[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schrank, insbesondere einen Gefahrstoffschrank,
umfassend einen aus dem Schrank herausziehbaren Auszug wie Schublade sowie den Schrank
verschließbare Tür mit vorzugsweise selbstätigem Schließmechanismus.
[0002] Entsprechende Gefahrstoffschränke dienen zur vorschriftsmäßigen Lagerung von Gefahrstoffen
in Arbeitsräumen. Dabei kann der Schrank eine feuerbeständige Konstruktion mit einer
Feuerwiderstandsfähigkeit von 90 Minuten aufweisen. Neben den ausziehbaren Schubladen
können weitere höhenverstellbare Lagerebenen vorgesehen sein, um Kleingebinde, Flaschen
etc. abzustellen. Die Türen selbst weisen häufig eine automatische Türfeststelleinrichtung
auf, die im Brandfall selbstschließend ist. Im Brandfall kann des Weiteren eine Abdichtung
zwischen Tür und Türrahmen durch Aufschäumen von Dichtungsmaterial erfolgen. Manche
Auszüge bzw. Schubladen ermöglichen eine Arretierung in jeder Position, so dass ein
Einstellen von Gefäßen mit zwei Händen erfolgen kann. Auch besteht die Möglichkeit,
dass die Schublade im Brandfalle durch Thermoauslösung selbst schließt. Dabei besteht
jedoch die Gefahr, dass dann, wenn auch die Tür selbstschließend ausgebildet ist,
Schublade und Tür sich gegeneinander behindern, d. h. verklemmen, so dass ein automatisches
Schließen des Schrankes nicht erfolgt.
[0003] Auch sind Auszugsschränke hinreichend bekannt, wie solche, die nach DIN 12925-1 eine
Feuerstandsdauer von 20 bis 90 Minuten aufweisen. Dabei werden die Auszüge entweder
entsprechend der DIN-Norm unmittelbar selbsteinfahrend oder vorgespannt blockiert,
wobei im Brandfalle eine thermische Auslösung erfolgt. Bei entsprechenden Schränken
ist das Auszugfrontteil im Brandfalle dem Feuer ausgesetzt und muss entsprechend unbrennbar
bzw. isolierend gestaltet sein. Entsprechende feuerbeständige Auszugsfrontabschnitte
sind relativ schwer und üben gegenüber einer Auszugsführung einen ungünstigen Hebel
aus. Daher ist es erforderlich, dass Auszugsführungen sehr stabil und damit teuer
ausgebildet werden. Alternativ könnten die zulässigen Nutzlasten reduziert werden.
Unabhängig hiervon ist es erforderlich, dass die Fugen um den Frontabschnitt des Auszuges
feuerbeständig ausgebildet werden, Maßnahmen, die einen hohen technischen Aufwand
erfordern. Auch sollte jeder Auszug abschließbar sein. Bedingt durch den nach der
DIN-Vorschrift geforderten auch im Falle einer Fehlbedienung zu gewährleistenden Zwangseinlauf
sind entsprechende Maßnahmen aufwendig und teuer.
[0004] Das DE 297 21 726 Ul hat einen Laborschrank zum Gegenstand, bei dem eine Schublade
im Brandfalle über eine Schließvorrichtung automatisch in den Schrank hineinziehbar
ist. In der Offenstellung kann die Schublade zusätzlich arretiert werden.
[0005] Die WO 92/20259 bezieht sich auf einen Küchenschrank, dessen Schubladen automatisch
mit dem Verschwenken einer Tür herausgezogen bzw. hineinbewegt werden. Hierzu verläuft
in der Schublade ein Kulissenschlitz, in den ein Vorsprung eingreift, der von einem
mit der Tür verbundenen Arm ausgeht.
[0006] Die DE 30 42 658 A1 (FR 2 493 691) bezieht sich auf einen Schrank für medizinische
oder zahnärztliche Praxiseinrichtungen mit zumindest einer Schublade, deren Bewegung
über federnde Anschläge abgebremst wird.
[0007] Aus der DE 40 41 705 C1 ist eine automatische Schließanlage für feuerfeste Schränke
bekannt, die einen Schließmechanismus für die Tür des Schrankes und einen Sperrmechanismus
zum Verriegeln der Tür aufweist, die von einem gemeinsamen Steuerhebel gesteuert und
betätigt werden.
[0008] Ein aus der US 4,619,076 bekannter Sicherheitsschrank weist eine Tür auf, die einen
vollautomatischen Schließmechanismus aufweist, der im Brandfall gewährleistet, dass
der Schrank vollständig verschlossen und abgedichtet ist.
[0009] Um das Innere eines eine Schublade aufweisenden Tresors gegen Feuer zu schützen,
ist nach der US 4,373,450 die Schublade mit einer inneren Tür verbunden, über die
der Innenraum des Tresors abdichtbar ist.
[0010] Die DE 35 27 287 A1 bezieht sich auf eine automatische Schließanlage für feuerfeste
Schränke, umfassend einen elektromagnetisch verriegelbaren Türschließer und einen
automatischen Sperrmechanismus.
[0011] Aus der EP 0 099 465 A2 ist ein kombinierter Tagestresor bekannt, in dem Banknoten
und Hartgeld bereitgehalten werden. Bei Zahlungsvorgängen sind jeweils nur Teilwertmengen
nach einstellbarer Zeitverzögerung verfügbar.
[0012] Der DE 195 02 863 A1 ist eine Schließvorrichtung zum automatischen und zeitverzögerten
Schließen von insbesondere gekippten oder leicht aufgeschwenkten Flügeln von Fenstern
unter Verwendung eines mechanischen Zeitschaltsystems bekannt.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zu Grunde, einen Schrank der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, dass in die ausziehbaren Auszüge wie Schubladen Gegenstände
mit zwei Händen eingestellt werden können, ohne dass die Gefahr besteht, dass die
Schubläden beim Einstellen bzw. Herausnehmen unkontrolliert schließen. Gleichzeitig
soll jedoch die Schublade nach der Benutzung zu einer Behinderung nicht mehr führen.
Nach einem weiteren Aspekt soll sichergestellt sein, dass sich im Brandfall Auszug
und Tür nicht gegenseitig behindern. Auch soll im Vergleich zu Schränken bekannter
Bauart ohne Veränderung der Außenmaße eine Nutzlasterhöhung möglich sein. In Bezug
auf die Auszüge soll auf einfache Konstruktionen zurückgegriffen werden können, ohne
dass Brand- bzw. Feuerschutzforderungen außer Acht gelassen werden.
