[0001] Die Erfindung betrifft ein Luftleitsystem in einer Bogendruckmaschine. Solche Luftleitsysteme
dienen zum Fördern und Leiten des Bedruckstoffes, im allgemeinen eines Bogens aus
Papier oder Karton. Ein solches System umfasst eine Vielzahl verschiedener luftunterstützter
Elemente, wie Blassysteme und Tragluftpolster, im Zusammenhang mit dieser Erfindung
"Aktuatoren" genannt.
[0002] Das Luftleitsystem sorgt für ein präzises Fördern und Leiten der an der Vorderkante
durch Greifer gehaltenen einzelnen Bogen. Dabei kommt es auf höchste Genauigkeit an,
und zwar sowohl der Wegführung, das heißt des Vermeidens von Abweichungen von einem
durch die Greifer vorgegebenen Sollweg, als auch bezüglich des zeitlichen Ablaufes.
Mit zunehmender Maschinengeschwindigkeit wachsen die Probleme.
[0003] Die universelle Einsatzfähigkeit einer Maschine sowohl für dünnste Papiere (Bibeldruckpapier)
wie auch stärkste Kartons erfordert einerseits einen großen Einstellbereich, und andererseits
eine genaue Einstellung der Luftparameter. Insbesondere gilt dies für den Druck am
Düsenaustritt und damit auch die Luftgeschwindigkeit und das Luftvolumen. Diese Luftparameter
werden gesteuert z.B. durch Drosselventile oder Bypassklappen, fern verstellbare Motorventile
und drehzahlgesteuerte Lufterzeuger. Dabei müssen die genannten, für die Bogenförderung
maßgeblichen Parameter - im folgenden "Förderparameter" genannt - auf die spezifischen
Daten des jeweiligen Druckauftrags eingestellt werden.
Die bogen-spezifischen Parameter
[0004] Bogen-spezifische Parameter sind insbesondere das Flächengewicht, das heißt das Gewicht
des Bogens in g/m
2 und das Bogenformat. Aber auch andere Größen kommen in Betracht, beispielsweise die
Steifigkeit des Bogens oder seine Oberflächenbeschaffenheit. Es versteht sich, dass
die Förderparameter im Hinblick auf die Bogenparameter zu wählen sind, um ein optimales
Ergebnis zu erzielen, das heißt eine einwandfreie Förderung des Bogens durch die gesamte
Maschine hindurch. Auch kann der Fall eintreten, dass die Parameter einer Blasluftdüse
bei Änderung der Bogenparameter (zum Beispiel höheres Flächengewicht) an einer bestimmten
Stelle des Förderweges in anderer Weise verändert werden muss, als an einer anderen
Stelle.
Druckmaschinen-spezifische Parameter
[0005] Druckmaschinen-spezifische Parameter sind für die Arbeit der Blasluftdüsen entscheidend.
Der wichtigste druckmaschinen-spezifische Parameter ist die Fortdruckgeschwindigkeit,
das heißt die Maschinengeschwindigkeit. Weitere druckmaschinen-spezifische Parameter
sind das Ein- beziehungsweise Ausschalten einzelner Druckwerke, das Vorhandensein
besonderer Inline-Anwendungen: Lackieren, Trocknen, Messen, Schneiden.
Kombinierte Parameter
[0006] Druckform, Farbbelegung, Feuchteaufnahme ändern die Bedruckstoff-Eigenschaften während
des Durchlaufens der Maschine.
[0007] Bei bisher bekannten Druckmaschinen sind die Luftparameter der einzelnen Luftverbraucher,
das heißt zum Beispiel Blasluftdüsen, jeweils nur einzeln einstellbar. Allenfalls
ist es bekannt, Gruppen von Luftverbrauchern einzustellen. Jedenfalls muss eine große
Anzahl von Einstellungen vorgenommen werden, wann immer ein neuer Druckauftrag (Job)
ausgeführt wird, mit Bogen-spezifischen Parametern, die gegenüber dem vorausgegangenen
Druckauftrag abweichen, und/oder mit anderen druckmaschinenspezifischen Parametern,
beispielsweise bei höherer oder geringerer Fortdruckgeschwindigkeit.
[0008] Aus der Fülle aller möglicher Einstellungen muss der Bediener die richtige Einstellung
herausfinden. Die Bedienungsperson muss sich somit empirisch an die richtigen Werte
der Förderparameter herantasten, um ein einwandfreies Förderergebnis zu erzielen.
