[0001] Die Erfindung betrifft ein Druck- oder Kopiersystem sowie ein Verfahren zur Befüllung
eines Behälters mit Verbrauchsmaterial, ein Verfahren zur mehrfachen Verwendung eines
derartigen Behälters in mindestens einem Druck- oder Kopiergerät, sowie ein Verfahren
zum Kodieren des Behälters. Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zum
Betrieb eines elektrographischen Druck- oder Kopiergerätes sowie ein solches Druck-
oder Kopiergerät. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Druck- oder Kopiersystem, das
ein elektrographisches Druck- oder Kopiergerät sowie eine Befüllungsstation zum Befüllen
umfaßt sowie eine Befüllungsstation zum Befüllen von Behältern mit elektrografischem
Verbrauchsmaterial.
[0002] Aus der
WO-A-96/02872 (
PCT/DE 95/00635) ist eine elektrophotographische Einrichtung zum beidseitigen Bedrucken eines bandförmigen
schmalen Aufzeichnungsträgers und zum einseitigen Bedrucken eines breiten oder mehrerer
paralleler schmaler Aufzeichnungsträger bekannt.
[0003] Hochleistungsdrucker dieser Art werden häufig zum Ausdruck von Daten in Rechenzentren
verwendet. Diese Daten können z.B. Rechnungen sein oder andere individualisierte Ausdrucke,
z.B. individualisierte Werbung. Dabei besteht immer häufiger die Anforderung, Druckaufträge
mehrfarbig zu drucken. Mit modulartig aufgebauten Druckern ist es deshalb möglich,
mehrere für farbigen Druckbetrieb geeignete Entwicklerstationen bereit zu halten,
die jeweils zum Ausdrucken in verschiedenen Farben vorgesehen sind. Aus der
DE 195 40 138 C1 ist beispielsweise eine Entwicklerstation bekannt, die im Bedarfsfall bei Vorliegen
eines mehrfarbigen Druckjobs in den entsprechenden Drucker eingeschoben werden und
gegen die einfarbige Entwicklerstation ausgetauscht werden kann. Damit ergibt sich
eine gleichmäßige, performance-angepasste Auslastung von Druckerparks in Druckerzentren.
[0004] Sollen einzelne Komponenten wie Entwicklerstationen bei Vorliegen unterschiedlicher
Druckjobs gewechselt werden, so muß dieser Vorgang überwacht werden, um eine gleichmäßig
gute Druckqualität sowie Zuordnungsfehler zwischen der im Druckjob geforderten Farbe
und der tatsächlich entwickelten Farbe sicherzustellen.
[0005] Hinzu kommt, daß in elektrophotographischen Druckern zunehmend verschiedene Tonersorten
eingesetzt werden. Selbst bei einfarbigen Druckjobs werden für verschiedene Anwendungszwecke
verschiedene Tonersorten eingesetzt. Da diese Tonersorten im allgemeinen verschiedene
physikalische Eigenschaften besitzen, muß die Druckmaschine mit verschiedenen Prozeßparametern
angesteuert werden, um die Druckqualität auf einem hohe Niveau zu halten. Hierzu ist
es erforderlich, daß die Steuerung des Druckers automatisch erkennt, welche Tonersorte
sich aktuell im Gerät befindet.
[0006] Werden Druckjobs in verschiedenen Farben gedruckt, so kommt zusätzlich noch die Forderung
hinzu, daß verschiedenfarbige Toner, die in Vorratsbehältern des Druckers aufbewahrt
werden, den richtigen Tonerfördersystemen zu den jeweils richtigen Entwicklerstationen
zugeordnet werden müssen.
[0007] Aus der
US-A-4,994,853 ist ein elektrophotographischer Drucker mit mehreren farbigen Entwicklerstationen
bekannt, bei denen an den Enwicklerstationen IC-Karten angebracht sind, in denen prozeßrelevante
Informationen für die Druckersteuerung bereit gestellt werden. Aus
US-A-5,596,388 und aus
JP-A-4-338990 sind Prozess-Kartuschen für Toner bekannt, auf denen tonerbezogene Informationen
mittels Barcode-Aufklebern angebracht sind. Aus
JP-A-1-3683 ist ein Tonerbehälter bekannt, auf dem ein Magnetstreifen angebracht ist. Auf dem
Magnetstreifen sind Angaben über den im Behälter enthaltenen Toner gespeichert.
[0008] Aus
JP-A-10-161411 ist es bekannt, an einem Tonerbehälter ein Halbleiterspeicherelement anzubringen,
auf dem Informationen über den im Behälter enthaltenen Toner gespeichert und ggf.
aktualisiert werden. Die Tonerdaten können dabei berührungslos übertragen werden.
In
JP-A-10-221938 ist ein entsprechender Tonerbehälter bekannt, in dem Daten berührungslos in einen
Datenspeicher mittels Antennen übertragen Werden können. Die
JP-A-03-230172 zeigt ein System, bei eine austauschbare Einheit einen Tonerbehälter, eine Entwicklerstation
und eine Lösch-Station sowie ein EPROM enthält, in dem Daten gespeichert und zur Steuerung
des Bildaufzeichnungsvorgangs in einem Bildaufzeichnungsgerät verwendet werden. In
der
JP-A-63-212956 ist ein auf einer Kassette angebrachter Speicher gezeigt, der mittels einer Lese,-
Schreibstation eines elektrografischen Aufnahmengerätes ausgelesen bzw. beschrieben
wird. Dabei wird mit entsprechenden Daten eine verbleibende Tonermenge oder die Betriebsdauer
eines fotoempfindlichen Elements berechnet. Die
JP-A-62-173482 zeigt eine Tonerkassette, auf der Barcode-Informationen über den in der Kassette
befindlichen Toner angebracht sind. In der
US-A-5,208,631 ist eine Tonerkassette mit einem PROM beschrieben, in dem farbmetrische Eigenschaften
des in der Kassette enthaltenen Toners gespeichert sind.
[0009] In der
EP-A1-0859290 ist eine Tonerkassette beschrieben; die ein Kodierscheibe aufweist. Mit der Kodierscheibe
werden charakteristische Daten über die Tonerkassette angezeigt, z.B. die Menge des
in der Kassette enthaltenen Toners.
[0010] In der
JP-A-07-234578 ist eine Tonerkassette geneigt, an der ein Magnetstreifen angebracht ist. Von dem
Magnetstreifen können mittels eines magnetischen Lese,- Schreibkopfes Wartungsinformationen
aufgezeichnet und für Wartungszwecke verwendet werden.
[0011] Auch bei Druck- oder Kopiergeräten, die auf anderen Aufzeichnungsprinzipien beruhen,
beispielsweise bei Tintenstrahldruckern, ist es mitunter notwendig, daß Geräteparameter
in Abhängigkeit vom Verbrauchsstoff eingestellt werden, z.B. die Temperatur der Tinte
bei Bubblejet-Druckern oder die Spannung von Ablenkelektroden bei Druckern, die nach
dem Paillard-Prinzip mit einem kontinuierlichen Tintenfluß arbeiten.
[0012] Aus der
US-A-5,094,898, ist eine Druckanordnung bekannt, bei der ein Speicherelement mit einem Tintenstrahldruckkopf
verbunden ist. Es ist eine Schnittstelle zum Verbinden der Druckersteuerung und des
Speicherelements vorgesehen. Der Tintenstrahldruckkopf hat eine Farbvorratskammer
und Düsen zum Ausbringen der Farbe. Das Speicherelement kann beispielsweise ein Magnetstreifen,
ein Halbleiterspeicherelement oder ein mit einem Laser abtastbares optisches Medium
sein. In diesem Speicher sind Daten gespeichert, die sich auf den Druckkopf beziehen,
wie z. B. das Herstellungsdatum, den Herstellungsort, die Losnummer, eine Seriennummer
usw., oder können Betriebscharakteristiken des Druckkopfs, wie Düsenausrichtung, Tintenfarbe,
Tintenlevel, Betriebsfrequenz, Verdünnung der Tinte usw., umfassen. Die Daten können
dann vom Druckkopf gelesen werden und wie vorbestimmt genutzt oder angezeigt werden.
[0013] Entsprechend der hohen Druckleistung ist bei elektrographischen Hochleistungsdruckwerken
auch der Tonerverbrauch groß. Der Toner wird dabei in Behältern bevorratet, die in
elektrophotographische Druck- oder Kopiergeräte eingesetzt werden. Wird eine Entwicklerstation
getauscht, so muß innerhalb des Kopiergerätes auch der zur neuen Entwicklerstation
passende Toner zugeführt werden.
[0014] Es ist Aufgabe eines ersten Aspekts der Erfindung, die korrekte Zuführung von Verbrauchsstoffen
in Druck- und Kopiergeräten sicherzustellen, um Verbrauchsstoffe verschiedener Art
in den Geräten verarbeiten können.
[0015] Diese Aufgabe wird durch in Patentanspruch 1, das beschriebene Verfahren, durch den
im Anspruch 18 beschriebenen Behälter für Verbauehsstoffe durch die sowie in Anspruch
22 beschriebene Befüllungs anordnung gelöst.
[0016] Vorteilhafte Aüsfuhrungsformen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0017] Erfindungsgemäß wird ein Behälter, der Verbrauchsstoffe, insbesondere Toner für elelktrographische
Druck- oder Kopiergeräte aufzunehmen vermag, mittels eines Transponders als geeigntem
Informationsträger mit maschinenlesbaren Informationen versehen bzw. maschinenlesbar
kodiert. Die Informationen umfassen eine behälterindividuelle Kennung und können insbesondere
auch Daten über die Art des im Behälter befindlichen Verbrauchsstoffs enthalten wie
beispielsweise Ponerrezepturen für Drucker oder Kopiergeräte, die nach dem elektrographischen
Prinzip arbeiten. Hierunter wird insbesondere die Elektrophotographie, beispielsweise
aber auch die Magnetographie und andere, elektrostatische Aufzeichnungsverfahren verstanden.
[0018] Durch die erfindungsgemäße Lösung wird auch ein Recycling-Konzept geschaffen, mit
dem Behälter für Verbrauchsstoffe von Druck- oder Kopiergeräten mehrmals verwendet
werden können und zwar sowohl in ein und demselben Druck- oder Kopiergerät oder auch
in verschiedenen Geräten. Die Geräte sind insbesondere elektrographischer Art. Diesem
zweiten Aspekt der Erfindung entsprechend, wird erreicht, daß nicht nur frisches Verbrauchmaterial
wie Toner in dem Behälter aufbewahrt werden kann, sondern beispielsweise auch verbrauchte
Gemische wie Toner-Entwieklergemische, die aus Toner und magnetisierbaren Trägerteilchen
bestehen. Die Verbrauchsstoffe können fest, pulverförmig oder flüssig sein.
[0019] Durch die Erfindung wird der Transport des Verbrauchsstoffs, insbesondere des Stoffes,
in einem geschlossenen System vollständig überwacht und der Transport des Stoffes
kann von der Anlieferung bis zum Druck innerhalb des Druck- oder Kopiergerätes verfolgt
werden sowie die am Behälter angebrachten Informationen elektronisch maschinell gelesen
und zur Steuerung von Parametern des Druckprozesses verwendet werden.
