auftretende Kippmoment
hervorgerufene Zugkraft auf die Zugplatte 157 und damit auf den Schwenkstützhebel
155 übertragen. Diese Kraft wird über den vorderen Stützabschnitt 159, welcher sich
auf der Standfläche 22 des Untergrundes mit seinem vorderen Ende abstützt, in den
Untergrund abgeleitet. Der Stützabschnitt 159 ist dabei länger ausgebildet, als beispielsweise
der Stützfuß 130 mit seiner Stellvorrichtung 131, so daß auch ein größeres Kippmoment
durch den Stützabschnitt 159 bzw. durch den gesamten Schwenkstützhebel 155 aufgenommen
werden kann. Desweiteren ist in Fig. 12 ebenfalls ersichtlich, daß der Stützfuß 142
über eine Befestigungsvorrichtung 160 und dessen Profilschiene 161 formschlüssig mit
dem Schienenelement 13 in Eingriff steht, wie dies bereits zu den vorangegangenen
Ausführungsbeispielen beschrieben wurde. Aus Fig. 12 ist desweiteren ersichtlich,
daß das zu richtende Fahrzeug 162 auf einer Richtbank 163 feststehend angeordnet ist.
Diese Richtbank 163 ist über mehrere kettenförmige Halteeinrichtungen 164 feststehend
mit im vorliegenden Falle zwei in den die Standfläche 22 bildenden Untergrund eingelassenen
Winkelschienen 165 feststehend verbunden. Die Richtbank 163 ist beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel als verfahrbarer Wagen ausgebildet, der dementsprechend durch
diese Halteeinrichtungen 164 ortsfest fixiert werden muß, um die entsprechenden Richtarbeiten
am Fahrzeug 162 durchführen zu können.
[0057] In den Fig. 13 und 14 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1/4 dargestellt, deren Aufbau im wesentlichen der Vorrichtung 1/3 aus
Fig. 12 entspricht. Die Vorrichtung 1/4 unterscheidet sich von der Vorrichtung 1/3
im wesentlichen dadurch, daß deren eigentliche Richtsäule 170 aus zwei, koaxial zueinander
verlaufenden, mit gleichem Querschnitt versehenen Säulenelementen 171 und 172 gebildet
wird. Im unteren Endbereich des unteren Säulenelementes 172 ist, entsprechend der
Ausführungsform 1/3 aus Fig. 12 ein Standfuß 142 vorgesehen, welcher über die Befestigungsvorrichtung
160 im Schienenelement 113 formschlüssig in Verbindung steht. Die weitere Ausgestaltung
im Bereich des unteren Endes des zweiten Säulenelementes 172 entspricht identische
der Ausgestaltung der Ausführungsform 1/3, so daß auch dieselben Bezugsziffern verwendet
wurden. Insoweit wird auch auf die Beschreibung bezüglich der Ausgestaltung sowohl
des Standfußes 142, der Befestigungsvorrichtung 160 sowie des Schwenkstützhebels 155
und auch des Stützfußes 130 auf die Beschreibung zu Fig. 12 verwiesen. Das obere Säulenelement
171 weist an seinem unteren Ende zum unteren Säulenelement 172 ein in der Zeichnung
gestrichelt dargestelltes Einsteckrohr 173 auf, mit welchem das obere Säulenelement
171 passend in das untere Säulenelement 172 eingesteckt ist. Durch diese zweiteilige
Ausbildung der Richtsäule 170 wird ein variabler Einsatz ermöglicht und auch die Handhabung
insbesondere beim Ortswechsel und auch in Anpassung an die entsprechende Richtaufgabe
erheblich vereinfacht.
