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(11) |
EP 1 119 510 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.11.2002 Patentblatt 2002/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.08.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65H 29/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9900/369 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0002/0314 (13.04.2000 Gazette 2000/15) |
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| (54) |
WICKELVORRICHTUNG FÜR FLEXIBLE FLÄCHENGEBILDE, INSBESONDERE DRUCKEREIPRODUKTE
WINDING DEVICE FOR FLEXIBLE, FLAT MATERIAL, ESPECIALLY PRINTED PRODUCTS
DISPOSITIF D'ENROULEMENT POUR ARTICLES PLATS FLEXIBLES, NOTAMMENT ARTICLES IMPRIMES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
05.10.1998 CH 202398
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.08.2001 Patentblatt 2001/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Ferag AG |
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8340 Hinwil (CH) |
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Erfinder: |
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- SIEBENMANN, Dieter
CH-8332 Russikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 149 058 EP-A- 0 290 731 EP-A- 0 655 407 DE-B- 1 244 656
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EP-A- 0 242 608 EP-A- 0 652 176 DE-A- 2 544 135 GB-A- 2 102 771
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wickelvorrichtung für flexible Flächengebilde,
insbesondere Druckereiprodukte wie Zeitungen, Zeitschriften und Teile davon, gemäss
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Wickelvorrichtung dieser Art ist in der GB-A-2 102 771 offenbart. Der Schaft
eines Wickelkerns und der Schaft einer Bandspule sind an einem Gestell drehbar gelagert
und je über eine Schlupfkupplung mit einem einzigen Antriebsmotor verbunden. Dieser
treibt weiter eine Umlenkwalze für ein Wickelband an, das einerends am Wickelkern
und andernends an der Bandspule befestigt ist. Das Wickelband ist dazu bestimmt, unter
Zugspannung zusammen mit in Schuppenformation anfallenden Druckereiprodukten auf den
Wickelkern zu einem Wickel aufgewickelt zu werden. Die variierenden Umfangsgeschwindigkeiten
des Wickels und der Bandspule werden durch die Schlupfkupplungen kompensiert.
[0003] Bei einer aus der EP-A-0 290 731 bekannten Speichereinrichtung für Banknoten ist
ein Band durch ein von einem reversierbaren Antriebsmotor angetriebenen Rollenpaar
angetrieben. Das Band ist einerends mit einer Bandspule und andernends mit einer Speicherspule
verbunden. Mit diesen Spulen ist je ein Planrad verbunden, mit welchem - ein Reibradgetriebe
bildend - ein Laufrad zusammenwirkt. Die beiden Laufräder sind über Riementriebe gekoppelt.
Die Differenz zwischen Aufwickel- und Abwickelgeschwindigkeit wird von einer zwischen
der Speicherspule und dem betreffenden Planrad wirkenden Torsionsfeder übernommen,
bei einer übermassigen Bandspannung wird die Grenze der Reibungshaftung eines oder
beider Laufräder an den Planrädern überschritten, so dass es zu einem Schlupf kommt,
der die Bandspannung begrenzt.
[0004] Eine weitere Wickelvorrichtung ist in der EP-A-0 652 176 und in der entsprechenden
US-Patentschrift Nr. 5,622,027 offenbart. Sie weist einen in einem Gestell drehbar
gelagerten, von einer Antriebswelle antreibbaren Wickelkern und ein die flexiblen
Flächengebilde im wesentlichen tangential an den Wickelkern leitendes Wickelband auf,
das zusammen mit dem Flächengebilde auf den Wickelkern aufgewickelt wird. Ein Antriebsstrang
bestehend aus einer Treibriemenscheibe, einem Antriebsriemen und einer Antriebsriemenscheibe
ermöglicht es, die Drehwelle, auf der der Wickelkern drehbar montiert ist, vom gleichen
Antriebsmotor zu drehen wie eine Bandspule, von welcher das Wickelband beim Aufwickeln
auf den Wickelkern abgewickelt wird. Zwischen dem Wickelkern und der Drehwelle befindet
sich eine Spiralfeder, welche an ihrem einen Ende mit dem Wickelkern und ihrem anderen
Ende mit der Drehwelle befestigt ist. Die Anordnung ist so getroffen, dass die Enden
der Feder sich relativ zueinander bewegen können, um den Spannzustand der Feder zu
ändern. Die Vorrichtung ermöglicht es auf diese Weise das auf den Wickelkern ausgeübte
Drehmoment beim Aufwickeln des Wickelbandes mit den Flächengebilden auf den Wickelkern
dem steigenden Wickeldurchmesser anzupassen, wobei eine Regelung nicht erforderlich
ist.
[0005] Bei einer weiteren, in der EP-A-0 719 720 und in der entsprechenden US-Patentschrift
Nr. 5,673,869 offenbarten Wickelvorrichtung für flexible Flächengebilde, liegt der
Wickel umfangsseitig auf endlosen Tragbändern auf, die mittels eines Antriebsmotors
antreibbar sind. Die Bandspule ist mit einem Antriebsrad drehfest verbunden. Diese
ist während des Betriebs von einem Antriebsband umgriffen, das seinerseits vom Antriebsmotor
angetrieben ist. Das Antriebsband und das Antriebsrad bilden eine Reib- oder Rutschkupplung.
[0006] Bei einer weiteren aus der CH-A-652 699 und der entsprechenden US-Patentschrift Nr.
4,587,790 bekannten Wickelvorrichtung sind der Wickelkern und die Bandspule an einem
mobilen Gestell angeordnet. Dieses ist abwechslungsweise an eine stationäre Aufwickelstation
und Abwickelstation andockbar. Das Gestell weist für den Wickelkern als auch für die
Bandspule je eine Backenbremse auf. An der Aufwickelstation ist der Wickelkern über
ein Winkelgetriebe mit einem Antriebsmotor der Aufwickelstation verbunden. Die der
Bandspule zugeordnete Backenbremse bleibt beim Aufwickeln der Flächengebilde auf den
Wickelkern zur Erzeugung der notwendigen Zugspannung im Wickelband aktiv. Bei der
Abwickelstation wird hingegen die Bandspule über ein Winkelgetriebe vom Antriebsmotor
angetrieben, wobei die dem Wickelkern zugeordnete Backenbremse aktiv bleibt.
