[0001] Die Erfindung betrifft einen Stromwandler für Wechselstrom, insbesondere Netz-Wechselstrom,
mit Gleichstromanteilen, bestehend aus zumindest einem Wandlerkern mit einer Primärwicklung
und zumindest einer Sekundärwicklung, zu der ein Bürdenwiderstand parallel geschaltet
ist und einen Sekundärstromkreis niederohmig abschließt.
[0002] Zur Erfassung des Energieverbrauchs elektrischer Geräte und Anlagen in Industrie
und Haushalt werden Energiezähler eingesetzt. Das älteste dabei gebräuchliche Prinzip
ist das des Ferraris-Zählers. Der Ferraris-Zähler basiert auf der Energiezählung über
die Rotation einer mit einem mechanischen Zählwerk verbunden Scheibe, die durch die
strom- bzw. spannungsproportionalen Felder entsprechender Feldspulen angetrieben wird.
Für die Erweiterung der Funktionsmöglichkeiten von Energiezählern wie z. B. für Mehrtarifbetrieb
oder Fernablesung werden elektronische Energiezähler eingesetzt, bei denen die Strom-
und Spannungserfassung über induktive Stromund Spannungswandler erfolgt. Die Ausgangssignale
dieser Wandler werden digitalisiert, phasenrichtig multipliziert, integriert und gespeichert.
Das Ergebnis ist eine elektrische Größe, die unter anderem für eine Fernablesung zur
Verfügung steht.
[0003] Die zur Energiezählung in industriellen Anwendungen eingesetzten elektronischen Energiezähler
arbeiten wegen der oft sehr hohen Ströme, d. h. Ströme die mehr als 100 A betragen,
indirekt. Es sind den Stromeingängen spezielle Stromwandler vorgeschaltet, so daß
nur rein bipolare, nullsymmetrische Wechselströme im Zähler selbst gemessen werden
müssen. Dazu dienen Stromwandler, die mit Wandlerkernen aus hochpermeablen Werkstoffen
aufgebaut sind und zur Erreichung geringer Meßfehler über einen kleinen Phasenfehler
mit sehr vielen Sekundärwindungen, d. h. typischerweise mehr als 2500 Sekundärwindungen
bei einer Primärwindung von 1, ausgestattet sein müssen. Für den Einsatz in Haushaltszählern,
die auch in industriellen Kleinanlagen einsetzbar sind, sind diese nicht geeignet,
da die durch moderne Halbleiterschaltungen, z. B. Gleichrichterschaltungen oder Phasenanschnittschaltungen,
erzeugten nicht nullsymmetrischen Stromverläufe einen Gleichstromanteil enthalten,
der diese Stromwandler magnetisch sättigt und damit die Energiezählung verfälscht.
[0004] Für die Abbildung solcher Ströme sind Stromwandler bekannt, die auf Basis offener
bzw. mit mechanisch eingebrachten Luftspalten gescherter und dadurch niederpermeabler
Magnetkreise arbeiten. Da die Anforderungen an die Störsicherheit solcher Stromwandler
jedoch sehr hoch sein müssen, um eine eichfähige Energiezählung zu ermöglichen, sind
diese Konstruktionen mit aufwendigen Abschirmungen gegen äußere Felder ausgestattet,
die material- und montageintensiv und daher für eine breite Anwendungen im Haushaltsbereich
ökonomisch ungünstig sind.
[0005] Eine weitere bekannte Möglichkeit zur Realisierung ist die Verwendung von Stromwandlern
mit verhältnismäßig niederpermeablen Wandlerkernen, d. h. Wandlerkerne, die eine Permeabilität
µ ≈ 2000 aufweisen. Durch eine solche Permeabilität wird eine Sättigung mit kleinen
Gleichstromanteilen vermieden. Schwierig ist bei diesen Typen von Stromwandlern die
Balance zwischen dem höchsten unverfälscht übertragbaren Effektivwert des zu messenden
bipolaren nullsymmetrischen Sinusstroms und der höchsten unverfälscht übertragbaren
Amplitude eines unipolaren halbwellengleichgerichteten Sinusstroms. Aus der hierfür
maßgeblichen internationalen Norm IEC1036 ist ein Verhältnis dieser beiden Größen
von 1:1 ableitbar.
[0006] Um dieses Verhältnis zu erreichen, ist eine möglichst niedrige Permeabilität erforderlich,
die bei der Verwendung handhabbarer Windungszahlen aber das Auftreten eines hohen
Phasenfehlers zwischen Primär- und Sekundärstrom zur Folge hat. Da dieser im Energiezähler
kompensiert werden muß, ist eine entsprechende elektronische Schaltung erforderlich.
[0007] In bisher bekannten Ausführungen von Stromwandlern ist der Kompensationsbereich auf
einen Phasenfehler von 5° beschränkt. Bei der Konstruktion führt dieses dazu, daß
der höchste übertragbare Effektivwert weit überdimensioniert werden muß. Es treten
Verhältnisse 3 - 4:1 auf. Dies führt zu einer sehr schlechten Materialausnutzung und
somit zu sehr hohen Herstellkosten.
[0008] Des Weiteren ist es erforderlich, daß eine sehr hohe Linearität dieses Phasenfehlers
über den gesamten zu übertragenden Stormbereich eingehalten wird, um die Aufwendungen
für die Kompensation möglichst gering zu halten.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Stromwandler für Wechselstrom
mit Gleichstromanteilen der eingangs genannten Art dahingehend auszubilden, daß er
eine hohe Aussteuerbarkeit gleichermaßen mit Wechselstrom und Gleichstromkomponenten
aufweist.