[0058] Fig. 13 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
1/4 welche derart relativ zu einer Fahrzeugkarosserie 162 positioniert und ausgerichtet
ist, daß Zugkräfte auf die Fahrzeugkarosserie 162 ausgeübt werden können. Die Fahrzeugkarosserie
162 ist entsprechend der Ausgestaltung nach Fig. 12 ebenfalls auf der Richtbank 163
feststehend angeordnet, welche wiederum über die Halteeinrichtung 164 mit dem Untergrund
bzw. mit einer entsprechenden Winkelschiene 165 im Untergrund verankert ist. Die Befestigungsvorrichtung
160 ist mit ihrer Profilschiene 161 am rechten Haltesteg 15 des Schienenelementes
13 eingehängt und mittels der Klemmkeile 174 feststehend auf der Standfläche 22 des
Untergrundes bzw. am Schienenelement 13 fixiert. Von der am unteren Säulenelement
172 feststehend angeordneten Befestigungsmanschette 123 führt die Zugkette 158, wie
bereits zu Fig. 12 ausgeführt, zur Zugplatte 157 des Schwenkstützhebels 155, welcher
sich entsprechend der Beschreibung zu Fig. 12 auf der Standfläche 22 des Untergrundes
bei entsprechender Zugbelastung durch die beiden, in Fig. 13 vereinfacht dargestellten
Zugeinrichtungen 175 und 176 abstützt. Diese Zugeinrichtungen 175 und 176 sind jeweils
über einen zugehörigen Fußschalter 177 bzw. 178 aktivierbar, wodurch über die entsprechenden
Zugketten 179, 180 bzw. 181 und 182 Zugkräfte zum Richten der Fahrzeugkarosserie 162
aufgebracht werden können. Beim vorliegenden Anwendungsbeispiel ist die Zugkette 182
in eine der Halteösen 129 der Befestigungsmanschette 123 festsitzend eingehängt, während
die Zugvorrichtung 175 über die Zugkette 180 mit der Aufnahmeverzahnung 141 des oberen
Säulenelementes 171 in Verbindung steht.
[0059] Fig. 14 zeigt eine Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1/4, in welcher auf
die Fahrzeugkarosserie 162 Druckkräfte beispielsweise über einen hydraulischen Druckstempel
183 aufgebracht werden können. Dazu ist die gesamte Vorrichtung 1/4 um die vertikale
Längsmittelachse 184 der Richtsäule 170 um 180° gedreht auf der Standfläche 22 des
Untergrundes angeordnet. Dies bedeutet, daß die Vorrichtung 1/4 mit der Profilschiene
161 ihrer Befestigungsvorrichtung 160 anstatt mit dem rechten Haltesteg 15 des Schienenelementes
13 mit dessen linkem Haltesteg 16 formschlüssig in Eingriff steht. In dieser Arbeitsposition
wird die Vorrichtung 1/4 wiederum über die Klemmkeile 174 auf der Standfläche 22 des
Untergrundes bzw. am Schienenelement 13 feststehend fixiert. In dieser um 180° gedrehten
Lage stützt sich im Betrieb die Vorrichtung 1/4 über die Stellvorrichtung 131 ihres
Stützfußes 130 auf der Standfläche 22 des Untergrundes ab. Bei größeren, durch den
Druckstempel 183 auf die Fahrzeugkarosserie 162 aufgebrachten Druckkräften kann sich
die Vorrichtung 1/4 zusätzliche über ihren Schwenkstützhebel 155 auf der Standfläche
des Untergrundes abstützen. Es ist erkennbar, daß durch einfaches "Aushängen" der
Vorrichtung 1/4 aus dem Schienenelement 13 und eine Drehung um 180° und erneutes "Einhängen"
in das Schienenelement 13 diese in einfachster Weise von der in Fig. 13 dargestellten
Zugfunktion in die in Fig. 14 dargestellte Druckfunktion umgerüstet werden kann. Der
Druckstempel 183 steht dabei formschlüssig mit einer der Halteösen 129 der Befestigungsmanschette
123 in Verbindung. Aus Fig. 14 ist weiter ersichtlich, daß je nach Einsatzzweck die
Richtsäule 170 auch ohne ihr oberes Säulenelement 171 (Fig. 13) eingesetzt werden
kann, indem dieses in einfacher Weise vom unteren Säulenelement 172 abgenommen wird.
Anstatt zweiteilig kann die Richtsäule 170 auch drei- oder mehrteilig ausgebildet
sein.