[0020] Durch das Anbringen maschinenlesbar codierter, insbesondere binärer Informationen
über den aktuell oder zuletzt in dem Behälter befindlichen Verbrauchsstoff entfällt
die Notwendigkeit, daß diese Informationen von Bedienungspersonal der Drucker bzw.
Kopierer eingegeben werden muß. Weiterhin kann hierdurch ein und derselbe Behälter
zu mehreren Zwecken verwendet werden, insbesondere zur Lagerung von frischem Toner,
aber auch zur Entsorgung unbrauchbarer Entwicklergemische oder Tonerreste.
[0021] Durch die Erfindung wird ein automatisiertes Kreislaufsystem möglich, bei dem die
Behälter für Druck-Verbrauchsstoffe an verschiedenen Stationen wie einer Befüllungsstation,
im Drucker oder auch in einer Reinigungsstation voll automatisiert verarbeitbar sind.
Ergänzend kann in dem Kreislaufsystem ein Computernetzwerk mit einer zentralen Datenbank
vorgesehen sein, welches weiter unten näher beschrieben wird.
[0022] Durch die maschinenlesbar kodierte Information über einen aktuell in dem Behälter
befindlichen Verbrauchsstoff ist es insbesondere möglich, in einem Druck- oder Kopiergerät
die richtige Zuordnung zwischen Vorratsbehälter sowie angeschlossenem Fördersystem
für den Verbrauchsstoff und damit verbundener Einrichtungen wie einer Entwicklerstation
an einer elektrographischen Druckstation sicherzustellen. In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel
für elektrographische Druck- oder Kopiergeräte ist hierzu vorgesehen, in einem Tonerfördersystem
den Tonerförderkanal mechanisch mit einer elektrischen Kodierleitung derart fest zu
verbinden, daß beim Herstellen der zum Tonertransport notwendigen mechanischen Verbindung
zwischen Tonervorratsbehälter und zugeordneter Entwicklerstation zwangsweise auch
eine elektrische Verbindung zwischen einem im Behälter befindlichen elektrischen Schaltkreis
und der Entwicklerstation hergestellt wird, wobei die im Behälter gespeicherten Informationen
über den Toner verglichen werden hinsichtlich der Eignung für die Entwicklerstation.
[0023] In einem weiteren, vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist eine Meßeinrichtung vorgesehen,
mit der die im Behälter bevorratete Verbrauchsstoffmenge erfaßt werden kann. Durch
Speicherung der Inhaltsmenge in dem elektronischen Informationsspeicher kann sichergestellt
werden, daß ein einmal entnommener Vorratsbehälter nicht versehentlich mit zusätzlichem,
unpassendem Verbrauchsmaterial aufgefüllt wird und somit eine Störung vermieden werden,
wenn der Behälter erneut in denselben oder in einen anderen Drucker eingesetzt wird.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Mengenwert in den Informationsspeicher
abgespeichert wird, sobald der Behälter aus dem Druck- oder Kopiergerät entnommen
wird.
[0024] Als Informationsträger, der fest mit dem Behälter verbunden ist, eignen sich optisch
sichtbare Barcode-Träger, die statische Informationen anzeigen - beispielsweise für
die Sorte des Verbrauchsstoffes - oder, die sowohl löschbar als auch beschreibbar
sind - beispielsweise zum einfachen Aktualisieren der im Behälter enthaltenen Verbrauchsstoffmenge.
Weiterhin sind hierzu elektrisch codierbare Etiketten oder elektrisch les- und beschreibbare
Träger wie Magnetstreifen, optische Datenträger (DVD, wiederbeschreibbare CD-ROMS,
Laser-Cards) oder EEPROMs (Electrical Erasable Programmable Read Only Memories) und
insbesondere die beanspruchten Transponder geeignet. Die Datenübertraggung erfolgt
berührungslos zwischen dem
[0025] Informationsspeicher und einer Lese- und/oder Schreibstation.
[0026] In einem bevorzugten and beanspruchten Ausführungsbeispiel wird als Informationsträger
ein Transponder verwendet. Derartige elektronische Bauelemente tragen in der Regel
eine fest zugeordnete individuelle Codierung. Sie ist als Hardware-Identifier beispielweise
in einem vom Transponder-Hersteller reservierten Bereich festgelegt. Der Hardware-Identifier
ist insbesondere in einem PROM-Bereich (Programmable Read Only-Bereich) eines Halbleiterspeichers
abgelegt. Der PROM-Bereich ist nur einmal beschreibbar, insbesondere vom Hersteller
des Transponders und später nur noch lesbar aber nicht mehr beschreibbar. Im Transponder
können auch mehrere PROM-Bereiche vorgesehen sein, von denen mindestens ein Bereich
von einem Nutzer des Transponders, insbesondere im Zuge des erstmaligen Befüllens
des Tonerbehälters mit Toner, nur einmal beschrieben und später nurmehr gelesen werden
kann. In einem EEPROM-Bereich des Transponders können dagegen Daten dynamisch abgespeichert,
gelöscht und/oder überschriebenwerden. Die Datenübertragung von und zu dem Transponder
kann berührungslos mittels RF-Übertragung erfolgen. Dazu ist eine Schreib-Lesevorrichtung
vorgesehen, die sowohl einen Datenaustausch mit dem Transponder ermöglicht als auch
Energie zur Versorgung der im Transponder enthaltenen elektronischen Bauteile in den
Transponder berührungslos einspeist.
[0027] In einem stark vereinfachten Ausführungsbeispiel des Transponders kann für manche
Aspekte der Erfindung auch ein Transponder verwendet werden, der nur einmal beschrieben
und später nurmehr lesbar ist. Ein solcher Transponder weist nur einen PROM-Bereich
auf und ist hinsichtlich der Herstellkosten etwas günstiger als ein wiederbeschreibbarer
Transponder. Er ist insbesondere zum einmaligen Speichern von Tonerdaten auf einem
nur einmal mit Toner befüllten Tonerbehälter geeignet.
[0028] Durch einen Vergleich zwischen den auf dem Informationsträger abgelegten Informationen
mit Betriebsinformationen, die im Druck- oder Kopiergerät gespeichert sind, ergibt
sich dann die Möglichkeit, Warnmeldungen an dem betreffenden Gerät auszugeben, wenn
Behälter mit ungeeignetem Verbrauchmaterial eingesetzt werden. Wird beispielsweise
Toner, dessen Herstelldatum bereits übertschritten ist oder Toner einer anderen als
die von der aktuell im Drucker eingesetzten Entwicklerstation benötigten Farbe eingesetzt,
so kann zusätzlich der Druckbetrieb verhindert werden um Fehldrucke (Makulatur) zu
vermeiden.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Datenbank außerhalb des Behälters
für elektrophotographische Verbrauchsstoffe vorgesehen, in der die im Behälter gespeicherten
Daten zusätzlich hinterlegt werden. Die Datenbank kann insbesondere die aktuellen
Daten von einer Vielzahl von Behältern enthalten, so daß für eine große Mengen von
Behältern jederzeit die aktuellen Werte verfügbar sind. Dazu ist es insbesondere vorteilhaft,
die die Behälter verarbeitenden Lese/Schreibstationen der verscheidenen, beteiligten
Behälter-Verarbeitungsstationen untereinander zu vernetzen. Insbesondere für die dabei
angeschlossenen Druck,-oder Kopiergeräte ergibt sich dann die vorteilhafte Möglichkeit,
zentral von der Datenbank aus Warnmeldungen an den Drucker auszugeben, wenn Behälter
mit ungeeignetem Verbraüchmaterial, beispielsweise mit Toner, dessen Herstelldatum
bereits übertschritten ist, eingesetzt wird. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Rechenzentren
bereits frühzeitig darauf aufmerksam zu machen, wenn beispielsweise erworbene und
längerere Zeit gelagerte Vorratsbehälter für Verbrauchmaterial ein Endstadium bzw.
ihr Verfallsdatum erreichen. Ferner besteht damit die Möglichkeit, bestimmte Vorratsbehälter
einem bestimmten Drucker, einem Rechenzentrum oder einem Betreiber individuell zuzuordnen
und den Behälterpool logistisch entsprechend zu verwalten.
[0030] Bei der Wiederbefüllung von Tonervorratsbehältern kann erfasst werden, ob die zum
Befüllen vorgesehene Tonersorte zu der (oder zu den diversen) vorher im Tonervorratsbehälter
befindlichen Tonersorten chemisch und/oder optisch verträglich ist. Wird bei einer
Wiederbefüllung nur Toner zur Einfüllung zugelassen, dessen Farbton dunkler als der
Farbton (bzw. die Farbtöne) früherer Füllungen, so ist eine hohe Druckqualität gewährleistet,
auch wenn alte Tonerreste bei der Reinigung nicht vollständig aus dem Tonerbehälter
entfernt werden konnten.
[0031] Weitere Wirkungen und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand einiger Ausführungsbeispiele
beschrieben:
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- Ein Recycling-Verfahren für Tonerbehälter
- Fig. 2
- Ein erweitertes Recycling-Verfahren, bei dem auch Behälter für Entwicklergemische
vorgesehen sind.
- Fig. 3
- Ein Verfahren zur mehrmaligen Verwendung eines Tonervorratsbehälters.
- Fig. 4
- Ein Etikett mit elektrisch leitfähigen Segmenten
- Fig. 5
- Ein codiertes Etikett gem. Fig. 4
- Fig. 6
- Einen Magnetstreifen mit zugehöriger Auswerteanordnung
- Fig. 7
- Einen in eine Entwicklerstation eingesetzen Tonervorratsbehälter
- Fig. 8
- Bestandteile eines Druckers mit mehreren Entwicklerstationen und mehreren zugeordneten
Tonerflaschen
- Fig. 9
- Ausleseanordnungen für eine Gruppe von Tonervorratsbehältern mit integrierten Transpondern
und
- Fig. 10
- Verschiedene Varianten für Toner-Abfüllanlagen.
[0033] In Figur 1 ist ein Behälter 2 dargestellt, der mit einem berührungslos elektronisch
beschreibbaren und auslesbaren Datenspeicher, einem sogenannten Transponder 13, ausgestattet
ist. Der Behälter 2 wird im Zuges eines neuen Herstellungsprozesses (Pos. 2/1) einer
Befüllungsstation 3 zugeführt (Pos. 2/2). Der Transponder 13 ist herstellungsseitig
mit einem Hardware-Identifier belegt, der in einem reservierten Speicherbereich liegt.
Der Hardware-Identifier 13 ist in einem nicht löschbaren PROM (Programmable Read Only
Memory) des Transsponders 13 eingebrannt und somit zur eindeutigen Identifizierung
des Transponders 13 geeignet. Die Identifizierung kann ähnlich wie bei elektronischen
Schließanlagen zur Kodierung (Verschließen) und Dekodierung (Aufschließen) von (Schließ-)Informationen
verwendet werden.
[0034] In der Pos. 2/2 innerhalb der Befüllungsstation 3 wird der Behälter 2 nach einer
vorgegebenen Rezeptur mit Toner aus einem oder mehreren Tonerlagerungstanks 4a, 4b,
4c befüllt. Der Toner kann dabei als Feststoff (Pulver) oder gelöst als Flüssigkeit
verarbeitet werden.