[0010] Des Weiteren soll er zur genauen Stromerfassung über einen weiten Strombereich eine
hohe Linearität des Übersetzungsverhältnisses aufweisen.
[0011] Ferner soll er eine hohe Immunität gegenüber externen Fremdmagnetfeldern ohne zusätzliche
Abschirmmaßnahmen zeigen, so daß er mit einfachen Mitteln, insbesondere mit geringen
Wandlerkernmassen und Windungszahlen, preiswert herstellbar und insbesondere zur Erfassung
des Energieverbrauchs elektrischer Geräte und Anlagen im Haushalt einsetzbar sein
soll.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Stromwandler für Wechselstrom mit Gleichstromanteilen,
bestehend aus zumindest einem Wandlerkern mit einer Primärwicklung und zumindest einer
Sekundärwicklung, zu der ein Bürdenwiderstand parallel geschaltet ist und den Sekundärstrom
niederohmig abschließt, gelöst, welcher dadurch gekennzeichnet ist,
- daß als Wandlerkern ein geschlossener, luftspaltloser Ringkern aus einem Band (Ringbandkern)
aus einer amorphen, ferromagnetischen Legierung vorgesehen ist,
- daß die amorphe ferromagnetische Legierung einen Magnetostriktionswert |λS| < 0,5 ppm sowie eine Permeabilität µ < 1400 aufweist, und
- daß die Legierung eine Zusammensetzung aufweist, die im wesentlichen aus der Formel
Coa(Fe1-xMnx)bNicXdSieBfCg
besteht, worin X zumindest eines der Elemente V, Nb, Ta, Cr, Mo, W, Ge und P ist,
a-g in Atom% angegeben sind und wobei a, b, c, d, e, f, g und x die folgenden Bedingungen
erfüllen:
40 ≤ a ≤ 82; 2 ≤ b ≤ 10; 0 ≤ c ≤ 30; 0 ≤ d ≤ 5; 0 ≤ e ≤ 15; 7 ≤ f ≤ 26; 0 ≤ g ≤ 3;
mit 15 ≤ d + e + f + g ≤ 30 und 0 ≤ x < 1.
[0013] Durch diese Maßnahmen wird ein Stromwandler bereitgestellt, der eine exzellente Aussteuerbarkeit
gleichermaßen mit Wechselstrom- und Gleichstromkomponenten aufweist.
[0014] Er zeichnet sich ferner durch eine hohe Linearität des Übersetzungsverhältnisses
aus, so daß eine genaue Stromerfassung über einen sehr weiten Strombereich gewährleistet
ist. Durch seine luftspaltlose Konstruktion weist er des Weiteren eine hohe Immunität
gegenüber externen Fremdmagnetfeldern auf, so daß keine zusätzlichen Abschirmmaßnahmen
nötig sind. Durch die erfindungsgemäßen Legierungssysteme können sehr geringe Wandlerkernmassen
erzielt werden.
[0015] Bei einer Primärwindungszahl von n
1 = 1 können Stromwandler bereitgestellt werden, die mit einer Sekundärwindungszahl
von ungefähr 1500 auskommen. Insgesamt läßt sich nach der Erfindung ein gleichstromtoleranter
Stromwandler herstellen, der äußerst preiswert herstellbar ist und für die eingangs
genannten Anwendungen in Industrie und Haushalt hervorragend geeignet ist.
[0016] Besonders gute Stromwandler lassen sich durch die Verwendung von amorphen, ferromagnetischen
Legierungen verwirklichen, die einen Magnetostriktionswert |λ
S| < 0,1 ppm sowie eine Permeabiltität µ < 1200 aufweisen, wobei die Legierung eine
Zusammensetzung aufweist, die im wesentlichen aus der Formel
Co
a(Fe
1-xMn
x)
bNi
cX
dSi
eB
fC
g
besteht, worin X zumindest eines der Elemente, V, Nb, Ta, Cr, Mo, W, Ge und P ist,
a-g in Atom% angegeben sind und wobei a, b, c, d, e, f, g und x die folgenden Bedingungen
erfüllen:
50 ≤ a ≤ 75; 3 ≤ b ≤ 5; 20 ≤ c ≤ 25; 0 ≤ d ≤ 3; 2 ≤ e ≤ 12; 8 ≤ f ≤ 20; 0 ≤ g ≤ 3
mit 17 ≤ d + e + f + g ≤ 25 und x ≤ 0,5.
[0017] Die obengenannten Legierungssysteme zeichnen sich durch lineare, flache B-H-Schleifen
auf bis zu einem Wert von H = 1 A/cm oder höher. Das erfindungsgemäße Legierungssystem
ist nahezu magnetostriktionsfrei. Die Magnetostriktion wird vorzugsweise durch eine
Wärmebehandlung eingestellt, wobei die eigentliche Sättigungsmagnetostriktion durch
eine Feineinstellung des Eisen und/oder Mangan-Gehalts erreicht wird. Die Sättigungsmagnetisierung
B
s von 0,7 Tesla bis 1,2 Tesla wird durch eine Feinabstimmung des Nickel- und des Glasbildner-Gehalts
ermöglicht. Unter Glasbildner versteht man hier X, Silizium, Bor und Kohlenstoff.
[0018] Als besonders geeignet haben sich in dem erfindungsgemäßen amorphen, ferromagnetischen
Kobaltbasislegierungssystem solche Legierungen erwiesen, bei denen die Parameter a
+ b + c ≥ 77 mit c ≤ 20 eingestellt sind. Dadurch können leicht Sättigungsmagnetisierungen
B
S von 0,85 Tesla oder höher erreicht werden.