[0060] In den Fig. 15 bis 18 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1/5 in unterschiedlichen Darstellungen gezeigt. In der in Fig. 15 dargestellten
Rückansicht ist erkennbar, daß die Richtsäule 185 der Vorrichtung 1/5 zweiteilig ausgebildet
ist und aus einem äußeren Teleskoprohr 186 besteht, das höhenverstellbar auf einem
inneren Teleskoprohr 187 auf diesem axial verschiebbar gelagert ist.
[0061] Desweiteren weist die Vorrichtung 1/5 einen separaten Standfuß 188 auf, an welchem
beim vorliegenden Ausführungsbeispiel die Richtsäule 185 um einen quer zur separaten
Tragvorrichtung 189 verlaufenden Lagerzapfen 190 schwenkbar gelagert befestigt ist.
Es ist auch vorgesehen, die Richtsäule 185 lösbar, aber festsitzend mit dem Standfuß
188 zu verbinden. Eine solche Verbindung kann ähnlich ausgestaltet sein wie die Steckverbindung
zwischen dem oberen und unteren Säulenelement 171 und 172 der Richtsäule 170 gemäß
des Ausführungsbeispiels aus Fig. 13 und 14.
[0062] Der Standfuß 188 weist entsprechend der vorangegangen beschriebenen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ebenfalls zwei Kupplungszapfen 87 und 88 auf, mit
welchen er in entsprechenden Aussteifungsstegen 35 und 36 der Tragvorrichtung 189
formschlüssig in Eingriff bringbar ist. In diesem montierten Zustand ist der Standfuß
188 zusammen mit der montierten Richtsäule 185 um eine parallel zur Tragvorrichtung
189 im wesentlichen horizontal verlaufende Schwenkachse 89 verschwenkbar, die gleichzeitig
rechtwinklig zum Lagerzapfen 190 verläuft.
[0063] Wie aus den Fig. 15 und 16 weiter ersichtlich ist, ist auf den Kupplungszapfen 87
und 88 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils eine Laufrolle 20 bzw. 21 drehbar
gelagert, über welche die Richtsäule 185 zusammen mit dem Standfuß 188 zum Ortswechsel
auf der Standfläche 22 des Untergrundes frei verfahrbar ist. Desweiteren sind zum
Fixieren der Tragvorrichtung 189 an dem im Untergrund eingelassenen Schienenelement
13 ebenfalls zwei Klemmkeile 43 und 44 vorgesehen, welche zwischen der Tragvorrichtung
189 und dem Schienenelement 13 zur Lagefixierung der Tragvorrichtung 189 und somit
der gesamten Vorrichtung 1/5 klemmend eingebracht werden können. Desweiteren weist
die Tragvorrichtung 189 ebenfalls zwei Laufräder 50 und 51 auf, über welche bei entfernten
Klemmkeilen 43 und 44 die Tragvorrichtung 189 in Längsrichtung des Schienenelementes
13 verschoben werden kann. Somit ist die Vorrichtung 1/5 derart ausgebildet, daß ihre
Richtsäule 185 um zwei rechtwinklig zueinander, im wesentlichen horizontal verlaufende
Achsen des Lagerzapfens 190 und der Kupplungszapfen 87, 88 einerseits in Richtung
des Schwenkpfeils 195 und andererseits in Richtung des Schwenkpfeils 196 verschwenkt
werden kann. Dies hat den Vorteil, daß insbesondere beim Verschwenken um den Lagerzapfen
190 die Richtsäule 185 ohne Veränderung des Standortes der Tragvorrichtung 189 zur
optimalen Einstellung beim Richten einer Fahrzeugkarosserie den jeweiligen Anforderungen
in einfacher Weise angepaßt werden kann.
[0064] Zum Verschwenken der Richtsäule 185 in die jeweils gewünschte Arbeitsposition sind
beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei hydraulische Zug-/Druckzylinder 191 und
192 vorgesehen, durch deren einzelne oder gleichzeitige Aktivierung die Richtsäule
185 einerseits um den Lagerzapfen 190 und andererseits um die Schwenkachse 89 in die
gewünschte Arbeitsposition verschwenkt werden kann. Alternativ zu diesen Zug-/Druckzylindern
191, 192 könnten auch Spindelantriebe in entsprechender Anordnung vorgesehen sein.