Dabei orientiert er sich an den genannten physikalischen bogen-spezifischen und maschinenspezifischen
sowie kombinierten Parametern. Dies erfordert nicht nur ein hohes Geschick seitens
des Bedieners, sondern ist auch zeitaufwendig. Der Bediener muss aus dem Verständnis
der technisch-physikalischen Wirkung heraus oder aus eigener Erfahrung entscheiden,
ob zur Optimierung der Förderparameter, insbesondere des Luftdruckes der Blasdüsen,
Korrekturen nach oben oder nach unten notwendig sind.
Die bisherigen Lösungsversuche bestanden in Folgendem:
[0009] Das Leistungsspektrum der Maschine wurde auf spezielle Anwendungen eingeschränkt,
um dadurch eine Reduzierung der Einstellvorgänge von Förderparametern zu erreichen;
die Lufterzeuger wurden zur Vermeidung von Fehleinstellungen in ihrer Leistung begrenzt;
die Bedienstellen und Sichtfenster direkt neben der Bogenführungsbahn wurden ergonometrisch
gestaltet;
Produktion mit verringerter Maschinengeschwindigkeit, denn im Tagesgeschäft einer
Druckerei wurde meist die erhöhte Rüstzeit durch die dadurch erreichte höhere Fortdruckgeschwindigkeit
nicht amortisiert.
[0010] Alle diese Lösungsversuche waren unbefriedigend, und zwar in Bezug auf den Zeitaufwand,
auf die Qualität des Druckergebnisses als auch in Bezug auf die Anforderungen an das
Können und die Erfahrung der Bedienungsperson.
[0011] EP 0 553 321 B2 beschreibt eine Vorrichtung zum Regeln und/oder Steuern einzelner Stellelemente wie
Blasdüsen im Bereich des Auslegers einer Bogendruckmaschine. Dabei werden bogen- und
druckmaschinen-spezifische Kenndaten einem Rechner eingespeist. Eine Steuereinrichtung
nimmt bei einzelnen Stellelementen eine formatabhängige Einstellung vor. Der Rechner
ermittelt aus den Kenndaten die Energie des im Ausleger ankommenden Bogens und sorgt
ferner dafür, dass die Ansteuergrößen der Stellelemente gerade soviel Energie aufbringen,
wie der Energie des im Auslegerbereich ankommenden Bogens entspricht.
[0012] DE 197 14 204 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Regeln der Blasluft an einem Bogenanleger. Dabei
werden Ventile, die die Blasluftzufuhr steuern, aufgrund von Regelkennlinien eingestellt,
die ihrerseits die Bogeneigenschaften berücksichtigen.
[0013] DE 34 13 179 A1 beschreibt eine Steuer- und Regelvorrichtung für einen Bogenausleger einer Bogendruckmaschine.
Dabei werden sämtliche erforderlichen Einstellungen von verstellbaren Elementen eines
Bogenauslegers von einer einzigen Stelle aus eingestellt und entsprechend einem vorgegebenen
Programm automatisch den sich ändernden Verhältnissen angepasst.
[0014] Die
DE 197 30 042 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Regelung der Blas- und/oder Saugluftrate in einer Bogendruckmaschine.
Dabei verfügt die Druckmaschine über einen Computer, mit einer Eingabe für Parameter
der Bogen und der Bogendruckmaschine. In einem Speicher sind Kennlinien zur Sollwertvorgabe
der Blas- und/oder Saugluftrate hinterlegt, wonach ein Stellglied gemäß der Sollwertvorgabe
angesteuert wird. Eine Feinjustage wird allerdings mit einem berührungslos arbeitenden
Sensor vorgenommen.
[0015] Die
EP 0 503 623 A1 beschreibt eine Einrichtung zum Regeln des Blasluftbedarfs der Vereinzelungsdüsen
bei einem Bogenanleger einer Bogenrotationsdruckmaschine. Hier steht ein Rechner mit
Sensoren für Druck- und Maschinendrehzahl und einer Tastatur in Verbindung, wobei
der Rechner mit Produktionsdaten beaufschlagbar ist, die über Kennlinien für Art und
Grammatur des Bedruckstoffes eine Einrichtung zum Regeln des Blasluftbedarfs beeinflussen.
[0016] Die
DE-U-29910696 beschreibt eine Luftleiteinrichtung, die abhängig vom Format verändert wird Es werden
dabei außerhalb des Formats liegende Düsen geschlossen. Die Förderleistung des Lufterzeugers
wird anhand einer Kurve so verstellt, dass die Strämungsgegebenheiten an den dem Bedruckstoff
zugewandten Düsen gleich bleiben. Mittels eines manuell eingebbaren Korrekturfaktors
kann die Kennlinie insgesamt angehoben oder gesenkt werden.
[0017] Alle diese Vorschläge vermochten die hier anstehenden Probleme nicht zu lösen.
