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EP 1 114 967 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.11.2005 Patentblatt 2005/46 |
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Anmeldetag: 04.01.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F23M 13/00 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Unterdrückung von Strömungswirbeln innerhalb einer Brennkammer
einer Strömungskraftmaschine
Method and device for suppressing whirls in a combustion chamber of a turbo-engine
Procédé et dispositif pour supprimer les tourbillons dans une chambre à combustion
d'une turbomachine
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB |
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Priorität: |
07.01.2000 DE 10000415
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.07.2001 Patentblatt 2001/28 |
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Patentinhaber: Alstom Technology Ltd |
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5400 Baden (CH) |
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Erfinder: |
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- Gutmark, Ephraim Prof. Dr.,
Baton Rouge, CA 70810 (US)
- Paschereit, Christian Olivier Dr.
5400 Baden (CH)
- Weisenstein, Wolfgang
5453 Remetschwil (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 643 267 EP-A- 0 789 193 EP-A- 0 987 495 DE-A- 19 636 093
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EP-A- 0 754 908 EP-A- 0 987 491 DE-A- 4 339 094 US-A- 5 408 830
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
4 sowie auf eine Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zur Unterdrückung
von Strömungswirbeln innerhalb einer Brennkammer einer Strömungskraftmaschnine.
Stand der Technik
[0002] Beim Betrieb von Strömungskraftmaschinen, wie beispielsweise Gasturbinenanlagen,
treten in den Brennkammern häufig unerwünschte, so genannte thermoakustische Schwingungen
auf, die am Brenner als strömungsmechanische Instabilitätswellen entstehen und zu
Strömungswirbeln führen. Diese beeinflussen den gesamten Verbrennungsvorgang stark
und führen zu unerwünschten periodischen Wärmefreisetzungen innerhalb der Brennkammer
, die mit starken Druckschwankungen verbunden sind. Mit den hohen Druckschwankungen
sind hohe Schwingungsamplituden verknüpft, die zu unerwünschten Effekten, wie etwa
zu einer hohen mechanischen Belastung des Brennkammergehäuses, einer erhöhten NO
x-Emission durch eine inhomogene Verbrennung und sogar zu einem Erlöschen der Flamme
innerhalb der Brennkammer führen können.
[0003] Thermoakustische Schwingungen beruhen zumindest teilweise auf Strömungsinstabilitäten
der Brennerströmung, die sich in kohärenten Strömungsstrukturen äußern, und die die
Mischungsvorgänge zwischen Luft und Brennstoff beeinflussen. Bei herkömmlichen Brennkammern
wird Kühlluft in Art eines Kühlluftfilm über die Brennkammerwände geleitet. Neben
dem Kühleffekt wirkt der Kühlluftfilm auch schalldämpfend und trägt zur Verminderung
von thermoakustischen Schwingungen bei. In modernen Gasturbinenbrennkammem mit hohen
Wirkungsgraden, niedrigen Emissionen und einer konstanten Temperaturverteilung am
Turbineneintritt ist der Kühlluftstrom in die Brennkammer deutlich reduziert und die
gesamte Luft wird durch den Brenner geleitet. Jedoch reduziert sich zugleich auch
der schalldämpfende Kühlluftfilm, wodurch die schalldämpfende Wirkung herabgesetzt
wird und die mit den unerwünschten Schwingungen verbundenen Probleme wieder verstärkt
auftreten.
[0004] Eine weitere Möglichkeit der Schalldämpfung besteht im Ankoppeln so genannter Helmholtz-Dämpfern
im Bereich der Brennkammer oder der Kühlluftzufuhr. Jedoch ist bei modernen Brennkammerkonstruktionen
das Vorsehen derartiger Helmholtz-Dämpfer aufgrund enger Platzverhältnisse mit großen
Schwierigkeiten verbunden.
[0005] Daneben ist es bekannt dass den im Brenner auftretenden strömungsmechanischen Instabilitäten
und den damit verbundenen Druckschwankungen dadurch entgegengetreten werden kann,
indem die Flamme durch zusätzliche Eindüsung von Brennstoff stabilisiert werden kann.
Eine derartige Eindüsung von zusätzlichem Brennstoff erfolgt über die Kopfstufe des
Brenners, in der eine auf der Brennerachse liegende Düse für die Pilot-Brennstoffgaszuführung
vorgesehen ist, sie führt zu einer Anfettung der zentralen Flammstabilisierungszone.
