[0001] Die Erfindung betrifft einen Straßenfertiger gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein
solcher Straßenfertiger geht aus der
EP 0 489 969 B1 hervor.
[0002] In einem Straßenfertiger gibt es elektrische Verbraucher, unter denen die Heizeinrichtungen
für die Glättbleche, Tamper und dgl. in der Einbaubohle durchaus nennenswerten Stromverbrauch
haben. Deshalb ist im Straßenfertiger ein großer und schwerer Generator notwendig,
der bei bekannten Straßenfertigern dicht neben dem das Primärantriebsaggregat bildenden
Dieselmotor angeordnet, gegebenenfalls an diesem gelagert, und von der Kurbelwelle
des Dieselmotors direkt über einen Riementrieb angetrieben wird. In der Praxis zeigt
sich, dass die Belastung der Kurbelwelle durch den Riementrieb unerwünscht hoch werden
kann. Alternativ ist es bekannt, den Generator von dem Primärantriebsaggregat getrennt
durch einen eigenen Hydraulikmotor anzutreiben. Abgesehen davon, dass dann der Generator
mit seinem Hydraulikmotor exponiert, z.B. auf der Einbaubohle platziert werden muss,
ist dieses Antriebsprinzip im praktischen Gebrauch eine häufige Störungsquelle.
[0003] Aus
DE 28 08 437 A ist ein Fahrzeug mit einem Arbeitsgerät und insbesondere mit, einem Abfräs- oder
Aufreiß-Gerät für verschlissene Fahrbahn-Oberschichten bekannt. Das Fahrzeug weist
eine als Sattelschlepper ausgebildete Zugmaschine mit einem Sattelauflieger für das
aufgesetzte Gerät auf. Von der Primärantriebsquelle des Sattelschleppers zweigen sich
zwei zu- und abschaltbare Antriebsstränge auf. Ein Hauptantriebsstrang führt über
ein Schaltgetriebe einerseits zu einem Verteilergetriebe für die Vorderachse und/oder
Hinterachse des Sattelschleppers und andererseits über eine Gelenkwelle zu einem Planetengetriebe
mit angeflanschtem Ölmotor. Der Ölmotor treibt bei langsamer Arbeitsfahrt über das
Planetengetriebe beispielsweise die Hinterachse, während das Hauptantriebsstrang abgeschaltet
ist. Der Nebenantriebsstrang führt über eine Gelenkwelle zu einem auf dem Rahmen des
Sattelschleppers montierten Pumpenverteilergetriebe, an dessen Antriebsausgängen Ölpumpen,
einschließlich einer Ölpumpe für den Ölmotor, angeflanscht sind. Bei einer Ausführungsform
wird anstelle der Ölpumpe für den Ölmotor ein Generator direkt an einen Antriebsausgang
des Pumpenverteilergetriebes angeflanscht, und wird am Planetengetriebe anstatt des
Ölmotors ein Elektromotor montiert, der vom Generator mit elektrischer Leistung versorgt
wird und bei langsamer Arbeitsfahrt z.B. die Hinterachse des Sattelschleppers antreibt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Straßenfertiger einen erweiterten
Freiheitsgrad zur Unterbringung des Generators im Hindlick auf die gegebenen Einbaumöglichkeiten
zu erreichen, und vom Generatorantrieb verursachte Störungen zu minimieren.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] In Abkehr vom herkömmlichen Prinzip wird der Generator unabhängig von der Primärantriebquelle
dort platziert, wo es nach den Einbaumöglichkeiten und auch im Hinblick auf die Wartungsfreundlichkeit
zweckdienlich ist, und wird der Generator von dem Pumpenverteilergetriebe angetrieben.