[0007] Die EP-A-0 243 837 und die US-Patentschriften Nrn. 4,768,768 und 4,928,899 offenbaren
eine Wickelvorrichtung, bei welcher der Wickel und die Bandspule vom selben Antriebsmotor
angetrieben sind. Dieser treibt Reibräder an, die am Umfang des Wickels und am Umfang
der Bandspule mit dem Wickelband zusammenwirken.
[0008] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemässe Wickelvorrichtung
zu schaffen, die in ihrem Aufbau besonders einfach ist.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einer Wickelvorrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist.
[0010] Reibschlüssige Verbindungen sind besonders einfach im Aufbau und erlauben auf äusserst
einfache Art und Weise eine Kopplung zwischen dem treibenden und dem angetriebenen
Teil. Beim Aufwickeln des Wickelbandes zusammen mit den Flächengebilden auf den Wickelkern,
läuft der antriebsseitige Teil der reibschlüssigen Verbindung schneller als der wickelkernseitige
Teil, wodurch der Wickelkern infolge des Reibschlusses mit einem bestimmten Moment
im Aufwickelsinn beaufschlagt und gleichzeitig das Wickelband unter Zugspannung gehalten
wird. Entsprechendes gilt für das Abwickeln des Wickelbandes zusammen mit den Flächengebilden
ab dem Abwickelkern. In diesem Fall wird die Bandspule mit einer grösseren Umfangsgeschwindigkeit
angetrieben als der Wickelkern. Sowohl beim Aufwickeln als auch beim Abwickeln schlüpft
der Wickelkern bezüglich des ihn antreibenden Teils.
[0011] Weitere bevorzugte Ausbildungsformen der Wickelvorrichtung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0012] Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- in Ansicht eine Wickelvorrichtung mit einer stationären Wickelstation und einem daran
angedockten mobilen Gestell mit einem Wickelkern und einer Bandspule;
- Fig. 2
- ebenfalls in Ansicht die stationäre Wickelstation und das von dieser abgedockte Gestell
mit einem Wickel von Flächengebilden auf dem Wickelkern und der Bandspule;
- Fig. 3
- ebenfalls in Ansicht und gegenüber der Fig. 1 vergrössert, einen Teil der Wickelstation
und das mobile Gestell in strichpunktierten Linien beim Andocken und in ausgezogenen
Linien in angedocktem Zustand; und
- Fig. 4
- in Seitenansicht und teilweise geschnitten das mobile Gestell, wobei auf den Wickelkern
ein Wickel von Flächengebilden aufgewickelt ist.
[0013] Die in den Figuren gezeigte Wickelvorrichtung weist eine stationäre Wickelstation
10 und ein an diese in Andockrichtung A andockbares Gestell 12 auf, an dem ein Wickelkern
14 und eine Bandspule 16 frei drehbar gelagert sind. Ein Wickelband 18 ist einerends
am Wickelkern 14 und andernends an der Bandspule 16 befestigt. Zum Aufnehmen von beispielsweise
in einer Schuppenformation anfallenden flexiblen Flächengebilden 20, insbesondere
Druckereiprodukte wie Zeitungen, Zeitschriften und Teile davon, ist der Wickelkern
14 dazu bestimmt, in Aufwickelrichtung W um seine Drehachse 14' angetrieben zu werden,
wobei die Flächengebilde 20 zusammen mit dem unter Zugspannung gesetzten Wickelband
18 auf den Wickelkern 14 zu einem Wickel 22 aufgewickelt werden. Dabei wird das Wickelband
18 - entgegen der Pfeilrichtung X - ab einem auf die Bandspule 16 aufgewickelten Vorrat
24 abgewickelt.
[0014] Ein einziger Antriebsmotor 26 sowohl für den Antrieb des Wickelkerns 14 als auch
für den Antrieb der Bandspule 16 befindet sich in der stationären Wickelstation 10.
Die Abgangswelle 26' des reversierbaren Antriebsmotors 26 ist über ein Zweistufengetriebe
28 mit einer Antriebswalze 30 starr verbunden. Um diese ist ein endloser Antriebsriemen
32 zu dessen Antrieb geführt. Es sei erwähnt, dass auf das Zweistufengetriebe 28 verzichtet
werden kann, wenn die Wickelstation 10 entweder nur zum Aufwickeln oder nur zum Abwickeln
bestimmt ist. Von der Antriebswalze 30 verläuft der Antriebsriemen 32 in Richtung
gegen oben zu einer ortsfest gelagerten ersten Umlenkwalze 34 und umschlingt diese
um ungefähr 180°. Anschliessend ist der Antriebsriemen 32 um eine Spannwalze 36 geführt,
die frei drehbar am freien Ende eines am Maschinengestell 10' der Wickelstation 10
schwenkbar gelagerten Spannhebels 38 gelagert ist. Von der Spannwalze 36 verläuft
der Antriebsriemen 32 wiederum in Richtung gegen oben zu einer zweiten Umlenkwalze
34', die ebenfalls am Maschinengestell 10' frei drehbar gelagert ist. Von dieser verläuft
der Antriebsriemen 32 zu einer dritten am Maschinengestell 10' gelagerten Umlenkwalze
40, welche bezüglich der zweiten Umlenkwalze 34' entgegen der Andockrichtung A in
einem Abstand angeordnet ist. In vertikaler Richtung unterhalb der dritten Umlenkwalze
40 befindet sich eine vierte Umlenkwalze 40', von welcher der Antriebsriemen 32 zurück
zur Antriebswalze 30 verläuft. Im angedockten Zustand des Gestells 12 an der Wickelstation
10 - vergleiche Fig. 1 und 3 - befindet sich der Wickelkern 14 zwischen der dritten
und vierten Umlenkwalze 40, 40', wobei der sich zwischen diesen Umlenkwalzen befindende
Abschnitt 32' des Antriebsriemens 32 am Wickelkern 14 mantelseitig anliegend diesen
um nahezu 180° umfasst.