Diese Methode der Verminderung von thermoakustischen Schwingungsamplituden ist jedoch
mit dem Nachteil verbunden, dass die Eindüsung von Brennstoff an der Kopfstufe mit
einer Erhöhung der NO
x-Emission einhergehen kann.
[0006] Nähere Untersuchungen zur Ausbildung thermoakustischer Schwingungen haben gezeigt,
dass derartig unerwünschte kohärente Strukturen bei Mischvorgängen entstehen. Von
besonderer Bedeutung sind hierbei die sich zwischen zwei mischenden Strömungen ausbildenden
Scherschichten, innerhalb der kohärente Strukturen gebildet werden. Nähere Ausführungen
hierzu sind folgenden Druckschriften zu entnehmen: Oster & Wygnanski 1982, "The forced
mixing layer between parallel streams", Journal of Fluid mechanics, Vol. 123, 91-130;
Paschereit et al. 1995, "Experimental investigation of subharmonic resonance in an
axisymmetric jet", Journal of Fluid Mechanics, Vol. 283, 365-407).
[0007] Wie aus den vorstehenden Artikeln hervorgeht, ist es möglich, die sich innerhalb
der Scherschichten ausbildenden kohärenten Strukturen durch gezieltes Einbringen einer
akustischen Anregung derart zu beeinflussen, dass Ihre Entstehung verhindert wird.
Eine weitere Methode ist das Einbringen eines akustischen Gegenschallfeldes, so dass
das vorhandene unerwünschte Schallfeld durch ein gezielt eingebrachtes, phasenverschobenes
Schallfeld regelrecht ausgelöscht wird. Diese Antischall-Technik, benötigt jedoch
verhältnismäßig viel Energie, die entweder extern dem Brennersystem zur Verfügung
gestellt werden muss oder die dem gesamten System an einer anderen Stelle abzuzweigen
ist. Dies führt jedoch zu einer, wenn auch geringen, aber dennoch vorhandenen Wirkungsgradeinbuße.
[0008] Die Schrift EP-A2-0 754 908 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Unterdrückung
von Flammen-/Druckschwankungen bei einer Feuerung. Üblicherweise können bei solchen
Feuerungen Druckschwankungen auftreten, die durch sich an den Aussen- bzw. Randbereichen
der Flamme oder der Brennstoff/Luftströmung aufrollende Ringwirbel angeregt und verstärkt
werden. Um diese Ringwirbel zu unterbinden, wird vorgeschlagen, die Flamme mit einem
Mantel aus Gas zu umgeben. Dieser Mantel weist eine höhere Strömungsgeschwindigkeit
in Flammenrichtung auf, als der Randbereich der Flamme. Hierdurch erfolgt eine Grenzschichtbeschleunigung
und die Wirbelbildung kann nicht mehr auftreten.
[0009] Aus US-A-5,408,830 ist eine Gasturbinenanlage bekannt, die eine spezielle Brennstofflanze
aufweist. Die Brennstofflanze, die sich in einem Vormischrohr befindet, umfasst einen
zylindrischen Lanzenkörper mit einer Anzahl von internen Leitungen. Diesen intemen
Leitungen führen über radiale Erweiterungen zur einer axialen Brennstoffeindüsung
und gleichzeitig zu schrägen Eindüsungsöffnungen an der Spitze der Lanze. Diese Spülluft
wird in eine Rezirkulationszone eingedüst, die sich vergrössert und so zu einer verbesserten
Flammenstabilität führt.
Darstellung der Erfindung
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zur Unterdrückung von thermoakustischen
Schwingungen und Strömungswirbeln innerhalb einer Brennkammer einer Strömungskraftmaschine,
insbesondere einer Gasturbinenanlage, zu schaffen, so dass unerwünschte Strömungswirbel,
die sich als kohärente Druckschwankungsstrukturen ausbilden, effizient und ohne großen
zusätzlichen Energieaufwand ausgelöscht werden. Die hierzu notwendigen Maßnahmen sollen
einen geringen konstruktiven Aufwand verursachen und kostengünstig in ihrer Realisierung
sein.
[0011] Die Lösung der der Erfindung zu Grunde liegenden Aufgabe ist in den Ansprüchen 1
und 14 angegeben. Den Erfindungsgedanken vorteilhaft weiterbildende Merkmale sind
den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0012] Erfindungsgemäß sieht das Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 vor, den
Massenstrom unmittelbar am Brenneraustritt an einer Abrisskante des Brenners in eine
Scherschnicht einer bringen.
