[0001] Die Erfindung betrifft ein Gasheizgerät mit einem pneumatisch geregelten Vormischbrenner,
dem ein Gas-Luftgemisch zuführbar ist, das von einem Gebläse über eine mit Löchern
versehene Luftblende und eine Mischkammer ansaugbar und dem Vormischbrenner zuleitbar
ist.
[0002] Bei diesen bekannten Gasheizgeräten wird der benötigte Luftvolumenstrom von einem
Gebläse gefördert, durch die Luftblende angesaugt und in die Mischkammer geleitet.
In die Mischkammer gelangt auch der Gasvolumenstrom und wird mit dem Luftvolumenstrom
zu einem Gas-Luftgemisch vereint. Dabei entsteht an der Luftblende ein Druckabfall,
der als pneumatische Regelgröße verwendet wird. Der Gasregler sorgt dafür, dass dem
Luftvolumenstrom der richtige Gasvolumenstrom für eine optimale Verbrennung über den
gesamten Leistungsbereich zugeordnet wird.
[0003] Die Genauigkeit des Gas-Luft-Mischungsverhältnisses ist sehr wichtig, da nur dadurch
eine optimale Verbrennung und die Einhaltung eines geforderten zuverlässigen CO
2-Gehaltes im Abgas erhalten wird. Die Genauigkeit der Gas-Luft-Zuordnung wird durch
Bauteiltoleranzen und der temperaturabhängigen Dichteänderungen der zugeführten Luft
beeinträchtigt. Störende Toleranzen sind die Toleranzen im Durchmesser der Löcher
der Luftblende und deren Stanzeinzugstiefe. Auch die Toleranzen der Gasdüse wirken
sich nachteilig auf das Gas-Luft-Mischungsverhältnis aus.
[0004] Wie die DE 41 09 841 C2 zeigt, kann zur Kompensation der durch Temperaturänderungen
bewirkten Dichteänderung der zugeführten Luft ein Teil des Blendenquerschnittes mittels
eines Bimetallstreifens gesteuert werden.
[0005] Es ist auch schon vorgeschlagen worden, in die Gasleitung eine Drosselschraube einzubringen,
um Toleranzen der Gerätebauteile auszugleichen. Trotz Plombierung dieser Drosselschraube
lässt sich nicht vermeiden, dass durch den Kunden oder Installateur die Plombierung
aufgehoben und die Drosselschraube verstellt wird. Das Gasheizgerät arbeitet dann
in der Regel nicht optimal und muss bei der Wartung erneut einjustiert werden.
[0006] Wird auf einen Toleranzausgleich verzichtet, dann bedingt dies enge Toleranzen der
Gerätebauteile, um das optimale, bei der Endprüfung des Gasheizgerätes eingestellten
Gas-Luft-Mischungsverhältnisses einzuhalten.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einem Gasheizgerät der eingangs erwähnten Art eine
einfache Einstellmöglichkeit zu schaffen, um Toleranzen der Gerätebauteile auszugleichen,
so dass ein optimales Gas-Luft-Mischungsverhältnis erreicht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass die Anzahl und/oder
der Gesamtquerschnitt der Löcher der Luftblende so gewählt ist, dass der an der Luftblende
anstehende Differenzdruck kleiner ist als der für ein gefordertes Gas-Luft-Mischungsverhältnis
nötige Differenzdruck, dass das geforderte Gas-Luft-Mischungsverhältnis durch teilweise
oder vollständiges festes Verschliessen eines Loches oder mehrerer Löcher der Luftblende
einstellbar ist, wobei das Gas-Luft-Mischungsverhältnis aus dem zulässigen CO
2-Gehalt des Abgases ableitbar ist.
[0009] Auf diese Weise wird der Blendenquerschnitt so einjustiert, dass das optimale Gas-Luft-Mischungsverhältnis
dauernd einjustiert bleibt. Dabei dient der CO
2-Gehalt des Abgases als Einstellwert, mit dem dann alle Toleranzen der beteiligten
Gerätebauteile ausgeglichen sind. Der Kunde oder Installateur kann die bei der Endprüfung
des Gasheizgerätes vorgenommene Einstellung nicht mehr verändern. Die für den Toleranzausgleich
erforderlichen Mittel sind kostengünstig und handelsüblich. Der Abgleichaufwand ist
sehr klein und wird betriebssicher beibehalten, wenn nach einer Ausgestaltung vorgesehen
ist, dass die Luftblende Löcher größeren Durchmessers und Zusatzlöcher kleineren Durchmessers
aufweist, und dass Löcher und/oder Zusatzlöcher mittels handelsüblicher Blindnieten
verschließbar sind.