[0014] Erfindungsgemäß wird das Problem im Wesentlichen dadurch gelöst, dass der Auszug
mit einem Einzugsmechanismus derart versehen ist, dass der Auszug zeitverzögert automatisch
in den Schrank einziehbar ist oder zu Beginn seines Einzugs zeitverzögernd einziehbar
ist. Zeitverzögert automatisch Einziehen bedeutet dabei auch, dass nach dem Herausziehen
des Auszuges dieser zu Beginn sehr langsam, also zeitverzögernd eingezogen wird, um
anschließend schneller in die eingezogene Stellung bewegt zu werden. Auch erfolgt
das automatische Einziehen unabhängig von Umgebungsbedingungen, also abweichend von
der Lehre des DE 297 21 726 U1, nach der ein Schließmechanismus erst im Brandfall
aktiviert wird.
[0015] Dabei kann der Auszug nach dem Herausziehen in Richtung seiner eingezogenen Stellung
über z. B. ein Federelement kraftbeaufschlagt sein, wobei der Auszug in seiner ausgezogenen
Stellung in einer arretierbaren Stellung haltbar und durch von dem Federelement hervorgerufene
Einzugskraft zeitverzögert aus seiner ausgezogenen bzw. arretierten Stellung in den
Schrank hinein bewegbar ist. Insbesondere ist jedoch vorgesehen, dass auf den Auszug
ein Einzugsmechanismus in Form eines Fluiddruck- wie Öldruckschließer einwirkt, wobei
ein Fluidausgleich zwischen durch einen Kolben getrennte Zylinderkammer über zwei
unterschiedliche Strömungsquerschnitte aufweisende Ventile derart erfolgt, dass zunächst
ein Rückströmen von einer Kammer in die andere relativ langsam erfolgt, und zwar dann,
wenn der Auszug herausgezogen ist, um anschließend durch Zuschalten des zweiten Ventils
relativ schnell eingezogen werden zu können. Hierdurch ergibt sich ein quasi zweistufiges
Zurückbewegen, nämlich ein zunächst sehr langsames Zurückziehen, durch das die Zeitverzögerung
realisiert wird, um hinreichend Zeit zum Entleeren bzw. Bestücken des Auszugs zur
Verfügung zu haben, und ein sich anschließendes schnelles Zurückbewegen. Der Beginn
des Einziehens entspricht demnach einer Zeitverzögerung mit der Folge, dass hinreichend
Zeit zur Verfügung steht, einen entsprechenden Auszug mit zwei Händen zu befüllen
bzw. zu entleeren.
[0016] Der Fluiddruckschließer kann einen einarmigen Hebel umfassen, mit dem beim Herausziehen
des Auszuges eine in dem Fluiddruckschließer vorhandene Feder wie Zugfeder gespannt
wird.
[0017] Der Hebel selbst sollte endseitig ein mit dem Auszug wechselwirkendes Gleitelement
aufweisen, das vorzugsweise in einer Ausnehmung und/oder an einem Anschlag des Auszuges
anliegt. Insbesondere weist der Auszug rückseitig einen in seine Bodenfläche unterragenden
Abschnitt auf, der mit dem Hebel zum Verstellen des Auszuges wechselwirkt.
[0018] Der Fluiddruckschließer bzw. dessen den Zylinder aufnehmendes Gehäuse geht vorzugsweise
von einer Innenwandung des Schrankes aus.
[0019] Mit anderen Worten sieht die Erfindung vor, dass der Auszug über z. B. einen Fluiddruckschließer
als der Einzugsmechanismus derart einziehbar ist, dass von ausgezogener Stellung des
Auszugs beginnend der Auszug über eine Strecke A in einer Zeit T1 und über eine sich
anschließende bis zum vollständigen Einzug sich erstreckende Strecke B in der Zeit
T2 einziehbar ist, wobei T1 > T2, insbesondere T1 > 2 T2 ist.
[0020] Der Fluiddruckschließer weist einen Zylinder mit in diesem verstellbaren Kolben wie
Kolbenstange auf, die zylinderaußenseitig als Zahnstange ausgebildet ist und mit einem
Ritzel zusammenwirkt, über das der Hebel verschwenkbar ist. Der Zylinderinnenraum
selbst wird durch den Kolben in eine erste und eine zweite Kammer unterteilt, wobei
die erste Kammer von der Kolbenstange durchsetzt ist und in der sich das zwischen
dem Kolben und Innenwandung des Zylinders erstreckende Federelement angeordnet ist.
Die erste Kammer ist mit der zweiten Kammer über zwei unterschiedliche Strömungsquerschnitte
aufweisende Ventile verbunden, wobei in ausgezogener Stellung des Auszug die zweite
Kammer bei abgesperrtem einen größeren Strömungsquerschnitt aufweisenden ersten Ventil
mit dem einen kleineren Strömungsquerschnitt aufweisenden zweiten Ventil verbunden
ist und nach Einziehen des Auszuges über die Strecke A das erste und zweite Ventil
mit der zweiten Kammer mit der Folge verbunden ist, dass der Kolben aufgrund der auf
diesen einwirkenden Feder in seine Grundposition sodann schneller zurückverschoben
wird und somit der Auszug eingezogen ist.
[0021] Insbesondere ist vorgesehen, dass der Schrank selbst durch eine eine Brandschutzfunktion
ausübende Tür verschließbar ist, wodurch der Auszug konstruktiv einfach ausgebildet
sein kann. Insbesondere ist es nicht erforderlich, dass das Auszugsfrontteil feuerbeständig
und somit relativ schwer ausgebildet ist, wodurch wiederum die Auszugsführungen entsprechend
stabil gestaltet werden müssten. Durch all diese Maßnahmen würde die Nutzlast des
Schrankes eingeschränkt werden. Ferner bedarf es keiner feuerbeständigen Ausbildung
der Fugen im Frontbereich des Schrankinneren.
[0022] Des Weiteren ist vorgesehen, dass der Auszug mit einem Einzugsmechanismus versehen
ist, dessen Zugkraft derart gewählt ist, dass auch bei an dem Auszug anliegender Tür,
also im Falle einer Kollision zwischen dieser und dem Auszug, der Auszug mittels des
Einzugsmechanismus einziehbar ist. Hierzu ist vorgesehen, dass von dem Auszug ein
Gleitelement ausgeht, an dem sich die Tür abstützen kann. Als Gleitelement kommt insbesondere
ein Radelement in Frage.
[0023] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Auszug in seiner
ausgezogenen Stellung direkt oder indirekt mit einem Reibelement wie Reibfläche wechselwirkt,
wodurch das Zurückziehen des Auszuges zeitverzögert wird. Dabei ist die Zeitverzögerung
derart, dass nach herausgezogenem Auszug hinreichend Zeit zur Verfügung steht, um
den Auszug befüllen bzw. aus diesem Gegenstände entnehmen zu können, und der Auszug
erst anschließend durch das Druck- bzw. Zugelement wie Federelement in seine eingezogene
Stellung zurückbewegt wird.