[0035] Mittels einer Lese -, Schreibstation 11 werden Abfülldaten wie eine Rezepturidentitätsnummer,
das Abfülldatum, das Gewicht usw. maschinenlesbar codiert und wahlweise zusätzlich
verschlüsselt codiert in ein EEPROM (Electrically Erasable Progammable Read Only Memory)
des Transponders 13 geschrieben. Das Beschreiben das Transponders 13 erfolgt mittels
elektromagnetischer Strahlung (RF) berührungslos. Durch das Befüllen bzw. das Übertragen
der maschinenlesbaren Daten in den Transponder 13 des Behälters ist der Behälter nunmehr
als ein bestimmter, individueller Tonervorratsbehälter zu identifizieren.
[0036] Alle Daten oder bestimmte Datengruppen auf dem Transponder 13 können paßwortgeschützt
oder auch verschlüsselt in einem crypto-mode von der Lese -, Schreibstation 11 hinterlegt
werden. In diesen Fällen können die entsprechenden Daten bzw. Datengruppen nur unter
Angabe des Paßwortes und/oder eines Verschlüsselungscodes wieder ausgelesen werden.
[0037] In der Lese -, Schreibstation 11 können verschiedene Betriebsarten in der Kommunikation
mit dem Transponder 13 vorgesehen sein. In einer ersten Betriebsart (crypto mode)
werden Daten nur verschlüsselt übertragen. In einer zweiten Betriebsart (password
mode) können Daten nur unter Angabe eines Paßwortes vom Transponder gelesen und/oder
auf den Transponder geschrieben werden. Zum Lesen wird dabei ein auf dem Transponder
gespeichertes Paßwort im Transponder 13 mit einem über Lese,- Schreibstation 11 einzugebendes
Paßwort verglichen. Nur bei Identität der beiden Paßwörter gibt der Transponder 13
die auf ihm gespeicherten Daten zur Übertragung frei. Zum Schreiben wird ein Paßwort
auf dem Transponder 13 hinterlegt oder ein bereits auf dem Transponder 13 gespeichertes
Paßwort weiterverwendet. In einer dritten Betriebsart (first public mode) können nur
Daten vom Transponder 13 gelesen, aber nicht auf diesen geschrieben werden. In einer
vierten Betriebsart (second public mode) können sowohl Daten frei vom Transponder
13 gelesen als auch auf den Transponder 13 geschrieben werden.
[0038] Der Transponder 13 ist im Zuge des Herstellungsprozesses (2/1) in den Behälter 2
fest eingebettet. Besteht der Behälter 2 aus Kunststoff, so kann der Transponder 13
in den Kunststoff eingeschweißt werden. Er kann aber auch in eine am Behälter 2 ausgebildete
Halterung eingesetzt werden, aufgeklebt werden oder anderweitig fest mit dem Behälter
2 verbunden werden.
[0039] Der Transponder 13 kann als passives elektronisches Bauelement mit fest und eindeutig
zugeordneter, individueller Codierung angesehen werden. Die Energieversorgung des
Transponders erfolgt von der Lese-, Schreibstation 11 ebenfalls über Funksignale,
die von einer Antenne der Lese-, Schreibstation 11 ausgesandt werden und von einer
im Transponder 13 integrierten Antenne aufgenommen werden. Im Zuge der Kommunikation
zwischen Lese, - Schreibstation 11 und Transponder 13 stellt die Lese -, Schreibstation
die Anwesenheit des Transponders 13 fest sowie seine individuelle Codiernummer (Identifier).
[0040] Nach dem Befüllen des Behälters 2 in der Befüllungsstation 2 (Pos. 2/2) wird der
Behälter 2 in einen Drucker 1 eingesetzt. In Hochleistungsdruckern wie der Océ-Pagestream
®-Serie, deren Druckleistung bis zu 500 DIN à 4-Seiten pro Minute beträgt, wird ein
3 kg-Tonerbehälter 2 in ca. 30 Minuten entleert. Um eine ständige Kontrolle und einen
rechtzeitigen Austausch des Tonervorrats-Behälters 2 zu gewährleisten und eine rechtzeitige
Anzeige auf dem Bedienfeld des Druckers 1 zu ermöglichen, wird die beim Drucken entnommene
Tonermenge im Drucker 1 fortlaufend erfaßt, beispielsweise durch Gewichtsmessung des
Tonervorrats-Behälters oder durch einen Sensor, der die Toner-Füllstandhöhe in dem
Tonervorratsbehälter mißt. Ein solcher Sensor kann z.B. auf einem kapazitiven Meßprinzip
beruhen.
[0041] Nach dem Drucken wird der Tonervorratsbehälter 2 aus dem Drucker entnommen und in
einer Reinigungsstation gereinigt. Pulverförmige Tonerreste können dabei durch Rütteln
des Tonervorratsbehälters 2 entleert werden, je nach Bedarf kann er zusätzlich mit
Reingungsbürsten gesäubert oder auch mit einer Reinigungsflüssigkeit ausgespült werden.
Zur besseren Trennung der Tonerteilchen von den Behälterwänden werden während des
Reinigungsvorgangs der Behälter und die Reinigungswerkzeuge jeweils zueinander entgegengesetzt
aufgeladen (z.B. Flasche positiv, Werkzeuge negativ).
[0042] Der Vorratsbehälter 2 kann sowohl Toner als auch ein Gemisch aus Toner und ferromagnetischem
Material (Entwickler) aufnehmen. Der Reinigungsvorgang für Vorratsbehälter sowie der
Befüllungsvorgang für Tonervorratsbehälter wird in der Figur 2 näher erläutert. Die
Behälter 2 werden mit einem Transportfahrzeug 10 angeliefert und in einer Pos. 2/3
mittels der Daten des Transponders 13 vorselektiert. Vollständig entleerte Tonervorratsbehälter
werden direkt der Reinigungsstation 5 zugeführt (Pos. 2/4). Teilweise entleerte Tonerbehälter
oder Behälter 3, in denen verbrauchte Toner-Entwickler-Gemische enthalten sind, werden
in einen Entsorgungsbehälter 8 entleert und dann der Reinigungsstation 5 zugeführt.
[0043] Nach der Reinigung durchlaufen die Behälter 2 in einer Pos. 2/5 eine Prüfstation
6, an der sie auf mechanische Beschädigungen sowie auf Undichtigkeiten überprüft werden.
Die Dichtheitsprüfung erfolgt mittels einer Luftdruckvorrichtung. Anschließend werden
die gereinigten und geprüften Behälter 2 in einem Lager 7 (2/6) zwischengelagert.
Behälter, die mit Toner befüllt werden sollen, werden direkt der Befüllungsstation
3 zugeführt, Behälter, die erneut als Entsorgungsbehälter genutzt werden sollen, werden
direkt dem Transportfahrzeug 10 zugeführt, welches die Behälter in Richtung zum Druckzentrum
ausliefert. Zur Unterscheidung zwischen Tonervorratsbehälternn und Entsorgungsbehältern
werden diese entsprechend als Toner - oder Entsorgungsbehälter im Transponder gekennzeichnet.
[0044] Innerhalb der Befüllungsstation 3 wird zumindest ein Teil derjenigen Daten, die über
die Schreibstation 11 in den Transponder 13 übertragen werden, gleichzeitig in eine
Datenbank 9 eingetragen. Hierzu zählt mindestens die Identifikationsnummer der Tonerflasche
sowie die Tonerart (Rezeptur). Zusätzlich können Daten über den zu beliefernden Kunden
sowie das Abfülldatum oder dergleichen abgelegt werden. Die Datenbank 9 ist in einem
zentralen Logistik-Computer gespeichert, der über ein Computernetzwerk mit der Befüllungsstation
3 und/oder mit den bei den Kunden angeschlossenen Druckern verbunden werden. Tabelle
1 zeigt Möglichkeiten für solche Daten sowie die Wechselbeziehungen zwischen den beteiligten
Prozeßeinheiten (Drucker, Befüllungsstation, Behälter).
[0045] Im Zuge des Befüllvorgangs werden die im PROM-Bereich des Transponders 13 gespeicherten
Identifizierungsdaten und/oder die codierten Schlüsseldaten ausgelesen und ggf. anhand
früherer, in der Datenbank 9 enthaltenen Daten auf Korrektheit überprüft. Auch die
im EEPROM-Bereich des Transponders gespeicherten variablen Daten werden überprüft
und aktualisiert.
[0046] Während dem Befüllen wird die in den Toner tatsächlich eingefüllte Tonermenge anhand
eines geeigneten Meßsystems (Gewichtssensor, kapazitiver Füllstandssensor) überwacht.
Nach Beendigung des Befüllvorgangs werden die notwendigen variablen Daten wie Tonerart
und Tonerfüllmenge in den variablen Speicherbereiche des Transponders 13 sowie in
die Datenbank 9 übertragen.
[0047] Mit der Befüllungsstation und dem damit verbundenen Austausch kann z. B. erfasst
werden, ob bei dem Befüllen wieder die selbe Tonersorte, die bereits vor der Reinigung
in dem Behälter enthalten war, erneut abgefüllt wird. Ferner kann überprüft werden,
ob eine einzufüllende, andere Tonersorte zu der einen - oder, wenn eine Behälter-Historie
gespeichert ist, zu den diversen - vorher im Tonervorratsbehälter befindlichen Tonersorten
chemisch und/oder optisch verträglich ist. Wird bei einer Wiederbefüllung nur Toner
zur Einfüllung zugelassen, dessen Farbton dunkler als der Farbton (bzw. die Farbtöne)
früherer Füllungen, so ist eine hohe Druckqualität gewährleistet, selbst wenn bei
der Reinigung alte Tonerreste nicht vollständig aus dem Tonerbehälter entfernt werden
konnten. Dazu werden in der Befüllungsstation entsprechende Tabellen verträglicher
Toner-Folgeabfüllungen vorgehalten und die vom Behälter gelesenen Informationen zur
Steuerung des Befüllungsvorganges verwendet.
[0048] Die in der Datenbank 9 enthaltenen Daten können zu logistischen Zwecken wie z. B.
zur Verwaltung der im Umlauf befindlichen Behälter, zur Überwachung von Tonerverfallsdaten
etc. verwendet werden.
[0049] In der Befüllungsstation 11 können Toner verschiedener Farben nach vorgegebenen Rezepturen
gemischt in den Vorratsbehälter abgefüllt werden oder auch in Zwischen-Behälter, die
später wiederum zur Befüllung der im Umlauf befindlichen, mit Transpondern 13 ausgestatteten
Tonervorratsbehältern benutzt werden. Statt der beschriebenen, in der Befüllungsstation
3 angeordneten Lese -, Schreibstation zur Übertragung elektronischer Daten von und
in einen Transponder kann auch eine andere, beispielsweise eine Etikettenklebestation
für leitfähig/nicht leitfähig codierte Etiketten oder eine magnetische Codierungsstation
zur Verarbeitung entsprechend ausgestatteter Vorratsbehälter vorgesehen sein. Die
Datenübertragung von und zum Transponder bzw. Behälter kann im Zuge des Befüllens
vor, während oder auch nach dem Befüllvorgang erfolgen.
[0050] In Figur 3 ist der Einsatz eines Tonervorratsbehälters 2 in einem Druckzentrum dargestellt.
