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EP 1 112 763 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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04.07.2001 Patentblatt 2001/27 |
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Anmeldetag: 13.12.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A63C 19/06 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
20.12.1999 DE 29922294 U
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Anmelder: Schaffelhuber, Stefan |
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80639 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Schaffelhuber, Stefan
80639 München (DE)
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Vertreter: Grünecker, Kinkeldey,
Stockmair & Schwanhäusser
Anwaltssozietät |
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Maximilianstrasse 58 80538 München 80538 München (DE) |
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(57) Die Erfindung betrifft eine Spielfeldbegrenzung für einen Tennisplatz mit einem rutsch-
und trittfesten, zwischen 30 und 60 cm, vorzugsweise 50 cm breiten Materialstreifen.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Spielfeldbegrenzung.
[0002] Kinder und Jugendliche werden zum Erlernen von Tennis üblicherweise auf normalen
Tennisplätzen trainiert, die in ihren Abmessungen auf Erwachsene ausgelegt sind und
an die Bedürfnisse von Anfängern und Kindern nicht optimal angepasst sind. Insbesondere
ist die Länge des Spielfeldes für Kinder und Jugendliche zu groß, so daß sie üblicherweise
beim Aufschlag nicht an der Grundlinie sondern an der Aufschlaglinie stehen und infolgedessen
für den Aufschlag und den Return nicht geschult werden können.
[0003] Es ist bereits bekannt, Kindern und Jugendlichen ein kleineres Spielfeld dadurch
zur Verfügung zu stellen, daß man bei einem normalen Spielfeld die eine Seite des
Feldes zwischen Aufschlaglinie und Grundlinie in Querrichtung in der Mitte durch ein
Netz abteilt und nur dieses kleinere Feld benutzt. Für absolute Anfänger mag diese
Lösung brauchbar sein, nicht aber für bereits etwas fortgeschrittene Schüler, für
die das Spielfeld dann nicht ausreichend lang und breit ist.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu finden, die
leicht an unterschiedliche Bedürfnisse von Tennisschülern anpaßbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Schutzanspruchs 1.
[0006] Mit einem als Spielfeldbegrenzung benutzten Materialstreifen, der ausreichend rutschfest
und trittfest ist, lassen sich auf einfache Weise die beiden zwischen den Aufschlaglinien
und Grundlinien liegenden Felder verkleinern, indem der Materialstreifen jeweils in
diesem Feld parallel zur normalen Grundlinie ausgelegt wird. Die beiden Materialstreifen
bilden dann die neuen Grundlinien. Vorzugsweise unterteilt man mit diesem Materialstreifen
das Feld für Tennisanfänger etwa in der Mitte zwischen Aufschlaglinie und Grundlinie.
Da dieser Materialstreifen leicht verschiebbar ist, läßt sich die Größe dieses "reduzierten"
Tennisfeldes leicht an die Bedürfnisse des Schülers anpassen. Für Jugendliche wird
man den Streifen näher an der normalen Grundlinie plazieren als für Kinder. Es ist
beabsichtigt, ein derartiges "reduziertes" Tennisfeld als Normfeld für Jugendliche
und Kinder publik zu machen, wobei dann die Unterteilung exakt in der Mitte zwischen
Aufschlaglinie und Grundlinie vorgenommen wird, also nicht variabel gestaltet ist.
[0007] Eine bevorzugte Weiterbildung der oben angesprochenen Spielfeldbegrenzung ist in
Anspruch 2 angegeben. Durch die relativ weiche, auf dem Boden zu liegen kommende untere
Schicht wird für eine ausreichende Rutschfestigkeit des Materialstreifens gesorgt,
während die mit höherer Festigkeit ausgebildete Oberschicht für ausreichende Trittfestigkeit
und Wetterbeständigkeit sorgt.
[0008] Die in Anspruch 3 angegebene Riffelung in Längsrichtung gibt dem Materialstreifen
nicht nur ein gefälligeres Aussehen, sondern sorgt auch für eine verbesserte Trittfestigkeit.