[0015] Wie dies insbesondere aus der Fig. 4 hervorgeht, ist der Wickelkern 14 in Richtung
der Drehachse 14' gesehen breiter ausgebildet als die auf ihn aufzuwickelnden Flächengebilde
20, so dass er mit einem seitlichen Randbereich 42 bzw. 42' auf jeder Seite des Wickels
22 über diesen vorsteht. Der Antriebsriemen 32 wirkt im Randbereich 42 mit dem Wickelkern
14 reibschlüssig zusammen.
[0016] Wie dies der Fig. 2 entnehmbar ist, verläuft der Abschnitt 32' des Antriebsriemens
32 zwischen der dritten und vierten Umlenkwalze 40, 40' - bei von der Wickelstation
10 entfernten Gestell 12 - geradlinig wenigstens annähernd in vertikaler Richtung
und somit quer, gegebenenfalls rechtwinklig zur Andockrichtung A. Zum Längenausgleich
dient die Spannwalze 36, die sich beim Abdocken des Gestells 12 in Richtung gegen
unten und beim Andocken in Richtung gegen oben bewegt. Die Reibung zwischen dem Antriebsriemen
32 und dem Wickelkern 14 wird durch die Kraft mitbestimmt, mit welcher die Spannwalze
36 den Antriebsriemen 32 spannt.
[0017] Auf die Abgangswelle 26' des Antriebsmotors 26 ist eine verzahnte Abtriebswalze 44
aufgekeilt, um welche ein Zahnriemen 46 geführt ist, welcher mit seiner der Verzahnung
abgewandten Seite um zwei benachbart zum Antriebsmotor 26 angeordnete Umlenkräder
48 verläuft. Vom oberen Umlenkrad 48 dieser Umlenkräder verläuft der Zahnriemen 46
entgegen der Andockrichtung A zu einem Umlenkrad eines nebeneinander angeordneten
Umlenkradpaares 50. Zwischen diesem Umlenkradpaar 50 ist ein Spannrad 52 angeordnet,
um welches der Zahnriemen 46 schlaufenartig geführt ist und welches am freien Ende
eines zweiten Spannhebels 54 frei drehbar gelagert ist. Dieser ist seinerseits mit
seinem vom Spannrad 52 entfernten Ende am Maschinengestell 10' schwenkbar gelagert
und mittels einer Spannfeder 56, deren festes Ende am Maschinengestell 10' befestigt
ist, in Richtung gegen unten vorgespannt. Vom Umlenkradpaar 50 verläuft der Zahnriemen
46 weiter entgegen der Andockrichtung A zu einem vierten Umlenkrad 58, unterhalb welchem
ein fünftes Umlenkrad 58' angeordnet ist. Von diesem verläuft der Zahnriemen 46 zurück
zum unteren der beiden Umlenkräder 48. Im angedockten Zustand des Gestells 12 an der
Wickelstation 10 verläuft der zwischen dem vierten Umlenkrad 58 und dem fünften Umlenkrad
58' vorhandene Abschnitt 46' des Zahnriemens 46 annähernd um 180° um ein verzahntes
Spulenantriebsrad 60, mit welchem der Zahnriemen 46 formschlüssig zusammenwirkt.
[0018] Wie dies insbesondere der Fig. 2 entnehmbar ist, verläuft der Abschnitt 46' des Zahnriemens
46 beim von der Wickelstation 10 entfernten Gestell 12 wenigstens annähernd in vertikaler
Richtung und somit quer, gegebenenfalls rechtwinklig zur Andockrichtung A. Beim Abdocken
des Gestells 12 von der Wickelstation 10 entgegen der Richtung A bewegt sich das Spannrad
52 unter der Kraft der Spannfeder 56 in Richtung gegen unten, wodurch ein Ausgleich
der Längenänderung des Abschnitts 46' erfolgt. Gegengleich wird beim Andocken das
Spannrad 52 in Richtung gegen oben gezogen.
[0019] Das Gestell 12 weist einen mit Füssen 62 versehenen Grundrahmen 64 auf, von welchem
- in Andockrichtung A gesehen - in einem stromaufwärts gelegenen Endbereich Lagerschilder
66 in vertikaler Richtung gegen oben ab, deren obere Hälfte in Andockrichtung A auslegerartig
schräg nach oben verläuft. Im freien Endbereich der Lagerschilder 66 ist der Wickelkern
14 um seine Drehachse 14' frei drehbar gelagert. Im unteren Bereich der Lagerschilder
66 ist an diesen eine Drehwelle 68 frei drehbar gelagert, auf welcher einerseits -
auf der Aussenseite des entsprechenden Lagerschilds 66 - das Spulenantriebsrad 60
drehfest sitzt und auf welcher andererseits - mittig zwischen den Lagerschildern 66
- die Wickelbandspule 16 frei drehbar gelagert ist. Vergleiche dazu insbesondere Fig.
4. Die Verbindung zwischen dem Spulenantriebsrad 60 und der Bandspule 16 ist weiter
unten beschrieben.