Die gefüllten Tonervorratsbehälter werden dabei mit einem Fahrzeug 10 angeliefert.
Die Tonervorratsbehälter 2 enthalten in ihrem elektronischen Datenspeicher Angaben
über den enthaltenen Toner (Rezept), über die Füllmenge (voll) und wahlweise weitere
Angaben wie beispielsweise die eigene Kundenidentifikation, das Abfülldatum des Toners
etc. (siehe Tabelle 1). Der Tonervorratsbehälter 2 wird dann in die Tonerstation des
Druckers 1a eingesetzt. In der Tonerstation ist eine Lese, - Schreibvorrichtung zum
Auslesen der auf dem Tonervorratsbehälter 2 aufgebrachten Informationen des Transponders
13 vorgesehen. Die Lese, - Schreibvorrichtung ist an einen Mikrocontroller angeschlossen,
der die Tonersorte abfrägt und überprüft, ob diese Tonersorte verarbeitet werden kann.
Anschließend werden Druckparameter (z. B. Corotron-Ladungen im Bereich der elektrographischen
Entwicklerstation) anhand der Tonersorte eingestellt oder eine Toner-Querförderung
gemäß
WO-A-98/36328 eingestellt. Der Mikrocontroller kann weiterhin das Gewicht der Tonervorratsbehälter
sowie die Position des Tonervorratsbehälters innerhalb des Druckers 1 verarbeiten,
sofern mehrere Positionen( ( z. B. bei Farbdruckern) vorgesehen sind.
[0051] Die Lese-, Schreibvorrichtung ist im wesentlichen gleich aufgebaut wie die Lese -,
Schreibvorrichtung 11 der Befüllungsstation 3 (vgl. Fig. 2). Sie ist an den am Behälter
2 angebrachten Informationsträger (Transponder) angepaßt. Der Mikrocontroller ist
insbesondere Bestandteil der Aggregatesteuerung einer elektrophotographischen Entwicklerstation
und kann über einen Geräte- Systembus mit anderen Aggregaten des Druckgeräts (z. B.
dem Bedienfeld, der Fixierstation oder der Papiertransporteinrichtung) kommunizieren.
[0052] Innerhalb des Druckers 1 ist auch ein Behälter vorgesehen, der verbrauchtes Toner/Entwicklergemisch
aufnimmt. Dieser Behälter ist ebenfalls mit einem Transponder versehen und vom Grundaufbau
identisch zum Tonervorratsbehälter 2. Er ist (Pos. 2/11) jedoch nicht mit einer Angabe
über eine Tonerrezeptur sondern mit einer Entsorgungs-Kennung versehen, daß es sich
um einen Entsorgungsbehälter handelt. Sobald der Behälter voll ist (was beispielsweise
durch ein Gewichtsmeßsystem oder einen Füllstandssensor ermittelt werden kann) wird
er mit einer Information "voll" versehen, die in den Transponder des Entsorgungsbehälters
2 eingeschrieben wird. Darüber hinaus ist es auch möglich, innerhalb des Drucksystems,
z.B. an einem Drucker über ein Bedienfeld eine leere, als Tonerflasche gekennzeichnete
Flasche in eine als Entsorgungsflasche gekennzeichnet Flasche umzudeklarieren.
[0053] Sobald ein Tonerbehälter leer ist (Pos. 2/10) wird er aus dem Drucker entnommen und
mit dem Fahrzeug 10 zum Wiederbefüllen abgeholt. Gleiches geschieht mit einem Entsorgungsbehälter
2, der entleert werden muß.
[0054] Erfindungsgemäß ist es möglich, Tonerbehälter, die erst teilweise entleert sind,
zeitweise aus einem Drucker zu entnehmen und später zum Weiterdrucken wieder einzusetzen.
Hierzu wird auf dem Transponder 13 des Tonerbehälters 2 die aktuelle Füllstandsinformation,
die innerhalb des Druckgerätes mit einem geeigneten Sensor gemessen wurde, elektronisch
in den variablen Speicherungsbereich des Transponders 13 geschrieben. Ein solcher
Behälter (Pos. 2/8) kann später wiederum in denselben Drucker oder auch in einen anderen
Drucker 1b eingesetzt werden (Pos. 2/9). Dort wird er in identischer Weise wie soeben
für Drucker 1a beschrieben , verarbeitet. Die Drucker sind datentechnisch vorzugsweise
untereinander vernetzt, so daß etwaige Korrekturdaten zu einem bestimmten Tonergemisch,
die in einem ersten Drucker (la) ermittelt wurden, auch vom zweiten Drucker (1b) genutzt
werden können. Fehlt eine solche Vernetzung, so können diese Korrekturdaten über den
an der Tonerbox enthaltenen Datenspeicher (Transponder) von einem Drucker auf den
anderen Drucker übertragen werden. Die Vernetzung kann auch auf die anderen Komponenten
des beschriebenen Drucksystems, beispielsweise auf die Abfüllstation(en), den zentralen
Computer usw. erweitert werden.
[0055] Zur datenmäßigen Vernetzung der verschiedenen Drucksystemkomponenten können sowohl
interne Datennetze (LAN, WAN, Firmennetze) als auch länderübergreifende Computernetze
(Internet) oder auch Telefonleitungen mittels Modem, genutzt werden. Der Austausch
von Daten, insbesondere das Update zulässiger Tonersorten, Hinweise auf bevorstehende
Verfallsdaten bestimmter Tonerchargen oder verbesserte Einstellparameter zu bestimmten
Tonersorten können im Zuge von Remote-Diagnose ohne nennenswerten Aufwand durchgeführt
werden.
[0056] Die feste Zuordnung von Informationen an die Behälter mittels eines Transponders
umfaßt im wesentlichen elektronische und softwaretechnische Mechanismen. Diese Mechanismen
können ohne weiteres auch durch mechanische oder andere elektronische Mechanismen
ergänzt werden. Beispielsweise können bestimmte Tonersorten (z. B. Flüssigtoner) auch
mechanisch so andersartig ausgestaltet werden, daß sie nicht mit Tonerbehältern, in
denen pulverförmiger Toner enthalten ist, verwechselt werden können. Hierzu können
zu mechanisch geometrischen Formunterschieden auch eine farbliche Codierung hinzutreten,
so daß eine Unterscheidung auch für das mit den Behältern operierende Bedienungspersonal
möglich ist.
[0057] Als alternatives Ausführungsbeispiel zu der oben beschriebenen Erfindung mit dem
Transponder wird in Figur 4 ein Etikett 30 verwendet, welches auf der Oberfläche des
Vorratsbehälters 2 aufgeklebt ist. Das Etikett 30 umfaßt eine Vielzahl von Feldern
(0
a, 0
b, 1 - 10), die hinsichtlich ihrer Leitfähigkeit verändert werden können. Die Leitfähigkeit
der einzelnen Felder kann selektiv beseitigt werden, beispielsweise durch Überkleben
der Felder mit einem Isolierfilm, durch Überlackieren der Felder mit einer isolierenden
Farbe oder auch durch Herausstanzen des leitfähigen Feldes aus dem Etikett 30. Zwei
Felder(0
a und 0
b) dienen der Basiskontaktierung des Etiketts und sind redundant ausgebildet.
[0058] In Figur 5 ist ein entsprechend der Alternative auferhalb der Erfindung binär codiertes
Etikett dargestellt. Es repräsentiert den Wert 1.580 ( = 2
2+ 2
3 + 2
5 + 2
9 + 2
10). Die Felder 31 und 32 sind dabei z.B. gegensätzlich codiert.
[0059] Eine entsprechende Lesestation zum Auslesen eines derartigen Etikettencodes weist
druckerseitig Federstifte und Kontaktfedern auf, die nach Einsetzen des Tonerbehälters
in den dafür vorgesehenen Aufnahmeschacht des Drucker die einzelnen Felder des Etikettes
elektrisch kontaktieren und abtasten. Eine leitfähige Verbindung zwischen den beiden
Basiskontakten 0
a und 0
b zeigt, daß ein Behälter im Drucker vorhanden ist. Besteht keine Verbindung zwischen
den diese Felder kontaktierenden Kontaktstiften der Leseanordnung, so ist kein Behälter
vorhanden.
[0060] Durch entsprechend große Ausführung der einzelnen Felder im Vergleich zu den Kontaktstiften
können Positionierungstoleranzen des Behälters innerhalb des Aufnahmeschachts ausgeglichen
werden. Die Kontaktstifte sind an ihrer Kontaktstelle mit dem Etikett vorteilhaft
spitz ausgebildet, wenn sich das Etikett an einer horizontalen oder vertikalen Fläche
des Behälters, (z. B. Behälterboden) befindet und rund ausgebildet, wenn sich das
Etikett an einer schrägen Behälterseite befindet.
[0061] Figur 6 zeigt ein weiteres, alternatives Ausführungsbeispiel für einen Informationsträger,
der auf einem Vorratsbehälter angebracht ist. Ein magnetisches Kunststoffband 35 besteht
aus abwechselnd magentisierten Bereichen mit Nordpolen N und Südpolen S. Die magnetischen
Striche sind dabei in gleichmäßigem Abstand voneinander angeordnet. Mit diesem magnetischen
Strichraster läßt sich eine Codierung beispielweise über die Länge des magnetisierten
Bande 35 erreichen. Je nach Länge des Magnetbandes und dem Abstand der magnetischen
Striche ist die Zahl der unterscheidbaren Informationen (Tonersorten, Tonerfarbe etc.)
festgelegt. Alternativ dazu kann auch ein magnetisches Etikett verwendet werden, das
wiederbeschreibbar ist, in dem Informationen also variabel ablegbar sind. Entsprechende
Codierungsverfahren sind beispielsweise auch von der Codierung bargeldloser Zahlungsmittel
(Geldkarten) bekannt. Zum Auslesen der in einem Magnetstreifen gespeicherten Information
kann eine Lesestation 34 verwendet werden, die einen Magnetlesekopf 36 sowie einen
Komperator 37 zur Umwandlung des vom Lesekopf erzeugten analogen Signals in digitale
Signale aufweist sowie eine Steuerung 39 mit einem Mikroprozessor zum Zählen der digitalen
Impulse sowie zur Auswertung und Steuerung des Leseablaufes. Zur Codierung der Behälter
2 kann ein vorgefertigtes, aufklebbares Band mit festem magnetischem Strichraster
verwendet werden. Die Codierung erfolgt dabei durch die Länge des Bandes. Das Band
kann leicht aufgeklebt und wieder entfernt werden. Über die Bandlänge ist auch eine
optische Erkennung des Informationsgehaltes möglich. Alternativ dazu kann auch ein
fest aufgeklebtes, in den Behälter eingepresstes oder aufgespritztes Band verwendet
werden. Beim Befüllen des Behälters wird das Magnetband dann zunächst gelöscht und
die Anzahl der magnetischen Striche, d.h., der Code mit einem Magnetschreibkopf aufgebracht.
[0062] Der Magnetlesekopf kann in einer Behälterhalterung fest positioniert sein. Die magnetisch
gespeicherte Information kann dann beim Einsetzen des Behälters in die Halterung gelesen
werden. Nach einer Fehllesung muß der Behälter jedoch nochmals eingesetzt werden.