[0019] Die Permeabilität von weniger als 1400 baut auf dem physikalischen Zusammenhang auf,
daß die Permeabilität µ umgekehrt proportional zur uniaxialen Anisotropie K
u ist. Die uniaxiale Anisotropie K
u kann über eine Wärmebehandlung in einem transversalen Magnetfeld eingestellt werden.
Je höher der Gehalt an Kobalt, Mangan, Eisen und Nickel ist, desto höher läßt sich
die uniaxiale Anisotropie K
u einstellen. Der Nickelgehalt übt dabei einen besonders starken Einfluß auf die uniaxiale
Anisotropie K
u aus.
[0020] Für das Erreichen einer niedrigen Permeabilität hat sich als günstiger Bereich der
Banddicke des Ringbandkernes eine Dicke d ≤ 30 µm, vorzugsweise d ≤ 26 µm erwiesen.
[0021] Um eine möglichst lineare flache B-H-Schleife zu erreichen, hat sich eine Banddicke
des Ringbandkernes d ≥ 17 µm erwiesen. Bei den erfindungsgemäßen Legierungen läßt
sich hierdurch der oberflächenbedingte Anteil der Störanisotrpien überraschend stark
absenken.
[0022] Typischerweise weist das Band des Ringbandkernes zumindest an einer Oberfläche eine
elektrisch isolierende Schicht auf. In einer anderen Ausführungsform weist der gesamte
Ringkern eine elektrisch isolierende Schicht auf. Dadurch werden besonders niedrige
Permeabilitäten erzielt und auch die Linearität der B-H-Schleifen wird nochmals verbessert.
Bei der Auswahl des elektrisch isolierenden Mediums ist darauf zu achten, daß dieses
einerseits auf der Bandoberfläche gut haftet, andererseits jedoch keine Oberflächenreaktionen
verursacht, die zu einer Schädigung der magnetischen Eigenschaften führen würde.
[0023] Bei den erfindungsgemäßen Legierungen haben sich Oxide, Acrylate, Phosphate, Silikate
und Chromate der Elemente Kalzium, Magnesium, Aluminium, Titan, Zirkonium, Hafnium
und Silizium als besonders wirkungsvolle und verträgliche elektrisch isolierende Medien
herausgestellt.
[0024] Besonders effektiv und wirtschaftliche ist dabei Magnesiumoxid, welches als flüssiges
magnesiumhaltiges Vorprodukt auf die Bandoberfläche aufgebracht werden kann und sich
während einer speziellen gesonderten, die Legierung nicht beeinflussenden Wärmebehandlung
in eine dichte magnesiumhaltige Schicht umwandelt, deren Dicke D zwischen 25 nm und
400 nm liegt. Bei der eigentlichen Wärmebehandlung im transversalen Magnetfeld entsteht
dann eine gut haftende, chemisch inerte, elektrisch isolierende Magnesiumoxidschicht.
[0025] Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und im nachstehenden
im Einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ersatzschaltbild eines Stromwandlers und die Bereiche der technischen Daten, wie
sie in verschiedenen Anwendungen auftreten können,
- Figur 2
- Magnetfelder im Stromwandler ohne Berücksichtigung von Kernverlusten,
- Figur 3
- ein Oszillogramm des Sekundärstroms eines Stromwandlers bei halbwellengleichgerichteten
Primärstrom,
- Figur 4
- die Permeabilität in Abhängigkeit der Induktionsamplitude,
- Figur 5
- die Permeabilitätsänderung in Abhängigkeit der Temperatur,
- Figur 6
- die Permeabilitätsänderung in Abhängigkeit einer Auslagerungsdauer von erfindungsgemäßen
Legierungen,
- Figur 7
- ein Diagramm mit einer möglichen Temperaturführung während der Wärmebehandlung, und
- Figur 8
- einen Schnitt durch die Oberfläche eines Körpers dessen Rauhtiefe bestimmt werden
soll.
[0026] Figur 1 zeigt die prinzipielle Schaltung eines Stromwandlers 1. Auf einem Wandlerkern
4, der aus einem Ringbandkern aufgebaut ist, befindet sich die Primärwicklung 2, die
den zu messenden Strom i
prim führt, und eine Sekundärwicklung 3, die den Meßstrom i
sek führt. Der Sekundärstrom i
sek stellt sich automatisch so ein, daß die Amperwindungen primär und sekundär im Idealfall
gleich groß und entgegengesetzt gerichtet sind.
[0027] Der Strom in der Sekundärwicklung 3 stellt sich dann nach dem Induktionsgesetz so
ein, daß er die Ursache seiner Entstehung, nämlich die zeitliche Änderung des magnetischen
Flusses im Wandlerkern 4, zu hindern versucht.
[0028] Im idealen Stromwandler ist daher der Sekundärstrom, multipliziert mit dem Verhältnis
der Windungszahlen, negativ gleich dem Primärstrom, was durch Gleichung (1) veranschaulicht
wird:

[0029] Dieser Idealfall wird wegen der Verluste im Bürdenwiderstand 5, im Kupferwiderstand
6 der Sekundärwicklung und im Wandlerkern 4 nie erreicht.
[0030] Im realen Stromwandler weist daher der Sekundärstrom gegenüber der obigen Idealisierung
einen Amplitudenfehler und einen Phasenfehler auf, was durch Gleichung (2) beschrieben
wird:

[0031] Ein wichtiger Anwendungsbereich von Stromwandlern sind elektronische Energiezähler
in Niederspannungswechselstromnetzen mit einer Netzfrequenz von 50 bzw. 60 Hertz.