[0020] Vom in Andockrichtung A gesehen stromabwärts gelegenen Endbereich des Grundrahmens
64 steht von diesem in vertikaler Richtung gegen oben ein Lagerschildpaar 70 ab, das
C-förmig ausgebildet ist. An den beiden Schenkelenden sind Bandumlenkwalzen 72 frei
drehbar gelagert. Das Wickelband 18 verläuft von der Bandspule 16 herkommend in Andockrichtung
A zur unteren dieser Bandumlenkwalzen 72, wobei zwischen dieser und der Bandspule
16 ein einen Führungsspalt für das Wickelband 18 bildendes Rollenpaar 74 um vertikale
Achsen frei drehbar angeordnet ist. Das Rollenpaar 74 dient zur seitlichen Führung
des Wickelbandes 18, indem dieses zwischen der Bandspule 16 und dem Rollenpaar 74
einerseits sowie zwischen diesem und der Bandumlenkwalze 72 andererseits um je 90°
verwunden wird. Im angedockten Zustand des Gestells 12 an der Wickelstation 10 befindet
sich zwischen den beiden Bandumlenkwalzen 72 eine am Maschinengestell 10' frei drehbar
gelagerte Antriebsscheibe 76, welche vom zwischen den Bandumlenkwalzen 72 sich erstreckenden
Abschnitt 18' des Wickelbandes 18 umgriffen ist. Wie dies der Fig. 2 entnehmbar ist,
verläuft dieser Abschnitt 18' bei von der Wickelstation 10 abgedocktem Gestell 12
wenigstens annähernd in vertikaler Richtung und somit quer, gegebenenfalls rechtwinklig
zur Andockrichtung A.
[0021] Am Maschinengestell 10' ist ein wippenartig ausgebildeter Bandförderer 80 mit seinem
einen Ende um eine horizontale Achse 80' schwenkbar gelagert. Die Antriebsscheibe
76 ist zum Antrieb des Förderbandes 82 dieses Bandförderers 80 mit jenem antriebswirksam
starr verbunden, wie dies anhand der strichpunktierten Linie 84 angedeutet ist. Diese
Antriebsverbindung 84 ist derart ausgebildet, dass das Förderband 82 mit gleicher
Geschwindigkeit umläuft wie das Wickelband 18 bewegt wird. Der Bandförderer 80 ist
mittels einer am Maschinengestell 10' angelenkten Gasdruckfeder 86 aus einer in der
Fig. 2 gestrichelt und in der Fig. 3 mit ausgezogenen Linien angedeuteten unteren
Ruhelage 88 in Richtung gegen oben in eine Arbeitslage 88' verschwenkbar, in welcher
das Förderband 82 von unten mit einer vorbestimmten Kraft am Wickelkern 14 bzw. am
auf diesem aufgewickelten Wickel 22 anliegt, dies selbstverständlich bei an der Wickelstation
10 angedocktem Gestell 12, siehe Fig. 1.
[0022] Ungefähr mittig des Bandförderers 80 ist an diesem das eine Ende einer Zugfeder 90
befestigt, die andernends etwa mittig des Spannhebels 38 an diesem angelenkt ist.
Diese Zugfeder 90 dient dem stärkeren bzw. schwächeren Spannen des Antriebsriemens
32 bei zunehmendem bzw. abnehmendem Durchmesser des Wickels 22. Durch diese Federanordnung
ist auf einfache Art und Weise sichergestellt, dass die Zugspannung im Wickelband
18 unabhängig vom Durchmesser des Wickels 22 wenigstens annähernd konstant bleibt.
[0023] Wie der Fig. 4 entnehmbar ist, ist auf die Drehwelle 68 eine Blockierscheibe 92 aufgekeilt.
Eine von der Drehwelle 68 durchgriffene Schraubenfeder 94 ist einerends an der Blockierscheibe
92 und andernends an der Bandspule 16 befestigt. Sie ist derart vorgespannt, dass
die Bandspule 16 mit einem im Aufwickelsinn X des Wickelbandes 18 wirkenden Moment
beaufschlagt ist. Von der Blockierscheibe 92 steht in Richtung gegen die Bandspule
16 ein erster Anschlagstift 96 ab, welcher dazu bestimmt ist, mit einem von der Bandspule
16 in Richtung gegen die Blockierscheibe 92 abstehenden Gegenanschlagstift 96' zusammenzuwirken.
Wie dies der Fig. 1 entnehmbar ist, liegen bei an die Wickelstation 10 angedocktem
Gestell 12 Anschlagstift 96 und Gegenanschlagstift 96' in gegenseitigem Anschlag,
wobei in Aufwickelrichtung X des Wickelbandes 18 auf die Bandspule 60 gesehen, der
Anschlagstift 96 bezüglich des Gegenanschlagstifts 96' nachlaufend ist. Dadurch ist
sichergestellt, dass das Abwickeln ab der bzw. Aufwickeln auf die Bandspule 16 des
Wickelbandes 18 entsprechend der Drehung des Antriebsmotors 26 und somit antriebsdominant
erfolgt. Die Schraubenfeder 94 stellt sicher, dass bei blockierter Blockierscheibe
92 während des Abdockens des Gestells 12 von der Wickelstation 10 eine Zugspannung
im Wickelband 18 erhalten bleibt, indem infolge der Federvorspannung das Wickelband
18 entsprechend der Verkürzung des Abschnitts 18' auf die Bandspule 16 aufgewickelt
wird, wobei sich der Gegenanschlagstift 96' vom Anschlagstift 96 entfernt. Entsprechend
wird beim Andocken des Gestells 12 an die Wickelstation 10 das Wickelband 18 - unter
gleichzeitigem Spannen der Schraubenfeder 94 - von der Bandspule 16 abgewickelt, wobei
der Gegenanschlagstift 96' wieder am Anschlagstift zur Anlage kommt.