Der Generator ist nicht nur von Vibrationen des Primärantriebs freigestellt, sondern
es lässt sich zum Antrieb des Generators gegebenenfalls eine andere Drehzahl nutzen
als die der Kurbelwelle der Primärantriebsquelle, was für das Leistungsverhalten des
Generators günstig ist. Das Pumpenverteilergetriebe wird zwar von der Kurbelwelle
des Dieselmotors des Primärantriebsaggregats angetrieben, jedoch sind schädliche Belastungen
der Kurbelwelle vermieden. Auf baulich einfache Weise wird der Generator über einen
Riementrieb mit einem Antriebsausgang des Pumpengetriebes gekuppelt. Ein solcher kuppelnder
Riementrieb baut klein und ist bequem zu warten und zu überprüfen. Damit, und da der
Generator mit einer Lagerung auf dem Pumpenverteilergetriebe abgestützt ist, lassen
sich Montageungenauigkeiten oder Relativbewegungen zwischen den gekoppelten Aggregaten
kompensieren.
[0007] Um den Generator mit der für ihn günstigsten Drehzahl anzutreiben, ist es zweckmäßig,
im Pumpenverteilergetriebe oder zwischen dem Pumpenverteilergetriebe und dem Generator
eine feste oder variable Drehzahlüber- oder -untersetzung vorzusehen.
[0008] Wenn der Generator über eine Lagerung auf dem Pumpenverteilergetriebe abgestützt
und von einem Abtriebsausgang des Pumpenverteilergetriebes über einen Riementrieb
angetrieben wird, kann es zweckmäßig sein, das Pumpenverteilergetriebe mit eigenen
Lagerungen im Chassis des Straßenfertigers abzustützen.
[0009] Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Straßenfertigers, und
- Fig. 2 + 3
- schematisch weitere Detailvarianten, wobei Fig. 3 nicht den Erfindungsgegenstand zeigt.
[0010] Ein Straßenfertiger F in der Fig. 1 weist ein Chassis 1 auf, an dem in Arbeitsfahrtrichtung
vorne ein Gutbunker B und hinter diesem eine Primärantriebsquelle P vor einem Führerstand
A angeordnet sind. Den Boden des Führerstands A bildet eine Plattform 2, die einen
Aufbau trägt, an dem um eine quer zur Längsrichtung verlaufende, hochliegende Gelenkachse
18 eine Abdeckung 3 der Primärantriebsquelle P mit ihrem vorderen Unterrand 16 in
Richtung eines Pfeils 19 hochschwenkbar angeordnet ist. Die Plattform 2 ihrerseits
ist zusammen mit der daran angebrachten Abdeckhaube 3 als eine Einheit um eine am
Chassis hinten und quer liegende Achse 15 hochschwenkbar, derart, dass der Vorderrand
16 in Richtung eines Pfeils 17 nach oben verlagerbar ist. Die Primärantriebsquelle
P ist ein Dieselmotor M.
[0011] Der Gutbunker B weist eine Bunkerrückwand 4 und Bunkerseitenwände 5 auf, die um unten
liegende, annähernd zur Längsrichtung des Straßenfertigers parallele Achsen 8 in die
gestrichelte Transportstellung 5' einwärts schwenkbar sind.
[0012] Im Chassis 1 ist eine Längsfördervorrichtung C für Einbaugut vorgesehen. Hinten ist
eine Querverteilvorrichtung Q montiert. Der Gutbunker B wird über eine Einfüllkante
beschickt. Die Längsfördervorrichtung C weist z.B. ein oder zwei Kratzerbänder (oder
Längsförderschnecken oder Förderbänder) auf, zwischen denen eine längsverlaufende
Abdeckung 7 vorgesehen ist.
[0013] Im Gutbunker B ist wenigstens eine in eine Wartungsstellung (in Fig. 1 gestrichelt)
bringbare Personenstandfläche WP vorgesehen, die wegnehmbar oder zumindest in eine
Position verstellbar ist, in der sie die Funktion des Gutbunkers nicht beeinträchtigt.