Die Auswerteelektronik in solchen Zählern bildet das Produkt aus Strom und Spannung
zu jedem Zeitpunkt und errechnet daraus die elektrische Leistung bzw. den Energieverbrauch.
[0032] Sehr häufig treten in Wechselstromnetzen induktive Lasten auf, z. B. durch Transformatoren
oder Motoren. Sind solche induktiven Lasten im Leerlauf, so ist die Phasenverschiebung
zwischen Strom und Spannung nahezu 90°. Die elektrische Wirkleistung ist demnach nahezu
0. In dieser Situation geht der Phasenfehler des Stromwandlers besonders kritisch
in die Energiezählung ein. Aus diesem Grund ist es wichtig, entweder einen möglichst
geringen Phasenfehler, typischerweise einen Phasenfehler ϕ < 0,2°, zu erreichen, oder
einen über den Strommeßbereich möglichst konstanten und damit leicht kompensierbaren
höheren Phasenfehler zu erreichen.
[0033] Im idealen Stromwandler heben sich gemäß der Gleichung (1) die Magnetfelder H von
Primärstrom und Sekundärstrom gerade auf. Demnach würde der Wandlerkern 4 keine magnetische
Aussteuerung erfahren. Auch im realen Stromwandler kompensieren sich die beiden Felder
noch nahezu, so daß die magnetische Aussteuerung des Wandlerkerns 4 im Verhältnis
zum Magnetfeld des Primärstroms sehr klein ist. Diese Zusammenhänge sind in der Figur
2 veranschaulicht. Je geringer die Übertragungsfehler des Stromwandlers sind, um so
geringer ist die magnetische Aussteuerung des Wandlerkerns 4 im Verhältnis zum Magnetfeld
des Primärstroms. Damit geht einher, daß ein guter Stromwandler auch extrem hohe Ströme
im Verhältnis zur Sättigungsfeldstärke des sekundärseitig nicht abgeschlossenen Wandlerkerns
4 übertragen kann.
[0034] Die wichtigste Kenngröße eines Stromwandlers 1 ist das Verhältnis aus ohmschen Widerstand
im Sekundärkreis zum induktiven Widerstand der Sekundärwicklung, was aus der Gleichung
(3) hervorgeht:

[0035] Dieser Gütefaktor Q des Stromwandlers 1, der in erster Näherung den Phasenfehler
bestimmt, soll möglichst klein sein. Er bestimmt ebenfalls das Verhältnis von magnetischer
Aussteuerung B des Wandlerkerns 4 zum Magnetfeld H
prim des Primärstroms, was durch die Gleichung (4) veranschaulicht ist:

[0036] Für eine detailliertere Betrachtung müssen die Verluste im Wandlerkern 4 mitberücksichtigt
werden. Die Kernverluste sind abhängig von Materialeigenschaften des Wandlerkerns
4, d. h. bei Ringbandkernen aus dem Werkstoff, der Banddicke und anderen Parametern.
Sie lassen sich beschreiben durch einen zweiten Phasenwinkel δ. Der zweite Phasenwinkel
δ entspricht der Phasenverschiebung zwischen B und H im Wandlerkern 4 aufgrund der
Kernverluste. Die vollständigen Beziehungen für die Kenngrößen des Stromwandlers 1
gehen aus den Gleichungen (5), die den Phasenfehler beschreibt, und (6), die den Amplitudenfehler
beschreibt, hervor:


L
Fe=Eisen-Weglänge (mittl. Umfang)
A
Fe= Eisen-Querschnitt des Ringkerns
[0037] Die Eigenschaften des Kernwerkstoffs sind darin über die relative Permeabilität µ
und den Verlustwinkel δ bzw. den Verlustfaktor tan δ enthalten. Diese Werkstoffeigenschaften
sind stark abhängig von der magnetischen Aussteuerung B des Wandlerkerns und damit
vom Primärstrom. Dies ist die Ursache für die Nichtlinearität der Wandlerkennlinien.
[0038] Sehr oft wird für elektrische Energiezähler, die zu Abrechnungszwecken im Haushaltsbereich
eingesetzt werden, eine sogenannte Gleichstromtoleranz gefordert. Damit ist kein echter
Gleichstrom gemeint, sondern ein asymmetrischer Wechselstrom, wie er z. B. durch eine
Diode im Verbraucherstromkreis entstehen kann.
[0039] Die internationale Norm IEC1036 fordert die Funktionsfähigkeit des Stromzählers,
allerdings mit eingeschränkter Genauigkeit, auch noch bei vollständig halbwellengleichgerichteten
Wechselstrom. Das entspricht einer Situation, in der der komplette Primärstrom über
eine Diode geleitet wird.
[0040] Die Figur 3 zeigt ein Oszillogramm des Primärstroms, des Sekundärstroms eines Stromwandlers
und der Flußdichte B in einem Wandlerkern für einen halbwellengleichgerichteten Primärstrom.
Wie man sieht, steigt die Flußdichte B im Wandlern mit jeder Halbwelle stufenförmig
an bis der Wandlerkern in die Sättigung geht.