[0010] Größere Anpassungsmöglichkeiten im Blendenquerschnitt ergeben sich nach einer Ausgestaltung
dadurch, dass die Löcher und/oder Zusatzlöcher mittels Stopfen mit Kalibrierbohrung
verschließbar sind und insbesondere dadurch, dass Stöpsel mit unterschiedlich großen
Kalibrierbohrungen zum Einsetzen in die Löcher und/oder Zusatzlöcher verwendbar sind.
[0011] Die Veränderung des Blendenquerschnitts kann auch dadurch erreicht werden, dass auf
der Luftblende ein verstellbares Verschlussglied angeordnet ist, mit dem ein oder
mehrere Löcher teilweise oder vollständig verschließbar sind.
[0012] Aus strömungstechnischen Gründen kann die Ausgestaltung so vorgenommen werden, dass
die Löcher der Luftblende kreisförmig um eine zentrisch eingebrachte Gaszuführungsöffnung
angeordnet sind, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Löcher in einheitlicher
Winkelteilung eingebracht sind, und dass anstelle eines Loches mehrere Zusatzlöcher
vorgesehen sind.
[0013] Die Ausgleichsmassnahmen lassen sich dadurch einfach durchführen, dass die Stöpsel
in die Löcher oder Zusatzlöcher einrastbar sind.
[0014] Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht den Teil des Gasheizgerätes mit der Luftblende, der Mischkammer
und dem Gebläse,
- Fig. 2
- in vergrößertem Massstab eine Luftblende in perspektivischer Ansicht und
- Fig. 3
- einen Teilschnitt durch ein Loch der Luftblende mit eingesetztem Kalibrierstöpsel.
[0015] Wie Fig. 1 zeigt, wird die Zufuhr des Gases durch eine zentrische Gaseinführungsöffnung
11 einer Luftblende 10 vorgenommen. Dabei kann ein Gasrohr direkt in die nachfolgende
Mischkammer 15 eingeführt sein. Um die Gaseinführungsöffnung 11 trägt die Luftblende
10 kreisförmig angeordnete Löcher 12 und Zusatzlöcher 14. Der Gesamtquerschnitt der
Löcher 12 und Zusatzlöcher 14 ist so groß, dass der Druckabfall, d.h. die Druckdifferenz
zwischen dem Luftdruck vor und dem Luftdruck nach dem Passieren des Luftvolumenstromes
kleiner ist als der für das optimale Gas-Luft-Mischungsverhältnis erforderliche Druckabfall.
Der Druckabfall an der Luftblende wird als Regelgröße für die an sich bekannte pneumatische
Verbundregelung verwendet.
[0016] Das nachgeschaltete Gebläse 20 saugt den Luftvolumenstrom durch die Luftblende 10
an und sorgt dafür, dass sich der angesaugte Luftvolumenstrom in der Mischkammer 15
mit dem zugeführten Gasvolumenstrom innig vermischt. Das entstehende Gas-Luftgemisch
wird von dem Gebläse 20 dem an der Platte 30 angebrachten (nicht dargestellten) Vormischbrenner
zugeführt.
[0017] In einer Endprüfung des Gasheizgerätes wird eine Anpassung des Blendenquerschnitts,
d.h. des wirksamen Gesamtquerschnittes der offenen Löcher 12 und Zusatzlöcher 14 vorgenommen,
um ein optimales Gas-Luft-Mischungsverhältnis einzustellen, das durch die Messung
des CO
2-Gehaltes im Abgas abgeleitet werden kann. Durch Verringerung des wirksamen Gesamtquerschnittes
der offenen Löcher 12 und Zusatzlöcher 14 wird der Druckabfall an der Luftblende 10
so einjustiert, dass der zulässige CO
2-Gehalt im Abgas nicht überschritten wird. Wie Fig. 1 zeigt, kann dies durch festen
Verschluss eines oder mehrerer der Zusatzlöcher 14 mittels handelsüblicher Blindnieten
18 erfolgen. Damit lassen sich die Toleranzen der Gerätebauteile so kompensieren,
dass unabhängig davon stets das optimale Betriebsverhalten des Gasheizgerätes eingestellt
ist. Die Löcher 12 der Luftblende 10 können in gleicher Weise für die Anpassung des
Druckabfalles des Luftvolumenstromes an der Luftblende 10 verwendet werden, falls
der Verschluss der Zusatzlöcher 14 nicht ausreicht. Es kann auch eine Kombination
von Zusatzlöchern 14 und Löchern 12 für die Anpassung verwendet werden.
