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EP 1 120 324 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2012 Patentblatt 2012/12 |
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Anmeldetag: 08.01.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Planendach für Eisenbahnwagen oder andere Transport- oder Lagereinrichtungen mit auf
Laufwagen geführten Spriegeln
Tarpaulin roof for railway vehicles or other transport or storing devices with supports
mounted on trolleys
Bâche pour véhicules ferroviaires ou autre dispositifs de transport ou de stockage
avec traverses montées sur chariots
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
29.01.2000 DE 10003891
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.08.2001 Patentblatt 2001/31 |
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Patentinhaber: Waggonbau Graaff GmbH |
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31008 Elze (DE) |
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Erfinder: |
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- Höhne, Wolfram
22339 Hamburg (DE)
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Vertreter: Gosch, Wolf-Dietrich |
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Rechtsanwalt
Heinrich-Plett-Strasse 14a 22609 Hamburg 22609 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 294 341 US-A- 5 080 422
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US-A- 3 612 602
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Planendach für Eisenbahnwagen oder andere Transport- oder
Lagereinrichtungen mit auf Laufwagen geführten Spriegeln und zwischen ihnen angeordneten
Ausstellschläuchen, wobei die Laufwagen mit Rollen beweglich an einer Laufschiene
gelagert sind und an ihrer Oberseite jeweils eine Aufnahme für ein Ende eines Spriegels
aufweisen
und jeder Laufwagen in seinen beiden Bewegungsrichtungen mit jeweils einem Vorsprung
und einem Rezess versehen ist, wobei bet aufgeschobenem Planendach jeweils ein Vorsprung
eines Laufwagens in den Rezess seines ihm benachbarten Laufwagens hineinragt und die
Vorsprünge der Laufivagen jeweils abwechselnd oberhalb und unterhalb der Laufschiene
angeordnet und die Vorsprünge und ihre Rezesse miteinander verschachtelbar und die
Vorsprünge mit Rollen versehen sind, die die Laufschiene teilweise mit Spurkränzen
umgreifen.
[0002] Derartige Planendächer sind in den US-A-3 612 602, US-A-5 080 422 und GB 294 341 A bekannt. Das Problem bei Planenwagen besteht darin, die Öffnungsweite bei geöffneter Plane
so weit wie möglich zu halten. Bei den bekannten Planendächern sind der Öffnungsweite
Grenzen gesetzt, die aus der Aneinanderreihung der "auf Block geschobenen" Laufwagen
für die Spriegel resultieren. Eine Möglichkeit, den Platzbedarf der zusammengeschobenen
Laufwagen zu reduzieren besteht darin, kürzere Laufwagen einzusetzen. Dem sind jedoch
dadurch Grenzen gesetzt, dass die senkrecht stehenden Spriegel auf die Laufwagen erhebliche
Kippmomente ausüben, so dass durch die Hebelwirkung der Spriegel zu hohe Lagerkräfte
auf die Führungsrollen einwirken. Eine weitere Möglichkeit, den Platzbedarf der auf
Block geschobenen Laufwagen zu reduzieren besteht darin, die Zahl der Spriegel und
damit auch der Laufwagen zu reduzieren. Dies hat jedoch den Nachteil, dass zwischen
jeweils zwei Spriegeln ein zu großer Abstand bei geschlossener Plane besteht, was
zu einer größeren Belastung der Plane beispielsweise im Begegnungsverkehr führt und
darüber hinaus die Plane beim Öffnen dazu neigt, nach innen in den zur Beladung vorgesehenen
Bereich des Eisenbahnwagens zu hängen und dort den Ladebetrieb zu behindern. Um diesen
Nachteil wiederum zu vermeiden, hat man Gestänge zwischen die Spriegel eingesetzt,
um ein Einfallen der Spriegel zu vermeiden. Diese Gestänge sind jedoch beim Öffnen
und Schließen des Planendaches hinderlich, so dass der Vorteil der leichten Beweglichkeit
eines Planendaches erheblich reduziert wird.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Plancndach der eingangs genannten
Art zu schaffen, das in geöffnetem Zustand der Plane den Platzbedarf für die auf Block
geschobenen Laufwagen erheblich reduziert, ohne die sonstigen Eigenschaften des Planendaches
zu beeinträchtigen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jeder Laufwagen an seiner
den Vorsprüngen abgewandten Seite der Laufschiene eine glatte Rolle aufweist, zwischen
der und den an den Vorsprüngen angeordneten Rollen die Laufschiene verläuft und die
Laufwagen in ihren Bewegungsrichtungen kippstabil auf der Laufschiene gelagert sind.
[0005] Mit dieser Gestaltung können die Laufwagen der Spriegel bei aufgeschobener Plane
in der Weise miteinander verschachtelt werden, dass jeweils entsprechend den Abmessungen
der Vorsprünge und der Rezesse die Laufwagen teilweise übereinander geschoben und
damit miteinander verschachtelt sind. Dabei können die Vorsprünge jeweils eine Rolle
auf der einen Seite der Laufschiene führen, während zwischen ihnen auf der anderen
Seite der Laufschiene angeordnet ist, so dass die Laufschiene zwischen den Rollen
eingespannt ist. Dabei können die von den Spriegeln ausgeübten Kippmomente von den
an den Vorsprüngen angeordneten Rollen aufgenommen werden.