Insbesondere ist die Berücksichtigung von nicht in der Datenbasis enthaltenen Parametern
unmöglich, was grundsätzlich zu Fehleinstellungen führt.
[0018] Es besteht ein grundsätzlicher Gegensatz zwischen
| Vollautomatisierung |
Manuelle Einstellung |
| + schnell |
+ flexibel |
| + keine Rüstzeiten |
+ universell |
| - keine Eingriffsmöglichkeit |
+ maximale Leistung |
| - deckt niemals 100% aller Parameter ab |
- Rüstzeit sehr hoch |
| - viele Fehleinstellungen |
- Geschehen in der Maschine |
| - für den Drucker nicht nachvollziehbar |
nicht erkennbar |
| - Erfahrungsbasis des Druckers bleibt ungenutzt |
- Fehlermöglichkeit |
[0019] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Einstellen eines Luftleitsystems für eine Bogendruckmaschine zu schaffen, bei dem
die einzelnen Förderparameter von Aktuatoren wie zum Beispiel Blasluftdüsen schnell
und automatisch auch von weniger erfahrenem Personal für bestimmte Auftragsdaten mit
speziellen bogen-spezifischen und druckmaschinen-spezifischen Parametern einstellbar
sind (Preset und Anpassung), und die manuelle Beeinflussbarkeit derart erhalten bleibt,
dass die Vorteile einer Vollautomatik mit denen einer manuellen Steuerung gemeinsam
unter Ausschließung der Nachteile nutzbar sind, so dass ein optimales Druckergebnis
in kürzester Zeit erzielt wird.
[0020] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 und 8 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den Merkmalen der abhängigen Ansprüche 2-7 und 9.
[0021] Damit lassen sich die Leistungsfähigkeit der Maschine optimieren, die Rüstzeiten
verringern, und Qualität wie auch Produktionsleistung von der subjektiven Erfahrung
des Bedienpersonals unabhängig erreichen.
[0022] Gemäß dem in Anspruch 1 enthaltenen Grundgedanken der Erfindung werden somit Kennlinien
erstellt, bei denen Förderparameter wie der Blasluftdruck über druckmaschinenspezifischen
Parametern wie der Fortdruckgeschwindigkeit aufgetragen sind, und zwar für unterschiedliche
Druckaufträge mit ihren bogen-spezifischen Parametern wie beispielsweise das Flächengewicht
oder das Bogenformat.
[0023] Die genannten Kennlinien enthalten somit die Daten zur optimalen Einstellung jeweils
für einen ganz bestimmten Bedruckstoff.
[0024] Die Steuerung der Luftparameter erfolgt durch Auswertung der genannten bogen- und
druckmaschinen-spezifischen Parameter. Hiermit ist eine Voreinstellung (Preset) möglich.
Zur Anpassung der Maschine an auftrags-spezifische Gegebenheiten ist sodann ein Bedienereingriff
an die jeweiligen Daten möglich. Hierzu bedarf es einer weiteren Größehier "Einflussgröße"
genannt. Diese erzeugt eine veränderte Kennlinie, die dann zu anderen Lufteinstellungen
führt.
[0025] Es ist wünschenswert, dass die Preset-Einstellung sämtliche praktischen Fälle erfaßt.
In der Praxis wird dies jedoch nicht erreicht. Es wird jedoch angestrebt, dass ein
hoher Prozentsatz erfasst wird, beispielsweise 80 %. In der verbleibenden Anzahl von
Fällen muss der Drucker eingreifen und eine entsprechende Justierung vornehmen.
[0026] Gemäß der Erfindung kann bei der Erstellung der Kennlinien für die optimalen Förderparameter
von physikalischen, "abstrakten" Größen ausgegangen werden, wie beispielsweise vom
Flächengewicht oder der Steifigkeit oder des Formates des Bogens.
[0027] Erfindungsgemäß wird vorgesehen, diese Größen völlig beiseite zu lassen und statt
dessen ganz konkrete, ergebnisbezogene Größen heranzuziehen, wie
- das Hochschlagen des Bedruckstoffes
- das Kontaktdoublieren des Druckbildes
- das Schmieren des Druckbildes
- das Flattern des Bedruckstoffes.
[0028] Der Drucker vermag diese Zustände oder Erscheinungen zuverlässig zu beurteilen. Die
physikalischen Hintergründe und die von ihm zu bekämpfenden Wirkgrößen kann er dabei
völlig außer acht lassen. Die erfindungsgemäße Lehre besteht somit in Folgendem:
[0029] Es werden mit den genannten Zuständen oder Ereignissen wie Hochschlagen, Kontaktdublieren,
Abschmieren, Flattern charakteristische Verhaltensweisen der Kombination aus physikalischem
Parameter, wie Flächengewicht, Steifigkeit, Fliehkraft, und Förderparameter, wie Blaskraft,
Luftmenge, Luftdruck systematisch in Versuchen in ihrer Wirkung erfasst. Die Kennlinien
werden dann derart abgelegt, dass der Drucker die Ergebnisse von Veränderungen als
duale Entscheidungen von mehr (plus) oder weniger (minus) erfassen kann. Er kann somit
ohne physikalisches Know-how den Regelkreis in qualifizierter Weise schließen.