[0041] Die Auswirkung einer solchen Stromform auf dem Wandler läßt sich anhand von Figur
3 beschreiben:
Während einer halben Periode wird die Flußdichte im Wandlerkern um den Wert:

erhöht. Bei Ansteuerung mit einem symmetrischen Wechselstrom wird exakt die gleiche
Flußdichte während der nächsten halben Periode wieder abgebaut. Fehlt nun während
dieser zweiten halben Periode die treibende Kraft des Primärstroms, so kann sich der
Fluß im Kern nur sehr langsam abbauen. Dieser Abbau geschieht nach einem Exponentialgesetz:

mit der Zeitkonstante τ=L/R der Sekundärwicklung
[0042] Diese Zeitkonstante ist genau dann groß, wenn der Wandler gemäß der Gleichung (3)
eine hohe Güte aufweist. Sie liegt bei guten Stromwandlern im Sekundenbereich. Beim
Startwert B
0 wird während der Dauer einer Periode T = 1/f = 2 π/ω durch dieses entladen näherungsweise
die Flußdichte

abgebaut, die zunächst klein gegenüber ΔB
1 ist.
[0043] D. h., die nächste Periode startet bereits mit einer erhöhten Flußdichte im Kern,
so daß der Kern von Periode zu Periode eine höhere magnetische Flußdichte B
0 annimmt. Die sich im Gleichgewichtszustand einstellende mittlere Flußdichte errechnet
sich durch Gleichsetzen der Gleichung (7) und (9) zu:

[0044] Wenn der Gleichgewichtswert B noch im linearen Bereich der Magnetisierungskurve des
Wandlerkerns liegt, wird auch der halbwellengleichgerichtete Strom noch ohne erhöhten
Fehler übertragen. Dies ist jedoch bei sehr kleiner Stromamplitude der Fall. Bei höherem
Strom gerät der Wandlerkern in den Übergangsbereich zur Sättigung. Dort nimmt die
Permeabilität µ rasch ab, so daß sich ein Gleichgewichtszustand im Knick der Magnetisierungskurve
mit stark erhöhtem Fehler bis hin zur vollständigen Übersteuerung einstellt.
[0045] Mit Wandlerkernen aus kristallinen Legierungen und aus Ferriten gibt es keine sinnvolle
Lösung für dieses Problem.
[0046] Hervorragende Ergebnisse werden nach der vorliegenden Erfindung indessen mit Wandlerkernen
aus zumindest 70% amorphen, ferromagnetischen, nahezu magnetostriktionsfreien Kobalt-Basislegierungen
erreicht. Diese Kobalt-Basislegierungen weisen eine flache, nahezu lineare B-H-Schleife
auf mit einer Permeabilität µ < 1400. Die Wandlerkerne werden vorzugsweise als geschlossene,
luftspaltlose Ringbandkerne in ovaler oder rechteckiger Gestalt ausgeführt.
[0047] In der nachfolgenden Tabelle sind zwei geeignete Legierungszusammensetzungen angegeben
| Legierung |
Sättigungsinduktion |
Permeabilität |
Sättigungsmagnetostriktion λ |
Kristallisationstemperatur |
| [at%] |
[T] |
µ |
as quenched |
wärmebehandelt |
[°C] |
| Co72.8Fe4,7Si5.5 B17 |
0.99 |
1220 |
-32*10-8 |
-1,6*10-8 |
500 |
| Co55.6Fe6.1Mn1.1 Si4.3B16.2Ni16.5 |
0.93 |
710 |
-110*10-8 |
+4.2*10-8 |
432 |
[0048] Die in der Tabelle 1 wiedergegebenen amorphen, ferromagnetischen Legierungen auf
Kobaltbasis wurden zunächst als amorphes Band aus einer Schmelze mittels der an sich
bekannten Rascherstarrungstechnologie hergestellt. Die Rascherstarrungstechnologie
ist beispielsweise in der DE 37 31 781 C1 eingehend beschrieben. Das Band, das eine
Dicke von ungefähr 20 µm aufwies, wurde anschließend spannungsfrei zu einem Ringbandkern
gewickelt.
[0049] Die Einstellung der erfindungswesentlichen linearen, flachen B-H-Schleife erfolgte
dann durch eine spezielle Wärmebehandlung des gewickelten Ringbandkerns in einem Magnetfeld,
das senkrecht zur Bandrichtung stand. Die Wärmebehandlung wurde so vorgenommen, daß
sich der Wert der Sättigungsmagnetostriktion des rasch erstarrten (as quenched) Bandes
während der Wärmebehandlung um einen von der Legierungszusammensetzung abhängigen
Betrag in positive Richtung veränderte, bis er in dem in der Tabelle aufgeführten
Bereichen lag.
[0050] Beispielsweise wurde die in Figur 5 dargestellte Wärmebehandlung gefunden, mit der
bei einer Legierung mit der Zusammensetzung Co
72,7Fe
4,6Si
5,5B
17,2 der stark negative Wert der Magnetostiktion von λ
S ≈ -45 x 10
-8 des rascherstarrten (as quenched) Bandes in positive Richtung bis nahe zum Nulldurchgang
(λ
S ≈ -2 x 10
-8) verschoben wurde. Gleichzeitig stellt sich eine hochlineare F-Schleife mit einem
annähernd idealen Permeabilitätswert von 1200 und einer Sättigungsinduktion B
s = 0,998 T ein. Unter einer F-Schleife wird dabei eine Hystereseschleife verstanden,
die ein Verhältnis von Remanenz B
r zu Sättigungsinduktion B
s < 50 aufweist.
[0051] Falls jedoch die Querfeldtemperatur von 330 °C auf beispielsweise 310 °C abgesenkt
wurde, sank die Permeabilität auf den zu niedrigen Wert von 1100 ab, wobei die Magnetostriktion
um etwa -10 x 10
-8 vom Nulldurchgang entfernt lag. Demzufolge leidet die Linearität der µ(
B̂)-Kennlinie und der Phasenfehler stieg um 10% an.