[0009] Die in Anspruch 4 angesprochene Profilgebung mit zu den Kanten hin abfallender Dicke
reduziert die Stolpergefahr. Eine maximale Wandstärke in der Mitte von 2 bis 4 mm
erscheint ausreichend.
[0010] Das Merkmal des Anspruches 5 erscheint nur bei extremen Belastungen erforderlich,
wenn nämlich die Gefahr besteht, daß sich die äußeren Ränder bei längerem Gebrauch
aufbördeln. Der im Anspruch 6 dazu angegebene Bleistreifen ist hierzu eine bevorzugte
Weiterbildung.
[0011] Anhand der Zeichnung wird die Neuerung weiter erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein normales Tennisspielfeld mit den beiden zur Spielfeldbegrenzung eingelegten Materialstreifen,
und
- Fig.2
- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Materialstreifens im Querschnitt.
[0012] Ein normales Tennisfeld weist zu beiden Seiten des Netzes 1 zwei gleich große Felder
2a und 2b auf, die jeweils zwischen der Grundlinie 3 und dem Netz 1 durch eine Aufschlaglinie
4 hälftig unterteilt sind. Zur Begrenzung des normalen Spielfeldes ist jeweils zwischen
der Aufschlaglinie 4 und der Grundlinie 3 ein Materialstreifen 5 bzw. einer Materialnabe
5, über die gesamte Breite des Spielfeldes ausgelegt. Dieser Materialstreifen 5 besteht
aus einem aufrollbaren Gummiband, wie es im Querschnitt in Figur 2 dargestellt ist.
Dieses Gummiband ist aus zwei Schichten, die fest miteinander vulkanisiert sind, aufgebaut,
nämlich einer unteren relativ weichen Schicht 5a und einer oberen härteren Schicht
5b. Für die untere Schicht 5a kann auch ein gummiartiges Schaummaterial benutzt werden,
da diese Schicht 5a nur für die nötige Rutschfestigkeit zu sorgen hat und keiner weiteren
Beanspruchung ausgesetzt ist. Die obere Schicht 5b hingegen muß ausreichend abriebfest
und wetterbeständig sein. Die Breite des Materialbandes beträgt zwischen 30 und 60
cm, vorzugsweise 50 cm. Das Profil ist etwa halblinsenförmig ausgebildet und in Längsrichtung
mit Materialrillen versehen. In Längsrichtung ist ein vorzugsweise weißer Streifen
7 aufgedruckt oder eingelassen, während das übrige Material farbig gestaltet ist.
[0013] Im Bedarfsfall kann, wie gestrichelt angedeutet, an den äußeren Rändern auch noch
eine drahtförmige runde oder im Querschnitt rechteckförmige Versteifung 6, vorzugsweise
aus Metall oder auch zur Beschwerung aus Blei eingearbeitet sein. Gegebenenfalls kann
auch noch zwischen die beiden Schichten eine Textilschicht eingebettet sein, die das
Band ausreichend reißfest macht.
1. Spielfeldbegrenzung für einen Tennisplatz, gekennzeichnet durch einen rutsch- und trittfesten, zwischen 30 und 60 cm, vorzugsweise 50 cm breiten
Materialstreifen (5).
2. Spielfeldbegrenzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialstreifen (5) aus wenigstens zwei übereinanderliegenden und fest
miteinander verbundenen Gummistreifen (5a, 5b) besteht, deren unterer relativ weich
ausgebildet ist und deren oberer demgegenüber eine höhere Festigkeit aufweist.
3. Spielfeldbegrenzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialstreifen (5) an der oben liegenden Fläche in Längsrichtung geriffelt
ist.
4. Spielfeldbegrenzung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialstreifen (5) nach den seitlichen Rändern hin mit abnehmender Dicke
ausgebildet ist.
5. Spielfeldbegrenzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenränder durch eine Metalleinlage (6) verstärkt sind.
6. Spielfeldbegrenzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalleinlage (6) aus Blei besteht.