[0024] Insbesondere ist vorgesehen, dass von dem Auszug ein Reib- wie Gummielement ausgeht,
das mit einer von einer Schrankwandung wie Seitenwandung ausgehenden Element wie Vorsprung
wechselwirkt. Insbesondere geht jedoch von dem Auszug ein entsprechendes mit einem
Reib- wie Gummielement wechselwirkendes Element aus, wobei es sich bei dem Gummielement
um einen Moosgummi handeln kann. In Abhängigkeit von der Druckbeaufschlagung zwischen
dem vorspringenden Element und dem Reib- wie Gummielement wird der Auszug zeitverzögert
in seine Grundstellung zurückgezogen. Dabei kann die Druckbeaufschlagung eingestellt
werden, um die Zeitdauer, in der sich der Auszug in seiner ausgezogenen Position befindet,
vorgeben zu können.
[0025] Nach einem besonders hervorzuhebenden eigenerfinderischen Vorschlag der Erfindung
ist vorgesehen, dass der Auszug nach einer Zeit TX von seiner ausgezogenen Stellung
in seine eingezogene Stellung verfahrbar ist, die kleiner als eine Zeit TY ist, nach
der die Tür über den Schließmechanismus verschließbar bzw. der Schließvorgang auslösbar
ist. Durch die vorgegebenen Zeitdauern ist sichergestellt, dass die Tür erst dann
automatisch verschlossen wird, wenn der Auszug in seiner eingezogenen Stellung vorliegt,
so dass das Schließen wie Verschwenken der Tür nicht behindert werden kann.
[0026] Die technischen Möglichkeiten, die Zeiten TX und TY sinnvoll zu synchronisieren bzw.
zu koordinieren, sind im Wesentlichen unter dem Oberbegriff Schließfolgeregelung zusammenzufassen.
Die Schließfolgeregelung kann über unterschiedliche Prinzipien realisiert werden.
Als Beispiele sind anzugeben:
- mechanisch, z. B. vermittels Bolzen, Winkel und Wippe,
- pneumatisch, über Zylinder, Drossel und Ventil,
- hydraulisch, mit prinzipiell den analogen Stellgliedern aus der Pneumatik,
- elektrisch, z. B. mit Sensoren und Elektromagneten.
[0027] Dabei ist zu beachten, dass bei nicht technisch belüfteten Gefahrstoffschränken das
Innere des Schrankes Zone 1 und bei technisch belüfteten Gefahrstoffschränken das
Innere des Schrankes Zone 2 für den Explosionsschutz darstellen und somit elektrische
Stellglieder im Inneren des Schrankes in Ex-geschützter Version auszuführen sind.
[0028] Eine andere Möglichkeit, die Tür zu arretieren, ist dadurch gegeben, dass von einer
Befestigungsfläche wie Schrankwand ein schwenkbarer Hebel ausgeht, dessen einer Schenkel
federkraftbeaufschlagt ist und dessen anderer Schenkel mit einem Abschnitt wie Vorsprung
des Auszugs derart wechselwirkt, dass bei herausgezogenem Auszug der Vorsprung zwischen
dem zweiten Schenkel und der Befestigungsfläche verläuft, wobei auf den Auszug einwirkende
Einziehkraft das Hebelelement entgegen dessen Federkraftbeaufschlagung verschwenkt.
In Abhängigkeit von der Federkraft und der Einzugskraft wird der Hebel zeitverzögert
derart verschwenkt, dass dieser in Ausgriff mit dem Abschnitt bzw. Vorsprung des Auszugs
gelangt, so dass dieser in den Schrank hineinziehbar ist.
[0029] Nach einem weiteren Vorschlag kann von dem Auszug ein schräg zu dessen Zugrichtung
und vorzugsweise rampenförmig verlaufender Abschnitt wie Vorsprung wie Federbügel
ausgehen, der mit einem druckbeaufschlagten Kolben derart wechselwirkt, dass dieser
beim Einziehen des Auszuges zeitverzögert entgegen dessen Druckbeaufschlagung von
dem Abschnitt bzw. Vorsprung weggedrückt wird. Die Dauer des Wechselwirkens zwischen
dem Kolben und dem Abschnitt bzw. Vorsprung gibt folglich die Zeitverzögerung vor,
nach der der Auszug von seiner ausgezogenen Stellung vollständig in seine eingezogene
Stellung bewegt wird.
[0030] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Auszug mit einer reinen Zeitsteuerung
versehen werden kann, wobei beim Öffnen desselben über eine Zahnstange oder ein Ritzel
eine Nockenscheibe so verstellt wird, dass ein mit dieser verbundender Zeitmechanismus
wie Uhr so verstellt wird, dass nach Ablauf derselben die Nockenscheibe einen Sperrnocken
freigibt, so dass die Schublade mittels ihrer Einzugseinrichtung einfahren kann. Hierbei
ist es im Prinzip möglich, die Nockenfreigabe rein mechanisch erfolgen zu lassen.
Die dazu notwendige Energie kann z. B. aus der mechanischen Energie, die beim Öffnen
der Schublade aufgewendet werden muss, abgezweigt werden.
[0031] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass ein mit
einer Zeitsteuerung verbundener verschwenkbarer Hebel mit von dem Auszug ausgehendem,
ersten und zweiten Abschnitt wie Vorsprüngen beim Herausziehen des Auszugs wechselwirkt
und dass über den ersten Abschnitt der Hebel bei gleichzeitiger Aktivierung der Zeitsteuerung
derart verschwenkbar ist, dass der Auszug durch Anliegen des zweiten Abschnitts an
dem Hebel arretiert ist und dass nach durch die Zeitsteuerung vorgegebener Zeit der
Hebel den zweiten Abschnitt freigibt. Dabei ist der erste das Aktivieren der Zeitsteuerung
bewirkende Abschnitt näher zum Hebel hin angeordnet als der zweite Abschnitt.
[0032] Die Zeitsteuerung selbst umfasst ein Uhrwerk, über das der Hebel verschwenkbar ist,
der seinerseits vorzugsweise einen ersten und zweiten elastisch miteinander verbundene
innere und äußeren Abschnitt umfasst, wobei der äußere Abschnitt mit dem ersten und
zweiten von dem Auszug ausgehenden Abschnitt wechselwirkt. Eine elastische Verbindung
zwischen dem inneren und äußeren Abschnitt des Hebels kann beispielhaft durch ein
Schraubenfederelement realisiert sein.
[0033] Des Weiteren ist vorgesehen, dass der Auszug über ein Dämpfungselement geführt in
den Schrank einziehbar ist. Hierzu kann vorgesehen sein, dass entlang vom Verschiebeweg
des Auszugs eine Führungsstange verläuft, die ein eine gewünschte Reibung hervorrufendes
Hülsenelement oder Schlitten durchsetzt, das bzw. der mit dem Auszug verbunden ist.
Reibelement und Führungsstange können selbstverständlich auch untereinander ausgetauscht
werden.
[0034] Ist jedem Auszug vorzugsweise ein gesonderter Einzugs- bzw. Arretiermechanismus bzw.
eine Zeitverzögerungseinrichtung zugeordnet, so besteht auch die Möglichkeit, dass
mehreren Auszügen des Schranks eine gemeinsame Zeitsteuerung zugeordnet ist.