[0052] Wenn dagegen die Querfeldtemperatur auf 370 °C erhöht wurde, stieg die Sättigungsmagnetostriktion
auf λ
S ≈ +8 x 10
-8 an. Gleichzeitig wuchs die Permeablität auf einen die Gleichstromtoleranz reduzierenden
vergleichsweise hohen Wert von µ ≈ 1300. Darüber hinaus setzten bei dieser Temperatur
erste Reifungsprozesse von bereits im rascherstarrten Band (as quenched) vorhandenen
Kristallisationskeimen ein, die zu einer wesentlichen Störung der Linearität der Kennlinie
führten.
[0053] Während der Wärmebehandlung wurde der Ringbandkern mit einem Schutzgas umspült, so
daß an der Bandoberfläche keine Oxidationen oder anderweitige chemische Reaktionen
auftraten, die die physikalischen Eigenschaften des Ringbandkerns negativ beeinflußen
würden.
[0054] Der gewickelte Ringbandkern wurde unter einem Magnetfeld mit einer Rate von 1 bis
10 Kelvin/min auf die weit unterhalb der angegebenen Curietemperaturen liegenden Temperaturen
von ungefähr 300°C aufgeheizt und mehrere Stunden im angelegten transversalen Magnetfeld
in diesem Temperaturintervall gehalten und anschließend mit einer Kühlrate von 0,1
bis 5 Kelvin/min wieder abgekühlt.
[0055] Zur Erreichung der erfindungsgemäßen linearen und sehr flachen B-H-Schleife wurde
ein so starkes Magnetfeld angelegt, daß die temperaturabhängige Sättigungsinduktion
der jeweiligen Legierung an jeder Stelle innerhalb des Ringbandkerns sicher überschritten
wurde. Die so behandelten Ringbandkerne wurden schließlich durch Umhüllen mit einem
Kunststoff verfestigt.
[0056] Die Herstellbarkeit von sehr kleinen und dennoch sehr hochpräzisen Stromwandlern
setzt voraus, daß sich die Amplitudenpermeabilität µ des Stromwandlerkerns im Aussteuerungsbereich
von 1 mT ≤ B̂ ≤ 0,9 B
s um weniger als 6 %, vorzugsweise 4 % ändert. Diese Anforderung an die Linearität
kann über den beschriebenen Herstellungsvorgang eingehalten werden unter der Voraussetzung,
daß das eingesetzte Bandmaterial relative Oberflächenrauheiten R
a rel aufweist.
[0057] Die Definition des Rauhtiefe Ra
rel sei nachfolgend anhand Figur 8 erläutert. Dabei liegt die x-Achse parallel zur Oberfläche
eines Körpers dessen Oberflächenrauhigkeit zu bestimmen ist. Die y-Achse ist dagegen
parallel zur Flächennormale der zu vermessenden Oberfläche. Die Oberflächenrauhigkeit
R
A entspricht dann der Höhe eines Rechtecks 7, dessen Länge gleich einer Gesamtmeßstrecke
l
m und das flächengleich mit der Summe der zwischen einem Rauheitsprofil 8 und einer
mittleren Linie 9 eingeschlossenen Flächen 10 ist. Die auf die Dicke des Bandmaterials
bezogene beidseitige Oberflächenrauhigkeit R
a rel ergibt sich dann gemäß der Formel R
a rel = (R
a Oberseite + R
a Unterseite)/d, wobei d die Dicke des Bandmaterials ist.
[0058] Es konnte ein nur 4,7 g schwerer Ringbandkern aus der Legierung Co
72,8Fe
4,7Si
5,5B
17 hergestellt werden, der mit einer Sekundärwicklung mit einer Windungszahl n
sec von 1000 versehen war. Der so hergestellte Stromwandler wies eine Linearität des
Phasenwinkels über einen Strombereich von < 120 mA bis 120 A von ≈ 0,2° auf. Die Permeabilität
dieses Ringbandkerns lag bei µ = 1150. Der Ringbandkern hatte die Abmessungen 24,5
x 20,5 x 5,5 mm mit einem Eisenquerschnitt von A
Fe = 0,088 cm
2.
[0059] Der mit diesem Ringbandkern hergstellte Stromwandler verfügte über einen Phasenfehler
von 8,9° +/- 0,1° im gesamten Strombereich. Das Verhältnis zwischen dem höchsten übertragbaren
Effektivwert des zu messenden bipolaren nullsymmetrischen Sinusstroms und der höchsten
übertragbaren Amplitude eines unipolaren halbwellengleichgerichteten Sinusstroms betrug
1,4:1. Ferner wies der Ringbandkern ein sehr gutes Alterungsverhalten bei 120°C auf,
was in der Figur 6 dargestellt ist, was mit der sehr hohen Kristallisationstemperatur
und der hohen Anisotropieenergie dieser Legierung zu erklären ist.
[0060] Bei der Herstellung des Ringbandkernes wurde besonderer Wert auf eine sorgfältige
Abstimmung der Wickeltechnik und der Wärmebehandlung auf die magnetischen und metallurgischen
Eigenschaften der Legierungen gelegt. Insbesondere wurde darauf geachtet, daß die
gewickelten Ringbandkerne in transversaler Richtung in jedem Punkt sicher gesättigt
waren, was durch stirnseitiges Stapeln mehrerer Ringbandkerne übereinander erreicht
wurde. Die richtungsmäßige Abweichung der Feldlinien von der Rotationssymmetrieachse
des Ringbandkernsstapels betrug ungefähr 0,5°. Es hat sich erwiesen, daß eine Abweichung
von höchstens 3° zulässig ist.