Beispielsweise ist die Personenstandfläche WP von einer mit einer Trittauflage 9 ausgestatteten
Wartungsklappe K gebildet, die in einem unten liegenden Scharnier oder Beschlägen
an der Bunkerrückwand 4 angeschlagen und in Richtung des gestrichelten Pfeiles schwenkbar
ist. Gegebenenfalls ist eine Gewichtsentlastungsvorrichtung H wie eine Gasfeder oder
eine Zugfeder vorgesehen. In der Wartungsstellung liegt die Personenstandfläche WP
in etwa horizontal oder leicht nach vorne unten schräg geneigt. In geschlossener Stellung
ist die Wartungsklappe K mit einem Riegel an der Bunkerrückwand festgelegt (ggfs.
sogar versperrt).
[0014] Im von der Personenstandfläche WP zugänglichen Bereich hinter der Bunkerrückwand
4 sind bewusst wartungsbedürftige Komponenten G des Straßenfertigers F angeordnet,
beispielsweise Batterien 10, Kühlmittel-, Schmierstoff- oder Hydraulik-Einfüll- oder
Überwachungseinrichtungen 11 und dgl. Ferner sind in Fig. 1 ein Pumpenverteilergetriebe
12 als ein Nebenabtrieb N und ein darauf angebrachter Generator D in diesem Bereich
angeordnet, wobei die Antriebswelle des Generators D über einen Riementrieb 13 mit
einer Ausgangswelle des Pumpenverteilergetriebes 12 gekuppelt ist. Das Pumpenverteilergetriebe
12 kann mit eigenen Lagerungen 24 im Chassis abgestützt sein und wird auf herkömmliche
Weise von der Primärantriebsquelle P bzw. der Kurbelwelle W angetrieben. Seitlich
sind in der Abdeckhaube 3 wenigsten eine Wartungs- oder Kühlöffnung 14 vorgesehen.
[0015] Die Anordnung des das Pumpenverteilergetriebe 12 darstellenden Nebenabtriebs N etwa
in Verlängerung der Kurbelwelle W des die Primärantriebsquelle P bildenden Dieselmotors
M mit dem beispielsweise auf dem Pumpenverteilergetriebe 12 mit einer eigenen Lagerung
26 abgestützten Generator D und dessen Riementrieb 13 sind in Fig. 2 schematisch herausgelöst
gezeigt. Der Generator D nimmt keinen Einfluss auf die Kurbelwelle W. Er kann über
einen Ausgang des Pumpenverteilergetriebes 12 mit einer für seinen Leistungscharakteristik
günstigen Drehzahl angetrieben werden. Mit dem Pumpenverteilergetriebe 12 sind nicht
gezeigte Hydraulikpumpen oder Hydraulikmotoren in Abtriebsverbindung.
[0016] Der Generator D könnte in Fig. 2 in einer nicht erfindungsgemäßen Variante auch getrennt
vom Pumpenverteilergetriebe 12 im Chassis 1 gelagert sein. Seine Antriebsachse muss
nicht notwendigerweise parallel zur Kurbelwelle W liegen.
[0017] In Fig. 3 ist ein anderes Antriebsprinzip angedeutet. Das Pumpenverteilergetriebe
12 wird in herkömmlicher Weise von der Kurbelwelle W des Dieselmotors M angetrieben.
Der von dem Pumpenverteilergetriebe 12 getrennte Generator D ist mit eigenen Lagerungen
26' im Chassis 1 gelagert und wird beispielsweise über eine Hohlwelle 27 vom Pumpenverteilergetriebe
12 direkt angetrieben. Anstelle einer Hohlwelle 27 könnte in diesem Bereich auch eine
Kupplung oder Gelenkwelle vorgesehen sein, die nicht nur eine leichte Trennung von
Pumpenverteilergetriebe 12 und Generator D im Falle einer Demontage einer dieser Komponenten
ermöglicht, sondern auch Relativbewegungen und Montageungenauigkeiten kompensiert.
Eine Gelenkwelle könnte auch eine versetzte oder winkelige Relativlage zwischen dem
Pumpenverteilergetriebe 12 und dem Generator D ermöglichen. Der Generator D ist in
Anpassung an die Einbaumöglichkeiten im Chassis angeordnet.