[0030] Diese typischen und kennzeichnenden Größen könnten entweder für sich alleine oder
zusätzlich zu den physikalischen Größen wie Flächengewicht und Steifigkeit genutzt
werden. Dies ist günstig in jenem Falle, in welchem eine Vielzahl von Parametern wirkt,
die im einzelnen nicht erfasst und ausgewertet werden können.
[0031] Beispiel: Der Drucker fertigt Probeabzüge an und stellt hierbei ein Kontaktdoublieren
in einem bestimmten Maße an einer bestimmten Stelle fest. Diese Beobachtung teilt
er der Maschine mit. Der Maschine ist ein Algorithmus oder eine Kennlinie eigen. Aufgrund
dessen veranlasst sie eine entsprechende Korrektur für das betreffende Luftsystem
in der Maschine.
[0032] Eine solche Vorgehensweise empfiehlt sich vor allem bei Wiederholaufträgen, bei denen
eine Jobdatenspeicherung der genannten Art stattfinden kann.
[0033] Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes
dargestellt:
- Figur 1
- veranschaulicht in schematischer Darstellung eine Bogendruckmaschine mit mehreren
Druckwerken.
- Figur 2
- zeigt Kennlinien, dargestellt als Druck im Lufterzeuger über der Maschinengeschwindigkeit.
- Figur 3
- veranschaulicht ein Bedienkonzept bezüglich der Bogenführung.
- Figur 4
- zeigt eine Schar von Basis-Kennlinien.
- Figur 5
- zeigt eine ausgewählte Kennlinie bei dem Schritt "Preset".
- Figur 6
- veranschaulicht die Anpassung einer bestimmten Kennlinie.
- Figur 7
- veranschaulicht das unterschiedliche Ansprechverhalten einzelner Verbraucher bei Vornahme
ein- und derselben Korrektur.
- Figur 8
- veranschaulicht das Geschehen bei Verändern eines Parameters, zum Beispiel des Flächengewichtes.
[0034] Die in Figur 1 fragmentarisch dargestellte Bogendruckmaschine weist drei Druckwerke
I, II und III auf. Die Bogen durchlaufen dabei die Druckwerke in der genannten Reihenfolge.
[0035] Jedes Druckwerk umfasst dabei ein Farb- und Feuchtwerk 1, einen Plattenzylinder 2,
einen Gummituchzylinder 3 sowie einen Gegendruckzylinder 4.
[0036] Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gegendruckzylindern befindet sich eine Transfereinrichtung.
Diese umfasst eine Greifeinrichtung 5 mit zwei Greifern 5.1, 5.2, ein gekrümmtes Bogenleitblech
6 sowie eine Anzahl von Blaseinrichtungen 7.
[0037] Der einzelne Bogen wird auf seinem Wege durch die genannten Stationen mittels eines
Luftleitsystems geführt. So sind beispielsweise im Bereich der Transfereinrichtung
Bogenleitbleche 6 angeordnet. In diesen sind Düsen eingearbeitet, die den Bogen durch
gezielt austretende Luftströme auf dem Bogenleitblech in einer berührungsfreien Schwebelage
transportieren.
[0038] Weiterhin sind Blaseinrichtungen 7 angeordnet, die die zu transportierenden Bogen
auf dem Druckzylinder glattstreichen, um eine optimale Lage des Bogens beim Bedrucken
sicherzustellen.
[0039] Es versteht sich, dass weitere Blasdüsen vorgesehen sind, auf die aber hier nicht
eingegangen zu werden braucht.
[0040] Das in Figur 2 wiedergegebene Diagramm zeigt eine Anzahl von Kennlinien. Dabei bedeutet
die Kennlinie "IST-Bedruckstoff' die für einen aktuellen Bedruckstoff ermittelte Kennlinie.
Auf der Ordinate ist eine Kenngröße aufgetragen, die sich auf den jeweiligen Lufterzeuger
bezieht, im vorliegenden Falle beispielhaft die Größen mbar und U/min. Auf der Abszisse
ist die Maschinengeschwindigkeit aufgetragen, ausgedrückt in Druckvorgängen pro Stunde.
Auch andere kritische Parameter kommen hierbei in Betracht.