[0024] Zur Blockierung der Blockierscheibe 92 einerseits und des Wickelkerns 14 andererseits,
ist am Gestell 12 eine Bremsanordnung 98 angeordnet. Wie dies den Fig. 2 und 4 entnehmbar
ist, weist die Bremsanordnung 98 einen am Gestell 12 angeordneten Umstellhebel 100
auf, an welchem zwei Blockierriemen 102, 102' mit einem Ende befestigt sind. Der eine
Blockierriemen 102 verläuft um die Blockierscheibe 92 und ist andernends am Gestell
befestigt. Zwischen der Blockierscheibe 92 und dem Umstellhebel 100 weist der Blockierriemen
102 eine Zugfeder 104 auf. Der andere Blockierriemen 102' verläuft vom Umstellhebel
100 zu einer Umlenkrolle 106 und von dieser um den Wickelkern 14 herum zu einer Befestigung
am Gestell 12. Dieser Blockierriemen 102' ist dazu bestimmt, mit dem Randbereich 42'
des Wickelkerns 14 zusammenzuwirken. Der Blockierriemen 102' weist zwischen der Umlenkrolle
106 und dem Wickelkern 14 ebenfalls eine Zugfeder 104' auf. In der in der Fig. 2 gezeigten
Bremsstellung des Umstellhebels 100 sind die Blockierriemen 102, 102' gespannt und
blockieren den Wickelkern 14 und die Blockierscheibe 92 am Drehen. Nach dem Andocken
des Gestells 12 an die Wickelstation 10 wird der Umstellhebel 100 jeweils in die Freigabestellung
verschwenkt, wodurch die Zugspannung in dem Blockierriemen 100, 102' und somit deren
Bremswirkung aufgehoben wird. Vor dem Abdocken des Gestells 12 ab der Wickelstation
10 wird der Umstellhebel 100 jeweils in die Bremsstellung zurückverschwenkt.
[0025] Das Gestell 12 ist dazu bestimmt, zum Andocken an bzw. Abdocken von der Wickelstation
10 mittels eines allgemein bekannten Gabelstaplers 108 - von dem in Fig. 4 nur die
Gabel und Räder angedeutet sind - angehoben und dann in bzw. entgegen der Andockrichtung
A bewegt und wieder auf dem Boden abgestellt zu werden. In der Fig. 3 ist das Gestell
12 mit ausgezogenen Linien im angedockten Zustand auf dem Boden abgestellt gezeigt,
die strichpunktierten Linien deuten das angehobene Gestell 12 an.
[0026] Für die Beschreibung der Funktionsweise der Wickelstation 10 wird vom in der Fig.
1 gezeigten Andockzustand mit leerem Wickelkern 14 ausgegangen. Der Bandförderer 80
ist mittels der Gasdruckfeder 86 von unten an den Wickelkern 14 angestellt. Zum Aufwickeln
der beispielsweise in einer Schuppenformation anfallenden Flächengebilde 20 wird der
Antriebsmotor 26 im Uhrzeigersinn in Gang gesetzt. Dadurch wird der Wickelkern 14
in Aufwickelrichtung W entgegen dem Uhrzeigersinn und die Bandspule 16 in Abwickelrichtung
entgegen dem Pfeil X angetrieben. Die Geschwindigkeit des Antriebsriemens 32 ist dabei
grösser als die Umfangsgeschwindigkeit des auf die Bandspule 16 aufgewickelten Vorrats
24, so dass der Antriebsriemen 32 bezüglich des Wickelkerns 14 schlüpft. Weiter ist
das vom Antriebsriemen 32 auf den Wickelkern 14 ausgeübte Drehmoment grösser als das
Moment der Schraubenfeder 94, so dass der Anschlagstift 96 und der Gegenanschlagstift
96' aneinander anliegen. Dadurch ist der Antrieb der Bandspule 16 wickeldominant und
die notwendige Zugspannung im Wickelband 18 sichergestellt.
[0027] Infolge der Bewegung des Wickelbandes 18 wird auch das Förderband 82 angetrieben,
so dass die anfallenden Flächengebilde 20 auf diesen aufliegend dem Wickelkern 14
unterschlächtig zugeführt werden. Da das Wickelband 18 im Berührungsbereich des Förderbandes
82 mit dem Wickelkern 14 oder zu diesem benachbart stromabwärts tangential an den
Wickelkern 14 läuft, werden die Flächengebilde 20 zusammen mit dem unter Zugspannung
stehenden Wickelband 18 auf den Wickelkern 14 zu einem Wickel 22 aufgewickelt. Infolge
der Zunahme des Durchmessers des Wickels 22 wird der Bandförderer 80 mit seinem am
Wickel 22 anliegenden Förderband 82 in Richtung gegen unten verschwenkt, was infolge
der Wirkung der Zugfeder 90 eine grössere Reibungskraft zwischen dem Antriebsriemen
32 und dem Wickelkern 14 zur Folge hat. Dadurch ist sichergestellt, dass auch bei
zunehmendem Durchmesser des Wickels 22 die Zugspannung im Wickelband 18 wenigstens
annähernd konstant bleibt. Weiter nimmt bei zunehmendem Wickeldurchmesser auch der
Schlupf zu.
[0028] Sobald die gewünschte Anzahl Flächengebilde 20 auf den Wickelkern 14 aufgewickelt
sind, wird der Antriebsmotor 26 stillgelegt und der Umstellhebel 100 in die Bremsposition
umgestellt. Dadurch legen sich die Blockierriemen 102 und 102' unter Zugspannung an
das Spulenantriebsrad 60 und den Wickelkern 14 an, wodurch diese blockiert werden.
Weiter wird mittels der Gasdruckfeder 86 der Bandförderer 80 in die Ruhelage 88 abgesenkt.
[0029] Nun wird das Gestell 12 mittels eines Gabelstaplers 108 ab dem Boden von der in der
Fig. 3 in ausgezogenen Linien gezeigten Lage in die mit strichpunktierten Linien gezeigte
Lage angehoben und dann entgegen der Andockrichtung A von der Wickelstation 10 wegverfahren.