[0013] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass der Ort der Entstehung der kohärenten
Strukturen die Grenz- bzw. Scherschicht unmittelbar am Brenneraustritt ist. Anders
als das Prinzip des Antischalls, bei dem ein vorhandenes Schallfeld durch Einbringen
eines phasenverschobenen Schallfeldes gleicher Energie ausgelöscht wird, basiert die
Erfindung auf der unmittelbaren Beeinflussung der Scherschicht selbst, in der sich
die thermoakustischen Schwingungen ausbilden. Durch die direkte Einflussnahme, in
Form einer gezielten Injektion eines Massenstromes, vorzugsweise eines gasförmigen
Massenstromes, wie Luft, Stickstoff oder Erdgas, in die Scherschicht können die, in
der Scherschicht wirkenden, die Druckschwankungen verstärkenden Mechanismen genutzt
werden, um gezielt die unerwünschten Druckschwankungen auszulöschen. So werden bereits
kleinste, von außen in die Scherschicht eingrebrachte Störungen, in Form einer gezielten
Injektion eines Massenstroms, verstärkt, wodurch die sich innerhalb der Scherschicht
ausbildenden thermoakustischen Schwingungen ausgelöscht werden. Auf diese Weise ist
man in der Lage, mit kleinen, extern induzierten Störsignalen die thermoakustischen
Schwingungen gänzlich zu unterdrücken. Zusätzliche Energiequellen, wie sie von der
Antischalltechnik her bekannt sind, sind beim erfindungsgemäßen Verfahren nicht erforderlich.
[0014] Auf diese weise erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren eine direkte Anregung der
Scherschicht am Ort ihrer Entstehung, d.h. am Brenneraustritt.
[0015] Typischerweise weist der Brenner mindestens zwei hohle, in Strömungsrichtung der
Heißgase ineinander geschachtelte Teilkörper auf, deren Mittelachsen zueinander versetzt
verlaufen, sodass benachbarte Wandungen der Teilkörper tangentiale Lufteintrittskanäle
für die Einströmung von Verbrennungsluft in einen von den Teilkörpern vorgegebenen
Innenraum bilden, und wobei der Brenner zumindest eine Brennstoffdüse aufweist. Derartige,
auch als Kegelbrenner bezeichnete Brennertypen, weisen an ihrem Brenneraustritt eine
kreisrund ausgebildete Abrisskante auf, an der Brennerseitig unmittelbar angrenzend
ein Austrittskanal vorgesehen ist, durch den der Massenstrom in die, sich an der Abrisskante
ausbildende Scherschicht injiziert werden kann. Vorzugsweise ist der Austrittskanal
an der Innenseite des Brenneraustritts unmittelbar an seiner Abrisskante vorgesehen.
[0016] Neben der Verwendung eines gasförmigen Massenstromes, wie vorstehend aufgezeigt,
ist es auch möglich, einen flüssigen Massenstrom den Heißgasen beizumischen, beispielsweise
in Form flüssigen Brennstoffs.
[0017] Um gezielt die sich innerhalb der Scherschicht am Brenneraustritt ausbildenden thermoakustischen
Schwingungen zu unterdrücken, ist der Massenstromzufluss konstant oder vorzugsweise
gepulst in die Scherschicht einzubringen, um sich nachfolgend mit den Heißgasen zu
vermischen. Für optimale Ergebnisse in der Schwingungsdämpfung ist die Pulsationsfrequenz
des Massenstromes auf das Ausbildungsverhalten der sich innerhalb der Scherschicht
ausbildenden, unerwünschten Strömungswirbel bzw. thermoakustischen Schwingungen abzustimmen.
Erfahrungswerte zeigen, dass die unerwünschten Strömungswirbel bei einer Pulsationsfrequenz
zwischen 1 Hz und 5 kHz, vorzugsweise zwischen 50 Hz und 300 Hz, effektiv unterdrückt
werden.