[0041] Die Überschriften über dem Diagramm
Lüfterreihe
Schwebeführung
Papierblassystem vor Druckspalt
bezeichnen verschiedene Orte, an denen ein Lufteinsatz notwendig ist.
[0042] Figur 3 veranschaulicht das Bedienkonzept der Bogenführung. Links oben ist der Zustand
während des Starts veranschaulicht - siehe "Preset". Die einzelnen Parameter sind
hierbei vor-eingestellt.
[0043] Das in Figur 3 unten veranschaulichte Kuchendiagramm lässt folgendes erkennen: Die
Preset-Einstellung deckt in einem angenommenen Falle 80 % aller praktischen Fälle
ab. Dies bedeutet, dass in 80 % aller Fälle die ermittelten Basis-Kennlinien - siehe
Figur 4- für eine bestimmte Maschinengeschwindigkeit, beispielsweise ausgedrückt in
Drucken pro Stunde, die jeweils richtigen Luftparameter anzeigen. Dies bedeutet aber
auch, dass es eine Reihe von Fällen gibt, in denen dies nicht zutrifft. Hier muss
der Drucker eine Justierung vornehmen. In der Praxis bedeutet dies Folgendes:
[0044] Der Drucker geht von der genannten Preset-Einstellung aus und stellt einige Probeabzüge
her. Ist das Ergebnis befriedigend, so braucht er keine Justierungen vorzunehmen.
Ist es aber nicht völlig befriedigend, beispielsweise deshalb, weil er mit der Fortdruckgeschwindigkeit
hochgeht, oder weil sich der spezielle Bedruckstoff anders als erwartet verhält, so
nimmt der Drucker eine Justierung vor ("Adjust"-Schritt).
[0045] Im Falle des dargestellten Kuchendiagramms wurde unterstellt, dass dies in 10 % aller
Fälle notwendig sein wird.
[0046] Mit dem Adjust-Schritt werden sämtliche Luftverbraucher korrigiert. Dabei kann dem
einzelnen Luftverbraucher befohlen werden, mehr oder weniger Luft zu liefern.
[0047] Der Schritt "Tuning" betrifft hingegen das Beeinflussen der Luftverbraucher innerhalb
einer Maschine relativ zueinander.
[0048] Das in Figur 4 wiedergegebene Diagramm veranschaulicht eine Mehrzahl von Basis-Kennlinien.
Dabei ist auf der Ordinate ein Maß für die Nutzung des betreffenden Druckspalt-Blassystems
für das Bogenleitblech eines bestimmten Druckwerkes aufgetragen, und auf der Abszisse
die Maschinengeschwindigkeit.
[0049] Jede Kennlinie bezieht sich auf Bedruckstoffe ganz bestimmter Flächengewichte, ausgedrückt
in g/m
2.
[0050] Somit werden alle Luftverbraucher in der Maschine gemäß einer hinterlegten Kennlinie
eingestellt.
[0051] Figur 5 veranschaulicht eine ausgewählte Kennlinie beim Schritt Preset. Der Bedruckstoff
hat ein Flächengewicht von 90 g/m
2. Die Maschinengeschwindigkeit beträgt 12000 Drucke/Stunde. Auf der Ordinate ergibt
sich ein Wert von 40 % der Kapazität des Lufterzeugers.
[0052] Figur 6 veranschaulicht das Anpassen der ausgewählten Kennlinie, das heißt jener
in Figur 5 dargestellten Kennlinie mittels "Adjust", "Tuning", und "Expert".
[0053] Die einzelnen genannten Schritte sollen wie folgt erläutert werden:
Adjust:
[0054] Aufgrund des Druckergebnisses nimmt der Bediener eine Korrektur der ausgewählten
Kennlinie vor, somit jener Kennlinie, die in Figur 5 wiedergegeben ist. Vorteilhafterweise
erfolgt diese Korrektur durch Anpassen der jeweiligen Kennlinie sämtlicher Verbraucher
(Aktuatoren) in der Maschine. Es kann beispielsweise durch Interpolation zwischen
dem IST-Bedruckstoff und der nächstbenachbarten Kennlinie erfolgen.
[0055] Der Schritt "Adjust" beeinflusst dabei sämtliche Verbraucher der Maschine in geeigneter
Weise.
Tuning:
[0056] Das Tuning wird bei einzelnen Druckwerken oder Gruppen von Druckwerken vorgenommen,
zum Beispiel bei den Druckwerken 4 bis 8 einer Maschine.
Expert:
[0057] Der Schritt "Expert" wirkt auf einen einzigen oder auf alle gleichartigen Aktuatoren
der Maschine (zum Beispiel jeweils auf Bogenleitblech 1 in Druckwerk 1...8).