Dabei werden der Abschnitt 32' des Antriebsriemens 32, der Abschnitt 46' des Zahnriemens
46 sowie der Abschnitt 18' des Wickelbandes 18 gestreckt. Letzteres erfolgt durch
Weiteraufwickeln des Wickelbandes 18 auf die Bandspule 16 infolge der Vorspannung
der Schraubenfeder 94. Dabei entfernt sich der Gegenanschlagstift 96' vom Anschlagstift
96. Die Längenänderung der Abschnitte 32' und 46' wird durch eine Bewegung der Spannwalze
36 und des Spannrads 52 in Richtung gegen unten aufgenommen.
[0030] Das Gestell 12 mit dem Wickel 22 kann nun bis zum weiteren Gebrauch der Flächengebilde
20 in einem Zwischenlager abgestellt werden.
[0031] Die Wickelstation 10 ist nun zum Andocken eines weiteren Gestells 12 mit leerem Wickelkern
14 bereit. Dieses Gestell 12 wird mittels eines Gabelstaplers in Andockrichtung A
zur Wickelstation 10 verfahren. Dabei legen sich der Wickelkern 14 an den Abschnitt
32', das Spulenrad 60 an den Abschnitt 46' und der Abschnitt 18' des Wickelbandes
18 an die Antriebsscheibe 76 an. Infolge der nachfolgenden Umschlingung der Antriebsscheibe
76 durch das Wickelband 18 wird Wickelband 18 ab dem Vorrat 24 abgewickelt, wodurch
die Bandspule 16 entgegen der Kraft der Schraubenfeder 94 im Abwickelsinn gedreht
wird. Dabei dreht der Gegenanschlagstift 96' auf den Anschlagstift 96 zu. Die Verlängerung
der Abschnitte 32' und 46' wird durch die Bewegung der Spannwalze 36 und des Spannrades
52 ausgeglichen. Nach dem Verbringen des Umstellhebels 100 in die Freigabestellung,
kann nun der Antriebsmotor 26, wie weiter oben beschrieben, zum Bilden eines neuen
Wickels 22 in Gang gesetzt werden.
[0032] Die in den Figuren gezeigte Wickelstation 10 ist auch geeignet, als Abwickelstation
eingesetzt zu werden. Dazu ist das Zweistufengetriebe 28 derart umzustellen, dass
der Antriebsriemen 32 mit bezüglich der Umfangsgeschwindigkeit der Bandspule 16 geringerer
Geschwindigkeit angetrieben wird. Das Andocken eines Gestells 12 mit einem einen Wickel
22 tragenden Wickelkern 14 erfolgt auf genau gleiche Art und Weise wie eines Gestells
12 mit leerem Wickelkern 14. Nach dem Verbringen des Bandförderers 80 in die Arbeitslage
88' wird zum Abwickeln der Flächengebilde 20 der Antriebsmotor 26 in entgegengesetzter
Drehrichtung wie zum Aufwickeln betrieben. Da auch hier das vom Antriebsriemen 32
auf den Wickelkern 14 ausgeübte - beim Abwickeln als Bremsmoment wirkende - Moment
grösser ist als das durch die Schraubenfeder 94 ausgeübte Moment, liegen der Anschlagstift
96 und der Gegenanschlagstift 96' aneinander an, wodurch wiederum der Antrieb der
Bandspule 16 wickeldominant ist. Die Flächengebilde 20 werden zusammen mit dem Wickelband
18 ab dem Wickel 22 abgewickelt und mittels des Bandförderers 88 weggefördert. Anschliessend
kann das Gestell 12 mit dem leeren Wickelkern 14 von der Wickelstation 10 abgedockt
werden, welche zur Aufnahme eines neuen Gestells 12 mit einem Wickel 22 auf dem Wickelkern
14 bereit ist.
[0033] Es ist auch denkbar, auf den Anschlagstift 96 und Gegenanschlagstift 96' zu verzichten.
In diesem Fall stellt sich ein Gleichgewicht zwischen dem Moment der Schraubenfeder
94 und dem vom Antriebsriemen 32 auf den Wickelkern 14 ausgeübten Moment ein.
[0034] Selbstverständlich ist es auch denkbar, das Spulenantriebsrad 60 drehfest mit der
Bandspule 16 zu verbinden. In diesem Fall kann das Wickelband 18 durch eine Längenausgleichsvorrichtung
geführt werden, die beispielsweise gleich oder ähnlich aufgebaut ist wie die Längenausgleichseinrichtungen
für den Antriebsriemen 32 und den Zahnriemen 46.
[0035] Auf eine Längenausgleichsvorrichtung für das Wickelband 18 kann verzichtet werden,
wenn der Bandförderer 80 unmittelbar vom Antriebsmotor 26 angetrieben wird.
[0036] Selbstverständlich ist es auch denkbar, den Wickelkern 14 in Richtung der Drehachse
14' gemessen, kleiner auszubilden als die aufzuwickelnden Flächengebilde 20. In diesem
Fall ist der Wickelkern 14 drehfest mit einer Scheibe verbunden, welche mit dem Antriebsriemen
32 zusammenwirkt.