[0061] Wie der Figur 4 zu entnehmen ist, lassen sich mit dem erfindungsgemäß eingesetzten
Legierungsbereich Permeabilitätswerte zwischen 500 und 1400 einstellen. Wie die Figur
5 zeigt, läßt sich gerade durch den Einsatz des beanspruchten Legierungssystems eine
extrem hohe Temperaturstabilität der Permeabilität realisieren. So liegt beispielsweise
die typische Änderung zwischen Raumtemperatur und +100°C bei weniger als 5%.
[0062] Aus den Figuren 4 und 5 kann zusätzlich gesehen werden, daß die Abhängigkeit der
Permeabilität von der Austeuerung bzw. der Temperatur gegenüber Ferriten (N67 bzw.
N27) wesentlich günstiger ist. Besonders auffällig ist dabei die starke Abhängigkeit
der Permeabilität von der Aussteuerung und von der Temperatur, so daß bei Stromwandlern
mit Wandlerkernen aus Ferrit die Linearisierung der Kennlinie durch Scherung und somit
ein Luftspalt unumgänglich ist. Durch einen Luftspalt im Wandlerkern besteht aber
die Gefahr der Induktion von Störspannungen durch extern eingestreute Magnetfelder.
Ferner kann ein Temperatureinfluß bei gescherten Wandlerkernen aus Ferrit zu einer
undefinierten Änderung des Luftspalts und damit zu einer überproportionalen Induktivitätsveränderung
führen.
[0063] Mit der vorliegenden Erfindung lassen sich kostengünstig Stromwandler für Industrie
und Haushalt in kompakter Bauform herstellen, die Sekundärwicklungen mit Windungszahlen
n
sec ≤ 1500 aufweisen bei einer Primärwicklung n
prim = 1 und für einen Primärstrom i
prim < 120 A ausgelegt sind.
1. Stromwandler für Wechselstrom mit Gleichstromanteilen, bestehend aus zumindest einem
Wandlerkern mit einer Primärwicklung und zumindest einer Sekundärwicklung, zu der
ein Bürdenwiderstand parallel geschaltet ist, der den Sekundärstrom niederohmig abschließt,
dadurch gekennzeichnet,
- daß als Wandlerkern ein geschlossener, luftspaltloser Ringkern aus einem Band aus einer
amorphen ferromagnetischen Legierung vorgesehen ist,
- daß die amorphe, ferromagnetische Legierung einen Magnetostriktionswert |λS| < 0,5 ppm sowie eine Permeabilität µ < 1400 aufweist, und
- daß die Legierung eine Zusammensetzung aufweist, die im wesentlichen aus der Formel
Coa(Fe1-xMnx)bNicXdSieBfCg
besteht, worin X zumindest eines der Elemente V, Nb, Ta, Cr, Mo, W, Ge und P ist,
a-g in Atom% angegeben sind und wobei a, b, c, d, e, f, g und x die folgenden Bedingungen
erfüllen:
40 ≤ a ≤ 82; 2 ≤ b ≤ 10; 0 ≤ c ≤ 30; 0 ≤ d ≤ 5; 0 ≤ e ≤ 15; 7 ≤ f ≤ 26; 0 ≤ g ≤ 3;
mit 15 ≤ d + e + f + g ≤ 30 und 0 ≤ x < 1.
2. Stromwandler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß a, b, c, d, e, f, g und x die folgenden Bedingungen erfüllen:
50 ≤ a ≤ 75; 3 ≤ b ≤ 10; 5 ≤ c ≤ 25; 0 ≤ d ≤ 3; 2 ≤ e ≤ 12; 8 ≤ f ≤ 20; 0 ≤ g ≤ 3
mit 17 ≤ d + e + f + g ≤ 25 und x ≤ 0,5.
3. Stromwandler nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß a, b und c die folgenden Bedingungen erfüllen:
a + b + c ≥ 77 und c ≤ 20.
4. Stromwandler nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die amorphe, ferromagnetische Legierung einen Magnetostriktionswert |λS|< 0,1 ppm sowie eine Permeabilität µ < 1300 aufweist.
5. Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die amorphe, ferromagnetische Legierung eine Sättigungsmagnetisierung Bs von 0,7 bis 1,2 Tesla hat.
6. Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Band eine Dicke d von 17 µm ≤ d ≤ 30 µm aufweist.
7. Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Band zumindest an einer Oberfläche mit einer elektrisch isolierenden Schicht
versehen ist.
8. Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkern mit einer elektrisch isolierenden Schicht versehen ist.
9. Stromwandler nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß als elektrisch isolierende Schicht eine Schicht aus Magnesiumoxid vorgesehen ist.
10. Stromwandler nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Magnesiumoxidschicht eine Dicke D von 25 nm ≤ D ≤ 400 nm aufweist.
11. Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sekundärwicklung eine Windungszahl nsec ≤ 1500 aufweist, wobei die Primärwicklung eine Windungszahl nprim = 1 aufweist und der Stromwandler für einen Primärstrom iprim < 120 A ausgelegt ist.