Zum Verschenken der Richtsäule 185 verlaufen die Zug-/Druckzylinder 191 und 192 symmetrisch
zur Richtsäule 185 und von oben nach unten divergierend zueinander. Desweiteren sind
die Zug-/Druckzylinder 191 und 192 mit ihrem unteren Ende an einem Stützrahmen 193
schräg nach unten verlaufend angelenkt, wie dies insbesondere aus den Fig. 16 erkennbar
ist. Zur gelenkigen Verbindung mit dem Stützrahmen 193 sind außenseitig an diesem
entsprechende Stützlager 200 vorgesehen, von welchen in Fig. 16 lediglich das Stützlager
200 für den Zug-/Druckzylinder 191 erkennbar ist. Dieser Stützrahmen 193 erfüllt dabei
die Funktion der zu den bereits beschriebenen Ausführungsbeispielen genannten Stützfüße
und kann lösbar mit dem Standfuß 188 verbunden sein. In diesem Stützrahmen 193 ist
zur Energieversorgung bzw. zur Aktivierung der beiden Zug-/Druckzylinder 191 und 192
eine hydraulische Versorgungseinheit 194 vorgesehen, die den jeweils erforderlichen
Systemdruck zur Aktivierung der Zug-/Druckzylinder 191 und 192 erzeugt. Die Druckversorgungsleitungen
197 und 198 für die Zug-/Druckzylinder 191 und 192 sind beispielhaft in Fig. 15 und
18 dargestellt. Wie aus Fig. 16 und 18 weiter ersichtlich ist, sind die Zug-/Druckzylinder
191 und 192 über eine gemeinsame Haltemanschette 199 im unteren Bereich des inneren
Teleskoprohres 187 gelenkig mit diesem verbunden. Die Haltemanschette 199 ist dabei
beispielsweise über zwei Montagezapfen 201 feststehend am inneren Teleskoprohr 187
gehalten. Diese hydraulische Verstellung der Richtsäule 185 ist so ausgestaltet, daß
sie auch auf Richtsäulen anwendbar ist, welche an einem bestehenden Richtrahmen oder
einer fahrbaren Richtbank direkt oder an einem entsprechenden eines Richtrahmens oder
einer Richtbank schwenkbar montiert sind. Dabei ist die untere Tragvorrichtung 189
nicht unbedingt vorzusehen, da der separate Standfuß 188 auch direkt mit dem Richtrahmen
oder der Richtbank verbunden werden kann.
[0065] Fig. 17 stellt eine Schnittdarstellung durch den Standfuß 188 dar. Es ist erkennbar,
daß der Standfuß 188 mit seinen Laufrollen 20 (21) beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
auch im an der separaten Tragvorrichtung 189 eingerasteten Zustand noch auf der Standfläche
22 des Untergrundes steht. Die Laufrollen 20 und 21 werden erst bei Belastung im Einsatz
der Vorrichtung 1 geringfügig von der Standfläche 22 abgehoben. Aus Fig. 18 ist für
den Lagerzapfen 87 erkennbar, daß dieser bei auf der Standfläche 22 des Untergrundes
aufstehendem Laufrad 50 passend in eine entsprechende Ausnehmung des Aussteifungssteges
35 der Tragvorrichtung 189 eingeschoben werden kann, so daß sich zwischen dem Standfuß
188 und der Tragvorrichtung 189 eine stabile formschlüssige Verbindung ergibt. Die
Laufräder 50 (51) greifen mit ihrem radial erweiterten Führungssteg 58 (59) in den
durch das Schienenelement 13 gebildeten Führungsschlitz 12 ein, so daß die Tragvorrichtung
189 beim Verfahren entlang des Schienenelementes 13 geführt wird, wie dies bereits
zu Fig. 7 und 8 beschrieben wurde.
[0066] Aus dieser prinzipiellen Schnittdarstellung der Fig. 17 ist desweiteren erkennbar,
daß die Tragvorrichtung 189 mit dem Horizontalschenkel 34 ihrer L-förmigen Profilschiene
32 den einen Haltesteg 16 des Schienenelementes 13 untergreift, so daß im Betrieb
ein sicherer Halt am Schienenelement 13 und damit auf der Standfläche 22 des Untergrundes
gewährleistet ist.