1. Wickelvorrichtung für flexible Flächengebilde, insbesondere Druckereiprodukte wie
Zeitungen, Zeitschriften und Teile davon, mit einem Wickelkem (14) und einer Bandspule
(16), die an einem Gestell (12) drehbar gelagert sind, einem einerends am Wickelkern
(14) und andernends an der Bandspule (16) befestigten Wickelband (18), das zusammen
mit den Flächengebilden (20) und unter Zugspannung, bei gleichzeitigem Abwickeln ab
der Bandspule (16), auf den Wickelkern (14) aufwickelbar und / oder, bei gleichzeitigem
Aufwickeln auf die Bandspule (16), ab dem Wickelkem (14) abwickelbar ist, und einem
zum Antreiben des Wickelkems (14) und der Bandspule (16) bestimmten Antriebsmotor
(26), wobei während des Wickelvorgangs ein wickelkernseitiger Teil der Verbindung
des Antriebsmotors (26) mit dem Wickelkern (14) bezüglich dem antriebsmotorseitigen
Teil schlüpft, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (26) in einer stationären Wickelstation (10) und der Wickelkern
(14) sowie die Bandspule (16) an einem an die Wickelstation (10) andockbaren, mobilen
Gestell (12) angeordnet sind, der Antriebsmotor (26) einen, der Wickelstation (10)
zugeordneten, endlosen Antriebsriemen (32) und ein, ebenfalls der Wickelstation (10)
zugeordnetes, in sich geschlossenes Antriebsorgan (46) antreibt, und bei angedocktem
Gestell der Antriebsriemen reibschlüssig mantelseitig am Wickelkern (14) oder einer
drehfest mit diesem verbundenen Scheibe sowie das Antriebsorgan (46) zum Antrieb der
Bandspule an einem mit dieser verbundenen Antriebsrad anliegt, wobei während des Wickelvorgangs
der Wickelkern (14) beziehungsweise die Scheibe bezüglich des Antriebsriemens (32)
schlüpft.
2. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt (32') des Antriebsriemens (32) bei von der Wickelstation (10) entferntem
Gestell (12) quer zur Andockrichtung (A) verläuft, so dass sich mindestens ein Teil
dieses Abschnitts (32') beim Andocken des Gestells (12) automatisch an den Wickelkem
(14) beziehungsweise die Scheibe anlegt.
3. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt (46') des Antriebsorgans (46) bei von der Wickelstation (10) entferntem
Gestell (12) quer zur Andockrichtung (A) verläuft, so dass sich mindestens ein Teil
dieses Abschnitts (46') beim Andocken des Gestells (12) automatisch an das Antriebsrad
(60) anlegt.
4. Wickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandspule (16) wickeldominant angetrieben ist.
5. Wickelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan (46) einen Zahnriemen aufweist, der bei angedocktem Gestell (12)
mit dem Antriebsrad (60) formschlüssig zusammenwirkt.
6. Wickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsriemen (32) um eine Spannwalze (36) geführt ist.
7. Wickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen wippenartig ausgebildeten Bandförderer (80) mit einem Förderband (82), das
an den Wickelkern (14) beziehungsweise an einen auf diesem angeordneten Wickel (22)
von Flächengebilden (20) anstellbar und mit einer Walze (76) antriebsverbunden ist,
um die das Wickelband (18) zum Antreiben des Förderbandes (82) geführt ist.
8. Wickelvorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Spannwalze (36) und dem Bandförderer (80) eine Federanordnung (90) vorhanden
ist, um die Zugspannung im Antriebsriemen (32) in Abhängigkeit vom Durchmesser des
Wickels (22) zu ändern.
9. Wickelvorrichtung nach einem der Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Antriebsrad (60) und der Bandspule (16) eine vorgespannte, auf die Bandspule
(16) im Aufwickelsinn (X) wirkende Feder (94) angeordnet ist, die durch einen zwischen
dem Antriebsrad (60) und der Bandspule (16) wirkenden Anschlag (96,96') am Entspannen
gehindert ist.
10. Wickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Gestell (12) eine umstellbare Bremseinrichtung (98) zum Blockieren des Wickelkems
(14) und der Bandspule (16) beziehungsweise des Antriebsrades (60) angeordnet ist.
11. Wickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan (46) um ein Spannrad (52) geführt ist.
1. Winding device for flexible sheet materials, in particular printing products such
as newspapers, magazines and parts thereof, having a winding core (14) and a band
reel (16) which are mounted rotatably on a frame (12), a winding band (18) which is
fastened at one end to the winding core (14) and at the other end to the band reel
(16) and together with the sheet materials (20) is windable under tension onto the
winding core (14) with simultaneous unwinding from the band reel (16) and/or unwindable
from the winding core (14) with simultaneous winding onto the band reel (16) and a
drive motor (26) devoted to driving the winding core (14) and the band reel (16),
wherein during the winding operation a part at the winding core end of the connection
of the drive motor (26) to the winding core (14) slips with respect to the part at
the drive motor end, characterised in that the drive motor (26) is arranged in a stationary winding station (10) and the winding
core (14) and the band reel (16) are arranged on a mobile frame (12) dockable with
the winding station (10), the drive motor (26) drives an endless drive belt (32) assigned
to the winding station (10) and a drive element (46) closed in upon itself likewise
assigned to the winding station (10) and when the frame is docked in place the drive
belt fits in frictional contact against the outer surface of the winding core (14)
or against a disk connected to the latter in a manner fixed to rotation and the drive
element (46) fits against a drive wheel connected to the band reel for driving the
latter, wherein during the winding operation the winding core (14) or the disk slips
with respect to the drive belt (32).
2. Winding device according to Claim 1, characterised in that when the frame (12) is moved away from the winding station (10) a section (32') of
the drive belt (32) runs crosswise with respect to the docking direction (A) so that
on docking the frame (12) at least a part of this section (32') automatically comes
up against the winding core (14) or the disk.
3. Winding device according to Claim 1 or 2, characterised in that when the frame (12) is moved away from the winding station (10) a section (46') of
the drive element (46) runs crosswise with respect to the docking direction (A) so
that on docking the frame (12) at least a part of this section (46') automatically
comes up against the drive wheel (60).
4. Winding device according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the band reel (16) is driven in dominant winding mode.
5. Winding device according to Claim 4, characterised in that the drive element (46) has a toothed belt which acts in conjunction with the drive
wheel (60) in form-locking manner when the frame (12) is docked in place.
6. Winding device according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the drive belt (32) is led around a tensioning roll (36).
7. Winding device according to one of Claims 1 to 6, characterised by a belt conveyor (80) of rocker-like construction having a conveying belt (82) which
can be engaged against the winding core (14) or against a winding (22) arranged on
the latter by sheet materials (20) and is connected for drive purposes to a roll (76)
around which the winding band (18) for driving the conveyor belt (82) is led.