[0018] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Massenstromeinspeisung als Antwortsignal
auf die sich innerhalb der Scherschicht ausbildenden thermoakustischen Schwingungen
erfolgt. Dies setzt voraus, dass das Ausbildungsverhalten der Strömungswirbel innerhalb
der Scherschicht erfasst wird und dass in Abhängigkeit davon ein entsprechendes Antwort-
bzw. Anregungssignal generiert wird. Dies erfolgt vorzugsweise innerhalb eines geschlossenen
Regelkreises, dem ein für die Ausbildung thermoakustischer Schwingungen charakteristisches
Signal zugeführt wird, und der in Abhängigkeit davon ein Anregungssignal generiert,
durch das der in die Grenzschicht einzubringende Massenstrom moduliert wird. Mit an
sich bekannten Techniken ist es möglich, das für die Ausbildung von thermoakustischen
Schwingungen innerhalb der Grenzschicht charakteristische Signal zu erfassen, entsprechend
zu filtern und phasengedreht und verstärkt einer weiteren Regeleinheit, die nach Maßgabe
des vorstehend geschilderten geschlossenen Regelkreises arbeitet, zuzuführen.
[0019] Demgegenüber kann aus Gründen geringen Aufwandes das die Massenstromeinspeisung bestimmende
Anregungssignal auch von einer Steuereinheit geliefert werden, das in keiner bestimmten
Phasenbeziehung zu den sich innerhalb der Scherschicht ausbildenden thermoakustischen
Schwingungen steht. Dennoch kann auf diese Weise eine höchst effiziente Schwingungsunterdrückung
erzielt werden.
Kurze Beschreibung der Erfindung
[0020] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung exemplarisch.
Es zeigen:
- Fig. 1
- schematische Darstellung der erfindungsgemäß ausgebildeten Anregungsvorrichtung, sowie
- Fig. 2
- Diagrammdarstellung zur Unterdrückungseffizienz mit Hilfe eines geschlossenen Regelkreises.
Wege zur Ausführung der Erfindung, gewerbliche Verwendbarkeit
[0021] In Fig. 1 ist eine schematisierte Vorrichtung dargestellt zur gezielten Unterdrückung
thermoakustischer Schwingungen innerhalb einer Brennkammer 2. Stark schematisiert
ist ein Kegelbrenner 1 dargestellt, mit einer in Strömungsrichtung unmittelbar anschließenden
Brennkammer 2. Der Kegelbrenner 1 weist einen kreisförmig ausgebildeten Brenneraustritt
3 auf, der insbesondere als scharfe Abrisskante ausgebildet ist. An der Innenseite
des Brenneraustritts 2 mündet, die Abrisskante zirkular umlaufend, ein Austrittskanal
4, durch den ein Massenstrom, vorzugsweise Luft, Stickstoff oder Erdgas gezielt ausgebracht
werden kann (siehe Pfeile). Auch ein flüssiger Brennstoff kann verwendet werden. Unmittelbar
in Strömungsrichtung am Brenneraustritt 3 anschließend, bildet sich eine Grenz- bzw.
Scherschicht 5 aus, innerhalb der die unerwünschten thermoakustischen Schwingungen
entstehen. Um diese effizient zu unterdrücken, erfolgt durch den Austrittskanal 4
eine Eindüsung eines Massenstroms in die Scherschicht 5, innerhalb der Strömungswirbel
verstärkende Mechanismen wirken. Infolge dessen verstärken sich auch die durch den
Massenstrom in die Scherschichts induzierten Störungen entsprechend. Ein ansteuerbares
Ventil 6 sorgt dafür, dass der Massenstrom sowohl kontinuierlich als auch in die Scherschicht
5 eingespeist werden kann.
[0022] Grundsätzlich ist es möglich, eine fest vorgegebene Pulsfrequenz zu wählen, die in
keinem festen Phasenbezug zu den sich innerhalb der Scherschicht 5 ausbildenden thermoakustischen
Schwingungen steht. Jedoch kann das Ventil 6 im Rahmen eines geschlossenen Regelkreises
eine Pulsfrequenz vorgeben, die in einem bestimmten Verhältnis zum Ausbildungsverhalten
der thermoakustischen Schwingungen innerhalb der Scherschicht 5 steht. So kann durch
geeignete Wahl einer korrekten Phasendifferenz zwischen der Pulsation des Massenstromes
sowie eines gemessenen Anregungssignals, das die thermoakustischen Schwingungen innerhalb
der Scherschicht charakterisiert, die Kohärenz der sich entwickelnden Instabilitätswellen
gestört werden, wodurch die Pulsationsamplituden entscheidend verringert werden können.
Im Gegensatz zur akustischen Anregung unter Verwendung der Antischalltechnik sind
an dem erfindungsgemäßen Anregungsmechanismus keine hohen Anforderungen zu stellen,
zumal auch thermische Rahmenbedingungen die Funktionalität des Dämpfungsmechanismus
nicht wesentlich beeinträchtigt.