[0067] Zur Höhenverstellung der Richtsäule 185 ist, wie dies aus Fig. 18 erkennbar ist,
ein doppelt wirkender Zug-/Druckzylinder 202 vorgesehen, der über zwei Druckleitungen
203 und 204 ebenfalls mit der hydraulischen Versorgungseinheit 194 in Verbindung steht.
Die Aktivierung des Zug-/Druckzylinders 202 kann dabei durch unmittelbar an der Vorrichtung
1/5 angeordnete Steuerelemente in Form von manuell oder elektrisch betätigbaren Steuerventilen
(in der Zeichnung nicht dargestellt) erfolgen. Es ist auch eine ferngesteuerte Aktivierung
über Kabel oder auch eine drahtlose Steuerung vorgesehen. Der Zug-/Druckzylinder 202
ist zum Anheben und Absenken des äußeren Teleskoprohres 186 relativ zum inneren Teleskoprohr
187 einerseits ortsfest über eine Zapfenverbindung 205 am inneren Teleskoprohr 187
und andererseits mit dem oberen Ende seiner Kolbenstange 206 über eine zweite Zapfenverbindung
207 mit dem äußeren Teleskoprohr 186 verbunden. Durch eine entsprechende Längenveränderung
des Zug-/Druckzylinders 202 wird somit das äußere Teleskoprohr 186 relativ zum inneren
Teleskoprohr 187 axial verschoben, so daß sich zwangsläufig eine Längenänderung der
Richtsäule 185 ergibt und somit die Richtsäule 185 in einfacher Weise den Erfordernissen
beim Richten einer Fahrzeugkarosserie angepaßt werden kann.
[0068] Es versteht sich, daß die einzelnen zu den obigen Ausführungsbeispielen beschriebenen
Merkmale und Merkmalskombinationen je nach den Anforderungen an die zu bewerkstelligenden
Richtarbeiten einer Fahrzeugkarosserie unterschiedlich miteinander kombinierbar sind.
So kann beispielsweise auch die Vorrichtung 1 aus den Fig. 1 und 2 mit einer zweiteiligen,
steckbaren oder teleskopartigen Richtsäule versehen sein. Andererseits kann auch das
Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 1/5 aus Fig. 15 bis 18 auch mit einer einteiligen
Richtsäule ausgestattet sein.
[0069] Allen Ausführungsbeispielen gemeinsam ist, daß diese über die jeweils vorgesehene
Befestigungsvorrichtung mit dem Untergrund bzw. mit einem im Untergrund eingelassenen
Schienenelement eines Richtrahmens oder mit einem entsprechend an einer fahrbaren
Richtbank angeordneten Schienenelement auswechselbar, formschlüssig in Eingriff gebracht
werden können, so daß die Vorrichtungen direkt am Schienenelement zum Durchführen
der Richtarbeiten auswechselbar und einfach positionierbar befestigt sind. Auch die
feststehende Fixierung über die Klemmkeile kann auf andere weise gelöst sein. So sind
auch entsprechend in der Befestigungsvorrichtung angeordnete und auf den Untergrund
wirkende Klemmschrauben oder dgl. vorstellbar.
[0070] Es sei noch erwähnt, daß die Richtsäulen der beschriebenen Ausführungsbeispiele einen
im wesentlichen rechteckigen oder auch rhombischen Querschnitt aufweisen können, wie
dies beispielhaft den Zeichnungsfiguren entnehmbar ist.