[0035] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination
-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von den Zeichnungen zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispielen.
[0036] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Gefahrstoffschranks,
- Fig. 2
- im Ausschnitt einen Schrank mit einer ersten Ausführungsform einer Zeitverzögerungseinrichtung
zum Einziehen eines Auszuges,
- Fig. 3
- im Ausschnitt einen Schrank mit einer zweiten Ausführungsform einer Zeitverzögerungseinrichtung
zum Einziehen eines Auszuges,
- Fig. 4
- im Ausschnitt einen Schrank mit einer dritten Ausführungsform einer Zeitverzögerungseinrichtung
zum Einziehen eines Auszuges,
- Fig. 5
- eine vierte Ausführungform einer Zeitverzögerungseinrichtung zum Einziehen eines Auszuges,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Gefahrstoffschrankes, parallel
zu seiner Frontseite,
- Fig. 7
- der Gefahrstoffschrank nach Fig. 6 im Schnitt senkrecht zu dem der Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch den Schrank gemäß Fig. 6 und 7 parallel zur Grundfläche,
- Fig. 9
- ein Detail eines Schließmechanismus des Schranks der Fig. 6 bis 8,
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Gefahrstoffschranks,
- Fig. 11
- einen Schnitt des Gefahrstoffschranks gemäß Fig. 10 parallel zu seiner Grundfläche,
- Fig. 12
- ein Detail des Schranks nach Fig. 10 und
- Fig. 13-16
- verschiedene Positionen eines einer Zeitverzögerungseinrichtung zugeordneten Auszuges.
[0037] In Fig. list rein prinzipiell ein Schrank wie Gefahrstoffschrank 10 mit Schrankkorpus
12, Tür 14 sowie Auszug 16 dargestellt. Die Tür 14 weist einen Schließmechanismus
18 auf, der im Brandfall die Tür 14 schließt. Dabei ist der Schließmechanismus 18
derart ausgebildet, dass die Tür 14 nach einer Zeit T1 schließt.
[0038] Der Auszug 16 weist erfindungsgemäß einen Einzugsmechanismus derart auf, dass nach
herausgezogenem Auszug dieser zeitverzögert bzw. zeitverzögernd automatisch in den
Schrank 10 hineingezogen wird. Hierzu sind vorzugsweise mechanische Zeitverzögerungseinrichtungen
vorgesehen. Selbstverständlich können auch andere elektromechanische oder elektronisch
arbeitende Zeitverzögerungseinrichtungen zur Anwendung gelangen, ohne dass die Erfindung
verlassen wird.
[0039] Bevorzugte Zeitverzögerungseinrichtungen sind den Fig. 2 - 5 zu entnehmen. So geht
in Fig. 2 von einem Auszug wie Schublade 20 ein von einer Außenfläche 22 ausgehender
konus- oder knopfförmiger Vorsprung 24 aus, der bei herausgezogenem Auszug 20 mit
einer von einer Innenfläche 26 einer Schrankwandung 28 ausgehenden Reibfläche 30 wechselwirkt,
die aus Moosgummi bestehen kann. Auf die Schublade 20 selbst wirkt ein Druck- oder
Zugelement 32, das aus Gründen der Vereinfachung als Federelement bezeichnet wird,
da dieses grundsätzlich zum Einsatz gelangt. Wirkt der Vorsprung 24 mit der Moosgummifläche
30 zusammen, so entsteht eine der durch das Federelement 32 hervorgerufenen Einzugskraft
(Pfeilrichtung 34) entgegenwirkende Reibung, die zu überwinden ist, damit der Auszug
20 in den Schrank hineingezogen werden kann. In Abhängigkeit von der Druckbeaufschlagung
zwischen Vorsprung 24 und Reibfläche 30 wird folglich der Auszug 20 zeitverzögert
in den Schrank hineingezogen.
[0040] Selbstverständlich kann auch von dem Auszug 20 eine der Reibfläche 30 entsprechende
Fläche und von dem Schrankkorpus 12 ein dem Vorsprung 24 entsprechender Vorsprung
ausgehen, die miteinander wechselwirken.
[0041] Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 geht von einer Begrenzungswandung 36 eines
Auszuges 38 ein stiftförmiger Vorsprung 40 aus, der mit einem Hebelelement 42 wechselwirkt,
der um eine Achse 44 verschwenkbar ist. Dabei wirkt ein Schenkel 46 des Hebelelementes
42 mit dem Vorsprung 40 des Auszuges 36 und der weitere Schenkel 48 mit einem Federelement
50 bzw. einem von diesem beaufschlagten Kolben 52 zusammen, der von einer Befestigungswandung
54 wie Innenfläche 56 einer Wandung des Schrankes ausgeht. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 3 befindet sich der Auszug 38 in seiner ausgezogenen Position. In diesem
Fall verläuft der Vorsprung 40 zwischen dem Hebelelement 42 bzw. dem Schenkel 46 und
der Befestigungsfläche 56. Damit der Auszug 38 durch die von dem Federelement 58 hervorgerufene
Einzugskraft in den Schrank hineingezogen werden kann, muss das Hebelelement 42 entgegen
der von der Feder 50 hervorgerufenen Kraft verschwenkt werden. Daher ist die Zugkraft
des Federelementes 58 stärker als die Druckkraft des Federelementes 52, das auf das
Hebelelement 42 einwirkt. Sobald die Kraft des Federelementes 50 überwunden wird,
ist das Hebelelement 42 derart verschwenkt, dass der Vorsprung 40 mit dem Schenkel
46 in Ausgriff gelangt, so dass infolgedessen der Auszug 38 in den Schrank hineinziehbar
ist.
[0042] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 geht von einem Auszug 60 ein vorzugsweise
als Federstahlbügel ausgebildeter Vorsprung mit einer rampenförmigen Gleitfläche 64
aus, die schräg zur Zugrichtung 66 des Auszugs 60 verläuft. In ausgezogener Position
des Auszugs 60 liegt an der Gleitfläche 64 ein Kolben 68 an, der mittels eines in
einem Zylinder 70 verlaufenden Federelements 72 in Richtung der Gleitfläche 64 kraftbeaufschlagt
ist. Durch die Zugkraft des Federelementes 74 wird der Kolben 68 entgegen der von
dem Federelement 72 hervorgerufenen Kraft in den Zylinder 70 mit der Folge hineingedrückt,
dass der Kolben 68 in Ausgriff mit dem Vorsprung 62 gelangt, so dass der Auszug 60
in den Schrank hineingezogen werden kann. In Abhängigkeit von der von dem Federelement
72 hervorgerufenen Kraft erfolgt das Einziehen entsprechend zeitverzögert.