[0023] Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Unterdrückung von Strömungswirbeln
innerhalb von Brennkammern von Strömungskraftmaschinen ist auch aus dem Diagramm gemäß
Fig. 2 zu entnehmen. Zur Gegenüberstellung eines nichtgedämpften Strömungsfalls (siehe
hierzu die gestrichelte Linie) gegenüber eines gedämpften Strömungsfalles (siehe hierzu
durchgezogenen Linienzug) soll das Diagramm gemäß Fig. 2 dienen, das bei einer Unterdrückung
einer Druckschwingung im 100 Hz-Bereich aufgenommen worden ist. Die Anregung des Massenstromes
erfolgt antisymmetrisch zu den sich innerhalb der Scherschicht ausbildenden thermoakustischen
Schwingungen. Als Massenstrom wurde Stickstoff verwandt.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Brenner
- 2
- Brennkammer
- 3
- Brenneraustritt
- 4
- Austrittskanal
- 5
- Scherschicht
- 6
- Ventil
1. Verfahren zur Unterdrückung von thermoakustischen Schwingungen und Strömungswirbeln
innerhalb einer Brennkammer (2) einer Strömungskraftmaschine, wobei
- in einem Brenner (1) ein Brennstoff-/Luftgemisch bereitstellt und in die Brennkammer
(2) eingeleitet wird und
- das Brennstoff-/Luftgemisch innerhalb der Brennkammer (2) zur Zündung gebracht wird
und Heissgase gebildet werden, wobei
- der Brennkammer (2) ein zusätzlicher Massenstrom zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Massenstrom unmittelbar am Brenneraustritt (3) in eine sich an einer Abrisskante
des Brenners (1) bildende Scherschicht (5) eingebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Brennstoff-/Luftgemisches in einem Brenner (1) erzeugt wird, der aus mindestens
zwei hohlen, in Strömungsrichtung des Brennstoff-/Luftgemisches ineinandergeschachtelten
Teilkörpern besteht, deren Mittelachsen zueinander versetzt laufen, dergestalt, dass
benachbarte Wandungen der Teilkörper tangentiale Lufteintrittskanäle für die Einströmung
von Verbrennungsluft in einen von den Teilkörpern vorgegebenen Innenraum bilden, und
wobei der Brenner (1) zumindest eine Brennstoffdüse aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Massenstrom an der Innenseite des Brenneraustritts (3) in die Scherschicht (5)
eingebracht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein gasförmiger Massenstrom aus Luft, Stickstoff oder Erdgas in die Scherschicht (5)
eingebracht wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein flüssiger Brennstoff als Massenstrom in die Scherschicht (5) eingebracht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Massenstrom kontinuierlich in die Scherschicht (5) eingebracht wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Massenstrom gepulst in die Scherschicht (5) eingebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die gepulste Beimischung des Massenstroms mittels einer Steuereinheit (6) erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (6) mit einem offenen oder geschlossenen Regelkreis betrieben wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Massenstrom mit einer Pulsationsfrequenz zwischen 1 Hz und 5 kHz, vorzugsweise
mit einer Frequenz zwischen 50 Hz und 300 Hz, in die Scherschicht (5) eingebracht
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein offener Regelkreis ein Anregungssignal erzeugt, das in keiner bestimmten Phasenbeziehung
zu einem gemessenen Signal steht, das die, sich innerhalb der einer Brennkammer (2)
entstehenden thermoakustischen Schwingungen und Strömungswirbel charakterisiert.
12. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
einem geschlossenen Regelkreis ein Signal zugeführt wird, das die, sich innerhalb
der einer Brennkammer (2) entstehenden thermoakustischen Schwingungen und Strömungswirbel
charakterisiert und als Anregungssignal für den gepulsten Massenstrom verwendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das dem geschlossenen Regelkreis zugeführte Signal gemessen, gefiltert, phasengedreht
und verstärkt wird.