[0018] In der linken Hälfte von Fig. 3 ist angedeutet, dass der Generator D an einer anderen
Seite des Dieselmotors M mit eigenen Lagerungen 26', beispielsweise im Chassis, abgestützt
ist und über einen aus dem Dieselmotor M getrennt von dessen Kurbelwelle W herausgeführten
Nebenabtrieb N' und beispielsweise über eine Kupplung oder eine Gelenkwelle 27 von
dem Nebenabtrieb N' angetrieben wird. Gegebenenfalls ist im Nebenabtrieb oder zwischen
dem Nebenabtrieb und dem Generator D eine feste oder variable Drehzahlunter- oder
Übersetzung 28 vorgesehen, um den Generator mit der für ihn günstigsten Drehzahl anzutreiben.
[0019] In jedem Fall lassen sich für den Generator die Einbaumöglichkeiten im Chassis besser
nutzen, wenn der Generator nicht direkt von der Kurbelwelle des Dieselmotors angetrieben
wird, sondern über das Pumperverteilergetriebe 12.
1. Straßenfertiger (F) mit einem Chassis (1), an dem frontseitig ein Gutbunker(B) und
hinter dem Gutbunker (B) eine einen Generator (D) antreibende Primärantriebsquelle
(P) und ein Führerstand (A) angeordnet sind, und mit einer im Boden des Gutbunkers
(B) vorgesehenen, durch das Chassis (1) nach hinten verlaufenden Längsfördervorrichtung,
wobei die Primärantriebsquelle (P) ein Dieselmotor (M) ist, an dessen Kurbelwelle
(W) als Nebenantrieb ein Pumpenvertellergetriebe (12) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator (D) mit einer eigenen Lagerung (26) direkt auf dem Pumpenvertellergetriebe
(12) abgestützt und von einem Antriebsausgang des Pumpenverteilergetriebes (12) über
einen Riementrieb (13) angetrieben wird.
2. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenverteiiergetriebe mit eigenen Lagerungen (24) im Chassis (1) abgestützt
ist.
1. Road finisher (F) having a chassis (1) at which at the front side a material hopper
(B) and behind the material hopper (B) a primary drive source (P) driving a generator
(D) and an operator's platform (A) are arranged, comprising a longitudinal conveying
device in the bottom of the material hopper (B) which longitudinal conveying device
extends rearwardly through the chassis (1), wherein the primary drive source (P) is
a diesel engine (M) with the crankshaft (W) of which as a secondary drive a pump distribution
gear mechanism (12) is connected, characterised in that the generator (D) is supported by its own bearing (26) directly on the pump distribution
gear mechanism (12) and is driven via a driving exit of the pump distribution gear
mechanism (12) by a belt drive (13).
2. Road finisher according to claim 1, characterised in that the pump distribution gear mechanism (12) is supported on its own bearings (24) in
the chassis (1).
1. Finisseuse de routes (F) avec un châssis (1) sur lequel sont disposés, à l'avant,
un réservoir de produit (B) et, derrière celui-ci, une source d'entraînement primaire
(P) qui entraîne un générateur (D), et un poste de conduite (A), et avec un convoyeur
longitudinal qui est prévu dans le fond du réservoir (B) et qui traverse le châssis
(1) vers l'arrière, étant précisé que la source d'entraînement primaire (P) est constituée
par un moteur diesel (M) sur le vilebrequin (W) duquel est raccordée, comme entraînement
secondaire, une transmission intermédiaire de pompes (12), caractérisée en ce que le générateur (D) est supporté avec son propre palier (26) directement sur ladite
transmission intermédiaire (12) et entraîné par un côté entraînement de celle-ci par
l'intermédiaire d'une commande à courroie (13).
2. Finisseuse de routes selon la revendication 1, caractérisée en ce que la transmission intermédiaire (12) est supportée dans le châssis (1) avec ses propres
paliers (24).