[0043] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist auf oder an einem Auszug 73 eine Zahnstange
74 befestigt, welche mit einer Nockenscheibe 75 in einem Bereich 77 in Eingriff gebracht
werden kann, so dass ein Uhrwerk 76 wie Federuhrwerk aufgezogen wird, welches für
eine vorbestimmt Zeit die Zahnstange 74 blockiert und nach der voreingestellten Zeit
über die zahn- und nockenfreie Kurvenscheibe 78 die Schublade 73 freigibt.
[0044] Unabhängig von der gewählten Konstruktion, um den Auszug 16, 20, 38, 60 bzw. 73 zeitverzögert
in den Schrank 10 hineinzuziehen, sollte die Zeitverzögerung auf die des Schließmechanismus
18 der Tür 14 derart eingestellt sein, dass diese mit einer größeren Zeitverzögerung
geschlossen wird als der jeweilige Auszug 16, 20, 38, 60, 73. Somit ist im Brandfall
sichergestellt, dass die Tür 14 erst dann verschlossen wird, wenn sich der Auszug
16, 20, 38, 60, 73 im Schrank 10 befindet. Eine Behinderung des Schließens der Tür
14 ist somit ausgeschlossen.
[0045] In den Fig. 6 bis 9 ist ein Gefahrstoffschrank 80 bzw. Details dieses dargestellt,
durch die die erfindungsgemäße Lehre besonders vorteilhaft realisiert wird, so dass
insoweit ein eigenerfinderischer Gehalt gegeben ist. Der Schrank umfasst dabei eine
Tür 82, die - wie die Seitenwandungen 84, 86, 88 und Kopf- und Bodenwandungen 90,
92 - feuerbeständig ausgebildet ist. Mit anderen Worten üben sowohl die Drehtür 82
als auch die Wandungen 84, 86, 88, 90, 92 Brandschutzfunktion aus. Dies wiederum bedeutet,
dass in dem Schrank 80 vorhandene Auszüge, von denen einer rein beispielhaft mit dem
Bezugszeichen 94 versehen ist, konstruktiv einfach im Vergleich zu Auszugsschränken
ausgebildet sein können, die keine Brandschutztür aufweisen. Somit ist es nicht erforderlich,
dass die Frontabschnitte der Auszüge 94 unbrennbar bzw. isolierend gestaltet sind,
wodurch die Auszüge 94 eine Kopflastigkeit erfahren, die durch besonders stabile Schubkastenführungen
kompensiert werden müsste.
[0046] Da der erfindungsgemäße Schrank 80 durch die Außenwandungen 84, 86, 88, die Tür 82
sowie die Kopf- und Bodenwandungen 90, 92 feuerbeständig ausgebildet ist, können die
Auszugskonstruktionen auf ihre eigentliche Anforderung reduziert werden. Somit kann
auf preisgünstige Standardlösungen zurückgegriffen werden, wobei übliche Nutzlasten
von 35, 45 oder 100 kg ohne weiteres realisierbar sind.
[0047] Entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 weist der Schrank 80 einen Schließmechanismus
auf. Die Tür 82 ist folglich selbstschließend ausgebildet. Um im Falle einer Kollision
zwischen der Tür 82 und dem Auszug 94 ein Einziehen des Auszuges 94 über einen nachstehend
näher zu beschreibenden Einzugsmechanismus 96 sicherzustellen, geht von dem Auszug
94, vorzugsweise im Bereich seiner Frontseite 98, ein Gleitelement wie Rolle 100 aus,
an der sich die Tür 82 mit seiner Innenfläche 102 abstützt. Durch das gleitende Abstützen
von Auszug 94 und Tür 82 kann erstere über den Einzugsmechanismus 96 in den Schrank
80 hineingezogen werden, ohne dass auf Grund der von der Tür 82 einwirkende Kraft
ein Hemmen erfolgt, das ein Bewegen unterbindet. Selbstverständlich kann durch - gezielte
Zeitverzögerung des Schließens der Tür 82 auch sichergestellt werden, dass ein Berühren
zwischen dieser und einer Schublade unterbleibt oder weitgehend unterbleibt, so dass
eine gegenseitige Behinderung ausgeschlossen ist.
[0048] Damit eine Person, die den Schrank 80 nutzt bzw. in einen der Auszüge 94 mit beiden
Händen ein Behältnis einbringen bzw. entfernen kann, ist der Einzugsmechanismus 96
- entsprechend der zuvor erläuterten Ausführungsbeispiele - zeitverzögert bzw. zeitverzögernd
mit der Folge ausgebildet, dass der Auszug 94 in ausgezogener Position über eine vorgegebene
Zeit von z. B. 5 bis 20 Sekunden, insbesondere im Bereich von 10 Sekunden stationär
oder im wesentlichen stationär verharrt, um sodann beschleunigt eingezogen zu werden.
[0049] Ist nach dem Ausführungsbeispiel der der Fig. 1 bis 5 eine Arretierung des jeweiligen
Auszuges vorgesehen, um die gewünschte Zeitverzögerung zu erzielen, so ist nach der
Ausführungsform der Fig. 6 bis 9 ein Einzugsmechanismus vorzugswiese in Form eines
Fluiddruckschließers wie Öldruckschließers vorgesehen, der zunächst quasi ein Stillstehen
des Auszuges 94 ermöglicht, um den Auszug 94 be- bzw. entladen zu können, und sodann
den Auszug 94 mit definierter Dämpfung einzuziehen.
[0050] Der Fluiddruckschließer 96 umfasst einen Zylinder 104, in dem ein Kolben 106 axial
verschiebbar ist, der den Zylinder 104 in zwei Teilkammern 108 und 110 unterteilt.
Von dem Kolben 106 geht eine teilweise als Zahnstange ausgebildete Kolbenstange 112
aus, die über eine ein Ritzel 114 aufweisende Drehlagerung 116 einen einarmigen Schwenkhebel
118 verschwenkt (Pfeile A-B), der seinerseits - wie die Fig. 8 verdeutlicht - mit
dem Auszug 94, derart wechselwirkt, dass der Fluiddruckschließer 96 beim Herausziehen
des Auszuges 94 gespannt wird und nach Loslassen des Auszuges 94 mittels des Hebels
118 in den Schrank 80 hineingezogen wird. Hierzu verläuft in der kolbenstangenseitigen
Kammer 108 ein Federelement 120, das im Ausführungsbeispiel als Zugfeder ausgebildet
ist.
[0051] Der Hebel 118 weist endseitig ein Gleitelement 122 auf, das mit einem rückseitigen,
den Auszug 94 unterseitig unterragenden Abschnitt 124 wechselwirkt. Wird der Auszug
nach außen (Pfeilrichtung 126 in Fig. 8) gezogen, so wird der Hebel 118 mitgenommen.