Operator:
[0058] Der Schritt "Operator" ermöglicht die Eingabe der Solleinstellung des jeweiligen
Aktuators ohne Einschalten einer Kennlinie (Kompensation aus). Der Wert wird somit
vom Operator direkt eingegeben. Dieser Modus entspricht dem Betreiben einer Maschine
mit Drosselstellen.
[0059] Figur 7 veranschaulicht das unterschiedliche Anspruchsverhalten verschiedener Verbraucher
auf eine bestimmte Korrektur.
[0060] Wird über die gesamte Maschine eine Korrektur der Arbeit des Lufterzeugers um ein-
und dasselbe Maß ausgeführt, beispielsweise 5 %, durch Betätigen der Plus- oder Minus-Taste,
so reagieren die Aktuatoren in Abhängigkeit vom hinterlegten Kennlinienfeld unterschiedlich:
- A) Ein Verbraucher im kritischen oder stark übersetzten Bereich weist einen großen
Unterschiedswert zu den benachbarten Kennlinien auf. Eine Änderung der Einflußgröße
bedeutet hierbei eine große Änderung der Luftparameter. Siehe das linke Diagramm von
Figur 7.
- B) Hingegen reagiert ein Verbraucher im unkritischen oder schwach übersetzten Bereich
nur wenig auf die genannte Änderung. Siehe das rechte Diagramm in Figur 7. Dieser
unkritische Bereich liegt zum Beispiel bei Bogenleitblechen vor. Dabei ist das Geschehen
im rechten Diagramm in dessen umrandeten Bereich unten vergrößert dargestellt.
[0061] Die Einbindung zum Lösen der Problematik des Bedienereingriffs lässt sich auf unterschiedliche
Art und Weise bewerkstelligen:
- a) durch Aufnahme der nachstehenden zusätzlichen Einflussparameter in das n-dimensionale
Parameterfeld, zum Beispiel:
- Grammatur (sogenanntes Flächengewicht)
- Format
- Steifigkeit
- Geschwindigkeit
- Bedienereingriff
- b) durch Verändern eines Parameters, zum Beispiel des Flächengewichtes. Dies erfolgt
vorzugsweise dann, wenn zum Reduzieren der Datenmenge mit nur wenigen Einflussgrößen
gearbeitet werden soll. Siehe Figur 8. Dabei veranschaulicht das linke Diagramm das
Soll-Kennlinienfeld, das mittlere Diagramm die Skalierungsfunktion, und das rechte
Diagramm das Steuerungsfeld.
[0062] Eine weitere Größe neben der Maschinengeschwindigkeit - gegebenenfalls die einzige
weitere Größe - wird nach einer vorgegebenen Regel (Skalierungsfunktion) in eine Hilfsgröße
(0...100%) umgerechnet. Die Bedieneinflussgröße wird sodann hierzu einfach addiert,
zum Beispiel 90 g/m
2 > 60 %; bei Korrektur 2 % plus > 62 %.
[0063] Die Skalierungsfunktion veranschaulicht, welche Auswirkungen das Justieren, das der
Drucker vornimmt, bei den verschiedenen Grammaturen hat. Die Skalierungsfunktion trägt
somit dem Druckstoffverhalten automatisch Rechnung. Das rechts dargestellte Steuerungsfeld
ist das Ergebnis der Skalierungsfunktion.