8. Winding device according to Claim 6 and 7, characterised in that between the tensioning roll (36) and the belt conveyor (80) a spring arrangement
(90) is present in order to alter the tension in the drive belt (32) as a function
of the diameter of the winding (22).
9. Winding device according to one of Claims 1 to 8, characterised in that arranged between the drive wheel (60) and the band reel (16) is a pretensioned spring
(94) acting on the band reel (16) in the winding direction (X) which is prevented
from releasing pressure by a limit stop (96, 96') acting between the drive wheel (60)
and the band reel (16).
10. Winding device according to one of Claims 1 to 9, characterised in that on the frame (12) a reversible braking device (98) is arranged for blocking the winding
core (14) and the band reel (16) or the drive wheel (60).
11. Winding device according to one of Claims 1 to 10, characterised in that the drive element (46) is led around a tensioning wheel (52).
1. Dispositif d'enroulement pour articles plats flexibles, en particulier produits d'imprimerie
tels que des journaux, des périodiques et des parties de ceux-ci, avec un noyau d'enroulement
(14) et une bobine à bande (16) montés à rotation sur un bâti (12), une bande d'enroulement
(18) fixée à une extrémité sur le noyau d'enroulement (14) et l'autre extrémité sur
la bobine à bande (16), qui peut être enroulée, conjointement avec les articles plats
(20) et sous une contrainte de traction, avec déroulement simultané à partir de la
bobine de bande (16), sur le noyau d'enroulement (14) et/ou pouvant être déroulée
du noyau d'enroulement (14), avec enroulement simultané sur la bobine de bande (16),
et un moteur d'entraînement (26) prévu pour l'entraînement du noyau d'enroulement
(14) et de la bobine à bande (16), sachant que, pendant le processus d'enroulement,
une partie, située côté noyau d'enroulement, de la liaison du moteur d'entraînement
(26) au noyau d'enroulement (14) est en glissement par rapport à la partie située
côté moteur d'entraînement, caractérisé en ce que le moteur d'entraînement (26) est disposé dans un poste d'enroulement (10) stationnaire
et le noyau d'enroulement (16), ainsi que la bobine à bande (14), sont disposés sur
un bâti (12) mobile, susceptible d'être accosté au poste d'enroulement (10), le moteur
d'entraînement (26) entraînant une courroie d'entraînement (32) continue, associée
au poste d'enroulement (10), et un organe d'entraînement (46) fermé en soi, également
associé au poste d'enroulement (10), et, lorsque le bâti est accosté, la courroie
d'entraînement appuyant, avec une liaison par frottement côté enveloppe, sur le noyau
d'enroulement (14) ou une poulie reliée à celui-ci de façon assujettie à rotation,
et, pour assurer l'entraînement de la bobine à bande, l'organe d'entraînement (46)
appuyant sur une roue d'entraînement reliée à celle-ci, sachant que, pendant le processus
d'enroulement, le noyau d'enroulement (14), respectivement la poulie, est en glissement
par rapport à la courroie d'entraînement (32).
2. Dispositif d'enroulement selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lorsque le bâti (12) est écarté du poste d'enroulement (10), un tronçon (32') de
la courroie d'entraînement (32) s'étend transversalement par rapport à la direction
d'accostage (A), de sorte que, lors de l'accostage du bâti (12), au moins une partie
de ce tronçon (32') vient s'appliquer automatiquement sur le noyau d'enroulement (14),
respectivement la poulie.
3. Dispositif d'enroulement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, lorsque le bâti (12) est écarté du poste d'enroulement (10), un tronçon (46') de
l'organe d'entraînement (46) s'étend transversalement par rapport à la direction d'accostage
(A), de sorte que, lors de l'accostage du bâti (12), au moins une partie de ce tronçon
(46') vient s'appliquer automatiquement sur la roue d'entraînement (60).
4. Dispositif d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la bobine à bande (16) est entraînée en provoquant de façon prédominante un enroulement.
5. Dispositif d'enroulement selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'organe d'entraînement (46) présente une courroie dentée coopérant, par une liaison
avec ajustement de forme, avec la roue d'entraînement (60) lorsque le bâbi (12) est
accosté.
6. Dispositif d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la courroie d'entraînement (32) est guidée autour d'un rouleau tendeur (36).
7. Dispositif d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par un transporteur à bande (80) et réalisé à la façon d'une bascule, comportant une
bande transporteuse (82) qui peut être plaquée sur le noyau d'enroulement (14), respectivement
sur un enroulement (22), disposé sur celui-ci, formé d'articles plats (20) et relié
en entraînement à un rouleau (76), autour duquel la bande d'enroulement (18) est guidée
pour assurer l'entraînement de la bande transporteuse (82).
8. Dispositif d'enroulement selon les revendications 6 et 7, caractérisé en ce qu'entre le rouleau tendeur (36) et le transporteur à bande (80) est prévu un dispositif
élastique (90), pour modifier la contrainte de traction régnant dans la courroie d'entraînement
(32), en fonction du diamètre de l'enroulement (22).
9. Dispositif d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'entre la roue d'entraînement (60) et la bobine de bande (16) est disposé un ressort
(94) précontraint, agissant sur la bobine de bande (16) dans le sens de l'enroulement
(X), ressort empêché de se détendre, au moyen d'une butée (96, 96') agissant entre
la roue d'entraînement (60) et la bobine de bande (16).
10. Dispositif d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que sur le bâti (12) est disposé un dispositif de freinage (98) commutable, servant à
bloquer le noyau d'enroulement (14) et la bobine de bande (16), respectivement la
roue d'entraînement (60).
11. Dispositif d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'organe d'entraînement (46) est guidé autour d'une roue tendeuse (52).