[0006] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausfuhrlichen
Beschreibung sowie den beigefügten Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform
beispielsweise veranschaulicht ist.
[0007] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- Eine Seitenansicht eines Eisenbahnplanenwagens mit teilweise aufgeschobenem Planendach
und
- Fig. 2:
- eine Seitenansicht einer Laufschiene bei aufgeschobener Plane mit Laufwagen in schematischer
Darstellung.
[0008] Ein erfindungsgemäßes Planendach 1 für einen Eisenbahnwagen 2 besteht im Wesentlichen
aus einer Plane 3 mit auf Laufwagen 4 geführten Spriegeln 5 und zwischen ihnen angeordneten
Ausstellschläuchen für die Plane 3, wobei die Laufwagen 4 mit Rollen 8, 9 beweglich
an einer Laufschiene 10 gelagert sind und an seiner Oberseite 11, 12 jeweils eine
Aufnahme 13 für ein Ende 14 eines Spriegels 5 aufweisen, wobei der Laufwagen 4 in
seinen beiden Bewegungsrichtungen mit jeweils einem Vorsprung 15, 16 und einem Rezess
17, 18 versehen ist, so dass bei aufgeschobenem Planendach 1 jeweils ein Vorsprung
15, 16 eines Laufwagens 4 in den Rezess 17, 18 seines benachbarten Laufwagens 4 hineinragt.
[0009] Die Vorsprünge 15, 16 der Laufwagen 4 sind jeweils abwechselnd oberhalb und unterhalb
der Laufschiene 10 angeordnet, die Rezesse 17, 18 sind gegenläufig jeweils abwechselnd
unterhalb oder oberhalb der Laufschiene 10 vorgesehen.
[0010] Die Vorsprünge 15, 16 sind mit Rollen 8 versehen, die die Laufschiene 10 jeweils
teilweise mit Spurkränzen 19 umgreifen.
[0011] Jeder Laufwagen 4 hat an seiner den Vorsprüngen 15, 16 abgewandten Seite der Laufschiene
10 eine glatte Rolle 9 zwischen der und den an den Vorsprüngen 15, 16 angeordneten
Rollen 8 die Laufschiene 10 vorgesehen ist. Dadurch können sich die Laufwagen 4 oberhalb
und unterhalb der Laufschiene 10 in der Weise abstützen, dass sie kippstabil auf der
Laufschiene 10 gelagert sind.
[0012] Jeweils zwischen zwei Spriegeln 5 erstrecken sich in Längsrichtung des Eisenbahnwagens
2 verlaufende Ausstellschläuche 6 für die Plane 3, die bei aufgeschobener Plane 3
dafür sorgen, dass diese nicht in den Laderaum des Eisenbahnwagens 2 hineinhängt,
sondern nach draußen weggeführt wird. Die Ausstellschläuche 6 sind mit Ansatzstücken
7 an den Spriegeln 5 befestigt, wobei die Ansatzstücke 7 jeweils höhenversetzt im
Sinne einer Verschachtelung bei aufgeschobenem Planendach 1 angeordnet sind.
[0013] Das erfindungsgemäße Planendach 1 unterscheidet sich in seiner Stabilität nicht von
solchen Planendächern, die mit vergleichsweise großen und platzaufwendigen Laufwagen
für die Spriegel versehen sind. Bei aufgeschobenem Planendach 1 jedoch kann gemäß
der Erfindung durch die geometrische Anpassung der Laufwagen 4 jeweils an den benachbarten
Laufwagen 4 bei der angewendeten Vielzahl von Spriegeln 5 erheblicher Platz eingespart
werden, der sich aus der Summe der jeweils in die Rezesse 17, 18 der einander benachbarten
Laufwagen 4 eingeschobenen Vorsprünge 15, 16 entsteht. Dadurch, dass die an den Vorsprüngen
15, 16 mit vergleichsweise großem Abstand zueinander angeordneten Rollen 8 die erforderlichen
Kippmomente aufnehmen können, ist das Planendach 1 für alle auf es einwirkenden Kräfte
hinreichend stabil ausgelegt. Die Rollen 8,9 können alle mit Spurkränzen 19 versehen
sein, aus Kostengründen ist dies allerdings nur bei den an den Vorsprüngen vorgesehenen
Rollen 8 nötig.