[0018] Die Fig. 2 zeigt eine Luftblende 10 mit zentrischer Gaseinführungsöffnung 11 für
ein Gasrohr, um die kreisförmig Löcher 12 angeordnet sind und zwar in einheitlicher
Winkelteilung. Diese Löcher 12 haben größeren Durchmesser als die Zusatzlöcher 14,
die anstelle eines Loches 12 eingebracht sind. Wie der Teilschnitt entlang der Linie
III-III der Fig. 2 in Fig. 3 zeigt, kann in ein Loch 12 ein Kalibrierstöpsel 16 mit
Kalibrierbohrung 17 eingesetzt werden. Dieser Kalibrierstöpsel 16 kann auf einfache
Weise in das Loch 12 eingerastet werden. Werden Kalibrierstöpsel 16 mit unterschiedlich
großen Kalibierbohrungen 17 bereitgestellt, dann kann der wirksame Gesamtquerschnitt
der Löcher 12 und Zusatzlöcher 14 in kleinen Stufen verändert und der für das optimale
Gas-Luft-Mischungsverhältnis erforderliche Druckabfall des Luftvolumenstromes an der
Luftblende 10 sehr genau eingestellt werden.
[0019] Anstelle von Blindnieten 18 oder Kalibrierstöpsel 16 können auch andere Verschlussteile,
wie Verschlusshebel oder dgl. verwendet werden, um ein Loch 12 oder Zusatzloch 14
oder mehrere Löcher 12 oder Zusatzlöcher 14 teilweise oder vollständig fest zu verschließen,
um den wirksamen Gesamtquerschnitt der Luftblende 10 optimal einstellen zu können.
Die Gerätebauteile brauchen dann nicht mehr mit engen Toleranzen hergestellt zu werden,
da ihre Toleranzen durch diese Anpassung der Luftblende 10 ausgeglichen werden.
1. Gasheizgerät mit einem pneumatisch geregelten Vormischbrenner, dem ein Gas-Luftgemisch
zuführbar ist, das von einem Gebläse über eine mit Löchern versehene Luftblende und
eine Mischkammer ansaugbar und dem Vormischbrenner zuleitbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzahl und/oder der Gesamtquerschnitt der Löcher (12, 14) der Luftblende
(10) so gewählt ist, dass der an der Luftblende (10) anstehende Differenzdruck kleiner
ist als der für ein gefordertes Gas-Luft-Mischungsverhältnis nötige Differenzdruck,
dass das geforderte Gas-Luft-Mischungsverhältnis durch teilweises oder vollständiges
festes Verschließen eines Loches (12, 14) oder mehrerer Löcher (14) der Luftblende
(10) einstellbar ist, wobei das Gas-Luft-Mischungsverhältnis aus dem zulässigen CO2-Gehalt des Abgases ableitbar ist.
2. Gasheizgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftblende (10) Löcher (12) größeren Durchmessers und Zusatzlöcher (14) kleineren
Durchmessers aufweist, und
dass Löcher (12) und/oder Zusatzlöcher (14) mittels handelsüblicher Blindnieten (18)
verschließbar sind.
3. Gasheizgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Löcher (12) und/oder Zusatzlöcher (14) mittels Kalibrierstöpsel (16) mit
Kalibrierbohrung (17) verschließbar sind.
4. Gasheizgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass Kalibrierstöpsel (16) mit unterschiedlich großen Kalibrierbohrungen (17) zum
Einsetzen in die Löcher (12) und/oder Zusatzlöcher (14) verwendbar sind.
5. Gasheizgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Luftblende (10) ein verstellbares Verschlussglied angeordnet ist, mit
dem ein oder mehrere Löcher (12, 14) teilweise oder vollständig verschließbar sind.
6. Gasheizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Löcher (12) der Luftblende (10) kreisförmig um eine zentrisch eingebrachte
Gaszuführungsöffnung (11) angeordnet sind.
7. Gasheizgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Löcher (12) in einheitlicher Winkelteilung eingebracht sind, und dass anstelle
eines Loches (12) mehrere Zusatzlöcher (14) vorgesehen sind.
8. Gasheizgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kalibrierstöpsel (16) in die Löcher (12) oder Zusatzlöcher (14) einrastbar
sind.