1. Vorrichtung (1, 1/1, 1/2, 1/3, 1/4, 1/5) zum Richten einer Karosserie (135, 162) eines
Fahrzeuges (135, 162) in Form einer im wesentlichen vertikal ausgerichteten Richtsäule
(2, 76, 100, 140, 170, 185), die in ihrem unteren Endbereich einen Standfuß (3, 77,
102, 117, 142, 188) aufweist, mit welchem die Richtsäule (2, 76, 100, 140, 170, 185)
auf einer Standfläche (22) eines ortsfesten Untergrundes oder einer fahrbaren Richtbank
aufstellbar ist und die zur Festlegung ihrer Arbeitsposition über ein oder mehrere
Befestigungselemente (126) mit in der Standfläche (22) eingelassenen, L- und/oder
C-förmig ausgebildeten Schienenelementen (13) feststehend verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Standfuß (3, 77, 102, 117, 142, 188) unterseitig eine im Betrieb vertikal
nach unten vorstehende Befestigungsvorrichtung (10, 17, 30, 32, 118, 119, 160, 161,
189) aufweist, mit welcher der Standfuß (3, 77, 117, 102, 142, 188) formschlüssig
mit einer der Schienenelemente (13) lösbar in Eingriff bringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung
(10, 17, 30, 32, 118, 119, 160, 161, 189) eine quer zur Richtsäule (2, 76, 100, 140,
170, 185) verlaufende, etwa L-förmig profilierte Profilschiene (10, 32, 119, 161)
aufweist, welche in der Arbeitsposition der Richtsäule (2, 76, 100, 140, 170, 185)
in das jeweilige Schienenelement (13) formschlüssig eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Standfuß (3, 77,
102, 117, 142, 188) durch eine lösbare Klemmvorrichtung, insbesondere durch wenigstens
einen Klemmkeil (18, 19, 43, 44, 120, 174), welcher zur feststehenden Halterung des
Standfußes (3, 77, 102, 117, 142, 188) auf der Standfläche (22) klemmend zwischen
den Standfuß (3, 77, 102, 117, 142, 188) und die Standfläche (22) und/oder den Schienenelementen
(13) bringbar ist, in seiner jeweiligen Arbeitsposition feststehend auf der Standfläche
(22) und/oder am Schienenelement (13) gehalten wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Standfuß (3,
102, 117, 188) der Richtsäule (2, 100, 116, 185) wenigstens eine Laufrolle (20, 21,
103, 104) vorgesehen ist, auf welcher der Standfuß (3, 102, 117, 188) zusammen mit
der Richtsäule (2, 100, 116, 185) zum Wechsel des Standorts verschoben werden kann.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
des Standfußes (3, 77, 102, 117, 142, 188) ein Stützfuß (23, 78, 107, 130, 193) vorgesehen
ist, über welchen sich die Richtsäule (2, 76, 100, 116, 140, 185) im Betrieb auf der
Standfläche (22) abgestützt und
daß der Stützfuß (107, 130) im Bereich seines freien Endes eine höhenverstellbare
Stützvorrichtung (108, 131) aufweist, durch deren Verstellung der Standfuß (102, 117,
142) zusammen mit der Richtsäule (100, 116, 140) um eine im wesentlichen horizontale,
etwa parallel zur Befestigungsvorrichtung (102, 118, 160) verlaufende Schwenkachse
(89) schwenkbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung
eine separate Tragvorrichtung (30, 118, 160, 189) bildet, mit welchem die Richtsäule
(76, 100, 116, 140, 185) über ihren Standfuß (77, 102, 117, 142, 188) abnehmbar verbunden
ist und,
daß die Tragvorrichtung (30, 189) mit wenigstens einem Laufrad (50, 51) versehen ist,
mit welchem die Tragvorrichtung (30, 189) bei gelöster Klemmvorrichtung (43, 44) entlang
des Schienenelementes (13), mit welchem die Tragvorrichtung (30, 189) in Eingriff
steht, verfahrbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Laufrad (50, 51) einen
umlaufenden, radial nach außen stehenden Führungssteg (58, 59) aufweist, mit welchem
das Laufrad (50, 51) beim Verfahren der Tragvorrichtung (30, 189) in einen vom Schienenelement
(13) gebildeten, nach oben offenen Führungsschlitz (12) eingreift, und
daß der Führungssteg (58, 59) in seiner Breite der Breite des Führungsschlitzes (12)
derart angepaßt ist, daß die durch den Führungsschlitz (12) des Schienenelementes
(13) hindurchragenden Teile (33) der Tragvorrichtung (30, 189) beim Verfahren der