1. Current transformer for alternating current with direct-current components, consisting
of at least one transformer core with a primary winding and at least one secondary
winding to which a load resistor which closes the secondary current with low resistance
is connected in parallel,
characterised in that
- a closed toroidal core without an air gap made from a strip of an amorphous ferromagnetic
alloy is provided as the transformer core,
- the amorphous, ferromagnetic alloy displays magnetostriction |λS| < 0.05 ppm and permeability µ < 1400, and
- the alloy has a composition consisting essentially of the formula
Coa(Fe1-xMnx)bNicXdSieBfCg,
where X is at least one of the elements V, Nb, Ta, Cr, Mo, W, Ge and P, a-g are specified
in atomic % and a, b, c, d, e, f, g and x satisfy the following conditions:
40 ≤ a ≤ 82; 2 ≤ b ≤ 10; 0 ≤ c ≤ 30; 0 ≤ d ≤ 5; 0 ≤ e ≤ 15; 7 ≤ f ≤ 26; 0 ≤ g ≤ 3,
with 15 ≤ d + e + f + g ≤ 30 and 0 ≤ x < 1.
2. Current transformer according to claim 1, characterised in that a, b, c, d, e, f, g and x satisfy the following conditions:
50 ≤ a ≤ 75; 3 ≤ b ≤ 10; 5 ≤ c ≤ 25; 0 ≤ d ≤ 3; 2 ≤ e ≤ 12; 8 ≤ f ≤ 20; 0 ≤ g ≤ 3,
with 17 ≤ d + e + f + g ≤ 25 and x ≤ 0.5.
3. Current transformer according to claim 2, characterised in that a, b and c satisfy the following conditions:
a + b + c ≥ 77 and c ≤ 20.
4. Current transformer according to claim 3, characterised in that the amorphous, ferromagnetic alloy displays magnetostriction |λS| < 0.1 ppm and permeability µ < 1300.
5. Current transformer according to one of claims 1 to 4, characterised in that the amorphous, ferromagnetic ally displays saturation magnetisation Bs of 0.7 to 1.2 tesla.
6. Current transformer according to one of claims 1 to 5, characterised in that the strip has a thickness d of 17 µm ≤ d ≤ 30 µm.
7. Current transformer according to one of claims 1 to 6, characterised in that the strip is provided at least on one surface with an electrically insulating layer.
8. Current transformer according to one of claims 1 to 6, characterised in that the toroidal core is provided with an electrically insulating layer.
9. Current transformer according to claim 7 or claim 8, characterised in that a layer of magnesium oxide is provided as the electrically insulating layer.
10. Current transformer according to claim 9, characterised in that the magnesium oxide layer has a thickness D of 25 nm ≤ D ≤ 400 nm.
11. Current transformer according to one of claims 1 to 10, characterised in that the secondary winding has nsec ≤ 1500 turns, the primary winding having nprim = 1 turn and the current transformer being designed for a primary current iprim < 120 A.
1. Transformateur d'intensité pour un courant alternatif contenant des composantes de
courant continu, constitué d'au moins un noyau de transformateur avec un enroulement
primaire et au moins un enroulement secondaire, sur lequel est connectée en parallèle
une résistance ohmique apparente qui ferme avec une faible impédance un circuit de
courant secondaire,
caractérisé en ce que
- en guise de noyau de transformateur est prévu un noyau torique fermé sans entrefer
constitué d'une bande en alliage ferromagnétique amorphe,
- l'alliage ferromagnétique amorphe possède une valeur de magnétostriction |λS| < 0,5 ppm et une perméabilité µ < 1400, et
- l'alliage possède une composition qui est donnée approximativement par la formule
Coa(Fe1-xMnx)bNicXdSieBfCg
où X est au moins un des éléments V, Nb, Ta, Cr, Mo, W, Ge et P, a à g sont indiqués
en pourcentage atomique et a, b, c, d, e, f, g et x remplissent les conditions suivantes
:
40 ≤ a ≤ 82; 2 ≤ b ≤ 10; 0 ≤ c ≤ 30; 0 ≤ d ≤ 5; 0 ≤ e ≤ 15; 7 ≤ f ≤ 26; 0≤ g ≤ 3;
avec 15 ≤ d + e + f + g ≤ 30 et 0 ≤ x < 1.
2. Transformateur d'intensité selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
a, b, c, d, e, f, g et x remplissent les conditions suivantes :
50 ≤ a ≤ 75; 3 ≤ b ≤ 10 ; 5 ≤ c ≤ 25; 0 ≤ d ≤ 3; 2 ≤ e ≤ 12; 8 ≤ f ≤ 20; 0≤ g ≤ 3;
avec 17 ≤ d + e + f + g ≤ 25 et x ≤ 0,5.
3. Transformateur d'intensité selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
a, b et c remplissent les conditions suivantes :
a + b + c ≥ 77 et c ≤ 20.
4. Transformateur d'intensité selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'alliage ferromagnétique amorphe possède une valeur de magnétostriction |λS|< 0,1 ppm et une perméabilité µ < 1300.
5. Transformateur d'intensité selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
l'alliage ferromagnétique amorphe possède une saturation magnétique Bs de 0,7 à 1,2 Tesla.
6. Transformateur d'intensité selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
la bande possède une épaisseur d de 17 µm ≤ d ≤ 30 µm.
7. Transformateur d'intensité selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la bande est dotée au moins sur une face d'une couche isolante électriquement.
8. Transformateur d'intensité selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le noyau torique est doté d'une couche isolante électriquement.
9. Transformateur d'intensité selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
en guise de couche isolante électriquement, il est prévu une couche d'oxyde de magnésium.
10. Transformateur d'intensité selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
la couche d'oxyde de magnésium possède une épaisseur D de 25 nm ≤ D ≤. 400 nm.
11. Transformateur d'intensité selon une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
l'enroulement secondaire possède un nombre de spires nsec ≤ 1500, l'enroulement primaire possédant un nombre de spires nprim = 1 et le transformateur d'intensité étant conçu pour un courant primaire iprim < 120 A.