14. Vorrichtung zur Unterdrückung von thermoakustischen Schwingungen und Strömungswirbeln
innerhalb einer Brennkammer (2) einer Strömungskraftmaschine, die
- einen Brenner (1),
- eine dem Brenner (1) nachfolgend angeordnete Brennkammer (2) und
- mindestens einen Austrittskanal (4) zur Einbringung zeine zusätzlichen Massenstroms
umfasst, welcher Austrittskanal (4) in die Brennkammer (2) mündet,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der mindestens eine Austrittskanal (4) am Brenneraustritt (3) an einer Abrisskante
des Brenners (1) in die Brennkammer (2) mündet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
der mindestens eine Austrittskanal (4) an der Innenseite des Brennerausfitts (3) in
die Brennkammer (2) mündet.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Brenner (1) ein Kegelbrenner ist, dessen Brenneraustritt (3) eine weitgehend kreisringförmige
Kontur aufweist, entlang der wenigstens teilweise der Austrittskanal (4) mündet.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Zuleitungsbereich des Austrittskanals (4) eine Regeleinheit vorgesehen ist, durch
die der Massenstrom gepulst die Brennkammer (2) einbringbar ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Regeleinheit ein Ventil (6) ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strömungskraftmaschine eine Gasturbinenanlage ist.
1. Method of suppressing thermoacoustic vibrations and flow eddies within a combustion
chamber (2) of a turbomachine, wherein
- a fuel/air mixture is provided in a burner (1) and is introduced into the combustion
chamber (2) and
- the fuel/air mixture inside the combustion chamber (2) is caused to ignite and hot
gases are formed,
- the combustion chamber (2) being supplied with an additional mass flow,
characterized in that
- the mass flow is introduced directly at the burner outlet (3) into a shear layer
(5) forming at a separation edge of the burner (1).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the fuel/air mixture is generated in a burner (1), which consists of at least two
hollow partial bodies nested one within the other in the flow direction of the fuel/air
mixture, the centre lines of which partial bodies are offset relative to one another
in such a way that adjacent walls of the partial bodies form tangential air inlet
ducts for the flow of combustion air into an internal space specified by the partial
bodies, the burner (1) having at least one fuel nozzle.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the mass flow is introduced into the shear layer(s) on the inside of the burner outlet
(3).
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a gaseous mass flow of air, nitrogen or natural gas is introduced into the shear
layer (s).
5. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a liquid fuel is introduced as the mass flow into the shear layer (5).
6. Method according to Claims 1 to 5, characterized in that the mass flow is intoduced continuously into the shear layer(s).
7. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the mass flow is intoduced in pulse fashion into the shear layer(s).
8. Method according to Claim 7, characterized in that the pulsed mixing of the mass flow takes place by means of a control unit (6).
9. Method according to Claim 8, characterized in that the control unit (6) is operated with an open-chain or a closed-loop control circuit.
10. Method according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the mass flow is introduced into the shear layer(s) with a pulsation frequency between
1 Hz and 5 kHz, preferably with a frequency between 50 Hz and 300 Hz.
11. Method according to Claim 10, characterized in that an open-chain control circuit generates an excitation signal which has no specified
phase relationship to a measured signal which characterizes the thermoacoustic vibrations
and flow eddies occurring within the combustion chamber (2).
12. Method according to Claim 10, characterized in that a signal is supplied to a closed-loop control circuit which characterizes the thermoacoustic
vibrations and flow eddies occurring in the combustion chamber (2), and which is used
as the excitation signal for the pulsed mass flow.
13. Method according to Claim 12, characterized in that the signal supplied to the closed-loop control circuit is measured, filtered, phase-shifted
and amplified.
14. Appliance for suppressing thermoacoustic vibrations and flow eddies within a combustion
chamber (2) of a turbomachine, which comprises
- a burner (1),
- a combustion chamber (2) arranged following the burner (1) and
- at least one outlet duct (4) for introducing an additional mass flow, which outlet
duct (4) discharges into the combustion chamber (2),
characterized in that
- the at least one outlet duct (4) discharges into the combustion chamber (2) at the
burner outlet (3) at a separation edge of the burner (1).
15. Appliance according to Claim 14, characterized in that the at least one outlet duct (4) discharges into the combustion chamber (2) on the
inner side of the burner outlet (3).
16. Appliance according to Claim 14 or 15, characterized in that the burner (1) is a conical burner whose burner outlet (3) has a substantially circular
contour along which, at least in part, the outlet duct (4) discharges.
17. Appliance according to one of Claims 14 to 16, characterized in that a control unit, by means of which the mass flow can be introduced into the combustion
chamber (2) in pulses, is provided in the feed region of the outlet duct (4).