In einem etwas aufwendigeren Ausführungsbeispiel ist der Sensor beweglich und damit
kann der Magnetcode auch von dem feststehenden Behälter gelesen werden. Statt des
festen magnetischen Strichrasters ist auch eine andere Codierung, z. B. ein einem
optischen Barcode entsprechendes magnetisches Raster zur Codierung geeignet. Der optische
Barcode kann insbesondere mit einer Laser-ROM-Karte dargestellt werden, die löschbar
und wiederbeschreibbar ist.
[0063] In Figur 7 ist eine Tonerzufuhreinrichtung 56 einer Entwicklerstation dargestellt,
die einen Tonervorratsbehälter 2 enthält. Der darin befindliche Toner 59 wird mittels
eines Saugrüssels 58 aus dem Tonervorratsbehälter 2 gesaugt und weiteren Komponenten
der Entwicklerstation 14 zugeführt. Der Saugrüssel 58 wird dabei je nach Tonerfüllhöhe
in dem Tonervorratsbehälter 2 entlang den Führungsstangen 60 verschoben. Ein Faltenbalg
61 deckt die Einfüllöffnung des Tonervorratsbehälters ab und schützt damit andere
Komponenten der Entwicklerstation 14 vor Verschmutzung. Der Tonervorratsbehälter 2
steht in einem Aufnahmebehälter 62, der über ein Scharnier 63 in das Innere des Druckers
schwenkbar ist. Details dieser Entwicklerstation sind in der
US 5,074,342 beschrieben, deren Inhalt hiermit durch Bezugnahme in die Beschreibung aufgenommen
wird.
[0064] Der Tonervorratsbehälter 2 ist mit einer Chipkarte 64 versehen, die einen elektronischen
Speicher (EEPROM), eine Ansteuerschaltung (IC) sowie eine Antenne enthält, über die
ein drahtloser Datentransfer zu einer Lesestation 65 erfolgen kann. Die Lesestation
65 kann wahlweise an der Entwicklerstation 14 oder am Druckergehäuse befestigt sein
und ist über eine Kabelverbindung (z.B. CAN-Bus) mit der Prozeßsteueranordnung 40
verbunden. Sie kann sowohl den Datenaustausch mit der Chipkarte 64 als auch eine Energieversorgung
der Chipkarte 64 bewerkstelligen. Details derartiger Chipkarten und Lesestationen
sind beispielsweise in der
US 5,262,712 beschrieben, deren Inhalt Bzgl. derartigen chipkarten and Lesestationen hiermit ebenfalls
durch Bezugnahme aufgenommen wird.
[0065] Im dargestellten Ausführungsbeispiel werden im Speicher (EEPROM) des Tonervorratsbehälters
beispielsweise der Tonertyp, dessen Farbe sowie der Füllstand des Behälters binär
codiert und damit maschinenlesbar abgespeichert. Der Füllstand wird während dem Betrieb
des Druckaggregats laufend aktualisiert, indem die entnommene Tonermenge ermittelt
und vom Anfangsfüllstand abgezogen wird. Dadurch ist es möglich, Tonervorratsbehältern
teilweise entleert aus der Entwicklerstation zu entnehmen und später im selben oder
in einem anderen Gerät weiterzuverwenden. Statt mit einer Waage kann der genaue Füllstand
auch ermittelt werden, indem die entnommene Tonermenge beispielsweise anhand von Pumpzyklen
einer Tonerförderungspumpe ermittelt wird. Bei der drahtlosen bzw. berührungslosen
Datenübertragung zwischen einer erfindungsgemäßen Lese- und/oder Schreibstation und
der Chipkarte 64 kann die Energie von der Lesestation kapazitiv oder induktiv eingekoppelt
werden.
[0066] In Figur 8 ist ein Tonerförderungssystem 16 dargestellt, das sich innerhalb eines
elektrophotographischen Druckers befindet. Es fördert den in den Behältern 2a, 2b
und 2c (zeigt nicht dargestellt) im jeweils zugeordneten Entwicklerstationen 15a,
15b und 15c. Beispielsweise ist im Behälter 2a roter Toner enthalten, der über den
Förderungsschlauch 17a zur Entwicklerstation 15a gefördert wird, die zum Drucken in
roter Farbe vorbereitet ist und die eine entsprechende elektronische Schaltung aufweist,
in der die aktuelle Farbe bzw. Tonerrezeptur dieser Entwicklerstation enthält. Um
sicherzustellen, daß der Förderschlauch 17a an die korrekte Entwicklerstation 15a
und an den korrekten Tonerbehälter 2a angeschlossen wird, ist eine Codierungsleitung
18a vorgesehen, die mit Befestigungsklemmen 20a mechanisch fest mit dem Förderungsschlauch
17a verbunden ist. Mit dem mechanischen bzw. elektromechanischen Anschluß des Förderungsschlauches
17a an die Tonerentnahmekomponenten im Bereich des Tonervorratsbehälters 2a sowie
an die Entwicklerstation 15a wird zwangsweise auch eine elektrische Verbindung zwischen
dem Mikrocontoller 21a der Entwicklerstation 15a und elektronischen bzw. elektromechanischen
Komponenten einer Toner-Fördereinheit 22a hergestellt. Die Toner-Fördereinheit 22a
kann wiederum über eine Verbindungsleitung 23 mit der Lesen -, Schreibstation 11a
verbunden sein, die den auf dem Behälter 2a Transponder 13a ausliest.
[0067] Über diese Verbindungen 23a, 22a, 18a kann der Steuerung 21a die im Behälter 2a befindliche
Tonerrezeptur (Code 11001) mitgeteilt werden. Die Verbindung 23a dient der korrekten
Zuordnung zwischen einem Tonerbehälter 2a und seiner Tonerfördereinheit 22a. Dier
Verbindung 18a dient der korrekten Zuordnung zwischen Tonerfördereinheit 22a, Förderschlauch
17a und Entwicklerstation 15a. Fehlt die Verbindung 23a, so kann die Tonerrezeptur
statt über die Leitungen 23a und 18a über einen Systembus 24 des Druckers von der
Lesestation 11a zur Steuerung 21a der Entwicklerstation übertragen werden. Dort (oder
in einer übergeordneten zentralen Druckersteuerung) wird dann überprüft, ob die Tonerrezeptur
akzeptabel ist und gegebenenfalls die Entwicklerstation zum Drucken freigegeben.
[0068] Innerhalb der Lesestation 11a befindet sich die Antenne 12a, eine Ansteuerschaltung
25a sowie ein Mikroprozessor 26a, mit denen Energie zum Transponder 13a und Daten
zwischen Mikroprozessor 26a und Transponder 13a berührungslos ausgetauscht werden.
Zur Überprüfung der korrekten Zuordnung zwischen Tonerfördereinheit 22a und Steuerung
21 wird über die Leitung 18a ein Impulsmuster entsprechend der Tonerrezeptur, dem
individuellen Code des Tonervorratsbehälters oder ähnlichem übertragen. Alternativ
zu einer Impulsmusterübertragung kann ein derartiger Überprüfungsimpuls auch über
eine Erdungsleitung nach dem Power-Line-Prinzip übertragen werden. Eine dabei nötige
Einkoppplung kann induktiv oder kapazitiv erfolgen.
[0069] In einer weiteren Variante, bei der keine Daten bzw. Impulsmuster übertragen werden
müssen, erfolgt ein sequentielles Vorgehen. Eine Tonerfördereinrichtung (22a, 22b)
wird von der Gerätesteuerung über den Systembus 24 gefragt, welche Rezeptur sich im
zugeordneten Tonervorratsbehälter 2a, 2b aktuell befindet. Die zugehörige, adressierte
Tonerfördereinheit 22a, 22b setzt die betreffende Schlauchleitung 18a, 18b (nicht
gezeigt) auf einen definierten Pegel, der die laufende Abfrage anzeigt ( z. B. high).
Die zugehörige Entwicklerstation 15a, 15b muß als Antwort bestätigen, daß die angeschlossene
Schlauchleitung den vereinbarten Pegel anzeigt. Dieser Vorgang wird für alle anderen
Entwicklerstationen und Tonerfördereinheiten nacheinander wiederholt. Dieser Vorgang
kann auch in umgekehrter Richtung ablaufen. Bei diesem Verfahren wird erreicht, daß
kein Protokoll für die Datenübertragung auf der Schlauchleitung vereinbart werden
muß. Alternativ zu der elektrischen Leitung kann auch eine Übertragung über Lichtwellenleiter
erfolgen. Zusätzlich zur elektronischen Überprüfung kann auch eine mechanische und/oder
farbliche Codierung der Anschlußstücke des Schlauches und der entsprechenden Anschlüsse
der Entwicklerstationen erfolgen, z. B. runder, dreieckiger, quadratischer Querschnitt
etc..
[0070] In den Figuren 9a, 9b und 9c sind verschiedene Varianten für eine Lese- und/oder
Schreibvorrichtung gezeigt, die mehrere, nebeneinanderstehende Tonervorratsbehälter
2a, 2a, 2c und 2d mit ihren zugehörigen Transpondern 13a, 13b, 13c und 13d überwachen.
Dabei muß sichergestellt sein, daß die Lese,- Schreibvorrichtung jedem Tonervorratsbehälter
bzw. jeder Position den richtigen Transponder zuordnet. Bei der in Fig. 9a dargestellten
Variante ist jedem Tonervorratsbehälter bzw. jeder Position ein separates Sende,-
und Empfangsinterface 11a, 11b, 11c und 11d zugeordnet. Jedes dieser Interfaces besteht
aus einer Antenne und einem ASIC, der Decoder und Codierer enthält. Die Antenne ist
jeweils so dimensioniert, daß Transponder nur bis zu einer maximalen Entfernung, insbesondere
bis zu 5 cm erreicht werden können. Diese maximale Reichweite ist abgestimmt auf die
Abstände der einzelnen, auf den verschiedenen Tonervorratsbehältern angebrachten Transpondern.
Er ist insbesondere kleiner als die halbe Entfernung zwischen zwei benachbarten Transpondern.
[0071] Die Interfaces 11a, 11b, 11c und 11d werden von einem gemeinsamen als Host wirkenden
Mikrocontroller 26 verwaltet. Dabei wird jedes der Interfaces 11a, 11b, 11c und 11d
durch ein Select-Signal ausgewählt und die Sende,- und Empfangsbereitschaft für das
jeweilige Interface hergestellt. Zur Identifizierung der jeweiligen Transponder wir
deren Hardware-Identifier genutzt.