Liste der Bezugszeichen
[0064]
- 1
- Farb- und Feuchtwerk
- 2
- Plattenzylinder
- 3
- Gummituchzylinder
- 4
- Gegendruckzylinder
- 5
- Greifeinrichtung
- 5.1, 5.2
- Greifer
- 6
- Bogenleitblech
- 7
- Blaseinrichtungen
1. Verfahren zum Einstellen eines Luftleitsystems, das verschiedene Aktuatoren wie Blasluftdüsen
aufweist, in einer Bogendruckmaschine, mit den folgenden Verfahrensschritten:
1.1 es werden Kennlinien erstellt, die für die Bogenförderung maßgebliche Förderparameter
enthalten, wie den Blasluftdruck, aufgetragen über einem druckmaschinenspezifischen
Parameter wie der Druckma5chinengeschwindigkeil, und die für bogenspezifische Parameter
wie das Flächengewicht oder das Bogenformat optimal sind;
1.2 die Kennlinien werden in einem Speicher abgespeichert;
1.3 die aktuellen bogenspezifischen sowie druckmaschinenspezifischen Daten eines Druckauftrages
werden einer CPU eingespeist;
1.4 die CPU entnimmt dem Speicher die für die aktuellen Daten optimale Kennlinie und
gibt den einzelnen Aktuatoren die entsprechende Befehle;
1.5 es werden dem Drucker im Falle eines nicht befriedigenden Ergebnisses Eingriffsmöglichkeiten
als duale Entscheidung von mehr in Form von Plustasten oder weniger in Form von Minustasten
zur Verfügung gestellt, anhand derer die Veränderung vun das Druckbild oder den Bedruckstoff
charakterisierenden Größen erfassbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die das Druckbild oder den Bedruckstoff charakterisierenden Größen eine oder mehrere
der nachfolgenden ergebnisbezogenen Größen umfasst:
• Hochschlagen des Bedruckstoffes
• Kontaktdublieren des Druckbildes
• Schmieren des Druckbildes
• Flattern des Bedruckstoffes.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit einer Eingriffsmöglichkeit (A) in Form eines Adjust-Schrittes sämtliche Aktuatoren
verändert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit einer Eingriffsmöglichkeit (T) in Form eines Tuning -Schrittes eine Veränderung
der Aktuatoren in einzelnen Druckwerken oder Gruppen von Druckwerken vorgenommen wird
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit der Eingriffsmöglichkeit (E) in Form eines Expert-Schrittes eine Veränderung
eines einzigen Aktuators oder aller gleichartigen Aktuatoren vorgenommen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit der Eingriffsmöglichkeit (O) in Form eines Operator-Schrittes die Eingabe der
Solleinstellung des jeweiligen Aktuators ohne Einschalten einer Kennlinie vorgenommen
wird
7. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: es wird ein Diagramm mit Hilfe einer erstellt Skalierungsfunktion
das die Auswirkungen des Justierens bei den verschiedenen Grammaturen wiedergibt und
somit ein Druckstoffverhalten berücksichtigt.
8. Vorrichtung zum Regeln und/oder Steuern eines Luftleitsystems, das verschiedene Aktuatoren
wie Blasluftdüsen aufweist, in einer Bogendruckmaschine;
8.1 1 mit einem Speicher, der Kennlinien enthält, die für die Bogenförderung maßgebliche
Förderparameter wiedergeben, wie den Blasluftdruck, aufgetragen über einem druckmaschinenspezitlschcn
Parameter wie der Druckmaschinengeschwindigkeit, und die für bogenspezifische Parameter
wie das Flächengewicht oder das Bogenformat optimal sind;
8-2 mit einer Eingabeeinrichtung zum Eingeben von bogen- oder druckmaschinenspezifischen
aktuellen Daten;
8.3 mit einer CPU, die die im Hinblick auf die aktuellen Daten optimalen Kennlinien
ermittelt und die betreffenden Befehle einem Sollwertgeber einspeist;
8.4 mit einer Handbedienstelle in Form von Plus- und Minustasten zur Eingabe dualer
Entscheidungen für die das Druckbild oder den Bedruckstoff charakterisierenden Großen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handbedienstelle zur Eingabe der dualen Entscheidungen in verschiedene Eingriffsmöglichkeiten
(A, T, E) unterteilt ist.
1. Method of adjusting an air guide system that includes various actuators such as blast-air
nozzles in a sheet-fed printing press comprising the following steps:
1.1 characteristic lines are created that include conveying parameters significant
for the conveying of the sheets such as the blast-air pressure, plotted against a
press-specific parameter such as the press speed, and optimized for sheet-specific
parameters such as the grammage or the sheet format;
1.2 the characteristic lines are stored in a memory;
1.3 the current sheet-specific and press-specific data of a print job are fed to a
CPU;
1.4 the CPU retrieves the optimum characteristic line for the current data from the
memory and provides the corresponding commands to the individual actuators;
1.5 in the case of an unsatisfactory result, the press operator is given the possibility
to intervene in the form of a dual decision of plus in the form of plus keys or minus
in the form of minus keys, based on which decision the modification of variables characterizing
the printed image or the printing stock is determinable.
2. Method according to Claim 1,
characterized in
that the variables characterizing the printed image or the printing stock comprises one
or more of the following result-related variables:
• turning up of the printing stock
• contact ghosting of the printed image
• smearing of the printed image
• fluttering of the printing stock.
3. Method according to Claim 1,
characterized in
that with one possibility to intervene (A) in the form of an adjust step, all actuators
are changed.
4. Method according to Claim 1,
characterized in
that with one possibility to intervene (T) in the form of a tuning step a modification
of the actuators in individual printing units or in groups of printing units is carried
out.
5. Method according to Claim 1,
characterized in
that with one possibility to intervene (E) in the form of an expert step, a modification
of a single actuator or of all actuators of a kind is carried out.
6. Method according to Claim 1,
characterized in
that with the possibility to intervene (O) in the form of an operator step, the input
of a desired adjustment of the respective actuator is carried out without using a
characteristic line.