18. Appliance according to Claim 17, characterized in that the control unit is a valve (6).
19. Appliance according to one of Claims 14 to 18, characterized in that the turbomachine is a gas turbine installation.
1. Procédé pour supprimer des vibrations thermoacoustiques et des tourbillons à l'intérieur
d'une chambre de combustion (2) d'une turbomachine, dans lequel
- dans un brûleur (1) est fourni un mélange combustible/air qui est introduit dans
la chambre de combustion (2) et
- le mélange combustible/air est allumé à l'intérieur de la chambre de combustion
(2) et des gaz chauds se forment,
- un débit massique alimentant la chambre de combustion (2),
caractérisé en ce que
- le débit massique est introduit directement au niveau de la sortie du brûleur (3)
dans une couche de cisaillement (5) se formant au niveau d'une arête de rupture du
brûleur (1).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le mélange combustible/air est produit dans un brûleur (1) qui se compose d'au moins
deux corps partiels creux emboîtés l'un dans l'autre dans la direction de l'écoulement
du mélange combustible/air, dont les axes médians s'étendent de manière décalée l'un
par rapport à l'autre, de telle sorte que des parois voisines des corps partiels forment
des canaux d'entrée d'air tangentiels pour l'entrée de l'air de combustion dans un
espace interne prédéfini par les corps partiels, et le brûleur (1) présentant au moins
un injecteur de combustible.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le débit massique est introduit dans la couche de cisaillement (5) au niveau du côté
intérieur de la sortie du brûleur (3).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
un débit massique gazeux constitué d'air, d'azote ou de gaz naturel est introduit
dans la couche de cisaillement (5).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
un combustible liquide est introduit dans la couche de cisaillement (5) en tant que
débit massique.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le débit massique est introduit en continu dans la couche de cisaillement (5).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le débit massique est introduit de manière pulsée dans la couche de cisaillement (5).
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le mélange pulsé du débit massique est réalisé au moyen d'une unité de commande (6).
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (6) est entraînée avec un circuit de régulation ouvert ou fermé.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce que
le débit massique est introduit avec une fréquence de pulsations comprise entre 1
Hz et 5 kHz, de préférence avec une fréquence comprise entre 50 Hz et 300 Hz, dans
la couche de cisaillement (5).
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce qu'
un circuit de régulation ouvert produit un signal d'excitation qui n'est pas en relation
de phase déterminée avec un signal mesuré qui caractérise les vibrations thermoacoustiques et les tourbillons se produisant à l'intérieur de
la chambre de combustion (2), et est utilisé comme signal d'excitation pour le débit
massique pulsé.
12. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce qu'
un signal est acheminé à un circuit de régulation fermé et caractérise les vibrations thermoacoustiques et les tourbillons se produisant à l'intérieur de
la chambre de combustion (2), et est utilisé comme signal d'excitation pour le débit
massique pulsé.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
le signal acheminé au circuit de régulation fermé est mesuré, filtré, soumis à une
rotation de phase, et amplifié.
14. Dispositif pour supprimer des vibrations thermoacoustiques et des tourbillons à l'intérieur
d'une chambre de combustion (2) d'une turbomachine, qui comprend :
- un brûleur (1),
- une chambre de combustion (2) disposée après le brûleur (1) et
- au moins un canal de sortie (4) pour l'introduction d'un débit massique supplémentaire,
lequel canal de sortie (4) débouche dans la chambre de combustion (2),
caractérisé en ce que
- l'au moins un canal de sortie (4) débouche à la sortie du brûleur (3) au niveau
d'une arête de rupture du brûleur (1) dans la chambre de combustion (2).
15. Dispositif selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
l'au moins un canal de sortie (4) débouche dans la chambre de combustion (2) au niveau
du côté intérieur de la sortie du brûleur (3).
16. Dispositif selon la revendication 14 ou 15,
caractérisé en ce que
le brûleur (1) est un brûleur sous forme de cône dont la sortie de brûleur (3) présente
un contour essentiellement annulaire circulaire le long duquel débouche au moins en
partie le canal de sortie (4).
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 16,
caractérisé en ce que
l'on prévoit dans la région d'alimentation du canal de sortie (4) une unité de régulation
qui permet d'introduire le débit massique de manière pulsée dans la chambre de combustion
(2).
18. Dispositif selon la revendication 17,
caractérisé en ce que
l'unité de régulation est une soupape (6).
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 18,
caractérisé en ce que
la turbomachine est une installation de turbine à gaz.