[0072] Bei der in Figur 9b dargestellten Ausführungsform wird eine einzige Sende- und Empfangseinheit
(Interface) so ausgelegt, daß sich alle Tonerbehälter mit ihren zugehörigen Transpondern
in der Reichweite einer einzigen Antenne 12e befinden. Um die korrekte Positionszuordnung
des Transponders bzw. der damit verbundenen Tonerbehälter an den Positionen A, B,
C und D zu gewährleisten, dürfen die Tonervoratsbehälter 2a - 2d nur nacheinander
(Seriell) gewechselt werden. Es dürfen keinesfalls zwei oder mehr Tonerbehälter gleichzeitig
entfernt bzw. eingehängt werden, andernfalls geht die Positionszuornung bei dieser
Variante verloren. Auch sollen die Behälter aus einem ausgeschaltetem Gerät nicht
entnommen werden. Zur Entnahme bzw. zum Einführen von Tonervorratsbehältern können
zusätzliche mechanische und elektromechanische Elemente (Riegel, Sensoren) vorgesehen
sein, die eine Manipulation im Bereich der Aufnahmeschächte für die Tonervorratsbehälter
feststellen. Sobald derartige Mittel betätigt werden, wird dies dem Mikroprozessor
26 mitgeteilt und dieser veranlaßt die aktuelle, an der betreffenden Position gemessene
Tonermenge in den Transponder des Tonervorratsbehälters zu übertragen. Zur Überwachung,
ob ein Tonervorratsbehälter eingesetzt oder entnommen wird, sind Senoren 40a, 40b,
40c und 40d vorgesehen, die mit dem gemeinsamen Mikroprozessor 26 verbunden sind.
Sie liefern jeweils ein Signal, wenn der zugehörige Tonervorratsbehälter eingesetzt
oder herausgenommen wird.
[0073] Wird nun einer der Tonervorratsbehälter 2a - 2d in eine der Positionen A, B, C oder
D eingehängt, so überprüft die Sende,- und Empfangseinheit 11e, ob ein Transponder
in Reichweite ist und identifiziert ihn ggf. anhand seines Hardware-Identifiers. Der
zum betreffenden Schacht (A, B, C oder D) gehörende Sensor meldet an den Mikrocontroller
26, daß sein Schacht belegt wurde. Mit dieser Information und dem ausgelesenen Identifier
ist der Tonervorratsbehälter eindeutig identifizier- und beschreibbar. Jeder weitere
installierte Behälter wird auf die gleiche Weise erkannt und die Belegung der Schächte
bzw. Positionen A - D ermittelt.
[0074] Das in Figur 9c dargestellte Ausführungsbeispiel ist im wesentlichen identisch zu
dem in Fig. 9a dargestellten Beispiel. Im Unterschied dazu werden jedoch alle Sende
-, Empfangsinterfaces 11a - 11d mit einem eigenen Mikrocontroller 41a, 41b, 41c und
41d ausgestattet, die jeweils mit dem gemeinsamen Mikroprozessor 26 verbunden sind.
Der Mikroprozessor nimmt in dieser Anordnung wiederum eine Host-Funktion wahr.
[0075] Bei allen in den Figuren 9a, 9b und 9c gezeigten Ausführungsformen ist - wie in Fig.
7 - ein Meßsystem zur Ermittlung der jeweils aus den Tonervorratsbehältern 2a, 2b,
2c bzw. 2d entnommenen Toner vorgesehen. Die enthaltene Menge wird fortwährend gemessen
und zumindest in vorgegebenen Zeitabständen von der jeweiligen Lese, - Schreibstation
in den Tranpondern des zugehörigen Tonervorratsbehälters die aktuelle Tonermenge abgespeichert.
[0076] Die Tonervorratsbehälter sind in einer Halterung integriert, in der sie beispielsweise
einzuhängen sind. Die Halterung kann mit einem oder mehreren Verschlüssen versehen
sein, der immer dann geöffnet werden muß, wenn ein Tonervorratsbehälter gewechselt
bzw. herausgenommen werden muß. Das Öffnen des Deckels bzw. Verschlusses löst ein
elektrisches Signal aus, der wiederum die Datenübertragung auf den Transponder auslöst.
Als Sensor können beispielsweise Hall-Schalter verwendet werden.
[0077] Weiterhin kann vorgesehen sein, einen entsprechenden Verschluß an der Halterung für
die Tonervorratsbehälter elektromechanisch von der zentralen Gerätesteuerung aus zu
steuern. Mit der Öffnung entsprechender Verriegelungsmittel wird dann der Datenbestand
in dem Transponder aktualisiert, insbesondere die aktuell im Tonervorratsbehälter
enthaltene Tonermenge festgehalten. Erst nach Aktualisierung der Daten wird die Verriegelung
freigegeben.
[0078] In den Figuren 10a und 10b sind nochmals zwei Varianten für Befüllungsstationen dargestellt.
Die in Fig. 10a gezeigte Variante ist zur Abfüllung von Toner einer Farbe geeignet.
Vom Tonerlagerungstank 4, der eine große Menge Toner enthält, beispielsweise 500 kg,
können Tonervorratsbehälter 2 mit geringerem Tonerinhalt, beispielsweise von 6 kg,
abgefüllt werden. Den Abfüllvorgang steuert ein Abfüll-Computer (Mikroprozessor 52),
der über eine geeignete Datenleitung bzw. über eine Netzwerkverbindung mit einem zentralen
Computer 51 verbunden ist, der die Datenbank 9 enthält. Ein Prüfstandssensor 53 (Waage
oder kapazitiver Höhensensor) mißt die aktuell im Behälter 2 enthaltene Tonermenge
und meldet das Zustandsignal an den Mikroprozessor 52. Dieser steuert ein steuerbares
Ablaßventil 54. Der Computer 51 kann über ein Datennetz z.B. über ein local area network
LAN, über ein wide area network WAN oder über eine Internet-Verbindung mit einer oder
mehreren Steuerungen von Druckgeräten verbunden sein, in die die gefüllten Tonerbehälter
zum Drucken eingesetzt werden. Somit läßt sich ein Druck- bzw. Kopiersystem schaffen,
welches eine datentechnisch verbundene, aber örtlich verteilte Einheit bildet. Die
zentrale Datenbank 9 kann dabei von allen am Netzwerk angeschlossenen Geräten genutzt
werden.
[0079] In Fig. 10b ist eine Mischstation dargestellt, in der ein entpsrechender Mikroprozessor
52 mehrere Ablaßventile 54a, 54b steuert, der die verschiedenfarbigen Tonervorratstanks
4a (rot), 4b (gelb) kontrolliert. Die jeweiligen Tonermengen werden in einen gemeinsamen
Tonermischbehälter 57 eingefüllt und mittels eines Mischmotors 55 und einer Mischerschraube
gleichmäßig vermengt.
[0080] Es wurden eine Reihe von Varianten aufgezeigt, Informationen in einem Drucksystem,
insbesondere in den Behältern für Verbrauchstoffe zu übertragen und an verschiedene
Systemkomponenten mitzuteilen. Dabei ist klar, daß an sich bekannte, bereits vorhandene
Informationsmittel weiterhin verwendet werden können. Beispielsweise können die Behälter
nach wie vor in Klarschrift lesbare Labels (Etiketten) aufweisen, die den jeweiligen
Identifier des in den Behälter integrierten Transponders enthalten, sowie Daten über
den Behälterinhalt sowie das Abfülldatum, Verfallsdaten, Name des Abfüllers, Eigentümer
des behälters, vorgesehener Anwendungsort, (Kunde) etc. Als Entwicklerstation eignet
sich insbesondere auch eine gemäß
WO 98/27469 ausgebildete Station
[0081] Zusammenfassend kann nochmals festgehalten werden:
[0082] Für ein Druck,- oder Kopiersystem 1 wird ein Verfahren zur Verbesserung der Druckqualität,
insbesondere zum elektrographischen Farbdruck beschrieben. Druck-Verbrauchsstoffe,
insbesondere Toner 59, werden behältergenau überwacht und stoffspezifische Informationen
zur Steuerung des Druckprozesses verwendet. Verfallsdaten für die Verbrauchsstoffe
werden festgestellt und am jeweiligen Druckort frühzeitig bemerkt. Dadurch wird Makulatur
vermieden. Der im Behälter 2 enthaltene Verbrauchsstoff und die enthaltene Verbrauchsstoffmenge
wird am Behälter maschinenlesbar so gespeichert. Am Behälter ist ein Informationsträger
13, 30, 35, 38 zum berührungslosen Übertragen von Daten und Energie von einer Datenlese-
und/oder Schreibstation 11 zum Behälter 2 vorgesehen. Als Informationsträger wird
ein Transponder 13 vorgeschlagen, der mit einer individuellen Kennummer (Hardware-Identifier)
versehen ist. Die Kennummer kann als Bestandteil von Kodes zur Gerätesteuerung verwendet
werden.
[0083] Desweiteren umfaßt das Druck- oder Kopiersystem ein Recycling-Konzept für Verbrauchsstoff-Behälter,
insbesondere für elektrographische Geräte. Ein und derselbe Behälter 2 wird dabei
mehrfach verwendet, der aktuelle Behälterinhalt kann jederzeit maschinell behälterindividuell
erfaßt werden. Dazu sind die Behälter 2 mit einem Informationsträger 13, 30, 35, 38
versehen, der maschinenlesbar kodierte Informationen über den aktuell oder zuletzt
in dem Behälter 2 befindlichen Verbrauchsstoff 59 enthält. Als Informationsträger
wird ein berührungslos elektronisch beschreib- und lesbarer Baustein vorgeschlagen,
insbesondere ein Transponder 13. Die im Transonder gespeicherten Daten können parallel
über ein Netzwerk anderen Systemkomponenten wie einer Befüllungsstation 3, einem zentralen
Computer 51 mit einer Datenbank und den Druck-oder Kopiergeräten 1 zugeführt werden.