1. Planendach für Eisenbahnwagen oder andere Transport- oder Lagereinrichtungen mit auf
Laufwagen (4) geführten Spriegeln (5) und zwischen ihnen angeordneten Ausstellschläuchen
(6), wobei die Laufwagen (4) mit Rollen (8, 9) beweglich an einer Laufschiene (10)
gelagert sind und an ihrer Oberseite jeweils eine Aufnahme für ein Ende eines Spriegels
(5) aufweisen und jeder Laufwagen (4) in seinen beiden Bewegungsrichtungen mit jeweils
einem Vorsprung (15), (16) und einem Rczess (17), (18) versehen ist, wobei bei aufgeschobenem
Planendach (1) jeweils ein Vorsprung (15), (16) eines Laufwagens (4) in den Rezess
(17), (18) seines ihm benachbarten Laufwagens (4) hineinragt und die Vorsprünge (15),
(16) der Laufwagen (4) jeweils abwechselnd oberhalb und unterhalb der Laufschiene
(10 angeordnet und die Vorsprünge (15), (16) und ihre Rezesse (17), (18) miteinander
verschachtelbar und die Vorsprünge (15), (16) mit Rollen (8) versehen sind, die die
Laufschiene teilweise mit Spurkränzen (19) umgreifen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Laufwagen (4) an seiner den Vorsprüngen (15), (16) abgewandten Seite der Laufschiene
(10) eine glatte Rolle (9) aufweist, zwischen der und den an den Vorsprüngen (15),
(16) angeordneten Rollen (8) die Laufschiene (10) verläuft und die Laufwagen (4) in
ihren Bewegungsrichtungen kippstabil auf der Laufschiene (10) gelagert sind.
2. Planendach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich jeweils zwischen zwei Spriegeln (5) in Längsrichtung verlaufende Ausstellschläuche
(6) für die Plane (3) verlaufen, deren Ansatzstücke (7) an den Spriegeln (5) jeweils
höhenversetzt im Sinne einer Verschachtelung bei aufgeschobenem Planendach (1) angeordnet
sind.
1. Tarpaulin roof for railway vehicles or other transporting or storing devices, having
bows (5) guided on carriages (4) and setting straps (6) disposed therebetween, wherein
the carriages (4) are mounted on a running rail (10) so as to be able to move by means
of rollers (8, 9) and each comprise at their upper side a receptacle for one end of
a bow (5) and each carriage (4) is provided with a protrusion (15), (16) and a recess
(17), (18) in each of its two movement directions, wherein when the tarpaulin roof
(1) is slid back, in each case a protrusion (15), (16) in one carriage (4) protrudes
into the recess (17), (18) in its neighbouring carriage (4) and the protrusions (15),
(16) of the carriages (4) are disposed in each case above and below the running rail
(10) in an alternating manner and the protrusions (15), (16) and their recesses (17),
(18) can be interleaved with each other and the protrusions (15), (16) are provided
with rollers (8) which engage around the running rail partly with wheel flanges (19),
characterised in that each carriage (4) comprises a flat roller (9) on its side of the running rail (10)
remote from the protrusions (15), (16), the running rail (10) extends between the
flat roller and the rollers (8) disposed on the protrusions (15), (16) and the carriages
(4) are mounted on the running rail (10) so as to be stable against tipping in their
movement directions.
2. Tarpaulin roof as claimed in Claim 1, characterised in that setting straps (6), extending in each case between two bows (5) in the longitudinal
direction, extend for the tarpaulin (3), the lugs (7) of the setting straps being
disposed on the bows (5) in each case to be vertically offset in terms of interleaving
when the tarpaulin roof (1) is slid back.
1. Toit bâché pour véhicules ferroviaires ou autres dispositifs de transport ou de stockage,
comprenant des arceaux (5), guidés sur des chariots (4), et des tubes d'écartement
(6) disposés entre eux, les chariots (4) étant montés par des galets (8, 9) avec possibilité
de déplacement sur un rail de roulement (10) et comportant sur leur face supérieure
respectivement un logement pour une extrémité d'un arceau (5), et chaque chariot (4)
étant pourvu, dans ses deux sens de déplacement, chaque fois d'une saillie (15), (16)
et d'une partie en retrait (17), (18), sachant que lorsque le toit bâché (1) est ouvert
par coulissement, une saillie (15), (16) d'un chariot (4) avance dans la partie en
retrait (17), (18) de son chariot (4) voisin, et les saillies (15), (16) des chariots
(4) sont disposées en alternance respectivement au-dessus et au-dessous du rail de
roulement (10), et les saillies (15), (16) et leurs parties en retrait (17), (18)
peuvent être imbriquées les unes dans les autres, et les saillies (15), (16) sont
dotées de galets (8) qui entourent en partie le rail de roulement avec des boudins
de galet (19), caractérisé en ce que chaque chariot (4), sur son côté du rail de roulement (10) éloigné des saillies (15),
(16), présente un galet (9) lisse, le rail de roulement (10) s'étendant entre ce galet
et les galets (8) disposés sur les saillies (15), (16), et les chariots (4) sont montés
sur le rail de roulement (10) de manière à être stables en basculement dans leurs
sens de déplacement.
2. Toit bâché selon la revendication 1, caractérisé en ce que, entre deux arceaux (5), s'étendent respectivement des tubes d'écartement (6) pour
la bâche (3), qui sont orientés dans la direction longitudinale et dont les pièces
de raccordement (7) sur les arceaux (5) sont respectivement décalées en hauteur, dans
le sens d'une imbrication lorsque le toit bâché (1) est ouvert.

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