Durch das Verschwenken des Hebels 118 wird die Zahnstange in den Zylinder 104 eingedrückt,
wodurch die Feder 120 gespannt wird. Gleichzeitig strömt von der Kammer 110 vorhandenes
Fluid wie Öl über Ventile 130, 132 in die Kammer 108. Wird der Auszug 94 losgelassen,
so entspannt sich das Federelement 120, wodurch der Kolben 106 im Ausführungsbeispiel
nach links bewegt wird. Gleichzeitig strömt das in der Kammer 108 vorhandene Öl über
eine nicht dargestellte Leitung zu den Ventilen 130, 132. Dabei ist zwar das Ventil
130 über den Kolben 106 versperrt. Über das Ventil 132 kann Öl in die Kammer 110 gelangen.
Da jedoch der Strömungsquerschnitt des Ventils 132 relativ klein ist, kann zunächst
nur wenig Fluid in die Kammer 110 strömen. Nachdem das Federelement 120 über eine
Weg entspannt ist, wobei gleichzeitig durch Wechselwirken der Zahnstange 112 und des
Ritzels 116 der Hebel 118 um eine Winkel A verschwenkt wird, wird das Ventil 130 von
dem Kolben 106 freigegeben, so dass auch über dieses Öl aus der Kammer 108 in die
weitere Kammer 110 fließt. Da der Strömungsquerschnitt des Ventils 130 erheblich größer
als der des Ventils 132 ist, kann relativ viel Öl strömen mit der Folge, dass unter
Berücksichtigung einer gewünschten Dämpfung der Auszug 94 relativ schnell in den Schrank
80 hineingezogen werden kann. Der zeitverzögerte Weg ist in Fig. 8 mit A und der relativ
schnell durchfahrene Weg mit B bezeichnet.
[0052] Insbesondere ist vorgesehen, dass von der eingezogenen Stellung bis zur ausgezogenen
Stellung ein Verschwenken des Hebels 118 um einem Winkel von 96° (A + B) erfolgt.
Beim Zurückbewegen im Winkelbereich A ≈ 6° ist allein das Ventil 132 mit der Kammer
110 mit der Folge, dass in diesem Schwenkbereich der Auszug 94 relativ wenig bewegt
wird, also quasi still steht. Die Zeitdauer kann z. B. 10 Sekunden betragen. Erst
nach Überschreiten des Winkelbereichs A wirkt zusätzlich das Ventil 130 so, dass der
verbleibende Winkelbereich B in relativ kurzer Zeit, z. B. 5 Sekunden durchlaufen
werden kann.
[0053] Durch die entsprechende erfindungsgemäße Lehre wird erreicht, dass der Auszug 94
erwähntermaßen zunächst sehr langsam eingezogen wird, quasi still steht, um ein problemloses
Be- und Entladen mit zwei Händen zu ermöglichen. Anschließend fährt der Auszug 94
in gewohnter Geschwindigkeit in den Schrank 80 hinein.
[0054] Wie anhand der Schnittdarstellungen der Fig. 6 und 7 erkennbar ist, ist jedem Auszug
94 ein Fluiddruckschließer 96 zugeordnet. Dieser geht von einer Innenfläche einer
Wandung aus, im Ausführungsbeispiel von der Wandung 84. Dadurch, dass der Einzugsmechanismus
unterhalb eines Auszuges 94 angeordnet ist, wobei der mit dem Auszug 94 wechselwirkende
Hebel 180 unmittelbar entlang der Bodenfläche des Auszugs 94 verläuft, kann eine optimale
Nutzung des Innenraums des Schranks 80 erfolgen.
[0055] Dem Ausführungsbeispiel der Fig. 10 bis 16 ist eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Lehre zu entnehmen. Dabei sind rein beispielhaft in einem Schrank 126 vier Auszüge
128, 130, 132, 134 dargestellt, die mit einem nachstehend näher zu beschreibenden
Schließmechanismus wechselwirken, um zeitverzögert den jeweiligen Auszug 128, 130,
132, 134 in den Schrank 126 hineinzuziehen. Der Schrank 126 weist des Weiteren eine
selbst schließende Tür 136 auf, die feuerhemmend ausgebildet ist. Folglich bedarf
es besonderer konstruktiver Merkmale der Auszüge 128, 130, 132, 134 nicht, um den
Brand- und Feuerbestimmungen zu genügen.
[0056] Um bei einem Kollidieren der Auszüge 128, 130, 132, 134 mit der Tür 136 ein Schließen
nicht zu unterbinden, weisen die Auszuüge 128, 130, 132, 134 türseitig im vorderen
Bereich ein Gleitelement wie Rolle 138 auf, wie anhand des Auszuges 130 in Fig. 11
verdeutlicht werden soll.
[0057] Um den Auszug 130 in ausgezogener Position (Fig. 11) zweihändig be- bzw. entladen
zu können und hierfür hinreichend Zeit zur Verfügung zu haben, ist ein Einzugsmechanismus
mit Verzögerungseinrichtung vorgesehen, der ein Uhrwerk 140 umfasst, das von einem
Hebelelement 142 aufziehbar ist. Das Hebelelement 142 ragt dabei in den Zugweg des
Auszuges 130 hinein, und zwar unterhalb des Auszug 130, um mit von dem Auszug 180
ausgehenden Vorsprüngen wie Bolzen 144, 146 wechselzuwirken. Dabei ist der rückseitige
Bolzen 146 näher zum Hebel 142 hin angeordnet als der frontseitig verlaufende Bolzen
146. Ferner wirkt auf den Auszug 130 ein nicht dargestelltes Zugelement wie Federelement,
über das der Auszug 130 in den Schrank 126 hineingezogen wird. Um den Auszug 130 entgegen
der von dem Einzugelement hervorgerufenen Kraft in seiner ausgezogenen Position für
eine vorgegebene Zeit zu halten, wirkt der Hebel 142 des Uhrwerks 140 mit dem Bolzen
144, 146 wie folgt zusammen. Dies wird anhand der Figuren 13 bis 16 näher verdeutlicht.
[0058] In Fig. 13 ist der Auszug 130 in eingezogener Position dargestellt. Das Uhrwerk 140
ist abgelaufen, so dass der Hebel 142 in Richtung Schrankrückwand weist. Wird nun
der Auszug 130 in Richtung 148 aus dem Schrank 126 gezogen, so wird der vordere Bolzen
144 an dem Hebel 142 vorbeibewegt. Hebellänge und Anordnung des Bolzens 144 sind dementsprechend
aufeinander abgestimmt. Der weitere Bolzen 146 ist dagegen zu dem Hebel 142 derart
ausgerichtet, dass dieser von dem Bolzen 146 beim Herausziehen des Auszug 130 erfasst
wird. Der Hebel 142 wird im Ausführungsbeispiel entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt.