Tabelle 1: "Daten und Wechselbeziehungen zwischen den Orten der Datenhaltung"
| Daten am/im Drucker |
|
Daten am Behälter |
|
Datenbank/Befüllungssystem |
| Erkennung ob gültiger Behälter (Reservierung von Identifiern), Unterscheidungshilfe
bei Gemischwechsel, Wechsel d. Behälters von einem Drucker zu einem anderen Drucker
möglich |
← |
(Fix, Laser trimmed) Identifier |
→ |
Registrierung des Behälters, (zur Individualisierung des Behälters) |
| Zähler, wie oft Transponder zwischen Befüllung und Leerung beschrieben wird, Übertrag
bei Druckerwechsel |
↔ |
Zahl, wie oft Transponder innerhalb eines Umlaufes beschrieben wurde (wird bei "Leer"-Meldung
bzw. bei Entfernung des Behälters aus Drucker aktualisiert) |
→ |
Zähler, wie oft Transponder beschrieben wurde. Dient zur Vorherbestimmung und Überwachung
der Lebensdauer des Behälters in seiner Bestimmung als Tonervorratsbehälter und ist
bei der Bestandskontrolle des Behälter-pools drucker,- oder standort-individuell abfragbar |
| Entsorgungbit Read/Write, Write nur nach Rückfrage auf Bedienconsole. Damit wird die
vorzeitige Umwandlung der Toner- in eine Entsorgungsbehälter im Druckler erlaubt -
für Ausnahmen |
→ |
Entsorgungsbit (optional) setzen, wenn ein Behälter in eine Halterung des Druckers
zur Aufnahme von verbrauchtem Toner-Entwicklergemisch eingesetzt wird |
↔ |
Umwandlung des Toner Behälters in Entsorgungsbehälter bei Setzen des Entsorgungsbits,
Registrierung des Behälters anhand des Identifiers als Entsorgungs-Behälter, wid als
Entsorgungs-Behälter im Behälterpool des Kunden geführt, Erkennung des Entsorgungsbits
bei Anlieferung ggf. Trennung von Resttoner. |
| Kundennummer, ab Werk oder bei Wiederverkauf eintragen |
→ |
Kundennummer |
→ |
Bestandsvergleich der Tonervorrats,- und Entsorgungsbehälter im Pool des Kunden |
| Rezeptur Vergleich mit Einträgen in Steuerungstabellen für Toner/Gemisch |
← |
Rezeptur-Nummer |
← |
Bei Befüllung des Behälters, Chargen der Grundfarben aus denen die Rezeptur gemischt
wurde -> Abteilung des Alters des Tonergemisches |
| Warnung vor Qualitätsverlust bei Überalterung etc. |
← |
Abfülldatum/Verfallsdatum |
← |
Abfülldatum "Verfallsdatum" für Toner, Warnung vor Qualitätsverlust bei Überalterung
etc.) |
| |
|
|
|
Enable-Code für Rezeptur, |
| Prüfung der Zuordnung des Tonervorratsbehälters zum Tonerfördersystem, unbeabsichtigtes
Vertauschen vermeiden, wird an Enbtwicklerstation übermittelt, damit Tausch der Entwicklerstation
und Farbe in anderen Drucker möglich |
← |
←--------------------------------------- |
← |
Weitergabe mit Diskette o.ä. |
| Gewicht/Füllstand Erkennen, wenn ein teilweise entleerter Tonervorratsbehälter versehntlich
mit anderem Toner aufgefüllt wurde: Sicherheits-Gerätestopp |
→ |
Gewicht/Füllstand |
→ |
Überwachung des Tonerverbrauches bei Tonervorratsbehältern, Erfassung der beinhalteten
Menge bei Entsorgungsbehältern, Nutzung zur Statistik und für Prognosen |
| Zustand leer / voll |
→ |
Zustands-Bit leer / voll |
→ |
"Leer" wird nur bei entleertem Behälter gesetzt. Bei "Voll" erfolgt zusätzlich die
Gewichtsabfrage. |
| Korrekturparameter (Unterstützung des Service bei Problemen mit Toner) |
← |
Korrekturparameter |
↔ |
Sammlung von Fehlerinformationen, Erstellung von Korrekturparametern in Zusammenhang
zum Tonergemisch |
| Lieferant (Unterstützung des Service bei Problemen mit Toner) |
← |
Lieferant |
↔ |
Lieferant |
Bezugszeichenliste
[0084]
1: Drucker
2: Behälter
2a, 2b, 2c: Tonervorratsbehälter
3: Befüllungsstation
4, 4a, 4b, 4c: Tonerlagerungstank
5: Reinigungsstation
6: Prüfstation
7: Lager
8: Entsorgungsbehälter
9: Datenbank
10: Transportfahrzeug
11, 11a, 11b, 11c, 11d: Lese,- Schreibstation
12a, 12b, 12c, 12d, 12e: Antenne
13: Transponder
15, 15a, 15b, 15c: Entwicklerstation
16: Toner-Fördersystem
17, 17a, 17b, 17c: Förderschlauch = Tonerförderkanal
18, 18a, 18b, 18c: Kodierungsleitung
19: Füllstandssensor (Waage oder kapazitiver Sensor)
20a: Leitungsklemme
21a: Elektronik der Entwicklerstation
22a: Tonerfördereinheit mit Elektronik
23a: Verbindungsleitung
24: Systembus
25, 25a: Ansteuerschaltung
26, 26a: Mikroprozessor
30: Kodierungsetikett
31: 1. Kodierungselement
32: 2. Kodierungselement
34: Magnet-Lesestation
35: Magnetstreifen
36: Magnetlesekopf
37: Komparator
39: Steuerung
40a, 40b, 40c, 40d: Positionssensor/Hallschalter
41a, 41b, 41c, 41d: Mikrocontroller
50: Ventil
51: zentraler Computer
52: Abfüll-Mikroprozessor
53: Füllstandssensor
54: Ablaßventil
55: Mischmotor
56: Tonerzufuhreinrichtung in einer Entwicklerstation
57: Tonermischbehälter
58: Saugrüssel
59: Toner
60: Führungsstangen
61: Faltenbalg
62: Aufnahmebehälter
63: Scharnier
64: Chipkarte
65: Lesestation
1. Verfahren zum Kodieren und Befüllen eines Behälters (2) zur Aufnahe von Verbrauchsstoffen
für Druck- oder Kopiergeräte (1),
bei dem ein berührungslos lesbarer und berührungslos beschreibbarer fest mit dem Behälter
(2) verbundener Transponder (13) vorgesehen wird,
in einem ersten nicht löschbaren Speicherbereich des Transponders (13) eine individuelle
Kennnummer des Transponders (13) als Hardware-Identifier gespeichert ist,
der Verbrauchsstoff (59) in den Behälter (2) gefüllt wird,
und bei dem in einem zweiten löschbaren und beschreibbaren Speicherbereich des Transponders
(13) spezifische Informationen des in den Behälter (2) gefüllten Verbrauchsstoffs
(59) maschinenlesbar kodiert gespeichert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mehrfach in mindestens einem Druck- oder Kopiergerät (1) verwendet wird,
wobei der zweite Speicherbereich maschinenlesbare kodierte Informationen über den
aktuell oder zuletzt in den Behälter (2) befindlichen Verbrauchsstoff (59) enthält,
wobei die Informationen aktualisiert werden, wenn neuer Verbrauchsstoff (59) in den
Behälter (2) eingefüllt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die spezifischen Daten des
Verbrauchsstoffs (59) zur Steuerung von Parametern des Druck- oder Kopierprozesses
verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die spezifischen Daten des
in den Behälter (2) geführten Verbrauchsstoffs Informationen über die Art und/oder
die Menge des in den Behälter (2) abgefüllten Verbrauchsstoffs (59) in elektronisch
lesbarer Form niedergelegt sind.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Behälter (2) abhängig
von den im ersten Speicherbereich und/oder im zweiten Speicherbereich gespeicherten
Informationen zum Entleeren in einem Druck- oder Kopiergerät (1) freigegeben wird,
und wobei der Behälter (2) im Zuge des Druck- oder Kopierprozesses entleert wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest teilweise entleerte Behälter (2) zum erneuten Befüllen mit einem Verbrauchsstoff
(59) freigegeben wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei während des Druck- oder Kopierprozesses
aktualisierte Daten über die im Behälter (2) befindliche Restmenge und/oder die entnommene
Menge an Verbrauchsstoff (59) gespeichert wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Speicherbereich
elektronisch löschbar und beschreibbar ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zum Lesen und/oder Beschreiben
der auf dem Transponder (13) gespeicherten Informationen eine Lesestation (11) verwendet
wird, mit der Daten und Energie berührungslos mit dem Transponder (13) austauschbar
sind.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lese- und/oder Schreibstation (11) mindestens eine im Bereich des Behälters (2)
angeordnete Antenne umfasst zur berührungslosen Energieversorgung des Transponders
(13) und/oder zum Datentransfer zwischen der Lese und/oder Schreibstation (11) und
dem Transponder (13).
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die in den Informationsträger
abgelegten Daten zusätzlich in einer Datenbank (9, 9a) außerhalb des Behälters (2)
abgespeichert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei eine zentrale Datenbank (9) vorgesehen ist, in der
die Daten von einer Vielzahl Befüllungsvorgängen, insbesondere von an verschiedenen
Befüllungsstationen (3) vorgenommenen Befüllungsvorgängen, gemeinsam gespeichert sind.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die auf den Behälter (2)
übertragenen Informationen Art des Inhalts, Sorte des Verbrauchsstoffs, Menge des
Inhalts, Abfülldatum, Abfüllort, Bestimmungsort, Eigentümer des Behälters und/oder
Hersteller des Inhalts umfassen.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Druck- oder Kopiergerät
(1) elektrografischer Bauart und der Verbrauchsstoff (59) Toner (15) ist.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das im Behälter (2) enthaltene
Verbrauchsstoff Toner (59) und/oder magnetisierbare Tonerteilchen umfasst.
16. Verfahren.nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die im Transponder gespeicherten
Daten durch ein Passwort vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Daten auf dem Transponder
(13) durch eine Verschlüsselung vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind.
18. Behälter für Verbrauchsstoffe von Druck- oder Kopiergeräten (1)
mit einem berührungslos lesbaren und berührungslos beschreibbaren fest mit dem Behälter
(2) verbundenen Transponder (13), wobei in einem ersten nicht löschbaren Speicherbereich
des Transponders (13) eine individuelle Kennnummer des Transponders (13) als Hardware-Identifier
gespeichert ist,
und wobei der Transponder (13) einen zweiten löschbaren und beschreibbaren Speicherbereich
aufweist, in dem spezifische Informationen des in den Behälter (2) gefüllten Verbrauchsstoffs
(59) maschinenlesbar kodiert gespeichert sind.
19. Behälter nach Anspruch 18, wobei der Behälter (2) als Verbrauchsstoff Toner (59) und/oder
magnetisierbare Trägerteilchen enthält.
20. Behälter nach Anspruch 18 oder 19, wobei die im Transponder (13) gespeicherten Daten
durch ein Passwort vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind.
21. Behälter nach Anspruch 18 oder 19, wobei die Daten auf dem Transponder (13) durch
eine Verschlüsselung vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind.
22. Anordnung zum Kodieren und Befüllen eines Behälters (2) zur Aufnahme von Verbrauchsstoffen
(59) für Druck- oder Kopiergeräte (1),
mit einem berührungslos lesbaren und berührungslos beschreibbaren fest mit dem Behälter
(2) verbundenen Transponder (13),
wobei der Transponder einen ersten nicht löschbaren Speicherbereich aufweist, in dem
eine individuelle Kennnummer des Transponders (13) als Hardware-Identifier gespeichert
ist,
mit einer Befüllungsstation zum Einfüllen des Verbrauchsstoffs (59) in den Behälter
(2),
wobei der Transponder (13) einen zweiten löschbaren und beschreibbaren Speicherbereich
zum maschinenlesbar kodierten Speichern spezifischer Informationen des in den Behälter
(2) gefüllten Verbrauchsstoffs (51) aufweist,
mit einer Datenübertragungseinrichtung (11) mit deren Hilfe maschinenlesbare kodierte
Informationen zum Transponder (15) übertragbar sind.
23. Anordnung nach Anspruch 22, wobei die Befüllungsstation eine Lese- und/oder Schreibstation
(11) zur elektronischen Übertragung sowohl der im zweiten Speicherbereich zu speichernden
spezifischen Daten als auch von Energie aufweist.
24. Anordnung nach Anspruch 22 oder 23, wobei die in dem Transponder (13) gespeicherten
Daten zusätzlich in einer zentralen Datenbank (9) außerhalb des Behälters (2) gespeichert
sind.
25. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 22 bis 24, wobei die Daten auf dem
Transponder (13) durch ein Passwort vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind.
26. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 22 bis 24, wobei zumindest ein Teil
der Daten auf dem Transponder (13) durch eine Verschlüsselung vor unberechtigtem Zugriff
geschützt sind.