Tragvorrichtung (30, 189) nicht mit dem Schienenelement (13) in Berührung kommen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragvorrichtung
(30) einen Haltegriff (91, 92) aufweist, mit welchem diese zum Wechsel des Standortes
transportiert werden kann.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Standfuß
(77, 188) an der Tragvorrichtung (30, 189) um eine horizontale, im wesentlichen parallel
zur Tragvorrichtung (30, 189) verlaufende Drehachse (89) schwenkbar gelagert ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen
Endbereich der Richtsäule (140) ein Ausleger (143) starr oder schwenkbar und auswechselbar
befestigt ist und,
daß der Ausleger (143) längenverstellbar ausgebildet ist und/oder daß am Ausleger
(143) mehrere Befestigungseinrichtungen (145) in unterschiedlichen Abständen von der
Richtsäule (140) zum Anbringen von Zug- oder Druckelementen (144) für das Richten
der Fahrzeugkarosserie (162) vorgesehen sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur rückwärtigen Abstützung
des Auslegers (143) eine Zugeinrichtung (151, 152, 153) vorgesehen ist, welche über
eine an der Richtsäule (140) lösbar befestigte Befestigungsmanschette (123) an einem
schwenkbar am Standfuß (142) der Richtsäule (140) gelagerten, separaten Schwenkstützhebel
(155) befestigt ist, der sich auf der Standfläche (22) abstützt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtsäule
(170, 185) aus wenigstens zwei separaten Säulenelementen (171, 171, 186, 187) gebildet
wird, und
daß die Säulenelemente (186, 187) der Richtsäule (185) teleskopartig ineinander gesteckt
sind und eine höhenverstellbare Richtsäule (185) bilden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Höhenverstellung der
Richtsäule (185) ein Stellantrieb (202) vorgesehen ist und
daß der Stellantrieb als doppelt wirkender Hydraulikzylinder (202) oder als Spindeltrieb
ausgebildet ist und innerhalb der Richtsäule (185) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Standfuß
(188) als separates Fußteil ausgebildet ist, mit welchem die Richtsäule (185) abnehmbar
verbunden ist und,
daß die Richtsäule (185) am Standfuß (188) um eine im wesentlichen quer zur Tragvorrichtung
(189) verlaufende Schwenkachse (190) schwenkbar gelagert ist und in unterschiedlichen
Schwenkpositionen feststellbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschwenken der Richtsäule
(185) im Bereich des Stützfußes (193) ein motorischer Stellantrieb (191, 192) vorgesehen
ist und,
daß der Stellantrieb durch zwei doppelt wirkende Hydraulikzylinder (191, 192) oder
jeweils einen Spindeltrieb gebildet wird, und
daß die Hydraulikzylinder (191, 192) bzw. Spindeltriebe derart zueinander angeordnet
sind, daß durch deren wechselseitige oder gleichzeitige Druckbeaufschlagung ein Verschwenken
der Richtsäule (185) um die quer zur Tragvorrichtung (189) verlaufende Schwenkachse
(Lagerzapfen 190) und auch um die parallel zur Tragvorrichtung (189) verlaufende Schwenkachse
(89) verschwenkt werden kann.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung
(10, 17, 30, 32, 118, 119, 160, 161, 189) zusammen mit der Richtsäule (2, 76, 100,
140, 170, 185) und deren Standfuß (3, 77, 102, 117, 142, 188) wahlweise in zwei um
180° zueinander gedrehte Stellungen mit einem C-förmigen Schienenelement (13) formschlüssig
in Eingriff gebracht werden kann.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen
Ende rückseitig an der Richtsäule (116) eine Haltezunge (208) vorgesehen ist, welche
zum Einhängen einer Rückhaltekette (126) mit einer aus einem etwa zylindrischen Durchbruch
(210) und einem Einhängschlitz (211) bestehenden Halteöse aufweist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Richtsäule (116) eine abnehmbare Befestigungsmanschette (123/1) vorgesehen ist, welche
zum Befestigen von Zug- und/oder Druckvorrichtungen (133) und/oder von Rückhalteketten
(126) mit ein oder mehreren Halteösen (129, 129/1, 129/2) versehen ist.