Gleichzeitig wird das Uhrwerk 140 aufgezogen. Der Hebel 142 befindet sich nunmehr
zwischen den Bolzen 144, 146. Nach Loslassen des Auszuges 130 wird dieser aufgrund
des einwirkenden Einzugselementes in Richtung des Pfeils 150 gezogen. Da der Hebel
142 jedoch in den Weg des Bolzens 144 verschwenkt ist, stößt dieser an dem Hebel 142
an, so dass der Auszug 130 gehalten wird (Fig. 14)
[0059] Entsprechend der von dem Uhrwerk vorgegebenen Zeit verharrt der Hebel 142 in seiner
der Fig. 14 zu entnehmenden Stellung. Nach Ablauf des Uhrwerkes verschwenkt der Hebel
142 im Uhrzeigersinn mit der Folge, dass der Bolzen 144 in Ausgriff mit dem Hebel
142 gelangt, so dass der Auszug 130 in den Schrank 126 ungehindert hineingezogen werden
kann.
[0060] Um auch bei herausgezogenem und von dem Hebel 142 gehaltenen Auszug 130 diesen z.
B. im Brandfall in den Schrank hineinschieben zu können, besteht der Hebel vorzugsweise
aus zwei über z. B. ein Schraubenfederelement 152 verbundenen Abschnitten 154, 156.
Dabei ist das Federelement 152 derart starr ausgebildet, dass bei fehlender Fremdkrafteinwirkung
die Abschnitte 154, 156 entsprechend der Darstellungen der Fig. 14 und 16 zueinander
ausgerichtet sind und quasi eine starre Einheit bilden. Wirkt nun entsprechend der
Fig. 15 in Pfeilrichtung 158 eine zusätzliche Kraft auf den Auszug 130 ein, so kann
der vordere Abschnitt 154 zu dem rückwandseitigen Abschnitt 156 verschwenkt werden,
so dass der Bolzen 144 an dem Hebel 142 vorbeibewegt werden kann. Andere konstruktive
Möglichkeiten, dies zu erreichen, sind gleichfalls gegeben.
[0061] Die Beweglichkeit der Abschnitte 154, 156 des Hebels 142 zueinander ermöglicht es
auch, dass dann, wenn z. B. der Auszug 130 bei noch nicht abgelaufenem Uhrwerk 140,
also bei in den Weg der Bolzen 144, 146 verschwenktem Hebel 152 des Auszuges 130 aus
dem Schrank 126 herausgezogen werden. In diesem Fall weicht der vordere Abschnitt
154 des Hebels 142 dem Bolzen 144 aus, so dass das Hebelelement 142 zwischen den Bolzen
144, 146 zum Halten des Auszuges 130 positionierbar ist.
[0062] Der Fig. 11 sind weitere Merkmale des erfindungsgemäßen Schranks 126 zu entnehmen.
So ist die Tür 136 mit einem thermischen Auslöser 158 versehen, um im Brandfall die
Tür 136 automatisch zu schließen. In einem solchen Fall erfolgt jedoch eine Kollision
zwischen der Tür 136 und einem herausgezogenen Auszug 130 derart, dass ein gegenseitiges
Blockieren erfolgt. Dies wird durch im vorderen Randbereich der Auszüge 130 vorhandene
Gleitelemente wie Gleitrollen 138 sichergestellt, wie zuvor erläutert worden ist.
[0063] Des Weiteren verläuft entlang des Verschiebewegs des Auszuges 130 eine von einer
Innenwandung 160 des Schrankes 126 ausgehende Gleitstange 162, die eine Gleithülse
oder einen Gleitschlitten 164 durchsetzt, die über z. B. ein Flacheisen 166 oder ein
sonstiges Verbindungselement mit dem Auszug 130 verbunden ist. Durch das Zusammenwirken
von Gleitstange 162 und Gleitschlitten 164 kann eine Dämpfung beim Einziehen des Auszuges
130 derart erfolgen, dass nach einer ungedämpften Anfahrstrecke eine Reibungsdämpfüng
mit der Folge auftritt, dass der Auszug 130 mit oder ohne Last überaus schnell in
den Schrank 126 einziehbar ist, ohne dass ein Anschlag zu einem abrupten Halten des
Auszuges 130 führt. Dies wäre insbesondere von Nachteil dann, wenn der Auszug 130
mit empfindlichen Gegenständen beladen ist.
1. Schrank (10, 80, 126), insbesondere Gefahrstoffschrank, umfassend einen aus dem Schrank
herausziehbaren Auszug (16, 20, 38, 60, 73, 94, 130) wie Schublade sowie den Schrank
verschließbare Tür (14, 136) mit vorzugsweise selbstätigem Schließmechanismus,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszug (16, 20, 38, 60, 73, 94, 130) mit einem Einzugsmechanismus (24, 30,
32; 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 58; 62, 64, 68, 70, 72, 74, 75, 76, 77, 78; 96, 118;
140, 142, 144, 146) derart versehen ist, dass der Auszug nach dem Herausziehen zeitverzögert
oder zeitverzögernd automatisch in den Schrank (10, 80, 126) einziehbar ist.
2. Schrank nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszug (16, 20, 38, 60, 73) in Richtung seiner eingezogenen Stellung über
ein Druck- oder Zugelement (32, 58, 74) wie Federelement kraftbeaufschlagt ist, dass
der Auszug in seiner ausgezogenen Stellung in arretierbarer Stellung haltbar ist und
dass über das Druck- oder Zugelement hervorgerufene Einzugskraft der Auszug zeitverzögert
automatisch aus seiner arretierten Stellung in den Schrank (10) hineinziehbar ist.
3. Schrank nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszug (20) in ausgezogener Stellung direkt oder indirekt mit einem Reibelement
wie Reibfläche (30) wechselwirkt, wobei so hervorgerufene Reibkraft zeitverzögert
von von dem Druck- oder Zugelement (32) hervorgerufener Einzugskraft überwindbar ist,
und/oder dass der Auszug (38) in ausgezogener Stellung von einem Hebelelement (42)
arretiert ist, auf dessen einen Schenkel (42) zu dessen Verschwenken ein weiteres
Federelement (50) einwirkt.
4. Schrank nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszug (16) nach einer Zeit TX von seiner ausgezogenen Stellung in seine eingezogene Stellung verfahrbar ist, die
kleiner als eine Zeit TY ist, nach der nach Auslösen des Schließmechnismusses (18) der Tür (14) diese verschließbar
ist, wobei die Tür (14) insbesondere über ein Zeitverzögerungselement nach der Zeit
TY verschließbar bzw. dessen Verschließen auslösbar ist.
5. Schrank nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass von dem Auszug (16) ein Reib- wie Gummielement ausgeht, das mit von dem Schrank
(10) bzw. einer Schrankwandung ausgehenden Element wie Vorsprung reibend wechselwirkt,
und/oder dass von dem Auszug (20) ein Element wie Vorsprung (24) ausgeht, das in ausgezogener
Stellung des Auszuges (20) mit einer mittelbar oder unmittelbar von dem Schrank (10)
wie einer Schrankwandung (28) ausgehendem Reib- wie Gummielement (30), vorzugsweise
Moosgummielement wechselwirkt.