1. A method for encoding and filling a container (2) for receiving consumables for printing
or copying devices (1),
in which a transponder (13) is provided which is permanently connected to the container
(2) and can be read and written in non-contacting fashion,
in a first non-erasable storage area of the transponder (13) an individual identification
number of the transponder (13) is stored as a hardware identifier,
the consumable (59) is filled in the container (2),
and in which in a second storage area of the transponder (13) which can be erased
and written specific information of the consumable (59) filled into the container
(2) is stored in a machine-readably encoded fashion.
2. The method according to claim 1, characterized in that the container is used several times in at least one printing or copying device (1),
the second storage area containing machine-readable encoded information on the consumable
(59) currently or last contained in the container (2), the information being updated
when a new consumable (59) is filled into the container (2).
3. The method according to one of the preceding claims, wherein the specific data of
the consumable (59) is used for controlling parameters of the printing or copying
process.
4. The method according to one of the preceding claims, wherein the specific data of
the consumable filled into the container (2) are information on the type and/or the
amount of the consumable (59) filled in the container (2) stored in electronically
readable form.
5. The method according to one of the preceding claims, wherein the container (2) is
released dependent on information for emptying in a printing or copying device (1)
stored in the first storage area and/or in the second storage area, and wherein the
container (2) is emptied in the course of the printing or copying process.
6. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the at least partially emptied container (2) is released for a refilling with consumable
(59).
7. The method according to one of the preceding claims, wherein during the printing or
copying process updated data on the residual quantity located in the container (2)
and/or the quantity of consumable (59) removed therefrom are stored.
8. The method according to one of the preceding claims, wherein the second storage area
can be electronically erased and written.
9. The method according to one of the preceding claims, wherein for reading and/or writing
the information stored on the transponder (13) a read station (11) is used, with which
data and energy can be exchanged with the transponder (13) in non-contacting fashion.
10. The method according to claim 9, characterized in that the read and/or write station (11) comprises at least one antenna arranged in the
region of the container (2) for non-contacting energy supply of the transponder (13)
and/or for data transfer between the read and/or write station (11) and the transponder
(13).
11. The method according to one of the preceding claims, wherein the data deposited in
the information carrier are additionally stored in a data bank (9, 9a) outside of
the container (2).
12. The method according to claim 11, wherein a central data bank (9) is provided in which
the data from a plurality of filling events, in particular filling events undertaken
at different filling stations (3) are stored in common.
13. The method according to one of the preceding claims, wherein the information transmitted
onto the container (2) comprise type of content, type of consumable, amount of content,
filling date, filling location, destination location, owner of the container and/or
manufacturer of the content.
14. The method according to one of the preceding claims, wherein the printing or copying
device (1) is an electrographic model and the consumable (59) is toner (15).
15. The method according to one of the preceding claims, wherein the consumable contained
in the container (2) comprises toner (59) and/or magnetisable toner particles.
16. The method according to one of the preceding claims, wherein the data stored in the
transponder are protected against unauthorized access by a password.
17. The method according to one of the preceding claims, wherein the data on the transponder
(13) are protected against unauthorized access by an encryption.
18. A container for consumables of printing or copying devices (1)
with a transponder (13) which is permanently connected to the container (2) and can
be read and written in non-contacting fashion, wherein in a first non-erasable storage
area of the transponder (13) an individual identification number of the transponder
(13) is stored as a hardware identifier,
and wherein the transponder (13) has a second storage area that can be erased and
written and in which specific information of the consumable (59) filled in the container
(2) are stored in a machine-readably encoded fashion.
19. The container according to claim 18, wherein the container (2) contains toner (59)
and/or magnetisable carrier particles as consumable.
20. The container according to claim 18 or 19, wherein the data stored in the transponder
(13) are protected against unauthorized access by a password.
21. The container according to claim 18 or 19, wherein the data on the transponder (13)
are protected against unauthorized access by an encryption.
22. An arrangement for encoding and filling a container (2) for receiving consumables
(59) for printing or copying devices (1),
with a transponder (13) which is permanently connected to the container (2) and can
be read and written in non-contacting fashion,
wherein the transponder has a first non-erasable storage area, in which an individual
identification number of the transponder (13) is stored as a hardware identifier,
with a filling station for filling the consumable (59) into the container (2),
wherein the transponder (13) has a second storage area that can be erased and written
for storing specific information of the consumable (59) filled into the container
(2) in machine-readable encoded fashion,
with a data transfer device (11) with the aid of which machine-readable encoded information
can be transferred to the transponder (15).
23. The arrangement according to claim 22, wherein the filling station has a read and/or
write station (11) for the electronic transfer of both the specific data to be stored
in the second storage area as well as of energy.
24. The arrangement according to claim 22 or 23, wherein the data stored in the transponder
(13) are additionally stored in a central data bank (9) outside the container (2).
25. The arrangement according to one of the preceding claims 22 to 24, wherein the data
on the transponder (13) are protected against unauthorized access by a password.
26. The arrangement according to one of the preceding claims 22 to 24, wherein at least
a part of the data on the transponder (13) is protected against unauthorized access
by an encryption.
1. Procédé de codage et de remplissage d'un récipient (2) destiné à recevoir des matières
consommables pour appareils d'impression ou de copie (1), dans lequel
il est prévu un transpondeur (13) qui permet une écriture et une lecture sans contact,
et qui est relié de façon fixe au récipient (2),
un numéro d'identification individuel du transpondeur (13) est mémorisé comme identifiant
de matériel dans une première zone de mémorisation non effaçable du transpondeur (13),
le récipient (2) est rempli avec de la matière consommable (59),
et des informations spécifiques sur la matière consommable (59), remplissant le récipient
(2), sont mémorisées de façon codée et lisible par machine dans une deuxième zone
de mémorisation inscriptible et effaçable du transpondeur (13).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le récipient est utilisé plusieurs fois dans au moins un appareil d'impression ou
de copie (1), la deuxième zone de mémorisation contenant des informations, codées
et lisibles par machine, sur la matière consommable (59) qui se trouve à l'instant
ou à la fin dans le récipient (2), et les informations étant actualisées lorsque de
la nouvelle matière consommable (59) est introduite dans le récipient (2).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les données spécifiques
sur la matière consommable (59) sont utilisées pour commander des paramètres du processus
d'impression ou de copie.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les données spécifiques
sur la matière consommable, amenée dans le récipient (2), sont des informations sur
le type et/ou la quantité de matière consommable (59) introduite dans le récipient
(2) qui sont stockées sous une forme lisible électroniquement.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le récipient (2) est
débloqué en fonction des informations qui sont mémorisées dans la première zone de
mémorisation et dans la deuxième zone de mémorisation, afin d'être vidé dans un appareil
d'impression ou de copie (1), et dans lequel le récipient (2) est vidé au cours du
processus d'impression ou de copie.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le récipient (2), vidé au moins partiellement, est débloqué pour être de nouveau
rempli avec une matière consommable (59).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, pendant le processus
d'impression ou de copie, on mémorise des données actualisées relatives à la quantité
résiduelle de matière consommable (59) se trouvant dans le récipient (2) et/ou à la
quantité de matière consommable (59) qui a été retirée.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la deuxième zone de
mémorisation est lisible et inscriptible électroniquement.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, pour lire et/ou écrire
les informations mémorisées dans le transpondeur (13), on utilise une station de lecture
(11) qui permet d'échanger des données et de l'énergie sans contact avec le transpondeur
(13).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la station de lecture et/ou d'écriture (11) comporte au moins une antenne qui est
disposée dans la région du récipient (2) et qui est destinée à l'alimentation sans
contact du transpondeur (13) en énergie et/ou au transfert des données entre la station
de lecture et/ou d'écriture (11) et le transpondeur (13).
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les données mémorisées
dans le support d'information sont en plus mémorisées dans une base de données (9,
9a) se trouvant à l'extérieur du récipient (2) .
12. Procédé selon la revendication 11, dans lequel il est prévu une base de données centrale
(9) dans laquelle les données provenant d'un grand nombre de processus de remplissage,
notamment de processus de remplissage effectués à différentes stations de remplissage
(3), sont mémorisés conjointement.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les informations transmises
au récipient (2) contiennent le type de contenu, la marque de la matière consommable,
la quantité de contenu, la date de remplissage, le lieu de remplissage, le lieu de
destination, le propriétaire du récipient et/ou le fabricant du contenu.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'appareil d'impression
ou de copie (1) est du type électrographique, et la matière consommable (59) est du
toner (15).
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la matière consommable
contenue dans le récipient (2) est du toner (59) et/ou contient des particules de
toner magnétisables.
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les données mémorisées
dans le transpondeur sont protégées par un mot de passe contre tout accès non autorisé.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les données dans le
transpondeur (13) sont protégées par codage contre tout accès non autorisé.
18. Récipient pour matières consommables d'appareils d'impression ou de copie (1), ledit
récipient comportant :
un transpondeur (13) qui permet une écriture et une lecture sans contact, et qui est
relié de façon fixe au récipient (2), un numéro d'identification individuel du transpondeur
(13) étant mémorisé comme identifiant de matériel dans une première zone de mémorisation
non effaçable du transpondeur (13),
et le transpondeur (13) comportant une deuxième zone de mémorisation inscriptible
et effaçable dans laquelle des informations spécifiques sur la matière consommable
(59) remplissant le récipient (2) sont mémorisées de façon codée et lisible par machine.
19. Récipient selon la revendication 18, dans lequel le récipient (2) contient comme matière
consommable du toner (59) et/ou des particules de support magnétisables.
20. Récipient selon la revendication 18 ou 19, dans lequel les données mémorisées dans
le transpondeur (13) sont protégées par un mot de passe contre tout accès non autorisé.
21. Récipient selon la revendication 18 ou 19, dans lequel les données dans le transpondeur
(13) sont protégées par codage contre tout accès non autorisé.
22. Système de codage et de remplissage d'un récipient (2) destiné à recevoir des matières
consommables (59) pour appareils d'impression ou de copie (1), ledit système comportant
:
un transpondeur (13) qui permet une écriture et une lecture sans contact, et qui est
relié fixe au récipient (2),
le transpondeur comportant une première zone de mémorisation non effaçable dans laquelle
un numéro d'identification individuel du transpondeur (13) est mémorisé comme identifiant
de matériel,
une station de remplissage destinée à remplir le conteneur (2) avec de la matière
consommable (59),
le transpondeur (13) comportant une deuxième zone de mémorisation inscriptible et
effaçable destinée à mémoriser de façon codée et lisible par machine des informations
spécifiques sur la matière consommable (59) remplissant le conteneur (2),
un dispositif de transmission de données (11) permettant de transmettre au transpondeur
(13) des informations codées et lisibles par machine.
23. Système selon la revendication 22, dans lequel la station de remplissage comporte
une station de lecture et/ou d'écriture (11) destinée à transmettre électroniquement
aussi bien les données à mémoriser dans la deuxième zone de mémorisation que l'énergie.
24. Système selon la revendication 22 ou 23, dans lequel les données mémorisées dans le
transpondeur (13) sont mémorisées en plus dans une base de données centrale (9) à
l'extérieur du récipient (2).
25. Système selon l'une des revendications précédentes 22 à 24, dans lequel les données
dans le transpondeur (13) sont protégées par un mot de passe contre tout accès non
autorisé.
26. Système selon l'une des revendications précédentes 22 à 24, dans lequel au moins une
partie des données dans le transpondeur (13) sont protégées par codage contre tout
accès non autorisé.