7. Method according to Claim 1,
characterized by the following features:
a diagram is created with the aid of a scaling function, the diagram reflecting the
effects of the adjustment for the various grammages and thus takes a printing stock
behaviour into account.
8. Device for regulating and/or controlling an air guide system that includes various
actuators such as blast-air nozzles, in a sheet-fed printing press, comprising
8.1 a memory that contains characteristic lines reflecting conveying parameters significant
to the conveying of the sheets such as the blast-air pressure, plotted against a press-specific
parameter such as the press speed and optimized for sheet-specific parameters such
as the weight per unit area or the sheet format;
8.2 an input device for inputting sheet-specific or press-specific current data;
8.3 a CPU that determines the optimum characteristic lines in terms of the current
data and feeds the corresponding commands to a desired value encoder;
8.4 a manual operating point in the form of plus and minus keys for inputting dual
decisions for the variables characterizing the printed image or the printing stock.
9. Device according to Claim 8,
characterized in
that the manual operating point for inputting the dual decisions is subdivided into various
possibilities to intervene (A, T, E).
1. Procédé de réglage d'un système de conduit d'air qui présente différents actionneurs
comme des tuyères d'air de soufflage dans une presse à feuilles, avec les étapes de
procédé suivantes:
1.1 sont établies des lignes caractéristiques qui contiennent des paramètres de transport
déterminants pour le transport des feuilles, comme la pression de l'air de soufflage,
appliqué via un paramètre spécifique à la presse comme la vitesse de la presse, et
qui sont optimales pour des paramètres spécifiques aux feuilles comme le grammage
ou le format de la feuille ;
1.2 les lignes caractéristiques sont sauvegardées dans une mémoire ;
1.3 les données actuelles spécifiques aux feuilles ainsi qu'à la presse d'un travail
d'impression alimentent une unité centrale;
1.4 l'unité centrale extrait de la mémoire la ligne caractéristique optimale pour
les données actuelles et donne les ordres correspondants aux différents actionneurs
;
1.5 si le résultat n'est pas satisfaisant, des possibilités d'intervention, en prenant
une décision duale plus sous la forme de touches plus, ou moins, sous la forme de
touches moins, sont mises à la disposition de l'imprimeur, ces possibilités permettant
de saisir la modification de grandeurs qui caractérisent l'image d'impression ou le
support d'impression.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les grandeurs qui caractérisent l'image d'impression ou le support d'impression comprennent
une ou plusieurs des grandeurs suivantes liées au résultat :
■ rabattement vers le haut du support d'impression
■ doublage par contact de l'image d'impression
■ maculage de l'image d'impression
■ flottement du support d'impression.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que tous les actionneurs sont modifiés grâce à une possibilité d'intervention (A) sous
la forme d'une étape d'ajustement.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une modification des actionneurs dans différents éléments d'impression ou groupes
d'éléments d'impression est effectuée grâce à une possibilité d'intervention (T) sous
la forme d'une étape de réglage.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une modification d'un seul actionneur ou de tous les actionneurs du même type est
effectuée grâce à la possibilité d'intervention (E) sous la forme d'une étape d'expert.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entrée du réglage de consigne de l'actionneur respectif est effectuée sans connecter
une ligne caractéristique grâce à la possibilité d'intervention (O) sous la forme
d'une étape d'opérateur.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par les caractéristiques suivantes : à l'aide d'une fonction de cadrage, un diagramme
qui restitue les effets du calibrage sur les différents grammages et tient donc compte
d'un comportement du support d'impression est établi.
8. Dispositif de réglage et/ou de commande d'un système de conduit d'air qui comporte
différents actionneurs comme des tuyères d'air de soufflage dans une presse à feuilles
;
8.1 avec une mémoire qui contient des lignes caractéristiques qui contiennent des
paramètres de transport déterminants pour le transport des feuilles, comme la pression
de l'air de soufflage, appliqué via un paramètre spécifique à la presse comme la vitesse
de la presse, et qui sont optimales pour des paramètres spécifiques aux feuilles comme
le grammage ou le format de la feuille ;
8.2 avec un dispositif d'entrée pour entrer des données actuelles spécifiques aux
feuilles ou aux presses ;
8.3 avec une unité centrale qui détermine des lignes caractéristiques optimales en
fonction des données actuelles et alimente un transmetteur de valeur de consigne avec
les ordres correspondants ;
8.4 avec un point de commande manuel sous la forme de touches plus et moins pour entrer
des décisions duales pour les grandeurs qui caractérisent l'image d'impression ou
le support d'impression.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le point de commande manuel est divisé en différentes possibilités d'intervention
(A, T, E) pour l'entrée des décisions duales.