6. Schrank nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass von dem Auszug (60) ein schräg zu dessen Zugrichtung und vorzugsweise rampenförmig
verlaufender Abschnitt (62) wie Vorsprung oder Bügel insbesondere ein Feststellbügel
ausgeht, der mit einem druckbeaufschlagten Kolben (38) derart wechselwirkt, dass dieser
beim Einziehen des Auszuges zeitverzögert entgegen dessen Druckbeaufschlagung von
dem Abschnitt wie Vorsprung wegdrückbar ist.
7. Schrank nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass von einer Befestigungsfläche (56) wie Schrankwand (54) ein schwenkbarer Hebel
(42) ausgeht, dessen einer Schenkel (48) federkraftbeaufschlagt ist und dessen anderer
zweite Schenkel mit einem Abschnitt wie Vorsprung (40) des Auszugs (38) derart wechselwirkt,
dass bei herausgezogenem Auszug der Vorsprung zwischen dem zweiten Schenkel (46) und
der Befestigungsfläche verläuft, wobei auf den Auszug einwirkende Einziehkraft das
Hebelelement entgegen dessen Federkraftbeaufschlagung verschwenkt.
8. Schrank nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass von dem Auszug (73) eine Zahnstange (74) ausgeht, die mit einer Nocken (77) aufweisenden
Kurvenscheibe wechselwirkt, die ihrerseits zeitgesteuert drehblockierbar ist, wobei
insbesondere die Zahnstange und/oder Kurvenscheibe bereichsweise zahn-bzw. nockenfrei
ausgebildet ist.
9. Schrank nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mit einer Zeitsteuerung (140) verbundener verschwenkbarer Hebel (142) mit
von dem Auszug (130) ausgehendem ersten und zweiten Abschnitt wie Vorsprünge (144,
146) beim Herausziehen des Auszuges wechselwirkt und dass über den ersten Abschnitt
(146) der Hebel bei gleichzeitiger Aktivierung der Zeitsteuerung verschwenkbar ist,
dass der Auszug durch Anliegen des zweiten Abschnitts an dem Hebel arretiert ist und
dass nach durch die Zeitsteuerung vorgegebener Zeit der Hebel den zweiten Abschnitt
frei gibt, wobei insbesondere der erste das Aktivieren der Zeitsteuerung bewirkender
Abschnitt (146) näher zum Hebel (142) hin angeordnet ist als der zweite Abschnitt
und bei abgelaufener Zeitsteuerung (144) der Hebel (142) außerhalb des Verschiebewegs
des zweiten Abschnitts (144) verläuft, wobei die Zeitsteuerung (140) ein Uhrwerk umfasst,
über das der Hebel (142) verschwenkbar ist.
10. Schrank nach zumindest Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hebel (142) einen ersten und zweiten elastisch miteinander verbundenen inneren
und äußeren Abschnitt (154, 156) umfasst, dass der äußere Abschnitt (154) mit dem
ersten bzw. zweiten Abschnitt (144, 146) des Auszugs (130) wechselwirkt und dass der
innere und der äußere Abschnitt des Hebels über ein Federelement wie Schraubenfederelement
verbunden sind.
11. Schrank nach zumindest Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszug (130) über ein Dämpfungselement (162, 164) geführt in den Schrank
(126) einführbar ist, wobei insbesondere entlang vom Verschiebeweg des Auszugs eine
Führungsstange (162) verläuft, die ein eine gewünschte Reibung hervorrufendes Hülsenelement
oder einen Schlitten (164) durchsetzt, das mit dem Auszug verbunden ist.
12. Schrank nach zumindest Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszug (94) über einen Fluiddruckschließer (96) als der Einzugsmechanismus
derart einziehbar ist, dass von ausgezogener Stellung des Auszugs beginnend der Auszug
über eine Strecke A in einer Zeit T1 und über eine sich anschließende bis zum vollständigen Einzug sich erstreckende Strecke
B in einer Zeit T2 einziehbar ist, wobei T1 > T2 , insbesonder T1 > 2 T2 ist, dass der Fluiddruckschließer (96) vorzugsweise von dem Schrank (80) bzw. einer
dessen Innenwandungen ausgeht und über einen insbesondere einarmigen Hebel (118) mit
dem Auszug (94) derart wechselwirkt, dass beim Herausziehen des Auszugs der Fluiddruckschließer
bzw. dessen Federelement (120) spannbar ist,wobei vorzugsweise der Hebel endseitig
ein mit dem Auszug wechselwirkendes Gleitelement (122) aufweist, das insbesondere
in einer Ausnehmung und/oder an einem Anschlag (124) des Auszuges (94) anliegt.
13. Schrank nach zumindest Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszug (94) einen seine Bodenfläche unterragenden Abschnitt (124) aufweist,
der mit dem Hebel (118) zum Verstellen des Auszuges bzw. Spannen des Fluiddruckschließers
(96) wechselwirkt.
14. Schrank nach zumindest Anspruch 12 ,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fluiddruckschließer (96) einen Zylinder (104) mit in diesem verstellbaren
Kolben (106) mit Kolbenstange (112) umfasst, die zylinderaußenseitig zumindest abschnittsweise
als Zahnstange ausgebildet ist und mit einem Ritzel (114) wechselwirkt, über das der
Hebel (118) verschwenkbar ist, wobei insbesondere der Zylinderinnenraum durch den
Kolben (106) in eine erste und eine zweite Kammer (108, 110) unterteilt ist, die erste
Kammer (108) von der Kolbenstange durchsetzt ist, in der ersten Kammer sich eine zwischen
dem Kolben (106) und der Innenwandung erstreckendes Federelement (120) angeordnet
ist und die erste Kammer mit der zweiten Kammer (110) über zwei unterschiedliche Strömungsquerschnitte
aufweisende Ventile (130, 132) verbunden ist, wobei in ausgezogener Stellung des Auszuges
(94) das einen größeren Strömungsquerschnitt aufweisende Ventil (130) abgesperrt und
die erste Kammer mit der zweiten Kammer über das einen kleineren Strömungsquerschnitt
aufweisende Ventil (132) verbunden ist und nach über die Strecke A erfolgtem Einzug
des Auszugs (94) das erste und das zweite Ventil mit der zweiten Kammer verbunden
ist.
15. Schrank nach zumindest Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vorzugsweise eine Brandschutzfunktion aufweisende Tür (82, 136) gegenüber
dem Auszug (94, 130) über zumindest ein Gleitelement (100, 138) derart abstützbar
ist, dass ein Einziehen des Auszuges (94, 130) unbehindert ist.
16. Schrank nach zumindest Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszug (94) in ausgezogener Position über eine Zeit T1 mit 5 sec < T1 < 20 sec, insbesondere T1 in etwa 10 sec stationär oder im Wesentlichen stationär verharrt und anschließend
in eine Zeit T2 mit T2 < 10 sec, insbesondere T2 < 5 sec in seine Grundposition zurückziehbar ist.